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#tvtalkshows — Public Fediverse posts

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  1. Beck

    Folgt den Weisungen der WDR-Redakteurin-Legende Marianne Lienau!

    Ich habe die entsprechende Weisung auf einer meiner 230 selbst aufgenommenen MCs dokumentiert. Aber dazu weiter unten. Zunächst zum ZDF. Als die ARD-Buddies Jobst Plog und Fritz Pleitgen – es ist nicht verbürgt, bei welchen Getränken – die Schnapsidee ausbrüteten, auf den Sonntags-Tatort eine Talkshow anschliessen zu lassen, hatte das ZDF den Konter bereit. Nach dem Pilcher-Trash und dem heute-journal folgte ein Krimi, und zwar ausgesucht gute Auslandsware.

    Mich persönlich kriegten sie mit “Für alle Falle Fitz/Cracker”, das deutlicher als jede Polit-Doku das Post-Thatcher-Kleinbritannien zeigte. Als Kontrastmittel entstanden in den gleichen Jahren die ersten Barnabys, die noch heute 30 Jahre später jeden Montagabend als Wiederholung dem “Hart aber fair”-Trash der ARD den Quoten-Garaus bereiten. Beider Serien gemeinsame Botschaft war nur: “Die spinnen, die Briten” (zit. der Franzose Obelix). Ein Spitzenprodukt mit klarer politischer Sicht war aus Dänemark “Der Adler/Ørnen” mit Jens Albinus in der Hauptrolle, der kürzlich, als habe er Karriere gemacht, als fieser und humpelnder (!) Geheimdienstchef auf Arte wiederzusehen war (nicht mehr in der Mediathek).

    Kennzeichnend für alle diese Werke sind die erstklassigen Ensembles. Wie im wahren Leben gibt es keinen Superhelden, um den sich alles dreht. Die Held*inn*en sind widersprüchliche Persönlichkeiten, immer in der Gefahr vom Polizeibetrieb gebrochen zu werden, und mitunter entwickeln und verändern sie über eine horizontale Erzählung ihren Charakter. Und: unpolitisch ist es nie, was passiert.

    Von Mutter und Vater dieser Krimi-Erzählweise erfuhr ich durch die grossartige Marianne Lienau, frühere Chefin des ebenfalls grossartigen “Kritischen Tagebuchs” im einstmals grossartigen WDR3. Die grösste Schande deutscher Pulizistik ist, dass die Katholische Kirche den liebevollen Nachruf Dietrich Leders in der Medienkorrespondenz auf diese grosse Dame digital weggesperrt hat. Sowohl mein eigener Link als auch der von Wikipedia führen ins Nichts. Schämt Euch! Der WDR könnte es dokumentieren, wenn er Ehre am Leib hätte … mann wird ja wohl noch träumen dürfen. Aber ich schweife ab …

    Es muss 1974 oder 1975 gewesen sein, als Frau Lienau in ihrer Moderation aufrief: “Lest die Krimis von Sjöwall/Wahlöö!” Das hat sie gut gemacht. Ich las alle 10 in einem 6-wöchigen Griechenland-Urlaub 1978, es waren Taschenbuch-Leichtgewichte im prall gefüllten Rucksack. Die Fähre von Italien fuhr noch durch den Kanal von Korinth. Ich trank meinen allerersten “Café Hellenicò”. Es war grossartig. Aber ich will nicht abschweifen.

    Insbesondere im zehnten und letzten Band “Terroristerna” erzählte das weise Ehepaar von alldem, was sich in den folgenden Jahrzehnten in den Nato-Ländern, und denen, die es wie Schweden werden wollten, ereignen sollte. Damals war die Sozialdemokratie in Schweden noch sozialdemokratisch und konnte die – ganz anders als die deutsche DKP – eurokommunistisch orientierte Linkspartei im Zaume halten. Sjöwall/Wahlöö wussten: so wird es nicht bleiben. Und der Mord an Olof Palme sollte ja erst 11 Jahre später kommen. Sie haben es vorausgesehen. Warum ist diese Weisheit verschwunden? Warum werden wir heute mit dünnflüssigem Trash vollgekübelt? Aber ich schweife schon wieder ab.

    Als Hauptfigur im starken Ensemble stand und steht Martin Beck, ein – eher thannerartig, aber weniger steif – Kontrast zum deutschen Superhelden Schimanski. Ich hatte in den 90ern zunächst die Frühverfilmungen mit Gösta Ekman – war es auf Vox? – gesehen, und war für die coole Interpretation bereits entflammt, wie auch 1996 die Grimme-Preis-Jury. Langlebiger wurde Reihe und Rolle mit Peter Haber (73), dessen Mundwinkel als Vorbild für Angela Merkel gedient haben können, der aber über die Jarzehnte eine beeindruckende schauspielerische Vielseitigkeit zeigte, und die Rolle bis heute behielt.

    Sonntag im ZDF hatte er nur noch eine dennoch stark prägende Nebenrolle (Verfügbarkeit nicht angegeben). Ins Zentrum rückt sein Enkel Vilhelm. Der versucht sich – viele Misserfolge pflastern seinen Weg – im Polzeidienst vom Streifenpolizisten hochzuarbeiten in die besser angesehenen Ermittler*innen-Teams. Dem Sohn einer alleinerziehenden Freundin ist der Eintritt in den hiesigen Bonner Polizeidienst weit besser gelungen – mit dem sozial vererbten Selbstbewusstsein seiner Mutter. Denn die Ermittler*innen in “Beck” werden – Prophetie oder Wirklichkeit? – von starken Frauen geführt. Die schwer durchschaubare, weil Politikerinnenzüge annehmende, Bossin ist die einer iranischen Familie entwachsene Nina Zanjani, die in “Vilhelm” die von Jennie Silfverhjelm nicht minder beeindruckend gespielte Chefermittlerin in die Verzweiflung treibt. Beider Wikipedia-Eintrag könnte mal eine Auffrischung vertragen. Was machen deren Agenturen eigentlich den ganzen Tag?

    Das Gute für uns und das ZDF: drei Folgen folgen (sonntags 22.15 h).

  2. Beck

    Folgt den Weisungen der WDR-Redakteurin-Legende Marianne Lienau!

    Ich habe die entsprechende Weisung auf einer meiner 230 selbst aufgenommenen MCs dokumentiert. Aber dazu weiter unten. Zunächst zum ZDF. Als die ARD-Buddies Jobst Plog und Fritz Pleitgen – es ist nicht verbürgt, bei welchen Getränken – die Schnapsidee ausbrüteten, auf den Sonntags-Tatort eine Talkshow anschliessen zu lassen, hatte das ZDF den Konter bereit. Nach dem Pilcher-Trash und dem heute-journal folgte ein Krimi, und zwar ausgesucht gute Auslandsware.

    Mich persönlich kriegten sie mit “Für alle Falle Fitz/Cracker”, das deutlicher als jede Polit-Doku das Post-Thatcher-Kleinbritannien zeigte. Als Kontrastmittel entstanden in den gleichen Jahren die ersten Barnabys, die noch heute 30 Jahre später jeden Montagabend als Wiederholung dem “Hart aber fair”-Trash der ARD den Quoten-Garaus bereiten. Beider Serien gemeinsame Botschaft war nur: “Die spinnen, die Briten” (zit. der Franzose Obelix). Ein Spitzenprodukt mit klarer politischer Sicht war aus Dänemark “Der Adler/Ørnen” mit Jens Albinus in der Hauptrolle, der kürzlich, als habe er Karriere gemacht, als fieser und humpelnder (!) Geheimdienstchef auf Arte wiederzusehen war (nicht mehr in der Mediathek).

    Kennzeichnend für alle diese Werke sind die erstklassigen Ensembles. Wie im wahren Leben gibt es keinen Superhelden, um den sich alles dreht. Die Held*inn*en sind widersprüchliche Persönlichkeiten, immer in der Gefahr vom Polizeibetrieb gebrochen zu werden, und mitunter entwickeln und verändern sie über eine horizontale Erzählung ihren Charakter. Und: unpolitisch ist es nie, was passiert.

    Von Mutter und Vater dieser Krimi-Erzählweise erfuhr ich durch die grossartige Marianne Lienau, frühere Chefin des ebenfalls grossartigen “Kritischen Tagebuchs” im einstmals grossartigen WDR3. Die grösste Schande deutscher Pulizistik ist, dass die Katholische Kirche den liebevollen Nachruf Dietrich Leders in der Medienkorrespondenz auf diese grosse Dame digital weggesperrt hat. Sowohl mein eigener Link als auch der von Wikipedia führen ins Nichts. Schämt Euch! Der WDR könnte es dokumentieren, wenn er Ehre am Leib hätte … mann wird ja wohl noch träumen dürfen. Aber ich schweife ab …

    Es muss 1974 oder 1975 gewesen sein, als Frau Lienau in ihrer Moderation aufrief: “Lest die Krimis von Sjöwall/Wahlöö!” Das hat sie gut gemacht. Ich las alle 10 in einem 6-wöchigen Griechenland-Urlaub 1978, es waren Taschenbuch-Leichtgewichte im prall gefüllten Rucksack. Die Fähre von Italien fuhr noch durch den Kanal von Korinth. Ich trank meinen allerersten “Café Hellenicò”. Es war grossartig. Aber ich will nicht abschweifen.

    Insbesondere im zehnten und letzten Band “Terroristerna” erzählte das weise Ehepaar von alldem, was sich in den folgenden Jahrzehnten in den Nato-Ländern, und denen, die es wie Schweden werden wollten, ereignen sollte. Damals war die Sozialdemokratie in Schweden noch sozialdemokratisch und konnte die – ganz anders als die deutsche DKP – eurokommunistisch orientierte Linkspartei im Zaume halten. Sjöwall/Wahlöö wussten: so wird es nicht bleiben. Und der Mord an Olof Palme sollte ja erst 11 Jahre später kommen. Sie haben es vorausgesehen. Warum ist diese Weisheit verschwunden? Warum werden wir heute mit dünnflüssigem Trash vollgekübelt? Aber ich schweife schon wieder ab.

    Als Hauptfigur im starken Ensemble stand und steht Martin Beck, ein – eher thannerartig, aber weniger steif – Kontrast zum deutschen Superhelden Schimanski. Ich hatte in den 90ern zunächst die Frühverfilmungen mit Gösta Ekman – war es auf Vox? – gesehen, und war für die coole Interpretation bereits entflammt, wie auch 1996 die Grimme-Preis-Jury. Langlebiger wurde Reihe und Rolle mit Peter Haber (73), dessen Mundwinkel als Vorbild für Angela Merkel gedient haben können, der aber über die Jarzehnte eine beeindruckende schauspielerische Vielseitigkeit zeigte, und die Rolle bis heute behielt.

    Sonntag im ZDF hatte er nur noch eine dennoch stark prägende Nebenrolle (Verfügbarkeit nicht angegeben). Ins Zentrum rückt sein Enkel Vilhelm. Der versucht sich – viele Misserfolge pflastern seinen Weg – im Polzeidienst vom Streifenpolizisten hochzuarbeiten in die besser angesehenen Ermittler*innen-Teams. Dem Sohn einer alleinerziehenden Freundin ist der Eintritt in den hiesigen Bonner Polizeidienst weit besser gelungen – mit dem sozial vererbten Selbstbewusstsein seiner Mutter. Denn die Ermittler*innen in “Beck” werden – Prophetie oder Wirklichkeit? – von starken Frauen geführt. Die schwer durchschaubare, weil Politikerinnenzüge annehmende, Bossin ist die einer iranischen Familie entwachsene Nina Zanjani, die in “Vilhelm” die von Jennie Silfverhjelm nicht minder beeindruckend gespielte Chefermittlerin in die Verzweiflung treibt. Beider Wikipedia-Eintrag könnte mal eine Auffrischung vertragen. Was machen deren Agenturen eigentlich den ganzen Tag?

    Das Gute für uns und das ZDF: drei Folgen folgen (sonntags 22.15 h).

  3. Gewese

    Schönherr 100, Lindenberg 80 – und ein schwer erträgliches Medienkarussell

    Dietmar Schönherr wäre heute 100 geworden. Wie gut, dass er nicht mehr erleben muss, was er angerichtet hat. Denn er leitete die erste Talkshow im German Television mit dem Titel “Je später der Abend”. Laut Wikipedia leitete sie der weise Mann wie folgt ein:

    „Eine Talkshow. Was ist das? Darüber zerbrechen sich seit einiger Zeit die Fernsehmacher in den verschiedenen Anstalten die Köpfe. Es ist aber nicht so, wie ein bayerischer Journalist mich neulich befragte, der nämlich meinte, wenn es eine Tagshow gebe, müsse es auch eine Nachtshow geben. Damit hat es nichts zu tun, sondern Talk kommt von to talk, reden, und das Ganze ist also eine Rederei.“

    Hat er also doch gewusst, was er anrichtet? Schauspielerisch hat er mich besonders überzeugt in der kurz (9 Folgen) geratenen TV-Serie “Reporter”, die dem seinerzeitigen Jung-Star Renan Demirkan von Teilen des erfolgreichen Schimanski-Tatorte-Teams auf den Leib geschrieben worden war. Schönherrs Spiel zeigte seinen absolut wachen politischen Geist, unter dem er heute gewiss leiden würde.

    Wie wach ist Udo Lindenberg?

    Keine Ahnung. Seine lange Drogenkarriere ist jedenfalls in diesem “Sympathy for the devil”-Nachklapp des legendären NDR-Programmmachers Horst Königstein bereits zu erkennen. Einige dieser insgesamt 13 Folgen wurden zuletzt vor über 20 Jahren wiederholt. Diese von Horst Königstein verantwortete Reihe markierte den journalistischen und kulturellen Höhepunkt deutschen Musikfernsehens. Das war 1972. Eine hölzerne Charakterisierung lautet: “eine umfassende Analyse und Selbstdarstellung von jugendlicher Gruppenkultur und ihren Kommunikationsformen versuchen … Am Beispiel populärer Musik, die als wichtigster Signalträger dieser Symbolkultur begriffen wird, entrollt sich eine Sozialgeschichte gesellschaftlicher Randphänomene, die als beispielhaft für die Interpretation von Systemmängel gelten können.” (TV-Wunschliste). Etwas treffender “Indiekino”: “1972 strahlte das Dritte Fernsehprogramm des Norddeutschen Rundfunks zum ersten Mal eine 13-teilige Serie aus, die ganz aus dem kritischen Geist der ‘Pop-Revolte’ geboren war. Unter dem Titel ‘Sympathy for the Devil’ produzierte ein Autorenteam das Beste der deutschen und internationalen Subkultur. Fernsehen wurde zum ‘Gegen-Fernsehen’ – ein Platz für Hippies und Alternative, 68er und Rock n Roller.”

    Ich lernte als 15-jähriger durch diese Reihe den grossartig moderierenden Alexis Korner kennen und hochschätzen. Geschmacks- und stilsicher von Horst Königstein gecastet.

    Der eigentliche Skandal deutschen TV-Dilettierens ist die Tatsache, dass Königsteins Meisterwerk seit über 20 Jahren weder wiederholt, noch wenigstens in die Mediathek gestellt wird.

    Wenn mich Udo Lindenberg mit seinem 80. Geburtstag immerhin daran erinnert, dann – danke Udo! Auch das hast Du gut gemacht.

    Nagelsmann und die Medien

    Das selbstreferentielle Medien-Gelärme um den ESC hat ihm auch nicht geholfen. Die langweiligste aller Bundesligasaisons ging gestern achtlos zuende, und die Sportmedien erwarteten vom mit dem Springerkonzern zusammenarbeitenden Fussballlehrer Nagelsmann eine grosse Show. Der Arme hat aber Verträge für eine Show am Donnerstag, durfte sie also gestern im ZDF im unaktuellen Sportstudio (23 h) nicht zum Platzen bringen. Was die hinter ihm herhechelnde Meute natürlich nicht amüsiert hat.

    Wie unter solchen Bedingungen ein fussballerisch leistungsstarkes Team entstehen soll, bleibt ein Rätsel. Spektakelsucht und Teamgeist sind Antagonist*inn*en. Der DFB hätte seinem leitenden Angestellten den Gang zum ZDF ersparen sollen, hat sowieso keine*r geguckt (1,4 Mio., 8,6% Marktanteil) – ausser all den gelangweilten und fachlich ahnungslosen wegelagernden Medienleuten.

    Einen 40-jährigen ins Tor stellen, der gegen PSG 5 Dinger bekommen hat? Die “Nummer 1” vor TV-Mikrofone stellen und beleidigt was hineinstammeln lassen? Wer macht beim DFB eigentlich Medien?

  4. Gewese

    Schönherr 100, Lindenberg 80 – und ein schwer erträgliches Medienkarussell

    Dietmar Schönherr wäre heute 100 geworden. Wie gut, dass er nicht mehr erleben muss, was er angerichtet hat. Denn er leitete die erste Talkshow im German Television mit dem Titel “Je später der Abend”. Laut Wikipedia leitete sie der weise Mann wie folgt ein:

    „Eine Talkshow. Was ist das? Darüber zerbrechen sich seit einiger Zeit die Fernsehmacher in den verschiedenen Anstalten die Köpfe. Es ist aber nicht so, wie ein bayerischer Journalist mich neulich befragte, der nämlich meinte, wenn es eine Tagshow gebe, müsse es auch eine Nachtshow geben. Damit hat es nichts zu tun, sondern Talk kommt von to talk, reden, und das Ganze ist also eine Rederei.“

    Hat er also doch gewusst, was er anrichtet? Schauspielerisch hat er mich besonders überzeugt in der kurz (9 Folgen) geratenen TV-Serie “Reporter”, die dem seinerzeitigen Jung-Star Renan Demirkan von Teilen des erfolgreichen Schimanski-Tatorte-Teams auf den Leib geschrieben worden war. Schönherrs Spiel zeigte seinen absolut wachen politischen Geist, unter dem er heute gewiss leiden würde.

    Wie wach ist Udo Lindenberg?

    Keine Ahnung. Seine lange Drogenkarriere ist jedenfalls in diesem “Sympathy for the devil”-Nachklapp des legendären NDR-Programmmachers Horst Königstein bereits zu erkennen. Einige dieser insgesamt 13 Folgen wurden zuletzt vor über 20 Jahren wiederholt. Diese von Horst Königstein verantwortete Reihe markierte den journalistischen und kulturellen Höhepunkt deutschen Musikfernsehens. Das war 1972. Eine hölzerne Charakterisierung lautet: “eine umfassende Analyse und Selbstdarstellung von jugendlicher Gruppenkultur und ihren Kommunikationsformen versuchen … Am Beispiel populärer Musik, die als wichtigster Signalträger dieser Symbolkultur begriffen wird, entrollt sich eine Sozialgeschichte gesellschaftlicher Randphänomene, die als beispielhaft für die Interpretation von Systemmängel gelten können.” (TV-Wunschliste). Etwas treffender “Indiekino”: “1972 strahlte das Dritte Fernsehprogramm des Norddeutschen Rundfunks zum ersten Mal eine 13-teilige Serie aus, die ganz aus dem kritischen Geist der ‘Pop-Revolte’ geboren war. Unter dem Titel ‘Sympathy for the Devil’ produzierte ein Autorenteam das Beste der deutschen und internationalen Subkultur. Fernsehen wurde zum ‘Gegen-Fernsehen’ – ein Platz für Hippies und Alternative, 68er und Rock n Roller.”

    Ich lernte als 15-jähriger durch diese Reihe den grossartig moderierenden Alexis Korner kennen und hochschätzen. Geschmacks- und stilsicher von Horst Königstein gecastet.

    Der eigentliche Skandal deutschen TV-Dilettierens ist die Tatsache, dass Königsteins Meisterwerk seit über 20 Jahren weder wiederholt, noch wenigstens in die Mediathek gestellt wird.

    Wenn mich Udo Lindenberg mit seinem 80. Geburtstag immerhin daran erinnert, dann – danke Udo! Auch das hast Du gut gemacht.

    Nagelsmann und die Medien

    Das selbstreferentielle Medien-Gelärme um den ESC hat ihm auch nicht geholfen. Die langweiligste aller Bundesligasaisons ging gestern achtlos zuende, und die Sportmedien erwarteten vom mit dem Springerkonzern zusammenarbeitenden Fussballlehrer Nagelsmann eine grosse Show. Der Arme hat aber Verträge für eine Show am Donnerstag, durfte sie also gestern im ZDF im unaktuellen Sportstudio (23 h) nicht zum Platzen bringen. Was die hinter ihm herhechelnde Meute natürlich nicht amüsiert hat.

    Wie unter solchen Bedingungen ein fussballerisch leistungsstarkes Team entstehen soll, bleibt ein Rätsel. Spektakelsucht und Teamgeist sind Antagonist*inn*en. Der DFB hätte seinem leitenden Angestellten den Gang zum ZDF ersparen sollen, hat sowieso keine*r geguckt (1,4 Mio., 8,6% Marktanteil) – ausser all den gelangweilten und fachlich ahnungslosen wegelagernden Medienleuten.

    Einen 40-jährigen ins Tor stellen, der gegen PSG 5 Dinger bekommen hat? Die “Nummer 1” vor TV-Mikrofone stellen und beleidigt was hineinstammeln lassen? Wer macht beim DFB eigentlich Medien?

  5. Endlich weggelobt?

    Eine der unerschrockendsten Journalistinnen der Gegenwart hat schon lang Anstöße erregt. Sie moderiert seit über einem Jahrzehnt die “Tagesthemen” im Wechsel mit Ingo Zamparoni, sie ist ein Schwergewicht gut vorbereiteten und vor allem nachfragenden Journalismus. Ihre kritischen Interviews mit Bundeskanzler*innen, Minister*innen, Wirtschaftslenkern oder […]

    https://extradienst.net/2023/06/25/endlich-weggelobt/

  6. Endlich weggelobt?

    Eine der unerschrockendsten Journalistinnen der Gegenwart hat schon lang Anstöße erregt. Sie moderiert seit über einem Jahrzehnt die “Tagesthemen” im Wechsel mit Ingo Zamparoni, sie ist ein Schwergewicht gut vorbereiteten und vor allem nachfragenden Journalismus. Ihre kritischen Interviews mit Bundeskanzler*innen, Minister*innen, Wirtschaftslenkern oder […]

    https://extradienst.net/2023/06/25/endlich-weggelobt/

  7. Endlich weggelobt?

    Eine der unerschrockendsten Journalistinnen der Gegenwart hat schon lang Anstöße erregt. Sie moderiert seit über einem Jahrzehnt die “Tagesthemen” im Wechsel mit Ingo Zamparoni, sie ist ein Schwergewicht gut vorbereiteten und vor allem nachfragenden Journalismus. Ihre kritischen Interviews mit Bundeskanzler*innen, Minister*innen, Wirtschaftslenkern oder […]

    https://extradienst.net/2023/06/25/endlich-weggelobt/

  8. Endlich weggelobt?

    Eine der unerschrockendsten Journalistinnen der Gegenwart hat schon lang Anstöße erregt. Sie moderiert seit über einem Jahrzehnt die “Tagesthemen” im Wechsel mit Ingo Zamparoni, sie ist ein Schwergewicht gut vorbereiteten und vor allem nachfragenden Journalismus. Ihre kritischen Interviews mit Bundeskanzler*innen, Minister*innen, Wirtschaftslenkern oder […]

    https://extradienst.net/2023/06/25/endlich-weggelobt/

  9. Endlich weggelobt?

    Eine der unerschrockendsten Journalistinnen der Gegenwart hat schon lang Anstöße erregt. Sie moderiert seit über einem Jahrzehnt die “Tagesthemen” im Wechsel mit Ingo Zamparoni, sie ist ein Schwergewicht gut vorbereiteten und vor allem nachfragenden Journalismus. Ihre kritischen Interviews mit Bundeskanzler*innen, Minister*innen, Wirtschaftslenkern oder […]

    https://extradienst.net/2023/06/25/endlich-weggelobt/

  10. Rechthaber-Krieg

    Und: missachtete Dokumentarperlen
    Glücklich ein Land, das keine andere Probleme hat, als die Frage, wer in seinen überflüssigen TV-Talkshows rechthat, und wer nicht. Ich bin immer dafür, die Dinge positiv zu sehen. Unbezweifelbar scheint mir, dass es überall auf der Welt einen Mob mit tiefsitzenden eliminatorischen Bedürfnissen gibt. Ich kenne das von mir: wenn […]

    https://extradienst.net/2023/03/02/rechthaber-krieg/

  11. Rechthaber-Krieg

    Und: missachtete Dokumentarperlen
    Glücklich ein Land, das keine andere Probleme hat, als die Frage, wer in seinen überflüssigen TV-Talkshows rechthat, und wer nicht. Ich bin immer dafür, die Dinge positiv zu sehen. Unbezweifelbar scheint mir, dass es überall auf der Welt einen Mob mit tiefsitzenden eliminatorischen Bedürfnissen gibt. Ich kenne das von mir: wenn […]

    https://extradienst.net/2023/03/02/rechthaber-krieg/

  12. Rechthaber-Krieg

    Und: missachtete Dokumentarperlen
    Glücklich ein Land, das keine andere Probleme hat, als die Frage, wer in seinen überflüssigen TV-Talkshows rechthat, und wer nicht. Ich bin immer dafür, die Dinge positiv zu sehen. Unbezweifelbar scheint mir, dass es überall auf der Welt einen Mob mit tiefsitzenden eliminatorischen Bedürfnissen gibt. Ich kenne das von mir: wenn […]

    https://extradienst.net/2023/03/02/rechthaber-krieg/

  13. Eiertänze-Diät

    Das Schwarzer/Wagenknecht-“Manifest für Frieden” hat eine Menge Zeichen gesetzt, gute und weniger gute. Das Wichtigste: eine Umfragemehrheit unserer Republik hat aktuell keine Repräsentanz in Politik und publikumsrelevanten Medien. Das Potenzial dafür ist da. Es war am Samstag in Berlin sichtbar. Aber schon dieser verlinkte Gastkommentar mit seinem […]

    https://extradienst.net/2023/02/27/eiertaenze-diaet/

  14. Eiertänze-Diät

    Das Schwarzer/Wagenknecht-“Manifest für Frieden” hat eine Menge Zeichen gesetzt, gute und weniger gute. Das Wichtigste: eine Umfragemehrheit unserer Republik hat aktuell keine Repräsentanz in Politik und publikumsrelevanten Medien. Das Potenzial dafür ist da. Es war am Samstag in Berlin sichtbar. Aber schon dieser verlinkte Gastkommentar mit seinem […]

    https://extradienst.net/2023/02/27/eiertaenze-diaet/