Ftx3926
Ausgerichtet von Penelope und zwar hier.
Brain Bug
Plötzlich war der Himmel in ein gleißendes Weiß getaucht, heller als die Sonne, ein flirrender, unerträglich heller Fleck, der sich rasend schnell ausbreitete und dabei den blauen Himmel mit seinen Schleierwolken aufzufressen schien.
Seit Monaten berichteten die Medien vom bevorstehenden Impact.
Alex und Sasha hatten sich entschieden, den letzten Moment der Menschheit an ihrem Lieblingsort zu verbringen.
Die Druckwelle bekamen sie schon nicht mehr mit.
fin
Der Tag war vergeigt. Nicht ein einziges Motiv hatten sie gefunden, aber dann kreiste irgendwann ein Joint & Jörg hatte Kuchen & selbstgemachte Rote Beete.
Jörg, warum hast du Rote Beete?
Sie hatten das Tablett am Hafen mitgehen lassen & die Gläser & war da hinten nicht sogar das Wasser? Sie suchten ja das Wasser! Kein Grund durchs schöne Gras zu trampeln.
Mark. Lass mal die Drohne steigen.
Das tat er.
Nicht uns. Das Meer. Wobei doch. Doch uns.
Souly🐧
Der Sektkorken knallte und Enten flogen aus ihren Verstecken davon.
“Auf uns”, sagtest du und wir stießen an.
Mein Kuchen sah nicht schön aus, aber er schmeckte trotzdem gut. In der Nähe zirpten Insekten und Vögel sangen ihre Lieder.
“Ich will die fünf Minuten anbrechen.”
“Okay”
Ich machte ein Foto von ihr, dann ein gemeinsames und schließlich dem Panorama und legte das Handy wieder weg.
“3:58 übrig. Neuer Rekord.”
Ihr Lächeln belohnte mich, offline war doch besser.
Devin McColey
Endlich war die Zeit der Fülle und des Wohlstands gekommen. Kuchen und Obst, beides nicht zu knapp.
Die Sonne erwärmte die Erde, das Gras wuchs und die Blumen blühten.
Ein wahrlich schöner Anblick für jene, die den letzten Winter überlebt hatten.
Doch bald sollte es wieder an die Arbeit gehen. Die Befehle der Königin mussten ausgeführt werden, denn alle Ameisen sollten helfen die Hinterlassenschaften der Menschen einzusammeln.
Holger Hellinger
ich spüle das nicht!
lauramitc
Für Momente wie diese leeren wir die Marmeladengläser und essen das ganze Eis.
Um im glücklichen Fall der Fälle an einem wunderbaren Ort mit der richtigen Person selbstgemachte Köstlichkeiten genießen zu können und bei Sonnenuntergangsglanz auf das Leben anzustoßen.
Johnny Than
“Niemand fasst irgendwas an.” wurde über das Feld gebrüllt. Dann kam die Kommissarin näher, vorsichtig auf jeden Schritt achtend.
Sie schaute sich das Arrangement genau an. “Ja, ich glaube wir haben es mit dem Picknickmörder zu tun. Die Zeichen sind eindeutig. Nur eine Gabel, aber zwei Gläser. Ich glaube, in einem davon werden wir das Gift finden. Wo bleibt die Spurensicherung?”
“Meine Spuren findet ihr eh nicht”, dachte Sie bei sich.
Anya Karl
In der flirrenden Hitze des Oktobers war der Zwiebelkuchen so warm wie der kaum noch perlende Sekt in den Weingläsern.
Der Geruch des überhitzten Meeres vermischte sich mit dem des selbst eingelegten Gemüses.
»Wären wir gute Eltern geworden?«
»Sind wir das nicht sogar, weil wir Kindern dieses Leben nicht schenken wollten?«
Inmitten der hohen Gräser redeten, weinten, liebten und lachten sie noch Stunden unter der gleißenden Sonne, die für sie nicht mehr sank.
Klaus
Wahrheit ist leise
Gläser in der Sonne.
Sonne in den Gläsern.
Vertrautheit, Stille, Wein und Kuchen.
Zwei haben sich getroffen,
haben sich berührt,
bleiben beieinander.
Das Meer rauscht leise Zustimmung.
Sonne geht unter, Liebe geht auf.
Herzen schlagen füreinander,
hören damit nicht mehr auf.
Alles ist ruhig und warm.
Nichts wird bewertet,
aber alles gut.
KeffetsResLaw
Es war das kürzeste Date meines Lebens. Sie warf einen Blick auf mein liebevoll arrangiertes Picknick und meinte nur: „Wer Essen in ausgedienten Eispackungen serviert, hat die Kontrolle über sein Leben verloren!“ Sprach’s und rauschte mit stolz erhobenem Haupt von dannen. Später erfuhr ich: Sie ist mehrfach prämierte Tupperware-Beraterin. Woher zum Teufel hätte ich das wissen sollen?!
Stenzz
Sekt&Selters, Ökosachen
Falsches Tupper, Date beginnt
Frösche quaken, Schnaken machen
Piek – Insekt gewinnt.
Innig zwischen Mohn&Roggn
Jede Scham wird ignoriert
Spitze Gräser üben Floggn
Wenn sich Haut an Haut verliert.
Käfer zwieseln zwischen Brüsten,
Krabbeln dreist bis an den Po
Bei solcherlei Gelüsten
Leidet schnell: das Niveau.
Lust war da, das Fleisch war wach,
Bis der wilde Hafer stach
Also fuhr man bald von dannen –
Wund&weise von den Grannen.
Katja
„Scheint, als hätte der Nachmittag ganz romantisch begonnen.“
„Bis aus dem Picknick ein beschissener Rosenkrieg geworden ist. Wo bleibt die Spurensicherung?“
Das Paar liegt in scheinbar liebevoller Umarmung im Gras. Wäre da nicht das Kuchenmesser in der Brust der Frau, an dessen Griff Streusel und Ameisen kleben. Und die Scherben der Sektflasche unter der aufgeschnittenen Kehle des Mannes, die in der Abendsonne glitzern.
„Liebe muss schön sein.“
Feli
Der Nachtbus hatte sie um kurz nach sieben am Terminal abgesetzt. Müde, aber auch voller Vorfreude saßen sie seitdem hier und sogen noch einmal die Morgensonne in sich auf.
Den Kuchen hatten sie den Vögeln spendiert und statt Mimosas tranken sie den Sekt gleich pur, so nervös waren sie außerdem. Es fühlt sich ja nie nur richtig an, alles Liebgewonnene zurückzulassen.
Jeden Moment würde sich nun der nächste Kornkreis auftun und die Heimreise unumkehrbar werden.
Xela
Die Nacht war wunderbar gewesen, nur das Zirpen der Grillen und das Rauschen des Meeres. Noch nie hatten sie sich einander so nahe gefühlt, noch nie war die Liebe so intensiv.
Im Morgengrauen hatten sie ein improvisiertes Picknick zusammengestellt. Alles Leckere, das noch da war.
Jetzt feierten sie den Sonnenaufgang, das Leben und die Liebe mit einem Sektfrühstück.
“Im Hier und Jetzt” sagte sie lächelnd, während die Sonne langsam höher stieg.
Tanja Wawuschel
Johanna hatte ihren Freund Martin zum Picknick eingeladen. Romantisch mitten im Grünen.
Sie wollte ihm die Frage aller Fragen stellen.
Nach sieben Jahren Beziehung erschien ihr das höchste Zeit. So vieles hatten sie schon zusammen erlebt: gemeinsame Wohnung, Urlaube, Beerdigungen…
Für Johanna war es DIE große Liebe.
Warum sie tot neben dem Picknick lag? Auf ihre Frage war Martin in schallendes Gelächter ausgebrochen. Er sei seit 20 Jahren verheiratet.
Mit Mark.
Andreas Kilgus
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Hatschi!
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Pffrrr.
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Schnief.
“Das mit dem Picknick im Grünen war ja eigentlich eine schöne Idee, aber leider hat mein Heuschnupfen das irgendwie nicht mitbekommen.”
#FreitagsTexterei