#9nov — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #9nov, aggregated by home.social.
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#9Nov in Dresden-Löbtau und -Südvorstadt. Die Führung von Löbtop e.V. zeigte eindrucksvoll:
Es traf alle, die nicht ins völkische Schema passten: Juden, Kommunisten, Menschen, die nicht an den "Endsieg" glaubten.
Sie wurden entmenschlicht und ermordet.
Lebendiges Gedenken: überall Kerzen und Blumen. -
#9Nov in Dresden-Löbtau und -Südvorstadt. Die Führung von Löbtop e.V. zeigte eindrucksvoll:
Es traf alle, die nicht ins völkische Schema passten: Juden, Kommunisten, Menschen, die nicht an den "Endsieg" glaubten.
Sie wurden entmenschlicht und ermordet.
Lebendiges Gedenken: überall Kerzen und Blumen. -
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Heute, 16 Uhr, Denkmal Levetzowstraße. #keinvergebenkeinvergessen #9nov #berlin
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Heute, 16 Uhr, Denkmal Levetzowstraße. #keinvergebenkeinvergessen #9nov #berlin
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Nicht nur in Bremen sondern in ganz Deutschland und niemand darf behaupten das es keiner gewusst hat.
Solche Verbrechen in diesem Ausmaß sind nur mit Unterstützung von weiten Teilen der Bevölkerung möglich." Daran, dass es auch in der Stadt Leute gab, die an dem menschenverachtenden Treiben begeistert teilnahmen, kann kein Zweifel bestehen. „Die Aktion wurde in der Bevölkerung vielfach mit ausdrücklichem Beifall aufgenommen“, teilte der Landrat eine Woche später der Staatspolizei in Bielefeld mit. "
„Die judenfeindlichen Kundgebungen verliefen ohne besondere Zwischenfälle.“
Mindener Tageblatt,
11. November 1938, Seite 4
https://www.synagoge-petershagen.de/Alte_Synagoge_Petershagen/Novemberpogrom,_Minden,_MT.html
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Nicht nur in Bremen sondern in ganz Deutschland und niemand darf behaupten das es keiner gewusst hat.
Solche Verbrechen in diesem Ausmaß sind nur mit Unterstützung von weiten Teilen der Bevölkerung möglich." Daran, dass es auch in der Stadt Leute gab, die an dem menschenverachtenden Treiben begeistert teilnahmen, kann kein Zweifel bestehen. „Die Aktion wurde in der Bevölkerung vielfach mit ausdrücklichem Beifall aufgenommen“, teilte der Landrat eine Woche später der Staatspolizei in Bielefeld mit. "
„Die judenfeindlichen Kundgebungen verliefen ohne besondere Zwischenfälle.“
Mindener Tageblatt,
11. November 1938, Seite 4
https://www.synagoge-petershagen.de/Alte_Synagoge_Petershagen/Novemberpogrom,_Minden,_MT.html
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Dr. Elisabeth Müller war Kinderärztin. 1933 wurde ihr die Zulassung entzogen, weil sie Jüdin war. Sie konnte in die Schweiz flüchten. 1934 kehrte sie zurück, weil ihr Visum abgelaufen war. 1935 bis zur Schließung 1938 leitete sie ein Erholungsheim für jüdische Kinder in #Bollschweil. Ab Mitte 1939 leitete sie das jüdische Krankenhaus u. Altersheim in #Hannover. Juli 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert. Im Oktober 1944 wurde sie in Auschwitz ermordet. #9Nov #KeinVergessen #Stolperstein
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Dr. Elisabeth Müller war Kinderärztin. 1933 wurde ihr die Zulassung entzogen, weil sie Jüdin war. Sie konnte in die Schweiz flüchten. 1934 kehrte sie zurück, weil ihr Visum abgelaufen war. 1935 bis zur Schließung 1938 leitete sie ein Erholungsheim für jüdische Kinder in #Bollschweil. Ab Mitte 1939 leitete sie das jüdische Krankenhaus u. Altersheim in #Hannover. Juli 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert. Im Oktober 1944 wurde sie in Auschwitz ermordet. #9Nov #KeinVergessen #Stolperstein
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Gerade nach den Ereignissen der letzten Tage ist es umso wichtiger, dass wir uns immer wieder erinnern und niemals vergessen.
#niewiederistjetzt #wirsinddiebrandmauer #Reichspogromnacht #Antisemitismus #9Nov #9Nov1938 -
Gerade nach den Ereignissen der letzten Tage ist es umso wichtiger, dass wir uns immer wieder erinnern und niemals vergessen.
#niewiederistjetzt #wirsinddiebrandmauer #Reichspogromnacht #Antisemitismus #9Nov #9Nov1938 -
#Berlin, nein, ganz #Doitschland feiert den #Mauerfall.
Das mit den Novemberpogromen ist ja auch echt zu unangenehm ...
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Bremen und Niedersachsen erinnern an Opfer der #Reichspogromnacht → https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/kranzniederlegung-pogromnacht-bremen-bremerhaven-100.html #9Nov #Bremen
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"Am Sonnabend, dem 9. November 2024, veranstaltet die #SolidarischeAktionPieschen einen Mahngang zum Gedenken an die #Novemberpogrome von 1938. Treffpunkt ist um 17 Uhr auf dem Konkordienplatz in #Dresden #Pieschen" https://pieschen-aktuell.de/2024/gedenken-an-die-novemberpogrome-1938-mahngaenge-in-pieschen-am-9-november/ #dd0911 #SAPdd #RM16dd #RM16 #9Nov
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Auch 86 Jahre nach den Novemberpogromen wollen wir ein Zeichen setzen gegen die Kontinuität antisemitischer und rechter Gewalt in Deutschland. Gedenken heißt Handeln!
Der Mahngang startet am 09. November 2024 um 17 Uhr am Konkordienplatz in #Pieschen (#Dresden)
Organisiert durch: #SolidarischeAktionPieschen
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Wir freuen uns auf die neue Veranstaltungsreihe "Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus", die im November startet.
Informationen werden auf Facebook, Instagram und Mastodon sowie auf unserer Webseite veröffentlicht. Den Link zur Webseite findet ihr in unserer Bio.
Unsere Flyer haben in diesem Jahr ein neues Format und werden aktuell in Göttingen ausgelegt. Vielen Dank an alle Institutionen, Geschäfte und Cafés, die uns dabei unterstützen!
Eine digitale Version des Flyers findet ihr auf der Startseite unserer Webseite.
Wir freuen uns über euer Interesse und sind dankbar, wenn die Informationen zu unserer Reihe breit gestreut und geteilt werden.
Vielen Dank!
#Gedenken_an_die_Opfer_des_Nationalsozialismus #9nov #9november #27jan #goettingen #veranstaltungsreihe
#niewiederistjetzt -
Dieser Thread besteht aus herausgepickten Textstellen aus der (afaik leider vergriffenen) Broschüre:
"Ich hätte nicht geglaubt, wozu die Deutschen fähig sind." - Das Novemberpogrom 1938 in Bremen. Herausgegeben vom Ausstellungskollektiv in 2013.
Kein Vergeben.
Kein Vergessen.
Nie wieder. -
Dieser Thread besteht aus herausgepickten Textstellen aus der (afaik leider vergriffenen) Broschüre:
"Ich hätte nicht geglaubt, wozu die Deutschen fähig sind." - Das Novemberpogrom 1938 in Bremen. Herausgegeben vom Ausstellungskollektiv in 2013.
Kein Vergeben.
Kein Vergessen.
Nie wieder. -
Dazu nur soviel: Joseph Napoli, der amerikanische "Entnazifizierungsoffizier", hat Bremen 1949 dann mit der Bilanz verlassen, die Entnazifizierung sei ein "Fehlschlag" gewesen, die Bürokratie würde von den denselben Kräften beherrscht "wie in den Nazijahren". Bürgermeister Wilhelm Kaisen reagierte mit wütenden Kommentaren auf diese Bilanz. #9nov #Bremen 29/x
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Dazu nur soviel: Joseph Napoli, der amerikanische "Entnazifizierungsoffizier", hat Bremen 1949 dann mit der Bilanz verlassen, die Entnazifizierung sei ein "Fehlschlag" gewesen, die Bürokratie würde von den denselben Kräften beherrscht "wie in den Nazijahren". Bürgermeister Wilhelm Kaisen reagierte mit wütenden Kommentaren auf diese Bilanz. #9nov #Bremen 29/x
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Die Argumentation der Täter in den Gerichtsprozessen nach Kriegsende erspare ich uns mal an dieser Stelle. Die Mordanklagen in Bezug auf die Pogromnacht wurden jedoch zu Totschlag herabgestuft, milde geurteilt und bereits 1951 wurden sie begnadigt und entlassen - im Übrigen durch das Engagement des späteren Bürgermeisters Theodor Spitta. #9Nov #Bremen 28/x
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Die Argumentation der Täter in den Gerichtsprozessen nach Kriegsende erspare ich uns mal an dieser Stelle. Die Mordanklagen in Bezug auf die Pogromnacht wurden jedoch zu Totschlag herabgestuft, milde geurteilt und bereits 1951 wurden sie begnadigt und entlassen - im Übrigen durch das Engagement des späteren Bürgermeisters Theodor Spitta. #9Nov #Bremen 28/x
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1941 wurden rund 450 Bremer Juden, zusammen mit Juden aus Stadt und Hamburg (insgesamt ca. 1000 Menschen) nach Minsk deportiert, nur 6 überlebten. Ca. 250 Juden in Bremen blieben vorerst verschont, weil sie in "Mischehen" lebten oder über 65 Jahre alt waren. In den Jahren 1942 und 1945 folgten dann zwei weitere Transporte in das KZ Theresienstadt, viele von Ihnen wurden direkt von dort nach Auschwitz gebracht. #9Nov #Bremen 27/x
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1941 wurden rund 450 Bremer Juden, zusammen mit Juden aus Stadt und Hamburg (insgesamt ca. 1000 Menschen) nach Minsk deportiert, nur 6 überlebten. Ca. 250 Juden in Bremen blieben vorerst verschont, weil sie in "Mischehen" lebten oder über 65 Jahre alt waren. In den Jahren 1942 und 1945 folgten dann zwei weitere Transporte in das KZ Theresienstadt, viele von Ihnen wurden direkt von dort nach Auschwitz gebracht. #9Nov #Bremen 27/x
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Jüdische Bürger wurden gezwungen in sog. "Judenhäuser", welche sich in Bremen unter anderem in der Parkstraße in Schwachhausen, der Isarstraße in der Neustadt, der Humboldtstraße im Ostertorviertel und in der Geestemünder Straße in Walle befanden. [...] Tag und Nacht von der Gestapo bewacht, lebten deren Bewohner in ständiger Angst und Unsicherheit [...]. Bis 1941 existierten in Bremen rund 20 "Judenhäuser". #9Nov #Bremen 26/x
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Jüdische Bürger wurden gezwungen in sog. "Judenhäuser", welche sich in Bremen unter anderem in der Parkstraße in Schwachhausen, der Isarstraße in der Neustadt, der Humboldtstraße im Ostertorviertel und in der Geestemünder Straße in Walle befanden. [...] Tag und Nacht von der Gestapo bewacht, lebten deren Bewohner in ständiger Angst und Unsicherheit [...]. Bis 1941 existierten in Bremen rund 20 "Judenhäuser". #9Nov #Bremen 26/x
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Die Wiederherstellungskosten des Stadtbildes nach den Verwüstungen der Pogromnacht sollte von den Leidtragenden selbst übernommen werden. [Sie wurden] nun auf gesetzlichen Wege gezwungen, ihren Besitz, wie Juwelen, Kunstgegenstände, Wertpapiere, Gewerbebetriebe und Grundeigentum zu veräußern. Der Besuch von kulturellen Veranstaltungen, wie Kino oder Theater wurde verboten. #9Nov #Bremen 25/x
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Die Wiederherstellungskosten des Stadtbildes nach den Verwüstungen der Pogromnacht sollte von den Leidtragenden selbst übernommen werden. [Sie wurden] nun auf gesetzlichen Wege gezwungen, ihren Besitz, wie Juwelen, Kunstgegenstände, Wertpapiere, Gewerbebetriebe und Grundeigentum zu veräußern. Der Besuch von kulturellen Veranstaltungen, wie Kino oder Theater wurde verboten. #9Nov #Bremen 25/x
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Am Vormittag wurden sie erst nach Oranienburg gebracht und mit einem Gewaltmarsch in das Konzentrationslager Sachsenhausen geführt. Nach einigen Wochen konnten die Überlebenden dieses Transport nach Bremen zurückkehren. Viele von Ihnen wurden im Zuge der späteren Deportationen ermordet. #9nov #Bremen 24/x
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Am Vormittag wurden sie erst nach Oranienburg gebracht und mit einem Gewaltmarsch in das Konzentrationslager Sachsenhausen geführt. Nach einigen Wochen konnten die Überlebenden dieses Transport nach Bremen zurückkehren. Viele von Ihnen wurden im Zuge der späteren Deportationen ermordet. #9nov #Bremen 24/x
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In Bremen wurden am frühen Morgen des 10. November registrierte Juden und Jüdinnen auf dem Sammelplatz des Alten und Neuen Gymnasium zusammengetrieben. Während die Frauen nach kurzer zeit wieder frei gelassen wurden, mussten sich über 160 Männer aufstellen, wurden von der SA zu dem sich in Oslebshausen befindlichen Zuchthaus eskortiert und dort in "Schutzhaft" genommen. #9Nov #Bremen 23/x
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In Bremen wurden am frühen Morgen des 10. November registrierte Juden und Jüdinnen auf dem Sammelplatz des Alten und Neuen Gymnasium zusammengetrieben. Während die Frauen nach kurzer zeit wieder frei gelassen wurden, mussten sich über 160 Männer aufstellen, wurden von der SA zu dem sich in Oslebshausen befindlichen Zuchthaus eskortiert und dort in "Schutzhaft" genommen. #9Nov #Bremen 23/x
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So wurden am 10.11.1938 fünf Menschen in #Bremen ermordet:
- Selma Zwienicki (56) - Fahrradladeninhaberin - Neustadt
- Heinrich Rosenblum (46) - Kaufmann - Neustadt
- Leopold Sinasohn (61) - Monteur - Platjenwerbe
- Dr. Adolph Goldberg (78) - Arzt - Burgdamm
- Martha Goldberg (65) - Hausfrau - Burgdamm#9Nov 22/x
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So wurden am 10.11.1938 fünf Menschen in #Bremen ermordet:
- Selma Zwienicki (56) - Fahrradladeninhaberin - Neustadt
- Heinrich Rosenblum (46) - Kaufmann - Neustadt
- Leopold Sinasohn (61) - Monteur - Platjenwerbe
- Dr. Adolph Goldberg (78) - Arzt - Burgdamm
- Martha Goldberg (65) - Hausfrau - Burgdamm#9Nov 22/x
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Mit Hilfe einer 1936 erstellten Adressliste jüdischer Bremer/-innen drangen bewaffnete SA-Trupps in der ganzen Stadt in Wohnungen ein, zertrümmerten die Wohnungseinrichtungen, raubten Bücher, Schmuck und Kunstgegenstände und demütigten und misshandelten die Bewohner/-innen. Mehr als 160 Männer wurden verhaftet und mussten am nächsten Tag durch die Stadt zum Zuchthaus Oslebshausen marschieren. Von dort wurden sie dann ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. #9nov #Bremen 20/x
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Mit Hilfe einer 1936 erstellten Adressliste jüdischer Bremer/-innen drangen bewaffnete SA-Trupps in der ganzen Stadt in Wohnungen ein, zertrümmerten die Wohnungseinrichtungen, raubten Bücher, Schmuck und Kunstgegenstände und demütigten und misshandelten die Bewohner/-innen. Mehr als 160 Männer wurden verhaftet und mussten am nächsten Tag durch die Stadt zum Zuchthaus Oslebshausen marschieren. Von dort wurden sie dann ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. #9nov #Bremen 20/x
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An den Gebäuden wurden dann meist handgemalte Plakate angebracht, die Aufschriften, wie "Vernichtet das Judentum" und "Tod dem internationalen Juden- und Freimaurertum" trugen.
Die Synagoge in der heutigen Kolpingstraße [...] wurde in Brand gesetzt. Die Feuerwehr [...] ließ das Gebäude unter fachgemäßer Aufsicht in Flammen aufgehen. Das neben der Synagoge liegende Gemeindehaus (Rosenakhaus) wurde ausgeräumt und demoliert. #9nov #Bremen 18/x
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Die Zerstörung begann dann in Bremen kurz nach Mitternacht. Vor allem in der Altstadt, in der Sögestraße, der Obernstraße, der Hutfilterstraße und der Faulenstraße, aber auch in anderen Stadtteilen machten sich "Rollkommandos" der SA daran, in den Geschäften jüdischer Besitzer/-innen Scheiben und Türen einzuschlagen, die Ladeneinrichtungen zu verwüsten und Wertsachen zu beschlagnahmen. #9nov #Bremen 17/x
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Jüdische Synagogen sind sofort in Brand zu stecken, jüdische Symbole sind sicherzustellen. Die Feuerwehr darf nicht eingreifen. Es sind nur Wohnhäuser arischer Deutscher zu schützen, allerdings müssen die Juden raus, da Arier in den nächsten Tagen dort einziehen werden. [...] Der Führer wünscht, dass die Polizei nicht eingreift. Sämtliche Juden sind zu entwaffnen. Bei Widerstand sofort über den Haufen schießen. [...]" #9nov #Bremen 16/x
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Unter den Teilnehmern in Münchener Versammlung befand sich auch der Führer der SA-Gruppe Nordsee und Regierende Bürgermeister von Bremen, Heinrich Böhmcker. Er rief den Stabsführer Römpagel an und erteilte ihm folgende Anweisungen: "Sämtliche jüdische Geschäfte sind sofort von SA-Männern in Uniform zu zerstören. Nach der Zerstörung hat eine SA-Wache aufzuziehen, die dafür zu sorgen hat, dass keinerlei Wertgegenstände entwendet werden können. [...] Die Presse ist heranzuziehen. #9nov #Bremen 15/x
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Nach Goebbels Rede telefonierten sie gegen 22:30 mit ihren örtlichen Dienststellen. [...] Goebbels selbst ließ [...] nachts Telegramme von seinem Ministerium aus an untergeordnete Behörden, Gauleiter und Gestapostellen im Reich aussenden. Diese wiederum gaben entsprechende Befehle an die Mannschaften weiter. Polizei und waren demnach eine Stunde nach der SA über die angeordneten Pogrome informiert, die seit 23:00 begonnen hatten. #9Nov #Bremen 14/x
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Ebenso betonte [Goebbels], dass die Partei nicht als Organisator solcher Aktionen in Erscheinung treten solle, aber diese dort, wo sie entstünden, auch nicht behindern werde. Die anwesenden Gauleiter und SA-Führer verstanden dies - so, wie es gemeint war - als indirekte, aber unmissverständliche Aufforderung zum Handeln gegen jüdische Häuser, Läden und Synagogen. #9nov #Bremen 13/x
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Beim jährlichen Kameradschaftsabend [...] hielt Goebbels im Alten Rathaus in München vor den versammelten SA-Führern eine Hetzrede, in der er "die Juden" für den Tod vom Rath verantwortlich machte. Er lobte die angeblich "spontanen" judenfeindlichen Aktionen im ganzen Reich, bei denen auch Synagogen in Brand gesetzt worden seien. #9Nov #Bremen 12/x
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Das Attentat sollte zur völligen Verdrängung und Enteignung der Juden aus dem deutschen Wirtschafts- und Kulturleben instrumentalisiert werden. Dazu konstruierte man eine jüdische Weltverschwörung und halluzinierte die Figur des "internationalen Judens", der Völkerverständigung und damit den Frieden verhindere. #9nov #Bremen 11/x
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Erst am 8. November 1938 erreichte die Nachricht vom Attentat auf vom Rath [...] die deutsche Öffentlichkeit durch die Presse. Bereits am Spätnachmittag des 7. November begannen jedoch im Reichsgebiet die ersten Übergriffe gegen Juden, ihre Wohnungen, Geschäfte, Gemeindehäuser und Synagogen. Die Täter waren oft Angehörige von SA und SS. Sie traten oft in Zivilkleidung auf, um wie normale Bürger zu wirken und die übrige Bevölkerung zum "Volkszorn" [...] aufzuhetzen. #9nov #Bremen 10/x