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https://www.europesays.com/at/128758/ Wenig Licht im Dunklen Reich – „Katja Kabanowa“ am Musiktheater Linz – DAS OPERNMAGAZIN #AT #Austria #BrucknerorchesterLinz #CarinaTybjergMadsen #ElenaDeinhammerDasOpernmagazin #KarinWaltenberger #KátjaKabanová #LeošJanácek #Linz #MarkusPoschner #MatjažStopinšek #MichaelWagner #MusiktheaterLinz #Österreich #PeterKonwitschny
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Wenig Licht im Dunklen Reich – „Katja Kabanowa“ am Musiktheater Linz
Elena DeinhammerNicht allein die geographische Nähe zu Tschechien ist für das Musiktheater Linz Anlass, sich dem Œuvre Leoš Janáčeks zu widmen, vielmehr gründet dieser Fokus auf der Bedeutung, die der Komponist mit seiner am tschechischen Sprachduktus orientierten Kompositionstechnik und der tiefen Einfühlsamkeit und Authentizität seiner Werke für die Entwicklung des Musiktheaters auf dem Weg zur Moderne innehat. Während in der vergangenen Saison „Das schlaue Füchslein“, in Linz in stark modernisierter deutschsprachiger Übersetzung und einer eigenwilligen Inszenierung von Peter Konwitschny als „Die gerissene Füchsin“ gespielt, auf dem Programm stand und in der kommenden unter dem Titel „Vanishings“ ein Liederzyklus Janáčeks mit „Darknesse Visible“ von Thomas Adès und sieben ungarischen Liedern kombiniert wird, gelangte nun „Katja Kabanowa“ zur Aufführung, erneut in deutscher Sprache und unter Regie von Peter Konwitschny. Dieser lässt in einem beeindruckenden Bühnenbild die Idee durchblitzen, die Geschichte als anhand der zentralen Frauenfigur zugespitzte Kirchenkritik erzählen zu wollen, letztlich wird davon über die Kulisse hinaus jedoch wenig sichtbar, stattdessen verhindern unpassend grotesk anmutende Szenen weitgehend das Aufkommen von Reflexion und Mitgefühl. Durch das stimmungsvolle Brucknerorchester und besonders Carina Tybjerg Madsen als bewegende Katja gelingt dennoch ein solider Premierenabend, der die Tiefe dieses Werkes zumindest hörbar werden lässt. (Rezension der Premiere v. 26. April 2026) […]
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https://www.europesays.com/at/128327/ Musiktheater Linz – Jubel für Sänger und Regie bei Katja Kabanowa in Linz #_slideshow #AT #Austria #BrucknerorchesterLinz #CarinaTybjergMadsen #KatjaKabanowa #LeošJanácek #Linz #MarkusPoschner #MichaelWagner #MusiktheaterLinz #Österreich #RegisseurPeterKonwitschny
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Ist man dazu da, dass man’s erträgt? Oder: a man is a man is a man – „Der Rosenkavalier“ am Musiktheater Linz
Elena DeinhammerVor acht Jahren gelangte Hermann Schneiders durchdachte und bewegende Inszenierung der „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal am Musiktheater Linz zur Aufführung, die vom Österreichischen Musiktheaterpreis 2019 zurecht als beste Gesamtproduktion im Bereich Oper ausgezeichnet wurde. Nun widmet sich der Intendant, wiederum zusammen mit Markus Poschner am Pult des Brucknerorchesters, mit „Der Rosenkavalier“ der wohl bekanntesten Oper dieser kongenialen Zusammenarbeit. Dabei zeigt er, dass diese „Komödie mit Musik“ nur an der Oberfläche mit Komik und Witz spielt, sich dahinter aber weitführende Gedanken zur Zeit, vor allem der unwiderruflich vergehenden, verbergen, auf Ebene des Individuellen wie in Hinsicht auf ganze Gesellschaftsformen. Innerhalb dieser Reflexion der Vergänglichkeit fokussiert Schneider jedoch auch auf das übergriffige Verhalten eines sich selbst überschätzenden Mannes, welches den konkreten Ochs übersteigt und als soziales Problem durch alle Zeiten hinweg sichtbar wird. Auch musikalisch bot diese Premiere durch eine glanzvolle Besetzung, vor allem in den vier Hauptrollen, eine Aufführung auf hohem Niveau. (Rezension der Premiere vom 4. Oktober 2025) […]
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Musiktheater Linz: „[D’Homme] je reconnais l’ouvrage!“ – „Guillaume Tell“ als Legende des Übermenschen in einer virtuellen Realität
Elena Deinhammer
[caption id="attachment_30548" align="alignleft" width="300"] Musiktheater Linz/Guillaume Tell/Adam Kim/Foto © Herwig Prammer[/caption]Mit „Guillaume Tell“, dem einzigen für die Opéra Nationale de Paris neu komponierten Werk, beendete Gioachino Rossini seine Tätigkeit als Opernkomponist. Das dafür gewählte Thema der Legende um Wilhelm Tell, der den Befreiungskampf der Schweizer aus der Unterdrückung durch die Habsburger anführte, erscheint angesichts der damaligen brisanten Umbruchszeit in Frankreich als erstaunlich politisches. So, wie sich dies allerdings in die Wahrnehmung von mehreren Opern Rossinis als Werke mit politischer Signifikanz in dafür erstaunlichen Kontexten fügt, bildet auch die am Musiktheater Linz gezeigte Inszenierung eine sich zwar nicht zur Gänze erschließende, aber dennoch gelungene, politisch, anthropologisch wie moralisch spannende Ausgestaltung des Legendenstoffes, von dem selbst nur mehr symbolische Reste bewahrt wurden. Philosophisch fundiert wird die Geschichte einer Gesellschaft erzählt, die in ihrem Naturzustand, in den Grundlagen des menschlichen Wesens und Zusammenlebens durch eine künstlich-digitale Welt bedroht ist und einer neuen „Menschheit“ im Sinne des Transhumanismus zustrebt. Mit eindrucksvollen Bildern, besonders aber durch packenden Orchesterklang und gesangliche Höchstleistungen entsteht ein Abend, der für hohen Operngenuss ebenso sorgt wie für kritische Gedanken zu einem gegenwärtig beunruhigend relevanten Thema. (Rezension der Premiere am 17. Mai 2025) […]