home.social

#annettekolb — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #annettekolb, aggregated by home.social.

  1. "Die Münchner Autorin #AnnetteKolb hielt 1915 auf Einladung der #Dresdener Literarischen Gesellschaft eine Rede, die in Tumult mündete. Kolb musste die Bühne verlassen, anschließend die Stadt. Warum war das Publikum so aufgebracht?

    Annette Kolb hatte sich vehement gegen den Krieg ausgesprochen. Und diejenigen benannt, die sie für schuldig hielt daran, dass er nicht aufhörte: die Redakteure, in deren Zeitungen Artikel voller Hass und Verleumdungen erschienen:

    Hätte man nur zehntausend hetzerische
    #Zeitungsschreiber aus allen Ländern zusammengetrieben, die ihre finstere Gewalt über die urteilslose Masse mißbrauchen, […] die heute weiterkläffen von allen Ufern des Roten Meeres, das gespeist wird von dem Blute Unschuldiger, so hätte man heute nicht in allen Ländern, welche dieses Rote Meer umgrenzen, man hätte heute nicht das Schauspiel junger Krüppel, junger Blinder, überfüllter Narrenhäuser, zu Greisen geschlagener Jünglinge […].[1]

    Annette Kolb beschäftigt sich in ihrer Rede also nicht mit den Ursachen des Kriegs. Vielmehr fragt sie danach, was der Idee von
    #Krieg eine hegemoniale Stellung verschafft, warum die Bevölkerung den Krieg befürwortet. Die Verantwortlichen findet sie unter den #Meinungsmachern in den #Redaktionen."

    https://blog.muenchner-stadtbibliothek.de/annette-kolb-ueber-den-krieg-femaleheritage/

  2. "Die Münchner Autorin #AnnetteKolb hielt 1915 auf Einladung der #Dresdener Literarischen Gesellschaft eine Rede, die in Tumult mündete. Kolb musste die Bühne verlassen, anschließend die Stadt. Warum war das Publikum so aufgebracht?

    Annette Kolb hatte sich vehement gegen den Krieg ausgesprochen. Und diejenigen benannt, die sie für schuldig hielt daran, dass er nicht aufhörte: die Redakteure, in deren Zeitungen Artikel voller Hass und Verleumdungen erschienen:

    Hätte man nur zehntausend hetzerische
    #Zeitungsschreiber aus allen Ländern zusammengetrieben, die ihre finstere Gewalt über die urteilslose Masse mißbrauchen, […] die heute weiterkläffen von allen Ufern des Roten Meeres, das gespeist wird von dem Blute Unschuldiger, so hätte man heute nicht in allen Ländern, welche dieses Rote Meer umgrenzen, man hätte heute nicht das Schauspiel junger Krüppel, junger Blinder, überfüllter Narrenhäuser, zu Greisen geschlagener Jünglinge […].[1]

    Annette Kolb beschäftigt sich in ihrer Rede also nicht mit den Ursachen des Kriegs. Vielmehr fragt sie danach, was der Idee von
    #Krieg eine hegemoniale Stellung verschafft, warum die Bevölkerung den Krieg befürwortet. Die Verantwortlichen findet sie unter den #Meinungsmachern in den #Redaktionen."

    https://blog.muenchner-stadtbibliothek.de/annette-kolb-ueber-den-krieg-femaleheritage/

  3. "Die Münchner Autorin #AnnetteKolb hielt 1915 auf Einladung der #Dresdener Literarischen Gesellschaft eine Rede, die in Tumult mündete. Kolb musste die Bühne verlassen, anschließend die Stadt. Warum war das Publikum so aufgebracht?

    Annette Kolb hatte sich vehement gegen den Krieg ausgesprochen. Und diejenigen benannt, die sie für schuldig hielt daran, dass er nicht aufhörte: die Redakteure, in deren Zeitungen Artikel voller Hass und Verleumdungen erschienen:

    Hätte man nur zehntausend hetzerische
    #Zeitungsschreiber aus allen Ländern zusammengetrieben, die ihre finstere Gewalt über die urteilslose Masse mißbrauchen, […] die heute weiterkläffen von allen Ufern des Roten Meeres, das gespeist wird von dem Blute Unschuldiger, so hätte man heute nicht in allen Ländern, welche dieses Rote Meer umgrenzen, man hätte heute nicht das Schauspiel junger Krüppel, junger Blinder, überfüllter Narrenhäuser, zu Greisen geschlagener Jünglinge […].[1]

    Annette Kolb beschäftigt sich in ihrer Rede also nicht mit den Ursachen des Kriegs. Vielmehr fragt sie danach, was der Idee von
    #Krieg eine hegemoniale Stellung verschafft, warum die Bevölkerung den Krieg befürwortet. Die Verantwortlichen findet sie unter den #Meinungsmachern in den #Redaktionen."

    https://blog.muenchner-stadtbibliothek.de/annette-kolb-ueber-den-krieg-femaleheritage/