#willenserklarung — Public Fediverse posts
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#WortzumSonntag: Wolle!
Ich habe nun, ach! Bürgerhaus, Bürgerbus, Vereinsleben, Kommunikation und leider auch die eine oder andere wissenschaftliche Disziplin durchaus betrachtet, mit heißem Bemühn.
Da stehe ich nun, ich armer Dorfzwockel, und bin einer Erkenntnis näher gekommen, die mich mehr erschreckt als die meisten anderen:
Das Problem scheint immer seltener ein Mangel an Information zu sein.
Der springende Punkt ist die Willenserklärung.
Nicht das flüchtige Wollen.
Nicht der Impuls.
Nicht die Empörung.
Nicht das „eigentlich müsste man“.
Sondern der erklärte Wille.
Jener merkwürdige Vorgang, bei dem ein Mensch sagt:
«Das will ich.
Das will ich nicht.
Dafür stehe ich ein.
Daran dürft ihr mich messen.»
Zwischen Wollen und Willenserklärung liegt ein Abgrund.
Wollen kann aufploppen.
Willenserklärung verlangt Arbeit.
Sie verlangt, den eigenen Wunsch zwischen Erinnerung und Erwartung aufzuspannen.
Zwischen Rezeption und Antizipation.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Sie verlangt Verantwortung.
Vor fast fünfunddreißig Jahren formulierte ich für mich einen einfachen Satz:
«Du kannst nur dann etwas mit einem anderen Menschen erreichen, wenn der es ausdrücklich und genau von dir will.»
Immer wenn ich diesen Satz missachtet habe, ging es gründlich schief.
In Beziehungen.
In Projekten.
In Partnerschaften.
Im Ehrenamt.
Bei Vereinen.
Bei Institutionen.
Immer wieder dieselbe Lektion.
Nicht:
«Was ist richtig?»
Sondern:
«Wer will es?»
Das Bürgerhaus kann sauber sein.
Der Bürgerbus kann notwendig sein.
Die Idee kann vernünftig sein.
Die Lösung kann bekannt sein.
Doch wenn niemand sie ausdrücklich will, existiert sie sozial nicht.
Dann arbeitet man gegen ein Vakuum.
Dann investiert man Energie in einen Vertrag, den niemand unterschrieben hat.
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr erschreckt mich, wie viele wissenschaftliche Disziplinen plötzlich an derselben Stelle zusammenlaufen.
Jura fragt nach Pflichten.
Ökonomie fragt nach Anreizen.
Naturwissenschaft fragt nach Kausalitäten.
Soziologie fragt nach Strukturen.
Philosophie fragt nach Sinn.
Und mitten hinein stolpert der Dorfzwockel mit einer lächerlich einfachen Frage:
«Wer will das eigentlich?»
Eine Frage, die zugleich banal und verheerend ist.
Denn Erkenntnis erzeugt keinen Willen.
Information erzeugt keinen Willen.
Vernunft erzeugt keinen Willen.
Technik erzeugt keinen Willen.
Selbst Wahrheit erzeugt keinen Willen.
All diese Dinge können dem Willen dienen.
Ersetzen können sie ihn nicht.
Deshalb erscheint mir das sogenannte Filterblasenproblem zunehmend als ein Problem des Egalfeldes.
Nicht Hass.
Nicht Bosheit.
Nicht einmal Dummheit.
Sondern Gleichgültigkeit.
Der Seniorenausflug ist nicht falsch.
Er ist unsichtbar.
Der Verein ist nicht schlecht.
Er ist irrelevant.
Der Nachbar ist nicht Gegner.
Er kommt im eigenen Bedeutungsraum schlicht nicht vor.
Das Egalfeld braucht keine Energie.
Es muss nichts begründen.
Nichts organisieren.
Nichts verantworten.
Es wartet einfach.
Und irgendwann werden jene müde, die noch etwas wollten.
Vielleicht deshalb berührt mich inzwischen die alte Physikerkarikatur vom sphärisch symmetrischen Schaf.
Der Physiker sagt:
«Nehmen wir an, das Schaf sei kugelförmig.»
Der Dorfzwockel sagt inzwischen:
«Nehmen wir an, der Mensch wolle.»
Beides sind Modellannahmen.
Beide funktionieren erstaunlich gut.
Bis man sie mit der Wirklichkeit konfrontiert.
Darum trägt der Dorfzwockel auf seiner Briefmarke die Standarte mit dem sphärisch symmetrischen Schaf.
Darunter steht:
«WOLLE!»
Der Imperativ ist absurd.
Man kann niemanden zum Wollen zwingen.
Man kann niemanden zur Freiheit befehlen.
Man kann niemanden zur Verantwortung kommandieren.
Und dennoch bleibt der Satz stehen.
Nicht als Befehl.
Sondern als Erinnerung.
Dass Menschen nur dann gemeinsam Wirklichkeit erschaffen, wenn sie bereit sind, ihren Willen zu bilden, ihn zu erklären und ihn gegen das Egalfeld zu verteidigen.
Vielleicht ist das die ganze Botschaft des Dorfzwockels.
Nicht:
«Denke!»
Nicht:
«Glaube!»
Nicht:
«Folge!»
Sondern:
«Wolle!»
Oder, wenn das schon zu viel verlangt ist:
«Wolle wenigstens etwas wirklich nicht.»
Denn auch ein begründetes Nein ist mehr Wirklichkeit als tausend unverbindliche Vielleichts.
Der Dorfzwockel, Kommunikationskanalklempner zu Obergladbach
Reparatur.
Kein Produkt.
Ein Leck.
#Wolle #Dorfzwockel #Infologie #Willenserklärung #Filterblase #Egalfeld #Bürgerbus #Bürgerhaus #Ehrenamt #Soziologie #Philosophie #Faust #Kommunikation #Partisanenepistemologie #AußerproprietäreOpposition #apoWF
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#WortzumSonntag: Wolle!
Ich habe nun, ach! Bürgerhaus, Bürgerbus, Vereinsleben, Kommunikation und leider auch die eine oder andere wissenschaftliche Disziplin durchaus betrachtet, mit heißem Bemühn.
Da stehe ich nun, ich armer Dorfzwockel, und bin einer Erkenntnis näher gekommen, die mich mehr erschreckt als die meisten anderen:
Das Problem scheint immer seltener ein Mangel an Information zu sein.
Der springende Punkt ist die Willenserklärung.
Nicht das flüchtige Wollen.
Nicht der Impuls.
Nicht die Empörung.
Nicht das „eigentlich müsste man“.
Sondern der erklärte Wille.
Jener merkwürdige Vorgang, bei dem ein Mensch sagt:
«Das will ich.
Das will ich nicht.
Dafür stehe ich ein.
Daran dürft ihr mich messen.»
Zwischen Wollen und Willenserklärung liegt ein Abgrund.
Wollen kann aufploppen.
Willenserklärung verlangt Arbeit.
Sie verlangt, den eigenen Wunsch zwischen Erinnerung und Erwartung aufzuspannen.
Zwischen Rezeption und Antizipation.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Sie verlangt Verantwortung.
Vor fast fünfunddreißig Jahren formulierte ich für mich einen einfachen Satz:
«Du kannst nur dann etwas mit einem anderen Menschen erreichen, wenn der es ausdrücklich und genau von dir will.»
Immer wenn ich diesen Satz missachtet habe, ging es gründlich schief.
In Beziehungen.
In Projekten.
In Partnerschaften.
Im Ehrenamt.
Bei Vereinen.
Bei Institutionen.
Immer wieder dieselbe Lektion.
Nicht:
«Was ist richtig?»
Sondern:
«Wer will es?»
Das Bürgerhaus kann sauber sein.
Der Bürgerbus kann notwendig sein.
Die Idee kann vernünftig sein.
Die Lösung kann bekannt sein.
Doch wenn niemand sie ausdrücklich will, existiert sie sozial nicht.
Dann arbeitet man gegen ein Vakuum.
Dann investiert man Energie in einen Vertrag, den niemand unterschrieben hat.
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr erschreckt mich, wie viele wissenschaftliche Disziplinen plötzlich an derselben Stelle zusammenlaufen.
Jura fragt nach Pflichten.
Ökonomie fragt nach Anreizen.
Naturwissenschaft fragt nach Kausalitäten.
Soziologie fragt nach Strukturen.
Philosophie fragt nach Sinn.
Und mitten hinein stolpert der Dorfzwockel mit einer lächerlich einfachen Frage:
«Wer will das eigentlich?»
Eine Frage, die zugleich banal und verheerend ist.
Denn Erkenntnis erzeugt keinen Willen.
Information erzeugt keinen Willen.
Vernunft erzeugt keinen Willen.
Technik erzeugt keinen Willen.
Selbst Wahrheit erzeugt keinen Willen.
All diese Dinge können dem Willen dienen.
Ersetzen können sie ihn nicht.
Deshalb erscheint mir das sogenannte Filterblasenproblem zunehmend als ein Problem des Egalfeldes.
Nicht Hass.
Nicht Bosheit.
Nicht einmal Dummheit.
Sondern Gleichgültigkeit.
Der Seniorenausflug ist nicht falsch.
Er ist unsichtbar.
Der Verein ist nicht schlecht.
Er ist irrelevant.
Der Nachbar ist nicht Gegner.
Er kommt im eigenen Bedeutungsraum schlicht nicht vor.
Das Egalfeld braucht keine Energie.
Es muss nichts begründen.
Nichts organisieren.
Nichts verantworten.
Es wartet einfach.
Und irgendwann werden jene müde, die noch etwas wollten.
Vielleicht deshalb berührt mich inzwischen die alte Physikerkarikatur vom sphärisch symmetrischen Schaf.
Der Physiker sagt:
«Nehmen wir an, das Schaf sei kugelförmig.»
Der Dorfzwockel sagt inzwischen:
«Nehmen wir an, der Mensch wolle.»
Beides sind Modellannahmen.
Beide funktionieren erstaunlich gut.
Bis man sie mit der Wirklichkeit konfrontiert.
Darum trägt der Dorfzwockel auf seiner Briefmarke die Standarte mit dem sphärisch symmetrischen Schaf.
Darunter steht:
«WOLLE!»
Der Imperativ ist absurd.
Man kann niemanden zum Wollen zwingen.
Man kann niemanden zur Freiheit befehlen.
Man kann niemanden zur Verantwortung kommandieren.
Und dennoch bleibt der Satz stehen.
Nicht als Befehl.
Sondern als Erinnerung.
Dass Menschen nur dann gemeinsam Wirklichkeit erschaffen, wenn sie bereit sind, ihren Willen zu bilden, ihn zu erklären und ihn gegen das Egalfeld zu verteidigen.
Vielleicht ist das die ganze Botschaft des Dorfzwockels.
Nicht:
«Denke!»
Nicht:
«Glaube!»
Nicht:
«Folge!»
Sondern:
«Wolle!»
Oder, wenn das schon zu viel verlangt ist:
«Wolle wenigstens etwas wirklich nicht.»
Denn auch ein begründetes Nein ist mehr Wirklichkeit als tausend unverbindliche Vielleichts.
Der Dorfzwockel, Kommunikationskanalklempner zu Obergladbach
Reparatur.
Kein Produkt.
Ein Leck.
#Wolle #Dorfzwockel #Infologie #Willenserklärung #Filterblase #Egalfeld #Bürgerbus #Bürgerhaus #Ehrenamt #Soziologie #Philosophie #Faust #Kommunikation #Partisanenepistemologie #AußerproprietäreOpposition #apoWF
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#WortzumSonntag: Wolle!
Ich habe nun, ach! Bürgerhaus, Bürgerbus, Vereinsleben, Kommunikation und leider auch die eine oder andere wissenschaftliche Disziplin durchaus betrachtet, mit heißem Bemühn.
Da stehe ich nun, ich armer Dorfzwockel, und bin einer Erkenntnis näher gekommen, die mich mehr erschreckt als die meisten anderen:
Das Problem scheint immer seltener ein Mangel an Information zu sein.
Der springende Punkt ist die Willenserklärung.
Nicht das flüchtige Wollen.
Nicht der Impuls.
Nicht die Empörung.
Nicht das „eigentlich müsste man“.
Sondern der erklärte Wille.
Jener merkwürdige Vorgang, bei dem ein Mensch sagt:
«Das will ich.
Das will ich nicht.
Dafür stehe ich ein.
Daran dürft ihr mich messen.»
Zwischen Wollen und Willenserklärung liegt ein Abgrund.
Wollen kann aufploppen.
Willenserklärung verlangt Arbeit.
Sie verlangt, den eigenen Wunsch zwischen Erinnerung und Erwartung aufzuspannen.
Zwischen Rezeption und Antizipation.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Sie verlangt Verantwortung.
Vor fast fünfunddreißig Jahren formulierte ich für mich einen einfachen Satz:
«Du kannst nur dann etwas mit einem anderen Menschen erreichen, wenn der es ausdrücklich und genau von dir will.»
Immer wenn ich diesen Satz missachtet habe, ging es gründlich schief.
In Beziehungen.
In Projekten.
In Partnerschaften.
Im Ehrenamt.
Bei Vereinen.
Bei Institutionen.
Immer wieder dieselbe Lektion.
Nicht:
«Was ist richtig?»
Sondern:
«Wer will es?»
Das Bürgerhaus kann sauber sein.
Der Bürgerbus kann notwendig sein.
Die Idee kann vernünftig sein.
Die Lösung kann bekannt sein.
Doch wenn niemand sie ausdrücklich will, existiert sie sozial nicht.
Dann arbeitet man gegen ein Vakuum.
Dann investiert man Energie in einen Vertrag, den niemand unterschrieben hat.
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr erschreckt mich, wie viele wissenschaftliche Disziplinen plötzlich an derselben Stelle zusammenlaufen.
Jura fragt nach Pflichten.
Ökonomie fragt nach Anreizen.
Naturwissenschaft fragt nach Kausalitäten.
Soziologie fragt nach Strukturen.
Philosophie fragt nach Sinn.
Und mitten hinein stolpert der Dorfzwockel mit einer lächerlich einfachen Frage:
«Wer will das eigentlich?»
Eine Frage, die zugleich banal und verheerend ist.
Denn Erkenntnis erzeugt keinen Willen.
Information erzeugt keinen Willen.
Vernunft erzeugt keinen Willen.
Technik erzeugt keinen Willen.
Selbst Wahrheit erzeugt keinen Willen.
All diese Dinge können dem Willen dienen.
Ersetzen können sie ihn nicht.
Deshalb erscheint mir das sogenannte Filterblasenproblem zunehmend als ein Problem des Egalfeldes.
Nicht Hass.
Nicht Bosheit.
Nicht einmal Dummheit.
Sondern Gleichgültigkeit.
Der Seniorenausflug ist nicht falsch.
Er ist unsichtbar.
Der Verein ist nicht schlecht.
Er ist irrelevant.
Der Nachbar ist nicht Gegner.
Er kommt im eigenen Bedeutungsraum schlicht nicht vor.
Das Egalfeld braucht keine Energie.
Es muss nichts begründen.
Nichts organisieren.
Nichts verantworten.
Es wartet einfach.
Und irgendwann werden jene müde, die noch etwas wollten.
Vielleicht deshalb berührt mich inzwischen die alte Physikerkarikatur vom sphärisch symmetrischen Schaf.
Der Physiker sagt:
«Nehmen wir an, das Schaf sei kugelförmig.»
Der Dorfzwockel sagt inzwischen:
«Nehmen wir an, der Mensch wolle.»
Beides sind Modellannahmen.
Beide funktionieren erstaunlich gut.
Bis man sie mit der Wirklichkeit konfrontiert.
Darum trägt der Dorfzwockel auf seiner Briefmarke die Standarte mit dem sphärisch symmetrischen Schaf.
Darunter steht:
«WOLLE!»
Der Imperativ ist absurd.
Man kann niemanden zum Wollen zwingen.
Man kann niemanden zur Freiheit befehlen.
Man kann niemanden zur Verantwortung kommandieren.
Und dennoch bleibt der Satz stehen.
Nicht als Befehl.
Sondern als Erinnerung.
Dass Menschen nur dann gemeinsam Wirklichkeit erschaffen, wenn sie bereit sind, ihren Willen zu bilden, ihn zu erklären und ihn gegen das Egalfeld zu verteidigen.
Vielleicht ist das die ganze Botschaft des Dorfzwockels.
Nicht:
«Denke!»
Nicht:
«Glaube!»
Nicht:
«Folge!»
Sondern:
«Wolle!»
Oder, wenn das schon zu viel verlangt ist:
«Wolle wenigstens etwas wirklich nicht.»
Denn auch ein begründetes Nein ist mehr Wirklichkeit als tausend unverbindliche Vielleichts.
Der Dorfzwockel, Kommunikationskanalklempner zu Obergladbach
Reparatur.
Kein Produkt.
Ein Leck.
#Wolle #Dorfzwockel #Infologie #Willenserklärung #Filterblase #Egalfeld #Bürgerbus #Bürgerhaus #Ehrenamt #Soziologie #Philosophie #Faust #Kommunikation #Partisanenepistemologie #AußerproprietäreOpposition #apoWF
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#WortzumSonntag: Wolle!
Ich habe nun, ach! Bürgerhaus, Bürgerbus, Vereinsleben, Kommunikation und leider auch die eine oder andere wissenschaftliche Disziplin durchaus betrachtet, mit heißem Bemühn.
Da stehe ich nun, ich armer Dorfzwockel, und bin einer Erkenntnis näher gekommen, die mich mehr erschreckt als die meisten anderen:
Das Problem scheint immer seltener ein Mangel an Information zu sein.
Der springende Punkt ist die Willenserklärung.
Nicht das flüchtige Wollen.
Nicht der Impuls.
Nicht die Empörung.
Nicht das „eigentlich müsste man“.
Sondern der erklärte Wille.
Jener merkwürdige Vorgang, bei dem ein Mensch sagt:
«Das will ich.
Das will ich nicht.
Dafür stehe ich ein.
Daran dürft ihr mich messen.»
Zwischen Wollen und Willenserklärung liegt ein Abgrund.
Wollen kann aufploppen.
Willenserklärung verlangt Arbeit.
Sie verlangt, den eigenen Wunsch zwischen Erinnerung und Erwartung aufzuspannen.
Zwischen Rezeption und Antizipation.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Sie verlangt Verantwortung.
Vor fast fünfunddreißig Jahren formulierte ich für mich einen einfachen Satz:
«Du kannst nur dann etwas mit einem anderen Menschen erreichen, wenn der es ausdrücklich und genau von dir will.»
Immer wenn ich diesen Satz missachtet habe, ging es gründlich schief.
In Beziehungen.
In Projekten.
In Partnerschaften.
Im Ehrenamt.
Bei Vereinen.
Bei Institutionen.
Immer wieder dieselbe Lektion.
Nicht:
«Was ist richtig?»
Sondern:
«Wer will es?»
Das Bürgerhaus kann sauber sein.
Der Bürgerbus kann notwendig sein.
Die Idee kann vernünftig sein.
Die Lösung kann bekannt sein.
Doch wenn niemand sie ausdrücklich will, existiert sie sozial nicht.
Dann arbeitet man gegen ein Vakuum.
Dann investiert man Energie in einen Vertrag, den niemand unterschrieben hat.
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr erschreckt mich, wie viele wissenschaftliche Disziplinen plötzlich an derselben Stelle zusammenlaufen.
Jura fragt nach Pflichten.
Ökonomie fragt nach Anreizen.
Naturwissenschaft fragt nach Kausalitäten.
Soziologie fragt nach Strukturen.
Philosophie fragt nach Sinn.
Und mitten hinein stolpert der Dorfzwockel mit einer lächerlich einfachen Frage:
«Wer will das eigentlich?»
Eine Frage, die zugleich banal und verheerend ist.
Denn Erkenntnis erzeugt keinen Willen.
Information erzeugt keinen Willen.
Vernunft erzeugt keinen Willen.
Technik erzeugt keinen Willen.
Selbst Wahrheit erzeugt keinen Willen.
All diese Dinge können dem Willen dienen.
Ersetzen können sie ihn nicht.
Deshalb erscheint mir das sogenannte Filterblasenproblem zunehmend als ein Problem des Egalfeldes.
Nicht Hass.
Nicht Bosheit.
Nicht einmal Dummheit.
Sondern Gleichgültigkeit.
Der Seniorenausflug ist nicht falsch.
Er ist unsichtbar.
Der Verein ist nicht schlecht.
Er ist irrelevant.
Der Nachbar ist nicht Gegner.
Er kommt im eigenen Bedeutungsraum schlicht nicht vor.
Das Egalfeld braucht keine Energie.
Es muss nichts begründen.
Nichts organisieren.
Nichts verantworten.
Es wartet einfach.
Und irgendwann werden jene müde, die noch etwas wollten.
Vielleicht deshalb berührt mich inzwischen die alte Physikerkarikatur vom sphärisch symmetrischen Schaf.
Der Physiker sagt:
«Nehmen wir an, das Schaf sei kugelförmig.»
Der Dorfzwockel sagt inzwischen:
«Nehmen wir an, der Mensch wolle.»
Beides sind Modellannahmen.
Beide funktionieren erstaunlich gut.
Bis man sie mit der Wirklichkeit konfrontiert.
Darum trägt der Dorfzwockel auf seiner Briefmarke die Standarte mit dem sphärisch symmetrischen Schaf.
Darunter steht:
«WOLLE!»
Der Imperativ ist absurd.
Man kann niemanden zum Wollen zwingen.
Man kann niemanden zur Freiheit befehlen.
Man kann niemanden zur Verantwortung kommandieren.
Und dennoch bleibt der Satz stehen.
Nicht als Befehl.
Sondern als Erinnerung.
Dass Menschen nur dann gemeinsam Wirklichkeit erschaffen, wenn sie bereit sind, ihren Willen zu bilden, ihn zu erklären und ihn gegen das Egalfeld zu verteidigen.
Vielleicht ist das die ganze Botschaft des Dorfzwockels.
Nicht:
«Denke!»
Nicht:
«Glaube!»
Nicht:
«Folge!»
Sondern:
«Wolle!»
Oder, wenn das schon zu viel verlangt ist:
«Wolle wenigstens etwas wirklich nicht.»
Denn auch ein begründetes Nein ist mehr Wirklichkeit als tausend unverbindliche Vielleichts.
Der Dorfzwockel, Kommunikationskanalklempner zu Obergladbach
Reparatur.
Kein Produkt.
Ein Leck.
#Wolle #Dorfzwockel #Infologie #Willenserklärung #Filterblase #Egalfeld #Bürgerbus #Bürgerhaus #Ehrenamt #Soziologie #Philosophie #Faust #Kommunikation #Partisanenepistemologie #AußerproprietäreOpposition #apoWF
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#Unterscheidung von #Willenserklärung, #Realakt und #Geschäftsähnliche #Handlung;
#Willenserklärung bzw. #privatrechtlicher #Rechtsakt: #Äußerung eines auf einen #Rechtserfolg #gerichteten #Willen;
#Realakt: #Rechtserfolg #kraft #Gesetzes bei #Erfüllung von #Bedingungen, #unabähngig von der #Erklärung eines #Willens;
#Geschäftsähnliche #Handlung: #Rechtsfolge der #Willensäußerung / #Mitteilung #muss nicht #gewollt sein.
#Brox, #Walker: #Allgemeiner #Teil des #BGB, S. 48f.
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#Unterscheidung von #Willenserklärung, #Realakt und #Geschäftsähnliche #Handlung;
#Willenserklärung bzw. #privatrechtlicher #Rechtsakt: #Äußerung eines auf einen #Rechtserfolg #gerichteten #Willen;
#Realakt: #Rechtserfolg #kraft #Gesetzes bei #Erfüllung von #Bedingungen, #unabähngig von der #Erklärung eines #Willens;
#Geschäftsähnliche #Handlung: #Rechtsfolge der #Willensäußerung / #Mitteilung #muss nicht #gewollt sein.
#Brox, #Walker: #Allgemeiner #Teil des #BGB, S. 48f.
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#Tatbestandsvoraussetzungen der #Willenserklärung und #Folge des #Fehlens von #Elementen des #Inneren #Tatbestand;
#WE: auf #Rechtsfolge #gerichtet.
#Unterscheidung in #innerer und #äußerer #Tatbestand;
#Handlungswille: #Wille mit #Bezug zur #Handlung
#Erklärungswille: #Wille mit #Bezug zur #Erklärung
#Geschäftswille: #Bezug zum #konkreten #Rechtsgeschäft, #Wille, eine #bestimmte #Rechtsfolge herbeizuführen.
#Brox, #Walker - #Allgemeiner #Teil des #BGB, S. 44ff.
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#Tatbestandsvoraussetzungen der #Willenserklärung und #Folge des #Fehlens von #Elementen des #Inneren #Tatbestand;
#WE: auf #Rechtsfolge #gerichtet.
#Unterscheidung in #innerer und #äußerer #Tatbestand;
#Handlungswille: #Wille mit #Bezug zur #Handlung
#Erklärungswille: #Wille mit #Bezug zur #Erklärung
#Geschäftswille: #Bezug zum #konkreten #Rechtsgeschäft, #Wille, eine #bestimmte #Rechtsfolge herbeizuführen.
#Brox, #Walker - #Allgemeiner #Teil des #BGB, S. 44ff.
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#Rücktritt als #Gestaltungsrecht, mit dem die #Umwandlung eines #Schuldverhältnis in ein #Rückgewährschuldverhältnis durch #empfangsbedürftige #Willenserklärung #exnunc #geschieht.
§ 346 Abs. 4 #BGB: Neues #Schuldverhältnis mit dem die #Möglichkeit des #Leistungsstörungsrechts #eröffnet wird: § 812 Abs. 1 S. 2 #BGB - #Herausgabeanspruch / #Bereicherungsrecht #ausgeschlossen;
#Haferkamp, #Schuldrecht #Allgemeiner #Teil, 14.06.21
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#Rücktritt als #Gestaltungsrecht, mit dem die #Umwandlung eines #Schuldverhältnis in ein #Rückgewährschuldverhältnis durch #empfangsbedürftige #Willenserklärung #exnunc #geschieht.
§ 346 Abs. 4 #BGB: Neues #Schuldverhältnis mit dem die #Möglichkeit des #Leistungsstörungsrechts #eröffnet wird: § 812 Abs. 1 S. 2 #BGB - #Herausgabeanspruch / #Bereicherungsrecht #ausgeschlossen;
#Haferkamp, #Schuldrecht #Allgemeiner #Teil, 14.06.21
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#Unterscheidung von #Vertrag und #Rechtsgeschäft
#Vertrag als #Bedingung der #Möglichkeit von #Güterverteilung in #Selbstverantwortlichkeit; #Dokumentenform der #Aufzeichnung einer #Beschwörungsformel des Do ut des.
#Rechtsgeschäft als #rechtliche #Abstraktion des #Vertrages seiner #Form einer #Vernetzung von #Willenserklärungen mit einem #Rechtserfolg.
#Brox, #Walker: #Allgemeiner #Teil des #BGB, S. 39f. und 49f.
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#Unterscheidung von #Vertrag und #Rechtsgeschäft
#Vertrag als #Bedingung der #Möglichkeit von #Güterverteilung in #Selbstverantwortlichkeit; #Dokumentenform der #Aufzeichnung einer #Beschwörungsformel des Do ut des.
#Rechtsgeschäft als #rechtliche #Abstraktion des #Vertrages seiner #Form einer #Vernetzung von #Willenserklärungen mit einem #Rechtserfolg.
#Brox, #Walker: #Allgemeiner #Teil des #BGB, S. 39f. und 49f.
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#Willenserklärung #Definition;
Die #WE ist eine #private #Willensäußerung, die auf die #Erzielung einer #Rechtsfolge #gerichtet ist.
#Rechtsfolge #erzielen: Die #WE ist die #Äußerung eines auf einen #Rechtserfolg #gerichteten
#Willens;#Brox, #Walker: #Allgemeiner #Teil des #BGB, S. 44
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#Willenserklärung #Definition;
Die #WE ist eine #private #Willensäußerung, die auf die #Erzielung einer #Rechtsfolge #gerichtet ist.
#Rechtsfolge #erzielen: Die #WE ist die #Äußerung eines auf einen #Rechtserfolg #gerichteten
#Willens;#Brox, #Walker: #Allgemeiner #Teil des #BGB, S. 44
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#Willenserklärung als #Abstraktion zu einer #Klasse von #Individualien im #Sinn #Poppers, die auch als #Individualbegriff in #Rechtsgeschäften eine #Kategorie #sui #generis #bilden;
#Willentliche #Handlung ist im #rechtlichen #Sinn insofern #rechtliche #Fiktion.
#Individualie #Universalie;
#Individualbegriff #Universalbegriff#Brox, #Walker: #Allgemeiner #Teil des #BGB, S: 43
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#Willenserklärung als #Abstraktion zu einer #Klasse von #Individualien im #Sinn #Poppers, die auch als #Individualbegriff in #Rechtsgeschäften eine #Kategorie #sui #generis #bilden;
#Willentliche #Handlung ist im #rechtlichen #Sinn insofern #rechtliche #Fiktion.
#Individualie #Universalie;
#Individualbegriff #Universalbegriff#Brox, #Walker: #Allgemeiner #Teil des #BGB, S: 43
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#Unterscheidung einer #Anspruchsgrundlage
#Entweder #Rechtsgeschäftliche #Handlungen oder #gesetzliche #Regeln
#Rechtsgeschäfte:
- #geschlossener #Vertrag
- #einseitige #Willenserklärung
- #vertragsähnliche #Ansprüche#gesetzliche #Regeln:
- #Dinglicher #Anspruch: z.B. #Herausgabeanspruch §985;
- #Deliktisch 823 ff.
- #Bereicherungsrechtliche #Ansprüche insb. §812#Vorlesung 06 19.04.21 #Allgemeiner #Teil des #Bürgerlichen #Rechts #Kaufvertrag, #Prütting
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#Unterscheidung einer #Anspruchsgrundlage
#Entweder #Rechtsgeschäftliche #Handlungen oder #gesetzliche #Regeln
#Rechtsgeschäfte:
- #geschlossener #Vertrag
- #einseitige #Willenserklärung
- #vertragsähnliche #Ansprüche#gesetzliche #Regeln:
- #Dinglicher #Anspruch: z.B. #Herausgabeanspruch §985;
- #Deliktisch 823 ff.
- #Bereicherungsrechtliche #Ansprüche insb. §812#Vorlesung 06 19.04.21 #Allgemeiner #Teil des #Bürgerlichen #Rechts #Kaufvertrag, #Prütting
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#Entstehen eines #vertraglichen #Primäranspruchs (z.B. #Übergabe und #Übereignung) im #Unterschied zu anderen #Anspruchsgrundlagen im #BGB
1. #Einigung
2. Keine #Wirksamkeitshindernisse#Definition von #Angebot und #Annahme im #Sinn §§ 145, 147 #BGB
Zwei #übereinstimmende #Willenserklärungen in #Form von #Angebot und #Annahme §§ 145, 147 #BGB, wobei #Annahme #rechtzeitig #erfolgen #muss. § 147 BGB
#Voraussetzung: #Tatbestandsmäßigkeit; #objektiv / #subjektiv
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#Unterscheidung von #Öffentlichem und #Staatlichem #Handeln in der #Praxis.
#Privatrecht: #Willenserklärung / #Vertrag
#Staat / #Öffentliches #Recht: #Verwaltungsakt#Unterscheidung von #dogmatischer und #praktischer und #didaktischer #Abgrenzung.
#Vorlesung 02 #Allgemeiner #Teil es #Bürgerlichen #Rechts am #Beispiel des #Kaufvertrages, Hanns #Prütting, #BGB
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#Unterscheidung von #Öffentlichem und #Staatlichem #Handeln in der #Praxis.
#Privatrecht: #Willenserklärung / #Vertrag
#Staat / #Öffentliches #Recht: #Verwaltungsakt#Unterscheidung von #dogmatischer und #praktischer und #didaktischer #Abgrenzung.
#Vorlesung 02 #Allgemeiner #Teil es #Bürgerlichen #Rechts am #Beispiel des #Kaufvertrages, Hanns #Prütting, #BGB
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#Unterscheidung von #Werbung als #Invitatio und #Schenkung als #Rechtsgeschäft als #Institutionen:
In #Frage käme als #Rechtsgeschäft bei #Werbung der #Abschluss eines #Vertrages durch #Angebot und #Annahme, also durch #übereinstimmende #Willenserklärungen;
Bei bloßer #Aufforderung, ein #Angebot auf #Abschluss eines 'Vertrages aufzugeben, fehlt der #Bindungswille für einen #Antrag;
Invitatio ad offerendum
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#Unterscheidung von #Werbung als #Invitatio und #Schenkung als #Rechtsgeschäft als #Institutionen:
In #Frage käme als #Rechtsgeschäft bei #Werbung der #Abschluss eines #Vertrages durch #Angebot und #Annahme, also durch #übereinstimmende #Willenserklärungen;
Bei bloßer #Aufforderung, ein #Angebot auf #Abschluss eines 'Vertrages aufzugeben, fehlt der #Bindungswille für einen #Antrag;
Invitatio ad offerendum