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#blogbeitrag — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #blogbeitrag, aggregated by home.social.

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  1. Abenteuer Alltag (28.09.-04.10.2026)

    Zwei Tage frei.. die waren aber auch bitter notwendig, wie immer. Einer davon wurde für einen Ausflug zur Kürbisausstellung nach Ludwigsburg genutzt. Was in der Küche passiert ist: Das wurde gekocht: Hackpfanne mit viel Gemüse und Thai Reisnudeln Apfelbeeren Gugelhupf mit Ruby Schokoladenglasur Weiteres aus der kulinarischen Ecke: Ein "White Acorn" und zwei kleine Spaghetti Kürbisse warten auf die Verarbeitung. Ich bin wirklich gespannt was dieses mal daraus wird. Die Spaghetti […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  2. Ludwigsburg: Kürbisausstellung 2026 – Let’s Play

    Nein, jedes Jahr schaffe ich es nicht zur Kürbisausstellung in Ludwigsburg, auch dann nicht, wenn ich es mir jedes Jahr aufs neue in den Kalender schreibe. Vorgestern war es aber wieder soweit. Das Motto lautete dieses mal "Let's Play" und nach einem spielenden Mädchen mit einem Reifen direkt am Haupteingang des blühenden Barocks empfing eine große Katze mit einem Wollknäuel zum Hauptbereich der Kürbisausstellung. Was direkt am Anfang auffiel, war dass es nun an mindestens noch einer […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/ludw

  3. Abenteuer Alltag (21.-27.09.2026)

    Für das Fediverse brenne ich schon lange nicht mehr so sehr Feuer und Flamme wie noch zu Anfangs. Zeit da mal einen Strich drunter zu ziehen? Was in der Küche passiert ist: Das wurde gekocht: Focaccia mit Birnen und Kräutern Käseplatte Tom Kah Gai mit Reisnudeln Weiteres aus der kulinarischen Ecke: Montag wurde die erste Packung Lebkuchen in diesem Jahr geöffnet. Natürlich war es eine Packung Herzen, Sterne Brezeln in Zartbitter. In der Sendung "Das große Backen" war es unter […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  4. Blognacht September 2026: “Still sein ist was für Anfänger”

    Kaum vorstellbar, aber vor Jahrzehnten, also während meiner Kinder- und Jugendzeit und selbst auch noch im Studium bis hin zu den ersten beiden Anstellungen war ich ein kleines graues stilles Mäuschen.Je nachdem woher du mich kennst und ob du mich nicht nur online liest, wird das mehr oder weniger verwunderlich für dich sein. Ich glaube ich muss dir nicht dazu schreiben, dass das gerne von anderen Personen ausgenutzt wurde. Ich konnte weder “Nein” sagen, noch mich durchsetzen noch […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/blog

  5. Tägliches Bloggen

    Annette fragt gerade ob ein tägliches Bloggen vorstellbar wäre oder ist und macht daraus ein Blogstöckchen. Naja, meine Anfänge beim Bloggen war ja tatsächlich das tagebuchartige Bloggen. Ich habe damals über alles geschrieben was mir so begegnet ist oder was mich beschäftigt hat.Das waren sehr viele Beiträge, die da in kurzer Zeit produziert wurden. Und zeitweise stapelten sich die Beiträge so sehr, dass auch mehrmals täglich etwas online ging. Gut, das ist nun schon ein paar […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/taeg

  6. Über Fahrradwege, die nie aufhören und radfreundliche Kopfsteinpflaster.

    Bevor es losgeht, kurz Werbung in eigener Sache: Dieser Podcast und alle weiteren Formate von mir bleibt komplett kostenfrei, keine Zahlschranken, weil es mir wichtig ist, dass auch Menschen mit wenig Geld von meinen Hinweisen und Ideen erfahren. Wenn du 7 Euro im Monat übrig hast, würde ich mich riesig freuen, wenn du meinen wöchentlichen Newsletter abonnierst. Du erhältst exklusive Inhalte, einen Blick hinter die Kulissen und immer auch ein Recap, in dem ich zusammenfasse, wie ich die Geschehnisse der Woche einordne. Du erhältst auch Hinweise auf Blogbeiträge, die du sonst vielleicht verpasst. Alle Informationen dazu (auch als günstigeres Gruppen-Abo) findest du unter www.katja-diehl.de.

    Warum hört der Radweg oft genau an der Gemeindegrenze auf? Diese Folge zeigt, wie es anders geht: Im NUDAFA-Reallabor haben sich Eichwalde, Königs Wusterhausen, Zeuthen, Wildau und Schulzendorf zusammengetan, um Radverkehr über kommunale Grenzen hinweg zu planen. Wusstet ihr, dass das nicht mal eine „Pflichtaufgabe“ der Kommunen ist und deswegen auch oft zu kurz kommt?

    Zu Gast sind Prof. Christian Rudolph, der seit April 2021 die Stiftungsprofessur für Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen an der TH Wildau leitet, und Vanessa von Wiedner aus seinem siebenköpfigen Forschungsteam. Sie erzählen, wie aus einer simplen Bürgerfrage in Eichwalde – „Wie erstellt man eigentlich ein Radverkehrskonzept?“ – ein bundesweit beachtetes Projekt wurde.

    Themen der Folge:

    • Kopfsteinpflaster abschleifen statt ausbauen: Kopfsteinpflaster abschleifen statt ausbauen: Die Idee eines Eichwalder Bürgers führte zu einer Maschine mit 380 Diamantschleifscheiben, die ganze Straßenzüge lückenlos befahrbar macht. Zunächst wurde die Maschine am Priesterweg in Berlin-Tempelhof-Schöneberg getestet, dann kam Eichwalde und inzwischen auch mehrere Straßen in Berlin (Hufelandstraße, Lünastraße, Korinnstraße) hinzu. Das ZDF-Morgenmagazin berichtete darüber und 650 Meter Straße waren in nur zwei Wochen fertig.
    • Das „Kochbuch“ für Kommunen: Warum ein klassischer Abschlussbericht meist ungelesen bleibt und wie stattdessen ein gedrucktes Buch mit „Rezepten” und Steckbriefen der beteiligten Gemeinden entstand, von dem bereits über 1.500 Exemplare verteilt wurden – bewusst gestaltet für Verwaltungsmitarbeitende ohne Expertise im Bereich Radverkehr.
    • BikeBuddies & schulisches Mobilitätsmanagement: Aus einer Projektwoche ist ein kostenloser, vollständig Open-Source verfügbarer Leitfaden für Lehrkräfte entstanden, der fertige PowerPoint-Folien, Arbeitsblätter und Elternbriefe zum Download bietet.
    • Interkommunaler Radverkehr: Der Beitrag erklärt, warum es oft an einer einzigen zuständigen Person scheitert, wenn Radwege über Gemeindegrenzen hinweg geplant werden sollen, und wie ein gemeinsamer Radverkehrsmanager fünf Gemeinden zusammengebracht hat.

    Mehrere Jahre Forschung, gelebte Praxis vor Ort und ein klarer Appell zum Schluss: Radverkehrsförderung ist keine kommunale Pflicht, aber eine politische – und wer sich einmischt, wird gehört.

    #Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility
  7. Abenteuer Alltag (14.-20.09.2026)

    "Weniger Hirsch, mehr Buddha" Das sollte ich mir mal wieder für die Bewältigung des Arbeitsalltags auf die Fahne schreiben.. vielleicht. Was in der Küche passiert ist: Das wurde gekocht: Flammkuchen mit Schalotten, Trauben und Schwarzwälder Schinken Grießbrei mit Trauben Entenbrust mit Kürbis-Trauben Gemüse und Spätzle Der Alltag und andere Abenteuer: Die Arbeitswoche begann eigentlich ganz gut. Also zumindest bis Montag Nachmittag. Danach war im negativen Sinn leider eine […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  8. 📣 Neuer #blogbeitrag sowie #petition online: Ein #Appell an den #gesetzgeber
    #longcovid, #postcovid & #mecfs: Wenn der #staat seine #schutzpflichten verletzt

    ✍🏻 Petition: c.org/rpdVrZ7ZtW

    ❗Wichtig! Dieser Beitrag spiegelt die Meinung der Autoren wider. Die Autoren sind keine Juristen. Die hier dargelegten juristischen Argumentationen dienen der politischen Aufklärung und Diskussion und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Für rechtliche Schritte

  9. Abenteuer Alltag (07.-13.09.2026)

    Jedes mal, wenn ich im Garten herum buddel oder schnippel wünsche ich mir Regen. Kräftigen an- und ausdauernden Regen. Es ist einfach zu wenig was da bisher herunter kam. Was in der Küche passiert ist: Das wurde gekocht: Flammkuchen mit Ziegenfrischkäse und Pilzen Traubenwähe Weiteres aus der kulinarischen Ecke: Am Donnerstag habe ich dann kurz entschlossen endlich den Apfelbeeren-Essig angesetzt. Also Apfelbeeren + Essigessenz + Wasser in einem Glas, das verschlossen wurde. Und […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  10. Eine Foodblog Blogroll mit gewissen Vorzügen

    Am vergangenen Sonntag hatte ich im Wochenrückblick schon kurz erwähnt, dass ich eine Blogroll für Foodblogs aufbaue. Am Samstag als ich damit anfing waren es sehr schnell knapp über 100 Einträge und mit den Tagen wurden es immer mehr. Im Moment (11.09.2026) sind es wohl so um die 220 eingetragene Foodblogs. Nun wird es also Zeit, dass ich dich hier mal ganz offensiv darauf aufmerksam mache. Foodblog Blogroll Kriterien und Aufnahme von weiteren Blogs Wichtig sind mir beim […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/eine

  11. Heute Abend gibt es mal wieder von mir einen Blogbeitrag (Lesezeit ca. 3 Min.) - es geht um Einsamkeit und Freundschaften.

    Anlass dafür war ein interessantes YouTube Video der Soziologin Jen, die sich mit dem Phänomen beschäftigt, dass vor allem Leute in ihren Zwanzigern stark mit Einsamkeit zu kämpfen haben.

    Hier der Blogbeitrag, das Video habe ich darin verlinkt: amalia-zeichnerin.net/ueber-ei

    #Freundschaft #Einsamkeit #LonelinessEpidemic #Blogbeitrag

  12. Abenteuer Alltag (31.08.-06.09.2026)

    Über 40 Fakturastunden, dazu ein Internal Server Error auf Wordpress und noch weiteres Bloggelumpe. Die Woche war arbeitsreich, selbst in der Freizeit. Was in der Küche passiert ist: Das wurde gekocht: Bisque mit Garnelen Salbei-Gnocchi mit Pfifferlingen Weiteres aus der kulinarischen Ecke: Ich habe nun etwas umgesetzt, was ich mir schon länger gewünscht habe, eine aktuelle Liste von aktiven Foodblogs. Ich nutze dafür also das Blogroll Plugin von Matthias Pfefferle, trage dort alle […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  13. Brandmelder: Wie bekommen wir faktengetreue Medienberichte in der Klimakatastrophe?

    In diesem Podcast möchte ich nicht nur über Mobilität sprechen. Mir geht es auch darum, Muster sichtbar zu machen. Die Art und Weise, wie über Automobilität und den ausbleibenden Verkehrswandel berichtet wird, ist dafür ein klassisches Lehrbeispiel. Deshalb habe ich mir dieses Mal Aline Pabst eingeladen. Sie ist Lokaljournalistin und seit Jahren im Netzwerk Klimajournalismus engagiert. Aktuell vor allem für „Brandmelder”, das neue Projekt des Netzwerks.

    Warum ein Netzwerk allein nicht mehr reicht

    Das Netzwerk Klimajournalismus gibt es seit fünf Jahren. Die ursprüngliche These dahinter: Klimaberichterstattung ist deshalb so schwach, weil es in den Redaktionen an Wissen und an Rückhalt fehlt. Also hat das Netzwerk jahrelang auf Bildung gesetzt – Vernetzung, gegenseitige Unterstützung, sogar einen eigenen Preis für Klimajournalismus, der im September zum dritten Mal verliehen wird.

    Und trotzdem – das war für mich der eigentlich spannende Moment im Gespräch – hat das Netzwerk selbst festgestellt: Es reicht nicht. Es ist eben nicht nur ein Wissens- oder Umsetzungsproblem. Manchmal, so Aline ganz offen, ist es schlicht Absicht in den Redaktionen. Genau deshalb gibt es jetzt Brandmelder: eine Website, auf der einzelne Beispiele schlechter Klimaberichterstattung analysiert werden – nicht, um Kolleg*innen bloßzustellen, sondern um zu zeigen, dass es besser geht und um klarzumachen, dass hinter schlechten Beispielen keine „ganze Branche”, sondern strukturelle Probleme stehen.

    Solltest du sieben Euro im Monat übrig haben, dann freue ich mich über ein Abo meines wöchentlichen Newsletters. Er finanziert meine Arbeit, die als einzige Mobilitätsexpertin mit radikal intersektionalem Fokus in Zeiten des fossilen und patriarchalen Backlashs grad nicht einfacher wird. Danke für jeden finanziellen Support!

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    Kein Faktencheck, sondern Medienkritik.

    Aline hat das an einem Beispiel festgemacht: die Kampagne gegen das Gebäudeenergiegesetz, den sogenannten „Heizhammer”, die maßgeblich vom Axel-Springer-Konzern vorangetrieben, aber von erschreckend vielen anderen Medien einfach übernommen wurde. Markus Söder behauptete damals, eine Wärmepumpe koste Hausbesitzer*innen 300.000 Euro – eine vollkommen aus der Luft gegriffene Zahl. Ein Faktencheck widerlegt so etwas. Die Aufgabe von Brandmender beginnt danach: zu analysieren, warum so viele Redaktionen eine derart offensichtliche Fantasiezahl trotzdem unkommentiert weitergereicht haben.

    Das hat mich sofort an meine eigene Arbeit erinnert. Wenn in Polizeimeldungen „Auto übersah Radfahrerin” statt „Autofahrer*in achtete an einer Kreuzung nicht auf die dann angefahrene Radfahrer*in” steht, ist das exakt dasselbe Prinzip: Sprache, die etwas unsichtbar macht, obwohl die Fakten längst bekannt sind.

    Framings, die uns täglich in die Irre führen.

    Einige Beispiele aus dem Gespräch sind mir besonders im Gedächtnis geblieben:

    Das saarländische Umweltministerium veröffentlichte eine Rote Liste gefährdeter Arten mit der Überschrift „Ein Drittel der Arten im Saarland ist gefährdet”. Die dpa machte daraus: „Zwei Drittel sind nicht gefährdet.” Aline sagt, das sei für sie bis heute das schlimmste Framing-Beispiel, das ihr je untergekommen ist.

    Ein weiteres Beispiel ist der Wetterbericht: 30 Grad im Mai als „schönes Wetter” zu bezeichnen oder zweistellige Temperaturen im Winter, bei denen die Bäume schon austreiben, als Grund zur Freude zu verkaufen. Der Witz dabei, sagt Aline, sei, dass „schönes Wetter” selbst schon ein Framing sei, was jedoch nie hinterfragt werde, da der Wetterbericht ja angeblich neutral sei.

    Oder die Weltklimakonferenz: Wird dort eine klimaschädliche Entscheidung getroffen, heißt es oft „Misserfolg für Klimaschützer*innen“ – als würden diese das Klima nur für sich selbst schützen und nicht für uns alle.

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    1 × wöchentlich schaue ich in den Rückspiegel: Wo stehen wir in der Mobilitätswende? Und gebe Abonnent:innen exklusive Inhalte mit meinen Steady-Paketen:
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    Warum Klima kein Sonderthema sein darf.

    Warum wird das Thema Klima in Redaktionen immer noch als Nischenthema behandelt, obwohl es doch ein Querschnittsthema für praktisch jede Berichterstattung ist? Aline nennt mehrere Gründe: Jahrzehntelange Desinformation hat vor allem ältere Kolleg*innen geprägt, ohne dass ihnen das bewusst ist. Zum anderen sind es klassische Nachrichtenfaktoren, die auf plötzliche Ereignisse ausgelegt sind und mit einer seit Jahrzehnten schleichend eskalierenden Krise nicht gut zurechtkommen. Und eine Art vorauseilende Selbstzensur, gerade im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Bloß nicht „Klima” sagen, weil die Leute angeblich genervt sind – was vor allem daran liegt, dass die Gegenseite in den sozialen Medien lauter ist als die Befürworter:innen.

    Und schließlich ist da noch das leidige Neutralitätsargument. Aline bringt es auf den Punkt: Journalismus kann gar nicht neutral sein, da jede Journalistin und jeder Journalist durch die eigene Biografie geprägt ist. Was möglich ist, ist Objektivität – aber Neutralität einzufordern, wenn ein Faktum wie der Klimawandel zur Debatte steht, führt direkt in die „False Balance“: 1 999 Klimawissenschaftler:innen sagen, die Erderhitzung sei real, eine Person sagt das Gegenteil – und beide als „ausgewogen“ gleich zu behandeln, ist keine Neutralität, sondern Verzerrung.

    Das deckt sich komplett mit dem, was ich aus meiner eigenen Arbeit kenne: Begriffe wie „emotional“ oder „radikal“ werden benutzt, um berechtigte, faktenbasierte Kritik zu diskreditieren – dabei bedeutet radikal schlicht, an die Wurzel zu gehen. Und gerade in autoabhängigen Regionen erlebe ich auf Lesereisen immer wieder, wie sehr wirtschaftliche und persönliche Verflechtungen zwischen Chefredaktionen und lokalen Eliten mit reinspielen. Das ist in der Klimaberichterstattung offenbar nicht anders.

    Wie Brandmelder arbeitet

    Bei aller Kritik: Brandmelder selbst versteht sich nicht als Faktencheck-Instanz, die jede Zahl auf Punkt und Komma prüft, sondern als methodische Medienkritik – mit klaren Prüfkriterien: Stimmen die Fakten? Ist das Thema richtig eingeordnet, spielt die Klimadimension die Rolle, die sie tatsächlich spielt? Gibt es False Balance? Wurde sauber nach Pressekodex gearbeitet? Jeder Text durchläuft mehrere Augen – meist sechs, manchmal acht -, kontroverse Fälle werden im Plenum diskutiert. Und trotzdem ist das Team winzig, größtenteils ehrenamtlich, Aline selbst arbeitet daneben noch zu 80 Prozent hauptberuflich als Journalistin. Es gäbe Stoff für zehn Texte am Tag – möglich ist ungefähr einer pro Woche. Eine Finanzierungsfrage, ganz klar.

    Der Preis, den engagierte Journalist*innen zahlen

    Was mich beim Gespräch nachdenklich gemacht hat: Der Vorwurf, man sei als kritische Stimme in den eigenen Reihen ein „Nestbeschmutzer“, ist im Journalismus offenbar immer noch tief verankert – dabei ist Kritik in jeder anderen Branche selbstverständlicher Teil von Qualitätssicherung. Gleichzeitig berichtet Aline von einer regelrechten Rückwärtsbewegung: Vor fünf Jahren wollte fast jedes seriöse Medium ein dezidiertes Klimaformat starten, heute wird vieles aus Angst vor dem Label „zu politisch“ gar nicht erst umgesetzt. Dazu kommt eine Arbeitsbelastung, die ständig steigt, und ein Ausmaß an Shitstorms und sogar realen Übergriffen, das es laut Aline seit Gründung der Bundesrepublik in dieser Form noch nicht gegeben hat.

    Was jede*r Einzelne tun kann

    Zum Schluss wurde es sehr konkret – und das fand ich besonders wertvoll. Aline ruft dazu auf, sich Verbündete zu suchen, ins Netzwerk Klimajournalismus zu kommen, die In-House-Trainings des Netzwerks zu nutzen (manchmal glaubt man einer externen Stimme eher als der eigenen Kollegin, die dasselbe schon seit Jahren sagt), und vor allem: sich zu beschweren, wenn eine Klimakrise verharmlost dargestellt wird – sachlich, aber hörbar. Denn aktuell melden sich vor allem die, die den Klimawandel leugnen. Genauso wichtig: gute Klimaberichterstattung aktiv loben, weil negative Reaktionen ohnehin lauter sind als positive.

    Das erinnert mich an das, was ich auf meinen eigenen Lesungen immer wieder sage, wenn Leute fragen, was sie tun können: in den Verkehrsausschuss gehen, so unsexy das klingt – denn dort sitzen bislang vor allem die lautesten, nicht die repräsentativsten Stimmen. Bei der Leserbriefspalte ist es genauso. Es ist unbequem, aber es ist Demokratie: Verantwortung heißt auch, die eigene Meinung dahin zu tragen, wo sie etwas bewirken kann.

    Danke an Aline Pabst und an alle, die Brandmelder ehrenamtlich am Laufen halten. Wer das unterstützen möchte – die Kontodaten für Spenden findet ihr auf brandmelder.org.

    #Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility
  14. Pausen machen will gelernt sein

    Christina fragt in ihrer Blogparade “Wann ist Pause für dich erlaubt?”. Vor einigen Jahren hätte ich noch ganz naiv und ernst gemeint gefragt "Welche Pausen?" und das sagt wohl schon sehr viel über mein Verhältnis zu Pausen in der Vergangenheit. Pausen zu machen und mir überhaupt zu erlauben musste ich erst lernen. Vorbilder dafür gab es kaum. Wahrscheinlich ist oder war es eine Sache der Mentalität, aber in meinem Umfeld früher und auch heute noch, sind Pausen nahezu […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/paus

  15. Abenteuer Alltag (24.-30.08.2026)

    Was war das denn für eine Woche? Der Dienstag hatte es in sich. So sehr, dass ich kaum noch beschreiben kann was da alles war, weil ich es vergessen habe.. Was in der Küche passiert ist: Das wurde gekocht: Ziegenfrischkäse-Eiscreme mit Apfelbeeren-Birnen Kompott Pasta mit Ziegenfrischkäse-Spinat Sauce Der Blog: Uh, die ersten Kommentare eines KI Bots sind im Blog angekommen und sind wie alle Kommentare in der Moderationsschleife gelandet. Inspiriert durch Maurice Renck - So […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  16. Blognacht August 2026: “Investment”

    Investment - aufgrund einer aktuellen Diskussion schwenken meine Gedanken zu dem Impuls der heutigen Blognacht tatsächlich mal in Richtung des Blogs. Also hin zu dem Invest den ich hier betreibe für den Blog um Inhalte zu erstellen, die Technik am laufen zu halten und auch natürlich um Leser "anzulocken". Fangen wir mal damit an, dass der Blog für mich immer noch ein Hobby ist. Ich mache das also in meiner Freizeit, lebe mich dabei aus und gestalte die Tätigkeit so, dass ich dabei […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/blog

  17. Das erste Fruchtjahr der Zibarten (2026)

    Letztes Jahr im März hatte ich die letzten freien Plätze in meinem Garten an zwei Zibarten (Wildpflaume, Urpflaume) vergeben: Z wie Zibarte oder Ziparte (Wild-/Urpflaume)Kurz nach dem Einpflanzen trieben beide Pflanzen bereits aus uns bildeten auch ein paar Blüten. In diesem Jahr haben die Pflanzen bewiesen, dass sie eine gute Wahl waren. Sie haben nicht nur massig geblüht, sondern auch recht viele Früchte gebildet und auch bis zur Reife Anfang August behalten. Zugegeben, ein bisschen […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/das-

  18. Abenteuer Alltag (17.-23.08.2026)

    Beruflich war das eine erfolgreiche Woche. Privat blieb aber nicht so viel Zeit übrig vor lauter Arbeit. Aber im Garten warteten zwei kleine Highlights auf mich. Was in der Küche passiert ist: Es war vollkommen klar, dass diese Woche etwas stressiger wird. Insofern waren meine Aktivitäten in dieser Woche in der Küche durchaus recht begrenzt. Das wurde gekocht: Petersiliensalat mit gebratenem Halloumi Ziegenfrischkäse-Eiscreme mit Honig (Eisrohmasse) Apfel-Karamell Eiscreme […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  19. „Naturzerstörungsgesetz“ – Bundesregierung auf Irrfahrt. Gespräch mit Swantje Michaelsen (Grüne) und Jens Hilgenberg (BUND).

    Am 10. Juli hat der Bundestag das Infrastruktur-Zukunftsgesetz durchgewunken – kaum bemerkt, aber mit massiven Folgen: Neue Autobahnen und vierspurige Bundesstraßen werden leichter baubar, während Naturschutz, Beteiligungsrechte und die Sanierung maroder Brücken und Schienen hintenanstehen. In dieser Folge mit Swantje Michaelsen, Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen und verkehrspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, und mit Jens Hilgenberg, der beim Bundesverband des BUND den Verkehrsbereich leitet, sprechen wir darüber, was das Gesetz wirklich bedeutet – und warum ausgerechnet jetzt, mitten in der Klimakrise, der Naturschutz weiter geschwächt wird.

    Vom 26. bis 29. September fahre ich mit einer kleinen Delegation – komm´ mit! – nach Thusis, Chur und Lenzerheide. Ich habe mich bei den Gastgebenden selbst übertroffen. Echte Hochkaräter!
    Hier gibt es alle Infos.

    Es klingt nach Fortschritt: Infrastruktur-Zukunftsgesetz. Jens Hilgenberg nennt es im Gespräch lieber beim Namen, den es aus seiner Sicht verdient:

    „Ich habe ihn in einem Interview mal als Naturzerstörungsgesetz oder Infrastrukturgesetz zur Naturzerstörung genannt.“

    Denn tatsächlich erleichtert das Gesetz vor allem den Neubau von Autobahnen und Bundesstraßen – nicht deren Sanierung. Möglich wird das über das sogenannte „überragende öffentliche Interesse“, einen Sonderstatus, der bislang existenziellen Krisen wie dem Ausbau erneuerbarer Energien vorbehalten war und jetzt auf neue Autobahnen, vierspurige Bundesstraßen, Autobahnraststätten, Flughäfen, Schienen und Wasserstraßen ausgeweitet wurde. Swantje Michaelsen berichtet aus dem Verkehrsausschuss, dass ein Staatssekretär auf ihre Frage, was denn nicht im überragenden öffentlichen Interesse liege, kaum noch etwas nennen konnte. Wie widersprüchlich das mit dem Regierungsversprechen „Erhalt vor Neubau“ zusammengeht, bringt sie an einem Beispiel auf den Punkt:

    „Wenn diese Bundesregierung betont, Erhalt vor Neubau, aber sie gleichzeitig innerhalb einer Woche den Spatenstich der A20 feiert, die das klimaschädlichste Projekt der ganzen Republik ist, während zwei Tage später die Bonner Nordbrücke, weil sie so marode ist, komplett gesperrt werden muss, dann hat man doch große Fragezeichen bei dieser Aussage.“

    Wie groß die ökologischen Folgen sind, macht Jens Hilgenberg an Zahlen fest:

    „Wir haben täglich circa 11 Fußballfelder, die für Wohnungsbau und vor allem aber auch für Verkehr versiegelt werden. Das sind Lebensräume, die verloren gehen. Für immer.“

    Dazu kommt die systematisch unterschätzte Klimawirkung von Autobahnneubauten – durch die Zerstörung von CO₂-Speichern wie Mooren und Wäldern, durch die „graue Energie“ beim Bau von Brücken und Tunneln und durch induzierten Verkehr. Besonders kritisch sehen meine Gäste die geplante Abschaffung der sogenannten Realkompensation: Bislang musste, wer eine Straße baute, an anderer Stelle in der Nähe tatsächlich Flächen ökologisch aufwerten – künftig reicht eine Zahlung in einen zentralen Topf, ohne Garantie, dass irgendwo wirklich ein Ausgleich stattfindet. Swantje Michaelsen zitiert dazu die Einschätzung von Naturschutzverbänden:

    „Es ist der größte Angriff auf Naturrecht seit Bestehen der Bundesrepublik.“

    Auch das im Gesetz aufgeweichte Irreversibilitäts-Kriterium für vorbereitende Baumaßnahmen alarmiert Jens Hilgenberg:

    „Ein 100 Jahre alter Baum ist nicht ersetzbar. Jetzt heißt es im Gesetz, dass es einen weitgehend gleichwertigen Zustand haben soll. Das heißt, Baum ist ein Baum.“

    Vor dem Hintergrund der vielen Hitzewellen des Sommers wird im Gespräch auch deutlich, wie wenig resilient die bestehende Verkehrsinfrastruktur bereits heute ist: Züge mussten wegen überhitzter Klimaanlagen evakuiert werden, Straßenbahnen wegen aufgeweichtem Asphalt stillgelegt, und Autobahnen verzeichneten in diesem Jahr mit 42 Hitzeschäden im ersten Halbjahr einen traurigen Rekordwert.

    Swantje Michaelsen findet dafür klare Worte:

    „Wer sich dazu als Kanzler nicht äußert oder wer so was kleinredet und sagt, na ja, früher hatten wir auch heiße Sommertage, da sind wir schon verdammt nah dran an dem Thema Klimaleugnung.“

    Jens Hilgenberg erinnert daran, dass Klimaresilienz eigentlich ein überparteiliches Anliegen sein müsste:

    „Was gibt es Konservativeres als diese Forderung? […] Es geht darum, dass die Leute nicht sterben.“

    Zum Abschluss geht es ganz praktisch darum, was Bürger:innen jetzt tun können. Swantje Michaelsens Appell:

    „Augen auf am Tag der Wahl. Weil am Ende werden Entscheidungen im Parlament mit politischen Mehrheiten getroffen.“

    Jens Hilgenberg rät dazu, den Kontakt zu Abgeordneten vor Ort zu suchen:

    „In die Wahlkreisbüros, also zu den Abgeordneten, und sie mit den Maßnahmen in ihrem Wahlkreis konfrontieren. […] Wenn da ein alter Wald oder ein Moor zerstört werden, dann mit ihm dahin fahren und ihm zeigen, was das bedeutet, was er da entschieden hat.“

    Eine Folge über ein sperriges Gesetz mit sehr konkreten Konsequenzen – für Wälder, Moore, unsere Städte in der Hitze und damit am Ende für uns alle.

    Weiterführende Infos:

    Link zur Anhörung im Verkehrsausschuss, Swantje empfiehlt die Stellungnahmen von VCD und Franziska Heß:
    https://www.bundestag.de/ausschuesse/verkehr/sitzungen/1139982-1139982

    Link zum FG im Umweltausschuss: https://www.bundestag.de/ausschuesse/umwelt/sitzungen/1145816-1145816
    Swantje empfiehlt dieStellungnahme von Prof. Dr. Schlacke (Sachverständige auf Einladung der SPD)

    Antrag der Grünen zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz:
    https://dserver.bundestag.de/btd/21/067/2106704.pdf

    Antrag für echte Beschleunigung für die Schiene: https://dserver.bundestag.de/btd/21/067/2106704.pdf

    #Blogbeitrag #KatjaDiehl #Podcast #SheDrivesMobility
  20. Abenteuer Alltag (10.-16.08.2026)

    Unaufgeregt war die Woche nicht, es gab so ein paar Punkte auf die ich gerne verzichtet hätte. Aber naja, das kann man sich ja leider nicht aussuchen. Was in der Küche passiert ist: Das wurde gekocht: Pasta puttanesca Romana Salat mit Kapernäpfel Weiteres aus der kulinarischen Ecke: Das kommende kühlere Wetter hat einen Gedanken in mein Gehirn gepflanzt: “endlich wieder richtiges Essen”. Mh, ja. Ich mag es schon gerne herzhaft und auch deftig. Die leichte Sommerküche, die bei […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  21. Release /e/OS 4.1.1 mit Murena Workspace auf dem Fairphone 6

    Siehe Update vom 25.08.2026 und Update vom 04.10.2026 Nachdem ich im Januar und Februar über meinen Umstieg von der Google Welt hinzu Murena geschrieben hatte, dachte ich mir noch, dass ich im Sommer irgendwann nochmal ein paar Takte darüber verlieren sollte. Bis vor kurzen dachte ich noch ich lasse das sein. Es lief gut, ich bin zufrieden und habe die Entscheidung bisher nicht bereut. Und dann hatte ich letzte Woche am Mittwoch oder Donnerstag Abend das neueste Update des Betriebssystems […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/rele

  22. Jede Aktivität zählt! Mach´mit beim Moorathon 2026 und rette zerstörte Moore.

    Meine Freund*innen Anni und Alex, Gründer*innen von Mission to Marsh sind seit 2021 aktiv, Moore zu schützen und zu renaturieren.

    Moore sind die Klimahelden unseres Planeten. Sie speichern mehr CO2 als alle Wälder der Erde zusammen. In Deutschland sind allerdings über 95% der Moore zerstört und können dadurch keinen Kohlenstoff mehr aufnehmen. Wir werden das ändern!

    Wir setzen uns für den Schutz von Mooren ein, indem wir eine Bewegung zur Wertschätzung der außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt ins Leben rufen und durch Wissenschaft, Bildung und Projekte zeigen, wie wertvoll sie sind.

    Als Moor-Athlet:in leistest du einen entscheidenden Beitrag zur Rettung und zum Schutz wertvoller Moorlandschaften. Deine Bewegung wird von den Sponsoren in Renaturierungs-Engagement belohnt, womit wir ein Renaturierungsprojekt in der Nähe von Osnabrück in Niedersachsen finanzieren. Dies bedeutet, dass ein zerstörtes Moor wiederhergestellt und in einen naturnahen Zustand zurückversetzt wird.

    Außerdem ermöglicht die Kombination aus Sport und Moorschutz eine neue Art von Öffentlichkeitsarbeit für den Moorschutz und schafft eine Community zum Schutz der wichtigen Feuchtgebiete.

    Sind meine Daten sicher?

    Ja! Die Sicherheit und der Schutz deiner Daten liegen uns bei Mission to Marsh und Summitree sehr am Herzen. Deshalb handeln wir in strikter Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). So stellen wir sicher, dass deine persönlichen Daten immer sicher und geschützt sind.

    Wir verwenden fortschrittliche Technologien und Sicherheitsmaßnahmen, um deine Daten vor unbefugtem Zugriff, Missbrauch oder Verlust zu schützen. Wir verpflichten uns, deine Daten ausschließlich gemäß unseren Datenschutzrichtlinien zu verarbeiten und zu verwenden. Du kannst dir also sicher sein, dass deine Daten bei Summitree in guten Händen sind.

    Mach´ mit! Auch als chronisch Kranke bin ich dabei, weil auch barfuß laufen z. B. als Aktivität zählt.

    #Blogbeitrag
  23. Capparis spinosa: Kapern, Kapernäpfel / Kapernbeeren, Kapernblätter

    Kapern habe ich erst für mich entdeckt, als ich aus dem Elternhaus ausgezogen bin. Irgendwann kam dann beim Lebensmitteleinkauf erstmalig ein kleines Gläschen Kapern mit. Jahre später habe ich dann Kapernäpfel für mich entdeckt und erst in diesem Jahr erfuhr ich, dass es auch eingelegte Kapernblätter gibt, die genauso essbar sind. Obwohl ich Kapern und besonders Kapernäpfel sehr mag, verwende ich sie zum Kochen relativ selten. Das hängt aber vielleicht auch damit zusammen, dass ich […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/capp

  24. Abenteuer Alltag (03.-09.08.2026)

    Ohne große Baustellen vor der Brust zu haben, urlaubt es sich doch viel besser. Insofern war die Erholung in der zweiten Woche auch deutlich spürbarer. Was in der Küche passiert ist: Es gab Küchenabenteuer. Mehrere. Eine Kapernknospe wurde seziert.. oder zumindest fast, und Zibarten wurden erstmalig gekocht. Das wurde gekocht: Lasagne Hirsebrei mit Zibarten-Sauce bzw. Wildpflaumen-Sauce Pizza Bianca mit Sardellen, Kapern, Oliven und Rucola Weiteres aus der kulinarischen Ecke: Der […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  25. From Killer Street to Liveable Comeback – Ben Wolf’s Documentary „Changing Lanes“.

    I’ve talked with New York documentary filmmaker Ben Wolf – an episode across two continents, but about the same subject: the dominance of the car and the ways out of it. Ben has lived in New York for about 30 years and worked for other filmmakers for a long time before directing his first film himself, „Changing Lanes„.

    https://player.vimeo.com/video/1115240983?

    Kurze Werbung in eigener Sache: Vom 26. bis 29. September nehme ich wieder eine kleine Gruppe mit auf eine Learn&Travel-Delegation, diesmal nach Graubünden. Wir schauen uns dort live an, wie Verkehrswende in der Praxis funktioniert – vom Fahrrad bis zur Bahn, von Entsiegelung bis autonomem Fahren, von Co-Working auf dem Land bis zu erfolgreichen, weil datenbasierten Infrastrukturprojekten und Frauen als vernachlässigter Kunden*innengruppe in der Mobilität. Wenn du davon etwas mitnehmen willst in deine Kommune, deine Stadt oder an deine Hochschule: Bis zum 15. August gibt es 10 Prozent Frühbucher*innenrabatt auf die Unterkunft im Story und die Fahrkarten für Montag „for free“.

    Alle Infos inklusive Prospekt zum Download und Anmeldung: hier.

    His film tells the story of McGuinness Boulevard in Greenpoint, Brooklyn – one of New York’s most dangerous streets, expanded under city planner Robert Moses in the 1950s into a highway-like, four-lane route cutting straight through a residential neighborhood. Over 70 years, an estimated 200 people died there. The turning point came in 2021 with the death of elementary school teacher Matthew Jensen, struck by a car on his own birthday – the spark for a three-year community movement that Ben followed with his camera. He shot almost the entire film alone, with gear that fits on a bike. He told me:

    „I wanted to test whether it’s really possible to make a documentary without using a car at all.“

    We talked about the political dysfunction behind the street redesign – Ben draws parallels to Robert Caro’s book „The Power Broker“ about Moses and says: „

    Corruption is almost a defining feature of politics in New York.“

    He described to me how opponents of the redesign worked with false claims, for instance that narrower lanes would block emergency vehicles, and we put that in historical context: the transformative era of transportation planner Janette Sadik-Khan under Mayor Bloomberg, followed by years of purely reactive „band-aid politics“ – up to today, where Ben sees new hope in New York’s mayor-elect Zohran Mamdani.

    Again and again we came back to the core of his conviction:

    „Cars are anti-urban. They make public space unpleasant and destroy social interaction – they isolate you instead of bringing you together with others.“

    And: only about 20 percent of residents along McGuinness Boulevard even own a car – reserving the street for them, he says, is „not a democratic solution.“

    Despite all the accounts of political dysfunction, I ended the conversation feeling hopeful. Ben’s central message, the one that stuck with me: if you can actually make a difference on a small, local problem, do exactly that „find something where you can actually make a real difference.“

    His film „Changing Lanes“ is currently available via Amazon and Canopy in the US, with European distribution in preparation.

    If you like this episode: Spread it and charge me a coffee <3

    #Blogbeitrag #KatjaDiehl #Podcast #SheDrivesMobility
  26. Abenteuer Alltag (27.07.-02.08.2026)

    Ja, der Urlaub war notwendig. Sehr. Mein Körper holt sich gerade die Erholung, die braucht, was mir aber durchaus den ein oder anderen Plan verhagelt hat. Was in der Küche passiert ist: Das wurde gekocht: Gebratene Maultaschen mit Ei Caesar Salad mit gebratenen Maultaschen Banoffee Pie Banoffee Eiscreme Tomaten-Rucola Salat mit Pesto-Dressing und Halloumi Der Alltag und andere Abenteuer: Dienstag war ich wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, weil ich keine Lust […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  27. Blognacht Juli 2026 (2): “Dieser Weg war nicht glanzvoll. Aber wertvoll.”

    Eigentlich hatte ich heute, nach dem weiteren Tag mit 40 Grad, doch auf einen einfacheren Impuls bei der Blognacht gehofft. Aber ja, fallen unter diesem “nicht glanzvoll, aber wertvoll” nicht all jene Situationen, aus denen man mit leichter Schlagseite oder mit einem blauen Auge heraus gekommen ist? Ja doch, davon gibt es so einige. Und um ehrlich zu sein gefällt mir der Ausspruch mit der Schlagseite oder dem blauen Auge doch etwas besser. Nicht jede Erfahrung aus so einer Situation ist […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/blog

  28. Abenteuer Alltag (20.-26.07.2026)

    Rechtzeitig zum Urlaubsbeginn holt sich der Körper dann auch mal die dringend notwendige Pause. Ok, einverstanden. Es ist ja eh Pause und nicht viel geplant. Was in der Küche passiert ist: Das wurde gekocht: Fladenbrot mit Käse, Artischockenherzen und Kapernäpfel griechischer Bauernsalat mit Artischockenherzen und Kapernblätter gebackene Aprikosen auf Joghurt Gyros mit Kartoffelwedges und Tsatsiki Weiteres aus der kulinarischen Ecke: Kulinarisch war die Woche mal wieder […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  29. Volkswagen in der Krise (?): Zwischen Werksschließung, Rüstung und der Frage, wofür wir eigentlich arbeiten

    Werbung in eigener Sache: Du hast genug von all den Videos zur Mobilitätstransformation in Paris, Kopenhagen, Utrecht? Du willst ins Handeln kommen und vor deiner Haustür gerechte Mobilität erschaffen? Dann komm´ mit meiner zweiten Delegationsreise nach Graubünden! 2,5 Tage geballtes Learn&Travel, Austausch mit Expert*innen vor Ort, Export von Ideen nach Deutschland. Die Plätze sind limitiert, um einen guten Austausch zu garantieren.

    Für diese Folge habe ich drei Gäste eingeladen, die auf sehr unterschiedliche Weise mit Volkswagen verbunden sind: Corinna Budras, Wirtschaftskorrespondentin der FAZ in Berlin, ihren Kollegen Christian Müßgens aus Hamburg, der bei der FAZ für die Berichterstattung über den Volkswagen-Konzern verantwortlich ist, und Thorsten Donnermeier, der seit 42 Jahren im VW-Werk Kassel-Baunatal arbeitet. Mit Thorsten und zwei weiteren Autor*innen, Tobi und Kiki, habe ich außerdem gemeinsam ein Buch über die Transformation von Volkswagen und der Autoindustrie geschrieben – seine Perspektive begleitet meine Arbeit also schon länger.

    Werbung:
    Die Erkenntnisse der Bosch Unfallforschung sind eindeutig: Wenn alle Ebikes mit ABS ausgestattet wären, könnten jährlich bis zu 29 % aller Pedelec-Unfälle abgemildert oder verhindert werden.
    Bosch eBike ABS Bremst dein Bike, nicht deinen Flow.
    Mehr Infos unter bosch-ebike.com/abs

    Wir treffen uns zu einem Zeitpunkt, an dem erneut angekündigt wurde, dass 100.000 Stellen bei Volkswagen gestrichen werden sollen. Corinna und Christian erzählen zunächst, wie sie sich dem Thema in ihrer sechsteiligen FAZ-Serie „Die VW Story“ genähert haben: von der Gründung in der NS-Zeit über die identitätsstiftenden Jahre des Wirtschaftswunders bis zu den Skandalen und dem Blick nach China. Thorsten ordnet das aus der Beschäftigtenperspektive ein und erinnert an einen Punkt, der in vielen Debatten fehlt: dass Volkswagen 1933 mit enteignetem Gewerkschaftsvermögen aufgebaut wurde.

    Von dort aus geht es in die Gegenwart: die massive Existenzangst in der Belegschaft, immer neue Sparprogramme, sinkende Löhne trotz steigender Anforderungen. Thorsten rechnet vor, dass ein Nettolohn von rund 2.600 Euro in der mittleren Entgeltgruppe branchenweit schon als gut gilt – „das sind die reichen VW-Arbeiter“, sagt er, „mit 2.600 Euro ist man nicht reich.“ Wir sprechen über den Abgasskandal und wie unterschiedlich er in Deutschland und den USA aufgearbeitet wurde, über die Kluft zwischen Managementgehältern im Millionenbereich und dem, was am Band verdient wird, und darüber, wie sehr Sparprogramme wie „Speed“ das Verhältnis zwischen Konzern und Belegschaft geprägt haben.

    Im Zentrum des Gesprächs steht dann die vielleicht schwierigste Frage: Soll, muss, darf ein Autokonzern zum Rüstungsbetrieb werden? Am Beispiel des Standorts Osnabrück – ausgerechnet der Stadt, in der einst der Dreißigjährige Krieg beendet wurde – diskutieren wir die ethischen Widersprüche dieser Entwicklung. Thorsten bringt es auf den Punkt: Wäre die Beschäftigung sicher und der Tarif gut, würde niemand freiwillig in die Rüstungsproduktion wollen. Er zitiert dazu Charlie Chaplins Rede aus „Der große Diktator“: „Ihr habt die Macht, Bomben zu bauen oder Glück zu spenden.“ Nur die Beschäftigten selbst, sagt er, hätten am Ende die Macht, es mit den eigenen Händen zu tun oder zu lassen – „wir sind die beherrschte Klasse, wir dürfen nicht mal entscheiden, ob wir einen Panzer oder etwas anderes bauen wollen.„

    Wir sprechen auch über Alternativen jenseits von Rüstung und reiner Kostenlogik: über Mobilitätsprojekte wie MOIA, über Mobilitätsarmut in Deutschland und darüber, was es bedeutet, wenn ein Konzern, der Generationen von Menschen mobil gemacht hat, plötzlich vor allem kalt und kapitalistisch wirkt – „stellt euch doch mal ans Band, Herr Blume, Herr Friedrich Merz“, frage ich an einer Stelle, „ist das noch Volkswagen?“ Gegen Ende ziehen wir den Bogen zu Solidaritätsbewegungen bei Mercedes in Bremen und Untertürkheim, die Thorsten Hoffnung machen, und zur Frage, wer eigentlich entscheidet, was produziert wird – und wer am Ende die Konsequenzen trägt.

    #Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility
  30. Die nächste Delegationsreise ist buchbar! Diesmal gehts nach Graubünden.

    Zweite Delegationsreise in die Schweiz ab sofort buchbar – limitierte Plätze für guten Austausch.

    Nach dem großen Erfolg der ersten Delegation in den Kanton Luzern gibt es jetzt die zweite Ausgabe – diesmal in Graubünden. Im Schwerpunkt geht es nach Thusis, Chur und Lenzerheide – nicht um über Mobilitätswende zu reden und beeindruckt auf das zu schauen, was andere bereits erschaffen haben, sondern um in der Praxis zu zeigen, wie diese Erfolge erlangt wurden. Während in Deutschland noch um jeden Kilometer Bahn oder Fahrradweg diskutiert wird, während systemisches Denken immer noch nicht in die Verkehrspolitik Einzug gehalten hat, hat Graubünden längst eine Antwort: Ein facettenreiches Angebot von Postauto, das jedes Dorf im Takt erreicht, der Rhätischen Bahn, die Tal und Höhe verbindet und Fahrräder mit in ihrer DNA trägt, sowie Gemeinden, die Last-Mile-Lösungen nicht planen, sondern betreiben.

    Die Eckdaten im Telegramm: 27.-29. September 2026, Thusis, Chur & Lenzerheide, Graubünden. Die Teilnahmegebühr beträgt 590€ inkl. MwSt./(350€ inkl. MwSt. ermäßigt für Studierende und Auszubildende gegen Nachweis) pro Person.
    Die Teilnahmegebühr deckt die Inhalte der Delegationsreise vom 27.09. – 29.09.2026.
    Die optionalen Inhalte sind zusätzlich buchbar; es gelten dieselben Zahlungs- und Stornoerungsbedingungen.
    Kosten für An- und Abreise, Unterbringung, Verpflegung und Mobilität vor Ort sind selbst zu tragen.

    Wer dabei sein möchte, schreibt mir: [email protected] <3

    Oder buche dich direkt ein, dann ist dir der Platz sofort sicher.

    Die Zusatzangebote sind bereits aufgelistet, aber noch nicht bepreist, da ich zum einen das Interesse abfragen möchte und dann aufgrund des Interesses auch erst kalkulieren kann, was es pro Person kostet.

    Stellt euch vor, ihr steigt aus der Bergbahn und der Blick reicht bis zum Talboden. In diesem Moment lernt ihr die Menschen kennen, mit denen ihr die nächsten Tage unterwegs sein werdet. Keine Konferenzräume, keine Videos „oh wie schön ist Paris!“, sondern eine lebendige Gruppe von deutschen Expert*innen und Mobilitätsinteressierten, die auf Macher*innen der Schweiz trifft, die uns ihr Wissen weitergeben werden. Exportgut Mobilitätswende! Die Berghütte Raschuns bietet für den Start die beste Aussicht auf die Region, in der wir uns die nächsten Tage bewegen werden. Unsere Delegationsreise nach Graubünden beginnt mit dem bewährten Ansatz, sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen, anstatt nur Informationen zu vernehmen. Statt theoretischer Erklärungen legen wir den Fokus auf die praktische Erfahrung.

    Unsere lokalen Ansprechpartner*innen

    Vor Ort unterstützen mich Vera Grossmann (Münchnerin mit großer Mikromobilitätsexpertise und Wurzeln in Graubünden) und Werner Glünkin (pesionierter Verkehrsexperte mit hoher Expertise der lokalen Verkehrwende). Sie sind mit der Region und ihren Mobilitätsgeschichten bestens vertraut. Sie öffnen Türen, die für uns, die ansonsten nicht zugänglich sind, beispielsweise zur Stadtverwaltung Chur, zu den Bergbahnen oder zur Werkstatt von Bike Kingdom.

    Sonntag: Ankunft und erstes Kennenlernen

    Nach der Anreise geht es mit der Bergbahn hinauf – und direkt im Anschluss lernst du die Gruppe bei der Berghütta Raschuns kennen, mit Blick über das Tal. Kein Konferenzraum, kein Namensschild, sondern ein informeller Start in drei Tage, die auf Anfassen statt Anhören setzen.

    Montag: Von der Stadtverwaltung auf den Berg

    Der erste volle Tag startet in Chur mit einer Stadttour, bei der ein Stadtrat erklärt, wie Verkehrsplanung in einer Schweizer Kantonshauptstadt konkret aussieht. Danach geht es mit der Gondelbahn hinauf nach Brambrüesch, inklusive Working Lunch mit Blick über die Stadt. Am Nachmittag reisen wir weiter nach Altstätten und lernen dort das Mobilitätsprojekt AmiGO kennen, bevor wir abends nach Thusis zurückkehren, wo im Story das Abendessen wartet.

    Dienstag: Räder, Sicherheit und die Frage, für wen wir planen

    Mit dem Postauto geht es über Tiefencastel nach Lenzerheide, zu Bike Kingdom und den lokalen Fahrradinitiativen. Zurück in Thusis wird es fachlich: ein Vortrag zu Last Mile und Verkehrssicherheit, danach Lunch im Story mit einer Diskussion, die selten in dieser Tiefe geführt wird – wie Mobilitätsangebote für Frauen als eigene Zielgruppe gedacht werden müssen. Mit dem Velo geht es weiter zum Pumptrack Thusis, wo Frauen- und Familienmobilität nicht nur besprochen, sondern befahren wird, und schließlich zur Raststätte Viamala, wo wir uns die dortige Ladeinfrastruktur ansehen, bevor wir mit dem Rad zurück ins Story fahren.

    Warum sich das lohnt

    Diese Reise ersetzt keinen Fachartikel, sie ergänzt ihn um das, was Papier nicht leisten kann: selbst im pünktlichen Postauto sitzen, mit den Menschen sprechen, die Last-Mile-Lösungen in Thusis tatsächlich umsetzen, und live sehen, wo die Theorie an der Praxis hängt oder eben nicht. Wenn du in Politik, Verwaltung, Journalismus oder Verkehrsplanung mitreden willst, bekommst du hier in drei Tagen mehr Substanz als aus Monaten Sekundärquellen.

    Zusätzliche Angebote rund um das Hauptprogramm

    Drei optionale Angebote lassen sich unabhängig vom Hauptprogramm dazubuchen. Wer schon am Samstagnachmittag anreist, kann an einer Kinderbuchlesung mit mir im Story in Thusis teilnehmen – praktisch, wenn du deine Familie mitbringst. Und am Sonntagvormittag, vor dem offiziellen Start, führt eine Dorfführung durch Thusis zur Geschichte der Region als Säumerweg – dorthin, wo die Alpen einst zu Fuß und mit dem Maultier überquert wurden. Am Mittwoch werden zudem die Expert*innen von Allegra im Story einen Workshop zum agilen Projektmanagement in kommunalen Strukturen anbieten.

    Die Eckdaten

    27.–29. September 2026, Thusis, Chur & Lenzerheide, Graubünden. 590€ inkl. MwSt./(350€ inkl. MwSt. ermäßigt für Studierende und Auszubildende gegen Nachweis) pro Person.Das Programm ist in Abstimmung, Zeiten können sich noch ändern – melde dich trotzdem jetzt an, die Plätze sind begrenzt.

    Schreib mir: [email protected].

    Bis bald in Graubünden!

    Katja

    #Blogbeitrag #SheDrivesMobility
  31. Rewriting the Street Narrative: From Ad Agency to Urban Activist with Tom Flood.

    Our streets are designed for machines, not humans. But what if we could hack the narrative? In this episode, I sit down with Tom, a former ad executive for cars turned road safety advocate and co-founder of the Urban Truth Collective.

    We dive deep into how he shifted from selling cars to fighting for safe streets after realizing the absurdity of our car-centric culture-as a dad. Tom shares his journey of using creative tools-billboards, stickers, and viral campaigns-to expose the dystopian reality of traffic violence and reclaim public space for kids, teens, and pedestrians.

    We discuss: 

    Why „radical“ ideas like safe bike lanes are actually just common sense. 

    The power of visual storytelling to change minds faster than data ever could. 

     How to communicate with busy parents and skeptics without alienating them. 

     The struggle (and necessity) of paid vs. unpaid activism. 

     Why teenagers need public spaces that aren’t owned by Starbucks.

    Join us as we explore how creativity can be a weapon for justice and why the future of mobility must be human-centered.

    #Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility
  32. „Tote Winkel“ durch neue Allianzen in Hamburg überwinden: Ein Lkw-Unternehmer und der ADFC im Gespräch.

    Bereits vier tote Radfahrer in Hamburg 2026. Davon drei Rechtsabbieger-Unfälle mit Lastwagen. Und dann ein Ort der Trauer, an dem plötzlich etwas Unerwartetes passiert ist: Die Logistikbranche nimmt erstmalig an einer Mahnwache für einen toten Radfahrer teil und kommt mit Zugmaschinen, an denen riesige Planen hängen: „Es geht nur zusammen – Fahrrad und Lkw.“ ist dort zu lesen

    Aus diesem Moment – aus dieser seltenen Begegnung von Schmerz und Dialog – ist dieses Gespräch und eine neue Allianz entstanden. Denn Radfahrende wollen sicher fahren können – und Lkw-Fahrende niemanden gefährden.

    Ich spreche mit Michael Garbe, Inhaber eines der größten Hamburger Transportunternehmen, und Leo Strohm, ehrenamtlicher Vorstand des ADFC Hamburg. Zwei Männer, zwei Welten, aber ein gemeinsames Ziel: Dass niemand mehr sterben muss.

    Warum kommt ein Spediteur zu einer Mahnwache für getötete Radfahrende?

    Michael Garbe sagt es klar: „Das kann nicht angehen, dass wir einmal im Monat eine Mahnwache haben.“

    Für ihn ist das kein politisches Statement, sondern eine Frage der täglichen Arbeit. Er kennt seine Fahrer*innen. Er fährt selbst Lkw. Und er weiß: Crashes mit teilweise tödlichem Ausgang gehen an niemandem spurlos vorbei. Daher setzen sich viele in der Branche dafür ein, dass beide Seiten sicherer werden – durch kraftvolle politische Maßnahmen und gegenseitiges Verständnis.

    Garbe und seine Kollegen waren auch zum Gedenken gekommen, weil sie wissen, dass Technik allein nicht reicht. Sein Unternehmen hat freiwillig neben dem vorgeschriebenen Abbiegeassistenten inzwischen alle Lkw mit Kameras nachgerüstet. „Der Assistent, das ist nur ein Piepton.“ Technologie hilft, aber sie ersetzt nicht, zu sehen und gesehen zu werden.

    Leo Strohm beschreibt, was dieser Moment der Begegnung mit ihm gemacht hat. Es geht nicht um Vorwürfe, es geht um Erkenntnis. „Ohne Dialog, ohne aufeinander Zugehen wird eine Verbesserung für beide Seiten nicht funktionieren.“

    Es ist kein Geheimnis, dass Rechtsabbieger-Situationen, wo Lkw und Rad gemeinsam in die Kreuzung geschickt werden, die größte Gefahr für Radfahrende sind. Das zeigen auch die drei Toten in Hamburg.

    Wo bleibt die Politik?

    Beide Sprecher kritisieren sehr deutlich, was fehlt: Politische Konsequenz.

    Leo Strohm hält der Hamburger Politik vor, dass Vision Zero – also das Ziel von null Verkehrstoten – „eine sehr untergeordnete Rolle spielt“. Was er stattdessen sieht? „Nur Lippenbekenntnisse.“ Maßnahmen werden diskutiert, aber nicht durchgesetzt. Infrastruktur wird versprochen, aber nicht gebaut. Und währenddessen sterben Menschen.

    Michael Garbe ergänzt aus der Praxis: Spätestens mit den eBikes haben sich neue Verhältnisse auf der Straße gebildet, die eine stärkere Trennung von Rad- und Pkw-/Lkw-Verkehr notwendig machen. Der Blick in den Spiegel ist nicht derselbe, wenn sich Geschwindigkeiten ändern. Kameras sind gut. Schulungen sind wichtig. Aber am Ende entscheidet die Gestaltung der Begegnungszonen, ob tödliche Konflikte ermöglicht werden.

    Perspektivwechsel als Überlebensstrategie

    Am Ende dieses Gesprächs steht keine Schuldzuweisung, sondern ein Aufruf zum Perspektivwechsel.

    Michael Garbe wünscht sich: „Dass sich jeder Radfahrende mal in einen Lkw setzt.“ Einfach mal ein Gefühl dafür entwickeln, wie die Welt vom „Bock aus“ wahrgenommen wird. Hier einigen sich beide schnell, dass sie dazu einladen werden, auch damit sich die, die immer als Feind*innen gelesen werden, Radfahrende und Lkw-Fahrer*innen, eine starke Allianz gemeinsamer Interessen bilden – anstatt sich von der Politik, aber auch der Gesellschaft gegeneinander ausspielen zu lassen.

    Leo Strohm fährt viel Rad, sehr aktiv auch im Kontakt mit seinen Mitmenschen. „Auf der anderen Seite, im Auto, sitzen Menschen. Ich grüße – und ich kriege meistens einen netten Gruß zurück.“

    Genau darum geht es. Nicht um Feindbilder. Nicht um „Lkw gegen Rad“. Sondern um die Erkenntnis: Wir teilen die Straße. Wir teilen das Risiko. Und wir teilen die Verantwortung dafür, dass alle sicher nach Hause kommen.

    #Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility
  33. François Bausch: Wir müssen Menschen bewegen, nicht Fahrzeuge. Was wir von Luxemburg lernen sollten.

    Schön, dass du reinschaltest! Meinen Podcast schon abonniert? Wenn dir diese oder auch eine andere Folge gefällt, lass´ gern eine Bewertung da und/oder supporte mich – vom wöchentlichen Newsletter bis hin zu einzelnen Zahlungen – alles hilft. Eine Übersicht findest du hier. Anfragen als Speakerin oder Moderatorin gern an [email protected]!

    Was passiert, wenn ein Politiker zehn Jahre lang ein Verkehrsministerium führt – im Interesse aller, die mobil sein wollen, und nicht nur Jener, die ein Auto fahren können oder wollen.

    François Bausch war von 2013 bis 2023 Verkehrsminister in Luxemburg. Er hat eine Stadtbahn gegen den Widerstand von zwei Dritteln der Bevölkerung gebaut. Er hat Fahrspuren für Autos in Fahrradinfrastruktur umgewandelt. Und er hat 2020 kostenlosen Nahverkehr eingeführt – nicht als politisches Gadget, sondern als Kirsche auf einem Kuchen, den er vorher gebacken hat.

    Über diesen Kuchen sprechen wir heute.

    Aber zuerst ein kurzes Wort in eigener Sache.

    Dieser Podcast existiert, weil ich glaube, dass die richtigen Gespräche geführt werden müssen – auch wenn sie unbequem sind, auch wenn sie keine schnellen Lösungen liefern, auch wenn sie länger brauchen als ein Nachrichtenformat – und auch, weil leider nicht sehr viele intersektional in diesem Bereich arbeiten, also menschenzentriert für Jene, die immer wieder vergessen werden. Ich investiere in die Recherche, die Organisation, die Aufnahmen und Nachbereitung Zeit, die bekanntermaßen Geld ist. Das mache ich alles ohne Zahlschranke, weil ich möchte, dass alle an dem Wissen teilhaben können.

    Zur Finanzierung meines Podcasts suche ich deshalb Partner*innen, die zu meiner Arbeit und meiner großartigen Community passen. Unternehmen, Organisationen oder Initiativen, die Mobilität, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Wandel nicht als Kulisse nutzen, sondern selbst daran arbeiten. Wenn ihr Teil davon sein wollt – als Förderer, als Kooperationspartner, als Sponsor einer Folge oder auch eines ganzen Monats, dann meldet euch!

    Ich mache das nicht mit allen. Aber mit den Richtigen sehr gern.

    INSERT_STEADY_NEWSLETTER_SIGNUP_HERE

    In dieser Folge sprechen wir über einen Weg, der nicht mit einer großen Vision begann, sondern mit einer nüchternen Bestandsaufnahme: eine Hauptstadt, komplett aufs Auto ausgerichtet. Kaum Fahrradinfrastruktur. Eine Stadtbahn, die seit 30 Jahren diskutiert wurde, ohne dass etwas passierte. Und Investitionsrückstände in der Bahn, die sich über Jahrzehnte aufgestaut hatten.

    François hat das systematisch abgearbeitet. Erst als Beigeordneter Bürgermeister der Stadt Luxemburg, wo er einer zentralen Brücke eine Autospur wegnahm – und damit einen Sturm der Entrüstung auslöste. Dann als Minister, mit einem Investitionsprogramm, das Prioritäten setzte, einem nationalen Mobilitätsplan bis 2035 und dem Leitprinzip, das alles zusammenhält: Wir müssen Menschen bewegen, nicht Fahrzeuge.

    Die Stadtbahn ist dabei das eindrücklichste Beispiel. Als Bausch das Projekt 2013 anschob, waren nur 38 Prozent der Bevölkerung dafür. Er baute trotzdem – ließ vorher einen maßstabsgetreuen Holzprototyp mitten in der Innenstadt aufstellen, sammelte sechs Wochen lang Feedback aus der Bevölkerung, integrierte Vorschläge sichtbar und öffentlich, veranstaltete Tage der offenen Tür in der Werkstatt. Als die erste Strecke eröffnet wurde, kippte die Stimmung: 80 Prozent Zustimmung. Heute nutzen 140.000 Menschen täglich diese eine Linie. Und niemand stellt das Projekt mehr in Frage.

    Der kostenlose Nahverkehr, für den Luxemburg weltweit bekannt wurde, ist in diesem Gespräch fast eine Randnotiz – und das mit Absicht. François erklärt, warum er ihn selbst zunächst für „zu früh“ hielt, unter welcher Bedingung er zugestimmt hat, und warum er bei jedem Interview zum Gratisticket die Journalist*innen bat, kurz zuzuhören: Dieser sei „nur“ die Kirsche auf dem Kuchen. Den Kuchen muss man erst backen. Das kostet Investitionen, Qualität, Verlässlichkeit. Wer nur die Kirsche hinsetzt, schafft Frustration.

    Deutschland bekommt von François einen klaren Spiegel vorgehalten. Das Deutschlandticket ohne Investitionsstrategie, der Tankrabatt als Reflex, das fehlende Gesamtkonzept – er spart nicht mit Analyse und macht keinen Hehl daraus, dass er das strukturelle Problem in Deutschland nicht für lösbar hält, solange kein verbindlicher nationaler Plan existiert, der Minister*innen über ihre Amtszeit hinaus bindet.

    Am Ende frage ich ihn, was jemanden ausmacht, der Mobilitätspolitik wirklich gestalten will. Die Antwort von François ist direkt: Geduld, Überzeugungskraft, Zuhören und echten Willen, sich mit Herz und Seele reinzuschmeißen. Wer Verkehrsminister werden will, weil es das einzige Ministerium war, das noch übrig blieb, sollte lieber die Finger davon lassen.

    #Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility #SheDrivesMobility
  34. Maren Urner und Arne Semsrott: Was tun, wenn die Demokratie ins Wanken gerät?

    Ich freue ich mich über deinen Support! Meinen Podcast schon abonniert? Wenn dir diese oder auch eine andere Folge gefällt, lass´ gern eine Bewertung da und/oder supporte mich von Ko-fi bis Wero: hier.

    Was passiert im Gehirn, wenn die Demokratie ins Wanken gerät? Und was hat eine Nachbarschafts-Chatgruppe mit dem Widerstand gegen Rechtsextremismus zu tun? In dieser Folge von she drives mobility treffe ich zwei Menschen, deren Arbeit auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnte – und die doch zum selben Schluss kommen: Veränderung ist möglich. Aber nicht durch Abwarten.

    Maren Urner ist Neurowissenschaftlerin und Professorin für nachhaltige Transformation an der FH Münster. Sie forscht daran, wie das Gehirn auf Angst, Unsicherheit und Information reagiert – und wie konstruktive Alternativen zur Daueraufgeregtheit aussehen können.

    Arne Semsrott ist Politikwissenschaftler, Journalist und Aktivist. Er leitet die Recherche- und Transparenzplattform FragDenStaat – am 1.6. erscheint sein neues Buch Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück veröffentlicht.

    Der Rechtsruck: Überraschung oder Logik?

    Wir steigen ein mit einer unbequemen Frage: Hat uns überrascht, was gerade passiert? Maren antwortet mit neurowissenschaftlicher Einordnung: Nicht die Richtung des Rechtsrucks habe sie überrascht – das Gehirn sucht in Zeiten von Überforderung und Unsicherheit nach Halt, nach klaren Grenzen, nach Zugehörigkeit. Rechtspopulistische Angebote bedienen genau das – auch wenn es nur vermeintliche Sicherheit ist. Was sie aber überrascht hat: die Geschwindigkeit.

    Arne pflichtet bei, betont aber den Unterschied zwischen Analyse und Automatismus. Dass es so weit kommt, war für ihn nicht zwingend – aber er hat es in seinem vorigen Buch Machtübernahme durchgespielt. Und vieles davon ist Realität geworden, nicht unter der AfD, sondern unter einer radikalisierten Union. Das, sagt er, hat ihn schon überrascht.

    Emotionale Unreife als politisches Problem

    Maren bringt einen Begriff in die Runde, der hängen bleibt: emotionale Unreife. Nicht als Beleidigung, sondern als Diagnose. Wenn Parteien keine klaren Haltungen einnehmen, wenn Angst und Unsicherheit in Floskeln verpackt werden, wenn niemand wirklich darüber spricht, was die Menschen wirklich bewegt – dann betreiben wir Pseudo-Politik. Aushandlungsprozesse, die an der Oberfläche kratzen, aber nie an die Wurzeln gehen.

    Das Wort radikal kommt von radix – Wurzel. Und genau da schauen wir nicht hin, sagt Maren. Wir sehen das Laub, das fällt, aber nicht, was den Baum trägt.

    Arne ergänzt die strukturelle Dimension: Die klassischen demokratischen Parteien haben ihre Verbindungen zur Zivilgesellschaft gekappt – zur Kirche, zu Verbänden, zu engagierten Öffentlichkeiten. Und wenn diese Korrektur von außen fehlt, wenn keine Ideen und Impulse mehr hineinkommen, dann beschleunigt sich der Radikalisierungsprozess von innen.

    Warum die AfD emotionale Räume besetzt, die andere aufgegeben haben

    Es geht gar nicht um Argumente, sagt Maren. Es geht um das Gefühl von Zugehörigkeit. Die AfD geht dahin, wo demokratische Parteien nicht mehr hingehen: auf Volksfeste, an Stammtische, an Grillpartys. Sie bietet das, was unser soziales Zusammenleben im Kern ausmacht. Und wenn Menschen dann befragt werden, warum sie die AfD gewählt haben, können sie oft kein Argument nennen – weil es kein Argument war. Es war eine Emotion. Es war: die haben mich gesehen.

    Wenn man das versteht, versteht man auch, warum Lachen über Rechtschreibfehler in Nazi-Posts keine politische Strategie ist. Man trifft nicht das Argument – man trifft die Identität. Und dann fühlt sich die Person angegriffen, nicht überzeugt.

    Hoffnung ist nicht Optimismus – und das ist der Unterschied

    Der wohl wichtigste Moment der Folge kommt, wenn Maren erklärt, was Hoffnung wirklich ist. Nicht Wunschdenken. Nicht Optimismus. Nicht magical escape fantasies.

    Hoffnung ist, in der Forschungssprache, die Überzeugung, you can get there from here. Sie besteht aus zwei Zutaten: der Willenskraft, von A nach B zu kommen – und der Vorstellung konkreter Wege, wie das gelingen könnte. Wer beides hat, ist ein High Hoper. Wer eines davon nicht hat, bleibt passiv. Und das, sagt Maren, ist politisch relevant: Passive Menschen lassen sich leichter manipulieren. Wer glaubt, nichts verändern zu können, verändert nichts. Wer keine Wege sieht, fängt nicht an.

    Ein schönes Bild, was Maren findet: Angst und Hoffnung sind Erzfeindinnen – aber Angst tarnt sich gern als Hoffnung. Sie beschäftigt sich mit der Zukunft, sie fühlt sich bedeutsam an. Aber sie lähmt. Hoffnung hingegen aktiviert. Und sie hat kein Verfallsdatum.

    Arne sagt dazu: Ich bin kein Optimist, ich bin Pessimist. Pessimismus des Geistes, vielleicht Optimismus des Tuns. Genau das, sagt er, ist Hoffnung: nicht zu glauben, dass es gut wird – sondern zu handeln, weil Handeln der einzige Weg ist.

    Gegenmacht: Was Zivilgesellschaft wirklich kann

    Arnes neues Buch ist, wie er selbst sagt, das letzte Kapitel seines vorigen Buches – ausgebreitet. Das vage Hoffnungskapitel, das in vielen Sachbüchern hilflos am Ende klebt, ist hier die eigentliche Mitte.

    Er hat sich angeschaut, wo Zivilgesellschaft wirksam ist und warum. Was er gefunden hat: Es gibt überall Menschen, die mit Witz, Charme und Cleverness Veränderungen bewirken. Über direktdemokratische Verfahren wie den Hamburger Zukunftsentscheid. Über lokale Bündnisse in Sachsen-Anhalt, die Mehrheiten organisieren, bevor überhaupt gewählt wird. Über Initiativen wie Berlin Autofrei – die auch dann ein Erfolg sind, wenn sie nicht zur Abstimmung gelangen.

    Und das alles, sagt Arne, wird kaum berichtet. Nicht weil es nicht da wäre. Sondern weil die Menschen, die das richtige Zeug machen, keine Zeit haben, gleichzeitig darüber zu kommunizieren.

    Wo fängt man an? Mit einer Chatgruppe.

    Arne hat für sich selbst gelernt: Es fängt im direkten Umfeld an. Er hat eine Chatgruppe für sein Berliner Haus gegründet. Anfangs wegen falsch abgelegter Pakete. Jetzt ist es der Raum, in dem man gemeinsam über Betriebskosten redet – und vielleicht bald über die nächste Kiez-Versammlung.

    Das klingt klein. Und das ist der Punkt. Es braucht kein politisches Manifest, keine neue NGO, keine sieben Gründungsmitglieder für einen Verein. Es braucht den Blick auf Nachbar*innen, den Gruß im Treppenhaus, das Hoffest im Sommer. Aus Bedürfnis wird Verbindung. Aus Verbindung wird Organisierung.

    Maren nennt als ihre Low Hanging Fruit: Humor. Menschen, die nicht über sich selbst lachen können, sind meistens tief verunsichert. Humor baut Grenzen ab, schafft neue Gruppen, verbindet über Unterschiede hinweg. Wer lacht, kann keine Angst haben.

    Was bleibt

    Diese Folge ist ein Gespräch über Gehirne und Demokratie, über Angst und Hoffnung, über Stammtische und Sensorik, über das, was uns wirklich verbindet. Sie ist keine Analyse von oben, sondern eine Einladung: hinschauen, anfangen, verbinden.

    Und vielleicht das Wichitgste: Denen, deren Arbeit ihr schätzt, auch zu sagen, dass ihr sie schätzt. Weil schweigendes Zustimmen nicht ankommt.

    Arnes Buch „Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück“ ist im Buchhandel erhältlich – oder über die Bibliothek bestellbar, wie Arne selbst empfiehlt (22 Euro ist ja auch nicht nichts).

    Maren Urners neuestes Projekt Fun Facts findet ihr unter funfacts.de.

    #Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility
  35. Abenteuer Alltag (11.-17.05.2026)

    Kurze Woche, aber kein Brückentag für mich. Dennoch habe ich den Freitag etwas kürzer gehalten als sonst. Was in der Küche passiert ist: Der erste eigene Rhabarber wurde in zwei Eisrohmassen verwendet. Das Eis hält dann immer ein wenig vor und ist auch nicht zum gleich essen. Es braucht ja mindestens einen Tag zum durchfrieren. Daher habe ich mir dann noch ein 500g Bündel Rhabarber gekauft, weil ich da so eine fixe Idee hatte, die ich auch unbedingte ausprobieren wollte. Gefühlt […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  36. Wer darf mobil sein – und wem wird Mobilität politisch gewollt wieder entrissen? Raul Krauthausen und das Ende von Muva.

    Schön, dass du reinschaltest! Meinen Podcast schon abonniert? Wenn dir diese oder auch eine andere Folge gefällt, lass´ gern eine Bewertung da und/oder supporte mich – vom wöchentlichen Newsletter bis hin zu einzelnen Zahlungen – alles hilft. Eine Übersicht findest du hier. Anfragen als Speakerin oder Moderatorin gern an [email protected]!

    Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit Raul, das ich vor einigen Jahren aufgezeichnet habe. Er saß vor seiner legendären Fake-Bücherwand, und er sagte etwas, das mich seitdem nicht losgelassen hat: Die Leute denken, wir Behinderten haben kein Privatleben. Die fahren nur zur Physio. Ab 16 Uhr ist sowieso alles nicht mehr möglich – wir gehen ja nie ins Kino oder Cocktails trinken.

    Jetzt, ein paar Jahre später, haben wir uns wieder zusammengesetzt – diesmal mit Arne-Steffen Möller von VIA – und ich musste feststellen: Es hat sich etwas verändert. Und dann wurde es wieder schlechter gemacht.

    WERBUNG:
    „Umwelt macht Karriere“ – das ist das Motto von greenjobs. Wenn du gerade überlegst, wie du dein Berufsleben mit dem zusammenbringst, was dir wirklich wichtig ist – Klimaschutz, Mobilitätswende, echte Veränderung – dann ist greenjobs.de eine gute Adresse. Seit 25 Jahren bringen die Macher:innen von greenjobs Menschen mit grünen Qualifikationen und Arbeitgeber:innen zusammen, die genau diese Menschen suchen. Schau doch mal vorbei: www.greenjobs.de

    Raul lebt in Berlin, hat keinen Führerschein, seine Frau auch nicht. Barrierefreiheit im ÖPNV ist für ihn, wie er selbst sagt, das A und O. Er kann sich noch daran erinnern, wie es in den 80ern war: kein Bus mit Rampe. Das änderte sich in den 90ern – aber nicht, weil die Politik es so wollte, sondern weil die alten Busse wegen Umweltschutzauflagen nicht mehr zugelassen wurden. Die neuen hatten dann plötzlich alle Rampen. Raul lernte mit 16 Jahren, alleine Bus zu fahren. Was andere mit 5 lernen.

    Den Sonderfahrdienst gibt es in Berlin seit Jahrzehnten. Eine Revolution, als er eingeführt wurde. Aber die Buchung lief lange per Telefon, Fax oder E-Mail. Manchmal 23 Stunden Warteschleife. Drei Wochen Vorlaufzeit. Keine App. Keine Echtzeitverfügbarkeit. Die Welt der Ride-Hailing-Apps hatte sich längst weitergedreht – der Sonderfahrdienst nicht.

    Dann las Raul, dass der Sonderfahrdienst neu ausgeschrieben wird. Und er hatte eine Idee: Warum nicht VIA, die schon mit dem Berlkönig gezeigt hatten, was digitale On-Demand-Mobilität kann, in die Ausschreibung bringen? Der Berlkönig hatte von Anfang an zwei barrierefreie Fahrzeuge – weil die damalige Projektleiterin Raul einfach gefragt hatte, was es braucht.

    VIA bekam den Zuschlag. Der Sonderfahrdienst wurde digital. 50 Prozent der Fahrten werden mittlerweile per App gebucht. Raul kann jetzt spätabends auf einer Party schauen, wann der nächste WIRmobil für ihn verfügbar ist – und eine halbe Stunde später zuhause sein. Was ihn sonst eine Stunde gekostet hätte, weil Aufzüge nicht funktionierten.

    Und dann kam der MUVA, ein Angebot der BVG, entwickelt mit VIA. Barrierefrei, digital buchbar. Seitlicher Einstieg mit Rampe, wie beim klassischen Bus – schnell, würdevoll, ohne den umständlichen Hublift-Prozess. Das Fahrzeug kam in BVG-Design. Es fühlte sich wie ein Verkehrsmittel an – nicht wie Sondertransport. Zu Hochzeiten: bis zu 1.000 Fahrgäste am Tag. Menschen im Rollstuhl, ja – aber auch Eltern mit Kinderwagen, ältere Menschen, Menschen mit Angststörungen, die nicht U-Bahn fahren können. Der MUVA schloss Lücken, die entstehen, wenn ein Aufzug kaputt ist und der nächste einfach… auch kaputt ist.

    Arne-Steffen Möller ist Partner Success Manager bei VIA, einem der führenden Anbieter von On-Demand-Software und in Deutschland maßgeblich daran beteiligt, barrierefreie Mobilität nicht nur zu denken, sondern auch umzusetzen. VIA war als Technologiepartner der BVG hinter dem Berlkönig, dem WirMobil und zuletzt dem MUVA. Im Gespräch erklärt er, welche Überzeugungsarbeit es brauchte, Digitalisierung überhaupt erst in eine klassische Betriebsausschreibung hineinzubekommen, wie eine App individuelle Assistenzbedarfe abbilden kann – von der Treppenhilfe bis zur Begleitung am Start – und warum gute Software allein nichts ausrichten kann, wenn der politische Wille fehlt, Angebote langfristig zu finanzieren. Sein Appell: verbindliche Standards für barrierefreie Fahrzeuge in Ausschreibungen und Planungssicherheit für die Menschen, die darauf angewiesen sind.

    Denn: Der Muva wurde eingestellt.

    Was bleibt, ist ein Nachfolgeservice des VBB, der das Gegenteil von Fortschritt ist: keine App, nur Telefon, klassische Taxizentrale, keine Garantie auf ein barrierefreies Fahrzeug. Wer an einem defekten Aufzug steht und anruft, hört manchmal: kein barrierefreies Taxi verfügbar. Oder: kommt in einer Stunde.

    Raul bringt es auf den Punkt: Das Kostenargument ist das Totschlagargument unserer Zeit. Es wird gegen Klimaschutz benutzt, gegen Gleichberechtigung, gegen Inklusion. Aber niemand rechnet, was es kostet, Dinge ständig neu zu erfinden. Den Berlkönig aufgebaut, abgebaut. Den MUVA aufgebaut, abgebaut. Fahrer*innen eingestellt, entlassen, eingestellt, entlassen. Konzepte über Konzepte – und am Ende: Rückschritt. Dabei wäre die Vision so klar: Sonderfahrdienst, ÖPNV und Taxiverkehr aus einer Hand gedacht, aus einem Topf finanziert, mit verbindlichen Standards für Barrierefreiheit in jeder Ausschreibung. Kein Sonderprodukt, sondern: Mobilität für alle.

    In Hamburg gibt es MOIA – das On-Demand-Angebot von Volkswagen. Lange nicht barrierefrei. Jetzt kommen autonome MOIA-Fahrzeuge. Auch nicht barrierefrei. Ich finde: Wenn ein neues Produkt in die Welt kommt, muss Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht sein. Nicht als Zusatz. Nicht als spätere Version. Das ist keine Forderung nach Luxus. Das ist eine Forderung nach Teilhabe. Und Teilhabe ist keine Kostenfrage – sie ist eine Frage des politischen Willens. Raul ergänzt: Beim autonomen Fahren ist bis heute nicht geklärt, wie Menschen im Rollstuhle diese Services benutzen sollen. Wer schnallt die Rollstühle an, wer gewährleistet einen barrierefreien Zustieg? Unglaublich, aber nicht neu, denn auch die Ladesäulen für Elektroautos – eine Infrastruktur, die NEU aufgebaut wird, sind nur zu geringen Prozentsätzen barrierearm. Auch hier waren es die Betroffenen selbst, die überhaupt erst eine Rahmenrichtlinie entwickelten.

    Ich hoffe, dass andere Städte jetzt mit VIA und ähnlichen Anbieter*innen das machen, was Berlin gerade aufgibt. Und ich hoffe, dass Berlin dann irgendwann under Druck gerät.

    #Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility
  37. eYou – eine neue Social Media Plattform

    Am Dienstag habe ich eine kurze Bemerkung auf Bluesky gelesen, dass es eine neue Social Media Plattform geben soll. Und zwar eine mit Sitz in Europa: eYou Nun, man muss zwar nicht immer alles ausprobieren, aber mir war danach. Insofern stelle ich dir hier nun diese Plattform vor. Sofern nicht anders gekennzeichnet, wurden die Screenshots am 14.05.2026 aus der Android Version der App Version 0.1.0+54 erzeugt. eYou.social Meine ersten Erfahrungen Die Community Bisheriges […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/eyou

  38. Katjas Kolumne: Ist der Wegfall von Autobevorratungsflächen wirklich Verlust – oder vielleicht doch eher Gewinn?

    https://loops.video/v/fEl4R7U34o

    Vor einer Woche wurde Superbüttel eröffnet. Jetzt loben es alle.

    Aber ich erinnere mich, wie oft es auf der Kippe stand. Wie oft die Initiator*innen hätten aufgeben können — und es nicht getan haben.
    Jahrelang Gegenwind, jahrelang die gleiche Frage: Warum macht ihr das überhaupt, das wird doch eh nichts.

    Und jetzt steht es da.

    66 % der Anwohner*innen im Relliquartier haben kein Auto. Trotzdem gehörte der Straßenraum jahrzehntelang vor allem den Fahrzeugen — zehnmal mehr Fläche für Autos als Grün für Menschen. Das war eine Entscheidung. Und Entscheidungen lassen sich ändern.

    Superbüttel zeigt, was passiert, wenn Menschen nicht lockerlassen.

    Also bitte: Erzählt mir nicht mehr, dass Einzelne nichts bewegen können. Das stimmt schlicht nicht.

    Entdeckt die Superbüttler*in in euch. 🙌

    INSERT_STEADY_NEWSLETTER_SIGNUP_HERE
    #Blogbeitrag
  39. Rhabarber-Strudel mit Vanillesauce (6 Portionen)

    Rhabarberschale kann man essen. Sie ist ein bisschen faseriger als der Rest, aber grundsätzlich geht das. Ich habe das bisher so nicht beachtet. Selbst für das Kochen und Backen mit Rhabarber habe ich die Stangen immer abgezogen. Hier beim Strudel war ich eigentlich schon wieder dabei den Rhabarber genauso zu schälen wie immer und ihn anschließend in Form eines Kompotts auf den Blätterteig zu geben. Zweites ist immer eine gute Idee, wenn man sehr saftige Früchte in einen Strudel packen […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/rhab

  40. Abenteuer Alltag (04.-10.05.2026)

    Das war eine nette unauffällige Woche. Job war gut, Kochen und Essen auch sehr gut, den Katzis geht es gut und es gibt immer mehr Blüten im Garten. Was in der Küche passiert ist: Das wurde gekocht: Pasta al Limone, Ricotta e basilico Salat mit Nordseekrabben, Ei und Avocado Gebratene ganze Scholle mit Salbei-Butter, Kartoffelbrei und Karotten Weiteres aus der kulinarischen Ecke: Mir war diese Woche kurzfristig sehr nach Gorgonzola. In den nächsten Tagen hatte ich eh Pasta mit […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  41. Blognacht Mai 2026: „Verplappert“

    Ich bin keine Person die gerne viel redet. Früher hätte man wohl gesagt, ich wäre introvertiert. Aber die Welt hat sich weiter gedreht und so wissen wir schon lange, dass auch jeder als introvertiert bezeichnete Mensch mindestens zu einem gewissen Anteil auch extrovertiert ist. Dennoch bin ich keine Person, die große Menschenmengen mag, ich mag es auch nicht vor Menschen live zu sprechen und dabei ist es nahezu egal ob das remote am Bildschirm, in einer kleinen Gruppe oder auf einer […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/blog

  42. Abenteuer Alltag (27.04.-03.05.2026)

    An so eine Woche mit einem Feiertag drin kann man sich schon gewöhnen. Bei mir in der Gegend war es schön ruhig. Keine Party, keine “Scherze” zum ersten Mai. Was in der Küche passiert ist: Wie gedacht kam am Montag das neue Geschirr. Das wurde Abends ausgepackt und auch direkt eingeweiht.. also fast. Ein Teller hat den Transport nicht überlebt. Aber die Reklamation ging sehr schnell und der Ersatz war auch direkt am Folgetag auf dem Weg zu mir. Seit dem wird das Geschirr […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  43. Ich habe einen #blogbeitrag über #Konservative geschrieben. Ich wollte für mich klären warum die aktuell meist #reaktionär auftreten und damit so viele Lebensgrundlagen kaputt machen, #Konservatismus hieße ja eigentlich eher bewahren. Dürft ihr gerne lesen und kommentieren:

    blog.hamdorf.org/konservative/

    #blog #fediverse #mastodon #cdu #cducsu #schicksalsjahreeineskaisers

  44. Zukunftsforscher Stefan Carsten: Angst an der Macht bremst die Verkehrswende.

    Schön, dass du dabei bist – und dass du Themen wie diese für wichtig hältst. Genau dafür mache ich diesen Podcast. Wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest, gibt es dafür viele Wege: Meinen wöchentlichen Newsletter bekommst du bei Steady – er ist die finanzielle Basis meines Tuns. Meine Bücher findest du hier. Mit ihnen komme ich auch gern zu euch! Hat dir diese Folge etwas gegeben? Dann freue ich mich über eine Bewertung und Weiterempfehlung – das hilft enorm, damit mehr Menschen den Podcast finden. Und wenn du mich direkt unterstützen möchtest, findest du hier alle Kanäle. Für Anfragen aller Art: [email protected]

    Stefan Carsten ist Zukunftsforscher, Mobilitätsexperte und zum dritten Mal zu Gast bei She Drives Mobility. Seit 30 Jahren begleitet er die Transformation von Städten und Verkehrssystemen – in Beiräten, auf Bühnen, in Büchern. Er ist jemand, der die Fortschritte klar benennt und die Wut trotzdem nicht verbeißt. Und der zum ersten Mal in drei Jahrzehnten fragt, ob das System noch jemanden wie ihn braucht.

    Wir starten das Gespräch bewusst mit schlechter Laune – weil die Lage der Nation es so verlangt. Und weil ehrliche Analyse vor falscher Zuversicht kommt. Gleichzeitig sind wir beide, trotz allem, unerbittlich in der Überzeugung: Es kann sich etwas tun. Es muss sich etwas tun.

    Werbung: Du willst Mobilität, Klimaschutz oder Nachhaltigkeit nicht nur denken, sondern auch beruflich leben? Dann ist greenjobs genau das Richtige. Seit 25 Jahren bringt die Jobbörse grüne Arbeitgeber und passende Fachkräfte zusammen – von der Radverkehrsplanung in der Kommune bis zur Mobilitätswende-Expertise bei einer Klimaschutzagentur. Kleinstarbeitgeber, Öko-Startups und Naturschutzvereine können ihre Stellen sogar kostenlos inserieren. Schau rein: www.greenjobs.de!

    Was Deutschland falsch liest – und was Paris richtig macht

    Stefan ist grundsätzlich positiv: Die Mobilitätswende in den Städten ist, so seine These, irreversibel in Gang gesetzt. Berlin ist dafür ein paradoxes Beispiel – eine Stadtpolitik, die massiv auf das Auto setzt, während die Menschen im Alltag längst das Fahrrad, den ÖPNV und Sharing-Angebote nutzen. Mobilität wird von der Gesellschaft gemacht, nicht von der Politik. Paris beweist das eindrücklich: Eine Stadt, die konsequent auf Menschen statt Autos setzt – und dafür zur erfolgreichsten Wirtschaftsmetropole Europas geworden ist. Eine Korrelation, die in Deutschland systematisch ignoriert wird.

    Nicht Komfortzone, sondern Angst

    Was bremst? Stefan spricht nicht von Komfortzone, sondern von purer Angst. Angst, dass das Neue es schlimmer machen könnte. Angst, dass es keine echte Alternative zur Automobilität gibt. Angst, dass 70 Jahre Wohlstand und Komfort vorbei sein könnten. Und eine Politik, die diese Angst bedient statt einzuordnen – ohne Korrelationsdenken, ohne Strategie.

    Die Gemeinderäte, die Fachleute in den Wahnsinn treiben

    Auf dem Land ist es nicht die Bürgermeisterin, die die Mobilitätswende ausbremst – es sind die Gemeinderäte. Der Bäckereimeister, der Juwelier, der Einzelhändler: Menschen, die den Parkplatz verteidigen, obwohl er kontraproduktiv ist. Stefan kennt hoch frustrierte Verkehrsplaner, die genau an diesen Traditionalisten scheitern. Und er ist skeptisch, dass die Impulse aus der Fläche kommen – sie müssen von den großen Städten diffundieren, in die Vororte, in die Mittelzentren.

    Ein positives Gegenbeispiel: NRW und die Verkehrspolitik als Wirtschaftspolitik

    Nordrhein-Westfalen macht es vor: Ein Verkehrsminister, der Schulen von Autos befreit, kommunale Strukturen stärkt und Politik für alle Menschen macht – und das als Wirtschaftspolitik versteht. Teilhabe ist Wirtschaftspolitik. Lebensqualität ist Standortfaktor. Das zeigt Paris. Das zeigt VAUDE, der Outdoor-Hersteller, der eine eigene Buslinie zum Bahnhof eingerichtet hat, Diensträder anschaffte und Bahn first eingeführt hat – und seitdem keine Stellenanzeigen mehr schalten muss, weil die Bewerbungen von alleine kommen.

    Diversität auf Bühnen: Es geht, wenn man es will

    Wir sprechen darüber, dass auf Mobilitätskongresses noch immer fast ausschließlich weiße Männer das Wort haben – und was das mit der Qualität der Debatte macht. Stefan hat für die Bus2Bus-Konferenz mehr als 50 Prozent Frauenanteil auf Panels und Podium erreicht. Wie? Indem er nach Kompetenz gesucht hat – und festgestellt hat, dass Kompetenz oft weiblich ist, wenn man wirklich hinschaut.

    9-Euro-Ticket, ÖPNV-Rückzug und AfD-Erstarken

    Was das 9-Euro-Ticket gezeigt hat, war nicht nur Klimapolitik – es war soziale Gesundheit. Menschen konnten sich wieder treffen. Ältere konnten teilhaben. Eine Greenpeace-Studie zeigt: Die Regionen, aus denen sich der ÖPNV zurückzieht, sind dieselben, in denen die AfD reüssiert. Auch diese Korrelation wird politisch nicht aufgenommen.

    🔒 Ab hier: exklusiv für Abonnent:innen

    Im zweiten Teil des Gesprächs sprechen wir ausführlich über den Mobility Report – Stefans großes, neues Werk, das er nach zweijähriger Pause herausgegeben hat. Weil er sagt: Wenn ich es nicht mache, macht es keiner. Und weil sich zu viele Themen angestaut haben, die raus mussten.

    10 Trends, 2 Deep Dives, 1 Manifest

    Der Report beschreibt 10 Zukunftstrends der Mobilität, zwei vertiefende Deep Dives – und ein Manifest der bewegten Räume: 10 Aspekte, wie Raum- und Mobilitätswende vor Ort konkret realisiert werden kann. Nach 30 Jahren zum ersten Mal so aufgeschlüsselt.

    „Gen Scooter“ – warum die junge Generation doch Führerschein macht

    Ein Trend, der Stefan selbst überrascht hat: Die junge Generation will den Führerschein. Nicht weil sie das Auto besitzen will – sondern weil Mobilität, Identität und Status sich entkoppeln. Das Auto wird zum gelegentlichen Werkzeug, nicht zum Statussymbol. Was das bedeutet: Die Menschen wollen kein eigenes Auto, aber das gesamte Mobilitätsportfolio jederzeit verfügbar. Und wenn Städte das liefern, verändert sich Mobilität massiv – zum Guten.

    The Backup Car – das Auto als Reserve

    Warum stellen Mietwagenunternehmen nicht massiv Wochenendangebote bereit? Das Auto in der Stadt wird zur Backup-Option. Wer jederzeit Zugriff auf eines hat, braucht keines mehr zu besitzen. Sharing, Bahn, Rad – und das Auto für den Ausnahmefall. Kein Widerspruch, sondern das vollständige Mobilitätsportfolio.

    Die Schweizer 30-Tage-Challenge

    Eine Initiative aus der Schweiz lässt Menschen 30 Tage lang den Autoschlüssel abgeben und gibt ihnen dafür uneingeschränkte ÖPNV-Mobilität. Das Ergebnis: Viele merken, dass sie das Auto in der Stadt nicht brauchen. Der Initiator wollte das Modell nach Deutschland skalieren – und läuft gegen geschlossene Türen. Dabei wäre genau das der Beweis, den wir brauchen: Menschen in die Situation versetzen, es erst mal zu erleben.

    Architektur als Mobilitätspolitik

    Berliner Unternehmen, die Fahrradstellplätze ins Foyer holen statt in die Tiefgarage. Weil es ein Standortfaktor geworden ist. Weil Mitarbeiter:innen es fordern. Weil es immobilienökonomisch lukrativer ist, über Mobilität nachzudenken, als über Autoparkplätze.

    Demokratie als Alltagspraxis

    Am Ende des Gesprächs: Leserbriefe schreiben, Politiker:innen ansprechen, auch die, die man nicht wählt – und fragen, warum sie nicht sehen, was gerade passiert. Stefan ist skeptisch, was klassische Medien angeht, aber optimistisch, was zivilgesellschaftliche Bewegungen betrifft. Ungarn, Baden-Württemberg, München, Paris – überall dort, wo Menschen abgestimmt haben, haben sie für Veränderung gestimmt.

    Ein Gespräch, das ehrlich ist über Erschöpfung, finanziellen Druck und das Gewicht, das es hat, das Richtige zu sagen – und das trotzdem nicht aufgibt.

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    #Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility
  45. Abenteuer Alltag (20.-26.04.2026)

    Ich muss zugeben, dass ich meine kleinen Alltags-Anektoden viel lieber hier rein schreibe als auf Mastodon oder Bluesky. Was in der Küche passiert ist: Nach über 10 Jahren habe ich mich dafür entschieden eines meiner Geschirrservice auszutauschen. Das nicht mikrowellenfeste Tchibo Geschirr wird eingemottet. Das neue Geschirr wird mir wohl Anfang der neuen Woche gebracht. Vielleicht sogar schon morgen.Und ich freu mich schon sehr drauf. Das wurde gekocht: Butter Chicken, Murgh Makhani […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  46. Von Tschernobyl über Fukushima zum Ende der Atomkraftwerke

    40 Jahre ist es nun her, dass in Tschernobyl der Reaktorunfall geschah. Und während die bayrischen Politiker von "Mini-Atomkraftwerken" träumen, würden sehr viele Menschen dieses Kapitel gerne abschließen. Und zwar für immer. Tschernobyl und seine Auswirkungen Am 26. April 1986 geschah der Reaktorunfall in Tschernobyl und eine Technologie, die bis dahin als sicher angesehen wurde, zeigte was für schreckliche Folgen sie haben kann.Ich war zum Zeitpunkt des Unfalls erst 2 Jahre alt, […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/von-

  47. Abenteuer Alltag (13.-19.04.2026)

    Spargelseason.. und mir ist wenig danach. Eine Portion Spargel hatte ich schon. Das scheint erst einmal auszureichen. Gut, dass ich hier keinen professionellen Foodblog führe. Bei dem man sich so eine Jahreszeit kaum entgehen lassen dürfte. Bei Bedarf kannst du aber gerne bei den älteren Rezepten mal kramen, falls du Rezepte mit Spargel suchst. Was in der Küche passiert ist: Ich habe 5 Wochen gewartet, dass ich die letzte Kochbanane im vollreifen Zustand austesten konnte. Und ja, diese […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/aben

  48. Die Bahn, die wir hatten – und die wir wieder haben könnten. Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene

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    „Was wir meinen, wenn wir Hoffnung sagen“ – ein Sammelband mit Essays von Marc-Uwe Kling, Marina Weisband, Cornelia Funke, Raúl Krauthausen und vielen anderen. Herausgegeben von Treibhauspost-Mitgründer Julien Gupta.

    208 Seiten, 19 Euro, oekom Verlag.

    Wer heute in Deutschland Bahn fährt, kennt das Gefühl: Der Zug kommt zu spät, der Anschluss ist weg, die App zeigt was anderes als die Anzeigetafel. Man schimpft, gewöhnt sich dran, oder steigt irgendwann aufs Auto um. Was dabei fast niemand mehr weiß: Es war mal anders. Und es könnte wieder anders sein.

    Ich habe mit Dirk Flege gesprochen, seit 25 Jahren Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, dem Lobbyverband für den Schienenverkehr in Deutschland. Dirk ist einer, der die Geschichte kennt, die Zahlen kennt – und trotzdem noch kämpft. Das Gespräch hat mich bestärkt und frustriert zugleich. Beides ist gut.

    Vom Leitmedium zur Nische

    Wer die Bahn nur aus den letzten 20 Jahren kennt, hat ein verzerrtes Bild. Die Eisenbahn war einmal das dominierende Verkehrsmittel – sozial, wirtschaftlich, strukturell. Die Industrialisierung Europas wäre ohne sie undenkbar gewesen. Und dann kam das Auto.

    „Das Auto hat jahrzehntelang weltweit politisch Rückenwind gekriegt“, sagt Dirk. „Es ist glorifiziert und ideologisiert worden als Verkehrsmittel der Freiheit.“

    Das Ergebnis sehen wir heute in den Zahlen: Nur noch 10 Prozent aller zurückgelegten Personenkilometer in Deutschland werden per Schiene absolviert. Rund 80 Prozent mit dem Auto. Im Güterverkehr: 70 Prozent Lkw, 20 Prozent Bahn. Dirk nennt das nüchtern eine „große Unwucht„. Ich nenne es das Ergebnis von Jahrzehnten falscher Prioritäten.

    Die Börsenbahn und ihre Folgen

    Der entscheidende Bruch kam in den Nullerjahren. Bahnchef Hartmut Medorn wollte die Deutsche Bahn an die Börse bringen – inklusive der Schieneninfrastruktur. Eine SPD-geführte Bundesregierung unter Schröder spielte mit.

    „Man hat wirklich das Netz kaputtgespart. Man hat Überholweichen rausgerissen, weil die zu teuer im Unterhalt waren. Alles Dinge, die uns jetzt auf die Füße fallen.“

    Die Konsequenz ist simpel, fast erschreckend einfach: Wenn ein Zug Verspätung hat und es keine Ausweichweiche gibt, muss der nächste Zug warten. Die Flexibilität, die das Netz früher hatte, wurde buchstäblich herausgerissen – für kurzfristige Kosteneinsparungen. Die Zahlen dazu sind eindeutig: Das Schienennetz in Deutschland ist seit den Nullerjahren um 12 Prozent geschrumpft. Gleichzeitig wurden und werden jährlich mehrere tausend Kilometer neue Straßen gebaut. Und das Verkehrsaufkommen auf der Schiene? Hat sich im Güterverkehr verdoppelt. Im Personenverkehr um über 40 Prozent zugenommen.

    „Da muss man nicht Mathematik studiert haben, zu wissen, dass das auf Dauer nicht gut geht. Ein geschrumpftes Netz mit immer mehr Verkehr obendrauf – das bricht irgendwann zusammen. Und genau das erleben wir.„

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    Berufsverkehr. Nieselregen. Die sich plötzlich öffnende Autotür.

    Genau hier greift das Bosch eBike ABS. Es verhindert das Blockieren beim abrupten Bremsen – du bleibst kontrolliert, stabil, lenkfähig. Die Bosch Unfallforschung ist eindeutig: Mit ABS an allen Pedelecs könnten bis zu 29 % der Unfälle abgemildert oder verhindert werden.

    Bosch eBike ABS. Bremst dein Bike, nicht deinen Flow.

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    Staatskonzern, aber welcher Art?

    Die Deutsche Bahn ist eine Aktiengesellschaft. Aber der einzige Eigentümer ist der Bund. Diesen scheinbaren Widerspruch löst Dirk mit einem Satz auf, der sitzt:

    „Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter. Wenn die Deutsche Bahn AG als Aktiengesellschaft komplett auf ihren Gewinn verzichten würde und der Bund das gut finden würde – gäbe es ja keinen Kläger.“

    Das Aktienrecht wird laut Dirk oft vorgeschoben – um Transparenz zu verweigern, Verantwortung zu verschleiern, politische Einflussnahme zu verneinen. Was er „organisierte Verantwortungslosigkeit“ nennt, ist in Wahrheit ein Strukturproblem: Niemand steuert wirklich, niemand entscheidet strategisch, und die DB macht, was betriebswirtschaftlich gerade noch geht. Die neue DB InfraGO – zuständig für Netz und Bahnhöfe – trägt im Namen das Wort „gemeinwohlorientiert„. Aber: Selbst dort gibt es noch einen Renditeanspruch von 2 Prozent. Bei der Autobahn GmbH, ebenfalls zu 100 Prozent Bundesbesitz, gibt es das nicht.

    Der Deutschlandtakt: Eine Vision, die lächerlich gemacht wurde.

    Es gab mal einen Plan. Er heißt Deutschlandtakt: ein integriertes Taktfahrplansystem, alle Metropolen im Halbstundentakt verbunden, der Infrastrukturausbau an das Ziel angepasst – nicht andersrum. Die Schweiz macht das seit Jahrzehnten. Es funktioniert. Dann sagte der damalige Staatssekretär Michael Theurer im ZDF: In 50 Jahren ist der Deutschlandtakt umgesetzt. Rechnerisch stimmte das. Politisch war es eine Katastrophe.

    „Dieser Deutschlandtakt ist der Lächerlichkeit preisgegeben worden„, sagt Dirk. Und der damalige Verkehrsminister Wissing hat es nicht eingefangen. Statt Etappen zu definieren, konkrete Zwischenziele, ein Versprechen – Schweigen. Seitdem gilt: Wer Visionen hat, soll zum Arzt.

    Was die Schweiz und Österreich zeigen

    Österreich war vor 20 Jahren am gleichen Punkt wie Deutschland heute. Bahnbeschäftigte schämten sich in der Kneipe für ihren Job. Heute sind sie stolz. Was hat sich verändert? Investitionen. Planung. Verlässlichkeit.

    „Die Österreicher haben Fonds, die haben Pläne, die gehen bis 2050. Die diskutieren jetzt, welche Schieneninfrastruktur sie 2050 haben wollen. Und das haben sie durchfinanziert bis 2040.“

    Und wer jetzt sagt, Österreich und die Schweiz seien zu klein für Vergleiche mit Deutschland: Dirk kontert trocken. Bei den Benzinpreisen sei Österreich plötzlich das große Vorbild – weil dort Tankstellen nur einmal täglich den Preis erhöhen dürfen. „Da ist Österreich auf einmal Vorbild, wenn es um Politik für Autofahrer geht. Aber bei der Bahn wird es immer platt gemacht.“

    Das Ungleichgewicht, das niemand benennt.

    Nachtzüge sind voll. Die Nachfrage ist da. Das Angebot ist zu alt, zu teuer, zu wenig. Warum? Weil ein Nachtzug Trassenpreise zahlt – EU-weit verpflichtend. Das Flugzeug zahlt keine Kerosinsteuer, keine Mehrwertsteuer auf internationale Tickets, und Landegebühren nur punktuell, nicht streckenabhängig.

    „Es ist nicht gerecht und die Politik ist da nicht konsequent. Das ist kein deutsches Phänomen. Hier sind eigentlich alle Staaten Europas gefordert.“

    Und dann ist da noch das Deutschlandticket: Eine großartige Idee. Aber für die Finanzierung greift man in den Topf der Nahverkehrsunternehmen, während Dienstwagenprivileg und Dieselprivileg unangetastet bleiben.

    Low Hanging Fruit: Das Sozialticket.

    Was wäre schnell möglich, wenn der politische Wille da wäre? Für Dirk ist klar: Ein Sozialticket für das Deutschlandticket. 25 Euro statt 63, finanziert aus den Sozialhaushalten, die ohnehin ein Mobilitätsbudget enthalten.

    „Mobilität ist ein Grundrecht. Jeder Mensch muss die Möglichkeit haben, seine Verwandtschaft zu besuchen, seine Kinder zum Kindergarten zu bringen – unabhängig davon, wie dick der Geldbeutel ist.“

    Das klingt einfach. Es ist einfach. Es fehlt der Wille.

    Warum es trotzdem besser wird

    Dirk ist kein Pessimist. Er ist jemand, der seit 25 Jahren kämpft und trotzdem noch kämpft. Seine These: Die Bahn wird besser, weil die Krise groß genug ist. Weil die Unpünktlichkeit so akut ist, dass die Politik nicht mehr wegsehen kann. Weil hohe Benzinpreise Menschen zum Umdenken zwingen.

    „Die Menschen und die Wirtschaft sind eigentlich weiter in Sachen Verkehrswende als die Politik.“

    Das glaube ich auch. Und deshalb ist Gespräche wie dieses nicht nur informativ – sie sind notwendig.

    Dirk Flege ist Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.

    #Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility
  49. ich habe gerade einen spannenden #blogbeitrag für #wordpress aufmerksam gemacht. da gehts um #gutenberg

    ploetner.io/de/dynamische-bloe

    interessante sache - muss ich mal testen....

    danke @simon für dein tipp in wpletter.de/

  50. Mit dem Finger zu zeigen – so wirksam wie ein Gespräch!?

    Litauen halbiert die Bahnpreise. Deutschland senkt die Steuer auf Flugtickets.

    Zwei Länder. Zwei Krisen-Antworten. Zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, wem Politik in schwierigen Zeiten dient.

    Das staatliche litauische Bahnunternehmen LTG Link reagiert auf hohe Spritpreise mit einer einfachen Entscheidung: alle Ticketpreise im nationalen Schienennetz – halbiert.

    Verkehrsminister Juras Taminskas: „Von Familien über Studierende bis hin zu Senior*innen – alle werden von diesen günstigeren Tarifen profitieren. Niemand sollte unter den steigenden Preisen leiden.“

    Das zeigt: Ein staatlicher Konzern kann in der Krise sehr viel richtig machen. Wenn die richtigen Menschen in der Verantwortung sitzen.

    Und genau da liegt der Punkt.

    Ich könnte jetzt die Union und die SPD beschimpfen. Das tue ich ehrlich gesagt manchmal. Es fühlt sich gut an. Für etwa fünf Minuten.

    Ändert es etwas? Nein.

    Was etwas ändert:

    Das Gespräch mit den Menschen in unserem Leben, die ihr Kreuz bewusst dort gesetzt haben, wo die die Politik stand, deren Umsetzung wir erleben.

    Die Kollegin. Der Bruder. Die Nachbarin. Die Freundin, mit der man über alles reden kann – nur nicht über Politik, weil es „zu anstrengend“ wird.

    Die Union hat im Wahlkampf nicht versteckt, wofür sie steht.

    Das stand auf den Plakaten, in den Interviews, in den Programmen.

    Menschen haben das gewählt. Das ist Demokratie.

    Und Demokratie bedeutet auch: Wer eine andere Politik will, muss nicht lauter posten. Sondern besser überzeugen.

    Das ist unbequemer als Empörung. Es kostet mehr. Es braucht Geduld, echtes Zuhören und die Bereitschaft, den eigenen Standpunkt zu erklären – ohne zu belehren.

    Litauen zeigt, was möglich ist, wenn der politische Wille da ist. Die Frage ist nicht, ob wir das wissen. Die Frage ist, wen wir damit erreichen – und ob wir bereit sind, dafür aus unserer eigenen Blase herauszutreten.

    Die richtigen Entscheidungen brauchen die richtigen Entscheider*innen. Und die kommen nur durch die richtigen Wahlen.

    Was machst du?

    Mit dem Finger zeigen oder in das unbequeme Gespräch gehen – und selbst Verantwortung übernehmen?

    #Blogbeitrag
  51. Meine Grundsätze für die Verwendung der KI beim Bloggen

    Eigentlich ist das Thema der Künstlichen Intelligenz und deren Verwendung bei Blogs für mich schon fertig besprochen. Es wurde schon so viel darüber geschrieben und diskutiert, dass ich mich zu dem Thema nicht weiter äußern wollte.. bis mir am Donnerstag letzter Woche die Kinnlade herunter gefallen ist. Ich las darüber, dass es die Idee gibt sich deutlich mehr beim Bloggen von der KI helfen zu lassen, als ich das bisher so für mich entdeckt hatte. Ganz besonders erstaunt hat mich die […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/mein

  52. eurosky – mehr als ein fancy Handle

    Anfang letzten Monats hatte ich eurosky schon mal ganz kurz in meinem Wochenrückblick erwähnt. Und ich gebe frei zu, ich habe da noch gar nicht richtig verstanden was das sein soll. Hinter eurosky (https://www.eurosky.tech/) steht die Vision eine offene, europäische Infrastruktur für soziale Netzwerke und Web‑Apps zu schaffen. Inhalt Die ATmosphere Digitale Identitäten und Entitäten Wie eurosky deine Daten vor US-Zugriff schützt Der Umzug von Bluesky zu eurosky Weiterführende […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/euro

  53. Warum Männer untereinander über Respekt gegenüber Frauen sprechen müssen

    Machen wir uns nichts vor, obwohl Kommunikation eine der Kernkompetenzen des weiblichen Geschlechts sein soll, ist die Blogosphäre männerdominiert. (Mit Ausnahme weniger ausgewählter Bereiche.) Männer, die sich mit Leidenschaft gegenseitig kompromittiert, über jedes Stöckchen springen und sich über alle möglichen Themen die Finger blutig tippen.Ich habe mir erlaubt die Blogger und ihre Texte auf ihren Blogs in der letzten Zeit zu beobachten. Gerade nachdem der Fall der virtuellen […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/waru

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