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#pegel — Public Fediverse posts

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  1. 1069 cm max Hochwasserstand
    830 cm Marke 2
    830 cm max Schifffahrtsw.
    725 cm Mittel Hochwasserstände
    620 cm Marke 1
    297 cm Mittel der Tagesw.
    250 cm verkehrsgesicherte Fahrrinnentiefe
    139 cm gleichwertiger W.
    114 cm Mittel der Niedrigw.
    69 cm Niedrigster Niedrigw.

    43 cm aktueller Wasserstand. #Köln

    Der aktuelle Wasserstand beträgt 43 cm (‼️)
    seit vielen MONATEN #Niedrigwasser

    Der Wert liegt deutlich unter dem mittleren Niedrigwasser (114 cm) und sogar unter dem bisherigen niedrigsten Niedrigwasser-Kennwert (69 cm)

    "Noch 26 cm bis Niedrigster Niedrigwasserstand."

    ...allerdings NACH OBEN 😬

    Niedrigster Niedrigwasserstand NNW: 69 cm
    - und dazu der aktuelle Wasserstand: 43 cm

    #Dürre #Niedrigwasser #Pegel #Klimakrise

  2. 1069 cm max Hochwasserstand
    830 cm Marke 2
    830 cm max Schifffahrtsw.
    725 cm Mittel Hochwasserstände
    620 cm Marke 1
    297 cm Mittel der Tagesw.
    250 cm verkehrsgesicherte Fahrrinnentiefe
    139 cm gleichwertiger W.
    114 cm Mittel der Niedrigw.
    69 cm Niedrigster Niedrigw.

    43 cm aktueller Wasserstand. #Köln

    Der aktuelle Wasserstand beträgt 43 cm (‼️)
    seit vielen MONATEN #Niedrigwasser

    Der Wert liegt deutlich unter dem mittleren Niedrigwasser (114 cm) und sogar unter dem bisherigen niedrigsten Niedrigwasser-Kennwert (69 cm)

    "Noch 26 cm bis Niedrigster Niedrigwasserstand."

    ...allerdings NACH OBEN 😬

    Niedrigster Niedrigwasserstand NNW: 69 cm
    - und dazu der aktuelle Wasserstand: 43 cm

    #Dürre #Niedrigwasser #Pegel #Klimakrise

  3. 1069 cm max Hochwasserstand
    830 cm Marke 2
    830 cm max Schifffahrtsw.
    725 cm Mittel Hochwasserstände
    620 cm Marke 1
    297 cm Mittel der Tagesw.
    250 cm verkehrsgesicherte Fahrrinnentiefe
    139 cm gleichwertiger W.
    114 cm Mittel der Niedrigw.
    69 cm Niedrigster Niedrigw.

    43 cm aktueller Wasserstand. #Köln

    Der aktuelle Wasserstand beträgt 43 cm (‼️)
    seit vielen MONATEN #Niedrigwasser

    Der Wert liegt deutlich unter dem mittleren Niedrigwasser (114 cm) und sogar unter dem bisherigen niedrigsten Niedrigwasser-Kennwert (69 cm)

    "Noch 26 cm bis Niedrigster Niedrigwasserstand."

    ...allerdings NACH OBEN 😬

    Niedrigster Niedrigwasserstand NNW: 69 cm
    - und dazu der aktuelle Wasserstand: 43 cm

    #Dürre #Niedrigwasser #Pegel #Klimakrise

  4. 1069 cm max Hochwasserstand
    830 cm Marke 2
    830 cm max Schifffahrtsw.
    725 cm Mittel Hochwasserstände
    620 cm Marke 1
    297 cm Mittel der Tagesw.
    250 cm verkehrsgesicherte Fahrrinnentiefe
    139 cm gleichwertiger W.
    114 cm Mittel der Niedrigw.
    69 cm Niedrigster Niedrigw.

    43 cm aktueller Wasserstand. #Köln

    Der aktuelle Wasserstand beträgt 43 cm (‼️)
    seit vielen MONATEN #Niedrigwasser

    Der Wert liegt deutlich unter dem mittleren Niedrigwasser (114 cm) und sogar unter dem bisherigen niedrigsten Niedrigwasser-Kennwert (69 cm)

    "Noch 26 cm bis Niedrigster Niedrigwasserstand."

    ...allerdings NACH OBEN 😬

    Niedrigster Niedrigwasserstand NNW: 69 cm
    - und dazu der aktuelle Wasserstand: 43 cm

    #Dürre #Niedrigwasser #Pegel #Klimakrise

  5. 1069 cm max Hochwasserstand
    830 cm Marke 2
    830 cm max Schifffahrtsw.
    725 cm Mittel Hochwasserstände
    620 cm Marke 1
    297 cm Mittel der Tagesw.
    250 cm verkehrsgesicherte Fahrrinnentiefe
    139 cm gleichwertiger W.
    114 cm Mittel der Niedrigw.
    69 cm Niedrigster Niedrigw.

    43 cm aktueller Wasserstand. #Köln

    Der aktuelle Wasserstand beträgt 43 cm (‼️)
    seit vielen MONATEN #Niedrigwasser

    Der Wert liegt deutlich unter dem mittleren Niedrigwasser (114 cm) und sogar unter dem bisherigen niedrigsten Niedrigwasser-Kennwert (69 cm)

    "Noch 26 cm bis Niedrigster Niedrigwasserstand."

    ...allerdings NACH OBEN 😬

    Niedrigster Niedrigwasserstand NNW: 69 cm
    - und dazu der aktuelle Wasserstand: 43 cm

    #Dürre #Niedrigwasser #Pegel #Klimakrise

  6. "nicht mal die Hälfte des Normalwerts" wäre schon super 😬

    "Rhein erreicht Rekordtiefstand in Köln"

    "Mit 40 Zentimeter haben wir einen Niedrigwasser-Rekord" - Markus Neumann, Kölner Außenbezirksleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein

    #Dürre #Niedrigwasser #Pegel #Köln #Klimakrise

    RE: https://bsky.app/profile/did:plc:vb4q6gkecpq2rx2d6rrpbqio/post/3msbmdp5axc2o


    Trockenheit: Rhein erreicht Re...

  7. Pegel ≠ Wassertiefe 💡

    Diesen Fehler habe ich in den vergangenen Monaten sehr sehr häufig gelesen und auch zahlreiche Journalist*innen haben schlicht schlecht recherchiert. Das finde ich fatal.

    Wenn jetzt, wie beispielsweise in #Köln, der #Pegel bei 40 cm (
    tagesschau.de/inland/regional/) oder bei #Kaub wohl bald bei 4 cm (binnenschifffahrt-online.de/20) liegt, beträgt die #Wassertiefe – also die Höhe zwischen dem Grund des Rheins und dem Wasserspiegel – hingegen NICHT diese Angabe der Zentimeter, auch wenn die Situation an Dramatik nicht verliert.

    Kommt bitte nicht auf die Idee, zu glauben, dass man dann nur noch knietief im #Rhein steht, oder auf die noch blödere Idee, den gefährlichen Rhein per Fuß zu überqueren.

    Tatsächlich gibt es diverse Metriken (siehe pegelonline.wsv.de/gast/hilfe# oder de.wikipedia.org/wiki/Pegel#Wa), die eine Rolle spielen. Das alles ist nicht leicht und passt nicht als Randnotiz in eine kurze Nachrichtenmeldung. Und das macht es schwer, die Tiefe des Wassers und der Thematik verständlich zu erklären. Ich versuche es dennoch mal:

    Stark vereinfacht: Der Pegel ist zwar ein wichtiger Indikator, ein wichtiger Anhaltspunkt, wie gut es einem Fluss geht, und damit lässt sich die tatsächliche Wassertiefe auch berechnen, aber eben nicht ausschließlich mit dem Wasserstand, den der Pegel anzeigt.

    Denn für die Fahrrinne (elwis.de/DE/Schifffahrtsrecht/), also dort, wo die Schiffe vornehmlich fahren, werden bestimmte Tiefen und Breiten vorgehalten, sprich garantiert – und zur Not werden diese Stellen auch ausgebaggert. Der tiefste Punkt der Fahrrinne liegt UNTER dem Pegel Null.

    Für die Berechnung der Wassertiefe zieht man vor allem den sogenannten Gleichwertigen Wasserstand (de.wikipedia.org/wiki/Gleichwe) hinzu. Das trifft beim Rhein, aber nicht überall zu. Bei der #Donau nimmt man z. B. den statistischen Bezugswert des Regulierungsniedrigwasserstands, und auch grundsätzlich gibt es einige Wenn und Aber und auch ein häufiges „Hä?!“.

    Außerdem darf das Schiff natürlich nicht den Grund küssen, weshalb man das Flottwasser, also den Sicherheitsabstand zwischen Flussgrund und Schiffsboden, auch noch abziehen muss.

    Beispiel für den Rheinpegel in Andernach, der aktuell bei MINUS (!) 4 Zentimeter (pegelonline.wsv.de/gast/stammd), also UNTER dem Pegelnullpunkt, liegt und zur Berechnung für eine Strecke zwischen Koblenz und Krefeld:

    250 cm Soll-Fahrrinnentiefe
    - 4 cm Pegel bei Andernach am Rhein
    - 91 cm Gleichwertiger Wasserstand
    - 30 cm Sicherheitsabstand (Flottwasser)
    = 125 cm tatsächliche Fahrrinnentiefe des Rheins bei Andernach in Rheinland-Pfalz

    Also tiefer als 1,2 Meter darf ein Schiff nicht eintauchen. Das ist natürlich auch noch extrem wenig, klar, und für viele Schiffe ist der Tiefgang selbst ohne Ladung unüberwindbar, aber es sind eben nicht minus 4 Zentimeter. Detailliert, aber verständlich steht es auch noch mal hier: boote-magazin.de/reise-und-cha und hier: gdws.wsv.bund.de/SharedDocs/FA

    Ich hoffe, ich konnte das Thema etwas verständlicher machen. Vielen Dank fürs Lesen! 🌊

    #####

    Disclaimer*: Völlig außer Frage steht …
    → dass der niedrige Wasserstand auf zahlreichen Flüssen eine große Problematik für die Binnenschifffahrt und letztlich die deutsche, aber auch internationale Wirtschaft darstellt,
    → dass das Problem weiter besteht (pegelonline.wsv.de/gast/karte/) und
    → dass der menschengemachte #Klimawandel und auch Eingriffe in die Natur (Stichwort Flussbegradigungen etc.) dazu maßgeblich beigetragen haben und auch noch werden.

    (*Aber darum geht es mir nicht, sondern nur, wie sich der Pegel und die Wassertiefe berechnet, weil es bei diesem Thema schnell in Richtung Populismus und Häme geht. Dafür ist das Thema viel zu ernst – und es betrifft nicht nur die Schifffahrt.)

  8. Pegel ≠ Wassertiefe 💡

    Diesen Fehler habe ich in den vergangenen Monaten sehr sehr häufig gelesen und auch zahlreiche Journalist*innen haben schlicht schlecht recherchiert. Das finde ich fatal.

    Wenn jetzt, wie beispielsweise in #Köln, der #Pegel bei 40 cm (
    tagesschau.de/inland/regional/) oder bei #Kaub wohl bald bei 4 cm (binnenschifffahrt-online.de/20) liegt, beträgt die #Wassertiefe – also die Höhe zwischen dem Grund des Rheins und dem Wasserspiegel – hingegen NICHT diese Angabe der Zentimeter, auch wenn die Situation an Dramatik nicht verliert.

    Kommt bitte nicht auf die Idee, zu glauben, dass man dann nur noch knietief im #Rhein steht, oder auf die noch blödere Idee, den gefährlichen Rhein per Fuß zu überqueren.

    Tatsächlich gibt es diverse Metriken (siehe pegelonline.wsv.de/gast/hilfe# oder de.wikipedia.org/wiki/Pegel#Wa), die eine Rolle spielen. Das alles ist nicht leicht und passt nicht als Randnotiz in eine kurze Nachrichtenmeldung. Und das macht es schwer, die Tiefe des Wassers und der Thematik verständlich zu erklären. Ich versuche es dennoch mal:

    Stark vereinfacht: Der Pegel ist zwar ein wichtiger Indikator, ein wichtiger Anhaltspunkt, wie gut es einem Fluss geht, und damit lässt sich die tatsächliche Wassertiefe auch berechnen, aber eben nicht ausschließlich mit dem Wasserstand, den der Pegel anzeigt.

    Denn für die Fahrrinne (elwis.de/DE/Schifffahrtsrecht/), also dort, wo die Schiffe vornehmlich fahren, werden bestimmte Tiefen und Breiten vorgehalten, sprich garantiert – und zur Not werden diese Stellen auch ausgebaggert. Der tiefste Punkt der Fahrrinne liegt UNTER dem Pegel Null.

    Für die Berechnung der Wassertiefe zieht man vor allem den sogenannten Gleichwertigen Wasserstand (de.wikipedia.org/wiki/Gleichwe) hinzu. Das trifft beim Rhein, aber nicht überall zu. Bei der #Donau nimmt man z. B. den statistischen Bezugswert des Regulierungsniedrigwasserstands, und auch grundsätzlich gibt es einige Wenn und Aber und auch ein häufiges „Hä?!“.

    Außerdem darf das Schiff natürlich nicht den Grund küssen, weshalb man das Flottwasser, also den Sicherheitsabstand zwischen Flussgrund und Schiffsboden, auch noch abziehen muss.

    Beispiel für den Rheinpegel in Andernach, der aktuell bei MINUS (!) 4 Zentimeter (pegelonline.wsv.de/gast/stammd), also UNTER dem Pegelnullpunkt, liegt und zur Berechnung für eine Strecke zwischen Koblenz und Krefeld:

    250 cm Soll-Fahrrinnentiefe
    - 4 cm Pegel bei Andernach am Rhein
    - 91 cm Gleichwertiger Wasserstand
    - 30 cm Sicherheitsabstand (Flottwasser)
    = 125 cm tatsächliche Fahrrinnentiefe des Rheins bei Andernach in Rheinland-Pfalz

    Also tiefer als 1,2 Meter darf ein Schiff nicht eintauchen. Das ist natürlich auch noch extrem wenig, klar, und für viele Schiffe ist der Tiefgang selbst ohne Ladung unüberwindbar, aber es sind eben nicht minus 4 Zentimeter. Detailliert, aber verständlich steht es auch noch mal hier: boote-magazin.de/reise-und-cha und hier: gdws.wsv.bund.de/SharedDocs/FA

    Ich hoffe, ich konnte das Thema etwas verständlicher machen. Vielen Dank fürs Lesen! 🌊

    #####

    Disclaimer*: Völlig außer Frage steht …
    → dass der niedrige Wasserstand auf zahlreichen Flüssen eine große Problematik für die Binnenschifffahrt und letztlich die deutsche, aber auch internationale Wirtschaft darstellt,
    → dass das Problem weiter besteht (pegelonline.wsv.de/gast/karte/) und
    → dass der menschengemachte #Klimawandel und auch Eingriffe in die Natur (Stichwort Flussbegradigungen etc.) dazu maßgeblich beigetragen haben und auch noch werden.

    (*Aber darum geht es mir nicht, sondern nur, wie sich der Pegel und die Wassertiefe berechnet, weil es bei diesem Thema schnell in Richtung Populismus und Häme geht. Dafür ist das Thema viel zu ernst – und es betrifft nicht nur die Schifffahrt.)

  9. Pegel ≠ Wassertiefe 💡

    Diesen Fehler habe ich in den vergangenen Monaten sehr sehr häufig gelesen und auch zahlreiche Journalist*innen haben schlicht schlecht recherchiert. Das finde ich fatal.

    Wenn jetzt, wie beispielsweise in #Köln, der #Pegel bei 40 cm (
    tagesschau.de/inland/regional/) oder bei #Kaub wohl bald bei 4 cm (binnenschifffahrt-online.de/20) liegt, beträgt die #Wassertiefe – also die Höhe zwischen dem Grund des Rheins und dem Wasserspiegel – hingegen NICHT diese Angabe der Zentimeter, auch wenn die Situation an Dramatik nicht verliert.

    Kommt bitte nicht auf die Idee, zu glauben, dass man dann nur noch knietief im #Rhein steht, oder auf die noch blödere Idee, den gefährlichen Rhein per Fuß zu überqueren.

    Tatsächlich gibt es diverse Metriken (siehe pegelonline.wsv.de/gast/hilfe# oder de.wikipedia.org/wiki/Pegel#Wa), die eine Rolle spielen. Das alles ist nicht leicht und passt nicht als Randnotiz in eine kurze Nachrichtenmeldung. Und das macht es schwer, die Tiefe des Wassers und der Thematik verständlich zu erklären. Ich versuche es dennoch mal:

    Stark vereinfacht: Der Pegel ist zwar ein wichtiger Indikator, ein wichtiger Anhaltspunkt, wie gut es einem Fluss geht, und damit lässt sich die tatsächliche Wassertiefe auch berechnen, aber eben nicht ausschließlich mit dem Wasserstand, den der Pegel anzeigt.

    Denn für die Fahrrinne (elwis.de/DE/Schifffahrtsrecht/), also dort, wo die Schiffe vornehmlich fahren, werden bestimmte Tiefen und Breiten vorgehalten, sprich garantiert – und zur Not werden diese Stellen auch ausgebaggert. Der tiefste Punkt der Fahrrinne liegt UNTER dem Pegel Null.

    Für die Berechnung der Wassertiefe zieht man vor allem den sogenannten Gleichwertigen Wasserstand (de.wikipedia.org/wiki/Gleichwe) hinzu. Das trifft beim Rhein, aber nicht überall zu. Bei der #Donau nimmt man z. B. den statistischen Bezugswert des Regulierungsniedrigwasserstands, und auch grundsätzlich gibt es einige Wenn und Aber und auch ein häufiges „Hä?!“.

    Außerdem darf das Schiff natürlich nicht den Grund küssen, weshalb man das Flottwasser, also den Sicherheitsabstand zwischen Flussgrund und Schiffsboden, auch noch abziehen muss.

    Beispiel für den Rheinpegel in Andernach, der aktuell bei MINUS (!) 4 Zentimeter (pegelonline.wsv.de/gast/stammd), also UNTER dem Pegelnullpunkt, liegt und zur Berechnung für eine Strecke zwischen Koblenz und Krefeld:

    250 cm Soll-Fahrrinnentiefe
    - 4 cm Pegel bei Andernach am Rhein
    - 91 cm Gleichwertiger Wasserstand
    - 30 cm Sicherheitsabstand (Flottwasser)
    = 125 cm tatsächliche Fahrrinnentiefe des Rheins bei Andernach in Rheinland-Pfalz

    Also tiefer als 1,2 Meter darf ein Schiff nicht eintauchen. Das ist natürlich auch noch extrem wenig, klar, und für viele Schiffe ist der Tiefgang selbst ohne Ladung unüberwindbar, aber es sind eben nicht minus 4 Zentimeter. Detailliert, aber verständlich steht es auch noch mal hier: boote-magazin.de/reise-und-cha und hier: gdws.wsv.bund.de/SharedDocs/FA

    Ich hoffe, ich konnte das Thema etwas verständlicher machen. Vielen Dank fürs Lesen! 🌊

    #####

    Disclaimer*: Völlig außer Frage steht …
    → dass der niedrige Wasserstand auf zahlreichen Flüssen eine große Problematik für die Binnenschifffahrt und letztlich die deutsche, aber auch internationale Wirtschaft darstellt,
    → dass das Problem weiter besteht (pegelonline.wsv.de/gast/karte/) und
    → dass der menschengemachte #Klimawandel und auch Eingriffe in die Natur (Stichwort Flussbegradigungen etc.) dazu maßgeblich beigetragen haben und auch noch werden.

    (*Aber darum geht es mir nicht, sondern nur, wie sich der Pegel und die Wassertiefe berechnet, weil es bei diesem Thema schnell in Richtung Populismus und Häme geht. Dafür ist das Thema viel zu ernst – und es betrifft nicht nur die Schifffahrt.)

  10. Pegel ≠ Wassertiefe 💡

    Diesen Fehler habe ich in den vergangenen Monaten sehr sehr häufig gelesen und auch zahlreiche Journalist*innen haben schlicht schlecht recherchiert. Das finde ich fatal.

    Wenn jetzt, wie beispielsweise in #Köln, der #Pegel bei 40 cm (
    tagesschau.de/inland/regional/) oder bei #Kaub wohl bald bei 4 cm (binnenschifffahrt-online.de/20) liegt, beträgt die #Wassertiefe – also die Höhe zwischen dem Grund des Rheins und dem Wasserspiegel – hingegen NICHT diese Angabe der Zentimeter, auch wenn die Situation an Dramatik nicht verliert.

    Kommt bitte nicht auf die Idee, zu glauben, dass man dann nur noch knietief im #Rhein steht, oder auf die noch blödere Idee, den gefährlichen Rhein per Fuß zu überqueren.

    Tatsächlich gibt es diverse Metriken (siehe pegelonline.wsv.de/gast/hilfe# oder de.wikipedia.org/wiki/Pegel#Wa), die eine Rolle spielen. Das alles ist nicht leicht und passt nicht als Randnotiz in eine kurze Nachrichtenmeldung. Und das macht es schwer, die Tiefe des Wassers und der Thematik verständlich zu erklären. Ich versuche es dennoch mal:

    Stark vereinfacht: Der Pegel ist zwar ein wichtiger Indikator, ein wichtiger Anhaltspunkt, wie gut es einem Fluss geht, und damit lässt sich die tatsächliche Wassertiefe auch berechnen, aber eben nicht ausschließlich mit dem Wasserstand, den der Pegel anzeigt.

    Denn für die Fahrrinne (elwis.de/DE/Schifffahrtsrecht/), also dort, wo die Schiffe vornehmlich fahren, werden bestimmte Tiefen und Breiten vorgehalten, sprich garantiert – und zur Not werden diese Stellen auch ausgebaggert. Der tiefste Punkt der Fahrrinne liegt UNTER dem Pegel Null.

    Für die Berechnung der Wassertiefe zieht man vor allem den sogenannten Gleichwertigen Wasserstand (de.wikipedia.org/wiki/Gleichwe) hinzu. Das trifft beim Rhein, aber nicht überall zu. Bei der #Donau nimmt man z. B. den statistischen Bezugswert des Regulierungsniedrigwasserstands, und auch grundsätzlich gibt es einige Wenn und Aber und auch ein häufiges „Hä?!“.

    Außerdem darf das Schiff natürlich nicht den Grund küssen, weshalb man das Flottwasser, also den Sicherheitsabstand zwischen Flussgrund und Schiffsboden, auch noch abziehen muss.

    Beispiel für den Rheinpegel in Andernach, der aktuell bei MINUS (!) 4 Zentimeter (pegelonline.wsv.de/gast/stammd), also UNTER dem Pegelnullpunkt, liegt und zur Berechnung für eine Strecke zwischen Koblenz und Krefeld:

    250 cm Soll-Fahrrinnentiefe
    - 4 cm Pegel bei Andernach am Rhein
    - 91 cm Gleichwertiger Wasserstand
    - 30 cm Sicherheitsabstand (Flottwasser)
    = 125 cm tatsächliche Fahrrinnentiefe des Rheins bei Andernach in Rheinland-Pfalz

    Also tiefer als 1,2 Meter darf ein Schiff nicht eintauchen. Das ist natürlich auch noch extrem wenig, klar, und für viele Schiffe ist der Tiefgang selbst ohne Ladung unüberwindbar, aber es sind eben nicht minus 4 Zentimeter. Detailliert, aber verständlich steht es auch noch mal hier: boote-magazin.de/reise-und-cha und hier: gdws.wsv.bund.de/SharedDocs/FA

    Ich hoffe, ich konnte das Thema etwas verständlicher machen. Vielen Dank fürs Lesen! 🌊

    #####

    Disclaimer*: Völlig außer Frage steht …
    → dass der niedrige Wasserstand auf zahlreichen Flüssen eine große Problematik für die Binnenschifffahrt und letztlich die deutsche, aber auch internationale Wirtschaft darstellt,
    → dass das Problem weiter besteht (pegelonline.wsv.de/gast/karte/) und
    → dass der menschengemachte #Klimawandel und auch Eingriffe in die Natur (Stichwort Flussbegradigungen etc.) dazu maßgeblich beigetragen haben und auch noch werden.

    (*Aber darum geht es mir nicht, sondern nur, wie sich der Pegel und die Wassertiefe berechnet, weil es bei diesem Thema schnell in Richtung Populismus und Häme geht. Dafür ist das Thema viel zu ernst – und es betrifft nicht nur die Schifffahrt.)

  11. Pegel ≠ Wassertiefe 💡

    Diesen Fehler habe ich in den vergangenen Monaten sehr sehr häufig gelesen und auch zahlreiche Journalist*innen haben schlicht schlecht recherchiert. Das finde ich fatal.

    Wenn jetzt, wie beispielsweise in #Köln, der #Pegel bei 40 cm (
    tagesschau.de/inland/regional/) oder bei #Kaub wohl bald bei 4 cm (binnenschifffahrt-online.de/20) liegt, beträgt die #Wassertiefe – also die Höhe zwischen dem Grund des Rheins und dem Wasserspiegel – hingegen NICHT diese Angabe der Zentimeter, auch wenn die Situation an Dramatik nicht verliert.

    Kommt bitte nicht auf die Idee, zu glauben, dass man dann nur noch knietief im #Rhein steht, oder auf die noch blödere Idee, den gefährlichen Rhein per Fuß zu überqueren.

    Tatsächlich gibt es diverse Metriken (siehe pegelonline.wsv.de/gast/hilfe# oder de.wikipedia.org/wiki/Pegel#Wa), die eine Rolle spielen. Das alles ist nicht leicht und passt nicht als Randnotiz in eine kurze Nachrichtenmeldung. Und das macht es schwer, die Tiefe des Wassers und der Thematik verständlich zu erklären. Ich versuche es dennoch mal:

    Stark vereinfacht: Der Pegel ist zwar ein wichtiger Indikator, ein wichtiger Anhaltspunkt, wie gut es einem Fluss geht, und damit lässt sich die tatsächliche Wassertiefe auch berechnen, aber eben nicht ausschließlich mit dem Wasserstand, den der Pegel anzeigt.

    Denn für die Fahrrinne (elwis.de/DE/Schifffahrtsrecht/), also dort, wo die Schiffe vornehmlich fahren, werden bestimmte Tiefen und Breiten vorgehalten, sprich garantiert – und zur Not werden diese Stellen auch ausgebaggert. Der tiefste Punkt der Fahrrinne liegt UNTER dem Pegel Null.

    Für die Berechnung der Wassertiefe zieht man vor allem den sogenannten Gleichwertigen Wasserstand (de.wikipedia.org/wiki/Gleichwe) hinzu. Das trifft beim Rhein, aber nicht überall zu. Bei der #Donau nimmt man z. B. den statistischen Bezugswert des Regulierungsniedrigwasserstands, und auch grundsätzlich gibt es einige Wenn und Aber und auch ein häufiges „Hä?!“.

    Außerdem darf das Schiff natürlich nicht den Grund küssen, weshalb man das Flottwasser, also den Sicherheitsabstand zwischen Flussgrund und Schiffsboden, auch noch abziehen muss.

    Beispiel für den Rheinpegel in Andernach, der aktuell bei MINUS (!) 4 Zentimeter (pegelonline.wsv.de/gast/stammd), also UNTER dem Pegelnullpunkt, liegt und zur Berechnung für eine Strecke zwischen Koblenz und Krefeld:

    250 cm Soll-Fahrrinnentiefe
    - 4 cm Pegel bei Andernach am Rhein
    - 91 cm Gleichwertiger Wasserstand
    - 30 cm Sicherheitsabstand (Flottwasser)
    = 125 cm tatsächliche Fahrrinnentiefe des Rheins bei Andernach in Rheinland-Pfalz

    Also tiefer als 1,2 Meter darf ein Schiff nicht eintauchen. Das ist natürlich auch noch extrem wenig, klar, und für viele Schiffe ist der Tiefgang selbst ohne Ladung unüberwindbar, aber es sind eben nicht minus 4 Zentimeter. Detailliert, aber verständlich steht es auch noch mal hier: boote-magazin.de/reise-und-cha und hier: gdws.wsv.bund.de/SharedDocs/FA

    Ich hoffe, ich konnte das Thema etwas verständlicher machen. Vielen Dank fürs Lesen! 🌊

    #####

    Disclaimer*: Völlig außer Frage steht …
    → dass der niedrige Wasserstand auf zahlreichen Flüssen eine große Problematik für die Binnenschifffahrt und letztlich die deutsche, aber auch internationale Wirtschaft darstellt,
    → dass das Problem weiter besteht (pegelonline.wsv.de/gast/karte/) und
    → dass der menschengemachte #Klimawandel und auch Eingriffe in die Natur (Stichwort Flussbegradigungen etc.) dazu maßgeblich beigetragen haben und auch noch werden.

    (*Aber darum geht es mir nicht, sondern nur, wie sich der Pegel und die Wassertiefe berechnet, weil es bei diesem Thema schnell in Richtung Populismus und Häme geht. Dafür ist das Thema viel zu ernst – und es betrifft nicht nur die Schifffahrt.)

  12. Das #Niedrigwasser bleibt beängstigend. 44% der #Pegel am #Rhein sind extrem niedrig. Und das nicht nur ein paar cm - bei vielen sind es über 20 cm weniger als der NNW - dem jemals niedrigsten Tagesmittelwert!
    Derzeit werden bei 162 Pegeln des Bundes das mittl. Niedrigwasser unterschritten. Übertroffen wurde diese Anzahl mit 167 Pegel am 13.08. DIESEN JAHRES!
    Besonders wichtig ist Kaub - das ist der Richtpegel für die Engstelle im Rhein - derzeit ca. 25cm unter NNW.

    #PEGELONLINE
    #Wasserstand