Erstmals über 30 Grad: Super-El-Niño bricht Rekord im Pazifik - Klima - derStandard.at › Wissenschaft
> Die maßgebliche Messregion für El Niño ist so warm wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Laut WMO dürfte sich das Ereignis bis Dezember weiter verstärken und bis Februar 2027 anhalten
"El Niño ist angekommen und gewinnt rasch an Stärke", sagt #WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo. In ihrem neuen monatlichen #Klimaausblick rechnet die Organisation damit, dass die Oberflächentemperaturen im zentralen und östlichen #Pazifik bis Jahresende weitere Höchststände erreichen. Nach dem erwarteten Höhepunkt im Dezember dürfte das Ereignis noch Monate andauern. Die Prognosen deuteten mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass #ElNiño bis Februar 2027 anhalte, "womit er möglicherweise zu den stärksten seit mindestens 1950 zählen würde", sagt Saulo. 1950 begannen laut WMO die Aufzeichnungen.
"In #Indonesien und anderen Teilen #Südostasien's, in Teilen des nördlichen #Südamerika's und im südlichen #Afrika steigt das Risiko ausgeprägter #Trockenheit", sagt AWI-Forscher Gößling. "Wenn diese wichtigen #Agrarregionen gleichzeitig betroffen sind, kann das schwerwiegende Folgen für die globale #Nahrungsmittel'versorgung haben." Andernorts wirke El Niño umgekehrt: An der Westküste #Südamerika's und in Teilen #Ostafrika's steige das Risiko von #Starkregen, #Überschwemmungen und #Erdrutsche'n, im östlichen und zentralen Pazifik jenes von #Hurrikane'n.
"El Niño bringt keine neue Wärme auf den Planeten. Er setzt #Wärme frei, die der #Ozean bereits unter der Oberfläche gespeichert hat, weshalb ein starkes El-Niño-Ereignis so oft zu einem der heißesten jemals gemessenen Jahre führt, wie im Jahr 2024", sagte Saulo beim Global Heat Forum, das noch bis 9. Oktober in #Bangkok stattfindet. "Der Ozean, aus dem er diese Wärme bezieht, ist der wärmste, den wir je gemessen haben. Es steht einfach mehr Wärme zur Freisetzung zur Verfügung."