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#davidgoeßmann — Public Fediverse posts

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  1. Eitelkeit führt hinter die Fichte

    Ein Chomsky-Verteidiger kann seinen Furor so wenig zügeln, wie die Verurteiler*innen

    So ähnlich hatte ich mir die Konstellation schon gedacht, ohne mich vertieft damit beschäftigt zu haben. Die Epstein-Chomsky-Verbindung habe ich hier nur einmal behandelt. Weil ich Respekt vor dem politischen Intellektuellen Chomsky hatte und habe, aber mich nie zu seinen Jüngern und Verehrer*inne*n gezählt habe. Hier also die etwas fanatisch geratene Verteidigungsschrift:

    David Goeßmann/telepolis: Warum Linke bereit sind, Noam Chomsky in die Epstein-Hölle zu verbannen – Engste Weggefährten lassen den 97-jährigen Chomsky fallen – dabei hält die Empörung über seine Epstein-Kontakte einer Faktenprüfung kaum stand.”

    Wie immer wird auch hier ein Popanz namens “die Linke” konstruiert, auf eine faktenstarke Definition, wo und wie die im wahren politischen Leben als Kollektiv existiert, aber bewusst verzichtet, weil sonst die Statik des Textes schnell zusammenfällt. Übrig bleibt dann eine Busspredigt an ein paar Individuen, die vom Autor nicht minder an die Wand genagelt werden, wie es diese mit Chomsky getan haben.

    Diese Art des Disputierens ist eben selbst ein Produkt des hegemonialen Neoliberalismus – jede*r kämpft für sich selbst (als “Marke”!) gegen alle andern. Denn sonst wäre ja Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft nötig. Differenzierung clickt nicht.

    Als Tatsachen bleiben übrig: Chomsky war, wie seine Gattin schon ausgeführt hat, der Figur Epstein gegenüber zu naiv und leichtgläubig, hat sich von ihm reinlegen lassen. Dazu gehören immer mindestens zwei. Und Chomsky hat sich von der gesellschaftlich relevanten #metoo-Bewegung abhängen lassen; er hat ihre gesellschaftliche Basis und Kraft so unterschätzt, wie er es gegenüber Epstein getan hat. In meinen Augen in seinem reifen Alter verzeihlich. Ich erinnere hieran.

    It’s the system, stupid!

  2. Eitelkeit führt hinter die Fichte

    Ein Chomsky-Verteidiger kann seinen Furor so wenig zügeln, wie die Verurteiler*innen

    So ähnlich hatte ich mir die Konstellation schon gedacht, ohne mich vertieft damit beschäftigt zu haben. Die Epstein-Chomsky-Verbindung habe ich hier nur einmal behandelt. Weil ich Respekt vor dem politischen Intellektuellen Chomsky hatte und habe, aber mich nie zu seinen Jüngern und Verehrer*inne*n gezählt habe. Hier also die etwas fanatisch geratene Verteidigungsschrift:

    David Goeßmann/telepolis: Warum Linke bereit sind, Noam Chomsky in die Epstein-Hölle zu verbannen – Engste Weggefährten lassen den 97-jährigen Chomsky fallen – dabei hält die Empörung über seine Epstein-Kontakte einer Faktenprüfung kaum stand.”

    Wie immer wird auch hier ein Popanz namens “die Linke” konstruiert, auf eine faktenstarke Definition, wo und wie die im wahren politischen Leben als Kollektiv existiert, aber bewusst verzichtet, weil sonst die Statik des Textes schnell zusammenfällt. Übrig bleibt dann eine Busspredigt an ein paar Individuen, die vom Autor nicht minder an die Wand genagelt werden, wie es diese mit Chomsky getan haben.

    Diese Art des Disputierens ist eben selbst ein Produkt des hegemonialen Neoliberalismus – jede*r kämpft für sich selbst (als “Marke”!) gegen alle andern. Denn sonst wäre ja Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft nötig. Differenzierung clickt nicht.

    Als Tatsachen bleiben übrig: Chomsky war, wie seine Gattin schon ausgeführt hat, der Figur Epstein gegenüber zu naiv und leichtgläubig, hat sich von ihm reinlegen lassen. Dazu gehören immer mindestens zwei. Und Chomsky hat sich von der gesellschaftlich relevanten #metoo-Bewegung abhängen lassen; er hat ihre gesellschaftliche Basis und Kraft so unterschätzt, wie er es gegenüber Epstein getan hat. In meinen Augen in seinem reifen Alter verzeihlich. Ich erinnere hieran.

    It’s the system, stupid!

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  3. Eitelkeit führt hinter die Fichte

    Ein Chomsky-Verteidiger kann seinen Furor so wenig zügeln, wie die Verurteiler*innen

    So ähnlich hatte ich mir die Konstellation schon gedacht, ohne mich vertieft damit beschäftigt zu haben. Die Epstein-Chomsky-Verbindung habe ich hier nur einmal behandelt. Weil ich Respekt vor dem politischen Intellektuellen Chomsky hatte und habe, aber mich nie zu seinen Jüngern und Verehrer*inne*n gezählt habe. Hier also die etwas fanatisch geratene Verteidigungsschrift:

    David Goeßmann/telepolis: Warum Linke bereit sind, Noam Chomsky in die Epstein-Hölle zu verbannen – Engste Weggefährten lassen den 97-jährigen Chomsky fallen – dabei hält die Empörung über seine Epstein-Kontakte einer Faktenprüfung kaum stand.”

    Wie immer wird auch hier ein Popanz namens “die Linke” konstruiert, auf eine faktenstarke Definition, wo und wie die im wahren politischen Leben als Kollektiv existiert, aber bewusst verzichtet, weil sonst die Statik des Textes schnell zusammenfällt. Übrig bleibt dann eine Busspredigt an ein paar Individuen, die vom Autor nicht minder an die Wand genagelt werden, wie es diese mit Chomsky getan haben.

    Diese Art des Disputierens ist eben selbst ein Produkt des hegemonialen Neoliberalismus – jede*r kämpft für sich selbst (als “Marke”!) gegen alle andern. Denn sonst wäre ja Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft nötig. Differenzierung clickt nicht.

    Als Tatsachen bleiben übrig: Chomsky war, wie seine Gattin schon ausgeführt hat, der Figur Epstein gegenüber zu naiv und leichtgläubig, hat sich von ihm reinlegen lassen. Dazu gehören immer mindestens zwei. Und Chomsky hat sich von der gesellschaftlich relevanten #metoo-Bewegung abhängen lassen; er hat ihre gesellschaftliche Basis und Kraft so unterschätzt, wie er es gegenüber Epstein getan hat. In meinen Augen in seinem reifen Alter verzeihlich. Ich erinnere hieran.

    It’s the system, stupid!

  4. Eitelkeit führt hinter die Fichte

    Ein Chomsky-Verteidiger kann seinen Furor so wenig zügeln, wie die Verurteiler*innen

    So ähnlich hatte ich mir die Konstellation schon gedacht, ohne mich vertieft damit beschäftigt zu haben. Die Epstein-Chomsky-Verbindung habe ich hier nur einmal behandelt. Weil ich Respekt vor dem politischen Intellektuellen Chomsky hatte und habe, aber mich nie zu seinen Jüngern und Verehrer*inne*n gezählt habe. Hier also die etwas fanatisch geratene Verteidigungsschrift:

    David Goeßmann/telepolis: Warum Linke bereit sind, Noam Chomsky in die Epstein-Hölle zu verbannen – Engste Weggefährten lassen den 97-jährigen Chomsky fallen – dabei hält die Empörung über seine Epstein-Kontakte einer Faktenprüfung kaum stand.”

    Wie immer wird auch hier ein Popanz namens “die Linke” konstruiert, auf eine faktenstarke Definition, wo und wie die im wahren politischen Leben als Kollektiv existiert, aber bewusst verzichtet, weil sonst die Statik des Textes schnell zusammenfällt. Übrig bleibt dann eine Busspredigt an ein paar Individuen, die vom Autor nicht minder an die Wand genagelt werden, wie es diese mit Chomsky getan haben.

    Diese Art des Disputierens ist eben selbst ein Produkt des hegemonialen Neoliberalismus – jede*r kämpft für sich selbst (als “Marke”!) gegen alle andern. Denn sonst wäre ja Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft nötig. Differenzierung clickt nicht.

    Als Tatsachen bleiben übrig: Chomsky war, wie seine Gattin schon ausgeführt hat, der Figur Epstein gegenüber zu naiv und leichtgläubig, hat sich von ihm reinlegen lassen. Dazu gehören immer mindestens zwei. Und Chomsky hat sich von der gesellschaftlich relevanten #metoo-Bewegung abhängen lassen; er hat ihre gesellschaftliche Basis und Kraft so unterschätzt, wie er es gegenüber Epstein getan hat. In meinen Augen in seinem reifen Alter verzeihlich. Ich erinnere hieran.

    It’s the system, stupid!

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  5. Wer verliert?

    Propagandakriege verlieren mitunter die militärischen “Sieger” – aber wer sagts ihnen vorher?

    Niemand weiss, wie es faktisch in Kriegen steht. Kriegsparteien töten zuerst die Wahrheit, alle. Im umgekehrten Verhältnis dazu wird spekuliert. Eine zufällige persönliche Auswahl eines Tages.

    Florian Rötzer/overton: Ukraine: Konflikt zwischen Militärführung und Regierung vertieft sich – Nachdem Präsident Selenskij dem Oberkommandierenden erklärte, sich aus der Politik herauszuhalten, verlangt nun eine Abgeordnete der ‘Diener des Volkes’ seinen Rücktritt wegen fehlender Kriegsplanung.”

    Thomas Pany/telepolis: Ukrainischer Verteidigungsminister: ‘Wir werden immer mehr zu einer De-facto-Armee der Nato’ – Nato-Außenminister tagen im Ukraine-Rat. Das angegriffene Land will einen gemeinsamen euro-atlantischen Bereich von Verteidigungsindustrien. Was ist realistisch?”

    David Goeßmann/telepolis: Drohen der Ukraine militärischer Kollaps und Kapitulation? – Im Westen wird das Patt zunehmend eingestanden. Doch die Lage ist tatsächlich schlimmer. Warum US-Militärexperten sagen, dass Russland die Oberhand hat.”

    Arno Kleinebeckel/telepolis: Werte und Krise: Europas groteske Rolle im Ukraine-Krieg – Europa kämpft mit einer Identitätskrise. Geopolitisch wirken indes obskure Akteure. Gedanken über die Weltlage und wie im Ukraine-Krieg Interessen durch Werte kaschiert werden.”

    Und jetzt zu den Ergebnissen des Propagandakrieges

    Gerade eben hatte ich hier über die um sich greifende Kriegsmüdigkeit geschrieben. Nun habe ich zum Gazakrieg und seiner Wahrnehmung in den – womöglich kriegsentscheidenden – USA etwas gefunden, das in mir spezifische Zweifel weckt:

    Danny Patrick Rose/overton: Hasbara – Die israelische Propaganda funktioniert in den USA nicht gut. Daher kippt die Stimmung und die Palästinenser erhalten viel Anteilnahme.”

    Der Befund stimmt weitgehend überein mit einem FAZ-Paywalltext von Frauke Steffens. Nur ist er in diesem Fall weit schmissiger und polemischer geschrieben. Darum klickte ich neugierig weiter zur Autorennotiz von dem mir unbekannten Danny Patrick Rose. Aus ihr geht hervor, dass er wechselnde Namen benutzt. Mmh. Und der Lebenslauf? Der liest sich – US-typisch? – wie der von mehreren Personen. Ist der überhaupt echt? Oder hat der Westend-Verlag diese Figur erfunden? Und der*die Autor*in mag mit seinem*ihrem Text nicht öffentlich auftreten? Ich hätte auf Grundlage der Schreibweise und Sachkenntnis auch einen persönlichen Tipp, um wen es sich handelt (und mein Tipp ist nicht Frau Steffens).

    Wissen Sie es? Und die wichtigere Frage: was, wenn der Inhalt des Textes stimmt?

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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