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#angelasimkin — Public Fediverse posts

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  1. Ist man dazu da, dass man’s erträgt? Oder: a man is a man is a man – „Der Rosenkavalier“ am Musiktheater Linz
    Elena Deinhammer

    Vor acht Jahren gelangte Hermann Schneiders durchdachte und bewegende Inszenierung der „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal am Musiktheater Linz zur Aufführung, die vom Österreichischen Musiktheaterpreis 2019 zurecht als beste Gesamtproduktion im Bereich Oper ausgezeichnet wurde. Nun widmet sich der Intendant, wiederum zusammen mit Markus Poschner am Pult des Brucknerorchesters, mit „Der Rosenkavalier“ der wohl bekanntesten Oper dieser kongenialen Zusammenarbeit. Dabei zeigt er, dass diese „Komödie mit Musik“ nur an der Oberfläche mit Komik und Witz spielt, sich dahinter aber weitführende Gedanken zur Zeit, vor allem der unwiderruflich vergehenden, verbergen, auf Ebene des Individuellen wie in Hinsicht auf ganze Gesellschaftsformen. Innerhalb dieser Reflexion der Vergänglichkeit fokussiert Schneider jedoch auch auf das übergriffige Verhalten eines sich selbst überschätzenden Mannes, welches den konkreten Ochs übersteigt und als soziales Problem durch alle Zeiten hinweg sichtbar wird. Auch musikalisch bot diese Premiere durch eine glanzvolle Besetzung, vor allem in den vier Hauptrollen, eine Aufführung auf hohem Niveau. (Rezension der Premiere vom 4. Oktober 2025)  […]

    https://opernmagazin.de/ist-man-dazu-da-dass-mans-ertraegt-oder-a-man-is-a-man-is-a-man-der-rosenkavalier-am-musiktheater-linz/

  2. Musiktheater Linz: „[D’Homme] je reconnais l’ouvrage!“ – „Guillaume Tell“ als Legende des Übermenschen in einer virtuellen Realität
    Elena Deinhammer
    [caption id="attachment_30548" align="alignleft" width="300"] Musiktheater Linz/Guillaume Tell/Adam Kim/Foto © Herwig Prammer[/caption]

    Mit „Guillaume Tell“, dem einzigen für die Opéra Nationale de Paris neu komponierten Werk, beendete Gioachino Rossini seine Tätigkeit als Opernkomponist. Das dafür gewählte Thema der Legende um Wilhelm Tell, der den Befreiungskampf der Schweizer aus der Unterdrückung durch die Habsburger anführte, erscheint angesichts der damaligen brisanten Umbruchszeit in Frankreich als erstaunlich politisches. So, wie sich dies allerdings in die Wahrnehmung von mehreren Opern Rossinis als Werke mit politischer Signifikanz in dafür erstaunlichen Kontexten fügt, bildet auch die am Musiktheater Linz gezeigte Inszenierung eine sich zwar nicht zur Gänze erschließende, aber dennoch gelungene, politisch, anthropologisch wie moralisch spannende Ausgestaltung des Legendenstoffes, von dem selbst nur mehr symbolische Reste bewahrt wurden. Philosophisch fundiert wird die Geschichte einer Gesellschaft erzählt, die in ihrem Naturzustand, in den Grundlagen des menschlichen Wesens und Zusammenlebens durch eine künstlich-digitale Welt bedroht ist und einer neuen „Menschheit“ im Sinne des Transhumanismus zustrebt. Mit eindrucksvollen Bildern, besonders aber durch packenden Orchesterklang und gesangliche Höchstleistungen entsteht ein Abend, der für hohen Operngenuss ebenso sorgt wie für kritische Gedanken zu einem gegenwärtig beunruhigend relevanten Thema. (Rezension der Premiere am 17. Mai 2025) […]

    https://opernmagazin.de/musiktheater-linz-dhomme-je-reconnais-louvrage-guillaume-tell-als-legende-des-uebermenschen-in-einer-virtuellen-realitaet/

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