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#spatialturn — Public Fediverse posts

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  1. Notiz: Fossile Expansion als räumlicher Prozess

    Ich überlege immer wieder, wie ich die vielen Links und Notizen zur Klimakrise und ihren Ursachen, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe und weiter sammele, sinnvoll miteinander verbinden kann. Manchmal schwebt mir ein Buch mit dem Titel Fossile Expansion vor. Ich denke an eine Ordnung der vielen Informationsquellen und an eine Interpretation der Informationen aus der Perspektive eines Lesenden, nicht an den – größenwahnsinnigen – Versuch einer Synthese. […]

    wittenbrink.net/notiz-fossile-

  2. „Lefebvres Intervention war folgenreich in einer Disziplin, die sich offenbar ganz aus der Debatte um die Modeme verabschiedet hatte: die Geographie. Es war der britische Marxist und Geograph David Harvey, der die Brücke von der Gesellschaftstheorie zur Geographie, von der Kritik des Kapitalverhältnisses zur Analyse der geographischen Räume schlug. Indem Harvey der klassischen Geographie eine gute Dosis Marx verpaßte, formulierte er alle Themen, um die die Geographie einen großen Bogen zu machen pflegte, um: die Fragen der Bodenrente und der Landnutzung, die Fragen des fixen und variablen Kapitals, die Formen der gebauten Umwelt, der Ansiedlung von Industrie und des Verlaufs von Transportwegen, die Evolution der städtischen Lebensformen und der Urbanisierung, die Ausbreitung von Modernisierungprozessen, die funktionalen Hierarchien von Siedlungen, das ganze Mosaik ungleicher regionaler Entwicklung des Wohlstands der Nationen, die Formung und Umgestaltung von Landschaften, die Herausbildung von Zentren und Peripherien, die Spannung von Globalem und Lokalem – alles dies war mit einem Male Sache einer erneuerten, »kritischen« Geographie geworden.“ (Schlögel, 2017, p. 65f.)

    Das sind die Themen der off_gallery graz, und das sind auch meine Themen in der Klimabewegung. Auf Harvey und den spatial turn bin ich erst vor ein paar Wochen gestoßen – auf der Suche nach Möglichkeiten, ökologische Krisen und Gesellschaftsanalyse miteinander zu verbinden. In Schlögels Buch finde ich jetzt formuliert, was ich nur vage vermutet hatte.

    Schlögel, K. (2017). Im Raume lesen wir die Zeit: Über Zivilisationsgeschichte und Geopolitik (4. Aufl). Hanser.