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#hauskatzen — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #hauskatzen, aggregated by home.social.

  1. CW: tredition - nicht nur Katzenbücher

    tredition - nicht nur Katzenbücher

    Habe gerade tredition für mich entdeckt.
    Im Prinzip wie BoD, man kann dort auch seine Bücher selbst veröffentlichen mit Hilfe von tredition.

    Für mich aber war interessant, das ich einige Katzenbücher entdeckt habe, die ich noch nicht kannte. 😸

    tredition.com/

    #Bücher #SelfPublishing #Buch #Katzen #Hauskatzen #Cats #Catsoffriendica #Catsofmastodon #Catsoffediverse #FediCats @katzenrassen @cats

  2. CW: Neu ab morgen: Katzen-ABC

    Neu ab morgen: Katzen-ABC

    Ab morgen startet bei mir eine neue kleine Reihe: das Katzen-ABC. Hier erkläre ich Begriffe aus der Katzenwelt kurz und knapp, immer einer pro Beitrag, ganz ohne Fachchinesisch. Was ist eigentlich Milchtritt, was bedeutet rollig und was steckt hinter anderen Wörtern, die man als Katzenfan ständig hört?

    Die Begriffe kommen nicht in alphabetischer Reihenfolge, sondern so, wie sie mir einfallen.

    #KatzenABC #Katzenbegriffe #Katzen #Hauskatzen #Cats #Catsoffriendica #Catsofmastodon #Catsoffediverse #FediCats @katzenrassen @cats

  3. CW: Mystische Katzen: Taguanon Cat

    Mystische Katzen: Taguanon Cat

    Steckbrief
    Art: Mystische Baumkatze

    Herkunft: Berg- und Regenwaldregionen Südostasiens, mit kulturellen Bezügen zu indigenen Waldvölkern

    Merkmale: Schlanker, leichter Körperbau, seitlich ausladende Hautfalte zwischen Vorder- und Hinterläufen, große dunkle Augen, fein gemustertes Fell in erdigen Braun- und Grautönen

    Symbolik: Übergang, lautlose Bewegung, Verbindung zwischen Boden und Baumkronen

    Besonderheit: Gilt als Hüterin der nächtlichen Pfade in den oberen Waldschichten und als Zeichen eines intakten Gleichgewichts zwischen Erde und Himmel

    Kurzbeschreibung

    Die Taguanon Cat ist eine selten beschriebene mystische Katzenerscheinung, die ausschließlich in dicht bewaldeten Gebirgsregionen vorkommen soll, wo hohe Baumkronen, feuchte Luft und geringe menschliche Präsenz zusammentreffen. Ihr Name leitet sich von alten Bezeichnungen für gleitende Waldtiere ab und verweist auf ihre außergewöhnliche Fähigkeit, sich nahezu schwebend zwischen Bäumen zu bewegen. Beobachtungen beschreiben sie als lautlos, vorsichtig und stets wachsam, wobei sie sich nur in der Dämmerung oder in mondarmen Nächten zeigt.

    Die charakteristische Hautfalte entlang der Flanken dient nicht dem Flug, sondern der Stabilisierung bei weiten Sprüngen und kontrollierten Abstiegen aus großer Höhe. In den Überlieferungen lokaler Kulturen wird sie als Wächterin der oberen Waldschichten angesehen, die darüber wacht, dass keine unnötige Zerstörung in das empfindliche Gefüge des Waldes eindringt. Ihre Präsenz gilt nicht als bedrohlich, sondern als prüfend und beobachtend. Tiere und Menschen, die sich respektvoll im Wald bewegen, sollen von ihr unbeachtet bleiben. Wer jedoch achtlos handelt, bemerkt häufig ein plötzliches Rascheln über sich oder das Gefühl, beobachtet zu werden, ohne die Katze selbst zu sehen.

    Die Taguanon Cat wird nicht angebetet, sondern respektiert, da sie als Teil des Waldes verstanden wird und nicht als übergeordnetes Wesen. In mythologischen Erzählungen markiert ihr Erscheinen Zeiten des Übergangs, etwa den Wechsel der Jahreszeiten oder das langsame Zurückweichen menschlicher Siedlungen. Sie steht sinnbildlich für Anpassung, Geduld und die Kunst, sich zwischen verschiedenen Ebenen der Welt zu bewegen, ohne Spuren zu hinterlassen.

    #Katzen #Hauskatzen #Cats #Catsoffriendica #Catsofmastodon #Catsoffediverse #FediCats @katzenrassen @cats

  4. CW: Zwei Millionen Katzen ohne Zuhause: Was wir über Straßenkatzen in Deutschland wissen

    Zwei Millionen Katzen ohne Zuhause: Was wir über Straßenkatzen in Deutschland wissen

    Wer abends durch eine Siedlung geht oder früh morgens an einem Gewerbegebiet vorbeikommt, sieht sie manchmal: Eine Katze, die sofort verschwindet, sobald man stehen bleibt. Mager, vorsichtig, immer auf dem Sprung. Das ist keine Hauskatze, die sich nur verlaufen hat. Das ist eine Straßenkatze, und sie ist nicht allein. Der Deutsche Tierschutzbund schätzt, dass es bundesweit etwa zwei Millionen davon gibt. Der NABU spricht von fast zwei Millionen. Genau zählen kann sie niemand, es bleibt eine Schätzung. Aber selbst wenn man vorsichtig rechnet, sind das sehr viele Tiere, von denen die meisten Menschen kaum etwas mitbekommen.

    Wer sind diese Katzen eigentlich?

    Mit Wildkatzen haben Straßenkatzen nichts zu tun. Die Europäische Wildkatze ist eine eigene, streng geschützte Art, die in Wäldern lebt. Straßenkatzen sind ganz normale Hauskatzen, oder besser gesagt deren Nachkommen. Manche wurden ausgesetzt oder zurückgelassen, weil jemand keine Lust mehr hatte, keine Zeit oder eine Allergie. Viele sind aber schon draußen geboren, als Kinder von Katzen, die nie kastriert wurden und frei herumlaufen. Diese Kätzchen lernen von Anfang an: Der Mensch ist gefährlich. Deshalb sind sie scheu und lassen sich nicht anfassen. Wer sie anspricht, sieht nur noch einen Schwanz um die Ecke verschwinden.

    Wie aus wenigen Katzen viele werden

    In Deutschland leben laut NABU mehr als 14 Millionen Hauskatzen. Die meisten sind gut versorgt und kastriert. Die Tierschützer sagen aber: Die Quelle des Problems sind die unkastrierten Freigänger aus ganz normalen Haushalten. Eine Katze, die nicht kastriert ist und draußen unterwegs ist, bekommt früher oder später Kitten. Kater und Kätzin werden schon nach wenigen Monaten geschlechtsreif, und eine Katze kann mehrmals im Jahr Junge bekommen. Rechnet man das hoch, wird aus einem einzigen Wurf, der draußen aufwächst, ganz schnell eine Gruppe. Und die Kitten von Straßenkatzen bekommen später selbst wieder Kitten.

    Weil diese Tiere kaum Hilfe bekommen, sterben viele früh. Was bleibt, sind Katzen, die ein hartes Leben führen: Hunger, Kälte, Parasiten, Verletzungen nach Revierkämpfen, unbehandelte Entzündungen. Auch Krankheiten wie FIV und FeLV werden unter Straßenkatzen leichter weitergegeben, und auch Freigänger mit Zuhause können sich anstecken. Wer seine Katze nach draußen lässt, sollte das wissen.

    Das Leid bleibt meistens unsichtbar. Straßenkatzen verstecken sich in Gartenhäuschen, unter Terrassen, in Garagen, auf Bauernhöfen oder in Industriebrachen. Man sieht sie nur, wenn man genau hinschaut, und viele Menschen schauen nicht hin. Krank oder verletzt ziehen sich diese Katzen noch weiter zurück. Wer eine solche Katze einmal aus der Nähe gesehen hat, mit verklebten Augen, struppigem Fell und den Rippen unter der Haut, vergisst das Bild nicht so schnell.

    Auch für uns Menschen kann das ein Thema werden. Wie bei jeder Katze, die draußen ihr Geschäft verrichtet, besteht ein gewisses Risiko, dass Erreger wie die der Toxoplasmose im Kot sind. Für Schwangere ist das ein Thema, deshalb gilt der alte Rat: Bei Gartenarbeit Handschuhe tragen und Sandkästen abdecken. Das gilt aber für jede Freigängerkatze in der Nachbarschaft, nicht nur für Streuner. Panik ist nicht angebracht, ein bisschen Vorsicht schon.

    Warum Einsperren oder Töten nichts bringt

    Die Idee, einfach alle Straßenkatzen aus der Gegend zu entfernen, klingt erst einmal logisch. Tierschützer sagen aber: Es funktioniert nicht. Wo Futter und Verstecke da sind, ziehen nach kurzer Zeit neue Katzen nach, und alles beginnt von vorn. Töten ist außerdem verboten. Und im Tierheim geht es auch nicht, denn viele Straßenkatzen sind nie an Menschen gewöhnt worden. Für sie ist ein Käfig, in dem Menschen ständig vorbeigehen, purer Stress. Dazu kommt: Die Tierheime sind vielerorts ohnehin überfüllt. Manche mussten schon Aufnahmestopps verhängen.

    Was wirklich hilft: KKR

    Hinter den drei Buchstaben stecken drei Dinge, die zusammengehören:


    • Kastrieren: Die Katzen können keine Jungen mehr bekommen.
    • Kennzeichnen: Ein Mikrochip zeigt, wem die Katze gehört. Das gilt für Freigänger mit Zuhause genauso.
    • Registrieren: Die Chipnummer wird in einem Haustierregister eingetragen, zum Beispiel bei TASSO oder Findefix vom Tierschutzbund. Sonst nützt der Chip wenig, weil niemand den Halter findet.


    Für wild lebende Katzen heißt das Vorgehen Einfangen, Kastrieren, Zurücksetzen. Die Tiere werden mit Fallen eingefangen, vom Tierarzt kastriert und gekennzeichnet, bekommen oft gleich eine Behandlung gegen Parasiten und werden nach der Erholung wieder dort freigelassen, wo sie herkommen. Dort werden sie weiter versorgt, meist von Ehrenamtlichen an einer festen Futterstelle. Die Katzen bleiben also in ihrem Revier und vermehren sich nicht mehr. Fruchtbare Zuwanderer haben es dann schwerer.

    Die Arbeit dahinter ist mühsam. Jemand muss herausfinden, wo die Katzen leben, sie über Tage anfüttern und an die Fallen gewöhnen, sie zum Tierarzt fahren, die Operation bezahlen, die Tiere nach dem Eingriff eine Weile unterbringen und sie schließlich wieder zurückbringen. Das machen in den meisten Fällen Ehrenamtliche in ihrer Freizeit, oft auf eigene Kosten. Viele von ihnen kennen ihre Katzen mit Namen, auch wenn die sich nie anfassen lassen.

    Das kostet viel Zeit und Geld. In Niedersachsen läuft zum Beispiel seit 2018 eine jährliche Kastrationsaktion. 2024 gab das Land dafür 400.000 Euro dazu, der Tierschutzbund und der Landestierschutzverband legten je 20.000 Euro obendrauf. Laut Landestierschutzverband wurden seit dem Start rund 18.500 Katzen kastriert. Das zeigt zweierlei: Es wirkt, und es hängt stark an Spenden und ehrenamtlichen Helfern.

    Und die Vögel?

    Das ist ein Thema, bei dem es schnell hitzig wird. Der NABU nennt grobe Schätzungen, nach denen Katzen in Deutschland jedes Jahr rund 200 Millionen Vögel töten. Das ist aber eine grobe Schätzung und keine gezählte Zahl, und sie gilt für alle Katzen, nicht nur für Streuner. Nach Angaben des Instituts für Haustierkunde der Uni Kiel machen Singvögel gut zwanzig Prozent der Beute aus. Fest steht: Katzen jagen, auch wenn sie satt sind. Das ist ihre Natur und kein Vorwurf. Gerade deshalb ist es für Katzen und für Vögel gut, wenn nicht immer mehr Tiere ungewollt auf die Welt kommen.

    Wer ist zuständig?

    Das ist in Deutschland leider ein ziemlicher Flickenteppich. Eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen gibt es bundesweit nicht. Seit 2013 erlaubt aber der Paragraf 13b im Tierschutzgesetz den Bundesländern, Gebiete festzulegen, in denen es zu viele Katzen gibt und dadurch erhebliches Leiden entsteht. Dort darf dann eine Pflicht zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung gelten. Die Länder können das an Landkreise oder Städte weitergeben, und viele tun das.

    Das Vorbild kam aus Paderborn. Die Stadt führte schon 2008 eine Pflicht für Freigänger ein, und viele andere Kommunen haben das später übernommen. Heute gilt laut Tierschutzbund eine solche Pflicht in rund 1.700 Städten und Gemeinden. Das klingt nach viel, bei knapp 11.000 Gemeinden in Deutschland ist es aber nicht einmal jede sechste. Berlin hat seit 2022 eine Regelung für das ganze Stadtgebiet, Niedersachsen seit 2023 als erstes Bundesland für das ganze Land, und in Hamburg soll eine neue Regelung ab 2026 gelten. Aus Österreich kennt man es schon länger: Dort müssen Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie von einem Tierarzt kastriert werden. Ausgenommen sind nur angemeldete Zuchten, und die Tiere müssen gechippt und in der Heimtierdatenbank eingetragen sein.

    Interessant ist auch der rechtliche Teil. Verwilderte Katzen gelten nach Darstellung von Tierschutzjuristen rechtlich als Fundtiere und nicht als herrenlos. Das bedeutet: Die Gemeinde muss sie in Obhut nehmen, die Kosten trägt sie in der Regel zunächst selbst. Wer als Privatperson eine Katze findet und zum Tierarzt bringt, hat dagegen meist keinen Anspruch auf Erstattung. Das merken Tierschutzvereine ständig: Sie springen oft ein, wo Kommunen nicht zahlen.

    Was kann jeder von uns tun?

    Das Wichtigste zuerst: Wenn deine Katze Freigang hat, lass sie kastrieren, chippen und registrieren, bevor sie das erste Mal allein vor die Tür geht. Das schützt sie selbst, denn eine registrierte Katze findet im Zweifel nach Hause zurück. Und es verhindert, dass aus einem ungeplanten Wurf noch mehr Straßenkatzen werden.

    Wenn du Kitten oder scheue Katzen findest, melde sie bei deiner Gemeinde oder beim Tierschutzverein vor Ort, am besten bevor du sie selbst einfängst und dabei verletzt wirst. Die Vereine wissen, wie man sie sicher einfängt, und können oft Hilfe bei der Kastration vermitteln.

    Und wenn du Tierschutzvereine mit einer Spende oder ein paar Stunden Zeit unterstützen willst: Gerade die Ehrenamtlichen, die an den Futterstellen Tag für Tag nach den Katzen sehen, leisten die meiste Arbeit. Ohne sie gäbe es das alles nicht.

    Straßenkatzen sind keine Wildtiere und kein Ärgernis, sondern Hauskatzen, die niemand wollte. Sie haben sich ihr Leben nicht ausgesucht. Dass es sie gibt, ist ein Problem, das wir Menschen gemacht haben, und wir können es auch wieder verkleinern.


    #Straßenkatzen #Streunerkatzen #Katzenschutz #Kastration #Tierschutz #Katzenschutzverordnung #Katzen #Hauskatzen #Cats #Catsoffriendica #Catsofmastodon #Catsoffediverse #FediCats @katzenrassen @cats

  5. CW: Katzen in der Geschichte der Fotografie

    Katzen in der Geschichte der Fotografie

    Eine Katze lange genug stillhalten zu lassen, damit sie sich fotografieren lässt, ist schon heute nicht einfach. Vor knapp 200 Jahren war es fast unmöglich. Ein Blick darauf, wie sich die Fotografie und die Katze über die Jahrzehnte aneinander gewöhnt haben.

    Als Katzen nicht stillhielten
    Die ersten Fotografien, die Daguerreotypien, wurden 1839 vorgestellt. Die Platten waren so lichtunempfindlich, dass man mehrere Minuten belichten musste, später durch chemische Verbesserungen immerhin noch viele Sekunden. Menschen wurden dafür mit Kopfstützen fixiert, und trotzdem verwackelten viele Bilder. Bei Tieren war es noch schwieriger. Ein Hund auf einer Daguerreotypie von etwa 1846 hat sich bewegt, das Bild ist verzerrt. Ein anderer Hund, fotografiert um 1847, hielt dagegen etwa vier Minuten lang still. Das Foto zeigt „Miss Mary Mitford's dog".

    Als wahrscheinlich ältestes erhaltenes Foto einer lebenden Katze gilt eine Daguerreotypie von etwa 1845, die eine Katze beim Trinken aus einer Schale zeigt. Ganz sicher lässt sich das nicht sagen. Um 1854 machte der Pfarrer Calvert Richard Jones eine Kalotypie einer Katze, und um 1860 entstand eine Daguerreotypie von William Henry Mason Jr. Frühe Katzenbilder gab es also, aber sie waren selten und entstanden mit viel Geduld.

    Eines der frühesten Katzenbilder in einer Ausstellung des National Science and Media Museum in Bradford ist übrigens gar kein Foto einer lebendigen Katze. „Head of Cat" von J. M. Burbank aus den 1830er Jahren ist die fotografische Kopie einer Katzenstudie, die aussieht wie eine weiche Bleistiftzeichnung. Der Grund liegt nahe: Eine gemalte Katze bewegt sich nicht.

    Katzen mit Dreirad und Rollschuhen
    Ab 1851 und vor allem ab etwa 1871 wurden die Belichtungszeiten kürzer, und Tiere ließen sich leichter fotografieren. Den Katzen half das allerdings erst einmal wenig, denn jetzt wurden sie zu Schauspielern gemacht.

    Harry Pointer aus Brighton (1822 bis 1889) hatte zuerst ganz einfache Katzenbilder gemacht, schlafend, trinkend oder im Korb. Dann stellte er seine Katzen in menschliche Szenen: auf einem Dreirad, auf Rollschuhen, bei einer Teegesellschaft („Five o'clock Tea"), in einem Kinderwagen und sogar hinter einer Kamera, die eine andere Katze fotografiert. Auf „The Old Batchelor" sitzt ein Kater auf einem Weinfass neben Glas und Flasche. Er verkaufte die Bilder als Visitenkartenfotos in Buchhandlungen und Schreibwarengeschäften, mit Grüßen wie „A Happy New Year" oder „The Compliments of the Season". Bis 1872 hatte er über hundert dieser „Brighton Cats", 1884 waren es etwa zweihundert. Die Katzenzeichnung auf seinem Händlerstempel stammt vermutlich von seiner Frau, der Künstlerin Rosa Myra Drummond.

    Pointer hatte etwas Entscheidendes erkannt: Ein Katzenbild wird erst richtig gut, wenn ein Text dazu kommt. Das ist genau das Prinzip der Lolcats, und deshalb gilt er als einer ihrer Vorläufer.

    Harry Whittier Frees (1879 bis 1953) trieb das später auf die Spitze. Er steckte Katzen und andere Tiere in Kostüme und setzte sie in menschliche Szenen. Die Tiere wurden mit steifen Kostümen, Nadeln und Gabeln in Position gehalten und mit einer Fünftelsekunde belichtet. Frees selbst sagte, Kätzchen seien die vielseitigsten Tierdarsteller. Er arbeitete nur drei Monate im Jahr, weil die Aufnahmen für ihn selbst anstrengend waren. Heute sehen wir diese Bilder eher kritisch.

    Warum Katzen so schwer zu fotografieren sind
    Das liegt nicht nur an ihrer Unruhe. Hinter der Netzhaut der Katzenaugen sitzt das Tapetum lucidum, eine reflektierende Schicht, die das Restlicht verstärkt und der Katze ihre gute Nachtsicht schenkt. Fällt ein Blitz direkt ins Auge, wird er zurückgeworfen, und auf dem Foto leuchten die Augen grün, gelb oder blau. Fotografen helfen sich damit, den Blitz nicht direkt an der Kamera zu zünden, sondern seitlich.

    Ein zweites Problem sind schwarze Katzen. Die Belichtungsmessung der Kamera ist auf ein mittleres Grau eingestellt, und schwarzes Fell schluckt viel Licht. Die Kamera hellt dann das Bild auf, und das Fell verliert seine Zeichnung. Moderne Digitalkameras kommen damit viel besser zurecht, aber ein bisschen Erfahrung braucht es trotzdem noch.

    Die schwarze Katze als Marke
    Ab 1904 verkaufte die britische Firma Carreras ihre Zigaretten unter dem Namen Black Cat. Der Legende nach geht das auf eine echte schwarze Katze zurück, die im Schaufenster des Ladens in der Wardour Street schlief. Der Laden wurde wegen ihr als „black cat shop" bekannt, und schon 1886 ließ die Firma die Katze als Marke eintragen. Auf der Packung sitzt sie in einem weißen Kreis mit schwarzem Rand. Am 18. Oktober 1913 gab es sogar einen „Black Cat Day": Wer eine Packung vorzeigen konnte, bekam einen goldenen Halbsovereign.

    Katzen im Streit ums Frauenwahlrecht
    Zwischen etwa 1898 und 1917 tauchten Katzen auch in Postkarten rund ums Frauenwahlrecht auf, und zwar auf beiden Seiten. In einer Sammlung von rund 200 Karten zeigt ein erheblicher Teil Katzen. Gegner zeichneten Suffragetten als verwilderte Katzen, die „unweiblich" waren, oder spotteten über Männer, die zu Hause die Kinder hüten, während die Frauen politisch aktiv sind. Auf einer Karte schläft ein Hund seelenruhig weiter, während Kätzchen versuchen, in sein Haus einzudringen, so sollte die Bewegung harmlos und wirkungslos wirken.

    Befürworter nutzten Katzen dagegen selbst. Auf einer Karte fordert ein Kätzchen in den Farben der Bewegung „I Want My Vote!", durch das Miauen klingt die Forderung weniger bedrohlich. Auf einer anderen schrieb eine Absenderin, sie habe „die Krallen ausgefahren".

    Die Katze als Kunstwerk
    Edward Weston, einer der bekanntesten Fotografen der USA, hatte auf seinem Grundstück Wildcat Hill in Kalifornien eine Katzenkolonie mit meist zwölf bis über zwanzig Tieren. Daraus entstand 1947 das Buch „The Cats of Wildcat Hill". Charis Wilson schrieb auf rund neunzig Seiten über die Entwicklung der Kolonie, ihr Sozialverhalten und die Hausregeln für die Tiere. Sogar die selbstgebauten Kistenunterkünfte, die „Franklloydwright Addition", kommen darin vor. Weston steuerte etwa zwanzig Fotos bei. Eine Rezension aus dem Jahr 1948 lobte vor allem die Schärfe und Klarheit der Bilder. Ein anderer Kritiker fand das Thema dagegen langweilig für Leute, die sich nicht für fremde Katzen interessieren.

    Der Mann mit den 90.000 Katzenfotos
    Walter Chandoha (1920 bis 2019) bekam schon als Kind eine Kodak-Kamera der Familie in die Hand und lernte die Dunkelkammer in einem Fotoclub. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er erst als Pressefotograf, dann als Kampffotograf im Pazifik. 1949 schloss er sein Studium in New York ab und heiratete Maria Ratti. Im selben Jahr fand er einen Kater namens Loco im Schnee und machte sich als Freiberufler selbstständig.

    Seine Katzenbilder erschienen auf mehr als 300 Magazintiteln und in tausenden Werbeanzeigen, dazu schrieb er mindestens 34 Bücher. In seinem Archiv liegen über 225.000 Fotos, rund 90.000 davon zeigen Katzen. Mit Maria zog er auf einer Farm in New Jersey sechs Kinder groß, und die Kinder fotografierte er oft zusammen mit den Katzen. Für viele Menschen der Nachkriegszeit sahen Katzen so aus, wie Chandoha sie fotografierte.

    Die Katze erobert das Netz
    Am 11. Januar 2007 erschien das erste Bild auf der Seite „I Can Has Cheezburger?". Die Fotos waren oft unscharf und mit direktem Blitz aufgenommen, dazu kam ein Text in dicker Schrift mit absichtlich falscher Grammatik. Schon ein paar Jahre zuvor, 2005, hatte jemand die Internetadresse caturday.com registriert.

    Ethan Zuckerman beschrieb 2008 seine „Cute Cat Theory": Weil die meisten Menschen im Internet vor allem Alltägliches wie Katzenbilder suchen, wäre es für Regierungen politisch teuer, solche beliebten Seiten zu sperren. Davon profitieren auch Aktivisten, die auf beliebten Seiten mitlesen. Ein sicherer Schutz ist das allerdings nicht, denn manche Staaten bieten eigene, zensierte Seiten mit Katzeninhalten an und sperren die westlichen.

    Und die Katze?
    Fast 200 Jahre lang haben Fotografen versucht, die Katze in den Griff zu bekommen. Erst haben sie sie kostümiert, dann bewundert, dann verkauft, und heute läuft die ganze Welt ihr mit dem Smartphone hinterher. Die Katze selbst hat sich dabei kaum verändert. Sie bleibt unabhängig und lässt sich nicht so gern etwas sagen, schon gar nicht von einer Kamera.


    #Katzen #Hauskatzen #Cats #Catsoffriendica #Catsofmastodon #Catsoffediverse #FediCats @katzenrassen @cats

  6. CW: Die Katzen der Eremitage

    Die Katzen der Eremitage

    Die Eremitage in St. Petersburg ist eines der größten und berühmtesten Museen der Welt. Millionen von Kunstwerken lagern hinter den Mauern des ehemaligen Winterpalastes: Gemälde, Skulpturen, Münzen und Handschriften. Weniger bekannt ist, wer sie bewacht: Katzen. Sie leben seit Jahrhunderten im Haus, und für viele Besucher gehören sie längst genauso zur Eremitage wie die berühmten Gemälde.

    Wie alles begann
    Der Überlieferung nach brachte schon Peter der Große einen Kater namens Vasily von einem niederländischen Kaufmann mit. Das Jahr ist nicht bekannt. Fest steht, dass Kaiserin Elisabeth im Herbst 1745 anordnete, Katzen aus Kasan an den Hof zu bringen. Verlangt wurden die größten und besten Mäusefänger, denn die Mäuse und Ratten im Winterpalast waren eine Plage. Wie viele Katzen es genau waren, darüber gehen die Angaben auseinander, je nach Quelle sind es fünf, 30 oder 37.

    Unter Katharina der Großen galten die Katzen dann offiziell als Hüter der Gemäldegalerien. Auch nach der Oktoberrevolution 1917, als der Winterpalast zum Staatlichen Museum wurde, blieben sie im Dienst. Laut Russia Beyond bewachten sie die Keller auch in Kriegszeiten. Zwischendurch versuchte man es einmal mit Chemikalien gegen die Ratten, aber nur die Katzen waren auf Dauer wirklich erfolgreich.

    Die schwerste Zeit
    Die Belagerung Leningrads von 1941 bis 1944 überlebten die Katzen nicht, der Bestand der Eremitage wurde praktisch ausgelöscht. Danach zogen die Ratten in die Keller, und das war nicht nur für die Kunstwerke gefährlich, denn Ratten übertragen auch Krankheiten. Berichten zufolge holte man deshalb neue Katzen aus Jaroslawl, Tjumen und anderen Städten, laut Russia Beyond etwa 5.000 Tiere, die mit dem Zug nach Leningrad kamen. In Tjumen erinnert ein Denkmal daran. Ihre Nachkommen leben noch heute in der Eremitage. Das Personal sagt, es habe nie eine Ratte gesehen.

    Wo die Katzen leben
    Die Katzen leben in den Kellern der Eremitage, die insgesamt viele Kilometer lang sind. In die Ausstellungssäle dürfen sie nicht. Die Zahl lässt sich nur schwer genau sagen, denn die Katzen streifen herum, und manche kommen nur zum Mittagessen. Das Museum hält den Bestand bei etwa 50 Tieren, damit jede genug Platz und Pflege bekommt. Früher waren es zeitweise mehr: 2010 etwa 60, 2013 sogar 74.

    Wer die Katzen kennt, kennt auch ihre Namen. Zu den bekannten zählen laut Russia Beyond Lushka, ein schwarzer Kater mit weißen Handschuhen, Mawrik, eine große schwarz-weiße Katze, und General, der auf „Kitty, kitty" nicht reagiert. Streuner, die sich in den Keller verirren, werden übrigens nicht verscheucht.

    Gut versorgt
    Heute geht es den Katzen gut. Jede hat einen eigenen Pass und eine tierärztliche Akte. Sie werden geimpft, behandelt und kastriert. Es gibt eigene Küchen für die Futterzubereitung, ein kleines Pflegezentrum für kranke Katzen, Betreuer und Freiwillige sowie eine Pressesprecherin. Ein kleiner Wohltätigkeitsfonds hilft bei den Kosten.

    Das war nicht immer so. Ende der 1990er Jahre lebten die Tiere noch in schlechten Verhältnissen, bis Maria Halttunen ein Pflegeprogramm startete. Seit 2007 vermittelt das Museum einzelne Katzen auf Antrag an neue Besitzer, vorher werden sie geimpft und kastriert.

    Katzen in Öl
    2013 beauftragte das Museum den usbekischen Künstler Eldar Zakirov, die Katzen zu malen. Entstanden ist die Serie „Cats of the Hermitage", digitale Ölgemälde, auf denen die Katzen in den Kostümen des zaristischen Hofes zu sehen sind.

    Der Tag der Eremitage-Katzen
    Einmal im Jahr gehört das Museum den Katzen. Seit 2005 wird der Tag regelmäßig gefeiert, seit 2011 steht er im offiziellen Veranstaltungskalender des Museums. Je nach Quelle findet er zwischen April und Anfang Juni statt, das Datum ändert sich also. Dann öffnen sich die Keller und Dachböden, die sonst für Besucher gesperrt sind, und es gibt Ausstellungen, Spiele, Quiz und Kinderprogramme.

    Die Katzen der Eremitage sind längst ein Symbol der Stadt geworden. Sie erinnern daran, dass hinter großer Kunst auch kleine, lebendige Geschichten stecken.

    #Katzen #Hauskatzen #Cats #Catsoffriendica #Catsofmastodon #Catsoffediverse #FediCats @katzenrassen @cats

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