#wolfgangstorz — Public Fediverse posts
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Hören sie sich eigentlich noch selbst zu, die ehemals bürgerlich-demokratischen Medien?
Schon vor dem Rücktritt von NRW-Ministerin Josefine Paul hatte Roland Appel das begleitende Mediengeschehen hier kritisch betrachtet. Als hätte er es kommen sehen. Merkwürdig ist die nahezu durchgehend propagandistische Titulierung der Ministerin als “Fluchtministerin”. Was mag in den Köpfen derer vorgehen, die die NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration so bezeichnen? Bei den meisten mutmasslich nichts.
Irgendjemand wird damit angefangen haben. Mir ist es zu blöd, das zu recherchieren (das Mittagessen wartet). Wer immer es sich ausgedacht hat, war – je nach dem – entweder ein gerissenes rechtes Arschloch. Oder ein dummes. Denn wenn die Jugendministerin, die Familieministerin, die Gleichstellungsministerin usw. usf., in den Worten eines ehemaligen Bundeskanzlers die “Gedöns”-Ministerin, so bezeichnet wird, ist die erkennbare Absicht: ach so, die ist schuld an den vielen Flüchtlingen, die “uns” alle (angeblich) so furchtbar unzumutbar überlasten …
Das ist die zentrale und lupenreine “Remigrations”-Agenda der AfD, die hier auf eine offenbar überforderte Ministerin geklebt wird.
Doch wer ist für die Überforderung verantwortlich?
Wenn bei den NRW-Grünen noch ein Rest an Intelligenz vorrätig ist – und ich kenne einige persönlich, denen ich sie unterstelle – dann müssen sie sich selbst überprüfen. War der restlinke Flügel personalpolitisch überfordert? Und lachten sich die Realos heimlich ins Fäustchen, weil sie es haben kommen sehen (und laufen liessen, zum Rechthaben)? Waren alle zusammen zu doof, ihre Ministerin solidarisch zu schützen? Der Kontrollverlust in solchen Sammelsurium-Ressorts ist sicherer als das Amen in den massenhaft entwidmeten Kirchen. Wichtig ist also ein Teamplay in der Ministeriumsspitze mit Staatssekretär*inn*en, Abteilungsleiter*innen und Ministerinbüro.
Ich habe diese Drahtseilakte live miterlebt, als Bärbel Höhn 1995 Umweltministerin im letzten Kabinett Rau wurde. Sie hat sie damals bravourös bewältigt. Ihr persönlicher Durchbruch in der breiten Medienöffentlichkeit war, als sie es 1999 auf einem von Phönix komplett live übertragenen Grünen-Bundesparteitag wagte, dem Bundesaussenminister Joseph Fischer zum völkerrechtswidrigen Kosovo-Kriegseinsatz öffentlich zu widersprechen. WDR-Chefredakteur Nikolaus Brender lief am Rande einer WDR-Rundfunkratssitzung mir gegenüber fast über vor Begeisterung über das gelungene TV-Ereignis. Und als die Herren Clement (SPD) und Möllemann (FDP) ihr Testosteron nicht unter Kontrolle hatten und versuchten, Bärbel zu demütigen, da begann meine reiche Grossmutter (Knappschaftsrentnerin) mit ihren über 90 Lebensjahren als Stammwählerin von Zentrum (Weimarer Republik) und CDU (BRD) zum ersten Mal in ihrem Leben Grüne zu wählen. Um meinen Job zu sichern. Und weil sie eine (starke) Frau war. Wie Bärbel Höhn es ist.
Das war Teamarbeit. Auch mal gegen die Realos, die sie allzu gerne losgeworden wären. Weil sie stark war. Bzw.: wurde!
Das alles ist bei Josefine Paul maximal misslungen. Verena Schäffer wünsche ich dabei mehr Glück und Vermögen. Sie wird es brauchen. Und die NRW-Grünen sollten es mit intelligenterer Arbeit versuchen.
Lesen Sie ergänzend auch Wolfgang Storz/bruchstuecke: “Rechtsradikalismus: Mit Gewalt Wahlen gewinnen”, wo er u.a. feststellt: “Gerade in einer Demokratie ist Sprache auch Handlung.”
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Hören sie sich eigentlich noch selbst zu, die ehemals bürgerlich-demokratischen Medien?
Schon vor dem Rücktritt von NRW-Ministerin Josefine Paul hatte Roland Appel das begleitende Mediengeschehen hier kritisch betrachtet. Als hätte er es kommen sehen. Merkwürdig ist die nahezu durchgehend propagandistische Titulierung der Ministerin als “Fluchtministerin”. Was mag in den Köpfen derer vorgehen, die die NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration so bezeichnen? Bei den meisten mutmasslich nichts.
Irgendjemand wird damit angefangen haben. Mir ist es zu blöd, das zu recherchieren (das Mittagessen wartet). Wer immer es sich ausgedacht hat, war – je nach dem – entweder ein gerissenes rechtes Arschloch. Oder ein dummes. Denn wenn die Jugendministerin, die Familieministerin, die Gleichstellungsministerin usw. usf., in den Worten eines ehemaligen Bundeskanzlers die “Gedöns”-Ministerin, so bezeichnet wird, ist die erkennbare Absicht: ach so, die ist schuld an den vielen Flüchtlingen, die “uns” alle (angeblich) so furchtbar unzumutbar überlasten …
Das ist die zentrale und lupenreine “Remigrations”-Agenda der AfD, die hier auf eine offenbar überforderte Ministerin geklebt wird.
Doch wer ist für die Überforderung verantwortlich?
Wenn bei den NRW-Grünen noch ein Rest an Intelligenz vorrätig ist – und ich kenne einige persönlich, denen ich sie unterstelle – dann müssen sie sich selbst überprüfen. War der restlinke Flügel personalpolitisch überfordert? Und lachten sich die Realos heimlich ins Fäustchen, weil sie es haben kommen sehen (und laufen liessen, zum Rechthaben)? Waren alle zusammen zu doof, ihre Ministerin solidarisch zu schützen? Der Kontrollverlust in solchen Sammelsurium-Ressorts ist sicherer als das Amen in den massenhaft entwidmeten Kirchen. Wichtig ist also ein Teamplay in der Ministeriumsspitze mit Staatssekretär*inn*en, Abteilungsleiter*innen und Ministerinbüro.
Ich habe diese Drahtseilakte live miterlebt, als Bärbel Höhn 1995 Umweltministerin im letzten Kabinett Rau wurde. Sie hat sie damals bravourös bewältigt. Ihr persönlicher Durchbruch in der breiten Medienöffentlichkeit war, als sie es 1999 auf einem von Phönix komplett live übertragenen Grünen-Bundesparteitag wagte, dem Bundesaussenminister Joseph Fischer zum völkerrechtswidrigen Kosovo-Kriegseinsatz öffentlich zu widersprechen. WDR-Chefredakteur Nikolaus Brender lief am Rande einer WDR-Rundfunkratssitzung mir gegenüber fast über vor Begeisterung über das gelungene TV-Ereignis. Und als die Herren Clement (SPD) und Möllemann (FDP) ihr Testosteron nicht unter Kontrolle hatten und versuchten, Bärbel zu demütigen, da begann meine reiche Grossmutter (Knappschaftsrentnerin) mit ihren über 90 Lebensjahren als Stammwählerin von Zentrum (Weimarer Republik) und CDU (BRD) zum ersten Mal in ihrem Leben Grüne zu wählen. Um meinen Job zu sichern. Und weil sie eine (starke) Frau war. Wie Bärbel Höhn es ist.
Das war Teamarbeit. Auch mal gegen die Realos, die sie allzu gerne losgeworden wären. Weil sie stark war. Bzw.: wurde!
Das alles ist bei Josefine Paul maximal misslungen. Verena Schäffer wünsche ich dabei mehr Glück und Vermögen. Sie wird es brauchen. Und die NRW-Grünen sollten es mit intelligenterer Arbeit versuchen.
Lesen Sie ergänzend auch Wolfgang Storz/bruchstuecke: “Rechtsradikalismus: Mit Gewalt Wahlen gewinnen”, wo er u.a. feststellt: “Gerade in einer Demokratie ist Sprache auch Handlung.”
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mit Update nachmittags
Hartmut Palmer spielte bei meiner jugendlichen Politisierung in den 70er Jahren eine Schlüsselrolle. Im damals noch aufregend hörenswerten WDR, nach meiner Erinnerung war es das Kritische Tagebuch, hörte ich einen Kommentar von ihm zum faschistischen Militärputsch in Chile 1973. Darin verschonte er auch die damalige sozialliberale Bundesregierung von Willy Brandt nicht mit Kritik. Ich nahm das Thema in die damals von mir redigierte Schülerzeitung der Essener Jungdemokraten auf. Palmers Laufbahn von der Süddeutschen zum Spiegel verfolgte ich mit Interesse. Und also auch seinen aktuellen Nachruf auf seinen Spiegel-Kollegen Koch im “Blog der Republik” von Alfons Pieper.
Meine Informationen über den “Spiegel” bezog ich damals schon von seinem gefeuerten Redakteur und konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza. Der liess an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Und es deckte sich mit den Erfahrungen, die wir als Jungdemokraten mit diesem Medium gemacht hatten. Im Zweifel liessen sich die Spiegel-Kollegen (Gendern unnötig) immer von der FDP instruieren, die wir 1982 kollektiv verlassen hatten.
Darum pflegten wir eine skeptische Distanz, als wir in den Jahren 1985-87 unser Mittagspausenlokal mit der Bonner Spiegel-Redaktion teilten. In der “Laterne” in der Ermekeilstrasse sassen wir Tisch an Tisch. Während wir, Harald Jansen, Georg Hundt, Reiner Rosner und ich zum Nachtisch noch eine Runde flipperten, mussten die Spiegel-Fuzzis wieder arbeiten gehen. Die einstige “Schumann-Klause” (Ecke Schumann-/Weberstrasse) hatte sich in “Laterne” und “Südbahnhof” gespalten.
An die Herren Koch und Wirtgen, beide in Palmers Nachruf namentlich erwähnt, kann ich mich noch gut erinnern. Tragisch, dass Koch in seinem Lebenskampf gegen Kohl politisch verloren hat. Immerhin hat er ihn deutlich überlebt, und diese Jahre hoffentlich genossen.
Ich will den Kollegen nicht zu nahe treten. Sie haben zweifellos ihre politischen und journalistischen Verdienste. Die wichtigsten sind in Palmers Nachruf benannt.
Aber was ist an Substanz geblieben?
Update nachmittags
Lesen Sie dazu zunächst das Gespräch zweier vernünftiger alter weisser Männer, Wolfgang Storz und Klaus Lang/bruchstuecke: “Die Brandmauer steht oder die Union geht unter”. Darin rufen sie dazu auf, “die jetzige Regierung daran zu erinnern, dass es ihre verdammte Verantwortung ist, in Stil und Inhalt gut zu regieren und damit der AfD den Boden zu entziehen.” Gute Idee, aber ein bisschen spät, oder? Update Ende.Diese Frage warf René Martens/MDR-Altpapier, den ich in den 90ern bei einem Fussball-Fantreffen in Erkenschwick kennenlernte, wo Dieter Bott ihn mir vorstellte, als der ebenfalls noch für Gremlizas konkret schrieb, gestern völlig zurecht auf:
“Wachen wir noch rechtzeitig auf? – 2026 könnte das ‘Schicksalsjahr’ des Journalismus werden. Soll sich das ‘Schicksal’ zum Guten wenden, müssten Redaktionen ihre Berichterstattung über Klima, Umwelt und Trump ändern.”
Ich wage eine Vorhersage: sie werden es nicht tun.
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mit Update nachmittags
Hartmut Palmer spielte bei meiner jugendlichen Politisierung in den 70er Jahren eine Schlüsselrolle. Im damals noch aufregend hörenswerten WDR, nach meiner Erinnerung war es das Kritische Tagebuch, hörte ich einen Kommentar von ihm zum faschistischen Militärputsch in Chile 1973. Darin verschonte er auch die damalige sozialliberale Bundesregierung von Willy Brandt nicht mit Kritik. Ich nahm das Thema in die damals von mir redigierte Schülerzeitung der Essener Jungdemokraten auf. Palmers Laufbahn von der Süddeutschen zum Spiegel verfolgte ich mit Interesse. Und also auch seinen aktuellen Nachruf auf seinen Spiegel-Kollegen Koch im “Blog der Republik” von Alfons Pieper.
Meine Informationen über den “Spiegel” bezog ich damals schon von seinem gefeuerten Redakteur und konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza. Der liess an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Und es deckte sich mit den Erfahrungen, die wir als Jungdemokraten mit diesem Medium gemacht hatten. Im Zweifel liessen sich die Spiegel-Kollegen (Gendern unnötig) immer von der FDP instruieren, die wir 1982 kollektiv verlassen hatten.
Darum pflegten wir eine skeptische Distanz, als wir in den Jahren 1985-87 unser Mittagspausenlokal mit der Bonner Spiegel-Redaktion teilten. In der “Laterne” in der Ermekeilstrasse sassen wir Tisch an Tisch. Während wir, Harald Jansen, Georg Hundt, Reiner Rosner und ich zum Nachtisch noch eine Runde flipperten, mussten die Spiegel-Fuzzis wieder arbeiten gehen. Die einstige “Schumann-Klause” (Ecke Schumann-/Weberstrasse) hatte sich in “Laterne” und “Südbahnhof” gespalten.
An die Herren Koch und Wirtgen, beide in Palmers Nachruf namentlich erwähnt, kann ich mich noch gut erinnern. Tragisch, dass Koch in seinem Lebenskampf gegen Kohl politisch verloren hat. Immerhin hat er ihn deutlich überlebt, und diese Jahre hoffentlich genossen.
Ich will den Kollegen nicht zu nahe treten. Sie haben zweifellos ihre politischen und journalistischen Verdienste. Die wichtigsten sind in Palmers Nachruf benannt.
Aber was ist an Substanz geblieben?
Update nachmittags
Lesen Sie dazu zunächst das Gespräch zweier vernünftiger alter weisser Männer, Wolfgang Storz und Klaus Lang/bruchstuecke: “Die Brandmauer steht oder die Union geht unter”. Darin rufen sie dazu auf, “die jetzige Regierung daran zu erinnern, dass es ihre verdammte Verantwortung ist, in Stil und Inhalt gut zu regieren und damit der AfD den Boden zu entziehen.” Gute Idee, aber ein bisschen spät, oder? Update Ende.Diese Frage warf René Martens/MDR-Altpapier, den ich in den 90ern bei einem Fussball-Fantreffen in Erkenschwick kennenlernte, wo Dieter Bott ihn mir vorstellte, als der ebenfalls noch für Gremlizas konkret schrieb, gestern völlig zurecht auf:
“Wachen wir noch rechtzeitig auf? – 2026 könnte das ‘Schicksalsjahr’ des Journalismus werden. Soll sich das ‘Schicksal’ zum Guten wenden, müssten Redaktionen ihre Berichterstattung über Klima, Umwelt und Trump ändern.”
Ich wage eine Vorhersage: sie werden es nicht tun.
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Reflexe der Aufmerksamkeitsökonomie
Je grausamer und verbrecherischer, umso stiller …
mit Update 3. 11.
Ist es launig? Oder sarkastisch? Wolfgang Storz/bruchstuecke reflektiert über die Reflexe der Öffentlichkeit auf “unseren” superintelligenten Bundeskanzler: “Regieren mit Wortfetzen”. Nicht abwegig. Dennoch behaupte ich, dass seine bornierten sauerländischen Reflexe ihm selbst, und noch mehr seinem Berater*innen*stab, einen Streich gespielt haben. Denn was Storz und ich seit Jahrzehnten über den Kerl wissen, das erkennen jüngere Teile der Öffentlichkeit erst jetzt durch sein Tun und Stammeln. Und es mobilisiert ganz offenbar nicht nur seine eigenen Leute. Manche linke Bescheidwisser kräuseln ihren Bauchnabel darüber, dass sie statt mitzumachen lieber lästern, wie lange sie bescheidwissen, was viele jetzt erst merken. Klassisches Eigentor im politischen Prozess.
Zum gegenwärtigen Funktionieren der inländischen Aufmerksamkeitsökonomie gibt es einen interessanten Versuch materialistischer Analyse von Raphael Wolter/Junge Welt: “Zwischen Kommerz und Widerstand – Fußball und Klassenkampf: Zur gesellschaftlichen Logik eines populären Spiels” Durchaus lesenswert und nur wenige Tage verfügbar, weil dann in einem Paywallarchiv beerdigt. In meinen Augen ist Wolters Materialismus allzu mechanistisch gedacht. Aufmerksamkeit ist zwar nicht physisch greifbar, aber eine reale Währung der Medienökonomie. So wie es unsere Daten in der Digitalökonomie sind, die derzeit die Machtverhältnisse auf dem Planeten nicht umstürzt (im Gegenteil), aber umgräbt und betoniert.
Null Reflexe zur »größten humanitären Krise der Welt«
Es ist ja – leider – schon bemerkenswert, wenn überhaupt ein deutsches Medium einen Pups zum Sudan lässt. Das sind aktuell – ein seltenes Gespann – der Deutschlandfunk und die Junge Welt. Der DLF interviewte gestern mitten in der Nacht (6.50 h) meinen alten Jungdemokraten-Freund Volker Perthes, dessen Stimme mir besorgniserregend brüchig klang, was aber auch am geäusserten Inhalt liegen dürfte:
“Sudan-Experte Perthes: Den Kriegsparteien muss man die Ressourcen entziehen – Laut Einschätzung des Politologen Volker Perthes werden beide Kriegsparteien im Sudan aus dem Ausland unterstützt, etwa von Ägypten. Erst wenn man ihnen Ressourcen wie Geld und Waffen entziehe, könne der Krieg gestoppt werden.” Audio 13 min.
Die gleiche Botschaft mit anderen Worten verkündet sehr kursorisch auch Luca Schäfer/Junge Welt, der regelmässig für die “News-Fabrik” (G. Kolonko) telepolis schreibt: “Sudan: Golfkapital am Nil – Sudan: Kriegsverbrechen von RSF-Miliz durch Vereinigte Arabische Emirate ermöglicht”. Auch dieser Text wird in einigen Tagen digital verschwinden.
Warum so wenig Lärm in der deutschen Aufmerksamkeitsökonomie über diese verbrecherischen Massenmorde? These: weil die hiesigen Herrschenden darüber noch glücklicher sind, als über die Menschenrechtsverbrechen des Despoten Erdogan (mit dem, das nur zur Erinnerung, schon die kürzlich hier in Bonn gefeierte Angela Merkel eifrig gedealt hatte). Denn wirkungsvoller können Flucht und Migration aus Südsudan, Somalia, Eritrea, Äthiopien, Ostkongo u.v.a. wohl kaum unterbunden werden. Warum also laut lamentieren? Die Waffenlieferanten und Diktatoren beider Seiten (Vereinigte Arabische Emirate einerseits, Ägypten andererseits) sind öffentlich proklamierte “beste Freunde” der hiesigen Herrschenden.
Lasst sie mal machen. Es trifft doch nur Schwarze und Moslems …
Update 3.11.
NRW-Liminski – zu schmerzfrei, zu blöd oder zu rechts?
Nathanael Liminski, NRW-Stastskanzleichef, kenne ich nicht persönlich. Als ich 1990 anfing im NRW-Landtag zu arbeiten, hiess der Amtsinhaber Wolfgang Clement. Roland Appel weiss mehr über den, und die Extradienstautoren Wolfgang Lieb und Christoph Habermann noch mehr als Roland. An Clement als Widerpart – ob in der Opposition, in der Koalition, oder sogar als Parteigenosse – konnte (und musste) mann wachsen. Anders war der nicht auszuhalten.
Wie mag es bei Liminski sein? Mir wird berichtet, dass er grüne Landtagsabgeordnete – auch rudelweise – am Nasenring durch die politische Arena zu ziehen vermag. Ob das mehr über die oder ihn sagt? Sagen Sies mir. Der Verdacht liegt nahe, dass er – schon allein um in dieses Staatsamt zu gelangen – nicht allzu blöd sein kann.
Also schmerzfrei und rechts? Als bekennender Christ mit all den SM-Faktoren dieser Religion sollte ihm Schmerz nicht fremd sein. Was also sagt das über ihn? Macht er also sähr gärne mit, als Lokomotive der »größten humanitären Krise der Welt«? Oder hat ihm nur eine*r eine Falle gestellt? Eine beliebte Düsseldorfer Gewohnheit.
Ich fürchte das Schlimmste.
Das heute erfolgte WDR5-Interview mit Volker Perthes hat er wahrscheinlich nicht mehr gehört: “Sudan: ‘Bürgerkrieg voll entflammt’ – Die RSF-Miliz hat die Stadt Al-Faschir im Sudan eingenommen und verübt Massaker an Zivilisten. ‘Es geht um Mord, Vergewaltigungen und Plünderungen’, sagt Politologe und Diplomat Volker Perthes – und erklärt die Hintergründe des Machtkampfs im Land.” Audio 6 min., 1 Jahr verfügbar.
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Reflexe der Aufmerksamkeitsökonomie
Je grausamer und verbrecherischer, umso stiller …
mit Update 3. 11.
Ist es launig? Oder sarkastisch? Wolfgang Storz/bruchstuecke reflektiert über die Reflexe der Öffentlichkeit auf “unseren” superintelligenten Bundeskanzler: “Regieren mit Wortfetzen”. Nicht abwegig. Dennoch behaupte ich, dass seine bornierten sauerländischen Reflexe ihm selbst, und noch mehr seinem Berater*innen*stab, einen Streich gespielt haben. Denn was Storz und ich seit Jahrzehnten über den Kerl wissen, das erkennen jüngere Teile der Öffentlichkeit erst jetzt durch sein Tun und Stammeln. Und es mobilisiert ganz offenbar nicht nur seine eigenen Leute. Manche linke Bescheidwisser kräuseln ihren Bauchnabel darüber, dass sie statt mitzumachen lieber lästern, wie lange sie bescheidwissen, was viele jetzt erst merken. Klassisches Eigentor im politischen Prozess.
Zum gegenwärtigen Funktionieren der inländischen Aufmerksamkeitsökonomie gibt es einen interessanten Versuch materialistischer Analyse von Raphael Wolter/Junge Welt: “Zwischen Kommerz und Widerstand – Fußball und Klassenkampf: Zur gesellschaftlichen Logik eines populären Spiels” Durchaus lesenswert und nur wenige Tage verfügbar, weil dann in einem Paywallarchiv beerdigt. In meinen Augen ist Wolters Materialismus allzu mechanistisch gedacht. Aufmerksamkeit ist zwar nicht physisch greifbar, aber eine reale Währung der Medienökonomie. So wie es unsere Daten in der Digitalökonomie sind, die derzeit die Machtverhältnisse auf dem Planeten nicht umstürzt (im Gegenteil), aber umgräbt und betoniert.
Null Reflexe zur »größten humanitären Krise der Welt«
Es ist ja – leider – schon bemerkenswert, wenn überhaupt ein deutsches Medium einen Pups zum Sudan lässt. Das sind aktuell – ein seltenes Gespann – der Deutschlandfunk und die Junge Welt. Der DLF interviewte gestern mitten in der Nacht (6.50 h) meinen alten Jungdemokraten-Freund Volker Perthes, dessen Stimme mir besorgniserregend brüchig klang, was aber auch am geäusserten Inhalt liegen dürfte:
“Sudan-Experte Perthes: Den Kriegsparteien muss man die Ressourcen entziehen – Laut Einschätzung des Politologen Volker Perthes werden beide Kriegsparteien im Sudan aus dem Ausland unterstützt, etwa von Ägypten. Erst wenn man ihnen Ressourcen wie Geld und Waffen entziehe, könne der Krieg gestoppt werden.” Audio 13 min.
Die gleiche Botschaft mit anderen Worten verkündet sehr kursorisch auch Luca Schäfer/Junge Welt, der regelmässig für die “News-Fabrik” (G. Kolonko) telepolis schreibt: “Sudan: Golfkapital am Nil – Sudan: Kriegsverbrechen von RSF-Miliz durch Vereinigte Arabische Emirate ermöglicht”. Auch dieser Text wird in einigen Tagen digital verschwinden.
Warum so wenig Lärm in der deutschen Aufmerksamkeitsökonomie über diese verbrecherischen Massenmorde? These: weil die hiesigen Herrschenden darüber noch glücklicher sind, als über die Menschenrechtsverbrechen des Despoten Erdogan (mit dem, das nur zur Erinnerung, schon die kürzlich hier in Bonn gefeierte Angela Merkel eifrig gedealt hatte). Denn wirkungsvoller können Flucht und Migration aus Südsudan, Somalia, Eritrea, Äthiopien, Ostkongo u.v.a. wohl kaum unterbunden werden. Warum also laut lamentieren? Die Waffenlieferanten und Diktatoren beider Seiten (Vereinigte Arabische Emirate einerseits, Ägypten andererseits) sind öffentlich proklamierte “beste Freunde” der hiesigen Herrschenden.
Lasst sie mal machen. Es trifft doch nur Schwarze und Moslems …
Update 3.11.
NRW-Liminski – zu schmerzfrei, zu blöd oder zu rechts?
Nathanael Liminski, NRW-Stastskanzleichef, kenne ich nicht persönlich. Als ich 1990 anfing im NRW-Landtag zu arbeiten, hiess der Amtsinhaber Wolfgang Clement. Roland Appel weiss mehr über den, und die Extradienstautoren Wolfgang Lieb und Christoph Habermann noch mehr als Roland. An Clement als Widerpart – ob in der Opposition, in der Koalition, oder sogar als Parteigenosse – konnte (und musste) mann wachsen. Anders war der nicht auszuhalten.
Wie mag es bei Liminski sein? Mir wird berichtet, dass er grüne Landtagsabgeordnete – auch rudelweise – am Nasenring durch die politische Arena zu ziehen vermag. Ob das mehr über die oder ihn sagt? Sagen Sies mir. Der Verdacht liegt nahe, dass er – schon allein um in dieses Staatsamt zu gelangen – nicht allzu blöd sein kann.
Also schmerzfrei und rechts? Als bekennender Christ mit all den SM-Faktoren dieser Religion sollte ihm Schmerz nicht fremd sein. Was also sagt das über ihn? Macht er also sähr gärne mit, als Lokomotive der »größten humanitären Krise der Welt«? Oder hat ihm nur eine*r eine Falle gestellt? Eine beliebte Düsseldorfer Gewohnheit.
Ich fürchte das Schlimmste.
Das heute erfolgte WDR5-Interview mit Volker Perthes hat er wahrscheinlich nicht mehr gehört: “Sudan: ‘Bürgerkrieg voll entflammt’ – Die RSF-Miliz hat die Stadt Al-Faschir im Sudan eingenommen und verübt Massaker an Zivilisten. ‘Es geht um Mord, Vergewaltigungen und Plünderungen’, sagt Politologe und Diplomat Volker Perthes – und erklärt die Hintergründe des Machtkampfs im Land.” Audio 6 min., 1 Jahr verfügbar.
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Eine andere Kultur – die FR habe ich nie verstanden
In meiner WG hatte einer die Frankfurter Rundschau abonniert. Er war unserem Hohn und Spott ausgesetzt – wie die SPD. Dabei war er gar kein Sozi, fand aber die Zeitung gut. Wenn sie es mal war, so war sie über die letzten 4-5 Jahrzehnte doch Opfer eines beständigen publizistischen Abstieges. Den Abgang des Chefredakteurs Wolfgang Storz 2006 verfolgte ich mit einigem Respekt. Ich hatte über Bekannte schon Anekdoten aus seiner Freiburger Jugend gehört. Bei der FR liess er sich – von mir ohne tiefere Kenntnisse nur von aussen betrachtet – den Rücken vom Verlag nicht krumm machen. Und ging.
Jahre später schlossen wir eine kleine publizistische Freundschaft. Er wurde Mitverleger (in einer 6er Gruppe) und Autor des Freitag und riskierte dort seine Altersversorgung. Die rettete ihm und den andern 5 dann Jakob Augstein, der den Laden inkl. seiner Altschulden übernahm. In dieser Phase waren wir Gesprächspartner und profitierten beide davon – weniger materiell als intellektuell. So jedenfalls meine Wahrnehmung.
Nun wurde ich durch diesen Hinweis von Storz auf ein Jubiläum der FR aufmerksam, das mir sonst vollständig entgangen wäre. Seit sie von der Ippen-Gruppe übernommen wurde, ist publizistisch fast nichts mehr übriggeblieben. Die Boulevardisierung ihres Online-Auftritts, das Vordringen der KI bei seiner redaktionellen Gestaltung, das Verdrängen und Ausscheiden von Überresten journalistischen Formats (jüngst in der bis dahin noch begrenzt satisfaktionsfähigen Sportredaktion) verursacht mir Übelkeit bei der Lektüre.
Noch spektakulärer vor mehr als drei Jahren der Zensurfall im Hause Ippen, der ihn schmerzfrei seine besten Rechercheur*inn*e*n verlieren liess. Und ihre Kosten. Das alles für gute Beziehungen zum Springerkonzern, seinem damaligen Revolverhelden und Spahn-Spezi Reichelt, der heute stolz auf den Abschuss einer Richterinnenkandidatin fürs höchste deutsche Gericht ist. Mann kenntsisch, mann hilftsisch.
Aber diese Story, die kannte ich nicht: “Alf Mayer: Warum wird Karl Anders bei der FR totgeschwiegen?”. Dieser Herr Anders schied bei der FR aus, als ich auf die Welt kam. Das gegen ihn gerichtete Totschweigen – bei mir war es erfolgreich. Bis heute, dank Storz.
Was hat der nur ausgefressen? Das wird mir aus diesen Texten nicht klar. Welche “silbernen Löffel” (= Metapher) hat er geklaut? Bei dem Ausmass dieses Totschweigens drängt sich mir die Frage auf: war es was Geheimdienstliches? Oder war es tatsächlich eine grauenhaft banale Parteifeindschaft (“Parteifreunde” sind meistens die Schlimmsten)? Als Nicht-Zeitgenosse bleibt die Story für mich komplett unverständlich. Eine andere Kultur.
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Eine andere Kultur – die FR habe ich nie verstanden
In meiner WG hatte einer die Frankfurter Rundschau abonniert. Er war unserem Hohn und Spott ausgesetzt – wie die SPD. Dabei war er gar kein Sozi, fand aber die Zeitung gut. Wenn sie es mal war, so war sie über die letzten 4-5 Jahrzehnte doch Opfer eines beständigen publizistischen Abstieges. Den Abgang des Chefredakteurs Wolfgang Storz 2006 verfolgte ich mit einigem Respekt. Ich hatte über Bekannte schon Anekdoten aus seiner Freiburger Jugend gehört. Bei der FR liess er sich – von mir ohne tiefere Kenntnisse nur von aussen betrachtet – den Rücken vom Verlag nicht krumm machen. Und ging.
Jahre später schlossen wir eine kleine publizistische Freundschaft. Er wurde Mitverleger (in einer 6er Gruppe) und Autor des Freitag und riskierte dort seine Altersversorgung. Die rettete ihm und den andern 5 dann Jakob Augstein, der den Laden inkl. seiner Altschulden übernahm. In dieser Phase waren wir Gesprächspartner und profitierten beide davon – weniger materiell als intellektuell. So jedenfalls meine Wahrnehmung.
Nun wurde ich durch diesen Hinweis von Storz auf ein Jubiläum der FR aufmerksam, das mir sonst vollständig entgangen wäre. Seit sie von der Ippen-Gruppe übernommen wurde, ist publizistisch fast nichts mehr übriggeblieben. Die Boulevardisierung ihres Online-Auftritts, das Vordringen der KI bei seiner redaktionellen Gestaltung, das Verdrängen und Ausscheiden von Überresten journalistischen Formats (jüngst in der bis dahin noch begrenzt satisfaktionsfähigen Sportredaktion) verursacht mir Übelkeit bei der Lektüre.
Noch spektakulärer vor mehr als drei Jahren der Zensurfall im Hause Ippen, der ihn schmerzfrei seine besten Rechercheur*inn*e*n verlieren liess. Und ihre Kosten. Das alles für gute Beziehungen zum Springerkonzern, seinem damaligen Revolverhelden und Spahn-Spezi Reichelt, der heute stolz auf den Abschuss einer Richterinnenkandidatin fürs höchste deutsche Gericht ist. Mann kenntsisch, mann hilftsisch.
Aber diese Story, die kannte ich nicht: “Alf Mayer: Warum wird Karl Anders bei der FR totgeschwiegen?”. Dieser Herr Anders schied bei der FR aus, als ich auf die Welt kam. Das gegen ihn gerichtete Totschweigen – bei mir war es erfolgreich. Bis heute, dank Storz.
Was hat der nur ausgefressen? Das wird mir aus diesen Texten nicht klar. Welche “silbernen Löffel” (= Metapher) hat er geklaut? Bei dem Ausmass dieses Totschweigens drängt sich mir die Frage auf: war es was Geheimdienstliches? Oder war es tatsächlich eine grauenhaft banale Parteifeindschaft (“Parteifreunde” sind meistens die Schlimmsten)? Als Nicht-Zeitgenosse bleibt die Story für mich komplett unverständlich. Eine andere Kultur.
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Eine andere Kultur – die FR habe ich nie verstanden
In meiner WG hatte einer die Frankfurter Rundschau abonniert. Er war unserem Hohn und Spott ausgesetzt – wie die SPD. Dabei war er gar kein Sozi, fand aber die Zeitung gut. Wenn sie es mal war, so war sie über die letzten 4-5 Jahrzehnte doch Opfer eines beständigen publizistischen Abstieges. Den Abgang des Chefredakteurs Wolfgang Storz 2006 verfolgte ich mit einigem Respekt. Ich hatte über Bekannte schon Anekdoten aus seiner Freiburger Jugend gehört. Bei der FR liess er sich – von mir ohne tiefere Kenntnisse nur von aussen betrachtet – den Rücken vom Verlag nicht krumm machen. Und ging.
Jahre später schlossen wir eine kleine publizistische Freundschaft. Er wurde Mitverleger (in einer 6er Gruppe) und Autor des Freitag und riskierte dort seine Altersversorgung. Die rettete ihm und den andern 5 dann Jakob Augstein, der den Laden inkl. seiner Altschulden übernahm. In dieser Phase waren wir Gesprächspartner und profitierten beide davon – weniger materiell als intellektuell. So jedenfalls meine Wahrnehmung.
Nun wurde ich durch diesen Hinweis von Storz auf ein Jubiläum der FR aufmerksam, das mir sonst vollständig entgangen wäre. Seit sie von der Ippen-Gruppe übernommen wurde, ist publizistisch fast nichts mehr übriggeblieben. Die Boulevardisierung ihres Online-Auftritts, das Vordringen der KI bei seiner redaktionellen Gestaltung, das Verdrängen und Ausscheiden von Überresten journalistischen Formats (jüngst in der bis dahin noch begrenzt satisfaktionsfähigen Sportredaktion) verursacht mir Übelkeit bei der Lektüre.
Noch spektakulärer vor mehr als drei Jahren der Zensurfall im Hause Ippen, der ihn schmerzfrei seine besten Rechercheur*inn*e*n verlieren liess. Und ihre Kosten. Das alles für gute Beziehungen zum Springerkonzern, seinem damaligen Revolverhelden und Spahn-Spezi Reichelt, der heute stolz auf den Abschuss einer Richterinnenkandidatin fürs höchste deutsche Gericht ist. Mann kenntsisch, mann hilftsisch.
Aber diese Story, die kannte ich nicht: “Alf Mayer: Warum wird Karl Anders bei der FR totgeschwiegen?”. Dieser Herr Anders schied bei der FR aus, als ich auf die Welt kam. Das gegen ihn gerichtete Totschweigen – bei mir war es erfolgreich. Bis heute, dank Storz.
Was hat der nur ausgefressen? Das wird mir aus diesen Texten nicht klar. Welche “silbernen Löffel” (= Metapher) hat er geklaut? Bei dem Ausmass dieses Totschweigens drängt sich mir die Frage auf: war es was Geheimdienstliches? Oder war es tatsächlich eine grauenhaft banale Parteifeindschaft (“Parteifreunde” sind meistens die Schlimmsten)? Als Nicht-Zeitgenosse bleibt die Story für mich komplett unverständlich. Eine andere Kultur.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
“Nur eine politische Alternative repräsentieren”
Best of 91. Geburtstag (Walter Böttger)
Es ist so einfach. Warum gelingt es in Deutschland nicht wirklich? Ein wichtiger Grund ist die mangelhafte Fähigkeit und Bereitschaft, aus der Geschichte zu lernen. Der eigenen. Als ich Ende der 80er beruflich den “Friedensrat der DDR” besuchte, und, wie ich später in den Stasi-Akten nachlesen konnte, kritisch […]https://extradienst.net/2023/06/21/nur-eine-politische-alternative-repraesentieren/
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Best of 28. Februar 2023
Spiegel veräppelt Schwarzer/Wagenknecht / Chomsky / Mali / Klima / Spanien / Gewerkschaften / Murdoch vor Gericht
Alice Schwarzer beschwert sich über den Spiegel. Ob sie daraus gelernt hat, wie sie von ihm behandelt wurde? Ihr Doppelinterview mit Sahra Wagenknecht war nur online erschienen, und wenn ich mich richtig erinnere, dort auch nur hinter […]
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Best of 28. Februar 2023
Spiegel veräppelt Schwarzer/Wagenknecht / Chomsky / Mali / Klima / Spanien / Gewerkschaften / Murdoch vor Gericht
Alice Schwarzer beschwert sich über den Spiegel. Ob sie daraus gelernt hat, wie sie von ihm behandelt wurde? Ihr Doppelinterview mit Sahra Wagenknecht war nur online erschienen, und wenn ich mich richtig erinnere, dort auch nur hinter […]
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Wenn Sie nicht in der Politbranche tätig sind oder waren, müssen Sie wissen, dass in der Sprache der derzeit aufstrebenden Politmachos “Mitleid” die Höchststrafe ist. Weiter “unten” geht nicht. Ist unsere Bundesregierung und die sie tragende Ampelkoalition dort schon angekommen? Ich lasse diese Frage jetzt mal lieber noch offen. Die Urteile der geschätzten Kollegen Albrecht von Lucke/Blätter und Wolfgang Storz/bruchstuecke sind nicht mehr weit davon entfernt. Beachten Sie unter dem Storz-Text auch den Kommentar seines […]
https://extradienst.net/2022/10/26/ahnungs-hilflos-mitleidserregend/