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Dynamo-Kapitän Kutschke sorgt nach erfolgreichem Klassenerhalt für Eklat mit AfD-Post
Während die Saison für Dynamo Dresden am vergangenen Sonntag erfolgreich mit dem Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga endete, sorgte Stefan Kutschke zum wiederholten Male für einen Eklat. So hatte der Fußballprofi, der seine Karriere mit dem Spiel beendete, einen Instagram-Post von AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla mit einem Herzchen geliked. Chrupalla postete ein Selfie mit Uwe Steimle von der VIP-Tribüne mit Blick auf den K-Block. Dabei unterschrieb er den Post mit einem typisch sich anbiedernden Glückwunsch an die Ostvereine, die den Klassenerhalt geschafft oder wie Cottbus in die Zweite Bundesliga aufsteigen werden. Dass ein Profifußballer zu einem rechtsextremen Politiker solche Symapthien pflegt, stellt ein Novum dar. Bei Kutschke ist diese Verbindung in die extreme Rechte nun die Nummer drei (neben der Gründung eines Fitnessstudios mit Neonazis und dem Besuch eines zweifelhaften Kampfsport-Events mit Beteiligung von Neonazis).
Tino Chrupalla (rechts) und Uwe Steimle (links) beim letzten Spiel der Saison in Dresden. Stefan Kutschke gefällt dasTino Chrupalla (links) und Jean-Pascal Hohm (rechts) beim Aufsteigsspiel in CottbusDoch wie kam es zu dem Foto und dem Posting auf der VIP-Tribüne? Tino Chrupalla soll gemeinsam mit Uwe Steimle („antisemitischer Jammerossi“) auf Einladung der Volksbank in Pirna im Stadion gewesen sein. Die Bank aus Pirna fällt auch nicht zum ersten mal mit Verbindungen in rechte und russlandfreundliche Milieus auf. Dass sie jedoch nun auch einen Parteivorsitzenden und Bundestagsabgeordneten alimentieren spricht Bände für die Bank. Es ist jedoch auch nicht das erste Mal dass sich Chrupalla zu Bundesligaspielen einladen lässt. Im Januar versuchte er es beim Spiel von RB Leipzig gegen Bayern München. Wenige Tage vor dem Dynamo-Spiel inszenierte sich Chrupalla gemeinsam mit dem Vorsitzenden der neugegründeten Jugendorganisation der AfD (Generation Deutschland), Jean-Pascal Hohm, im Stadion der Freundschaft in Cottbus und „feierte“ den Aufstieg des Drittligisten.
Screenshot des Leitbildes von Dynamo DresdenUnd nun beendet Stefan Kutschke seine Karriere mit diesem Eklat. Andere Fußballspieler nennen die AfD eine „Schande für Deutschland“ oder finden deutliche Worte gegen die faschistische Partei und ihre Wähler. Der Grund: Die Inhalte und Aussagen der AfD verstoßen gegen universelle Menschenrechte und vielerorts gegen Vereinsstatuten. Kutschke hingegen hofiert mit solch einer Aktion rechtsradikale Politiker, sorgt für noch mehr Reichweite und normalisiert die faschistische AfD weiter.
Vielleicht sollten sich Kutschke oder der Verein das eigene Leitbild mal ernsthaft durchlesen und sich fragen, wie das mit Aussagen von Chrupalla und Co. zusammenpassen soll.
#AfD #JeanPascalHohm #SGDynamoDresden #StefanKutschke #TinoChrupalla -
Dynamo-Kapitän Kutschke sorgt nach erfolgreichem Klassenerhalt für Eklat mit AfD-Post
Während die Saison für Dynamo Dresden am vergangenen Sonntag erfolgreich mit dem Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga endete, sorgte Stefan Kutschke zum wiederholten Male für einen Eklat. So hatte der Fußballprofi, der seine Karriere mit dem Spiel beendete, einen Instagram-Post von AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla mit einem Herzchen geliked. Chrupalla postete ein Selfie mit Uwe Steimle von der VIP-Tribüne mit Blick auf den K-Block. Dabei unterschrieb er den Post mit einem typisch sich anbiedernden Glückwunsch an die Ostvereine, die den Klassenerhalt geschafft oder wie Cottbus in die Zweite Bundesliga aufsteigen werden. Dass ein Profifußballer zu einem rechtsextremen Politiker solche Symapthien pflegt, stellt ein Novum dar. Bei Kutschke ist diese Verbindung in die extreme Rechte nun die Nummer drei (neben der Gründung eines Fitnessstudios mit Neonazis und dem Besuch eines zweifelhaften Kampfsport-Events mit Beteiligung von Neonazis).
Tino Chrupalla (rechts) und Uwe Steimle (links) beim letzten Spiel der Saison in Dresden. Stefan Kutschke gefällt dasTino Chrupalla (links) und Jean-Pascal Hohm (rechts) beim Aufsteigsspiel in CottbusDoch wie kam es zu dem Foto und dem Posting auf der VIP-Tribüne? Tino Chrupalla soll gemeinsam mit Uwe Steimle („antisemitischer Jammerossi“) auf Einladung der Volksbank in Pirna im Stadion gewesen sein. Die Bank aus Pirna fällt auch nicht zum ersten mal mit Verbindungen in rechte und russlandfreundliche Milieus auf. Dass sie jedoch nun auch einen Parteivorsitzenden und Bundestagsabgeordneten alimentieren spricht Bände für die Bank. Es ist jedoch auch nicht das erste Mal dass sich Chrupalla zu Bundesligaspielen einladen lässt. Im Januar versuchte er es beim Spiel von RB Leipzig gegen Bayern München. Wenige Tage vor dem Dynamo-Spiel inszenierte sich Chrupalla gemeinsam mit dem Vorsitzenden der neugegründeten Jugendorganisation der AfD (Generation Deutschland), Jean-Pascal Hohm, im Stadion der Freundschaft in Cottbus und „feierte“ den Aufstieg des Drittligisten.
Screenshot des Leitbildes von Dynamo DresdenUnd nun beendet Stefan Kutschke seine Karriere mit diesem Eklat. Andere Fußballspieler nennen die AfD eine „Schande für Deutschland“ oder finden deutliche Worte gegen die faschistische Partei und ihre Wähler. Der Grund: Die Inhalte und Aussagen der AfD verstoßen gegen universelle Menschenrechte und vielerorts gegen Vereinsstatuten. Kutschke hingegen hofiert mit solch einer Aktion rechtsradikale Politiker, sorgt für noch mehr Reichweite und normalisiert die faschistische AfD weiter.
Vielleicht sollten sich Kutschke oder der Verein das eigene Leitbild mal ernsthaft durchlesen und sich fragen, wie das mit Aussagen von Chrupalla und Co. zusammenpassen soll.
#AfD #JeanPascalHohm #SGDynamoDresden #StefanKutschke #TinoChrupalla -
Dynamo-Kapitän Kutschke sorgt nach erfolgreichem Klassenerhalt für Eklat mit AfD-Post
Während die Saison für Dynamo Dresden am vergangenen Sonntag erfolgreich mit dem Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga endete, sorgte Stefan Kutschke zum wiederholten Male für einen Eklat. So hatte der Fußballprofi, der seine Karriere mit dem Spiel beendete, einen Instagram-Post von AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla mit einem Herzchen geliked. Chrupalla postete ein Selfie mit Uwe Steimle von der VIP-Tribüne mit Blick auf den K-Block. Dabei unterschrieb er den Post mit einem typisch sich anbiedernden Glückwunsch an die Ostvereine, die den Klassenerhalt geschafft oder wie Cottbus in die Zweite Bundesliga aufsteigen werden. Dass ein Profifußballer zu einem rechtsextremen Politiker solche Symapthien pflegt, stellt ein Novum dar. Bei Kutschke ist diese Verbindung in die extreme Rechte nun die Nummer drei (neben der Gründung eines Fitnessstudios mit Neonazis und dem Besuch eines zweifelhaften Kampfsport-Events mit Beteiligung von Neonazis).
Tino Chrupalla (rechts) und Uwe Steimle (links) beim letzten Spiel der Saison in Dresden. Stefan Kutschke gefällt dasTino Chrupalla (links) und Jean-Pascal Hohm (rechts) beim Aufsteigsspiel in CottbusDoch wie kam es zu dem Foto und dem Posting auf der VIP-Tribüne? Tino Chrupalla soll gemeinsam mit Uwe Steimle („antisemitischer Jammerossi“) auf Einladung der Volksbank in Pirna im Stadion gewesen sein. Die Bank aus Pirna fällt auch nicht zum ersten mal mit Verbindungen in rechte und russlandfreundliche Milieus auf. Dass sie jedoch nun auch einen Parteivorsitzenden und Bundestagsabgeordneten alimentieren spricht Bände für die Bank. Es ist jedoch auch nicht das erste Mal dass sich Chrupalla zu Bundesligaspielen einladen lässt. Im Januar versuchte er es beim Spiel von RB Leipzig gegen Bayern München. Wenige Tage vor dem Dynamo-Spiel inszenierte sich Chrupalla gemeinsam mit dem Vorsitzenden der neugegründeten Jugendorganisation der AfD (Generation Deutschland), Jean-Pascal Hohm, im Stadion der Freundschaft in Cottbus und „feierte“ den Aufstieg des Drittligisten.
Screenshot des Leitbildes von Dynamo DresdenUnd nun beendet Stefan Kutschke seine Karriere mit diesem Eklat. Andere Fußballspieler nennen die AfD eine „Schande für Deutschland“ oder finden deutliche Worte gegen die faschistische Partei und ihre Wähler. Der Grund: Die Inhalte und Aussagen der AfD verstoßen gegen universelle Menschenrechte und vielerorts gegen Vereinsstatuten. Kutschke hingegen hofiert mit solch einer Aktion rechtsradikale Politiker, sorgt für noch mehr Reichweite und normalisiert die faschistische AfD weiter.
Vielleicht sollten sich Kutschke oder der Verein das eigene Leitbild mal ernsthaft durchlesen und sich fragen, wie das mit Aussagen von Chrupalla und Co. zusammenpassen soll.
#AfD #JeanPascalHohm #SGDynamoDresden #StefanKutschke #TinoChrupalla -
Dynamo-Kapitän Kutschke sorgt nach erfolgreichem Klassenerhalt für Eklat mit AfD-Post
Während die Saison für Dynamo Dresden am vergangenen Sonntag erfolgreich mit dem Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga endete, sorgte Stefan Kutschke zum wiederholten Male für einen Eklat. So hatte der Fußballprofi, der seine Karriere mit dem Spiel beendete, einen Instagram-Post von AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla mit einem Herzchen geliked. Chrupalla postete ein Selfie mit Uwe Steimle von der VIP-Tribüne mit Blick auf den K-Block. Dabei unterschrieb er den Post mit einem typisch sich anbiedernden Glückwunsch an die Ostvereine, die den Klassenerhalt geschafft oder wie Cottbus in die Zweite Bundesliga aufsteigen werden. Dass ein Profifußballer zu einem rechtsextremen Politiker solche Symapthien pflegt, stellt ein Novum dar. Bei Kutschke ist diese Verbindung in die extreme Rechte nun die Nummer drei (neben der Gründung eines Fitnessstudios mit Neonazis und dem Besuch eines zweifelhaften Kampfsport-Events mit Beteiligung von Neonazis).
Tino Chrupalla (rechts) und Uwe Steimle (links) beim letzten Spiel der Saison in Dresden. Stefan Kutschke gefällt dasTino Chrupalla (links) und Jean-Pascal Hohm (rechts) beim Aufsteigsspiel in CottbusDoch wie kam es zu dem Foto und dem Posting auf der VIP-Tribüne? Tino Chrupalla soll gemeinsam mit Uwe Steimle („antisemitischer Jammerossi“) auf Einladung der Volksbank in Pirna im Stadion gewesen sein. Die Bank aus Pirna fällt auch nicht zum ersten mal mit Verbindungen in rechte und russlandfreundliche Milieus auf. Dass sie jedoch nun auch einen Parteivorsitzenden und Bundestagsabgeordneten alimentieren spricht Bände für die Bank. Es ist jedoch auch nicht das erste Mal dass sich Chrupalla zu Bundesligaspielen einladen lässt. Im Januar versuchte er es beim Spiel von RB Leipzig gegen Bayern München. Wenige Tage vor dem Dynamo-Spiel inszenierte sich Chrupalla gemeinsam mit dem Vorsitzenden der neugegründeten Jugendorganisation der AfD (Generation Deutschland), Jean-Pascal Hohm, im Stadion der Freundschaft in Cottbus und „feierte“ den Aufstieg des Drittligisten.
Screenshot des Leitbildes von Dynamo DresdenUnd nun beendet Stefan Kutschke seine Karriere mit diesem Eklat. Andere Fußballspieler nennen die AfD eine „Schande für Deutschland“ oder finden deutliche Worte gegen die faschistische Partei und ihre Wähler. Der Grund: Die Inhalte und Aussagen der AfD verstoßen gegen universelle Menschenrechte und vielerorts gegen Vereinsstatuten. Kutschke hingegen hofiert mit solch einer Aktion rechtsradikale Politiker, sorgt für noch mehr Reichweite und normalisiert die faschistische AfD weiter.
Vielleicht sollten sich Kutschke oder der Verein das eigene Leitbild mal ernsthaft durchlesen und sich fragen, wie das mit Aussagen von Chrupalla und Co. zusammenpassen soll.
#AfD #JeanPascalHohm #SGDynamoDresden #StefanKutschke #TinoChrupalla -
Dynamo-Kapitän Kutschke sorgt nach erfolgreichem Klassenerhalt für Eklat mit AfD-Post
Während die Saison für Dynamo Dresden am vergangenen Sonntag erfolgreich mit dem Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga endete, sorgte Stefan Kutschke zum wiederholten Male für einen Eklat. So hatte der Fußballprofi, der seine Karriere mit dem Spiel beendete, einen Instagram-Post von AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla mit einem Herzchen geliked. Chrupalla postete ein Selfie mit Uwe Steimle von der VIP-Tribüne mit Blick auf den K-Block. Dabei unterschrieb er den Post mit einem typisch sich anbiedernden Glückwunsch an die Ostvereine, die den Klassenerhalt geschafft oder wie Cottbus in die Zweite Bundesliga aufsteigen werden. Dass ein Profifußballer zu einem rechtsextremen Politiker solche Symapthien pflegt, stellt ein Novum dar. Bei Kutschke ist diese Verbindung in die extreme Rechte nun die Nummer drei (neben der Gründung eines Fitnessstudios mit Neonazis und dem Besuch eines zweifelhaften Kampfsport-Events mit Beteiligung von Neonazis).
Tino Chrupalla (rechts) und Uwe Steimle (links) beim letzten Spiel der Saison in Dresden. Stefan Kutschke gefällt dasTino Chrupalla (links) und Jean-Pascal Hohm (rechts) beim Aufsteigsspiel in CottbusDoch wie kam es zu dem Foto und dem Posting auf der VIP-Tribüne? Tino Chrupalla soll gemeinsam mit Uwe Steimle („antisemitischer Jammerossi“) auf Einladung der Volksbank in Pirna im Stadion gewesen sein. Die Bank aus Pirna fällt auch nicht zum ersten mal mit Verbindungen in rechte und russlandfreundliche Milieus auf. Dass sie jedoch nun auch einen Parteivorsitzenden und Bundestagsabgeordneten alimentieren spricht Bände für die Bank. Es ist jedoch auch nicht das erste Mal dass sich Chrupalla zu Bundesligaspielen einladen lässt. Im Januar versuchte er es beim Spiel von RB Leipzig gegen Bayern München. Wenige Tage vor dem Dynamo-Spiel inszenierte sich Chrupalla gemeinsam mit dem Vorsitzenden der neugegründeten Jugendorganisation der AfD (Generation Deutschland), Jean-Pascal Hohm, im Stadion der Freundschaft in Cottbus und „feierte“ den Aufstieg des Drittligisten.
Screenshot des Leitbildes von Dynamo DresdenUnd nun beendet Stefan Kutschke seine Karriere mit diesem Eklat. Andere Fußballspieler nennen die AfD eine „Schande für Deutschland“ oder finden deutliche Worte gegen die faschistische Partei und ihre Wähler. Der Grund: Die Inhalte und Aussagen der AfD verstoßen gegen universelle Menschenrechte und vielerorts gegen Vereinsstatuten. Kutschke hingegen hofiert mit solch einer Aktion rechtsradikale Politiker, sorgt für noch mehr Reichweite und normalisiert die faschistische AfD weiter.
Vielleicht sollten sich Kutschke oder der Verein das eigene Leitbild mal ernsthaft durchlesen und sich fragen, wie das mit Aussagen von Chrupalla und Co. zusammenpassen soll.
#AfD #JeanPascalHohm #SGDynamoDresden #StefanKutschke #TinoChrupalla -
@correctiv_org 🔎 AfD und die Neonazis: Abgeordnete finanzieren rechtsextremes Treffen
https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2026/05/08/afd-neonazis-jungeuropa-verlagstreffen-2026/ #AfD #DebatteumAfDVerbot #KandidierendenCheck #NeueRechte #Rechtsextremismus #DominikKaufner #FabianJank #FeaturedaufStartseite #JeanPascalHohm #Jungeuropa #MaximilianGerner #RelatedArticlesamEnde #RobertTeske #Thringen #TomaszFroelich #TorbenBraga -
Jean-Pascal Hohm: „Ich möchte ein freies Deutschland, in dem jeder seine Meinung sagen kann“ https://pi-news.net/2025/12/jean-pascal-hohm-ich-moechte-ein-freies-deutschland-in-dem-jeder-seine-meinung-sagen-kann/ #JeanPascalHohm #Weltwoche #AfD
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Partei, Vorfeld und Neonazis – geeint beim Jungeuropa Lesertreffen in Freital
Am 13. September 2025 lud der extremrechte Jungeuropa Verlag erneut zu einem sogenannten „Verlagstreffen“ ein. Nachdem diese Treffen in den letzten Jahren außerhalb Sachsens stattfanden, wurde diesesmal einen Location im „Raum Dresden“ angekündigt. Letztendlich fand die Veranstaltung im kommunalen Ballsaal Coßmannsdorf in Freital statt, wo über einhundert Personen aus den unterschiedlichsten extrem rechten Strömungen Vorträgen und Diskussionen beiwohnten. Die Inhalte dürften dabei eher zweitrangig bleiben, im wesentlichen wurden mit Hydra Comics und Michael Schäfer, dem Oikos-Verlag von Jonas Schick, Volker Zierke und Benedikt Kaiser die immer gleichen selbstreferentiellen Stände, Themen und Referenten geboten. Relevanz hatte das Treffen des Jungeuropa Verlags vor allem als Schnittstelle zwischen Neonazis, Neuer Rechten und AfD. Zentrale Akteure aus den Bereichen waren in Coßmannsdorf anwesend und kamen miteinander ins Gespräch.
Michael Schäfer, Quelle: Pixelarchiv Volker Zierke, Quelle: Pixelarchiv Benedikt Kaiser, Quelle: PixelarchivDer Jungeuropa Verlag arbeitet seit längerer Zeit als Bindeglied zwischen AfD und ihrem sogenannten „politischen Vorfeld“. Gemeint sind damit zumeist außerparlamentarische und metapolitisch arbeitende Gruppen, wie z.B. die „Identitäre Bewegung“ (IB) oder der Antaois-Verlag. Ziel ist es, die Partei dauerhaft im völkisch-nationalen Lager zu einzubinden. Insbesondere der Autor des Jungeuropa Verlages, der in Chemnitzer Neonazikameradschaften politisierte Benedikt Kaiser hat sich diesem Ziel verschrieben und diskutierte entsprechend beim Verlagstreffen zum Thema „Neujustierung von Partei & Vorfeld“. Kaiser debattierte dies laut Ankündigung zusammen mit Felix Menzel. Der aus Chemnitz stammende Menzel ist seit der Jugend politisch in rechten, burschenschaftlichen Kreisen in Chemnitz und Dresden aktiv. In der Landeshauptstadt betrieb er das „Zentrum für Jugend, Identität und Kultur“, bei dem auch Jungeuropa-Verlagschef Philip Stein als Praktikant tätig war. Seit 2020 ist Menzel als Pressereferent für die AfD-Landtagsfraktion Sachsen tätig und betreibt ein Weiterbildungsportal für AfD-Abgeordnete.
Bei solcher AfD-„Prominenz“ auf dem Podium, verwundert es wenig, dass sich auch unter den Besuchern des Verlagstreffen auffällig viele AfDler*innen tummelten. Diese kamen aus den gesamten Bundesgebiet angereist. Knapp ein Dutzend AfD-Landtags- und Bundestagsabgeordnete waren in Freital anwesend. Darunter die Landtagsabgeordnete Lena Kotré sowie ihr Partner der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré. Mit Dominik Kaufner und Jean-Pascal Hohm waren zwei weitere Landtagsabgeordnete aus Brandenburg anwesend. Besonders Letzterer ist seit langem mit den Organisatoren der Veranstaltung verbunden. So absolvierte Hohm 2017, zu diesen Zeitpunkt teil der IB, ein Praktikum beim Dresdner Verein Ein Prozent, die ebenfalls von den führenden Köpfen des Jungeuropa Verlags, Philip Stein, Michael Schäfer und Julian Monaco, geleitet wird. Hohm wird als ein heißer Kandidat gehandelt für den Vorsitz der neu zu gründenden Parteijugend.
Steffen Kotré, Quelle: Pixelarchiv Jean-Pascal Hohm, Quelle: Pixelarchiv Dominik Kaufner, Quelle: PixelarchivMit Steven Helmuth (Mitarbeiter AfD-MdB Jens Kestner, Köthen), Felix Niedermeyer (Mitarbeiter AfD-MdL Brandenburg Dominik Kaufner), Lenard Scharpe (ehmaliger Landesvorstand JA-Sachsen, Stadtrat Bautzen), Andreas Fachinger (AfD-KV Koblenz), Matthias Keßel (AfD-KV Dahme-Spreewald), Jordan Hinnerk (JA-Altmarkt) und Patrick Fritsch (JA Berlin-Marzahn) waren weitere Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Jungen Alternative anwesend. Mit Marvin T. Neumann saß der geschasste Vorsitzende der JA und ehemalige Pressesprecher der AfD-Fraktion Brandenburg auf einem Podium, um über das Thema seines 2025 im Jungeuropa erschienen Buches „Amerikanismus. Die Ideologie der westlichen Moderne“ zu referieren.
Steven Hellmuth, Quelle: Pixelarchiv Felix Niedermeyer, Quelle: Pixelarchiv Andreas Fachinger, Quelle: PixelarchivNeben den völkischen Mitgliedern der Jungen Alternative waren in Freital auch mehrerer Mitglieder der „Identitären Bewegung“ (IB) vor Ort. Das Verlagstreffen bietet damit die Möglichkeit den Unvereinbarkeitsbeschluss der AfD mit der IB zu umgehen und sich ungezwungen und vermeintlich unbeobachtet zu vernetzten. Unter Anderen reisten Carl von Waldstein (München), Maximilian Märkl (Augsburg), David Ratajczak (Chemitz/Sachsengarde), Leonhard Sternitzke (Leipzig/Sachsengarde), Linda Kraft (Chemnitz/Sachsengarde) und Phil Friedrich (IB-Schwarzenberg) nach Freital. Neben den Mitgliedern der IB, waren auch mindestens zwei Personen anwesend, die eine Schärpe (Burschenband in der Couleur der) der IB-nahen Burschenschaft „Salamandria Dresden“ trugen. Auch vor Ort: die rechte Influencerin Nina Hörig, die bereits bei einem Kongress des IB-Frauenprojektes Lukreta sprach.
Carl von Waldstein, Quelle: Pixelarchiv David Ratajczak, Quelle: Pixelarchiv Linda Kraft, Quelle: PixelarchivEinen weiteren Weg hatten die anwesenden Neonazis Manuel Corchia und Florian Stimpfle von der Schweizer Gruppe „Junge Tat“. Diese agiert seit 2020 in der Schweiz und orientiert sich an der „Identitären Bewegung“ und Neonazikameradschaften. Man organisiert immer wieder Veranstaltungen, bei denen sowohl AfD-Mitglieder als auch Neonazis zusammen kommen. So lud die Junge Tat 2024 Lena Kotré ein und kurz darauf Schweizer Mitglieder von “Blood & Honour“, einem internationalen Neonazinetzwerk, dessen deutscher Ableger seit 2000 verboten ist.
Manuel Corchia, Quelle: PixelarchivAuch Vertreter des Kameradschaftsspektrums der 1990er/2000er-Jahre waren zahlreich in Freital. So zum Beispiel Sebastian Reiche aus Dresden, der seit den 1990’iger Jahren in Nazikreisen aktiv ist und immer wieder durch seine Gewaltbereitschaft auffällt. Mit Thomas Sattelberg war ein weiterer langjährig aktiver Neonazi unter den Besuchern des Verlagstreffens. Der aus Pirna stammende Sattelberg war Mitbegründer der 2001 verbotenen Skinheads Sächsische Schweiz (SSS), danach Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion und ist aktuell bei den Freien Sachsen (Die Heimat) aktiv. Bis heute hat Sattelberg Kontakt in die militante Nazi-Szene. So sitzt der Ehemann von Sattelbergs Tochter Hella Hättasch, Kurt Hättasch, aktuell wegen seiner Rolle bei den mutmaßlichen Rechtsterroristen Sächsische Seperatisten in Untersuchungshaft.
Sebastian Reiche, Quelle: Pixelarchiv Thomas Sattelberg, Quelle: PixelarchivEbenso aus dem Umfeld der alten NPD-Sachsen stammt Arne Schimmer, der ab 2009 für die NPD im sächsischen Landtag saß. Schimmer ist heute Chefredakteur der Deutschen Stimme/Aufgewacht. Einer Fusion aus der alten NPD-Zeitung und der Zeitung der Freien Sachsen. Von „Verleger zu Verleger“ fand Schimmer dann auch nur lobende Worte für die Veranstaltung in Freital.
Ein weiterer aus Pirna stammender Neonazi, der in Freital ein T-Shirt von Hydra Comic präsentierte, ist Tobias Lichy. Lichy war Mitglied der mittlerweile inaktiven Dresdner Nazikameradschaft Werra Elbflorenz. Seit 2018 ist Lichy regelmäßig beim Trauermarsch am 13. Februar in Dresden anzutreffen. Im vergangenen Jahr besuchte er gemeinsam mit dem NDS-Rapper Dominik Raupbach eine Demonstration der IB in Berlin. Seine Netzwerkarbeit reicht noch weiter: So dokumentierte der Blog „Österreich Rechtsaußen“ im vergangen Jahr die Verbindungen von Lichy zu der Wiener Nazigruppierung „Tanzbrigade Wien“, sondern europaweit vernetzt ist.
Von der mittlerweile verbotenen Neonazikameradschaft Aktionsblog Rostock bzw. Nationale Sozialisten Rostock war Guido Howald in Freital. Nach dem Verbot der Gruppe war Howald zuletzt bei einer Demonstration der „Nationalrevolutionären Jugend“, der Jugendorganisation des Dritten Wegs, in Berlin-Marzahn als Ordner aufgetreten.
Tobias Lichy, Quelle: Pixelarchiv Guido Hohwald, Quelle: Pixelarchiv Florian Melzer, Quelle: PixelarchivEher ungewöhnlich war der Besuch von Florian Melzer aus Demitz-Thumitz (Landkreis Bautzen), wo er und seine Frau sich sozialengagiert geben. Ein Nazi, um den es lange still war. Melzer war 2013 wegen Mitgliedschaft in einer kriminiellen Vereinigung angeklagt. Dabei handelte es sich um die Dresdner Hooligangruppierung „Faust des Ostens“. Acht Jahre später erhielt Melzer nur eine geringe Strafe. Der Kampfsport erprobte Melzer tauchte in diesem Jahr erstmals wieder beim Protest gegen den CSD in Bautzen auf, wo er gemeinsam mit dem langjährigen völkischen Neonazi Max Hempel unterwegs war.
Für den Jungeuropa Verlag war die Veranstaltung in Freital sicherlich ein Erfolg. Dass der einschlägig bekannte Verlag kommunal-verwaltete Räume nutzen konnte, ist ein Armutszeugnis für die städtischen und die sächsischen Behörden. Im Nachgang argumentierten die Betreiber, ihnen sei die Ausrichtung des Verlages nicht bekannt gewesen. Das ließe sich jedoch durch eine einfache Internet-Recherche beheben. Hier entsteht der Eindruck, dass bewusst weggeschaut wird. Gleichzeitig macht das Treffen deutlich, wie unbekümmert die Szene derzeit agiert: Neonazis aller Coloeur gaben sich mit AfD-Bundestags- und Landtagsabgeordneten die Klinke in die Hand. Wenn es Argumente für die Prüfung eines AfD-Verbots braucht: In Freital waren einige mehr zu finden.
#afd #andreasFachinger #arneSchimmer #benediktKaiser #carlVonWaldstein #davidRatajczak #dominikKaufner #felixMenzel #felixNiedermeyer #florianMelzer #florianStimpfle #guidoHowald #identitaereBewegung #jeanPascalHohm #jonasSchick #jordanHinnerk #julianMonaco #jungeTat #jungeuropaVerlag #lenaKotre #lenardScharpe #leonhardSternitzke #lindaKraft #manuelCorchia #marvinTNeumann #matthiasKessel #maximilianMaerkl #michaelSchaefer #ninaHoerig #oikosVerlag #patrickFritsch #philFriedrich #philipStein #sebastianReiche #steffenKotre #stevenHelmuth #thomasSattelberg #tobiasLichy #volkerZierke
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Partei, Vorfeld und Neonazis – geeint beim Jungeuropa Lesertreffen in Freital
Am 13. September 2025 lud der extremrechte Jungeuropa Verlag erneut zu einem sogenannten „Verlagstreffen“ ein. Nachdem diese Treffen in den letzten Jahren außerhalb Sachsens stattfanden, wurde diesesmal einen Location im „Raum Dresden“ angekündigt. Letztendlich fand die Veranstaltung im kommunalen Ballsaal Coßmannsdorf in Freital statt, wo über einhundert Personen aus den unterschiedlichsten extrem rechten Strömungen Vorträgen und Diskussionen beiwohnten. Die Inhalte dürften dabei eher zweitrangig bleiben, im wesentlichen wurden mit Hydra Comics und Michael Schäfer, dem Oikos-Verlag von Jonas Schick, Volker Zierke und Benedikt Kaiser die immer gleichen selbstreferentiellen Stände, Themen und Referenten geboten. Relevanz hatte das Treffen des Jungeuropa Verlags vor allem als Schnittstelle zwischen Neonazis, Neuer Rechten und AfD. Zentrale Akteure aus den Bereichen waren in Coßmannsdorf anwesend und kamen miteinander ins Gespräch.
Michael Schäfer, Quelle: Pixelarchiv Volker Zierke, Quelle: Pixelarchiv Benedikt Kaiser, Quelle: PixelarchivDer Jungeuropa Verlag arbeitet seit längerer Zeit als Bindeglied zwischen AfD und ihrem sogenannten „politischen Vorfeld“. Gemeint sind damit zumeist außerparlamentarische und metapolitisch arbeitende Gruppen, wie z.B. die „Identitäre Bewegung“ (IB) oder der Antaois-Verlag. Ziel ist es, die Partei dauerhaft im völkisch-nationalen Lager zu einzubinden. Insbesondere der Autor des Jungeuropa Verlages, der in Chemnitzer Neonazikameradschaften politisierte Benedikt Kaiser hat sich diesem Ziel verschrieben und diskutierte entsprechend beim Verlagstreffen zum Thema „Neujustierung von Partei & Vorfeld“. Kaiser debattierte dies laut Ankündigung zusammen mit Felix Menzel. Der aus Chemnitz stammende Menzel ist seit der Jugend politisch in rechten, burschenschaftlichen Kreisen in Chemnitz und Dresden aktiv. In der Landeshauptstadt betrieb er das „Zentrum für Jugend, Identität und Kultur“, bei dem auch Jungeuropa-Verlagschef Philip Stein als Praktikant tätig war. Seit 2020 ist Menzel als Pressereferent für die AfD-Landtagsfraktion Sachsen tätig und betreibt ein Weiterbildungsportal für AfD-Abgeordnete.
Bei solcher AfD-„Prominenz“ auf dem Podium, verwundert es wenig, dass sich auch unter den Besuchern des Verlagstreffen auffällig viele AfDler*innen tummelten. Diese kamen aus den gesamten Bundesgebiet angereist. Knapp ein Dutzend AfD-Landtags- und Bundestagsabgeordnete waren in Freital anwesend. Darunter die Landtagsabgeordnete Lena Kotré sowie ihr Partner der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré. Mit Dominik Kaufner und Jean-Pascal Hohm waren zwei weitere Landtagsabgeordnete aus Brandenburg anwesend. Besonders Letzterer ist seit langem mit den Organisatoren der Veranstaltung verbunden. So absolvierte Hohm 2017, zu diesen Zeitpunkt teil der IB, ein Praktikum beim Dresdner Verein Ein Prozent, die ebenfalls von den führenden Köpfen des Jungeuropa Verlags, Philip Stein, Michael Schäfer und Julian Monaco, geleitet wird. Hohm wird als ein heißer Kandidat gehandelt für den Vorsitz der neu zu gründenden Parteijugend.
Steffen Kotré, Quelle: Pixelarchiv Jean-Pascal Hohm, Quelle: Pixelarchiv Dominik Kaufner, Quelle: PixelarchivMit Steven Hellmuth (Mitarbeiter AfD-MdB Jens Kestner, Köthen), Felix Niedermeyer (Mitarbeiter AfD-MdL Brandenburg Dominik Kaufner), Lenard Scharpe (ehmaliger Landesvorstand JA-Sachsen, Stadtrat Bautzen), Andreas Fachinger (AfD-KV Koblenz), Matthias Keßel (AfD-KV Dahme-Spreewald), Hinnerk Jordan (JA-Altmarkt) und Patrick Fritsch (JA Berlin-Marzahn) waren weitere Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Jungen Alternative anwesend. Mit Marvin T. Neumann saß der geschasste Vorsitzende der JA und ehemalige Pressesprecher der AfD-Fraktion Brandenburg auf einem Podium, um über das Thema seines 2025 im Jungeuropa erschienen Buches „Amerikanismus. Die Ideologie der westlichen Moderne“ zu referieren.
Steven Hellmuth, Quelle: Pixelarchiv Felix Niedermeyer, Quelle: Pixelarchiv Andreas Fachinger, Quelle: PixelarchivNeben den völkischen Mitgliedern der Jungen Alternative waren in Freital auch mehrerer Mitglieder der „Identitären Bewegung“ (IB) vor Ort. Das Verlagstreffen bietet damit die Möglichkeit den Unvereinbarkeitsbeschluss der AfD mit der IB zu umgehen und sich ungezwungen und vermeintlich unbeobachtet zu vernetzten. Unter Anderen reisten Carl von Waldstein (München), Maximilian Märkl (Augsburg), David Ratajczak (Chemitz/Sachsengarde), Leonhard Sternitzke (Leipzig/Sachsengarde), Linda Kraft (Chemnitz/Sachsengarde) und Phil Friedrich (IB-Schwarzenberg) nach Freital. Neben den Mitgliedern der IB, waren auch mindestens zwei Personen anwesend, die eine Schärpe (Burschenband in der Couleur der) der IB-nahen Burschenschaft „Salamandria Dresden“ trugen. Auch vor Ort: die rechte Influencerin Nina Hörig, die bereits bei einem Kongress des IB-Frauenprojektes Lukreta sprach.
Carl von Waldstein, Quelle: Pixelarchiv David Ratajczak, Quelle: Pixelarchiv Linda Kraft, Quelle: PixelarchivEinen weiteren Weg hatten die anwesenden Neonazis Manuel Corchia und Florian Stimpfle von der Schweizer Gruppe „Junge Tat“. Diese agiert seit 2020 in der Schweiz und orientiert sich an der „Identitären Bewegung“ und Neonazikameradschaften. Man organisiert immer wieder Veranstaltungen, bei denen sowohl AfD-Mitglieder als auch Neonazis zusammen kommen. So lud die „Junge Tat“ Lena Kotré im Dezember 2024 zu einer Veranstaltung als Rednerin ein, bei der auch zwei Schweizer Mitglieder von “Blood & Honour“ im Publikum saßen. Einem internationalen Neonazinetzwerk, dessen deutscher Ableger seit 2000 verboten ist. Weitere Mitglieder der „Blood & Honour“ Sektion Zürich betätigten sich an den Schleusungspunkten auf dem Weg zu der extrem rechten Veranstaltung.
Manuel Corchia, Quelle: PixelarchivAuch Vertreter des Kameradschaftsspektrums der 1990er/2000er-Jahre waren zahlreich in Freital. So zum Beispiel Sebastian Reiche aus Dresden, der seit den 1990’iger Jahren in Nazikreisen aktiv ist und immer wieder durch seine Gewaltbereitschaft auffällt. Mit Thomas Sattelberg war ein weiterer langjährig aktiver Neonazi unter den Besuchern des Verlagstreffens. Der aus Pirna stammende Sattelberg war Mitbegründer der 2001 verbotenen Skinheads Sächsische Schweiz (SSS), danach Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion und ist aktuell bei den Freien Sachsen (Die Heimat) aktiv. Bis heute hat Sattelberg Kontakt in die militante Nazi-Szene. So sitzt der Ehemann von Sattelbergs Tochter Hella Hättasch, Kurt Hättasch, aktuell wegen seiner Rolle bei den mutmaßlichen Rechtsterroristen Sächsische Seperatisten in Untersuchungshaft.
Sebastian Reiche, Quelle: Pixelarchiv Thomas Sattelberg, Quelle: PixelarchivEbenso aus dem Umfeld der alten NPD-Sachsen stammt Arne Schimmer, der ab 2009 für die NPD im sächsischen Landtag saß. Schimmer ist heute Chefredakteur der Deutschen Stimme/Aufgewacht. Einer Fusion aus der alten NPD-Zeitung und der Zeitung der Freien Sachsen. Von „Verleger zu Verleger“ fand Schimmer dann auch nur lobende Worte für die Veranstaltung in Freital.
Ein weiterer aus Pirna stammender Neonazi, der in Freital ein T-Shirt von Hydra Comic präsentierte, ist Tobias Lichy. Lichy war Mitglied der mittlerweile inaktiven Dresdner Nazikameradschaft Werra Elbflorenz. Seit 2018 ist Lichy regelmäßig beim Trauermarsch am 13. Februar in Dresden anzutreffen. Im vergangenen Jahr besuchte er gemeinsam mit dem NDS-Rapper Dominik Raupbach eine Demonstration der IB in Berlin. Seine Netzwerkarbeit reicht noch weiter: So dokumentierte der Blog „Österreich Rechtsaußen“ im vergangen Jahr die Verbindungen von Lichy zu der Wiener Nazigruppierung „Tanzbrigade Wien“, sondern europaweit vernetzt ist.
Von der mittlerweile verbotenen Neonazikameradschaft Aktionsblog Rostock bzw. Nationale Sozialisten Rostock war Guido Howald in Freital. Nach dem Verbot der Gruppe war Howald zuletzt bei einer Demonstration der „Nationalrevolutionären Jugend“, der Jugendorganisation des Dritten Wegs, in Berlin-Marzahn als Ordner aufgetreten.
Tobias Lichy, Quelle: Pixelarchiv Guido Howald, Quelle: Pixelarchiv Florian Melzer, Quelle: PixelarchivEher ungewöhnlich war der Besuch von Florian Melzer aus Demitz-Thumitz (Landkreis Bautzen), wo er und seine Frau sich sozialengagiert geben. Ein Nazi, um den es lange still war. Melzer war 2013 wegen Mitgliedschaft in einer kriminiellen Vereinigung angeklagt. Dabei handelte es sich um die Dresdner Hooligangruppierung „Faust des Ostens“. Acht Jahre später erhielt Melzer nur eine geringe Strafe. Der Kampfsport erprobte Melzer tauchte in diesem Jahr erstmals wieder beim Protest gegen den CSD in Bautzen auf, wo er gemeinsam mit dem langjährigen völkischen Neonazi Max Hempel unterwegs war.
Für den Jungeuropa Verlag war die Veranstaltung in Freital sicherlich ein Erfolg. Dass der einschlägig bekannte Verlag kommunal-verwaltete Räume nutzen konnte, ist ein Armutszeugnis für die städtischen und die sächsischen Behörden. Im Nachgang argumentierten die Betreiber, ihnen sei die Ausrichtung des Verlages nicht bekannt gewesen. Das ließe sich jedoch durch eine einfache Internet-Recherche beheben. Hier entsteht der Eindruck, dass bewusst weggeschaut wird. Gleichzeitig macht das Treffen deutlich, wie unbekümmert die Szene derzeit agiert: Neonazis aller Coloeur gaben sich mit AfD-Bundestags- und Landtagsabgeordneten die Klinke in die Hand. Wenn es Argumente für die Prüfung eines AfD-Verbots braucht: In Freital waren einige mehr zu finden.
#afd #andreasFachinger #arneSchimmer #benediktKaiser #carlVonWaldstein #davidRatajczak #dominikKaufner #felixMenzel #felixNiedermeyer #florianMelzer #florianStimpfle #guidoHowald #identitaereBewegung #jeanPascalHohm #jonasSchick #jordanHinnerk #julianMonaco #jungeTat #jungeuropaVerlag #lenaKotre #lenardScharpe #leonhardSternitzke #lindaKraft #manuelCorchia #marvinTNeumann #matthiasKessel #maximilianMaerkl #michaelSchaefer #ninaHoerig #oikosVerlag #patrickFritsch #philFriedrich #philipStein #sebastianReiche #steffenKotre #stevenHelmuth #thomasSattelberg #tobiasLichy #volkerZierke
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Partei, Vorfeld und Neonazis – geeint beim Jungeuropa Lesertreffen in Freital
Am 13. September 2025 lud der extremrechte Jungeuropa Verlag erneut zu einem sogenannten „Verlagstreffen“ ein. Nachdem diese Treffen in den letzten Jahren außerhalb Sachsens stattfanden, wurde diesesmal einen Location im „Raum Dresden“ angekündigt. Letztendlich fand die Veranstaltung im kommunalen Ballsaal Coßmannsdorf in Freital statt, wo über einhundert Personen aus den unterschiedlichsten extrem rechten Strömungen Vorträgen und Diskussionen beiwohnten. Die Inhalte dürften dabei eher zweitrangig bleiben, im wesentlichen wurden mit Hydra Comics und Michael Schäfer, dem Oikos-Verlag von Jonas Schick, Volker Zierke und Benedikt Kaiser die immer gleichen selbstreferentiellen Stände, Themen und Referenten geboten. Relevanz hatte das Treffen des Jungeuropa Verlags vor allem als Schnittstelle zwischen Neonazis, Neuer Rechten und AfD. Zentrale Akteure aus den Bereichen waren in Coßmannsdorf anwesend und kamen miteinander ins Gespräch.
Michael Schäfer, Quelle: Pixelarchiv Volker Zierke, Quelle: Pixelarchiv Benedikt Kaiser, Quelle: PixelarchivDer Jungeuropa Verlag arbeitet seit längerer Zeit als Bindeglied zwischen AfD und ihrem sogenannten „politischen Vorfeld“. Gemeint sind damit zumeist außerparlamentarische und metapolitisch arbeitende Gruppen, wie z.B. die „Identitäre Bewegung“ (IB) oder der Antaois-Verlag. Ziel ist es, die Partei dauerhaft im völkisch-nationalen Lager zu einzubinden. Insbesondere der Autor des Jungeuropa Verlages, der in Chemnitzer Neonazikameradschaften politisierte Benedikt Kaiser hat sich diesem Ziel verschrieben und diskutierte entsprechend beim Verlagstreffen zum Thema „Neujustierung von Partei & Vorfeld“. Kaiser debattierte dies laut Ankündigung zusammen mit Felix Menzel. Der aus Chemnitz stammende Menzel ist seit der Jugend politisch in rechten, burschenschaftlichen Kreisen in Chemnitz und Dresden aktiv. In der Landeshauptstadt betrieb er das „Zentrum für Jugend, Identität und Kultur“, bei dem auch Jungeuropa-Verlagschef Philip Stein als Praktikant tätig war. Seit 2020 ist Menzel als Pressereferent für die AfD-Landtagsfraktion Sachsen tätig und betreibt ein Weiterbildungsportal für AfD-Abgeordnete.
Bei solcher AfD-„Prominenz“ auf dem Podium, verwundert es wenig, dass sich auch unter den Besuchern des Verlagstreffen auffällig viele AfDler*innen tummelten. Diese kamen aus den gesamten Bundesgebiet angereist. Knapp ein Dutzend AfD-Landtags- und Bundestagsabgeordnete waren in Freital anwesend. Darunter die Landtagsabgeordnete Lena Kotré sowie ihr Partner der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré. Mit Dominik Kaufner und Jean-Pascal Hohm waren zwei weitere Landtagsabgeordnete aus Brandenburg anwesend. Besonders Letzterer ist seit langem mit den Organisatoren der Veranstaltung verbunden. So absolvierte Hohm 2017, zu diesen Zeitpunkt teil der IB, ein Praktikum beim Dresdner Verein Ein Prozent, die ebenfalls von den führenden Köpfen des Jungeuropa Verlags, Philip Stein, Michael Schäfer und Julian Monaco, geleitet wird. Hohm wird als ein heißer Kandidat gehandelt für den Vorsitz der neu zu gründenden Parteijugend.
Steffen Kotré, Quelle: Pixelarchiv Jean-Pascal Hohm, Quelle: Pixelarchiv Dominik Kaufner, Quelle: PixelarchivMit Steven Helmuth (Mitarbeiter AfD-MdB Jens Kestner, Köthen), Felix Niedermeyer (Mitarbeiter AfD-MdL Brandenburg Dominik Kaufner), Lenard Scharpe (ehmaliger Landesvorstand JA-Sachsen, Stadtrat Bautzen), Andreas Fachinger (AfD-KV Koblenz), Matthias Keßel (AfD-KV Dahme-Spreewald), Jordan Hinnerk (JA-Altmarkt) und Patrick Fritsch (JA Berlin-Marzahn) waren weitere Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Jungen Alternative anwesend. Mit Marvin T. Neumann saß der geschasste Vorsitzende der JA und ehemalige Pressesprecher der AfD-Fraktion Brandenburg auf einem Podium, um über das Thema seines 2025 im Jungeuropa erschienen Buches „Amerikanismus. Die Ideologie der westlichen Moderne“ zu referieren.
Steven Hellmuth, Quelle: Pixelarchiv Felix Niedermeyer, Quelle: Pixelarchiv Andreas Fachinger, Quelle: PixelarchivNeben den völkischen Mitgliedern der Jungen Alternative waren in Freital auch mehrerer Mitglieder der „Identitären Bewegung“ (IB) vor Ort. Das Verlagstreffen bietet damit die Möglichkeit den Unvereinbarkeitsbeschluss der AfD mit der IB zu umgehen und sich ungezwungen und vermeintlich unbeobachtet zu vernetzten. Unter Anderen reisten Carl von Waldstein (München), Maximilian Märkl (Augsburg), David Ratajczak (Chemitz/Sachsengarde), Leonhard Sternitzke (Leipzig/Sachsengarde), Linda Kraft (Chemnitz/Sachsengarde) und Phil Friedrich (IB-Schwarzenberg) nach Freital. Neben den Mitgliedern der IB, waren auch mindestens zwei Personen anwesend, die eine Schärpe (Burschenband in der Couleur der) der IB-nahen Burschenschaft „Salamandria Dresden“ trugen. Auch vor Ort: die rechte Influencerin Nina Hörig, die bereits bei einem Kongress des IB-Frauenprojektes Lukreta sprach.
Carl von Waldstein, Quelle: Pixelarchiv David Ratajczak, Quelle: Pixelarchiv Linda Kraft, Quelle: PixelarchivEinen weiteren Weg hatten die anwesenden Neonazis Manuel Corchia und Florian Stimpfle von der Schweizer Gruppe „Junge Tat“. Diese agiert seit 2020 in der Schweiz und orientiert sich an der „Identitären Bewegung“ und Neonazikameradschaften. Man organisiert immer wieder Veranstaltungen, bei denen sowohl AfD-Mitglieder als auch Neonazis zusammen kommen. So lud die Junge Tat 2024 Lena Kotré ein und kurz darauf Schweizer Mitglieder von “Blood & Honour“, einem internationalen Neonazinetzwerk, dessen deutscher Ableger seit 2000 verboten ist.
Manuel Corchia, Quelle: PixelarchivAuch Vertreter des Kameradschaftsspektrums der 1990er/2000er-Jahre waren zahlreich in Freital. So zum Beispiel Sebastian Reiche aus Dresden, der seit den 1990’iger Jahren in Nazikreisen aktiv ist und immer wieder durch seine Gewaltbereitschaft auffällt. Mit Thomas Sattelberg war ein weiterer langjährig aktiver Neonazi unter den Besuchern des Verlagstreffens. Der aus Pirna stammende Sattelberg war Mitbegründer der 2001 verbotenen Skinheads Sächsische Schweiz (SSS), danach Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion und ist aktuell bei den Freien Sachsen (Die Heimat) aktiv. Bis heute hat Sattelberg Kontakt in die militante Nazi-Szene. So sitzt der Ehemann von Sattelbergs Tochter Hella Hättasch, Kurt Hättasch, aktuell wegen seiner Rolle bei den mutmaßlichen Rechtsterroristen Sächsische Seperatisten in Untersuchungshaft.
Sebastian Reiche, Quelle: Pixelarchiv Thomas Sattelberg, Quelle: PixelarchivEbenso aus dem Umfeld der alten NPD-Sachsen stammt Arne Schimmer, der ab 2009 für die NPD im sächsischen Landtag saß. Schimmer ist heute Chefredakteur der Deutschen Stimme/Aufgewacht. Einer Fusion aus der alten NPD-Zeitung und der Zeitung der Freien Sachsen. Von „Verleger zu Verleger“ fand Schimmer dann auch nur lobende Worte für die Veranstaltung in Freital.
Ein weiterer aus Pirna stammender Neonazi, der in Freital ein T-Shirt von Hydra Comic präsentierte, ist Tobias Lichy. Lichy war Mitglied der mittlerweile inaktiven Dresdner Nazikameradschaft Werra Elbflorenz. Seit 2018 ist Lichy regelmäßig beim Trauermarsch am 13. Februar in Dresden anzutreffen. Im vergangenen Jahr besuchte er gemeinsam mit dem NDS-Rapper Dominik Raupbach eine Demonstration der IB in Berlin. Seine Netzwerkarbeit reicht noch weiter: So dokumentierte der Blog „Österreich Rechtsaußen“ im vergangen Jahr die Verbindungen von Lichy zu der Wiener Nazigruppierung „Tanzbrigade Wien“, sondern europaweit vernetzt ist.
Von der mittlerweile verbotenen Neonazikameradschaft Aktionsblog Rostock bzw. Nationale Sozialisten Rostock war Guido Howald in Freital. Nach dem Verbot der Gruppe war Howald zuletzt bei einer Demonstration der „Nationalrevolutionären Jugend“, der Jugendorganisation des Dritten Wegs, in Berlin-Marzahn als Ordner aufgetreten.
Tobias Lichy, Quelle: Pixelarchiv Guido Hohwald, Quelle: Pixelarchiv Florian Melzer, Quelle: PixelarchivEher ungewöhnlich war der Besuch von Florian Melzer aus Demitz-Thumitz (Landkreis Bautzen), wo er und seine Frau sich sozialengagiert geben. Ein Nazi, um den es lange still war. Melzer war 2013 wegen Mitgliedschaft in einer kriminiellen Vereinigung angeklagt. Dabei handelte es sich um die Dresdner Hooligangruppierung „Faust des Ostens“. Acht Jahre später erhielt Melzer nur eine geringe Strafe. Der Kampfsport erprobte Melzer tauchte in diesem Jahr erstmals wieder beim Protest gegen den CSD in Bautzen auf, wo er gemeinsam mit dem langjährigen völkischen Neonazi Max Hempel unterwegs war.
Für den Jungeuropa Verlag war die Veranstaltung in Freital sicherlich ein Erfolg. Dass der einschlägig bekannte Verlag kommunal-verwaltete Räume nutzen konnte, ist ein Armutszeugnis für die städtischen und die sächsischen Behörden. Im Nachgang argumentierten die Betreiber, ihnen sei die Ausrichtung des Verlages nicht bekannt gewesen. Das ließe sich jedoch durch eine einfache Internet-Recherche beheben. Hier entsteht der Eindruck, dass bewusst weggeschaut wird. Gleichzeitig macht das Treffen deutlich, wie unbekümmert die Szene derzeit agiert: Neonazis aller Coloeur gaben sich mit AfD-Bundestags- und Landtagsabgeordneten die Klinke in die Hand. Wenn es Argumente für die Prüfung eines AfD-Verbots braucht: In Freital waren einige mehr zu finden.
#afd #andreasFachinger #arneSchimmer #benediktKaiser #carlVonWaldstein #davidRatajczak #dominikKaufner #felixMenzel #felixNiedermeyer #florianMelzer #florianStimpfle #guidoHowald #identitaereBewegung #jeanPascalHohm #jonasSchick #jordanHinnerk #julianMonaco #jungeTat #jungeuropaVerlag #lenaKotre #lenardScharpe #leonhardSternitzke #lindaKraft #manuelCorchia #marvinTNeumann #matthiasKessel #maximilianMaerkl #michaelSchaefer #ninaHoerig #oikosVerlag #patrickFritsch #philFriedrich #philipStein #sebastianReiche #steffenKotre #stevenHelmuth #thomasSattelberg #tobiasLichy #volkerZierke
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Partei, Vorfeld und Neonazis – geeint beim Jungeuropa Lesertreffen in Freital
Am 13. September 2025 lud der extremrechte Jungeuropa Verlag erneut zu einem sogenannten „Verlagstreffen“ ein. Nachdem diese Treffen in den letzten Jahren außerhalb Sachsens stattfanden, wurde diesesmal einen Location im „Raum Dresden“ angekündigt. Letztendlich fand die Veranstaltung im kommunalen Ballsaal Coßmannsdorf in Freital statt, wo über einhundert Personen aus den unterschiedlichsten extrem rechten Strömungen Vorträgen und Diskussionen beiwohnten. Die Inhalte dürften dabei eher zweitrangig bleiben, im wesentlichen wurden mit Hydra Comics und Michael Schäfer, dem Oikos-Verlag von Jonas Schick, Volker Zierke und Benedikt Kaiser die immer gleichen selbstreferentiellen Stände, Themen und Referenten geboten. Relevanz hatte das Treffen des Jungeuropa Verlags vor allem als Schnittstelle zwischen Neonazis, Neuer Rechten und AfD. Zentrale Akteure aus den Bereichen waren in Coßmannsdorf anwesend und kamen miteinander ins Gespräch.
Michael Schäfer, Quelle: Pixelarchiv Volker Zierke, Quelle: Pixelarchiv Benedikt Kaiser, Quelle: PixelarchivDer Jungeuropa Verlag arbeitet seit längerer Zeit als Bindeglied zwischen AfD und ihrem sogenannten „politischen Vorfeld“. Gemeint sind damit zumeist außerparlamentarische und metapolitisch arbeitende Gruppen, wie z.B. die „Identitäre Bewegung“ (IB) oder der Antaois-Verlag. Ziel ist es, die Partei dauerhaft im völkisch-nationalen Lager zu einzubinden. Insbesondere der Autor des Jungeuropa Verlages, der in Chemnitzer Neonazikameradschaften politisierte Benedikt Kaiser hat sich diesem Ziel verschrieben und diskutierte entsprechend beim Verlagstreffen zum Thema „Neujustierung von Partei & Vorfeld“. Kaiser debattierte dies laut Ankündigung zusammen mit Felix Menzel. Der aus Chemnitz stammende Menzel ist seit der Jugend politisch in rechten, burschenschaftlichen Kreisen in Chemnitz und Dresden aktiv. In der Landeshauptstadt betrieb er das „Zentrum für Jugend, Identität und Kultur“, bei dem auch Jungeuropa-Verlagschef Philip Stein als Praktikant tätig war. Seit 2020 ist Menzel als Pressereferent für die AfD-Landtagsfraktion Sachsen tätig und betreibt ein Weiterbildungsportal für AfD-Abgeordnete.
Bei solcher AfD-„Prominenz“ auf dem Podium, verwundert es wenig, dass sich auch unter den Besuchern des Verlagstreffen auffällig viele AfDler*innen tummelten. Diese kamen aus den gesamten Bundesgebiet angereist. Knapp ein Dutzend AfD-Landtags- und Bundestagsabgeordnete waren in Freital anwesend. Darunter die Landtagsabgeordnete Lena Kotré sowie ihr Partner der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré. Mit Dominik Kaufner und Jean-Pascal Hohm waren zwei weitere Landtagsabgeordnete aus Brandenburg anwesend. Besonders Letzterer ist seit langem mit den Organisatoren der Veranstaltung verbunden. So absolvierte Hohm 2017, zu diesen Zeitpunkt teil der IB, ein Praktikum beim Dresdner Verein Ein Prozent, die ebenfalls von den führenden Köpfen des Jungeuropa Verlags, Philip Stein, Michael Schäfer und Julian Monaco, geleitet wird. Hohm wird als ein heißer Kandidat gehandelt für den Vorsitz der neu zu gründenden Parteijugend.
Steffen Kotré, Quelle: Pixelarchiv Jean-Pascal Hohm, Quelle: Pixelarchiv Dominik Kaufner, Quelle: PixelarchivMit Steven Helmuth (Mitarbeiter AfD-MdB Jens Kestner, Köthen), Felix Niedermeyer (Mitarbeiter AfD-MdL Brandenburg Dominik Kaufner), Lenard Scharpe (ehmaliger Landesvorstand JA-Sachsen, Stadtrat Bautzen), Andreas Fachinger (AfD-KV Koblenz), Matthias Keßel (AfD-KV Dahme-Spreewald), Jordan Hinnerk (JA-Altmarkt) und Patrick Fritsch (JA Berlin-Marzahn) waren weitere Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Jungen Alternative anwesend. Mit Marvin T. Neumann saß der geschasste Vorsitzende der JA und ehemalige Pressesprecher der AfD-Fraktion Brandenburg auf einem Podium, um über das Thema seines 2025 im Jungeuropa erschienen Buches „Amerikanismus. Die Ideologie der westlichen Moderne“ zu referieren.
Steven Hellmuth, Quelle: Pixelarchiv Felix Niedermeyer, Quelle: Pixelarchiv Andreas Fachinger, Quelle: PixelarchivNeben den völkischen Mitgliedern der Jungen Alternative waren in Freital auch mehrerer Mitglieder der „Identitären Bewegung“ (IB) vor Ort. Das Verlagstreffen bietet damit die Möglichkeit den Unvereinbarkeitsbeschluss der AfD mit der IB zu umgehen und sich ungezwungen und vermeintlich unbeobachtet zu vernetzten. Unter Anderen reisten Carl von Waldstein (München), Maximilian Märkl (Augsburg), David Ratajczak (Chemitz/Sachsengarde), Leonhard Sternitzke (Leipzig/Sachsengarde), Linda Kraft (Chemnitz/Sachsengarde) und Phil Friedrich (IB-Schwarzenberg) nach Freital. Neben den Mitgliedern der IB, waren auch mindestens zwei Personen anwesend, die eine Schärpe (Burschenband in der Couleur der) der IB-nahen Burschenschaft „Salamandria Dresden“ trugen. Auch vor Ort: die rechte Influencerin Nina Hörig, die bereits bei einem Kongress des IB-Frauenprojektes Lukreta sprach.
Carl von Waldstein, Quelle: Pixelarchiv David Ratajczak, Quelle: Pixelarchiv Linda Kraft, Quelle: PixelarchivEinen weiteren Weg hatten die anwesenden Neonazis Manuel Corchia und Florian Stimpfle von der Schweizer Gruppe „Junge Tat“. Diese agiert seit 2020 in der Schweiz und orientiert sich an der „Identitären Bewegung“ und Neonazikameradschaften. Man organisiert immer wieder Veranstaltungen, bei denen sowohl AfD-Mitglieder als auch Neonazis zusammen kommen. So lud die Junge Tat 2024 Lena Kotré ein und kurz darauf Schweizer Mitglieder von “Blood & Honour“, einem internationalen Neonazinetzwerk, dessen deutscher Ableger seit 2000 verboten ist.
Manuel Corchia, Quelle: PixelarchivAuch Vertreter des Kameradschaftsspektrums der 1990er/2000er-Jahre waren zahlreich in Freital. So zum Beispiel Sebastian Reiche aus Dresden, der seit den 1990’iger Jahren in Nazikreisen aktiv ist und immer wieder durch seine Gewaltbereitschaft auffällt. Mit Thomas Sattelberg war ein weiterer langjährig aktiver Neonazi unter den Besuchern des Verlagstreffens. Der aus Pirna stammende Sattelberg war Mitbegründer der 2001 verbotenen Skinheads Sächsische Schweiz (SSS), danach Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion und ist aktuell bei den Freien Sachsen (Die Heimat) aktiv. Bis heute hat Sattelberg Kontakt in die militante Nazi-Szene. So sitzt der Ehemann von Sattelbergs Tochter Hella Hättasch, Kurt Hättasch, aktuell wegen seiner Rolle bei den mutmaßlichen Rechtsterroristen Sächsische Seperatisten in Untersuchungshaft.
Sebastian Reiche, Quelle: Pixelarchiv Thomas Sattelberg, Quelle: PixelarchivEbenso aus dem Umfeld der alten NPD-Sachsen stammt Arne Schimmer, der ab 2009 für die NPD im sächsischen Landtag saß. Schimmer ist heute Chefredakteur der Deutschen Stimme/Aufgewacht. Einer Fusion aus der alten NPD-Zeitung und der Zeitung der Freien Sachsen. Von „Verleger zu Verleger“ fand Schimmer dann auch nur lobende Worte für die Veranstaltung in Freital.
Ein weiterer aus Pirna stammender Neonazi, der in Freital ein T-Shirt von Hydra Comic präsentierte, ist Tobias Lichy. Lichy war Mitglied der mittlerweile inaktiven Dresdner Nazikameradschaft Werra Elbflorenz. Seit 2018 ist Lichy regelmäßig beim Trauermarsch am 13. Februar in Dresden anzutreffen. Im vergangenen Jahr besuchte er gemeinsam mit dem NDS-Rapper Dominik Raupbach eine Demonstration der IB in Berlin. Seine Netzwerkarbeit reicht noch weiter: So dokumentierte der Blog „Österreich Rechtsaußen“ im vergangen Jahr die Verbindungen von Lichy zu der Wiener Nazigruppierung „Tanzbrigade Wien“, sondern europaweit vernetzt ist.
Von der mittlerweile verbotenen Neonazikameradschaft Aktionsblog Rostock bzw. Nationale Sozialisten Rostock war Guido Howald in Freital. Nach dem Verbot der Gruppe war Howald zuletzt bei einer Demonstration der „Nationalrevolutionären Jugend“, der Jugendorganisation des Dritten Wegs, in Berlin-Marzahn als Ordner aufgetreten.
Tobias Lichy, Quelle: Pixelarchiv Guido Hohwald, Quelle: Pixelarchiv Florian Melzer, Quelle: PixelarchivEher ungewöhnlich war der Besuch von Florian Melzer aus Demitz-Thumitz (Landkreis Bautzen), wo er und seine Frau sich sozialengagiert geben. Ein Nazi, um den es lange still war. Melzer war 2013 wegen Mitgliedschaft in einer kriminiellen Vereinigung angeklagt. Dabei handelte es sich um die Dresdner Hooligangruppierung „Faust des Ostens“. Acht Jahre später erhielt Melzer nur eine geringe Strafe. Der Kampfsport erprobte Melzer tauchte in diesem Jahr erstmals wieder beim Protest gegen den CSD in Bautzen auf, wo er gemeinsam mit dem langjährigen völkischen Neonazi Max Hempel unterwegs war.
Für den Jungeuropa Verlag war die Veranstaltung in Freital sicherlich ein Erfolg. Dass der einschlägig bekannte Verlag kommunal-verwaltete Räume nutzen konnte, ist ein Armutszeugnis für die städtischen und die sächsischen Behörden. Im Nachgang argumentierten die Betreiber, ihnen sei die Ausrichtung des Verlages nicht bekannt gewesen. Das ließe sich jedoch durch eine einfache Internet-Recherche beheben. Hier entsteht der Eindruck, dass bewusst weggeschaut wird. Gleichzeitig macht das Treffen deutlich, wie unbekümmert die Szene derzeit agiert: Neonazis aller Coloeur gaben sich mit AfD-Bundestags- und Landtagsabgeordneten die Klinke in die Hand. Wenn es Argumente für die Prüfung eines AfD-Verbots braucht: In Freital waren einige mehr zu finden.
#afd #andreasFachinger #arneSchimmer #benediktKaiser #carlVonWaldstein #davidRatajczak #dominikKaufner #felixMenzel #felixNiedermeyer #florianMelzer #florianStimpfle #guidoHowald #identitaereBewegung #jeanPascalHohm #jonasSchick #jordanHinnerk #julianMonaco #jungeTat #jungeuropaVerlag #lenaKotre #lenardScharpe #leonhardSternitzke #lindaKraft #manuelCorchia #marvinTNeumann #matthiasKessel #maximilianMaerkl #michaelSchaefer #ninaHoerig #oikosVerlag #patrickFritsch #philFriedrich #philipStein #sebastianReiche #steffenKotre #stevenHelmuth #thomasSattelberg #tobiasLichy #volkerZierke
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Partei, Vorfeld und Neonazis – geeint beim Jungeuropa Lesertreffen in Freital
Am 13. September 2025 lud der extremrechte Jungeuropa Verlag erneut zu einem sogenannten „Verlagstreffen“ ein. Nachdem diese Treffen in den letzten Jahren außerhalb Sachsens stattfanden, wurde diesesmal einen Location im „Raum Dresden“ angekündigt. Letztendlich fand die Veranstaltung im kommunalen Ballsaal Coßmannsdorf in Freital statt, wo über einhundert Personen aus den unterschiedlichsten extrem rechten Strömungen Vorträgen und Diskussionen beiwohnten. Die Inhalte dürften dabei eher zweitrangig bleiben, im wesentlichen wurden mit Hydra Comics und Michael Schäfer, dem Oikos-Verlag von Jonas Schick, Volker Zierke und Benedikt Kaiser die immer gleichen selbstreferentiellen Stände, Themen und Referenten geboten. Relevanz hatte das Treffen des Jungeuropa Verlags vor allem als Schnittstelle zwischen Neonazis, Neuer Rechten und AfD. Zentrale Akteure aus den Bereichen waren in Coßmannsdorf anwesend und kamen miteinander ins Gespräch.
Michael Schäfer, Quelle: Pixelarchiv Volker Zierke, Quelle: Pixelarchiv Benedikt Kaiser, Quelle: PixelarchivDer Jungeuropa Verlag arbeitet seit längerer Zeit als Bindeglied zwischen AfD und ihrem sogenannten „politischen Vorfeld“. Gemeint sind damit zumeist außerparlamentarische und metapolitisch arbeitende Gruppen, wie z.B. die „Identitäre Bewegung“ (IB) oder der Antaois-Verlag. Ziel ist es, die Partei dauerhaft im völkisch-nationalen Lager zu einzubinden. Insbesondere der Autor des Jungeuropa Verlages, der in Chemnitzer Neonazikameradschaften politisierte Benedikt Kaiser hat sich diesem Ziel verschrieben und diskutierte entsprechend beim Verlagstreffen zum Thema „Neujustierung von Partei & Vorfeld“. Kaiser debattierte dies laut Ankündigung zusammen mit Felix Menzel. Der aus Chemnitz stammende Menzel ist seit der Jugend politisch in rechten, burschenschaftlichen Kreisen in Chemnitz und Dresden aktiv. In der Landeshauptstadt betrieb er das „Zentrum für Jugend, Identität und Kultur“, bei dem auch Jungeuropa-Verlagschef Philip Stein als Praktikant tätig war. Seit 2020 ist Menzel als Pressereferent für die AfD-Landtagsfraktion Sachsen tätig und betreibt ein Weiterbildungsportal für AfD-Abgeordnete.
Bei solcher AfD-„Prominenz“ auf dem Podium, verwundert es wenig, dass sich auch unter den Besuchern des Verlagstreffen auffällig viele AfDler*innen tummelten. Diese kamen aus den gesamten Bundesgebiet angereist. Knapp ein Dutzend AfD-Landtags- und Bundestagsabgeordnete waren in Freital anwesend. Darunter die Landtagsabgeordnete Lena Kotré sowie ihr Partner der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré. Mit Dominik Kaufner und Jean-Pascal Hohm waren zwei weitere Landtagsabgeordnete aus Brandenburg anwesend. Besonders Letzterer ist seit langem mit den Organisatoren der Veranstaltung verbunden. So absolvierte Hohm 2017, zu diesen Zeitpunkt teil der IB, ein Praktikum beim Dresdner Verein Ein Prozent, die ebenfalls von den führenden Köpfen des Jungeuropa Verlags, Philip Stein, Michael Schäfer und Julian Monaco, geleitet wird. Hohm wird als ein heißer Kandidat gehandelt für den Vorsitz der neu zu gründenden Parteijugend.
Steffen Kotré, Quelle: Pixelarchiv Jean-Pascal Hohm, Quelle: Pixelarchiv Dominik Kaufner, Quelle: PixelarchivMit Steven Helmuth (Mitarbeiter AfD-MdB Jens Kestner, Köthen), Felix Niedermeyer (Mitarbeiter AfD-MdL Brandenburg Dominik Kaufner), Lenard Scharpe (ehmaliger Landesvorstand JA-Sachsen, Stadtrat Bautzen), Andreas Fachinger (AfD-KV Koblenz), Matthias Keßel (AfD-KV Dahme-Spreewald), Jordan Hinnerk (JA-Altmarkt) und Patrick Fritsch (JA Berlin-Marzahn) waren weitere Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Jungen Alternative anwesend. Mit Marvin T. Neumann saß der geschasste Vorsitzende der JA und ehemalige Pressesprecher der AfD-Fraktion Brandenburg auf einem Podium, um über das Thema seines 2025 im Jungeuropa erschienen Buches „Amerikanismus. Die Ideologie der westlichen Moderne“ zu referieren.
Steven Hellmuth, Quelle: Pixelarchiv Felix Niedermeyer, Quelle: Pixelarchiv Andreas Fachinger, Quelle: PixelarchivNeben den völkischen Mitgliedern der Jungen Alternative waren in Freital auch mehrerer Mitglieder der „Identitären Bewegung“ (IB) vor Ort. Das Verlagstreffen bietet damit die Möglichkeit den Unvereinbarkeitsbeschluss der AfD mit der IB zu umgehen und sich ungezwungen und vermeintlich unbeobachtet zu vernetzten. Unter Anderen reisten Carl von Waldstein (München), Maximilian Märkl (Augsburg), David Ratajczak (Chemitz/Sachsengarde), Leonhard Sternitzke (Leipzig/Sachsengarde), Linda Kraft (Chemnitz/Sachsengarde) und Phil Friedrich (IB-Schwarzenberg) nach Freital. Neben den Mitgliedern der IB, waren auch mindestens zwei Personen anwesend, die eine Schärpe (Burschenband in der Couleur der) der IB-nahen Burschenschaft „Salamandria Dresden“ trugen. Auch vor Ort: die rechte Influencerin Nina Hörig, die bereits bei einem Kongress des IB-Frauenprojektes Lukreta sprach.
Carl von Waldstein, Quelle: Pixelarchiv David Ratajczak, Quelle: Pixelarchiv Linda Kraft, Quelle: PixelarchivEinen weiteren Weg hatten die anwesenden Neonazis Manuel Corchia und Florian Stimpfle von der Schweizer Gruppe „Junge Tat“. Diese agiert seit 2020 in der Schweiz und orientiert sich an der „Identitären Bewegung“ und Neonazikameradschaften. Man organisiert immer wieder Veranstaltungen, bei denen sowohl AfD-Mitglieder als auch Neonazis zusammen kommen. So lud die Junge Tat 2024 Lena Kotré ein und kurz darauf Schweizer Mitglieder von “Blood & Honour“, einem internationalen Neonazinetzwerk, dessen deutscher Ableger seit 2000 verboten ist.
Manuel Corchia, Quelle: PixelarchivAuch Vertreter des Kameradschaftsspektrums der 1990er/2000er-Jahre waren zahlreich in Freital. So zum Beispiel Sebastian Reiche aus Dresden, der seit den 1990’iger Jahren in Nazikreisen aktiv ist und immer wieder durch seine Gewaltbereitschaft auffällt. Mit Thomas Sattelberg war ein weiterer langjährig aktiver Neonazi unter den Besuchern des Verlagstreffens. Der aus Pirna stammende Sattelberg war Mitbegründer der 2001 verbotenen Skinheads Sächsische Schweiz (SSS), danach Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion und ist aktuell bei den Freien Sachsen (Die Heimat) aktiv. Bis heute hat Sattelberg Kontakt in die militante Nazi-Szene. So sitzt der Ehemann von Sattelbergs Tochter Hella Hättasch, Kurt Hättasch, aktuell wegen seiner Rolle bei den mutmaßlichen Rechtsterroristen Sächsische Seperatisten in Untersuchungshaft.
Sebastian Reiche, Quelle: Pixelarchiv Thomas Sattelberg, Quelle: PixelarchivEbenso aus dem Umfeld der alten NPD-Sachsen stammt Arne Schimmer, der ab 2009 für die NPD im sächsischen Landtag saß. Schimmer ist heute Chefredakteur der Deutschen Stimme/Aufgewacht. Einer Fusion aus der alten NPD-Zeitung und der Zeitung der Freien Sachsen. Von „Verleger zu Verleger“ fand Schimmer dann auch nur lobende Worte für die Veranstaltung in Freital.
Ein weiterer aus Pirna stammender Neonazi, der in Freital ein T-Shirt von Hydra Comic präsentierte, ist Tobias Lichy. Lichy war Mitglied der mittlerweile inaktiven Dresdner Nazikameradschaft Werra Elbflorenz. Seit 2018 ist Lichy regelmäßig beim Trauermarsch am 13. Februar in Dresden anzutreffen. Im vergangenen Jahr besuchte er gemeinsam mit dem NDS-Rapper Dominik Raupbach eine Demonstration der IB in Berlin. Seine Netzwerkarbeit reicht noch weiter: So dokumentierte der Blog „Österreich Rechtsaußen“ im vergangen Jahr die Verbindungen von Lichy zu der Wiener Nazigruppierung „Tanzbrigade Wien“, sondern europaweit vernetzt ist.
Von der mittlerweile verbotenen Neonazikameradschaft Aktionsblog Rostock bzw. Nationale Sozialisten Rostock war Guido Howald in Freital. Nach dem Verbot der Gruppe war Howald zuletzt bei einer Demonstration der „Nationalrevolutionären Jugend“, der Jugendorganisation des Dritten Wegs, in Berlin-Marzahn als Ordner aufgetreten.
Tobias Lichy, Quelle: Pixelarchiv Guido Hohwald, Quelle: Pixelarchiv Florian Melzer, Quelle: PixelarchivEher ungewöhnlich war der Besuch von Florian Melzer aus Demitz-Thumitz (Landkreis Bautzen), wo er und seine Frau sich sozialengagiert geben. Ein Nazi, um den es lange still war. Melzer war 2013 wegen Mitgliedschaft in einer kriminiellen Vereinigung angeklagt. Dabei handelte es sich um die Dresdner Hooligangruppierung „Faust des Ostens“. Acht Jahre später erhielt Melzer nur eine geringe Strafe. Der Kampfsport erprobte Melzer tauchte in diesem Jahr erstmals wieder beim Protest gegen den CSD in Bautzen auf, wo er gemeinsam mit dem langjährigen völkischen Neonazi Max Hempel unterwegs war.
Für den Jungeuropa Verlag war die Veranstaltung in Freital sicherlich ein Erfolg. Dass der einschlägig bekannte Verlag kommunal-verwaltete Räume nutzen konnte, ist ein Armutszeugnis für die städtischen und die sächsischen Behörden. Im Nachgang argumentierten die Betreiber, ihnen sei die Ausrichtung des Verlages nicht bekannt gewesen. Das ließe sich jedoch durch eine einfache Internet-Recherche beheben. Hier entsteht der Eindruck, dass bewusst weggeschaut wird. Gleichzeitig macht das Treffen deutlich, wie unbekümmert die Szene derzeit agiert: Neonazis aller Coloeur gaben sich mit AfD-Bundestags- und Landtagsabgeordneten die Klinke in die Hand. Wenn es Argumente für die Prüfung eines AfD-Verbots braucht: In Freital waren einige mehr zu finden.
#afd #andreasFachinger #arneSchimmer #benediktKaiser #carlVonWaldstein #davidRatajczak #dominikKaufner #felixMenzel #felixNiedermeyer #florianMelzer #florianStimpfle #guidoHowald #identitaereBewegung #jeanPascalHohm #jonasSchick #jordanHinnerk #julianMonaco #jungeTat #jungeuropaVerlag #lenaKotre #lenardScharpe #leonhardSternitzke #lindaKraft #manuelCorchia #marvinTNeumann #matthiasKessel #maximilianMaerkl #michaelSchaefer #ninaHoerig #oikosVerlag #patrickFritsch #philFriedrich #philipStein #sebastianReiche #steffenKotre #stevenHelmuth #thomasSattelberg #tobiasLichy #volkerZierke