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#offgallery — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #offgallery, aggregated by home.social.

  1. @linos Ich verwende gerade #lechat von Mistral bei der Arbeit an der Website der #offgallery - nicht als Agenten-Software, sondern im Dialog. Sehr hilfreich ist es, um Kommadozeilenbefehle zu formulieren und um monotone Aufgaben zu automatisieren. Es hilft mir auch, um Probleme z.B. beim Updaten eines Konfigurationsfiles zu lösen - mit dem Problem, dass ich nur zum Teil verstehe, was ich tue (das geht mir ähnlich, wenn ich Codeschnipsel ausprobiere, die ich via Suchmaschine gefunden habe). Bei wirklich haarigen Problemen (bei mir durch die Ersetzung von #liquid durch #nunjocks als Haupt-Template-Engine) ist es katastrophal schlecht - akzeptiert aber gern Lösungen, die ich woanders gefunden habe :) Ich finde es brauchbar als einen weiteren Schritt des Codens hin zur natürlichen Sprache. Aber es hat keinerlei kognitive Fähigkeiten, auch wenn es deren Resultate manchmal gut imitiert.

  2. Keine Landesförderung mehr für die off_gallery

    Das Land Steiermark hat es definitiv abgelehnt, die off_gallery graz zu fördern, zu deren Team ich seit 2019 gehören. Unser Widerspruch gegen diese Entscheidung wurde zurückgewiesen. […]

    wittenbrink.net/keine-landesfo

  3. „Planetarer Realismus“ und Entglobalisierung der ästhetischen Wahrnehmung: Zu einem Aufsatz von Josephine Berry

    Planetary Aesthesis, Not Animal Citizens von Josephine Berry (2026): ein Text, in dem ich einiges von dem wiederfinde, was mir im Kopf herumgeht, auch wenn ich die Diskurse, auf die er sich bezieht, nicht gut kenne. Berry sieht in der Aisthesis, in der Wahrnehmung und Empfindung, die Lösung eines Dilemmas: Das Appellieren an die moralische Verantwortung von menschlichen Gruppen oder der „Menschheit“ setzt den besonderen Status der Menschen oder des Subjekts und damit die Unterdrückung und Ausbeutung des „Nichtmenschlichen“, der Natur, voraus. […]

    wittenbrink.net/planetarer-rea

  4. „Lefebvres Intervention war folgenreich in einer Disziplin, die sich offenbar ganz aus der Debatte um die Modeme verabschiedet hatte: die Geographie. Es war der britische Marxist und Geograph David Harvey, der die Brücke von der Gesellschaftstheorie zur Geographie, von der Kritik des Kapitalverhältnisses zur Analyse der geographischen Räume schlug. Indem Harvey der klassischen Geographie eine gute Dosis Marx verpaßte, formulierte er alle Themen, um die die Geographie einen großen Bogen zu machen pflegte, um: die Fragen der Bodenrente und der Landnutzung, die Fragen des fixen und variablen Kapitals, die Formen der gebauten Umwelt, der Ansiedlung von Industrie und des Verlaufs von Transportwegen, die Evolution der städtischen Lebensformen und der Urbanisierung, die Ausbreitung von Modernisierungprozessen, die funktionalen Hierarchien von Siedlungen, das ganze Mosaik ungleicher regionaler Entwicklung des Wohlstands der Nationen, die Formung und Umgestaltung von Landschaften, die Herausbildung von Zentren und Peripherien, die Spannung von Globalem und Lokalem – alles dies war mit einem Male Sache einer erneuerten, »kritischen« Geographie geworden.“ (Schlögel, 2017, p. 65f.)

    Das sind die Themen der off_gallery graz, und das sind auch meine Themen in der Klimabewegung. Auf Harvey und den spatial turn bin ich erst vor ein paar Wochen gestoßen – auf der Suche nach Möglichkeiten, ökologische Krisen und Gesellschaftsanalyse miteinander zu verbinden. In Schlögels Buch finde ich jetzt formuliert, was ich nur vage vermutet hatte.

    Schlögel, K. (2017). Im Raume lesen wir die Zeit: Über Zivilisationsgeschichte und Geopolitik (4. Aufl). Hanser.