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#verbmobil — Public Fediverse posts

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  1. 2/ Der Post in 1/ klang vielleicht etwas negativ. Das Bild zeigt den Aufbau des #VerbMobil-Systems. Es gab die so genannte tiefe Verarbeitung und statistikbasierte Verarbeitung. Tiefe Analyse ist symbolische #KI. Da waren drei Grammatiken drin. Für Englisch, Japanisch und Deutsch. Der Formalismus dafür war #HPSG. Da die Strukturen groß werden, die Ambiguität (schon im Sprachsignal) groß war, brauchte die tiefe Verarbeitung sehr viel Zeit. Auswertungen ergaben: Wenn die tiefe Analyse nicht ins Zeitlimit lief, war sie immer besser als die flache statistikbasierte Analyse.

    Ich hatte mit der deutschen Grammatik 93% Abdeckung. Was der Rest war, war auch klar. Das sollte nicht in die Grammatik.

    Nun ja. Das Problem der Maschinellen Übersetzung kann man wohl als gelöst ansehen. Geht so. Murakami und Kafka würde ich immer noch per Hand übersetzen, aber für alltägliche Kommunikation reicht es. Das geht ohne ein tieferes Verständnis der Texte.

    (Ich hoffe ich werde jetzt nicht von Übersetzungswissenschaftler*innen und Übersetzer*innen verprügelt.)

    #MaschinelleÜbersetzung

  2. 1/ „Das DFKI, an dem etwa 1.500 Forschende überwiegend mit öffentlichen Mitteln arbeiten, wurde schon 1988 gegründet. Damit waren die Deutschen bei dem Thema eigentlich früh dran.“

    taz.de/Kuenstliche-Intelligenz

    Nun ja, nun ja. #KI war nicht immer das, was heute unter #KI läuft. Computerlinguistik war zum größten Teil symbolische KI. Es gab große Ontologien, die versuchten, menschliches Wissen zu formalisieren, so dass man mit logischen Schlussverfahren etwas daraus ableiten konnte. Expertensysteme.

    Und schon nach dem Krieg wurde mit Machineller Übersetzung begonnen. Man dachte sich, wenn Turing die Enigma entschlüsseln konnte, müsste es auch möglich sein, maschinell zu übersetzen, denn letztendlich war das ja auch nur ein Dekodierungsproblem.

    Irgendwann kam dann der ALPAC-Report und es gab den ersten AI winter. Komischerweise fehlt der in Wikipedia.

    de.wikipedia.org/wiki/Maschine

    Das war 1966. Also gab es schon damals KI.

    de.wikipedia.org/wiki/ELIZA

    Weizenbaum hat auch 1966 #ELIZA geschrieben.

    Auch symbolische KI. In #Prolog. Als er sah, wie Menschen darauf reagierten wurde er zum KI-Kritiker. Die #LLMs von heute sind sehr viel leistungsfähiger und sehr viel gefährlicher.

    Ach so: Auf dem Bild ist Reinhard Karger vom #DFKI. Er hat immer die Demos von #VerbMobil gemacht, das auch im Bild zu sehen ist. Lief damals auf ner SUN Sparc Station.

    VerbMobil war das größte KI-Projekt, das es jemals in Deutschland gab. Wahrscheinlich auch international. Eigentlich zu groß.

    de.wikipedia.org/wiki/Verbmobi

    Ich habe mit Walter Kasper die deutsche Grammatik gemacht. #HPSG #Linguistik #Computerlinguistik