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  1. KI-Videos auf Tiktok verbreiten Fake zu angeblichem „internationalen“ Soli-Zuschlag

    Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

    Faktencheck

    KI-Videos auf Tiktok verbreiten Fake zu angeblichem „internationalen“ Soli-Zuschlag

    In mehreren Videos auf Tiktok wird behauptet, ab August 2025 werde in Deutschland ein Solidaritätszuschlag erhoben. Damit sollten von Krieg betroffene Länder wie die Ukraine, Israel oder der Iran unterstützt werden, heißt es in den Beiträgen, die KI-generierte Bilder von Friedrich Merz nutzen. Doch die vermeintliche Nachricht ist ausgedacht.

    von Max Bernhard

    30. Juni 2025

    Mit KI-generierten Bildern von Friedrich Merz wird in Tiktok-Videos die Falschbehauptung verbreitet, in Deutschland werde ein „internationaler Solidaritätszuschlag“ eingeführt (Quelle: Tiktok; Screenshots und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)
    Behauptung

    Am 1. August 2025 werde in Deutschland ein neuer Solidaritätszuschlag für von Krieg betroffene beziehungsweise ausländische Staaten eingeführt.

    Aufgestellt von: Tiktok-Videos Datum:
    03.06.2025 Bewertung

    Falsch
    Über diese Bewertung

    Falsch. So ein Solidaritätszuschlag ist laut der Bundesregierung nicht geplant. Es finden sich auch keine Medienberichte dazu. Einige der Verbreiter bezeichnen ihre Beiträge als Satire.

    „Ab dem 1. August 2025 wird jedem arbeitenden Bürger in Deutschland automatisch Geld vom Lohn abgezogen“, heißt es Anfang Juni auf Tiktok. Grund sei ein „neuer Solidaritätszuschlag zugunsten ausländischer Staaten“, heißt es in dem Video, das mehr als eine Million Aufrufe hat. Zu sehen ist ein KI-generiertes Bild von Bundeskanzler Friedrich Merz, der einen Einkommensteuerbescheid hochhält. Auch weitere Tiktok-Beiträge mit teils hunderttausenden Aufrufen verbreiten die Behauptung über den neuen „internationalen“ Soli und nutzen KI-generierte Bilder von Merz. Angeblich sollen mit der neuen Abgabe von Krieg betroffene Länder wie die Ukraine, Israel oder der Iran unterstützt werden.

    Bundesregierung: Behauptung zu internationalem Soli „entbehrt jeglicher Grundlage“ 

    Zu dem angeblich geplanten Solidaritätszuschlag finden sich über eine Google-Suche keinerlei Medienberichte. Ein Sprecher der Bundesregierung schreibt uns auf Nachfrage: „Die Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage.“

    Dass die Behauptung erfunden ist, zeigt sich auch daran, dass sie manche der Tiktok-Kanäle unter dem Deckmantel der Satire verbreiten. In einem Post heißt es zum Beispiel: „Satirischer Beitrag, keine realen Aussagen“. In der Beschreibung eines anderen Profils steht: „reine Satire, kein Ernst, nur Spaß und Ironie“. Aber um Satire geht es augenscheinlich nicht – die Videos sind nachrichtlich gestaltet und sollen mit falschen Behauptungen Klicks generieren.

    Das kommt immer wieder vor. Was wir als Satire bewerten und was als Falschmeldung, steht in unserer Satire-Richtlinie.

    Falschbehauptungen über einen angeblichen Soli-Beitrag, beispielsweise für die Ukraine, kursieren schon seit Jahren in Sozialen Netzwerken. So wurde 2022 unter dem Vorwand der Satire behauptet, fünf Prozent der Bruttolöhne würden automatisch vom Gehalt abgezogen und einem Ukraine-Soli zugeführt. Auch das ist frei erfunden.

    Redigatur: Sarah Thust, Steffen Kutzner

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    Author: Max Bernhard

    #angeblichem #internationalen #tiktok #verbreiten #videos #zuschlag

  2. Hinter angeblichem Action-Gewinnspiel auf Facebook steckt Datenklau

    Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

    Besondere Taschen, Mobiltelefone, Bargeld und Gutscheine: Mit diesen vermeintlichen Gewinnen soll ein Facebook-Beitrag Nutzerinnen und Nutzer Mitte Januar dazu verleiten, an einem angeblichen Gewinnspiel des Discounters Action teilzunehmen. Der Beitrag wurde hundertfach geteilt. Rund 50 Nutzer sind dem Aufruf schon nach kurzer Zeit gefolgt, denn sie kommentierten „Herzlichen Glückwunsch“ unter den Beitrag. Dadurch soll für sie angeblich bis zum 30. Januar 2025 einer der Gewinne winken. 

    Doch Vorsicht, hinter dem angeblichen Gewinnspiel steckt nicht der Discounter. Im Folgenden erklären wir, woran das erkennbar ist.

    Anders als es den Anschein erweckt, steht dieser Facebook-Beitrag nicht mit dem Discounter Action in Verbindung (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

    Facebook-Seite gefälscht: Angebliches Gewinnspiel ist nicht von Action

    Die Facebook-Seite „Action fans.“, die den Beitrag veröffentlicht hat, ist eine Fälschung. Zum anderen hat die Seite auffällig wenige „Gefällt mir“-Angaben und Follower, obwohl der Discounter sehr bekannt ist. Die Seite trägt auch keinen blauen Haken, sie ist also nicht von Meta verifiziert. 

    Weitere Belege für die Fälschung sind erkennbar, wenn man auf den Reiter „Seitentransparenz“ klickt. Dort heißt es, die Seite wurde am 15. Dezember 2024 erstellt. Doch seitdem wurden nur dieses und ein weiteres angebliches Gewinnspiel veröffentlicht. Für die Beiträge zeigt sich keiner verantwortlich, das Impressum fehlt.

    Der fehlende blaue Haken neben dem Namen der Facebook-Seite, die geringe Zahl an „Gefällt mir“-Angaben sowie das fehlende Impressum zeigen, dass die Seite eine Fälschung ist (Quelle: Facebook; Screenshot und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

    Die echte Facebook-Seite des Discounters trägt hingegen das Original-Logo und den blauen Haken. Die Seite hat Millionen „Gefällt mir“-Angaben und ist auch über eine Verlinkung auf der Webseite von Action zu finden. Auf der offiziellen Seite von Action findet sich das Gewinnspiel nicht. 

    Fake-Gewinnspiel führt zu dubioser Webseite, die sich als Action ausgibt

    Wer den Facebook-Beitrag kommentiert, um an dem angeblichen Gewinnspiel teilzunehmen, erhält eine automatisierte Nachricht. Darin steht die Aufforderung, den Beitrag in Profilen und fünf Facebook-Gruppen zu teilen. Das ist eine typische Masche, über die wir schon häufiger berichteten. Sie führt dazu, dass der Beitrag mehr Reichweite erhält und vertrauenswürdig wirkt. 

    Die automatisierte Nachricht enthält zudem einen Link, der zu einer Seite des Dienstes „Google Sites“ führt. Damit lassen sich kostenlos Webseiten erstellen. Die Seite gibt vor, von Action zu stammen, doch die Internetadresse (URL) sieht anders aus. Sie endet mit den Worten „halaman muka“. Webseiten mit diesem Zusatz standen laut betrugsalarm.com – einer Webseite, die gemeldete Betrugsfälle im Netz erfasst – bereits in der Vergangenheit in Verbindung mit gefälschten Gewinnspielen.

    Webseiten, die in ihrer Internetadresse den Zusatz „halaman muka“ tragen, veröffentlichten bereits in der Vergangenheit gefälschte Gewinnspiele (Screenshot und Markierung: CORRECTIV.Faktencheck)

    Fake-Gewinnspiel dient Datenklau, offenbar von einer Briefkastenfirma

    Statt den ursprünglich angepriesenen Taschen, Mobiltelefonen, dem Bargeld oder den Gutscheinen soll es jetzt laut der Webseite einen 500-Euro-Gutschein von Amazon zu gewinnen geben sowie einen Zugang, um 30 Tage kostenlos Amazon Audible zu testen. 

    Doch dafür müssen noch persönliche Daten wie die E-Mail-Adresse und die Handynummer angegeben werden – an dieser Stelle ist Vorsicht geboten. Denn die Daten werden nicht bei dem Discounter Action landen, sondern bei der Firma, die im Impressum angegeben ist: Global Lead Generation Ltd.

    Wer über das Fake-Gewinnspiel auf einer Webseite landet, wird aufgefordert, seine persönlichen Daten einzugeben. Laut Impressum landen diese bei einer Firma namens Global Lead Generation Ltd. (Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

    Die Adresse der Firma liegt in Großbritannien. Ein Blick in das dortige Unternehmensregister zeigt, dass an dieser Adresse jedoch hunderttausende angebliche Firmen gemeldet sind oder es mal waren. Laut Aufnahmen von Google Maps aus 2022 steht an der Adresse ein Wohnhaus. Eine Suche nach dem Firmennamen im Unternehmensregister führt außerdem zu einer anderen als im Impressum angegebenen Adresse. Es handelt sich also offenbar um eine Briefkastenfirma. 

    Diese Adresse ist im Impressum der Webseite angegeben, die das Fake-Gewinnspiel bewirbt. Laut dem britischen Unternehmensregister sind oder waren dort hunderttausende angebliche Firmen registriert (Quelle: Google Maps; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

    Vor Phishing, also dem Datenklau, bei gefälschten Gewinnspielen warnen auch Facebook sowie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Der Name des Discounters Action wurde dabei häufig missbraucht, wie wir mehrfach berichteten

    Daran kann man unseriöse Facebook-Seiten erkennen: 

    • Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
    • Gibt es ein Impressum?
    • Liegt die Follower-Anzahl in einer glaubwürdigen Größenordnung für die Bekanntheit einer Marke oder Person?
    • Welche Art von Beiträgen werden auf dem Facebook-Profil veröffentlicht?
    • Wann wurde die Seite erstellt?

    Redigatur: Viktor Marinov, Sophie Timmermann

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    Author: Kimberly Nicolaus

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    #action #angeblichem #datenklau #facebook #gewinnspiel #hinter #steckt