home.social

#stoffmuster — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #stoffmuster, aggregated by home.social.

fetched live
  1. Muster-Zeitung: die erste digitalisierte Zeitschrift der Retrodigitalisierung der TIB

    Die Retrodigitalisierung der TIB startete im Jahr 2015 mit Monographien, also mit in sich geschlossenen Einzelwerken, die als Einzelbände oder als mehrbändige Werke veröffentlicht werden. Zeitschriften wiederum erscheinen fortlaufend in regelmäßigen Abständen, weswegen sich die Bearbeitung und die Darstellungsweise bei der Digitalisierung von denen für Monographien unterscheidet.

    Als erste Zeitschrift wurde die „Muster-Zeitschrift“ ausgewählt, die über unseren Digitalisierungsservice vorgeschlagen wurde. Das Besondere an dieser Zeitschrift sind die Stoffmuster, die in fast jedem Zeitschriftenheft enthalten sind. Sie sind gut erhalten geblieben, mussten jedoch zum Teil wieder neu angeklebt werden, da sie sich im Laufe der Jahrzehnte gelöst hatten.

    Im Bestand der TIB befinden sich von der „Muster-Zeitung“ die Jahrgänge 1847–1913. Zu finden ist die Zeitschrift unter der Signatur ZS 1865. Im Laufe der Zeit hat sich die Zeitschrift mehrfach umbenannt, weshalb die Zeitschrift in mehrere Titel unterteilt ist:

    Muster-Zeitung für den Färberstand (1847–1848)

    Der erste Jahrgang 1847 begann erst im Juli und erschien dann fortlaufend einmal im Monat.

    Jahrgang 1847, Heft Juli

    Färber-Zeitung mit Mustern (1849)

    Wenn sich der Titel bei einer Zeitschrift stark verändert, werden die entsprechenden Bände unter dem neuen Titel aufgeführt. In diesem Fall ist nur der Jahrgang von 1849 unter dem neuen Titel „Färber-Zeitung mit Mustern“ erschienen. Der nächste Band wurde bereits unter dem neuen Titel „Deutsche Muster-Zeitung“ veröffentlicht.

    Jahrgang 1849, 4. Heft

    Deutsche Muster-Zeitung: für Färberei, Druckerei, Bleicherei, Darstellung verwandter, technischer und chemischer Erzeugnisse (1850–1864)

    Bei der Deutschen Muster-Zeitung folgt nach jedem Heft eine Beilage mit den Stoffmustern. In den Jahren 1855 und 1856 musste das Erscheinen der Zeitschrift aus verschiedenen Gründen erstmal eingestellt werden und erst 1857 konnten die Hefte wieder gedruckt werden. Die Zeitschrift erschien nun als „Neue Folge“ und mit zusätzlicher neuer Jahrgangszählung, zum Beispiel 1857: Sechster Jahrgang. Neue Folge, I. Jahrgang.

    Jahrgang 1857, Beilage zu Heft 1

    Muster-Zeitung: Zeitschrift für Färberei, Bleicherei, Druckerei, Appretur und Farbenfabrikation (1865–1876)

    Die Artikel in den Heften sind sehr informativ und interessant zu lesen. Es lohnt sich den Inhalt der Hefte genauer anzuschauen und gleichzeitig auch mehr über die Geschichte der Färberei, Druckerei usw. zu lernen.

    17. Jahrgang 1868, 1. Heft

    Muster-Zeitung für Färberei, Bleicherei, Druckerei, Appretur und Farbenfabrikation (1877–1880)

    Die Erscheinungsweise der Hefte kann sich im Laufe der Zeit ändern. Bei der Muster-Zeitung erschienen die Hefte zunächst einmal im Monat, anschließend hat sich die Erscheinungsfrequenz vom 14.-18. Jahrgang auf halbmonatlich erhöht. Ab dem 19. Jahrgang erschien die Zeitschrift 48-mal in Jahr, also nicht ganz wöchentlich.

    29. Jahrgang 1880, 1. Heft

    Färberei-Muster Zeitung: Wochenschrift für Färberei, Bleicherei, Druckerei, Appretur, Farben- und Chemikalien-Fabrikation und Handel (1881–1891)

    Auch schon vor über 100 Jahren war Werbung häufig in den Zeitschriftenheften zu sehen und das hat sich bis heute nicht geändert.

    35. Jahrgang 1886, 1. Heft

    Leipziger Färberzeitung: (Färberei-Muster-Zeitung) (1892–1913)

    Die Jahrgänge 1892 bis 1911 sind bereits online,  die Jahrgänge 1912 und 1913 sind dagegen aus urheberrechtlichen Gründen noch nicht online, folgen jedoch in den nächsten Jahren.

    60. Jahrgang 1911, 37. Heft

    Der digitalisierte Zeitschriftenbestand wird nach und nach erweitert und im Viewer im Lesesaal Zeitschriften angezeigt.

    Retrodigitalisierung – vom Papier zum Pixel

    Viele wissenschaftliche Schätze schlummern in den analogen Beständen der TIB – meist schwer zugänglich und oft nur vor Ort nutzbar. Dank Retrodigitalisierung ändert sich das: Durch die Digitalisierung werden gedruckte Bücher, Karten und weitere analoge Materialien gesichert und historisches Wissen sichtbar, durchsuchbar und nachhaltig verfügbar gemacht.

    In der Blogreihe „Retrodigitalisierung – vom Papier zum Pixel“ zeigt die TIB Schätze, die nun nicht mehr nur in den Regalen der Bibliothek stehen, sondern online von überall auf der Welt angesehen werden können. Auch einen Blick hinter die Kulissen der Retrodigitalisierung wird es geben: Wie werden aus analogen Beständen digitale Ressourcen? Welche technischen und rechtlichen Herausforderungen gibt es dabei? Von der Auswahl der Materialien über Scanprozesse bis zur Langzeitarchivierung – die Reihe beleuchtet Retrodigitalisierung als eine wichtige Aufgabe moderner Bibliotheken.

    #Färberei #Stoffmuster #LizenzCCBY40INT #Zeitschriften #Retrodigitalisierung