home.social

#rhetorik — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #rhetorik, aggregated by home.social.

  1. Diese Woche habe ich still und heimlich meinen Blogbeitrag der Woche veröffentlicht, und zwar schon am Donnerstag. Ich bin einfach noch nicht dazu gekommen, diesen zu teilen:

    Besser im Gespräch mit Cicero 💬

    Vier Personen sitzen beim Abendessen. Einer erzählt ausführlich von einem Erlebnis, eine Zweite wartet sichtbar darauf, eine eigene Geschichte anzuschliessen, der Dritte greift einen Nebensatz auf, um das Thema zu wechseln. Alle sprechen, kaum jemand hört wirklich zu. Solche Situationen sind alltäglich. Gespräche scheitern selten daran, dass niemand etwas zu sagen hätte. Eher daran, dass jeder seinen Platz im Gespräch behaupten will.

    Eine mögliche Antwort darauf finden wir bei #Cicero, und zwar in seinen beiden Werken De officiis (Von den Pflichten) und De oratore (Vom Redner):

    1️⃣ Ein gutes Gespräch beginnt damit, das Gegenüber nicht als Publikum zu behandeln.
    2️⃣ Ein gutes Gespräch ist keine kleine Rede.
    3️⃣ Ein gutes Gespräch entsteht dort, wo niemand den Gesprächsraum besitzt, Rechthaberei zurücktritt und die Beteiligten aufeinander und auf die Situation reagieren.

    epicmind.ch/besser-im-gespraec

    #Rhetorik #Gesprächsführung #Diskussion #Kommunikation

  2. Die #Sprachmelodie von #Merz ist durchgängig die eines beleidigten, sich angepisst fühlenden, sich rechtfertigenden, das Gegenüber belehrenden Besserwissers.

    Man kann das sehr leicht nachäffen, die Momente zum Beispiel, wenn die Stimme zum Ende eines Satzes hoch geht.

    Bei #Habeck fiel es auf, wenn er mal angepisst war - dann änderte sich der #Tonfall, hat man sofort gemerkt. Bei Merz ist das Dauermodus. Unsympatisch wie Hölle.

    #stimme #rhetorik #sprache #politik #sommerinterview

  3. In dieser Woche findet im Münsteraner Institut für Arabistik und Islamwissenschaft der Auftaktworkshop statt für das Projekt zur "Encyclopedia of Arabic Stylistic Devices", kurz EASD:
    uni-muenster.de/ALEA/veranstal
    #Arabisch #Rhetorik #Literaturgeschichte #Stilistik

  4. Historikerin Brockschmidt: Trumps Rhetorik ist faschistisch

    US-Präsident Trump hat das Militär auf einen „Krieg im Inneren“ eingestimmt. „Das ist faschistische Rhetorik“, sagt Historikerin Annika Brockschmidt. Trumps Drohung, gegen demokratisch regierte Städte vorzugehen, müsse man als Kriegserklärung sehen.

    https://www.deutschlandfunk.de/trump-erklaert-krieg-von-innen-interview-mit-annika-brockschmidt-us-expertin-100.html

    Die Tragödie der amerikanischen Demokratie

    +++ https://steady.page/de/vernunft-und-ekstase/posts/00527c18-5145-4152-9a7c-b9a4a6f0df29

    #AnnikaBrockschmidt #DLF #Faschismus #Interview #Kriegserklärung #Politik #Rhetorik #RobertMisik #Sprache #steadyPage #Trump #Wissen

  5. @[email protected]

    "Wenn
    #JuliaKlöckner gesagt haben sollte"

    Hat daran etwa jemand Zweifel
    🤔🤷

    Bei dem, was diese Steigbügelhalterin der
    #FckAfD - in ihrer Funktion als #Bundestagspräsidentin - so von sich gibt und bei den Kreisen, in denen sie sich bewegt, ist sie unwürdig, untragbar und eine Gefahr für die #Demokratie

    Leider gilt das inzwischen für fast alle mit
    #Regierungsverantwortung und/oder anderen hohen politischen Ämtern 🤮🤮🤮

    Wollte die
    #Bundesregierung tatsächlich etwas gegen #rechts und die #NoAfD und stattdessen für #Deutschland und die #Menschen dieses Landes tun, müsste sie eine völlig andere #Politik machen und einen völlig anderen #Politikstil sowie #Rhetorik an den Tag legen, der von #Wertschätzung und Verbindendem statt Spaltendem, #Hass und #Hetze geprägt ist.

    Da das Denken aber, wenn überhaupt, nur noch 4 Jahre weit (bis zur nächsten
    #Wahl) reicht und nur auf den persönlichen, gesellschaftlichen und #finanziellenVorteil, #Machterhalt, Befriedigung von #Lobbyinteressen beruht, werden wir da lange warten.

    Aus
    #GeizIstGeil wurde zunehmend #Egoismus, #Selbstüberschätzung, #alternativeFakten und #Trumpismus ist geil. #MeFirst #BedenkenSecond

    #keineSkrupel

    Ich würde mir mal wieder
    #Politiker (m/w/d) wünschen, die Politik mit #Anstand, #Weitblick und für und zum Wohle von Land und #Bevölkerung machen. Ich befürchte aber so langsam, das ist ein für alle mal aus. #SchöneNeueWelt 🤷🤡🤮🤮🤮🤮

    #CDU #CSU #Merz #NichtMeinKanzler #Spahn #Dobrindt #Linnemann #Bundesregierung #Bundestag

    @[email protected]
    @[email protected]

  6. "Es ist unglaublich": US-Meteorologen erhalten Morddrohungen, da Hurrikan-Verschwörungen zunehmen

    Die Stürme #Helene und #Milton haben eine Zunahme von #Fehlinformationen ausgelöst, die von #Trump und anderen #Republikanern geschürt werden

    #Meteorologen, die den Vormarsch des Hurrikans Milton [1] verfolgen, sind Ziel einer Flut von #Verschwörungstheorien, dass sie das #Wetter kontrollieren, und erhalten Beschimpfungen und sogar #Morddrohungen. Dies geschieht inmitten einer beispiellosen Zunahme von Fehlinformationen, da zwei große #Hurrikane die #USA getroffen haben.

    Seit Hurrikan Helene [2] vor zwei Wochen sechs Bundesstaaten verwüstet und mehrere hundert #Todesopfer gefordert hat und Milton am Mittwoch auf #Florida getroffen ist, sind eine Reihe von #Unwahrheiten und #Drohungen im Umlauf.

    Laut dem Leiter [3] der Federal Emergency Management Agency (#Fema) hat das Ausmaß der Fehlinformationen, die von Donald Trump und seinen Anhängern geschürt wurden, die Fähigkeit, von Hurrikanen betroffenen Gemeinden zu helfen, behindert.

    Die in #Michigan ansässige Meteorologin Katie #Nickolaou sagte, dass sie und ihre Kollegen die Hauptlast vieler dieser #Verschwörungstheorien zu tragen hatten, da sie Nachrichten erhalten haben, in denen behauptet wurde, es gäbe Hurrikane der Kategorie 6 (die es nicht gibt), dass Meteorologen oder die #Regierung Hurrikane erzeugen und lenken (was nicht der Fall ist) und sogar, dass Wissenschaftler getötet und Radargeräte zerstört werden sollten.

    "Ich habe noch nie erlebt, dass ein Sturm so viele Falschinformationen nach sich zieht. Wir haben gerade überall Feuer gelöscht, die durch falsche Informationen entstanden sind", sagte Nickolaou.

    "Eine Menge Leute haben mir unterstellt, ich hätte den Hurrikan verursacht und gelenkt, und es gibt Leute, die glauben, wir hätten das #Wetter unter #Kontrolle. Ich musste darauf hinweisen, dass ein Hurrikan die Energie von 10.000 #Atombomben hat und wir nicht hoffen können, das zu kontrollieren. Aber es hat eine Wendung zu einer gewalttätigeren #Rhetorik gegeben, insbesondere mit Leuten, die sagen, dass diejenigen, die Milton erschaffen haben, getötet werden sollten."
    In einem Beitrag, der sich an Nickolaou richtete, hieß es: "Stoppt die Atmung derer, die sie und ihre Partner erschaffen haben." Sie antwortete [4]: "Meteorologen zu ermorden, wird Hurrikane nicht aufhalten. Ich kann nicht glauben, dass ich das gerade schreiben musste."
    "Die Leute haben mich mit einer Fülle von Schimpfwörtern belegt, Leute haben mir gesagt, ich solle den Mund halten und mich hinsetzen, Leute, die denken, es sei in Ordnung, das Doppler-Radar auszuschalten, weil sie glauben, dass es das Wetter kontrolliert", sagte Nickolaou. "Es verschlingt viel Arbeit und Freizeit, sich mit all dem zu befassen. Es ist sehr anstrengend."

    Als Helene und dann Milton im Golf von Mexiko an Fahrt aufnahmen, wurde eine Vielzahl von Fehlinformationen verbreitet, wie z. B. Behauptungen von Trump, dass der #FEMA das Geld für die Überlebenden der Hurrikane ausgegangen sei, weil es an illegale #Einwanderer verteilt worden sei. Auch gewalttätige Drohungen sind inzwischen an der Tagesordnung. In Beiträgen auf #TikTok [5], #Facebook und X (früher bekannt als #Twitter wird behauptet, dass FEMA-Mitarbeiter geschlagen oder "verhaftet, erschossen oder aufgehängt werden sollten, sobald sie gesichtet werden".

    Noch absurder ist, dass mehrere der engsten Verbündeten von Trump grundlos behauptet haben, die Bundesregierung würde Hurrikane irgendwie kontrollieren. "Hurrikan Helene war ein ANGRIFF, der durch Wettermanipulation verursacht wurde", behauptete [6] ein Video, das von Michael #Flynn, einem ehemaligen nationalen #Sicherheitsberater von Trump, geteilt wurde.

    "Ja, sie können das Wetter kontrollieren", schrieb Marjorie Taylor #Greene [7], eine #rechtsextreme #Kongressabgeordnete, letzte Woche auf X. "Es ist lächerlich, dass irgendjemand lügt und sagt, dass es nicht möglich ist."
    Dieser steile Anstieg an Unwahrheiten hat eine scharfe Reaktion von Joe #Biden [8] hervorgerufen, der Trump für einen "Ansturm von Lügen" verantwortlich gemacht und dem ehemaligen Präsidenten geraten hat, "sich ein Leben zu besorgen".
    "Es ist mehr als lächerlich", sagte Biden über die Behauptungen, die im Zusammenhang mit der Wetterkontrolle aufgestellt werden. "Es ist so dumm. Das muss aufhören."

    Obwohl Menschen Hurrikane verschlimmern können, indem sie fossile #Brennstoffe verbrennen und so einen heißeren #Ozean und eine heißere #Atmosphäre schaffen, die Hurrikanen mehr Energie verleihen, können sie einzelne Stürme nicht erzeugen, kontrollieren oder lenken. Außerdem ist der #Katastrophenhilfefonds der FEMA für von Hurrikanen betroffene Gemeinden getrennt von und unabhängig von den Geldern, die für die Unterbringung von #Migranten ausgegeben werden.

    Für #Meteorologen sind die Erfahrungen rund um Helene und Milton jedoch nur eine extreme Fortsetzung eines Trends, bei dem die Öffentlichkeit ihre Informationen zunehmend von extremen Online-Persönlichkeiten und nicht von Experten erhält, so Chris #Gloninger, ein ehemaliger TV-#Meteorologe und #Klimaforscher, der wegen seiner Prognosen zur #Klimakrise bedroht wurde [9].

    "Die moderne Republikanische Partei hat eine Armee von Menschen, die in den sozialen Medien mit einer riesigen #Fangemeinde diese Fehlinformationen verbreiten", sagte Gloninger. "Ich sehe, wie meine ehemaligen Kollegen Drohungen erhalten, ich erhalte Nachrichten, dass wir Hurrikane in rote Staaten lenken. Es ist unglaublich, ich habe so etwas noch nie bei einer Katastrophe erlebt."

    Gloninger sagte, dass Meteorologen "einen Punkt des #Burnouts erreichen werden. In welchem anderen Beruf werden Menschen dafür angegriffen, dass sie einfach nur ihre Arbeit machen? Wir versuchen lediglich, Leben und Eigentum bei extremen #Wetterbedingungen zu schützen."

    Links:
    1 theguardian.com/us-news/hurric
    2 theguardian.com/us-news/hurric
    3 theguardian.com/us-news/2024/o
    4 x.com/weather_katie/status/184
    5 mediamatters.org/tiktok/tiktok
    6 mediamatters.org/hurricanes/hu
    7 theguardian.com/us-news/2024/o
    8 theguardian.com/us-news/joebid
    9 theguardian.com/us-news/2023/j

    Quelle: theguardian.com/us-news/2024/o

    Übersetzung [Nicht authorisiert]: Thomas Trueten

    Danke an @muellertadzio für den Hinweis auf den @guardian Beitrag!

    climatejustice.social/@mueller

    #CapitalismIsADeathCult #CrisisWhatCrisis #Klima #Klimakatastrophe #Fake

  7. Erklärung jüdischer #Gewerkschafter*innen und #Arbeitsrechtsaktivist*innen in #Deutschland

    Wir sind stolze jüdische Gewerkschafter*innen und Arbeitsrechtsaktivist*innen in Deutschland.

    Viele von uns sind Nachkommen von #Holocaust-Überlebenden, die sich dafür entschieden haben als aktive Mitglieder der Gewerkschaftsbewegung hier in Deutschland zu leben. Wir kämpfen für die Rechte und die Würde aller Arbeiter*innen - ungeachtet ihrer Nationalität, ethnischen Zugehörigkeit oder Religion.

    Das öffentliche Statement unserer Gewerkschaft ver.di vom 9. Oktober 1 auf ihrem #Instagram-Account hat uns zutiefst enttäuscht, weil es eine einseitige Unterstützung Israels ausdrückte, ohne auf die bereits eskalierende #Bombardierung Gazas einzugehen. Seitdem hat der DGB auch eine #Solidaritätskundgebung mit Israel unterstützt 2, währender sowohl zum Krieg in Gaza als auch zur Unterdrückung von Protesten in Solidarität mit den Palästinenser*innen in ganz Deutschland schweigt.

    Unsere Politik der Solidarität und des Internationalismus ist nicht an Bedingungen geknüpft. Wir fordern daher die bundesdeutschen Gewerkschaften mit Nachdruck auf, sich mit allen Betroffenen der Gewalt der letzten vier Wochen zu solidarisieren. Wir fordern die Gewerkschaften dazu auf, sich den Aufrufen nach dem Ende des Blutvergießens der weltweiten Gewerkschaftsbewegung und von Menschenrechtsorganisationen anzuschließen. Angesichts der Unterdrückung von Solidaritätskundgebungen mit den Palästinenser*innen durch die deutschen Behörden fordern wir die Gewerkschaften außerdem dazu auf, sich für das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Deutschland stark zu machen.
    Wir verurteilen uneingeschränkt den brutalen Angriff der Hamas vom 7. Oktober und trauern um den Mord an 1.400 Menschen in Israel. Ebenso beklagen wir die Entführung von Geiseln aus Israel. Wir sind zugleich empört über die Reaktion des israelischen Militärs und die brutale Bombardierung der in Gaza festsitzenden Zivilbevölkerung. Die Ergebnisse der Belagerung sind erschütternd: 10.000 Palästinenser*innen wurden vom israelischen Militär getötet, unzählige weitere wurden verletzt, während den Krankenhäusern die Vorräte und der Treibstoff ausgehen.

    Die Zahl der Opfer steigt mit jeder Stunde. Wir alle haben Familienangehörige und Freund*innen in Israel und Palästina und sorgen uns um ihre Sicherheit angesichts der grauenhaften Geschehnisse, die wir von hier verfolgen. Jeden Tag fürchten wir uns vor dem, was in dieser sich rapide zuspitzenden Situation als nächstes kommen wird.

    Das israelische #Militär hindert palästinensische Zivilist*innen am Verlassen des Gazastreifens. Gleichzeitig verhindert es, dass Lebensmittel, humanitäre Hilfe oder Journalist*innen in eines der am dichtesten bewohnten Gebiete der Welt gelangen. Während Zivilist*innen die Gegend nicht verlassen können, werden #Wohnhäuser, #Schulen und #Krankenhäuser weiterhin bombardiert. All diese Taten sind als schwere #Kriegsverbrechen einzuordnen und unter keinen
    Umständen hinnehmbar.

    Die derzeitige politische Situation in Israel und Palästina wird durch die am stärksten rechtsgerichtete Regierung in der Geschichte Israels weiter verschärft. Diese verfolgt eine Politik der ständigen Besatzung und der fortgesetzten gewaltsamen Vertreibung der Palästinenser*innen, statt diplomatische Lösungen zu suchen und Menschenrechte zu achten.

    Rechtsextremismus sollte nirgends Platz haben; er wird weder für Israelis noch für Palästinenser*innen dauerhafte Sicherheit bringen, da er nur dazu dient, die Saat für weitere Gewalt auf beiden Seiten zu legen. 3

    Als Gewerkschafter*innen müssen wir die Situation auch unter Einbezug des regionalen #Arbeitsregimes betrachten: Die scharfe Reaktion der israelischen Regierung wirft den Kampf um die #Rechte und die #Sicherheit sowohl israelischer als auch palästinensischer Arbeiter*innen zurück. Es ist nicht möglich, die Arbeitssituation in der Region zu verstehen, ohne die legalisierte Ausbeutung palästinensischer Arbeiter*innen zu verstehen 4. Das militarisierte System der #Arbeitserlaubnisregelungen schadet nicht nur den Palästinenser*innen, sondern untergräbt auch die Verhandlungsposition der israelischen Arbeiter*innen. Die Entscheidung unserer Gewerkschaft, eine pauschale #Unterstützungserklärung für die israelische Regierung abzugeben,5 während sie zu den brutalen Angriffen auf die Zivilbevölkerung im #Gazastreifen schweigt, ist zutiefst enttäuschend. Sie ist zudem höchst unangemessen, da eine solche Erklärung nicht im Einklang mit den Überzeugungen vieler Gewerkschaftsmitglieder steht. Darüber hinaus sind wir alarmiert über die innenpolitische Reaktion des deutschen Staates: In den letzten Wochen haben deutsche Behörden die Meinungsfreiheit und Proteste unterdrückt und Menschen jeglicher Herkunft, einschließlich Israelis und Jüd*innen, verhaftet, weil sie sich gegen die Bombardierung der Zivilbevölkerung in Gaza ausgesprochen haben. Dies geschieht auf der Grundlage einer pauschalen Unterstellung von Volksverhetzung. Auch der DGB selbst hat diese Anschuldigungen wiederholt. Die drakonischen #Einschränkungen von #Versammlungen und #Demonstrationen befördern aktuell anwachsende faschistische Tendenzen, indem sie unsere Grundrechte beschränken und die fremdenfeindliche und rassistische #Rhetorik der #AfD gegenüber gesellschaftlichen Minderheiten und unseren Communities in Deutschland
    begünstigen.

    Als jüdische Gewerkschaftsmitglieder in Deutschland kennen wir unsere Geschichte: Wir sind uns der abscheulichen Folgen von Faschismus und Nationalismus nur zugut bewusst. Ebenso erinnern wir uns daran, dass Jüd*innen und Gewerkschafter*innen zu den Ersten gehörten, die vom #Nazi-Regime ins Visier genommen wurden. Wir wissen auch, dass Antisemitismus leider tief in Deutschland verankert ist und keineswegs ein Phänomen, das sich einfach als "importierten Antisemitismus" auf Migrant*innen abwälzen ließe. Die #Landtagswahlen in #Hessen und #Bayern im Oktober 2023 zeigen, dass Antisemitismus und generell der Hass auf #Minderheiten in Deutschland nicht nur eine Bedrohung der Vergangenheit ist. Vielmehr sind sie eine gegenwärtige und wachsende Bedrohung für die Sicherheit aller Minderheiten.

    Als Jüd*innen und Gewerkschafter*innen, die diese historischen Hintergründe kennen, können wir es nicht hinnehmen, dass sich rechte Rhetorik in die Gewerkschaftsbewegung einschleicht.

    Wir können auch nicht tatenlos dabei zusehen, wie ganze Teile der immer vielfältiger werdenden deutschen Bevölkerung des Antisemitismus bezichtigt und mit gewaltvollen und entmenschlichenden Ausdrücken verleumdet werden. Wir lehnen es ab, dass unsere Gewerkschaft unsere Ansichten falsch repräsentiert, insbesondere wenn solche fehlgeleiteten Erklärungen angeblich in Solidarität mit unseren eigenen jüdischen #Communities abgegeben werden. Die Erklärungen von ver.di und dem DGB sprechen nicht für viele Eurer #Mitglieder und sie sprechen gewiss nicht für uns. Sie tragen auch nicht dazu bei, dass wir als Jüd*innen sicherer sind- ob hier in Deutschland oder in Israel.

    Wir fordern unsere Gewerkschaft dazu auf, im Einklang mit den Erklärungen von #UNI Global Union, #IGB und anderen Gewerkschaftsorganisationen in der ganzen Welt ein Statement zu veröffentlichen, das #Solidarität zeigt - sowohl mit Israelis als auch Palästinenser*innen, die durch die jüngste Eskalation der Gewalt in der Region geschädigt wurden. Die Solidarität mit den jüdischen Opfern des #Terrors negiert nicht unsere Solidarität mit Palästinenser*innen und unsere Pflicht, uns für den Schutz ihrer #Menschenrechte einzusetzen.

    Konkret muss eine solche Erklärung folgende Forderungen enthalten:
    ● Sofortiger Waffenstillstand;
    ● Sichere Rückkehr aller israelischen Geiseln;
    ● Beendigung der Belagerung, die den Zugang zu humanitärer Hilfe, Wasser, Treibstoff und Strom zum Gazastreifen blockiert
    ● Anerkennung des Rechts auf Würde und Sicherheit sowohl für Israelis als auch für Palästinenser*innen

    Wir fordern außerdem, dass die #Gewerkschaft die Bedeutung der #Meinungsfreiheit und der #Versammlungsfreiheit als Grundprinzipien der #Gewerkschaftsbewegung stärkt. Als Gewerkschaftsaktivist*innen können wir weder die Aushöhlung dieser Rechte hinnehmen, noch tatenlos zusehen, wie #Behörden unsere #Grundrechte einschränken und den öffentlichen Raum für die #Zivilgesellschaft verkleinern. Unsere #Solidarität ist dann am wichtigsten, wenn sie am schwierigsten zu finden ist. Wir unterzeichnen dieses Dokument, um die interne Debatte über diese komplexe und katastrophale Situation innerhalb der #Gewerkschaftsbewegung in #Deutschland zu fördern.

    Unterzeichnende

    Yonatan Miller, IG Metall Mitglied, GBR Vorsitzender ShareNow, Global Labour University
    Gabriela Maryse Siegel, School of Transnational Organizing - European Alternatives, Global Labour University
    Gabriel Berlovitz, ver.di Mitglied, Hans-Böckler-Stiftung Doktorand, Global Labour University
    Veronika Livnat BR Vorsitzende SumUp
    Deborah Birnbaum, ver.di Mitglied, BR Stell. Vorsitzende HelloFresh
    Oren Berkowitz, ver.di Mitglied, BR Vorsitzender SoundCloud
    Jordan Coll, ver.di Mitglied, BR Mitglied SoundCloud
    Liav Keren, IGMetall Mitglied, TechWorkers Coalition Mitglied
    Max Floh Elias, ver.di Mitglied
    Nadine Isabel Levin, ver.di Mitglied, TechWorkers Coalition
    Charlie Ebert, GEW Mitglied

    Fußnoten:
    1 Wir sind verdi, Instagram

    2 DGB, “Aufstehen gegen Terror, Hass und Antisemitismus – in Solidarität und Mitgefühl mit Israel, Kundgebung vor dem Brandenburger Tor in Berlin,”

    3 Numerous Israeli survivors of the October 7th attacks have articulated this same position

    4 See, for example, how Palestinians from Gaza holding Israeli work permits have faced arbitrary mass retaliation

    5 DGB, Aufstehen gegen Terror, Hass und Antisemitismus – in Solidarität und Mitgefühl mit IsraelKundgebung vor dem Brandenburger Tor in Berlin

    Quelle / Links:

    trueten.de/archives/13040-Erkl #DGB #verdi #IGMetall #Israel #Gaza #Hamas #Antifa #Antifaschismus #Antisemitismus

  8. 📣 #Mogelpackung! 📣 #Pflästerlipolitik! 📣 #Bschiss! 📣 #Demagogie! 📣 #Fuder überladen! 📣 #Scherbenhaufen droht!

    Die Schweizer Abstimmungsdemokratie hat einen ganz besonderen Kampagnenjargon hervorgebracht. In der unten verlinkten Beitragsserie präsentieren wir eine Hitparade von Schlagworten - oder, je nach Standpunkt, Phrasen -, die seit 1848 häufig zum Einsatz kamen.

    👉 mstdn.social/@swissvotes/10982

    #CHvote Polit-#Rhetorik