#queeresabc — Public Fediverse posts
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Im Queeren ABC schauen wir uns heute ein mikroskopisch kleines Y an: Das Y-Chromosom!
Das Y-Chromosom ist ein Stück Erbinformation in den Zellen von Lebewesen, unter anderem von Menschen. Was es im queeren ABC zu suchen hat: Es ist ein Teil der Erbinformationen, die zum großen Teil dafür maßgeblich sind, welche Intim- und Fortpflanzungsorgane Menschen entwickeln. (1/5)
#QueeresABC -
Manche Menschen haben in ihrem Reisepass unter “Geschlecht” ein X stehen. Es bedeutet, dass die Person, die den Pass vorlegt, weder weiblich noch männlich ist.
Der Reisepass einiger Länder ist nur die bekannteste Stelle, an der das X in dieser Funktion verwendet wird. Wo genau das X noch vorkommt, hängt von den Gesetzen ab, und die sind bekanntlich von Land zu Land verschieden. (1/4) -
Heute dreht sich das Queere ABC um den Buchstaben W wie Wahlfamilie!
Wenn Menschen eine engere Verbindung zu ihren Freund*innen spüren als zu ihrer Herkunftsfamilie, sprechen wir von einer Wahlfamilie. Für queere Personen spielt die Wahlfamilie oft eine wichtige Rolle, wenn sie in ihrer Herkunftsfamilie die Ausnahme sind oder von dieser sogar aufgrund von Queerfeindlichkeit verstoßen wurden. Bei anderen queeren Menschen können sie sich akzeptiert und geborgen fühlen. (1/4)
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Heute geht es im Queeren ABC um Vogue oder Voguing! Dieser Tanzstil steht in engem Zusammenhang mit Ballroom, der Feier-, Tanz- und Partykultur, die ursprünglich durch US-amerikanische People of Colour begründet wurde. Die Tänzer*innen imitierten dabei zu Beginn die Posen von Models auf dem Laufsteg und in der Modefotografie: benannt ist Voguing nach dem bekannten Modemagazin Vogue. (1/4)
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Im Queeren ABC geht's heute um Umzugslaster. Dieses Fahrzeug spielt nämlich eine tragende Rolle in einem der beliebtesten queeren Witze:
Was bringt eine Lesbe zum zweiten Date mit? - ... genau.
Dieser Witz kommt eigentlich aus dem Englischen. In den USA wird ein Umzugslaster oft U-Haul genannt, nach dem bekanntesten Lastwagen-Verleiher des Landes. (1/4) -
CW: Sex
Im Queeren ABC geht es heute um den Buchstaben S - Sex! Oder genauer: Sexuelle Beziehungen.
Rein sexuelle Beziehungen, die als solche auch benannt werden, spielen in Umfragen und Berichten zu Beziehungsformen keine Rolle. Was nicht heißt, dass es sie nicht gibt. Doch selbst wenn es um "Affären" und "Fremdgehen" geht, zeigt sich: Beides sind Begriffe, die nicht unbedingt Sex mit einschließen müssen. (1/5) -
Heute geht's im Queeren ABC um das R - R wie romantisch!
Wir nennen eine Beziehung romantisch, um sie von sexuellen, erotischen, freundschaftlichen oder sonstwie gearteten Beziehungen abzugrenzen. Verbreitet gilt es als romantisch, verliebt zu sein. Liebe allerdings ist ein undeutliches Gefühl. Sie wird gerne mit was anderem verwechselt: Neugierde, Lust, einem Friend-Crush. Also stellt sich die Frage: Was *ist* eine romantische Beziehung eigentlich? (1/10) -
Im Queeren ABC sind wir heute mit dem Buchstaben Q einem ganz grundlegenden Wort auf der Spur: Queer! Was sonst? :D
"Queer" war bis vor kurzen kein Kompliment. Das Wort gibt es in der englischen Sprache seit über 400 Jahren. Es bedeutete früher "merkwürdig", "seltsam", "eigenartig"; das Lexikon Merriam-Webster fügt noch "fragwürdig", "verdächtig", "krank" und "unwohl" hinzu. (1/3) -
Weiter geht es im queeren ABC mit dem Buchstaben „O“, wie offene Beziehungen.
Eine offene Beziehung oder offene Partnerschaft bezeichnet eine Beziehung, in der die Beteiligten einvernehmlich die Freiheit haben, nach persönlich festgelegten Regeln, auch andere Partner*innen zu treffen. #QueeresABC (1/4) -
Da nicht-monogame Beziehungen die verschiedensten Formen annehmen können und jedes Individuum seine eigenen Grenzen und Präferenzen hat, ist es wichtig, mit den beteiligten Personen in der Beziehung zu kommunizieren. Denn: Auch bei nicht-monogamen Beziehungen können Leute betrogen werden! #QueeresABC (3/3)
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Leute, die eine offene Beziehung führen, erlauben es ihren Partner*innen, sexuelle Beziehungen mit anderen zu führen.
Auch polyamouröse Beziehungen fallen unter das nicht-monogame Spektrum. Hierbei können Personen mit mehreren Leuten gleichzeitig romantische und sexuelle Beziehungen eingehen. #QueeresABC (2/3) -
Es gibt mal wieder eine neue Folge unseres Queeren ABCs! Das "N" hängt mit den beiden folgenden "O" und "P" zusammen ... möglicherweise könnt ihr euch schon denken, inwieweit :)
Es geht heute um Nichtmonogamie. Denn nicht nur die Geschlechter, auch die Anzahl der Partner*innen in einer Beziehung kann variieren.
Nicht-monogame Beziehungen sind Beziehungen, die nicht dem typischen Bild einer geschlossenen Beziehung zwischen zwei Personen entsprechen. #QueeresABC (1/3) -
A lot of queer people feel more comfortable in a self-chosen circle of friends and with self-chosen guiding figures than with their biological family. A queer chosen family is a purely idealistic concept with no gouvernment protection, other than the bourgeois nuclear family. Their example shows that "marriage for all" is not the end of the line in terms of recognising and protecting queer lifestyles. There is still a lot to do!
(7/7) #QueeresABC
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Guiding figures of those Houses, their mentors and substitute parents were the Mothers or Fathers - trans and/or lesbian women and, respectively, trans and/or gay men. Ballroom Culture as well as Houses are still thriving to this day. While being a US-specific phenomenon, the concept of a chosen queer family has spread all over the world.
(6/7) #QueeresABC
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Mother as a queer term will be our key to two worlds today: Ballroom Culture and the Chosen Family.
Ballroom Culture emerged in the 60s in the USA from the Drag Culture there. People of Colour were exposed to racism through the latter, so they organized and started hosting their own balls. In context with Ballroom Culture, chosen families began to form, and they were called Houses.(5/7) #QueeresABC
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An ihrem Beispiel zeigt sich, dass die "Ehe für alle" in Sachen Anerkennung queerer Lebensweisen noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Da gibt es noch viel zu tun!
(4/7) #QueeresABC
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Während es sich dabei um ein spezifisch US-Amerikanisches Phänomen handelt, ist das Konzept der queeren Wahlfamilie ein weltweites. Denn queere Menschen fühlen sich in einem selbstgewählten Kreis von Freund*innen und bei selbstgewählten Leitfiguren oft wohler als bei ihrer leiblichen Familie.
Queere Wahlfamilien sind in der Regel rein ideelle Verbünde und stehen, anders als die biologische Familie, unter keinem staatlichen Schutz.(3/7) #QueeresABC
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Sie organisierten sich und begannen, ihre eigenen Bälle zu veranstalten.
Rund um die Ballroom Culture bildeten sich Wahlfamilien, die Houses (deutsch "Häuser"). Als Leitfiguren, Mentor*innen und zuweilen auch Eltern-Ersatz gibt es in den Houses die Mothers (in der Regel trans Frauen oder lesbische cis Frauen) und Fathers (trans Männer oder schwule cis Männer).
Ballroom Culture und die Houses existieren bis heute.(2/7) #QueeresABC
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Heute im Queeren ABC: M wie Mother!
Der Begriff Mother (deutsch "Mutter") dient uns als Schlüssel zu zwei Welten: Der der Ballroom Culture* (deutsch "Ball-Kultur") und, damit verbunden, der queeren Wahlfamilie.
Die Ballroom Culture entstand in den 1960-er Jahren in den USA aus der Drag-Kultur. People of Colour (PoC) - Menschen, die nicht der weißen Mehrheitsgesellschaft angehören - litten innerhalb dieser Kultur unter Rassismus.(1/7) #QueeresABC
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Lang hat es gedauert seit der letzten Ausgabe, aber nun geht unser queeres ABC endlich weiter!
Das Wort "lesbisch" ist von der griechischen Insel Lesbos abgeleitet. Dort lebte vor 2600 Jahren die Dichterin Sappho, die in einigen Werken die Liebe zwischen Frauen beschreibt. Daraus entwickelte sich die Gewohnheit, die Insel mit Sapphos mutmaßlicher sexueller Orientierung in Verbindung zu bringen. Das Wort "lesbisch" soll erstmals 1890 im heutigen Sinne gebraucht worden sein.(1/6) #QueeresABC
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CW: Queeres ABC: K wie "Kink"
Doch da stellt sich schon die Frage, wie weit man den Bedürfnissen der Nichtqueeren im eigenen Auftreten entgegenkommen will oder muss.
Unsichtbar machen wollen sich die wenigsten.
Und sich für das schämen, was sie mögen, wollen Menschen auch nicht. Deshalb lautet das Motto natürlich: No Kinkshaming! Auch im QZM.
:)(4/4) #queeresabc
Text: @juni
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CW: Queeres ABC: K wie "Kink"
Äußere Insignien von Kink wie das Tragen schwarzer Lederkleidung oder spezieller Schmuckstücke und Accessoires signalisieren: Wir wollen gar nicht gewöhnlich sein.
Das macht Kink zum Gegenstand
von Diskussionen auch innerhalb der queeren Kulturen. Kinks zum Beispiel bei einer Pride-Parade offen zur Schau zu stellen, finden
manche abschreckend.(3/4) #queeresabc
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CW: Queeres ABC: K wie "Kink"
Für viele Menschen spielen Kinks
eine Schlüsselrolle in ihrer sexuellen Selbstentdeckung. Natürlich sind auch cis Heterosexuelle kinky. Aber vor allem in queeren (Sub-)Kulturen war und ist Kink ein Mittel der Selbstermächtigung, des Empowerments. Zu den ersten Kulturen, die sichtbar und mit einer besonderen Form des Stolzes in die Öffentlichkeit traten, gehören zum Beispiel die schwulen Ledermänner.(2/4) #queeresabc
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CW: Queeres ABC: K wie "Kink"
Was ist #Kink eigentlich? Da gehen die Definitionen weit auseinander. Die einen sprechen von ihren Kinks, wenn sie einfach ihre persönlichen sexuellen oder erotischen Vorlieben meinen. Andere sehen darin einen Alternativbegriff für Fetisch- und BDSM-Praktiken. In der englischen Wikipedia steht, Kink sei ein Begriff für "unkonventionelle sexuelle Praktiken, Konzepte oder Phantasien".
(1/4) #queeresabc
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CW: Queeres ABC: J wie "Ja zur Ehe für Alle"
Trotzdem können wir den Blick ruhig nach vorne richten. Denn die "Ehe für alle" ist eigentlich noch lange keine wirkliche Ehe für wirklich alle. Was ist zum Beispiel mit Menschen, die gerne mehrere Partner*innen heiraten würden? Wird auch das irgendwann einmal möglich sein?
Klingt utopisch? So klang die heutige "Ehe für alle" auch einmal!(5/5) #queeresabc
Text: @juni
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CW: Queeres ABC: J wie "Ja zur Ehe für Alle" - Erwähnung von Queerfeindlichkeit
Weitere 16 Jahre dauerte nach 2001 der Kampf für die Einführung einer echten "Ehe für alle". Entsprechende Gesetzesvorhaben wurden mehrere Male im Bundestag abgelehnt.
Nun gibt es die "Ehe für alle" seit fünf Jahren - in Deutschland. Aber in vielen Ländern gibt es sie nicht, oder sie ist sogar gesetzlich verboten oder die Ehe im Gesetz ausdrücklich als "Verbindung zwischen Frau und Mann" definiert.
(4/5) #queeresabc
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CW: Queeres ABC: J wie "Ja zur Ehe für Alle" - Erwähnung von Queerfeindlichkeit
Nach der endgültigen Abschaffung des §175 dauerte es noch sieben Jahre, bis gleichgeschlechtliche Partner*innen in Deutschland eine "Ehe light" eingehen konnten. Die 2001 eingeführte Eingetragene Lebenspartnerschaft begründete Verpflichtungen der Partner*innen füreinander wie eine Ehe, doch sie hatten weniger Rechte als Eheleute - zum Beispiel konnten sie nicht gemeinsam ein Kind adoptieren.
(3/5) #queeresabc
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CW: Queeres ABC: J wie "Ja zur Ehe für Alle" - Erwähnung von Queerfeindlichkeit
Der 1871 eingeführte Paragraph 175 - der sich übrigens explizit immer nur auf Männer bezog - wurde 1935 von den Nazis extrem verschärft und von beiden Deutschen Staaten nach dem Krieg unverändert beibehalten. Erst Ende der 1960-er Jahre wurde er nach und nach gelockert, und erst seit 1994 ist das Verbot von Homosexualität komplett aus der deutschen Gesetzgebung verschwunden.
(2/5) #queeresabc
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CW: Queeres ABC: J wie "Ja zur Ehe für Alle" - Erwähnung von Queerfeindlichkeit
Seit dem 1. Oktober 2017 können zwei Menschen in Deutschland unabhängig von ihrem Geschlecht standesamtlich heiraten. Bis dahin war es ein langer und schwieriger Weg.
Wer sich mit der Geschichte der "Ehe für alle" befasst, landet unweigerlich beim lange Zeit herrschenden Verbot von Homosexualität in Deutschland, das im berüchtigten Paragraphen 175 des Bürgerlichen Gesetzbuchs festgeschrieben war.(1/5) #queeresabc