Welttag der Umwelt
Im Juni 1972 fand in Stockholm die erste Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt statt. Sie gilt als Beginn der internationalen (globalen) Umweltpolitik. Gleich zu Beginn der Konferenz wurde am 5. Juni 1972 der Weltumwelttag vom United Nations Environment Programme (UNEP) als World Environmental Day ausgerufen. Seitdem beteiligen sich weltweit jährlich rund 150 Staaten an diesem Aktionstag, dessen Gastgeberland jährlich wechselt. Gründe genug, um diesem Tag auch einen Beitrag im TIB-Blog zu widmen.
Bildquelle:
https://pixabay.com/de/illustrations/ai-generiert-globaler-schutz-erde-9438277/Warum gibt es den World Environmental Day?
Der Weltumwelttag soll das Bewusstsein dafür stärken, dass es vor allem der Mensch selbst ist, der die Vielfalt und Stabilität der Umwelt bedroht. Aber er soll auch Mut machen und zeigen, dass alle etwas für die Erde tun können. Dieses „Etwas“ kann lokal, national oder global sein. Die jährlichen Veranstaltungen reichen von kleinen Taten Einzelner bis hin zu großen Aktionen. Auf einer Weltkarte sind die weltweit verteilten Aktivitäten zusammengetragen. Fast 2.000 Events und Aktionen sind dort für den 5. Juni 2025 gelistet.
In diesem Jahr steht der internationale Weltumwelttag unter dem Hashtag #BeatPlasticPollution und wird von der Republik Korea ausgetragen. Zusätzlich finden auch Einzelaktionen in anderen Ländern statt, die unter einem eigenen Motto stehen können. In Deutschland steht der Weltumwelttag 2025 daher unter dem Motto „Unser Wasser wertschützen“.
Wie sieht mein persönliches „Etwas“ aus?
In meiner Funktion als Fachreferentin für Umwelttechnik liegt mir der Weltumwelttag und besonders das diesjährige Motto #BeatPlasitcPollution am Herzen, denn die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) prognostiziert eine Verdoppelung des Plastikmüllaufkommens bis 2060 von aktuell etwa 500.000 Tonnen auf mehr als 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr. Welche Menge an Plastikmüll wir persönlich zu diesem riesigen „Berg“ beitragen, liegt in der Hand jeder einzelnen Person. Besonders Verpackungen und der Textilsektor tragen einen großen Teil zur Menge an Plastikmüll bei. Hier kann jeder selbst einen Beitrag zur Müllvermeidung leisten. Leider siegt allzu oft (auch bei mir) die Bequemlichkeit – wohl wissend, dass unser Konsumverhalten einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Menge des Plastikabfalls hat. Um im Bild zu bleiben – mein privates „Etwas“ ist zugegebenermaßen ausbaufähig.
Recycling und Wiederverwendung
Doch Plastikvermeidung kann nur ein Teil der Lösung sein. Niemand wird auf die Errungenschaft des Kunststoffes verzichten wollen oder können. Mindestens genauso wichtig sind daher die Themen Recycling und Wiederverwendung – zum einen um die Menge immer größerer Plastikmengen einzugrenzen, zum anderen um den Eintrag an Mikroplastik in die Umwelt und damit in die Nahrungskette zu verringern.
Die TIB hat zu diesen Themen einen großen Bestand, der stetig weiterwächst. Viele Forschungsberichte und Konferenzen rund um Abfallwirtschaft und Recycling (nicht nur von Kunststoffen) können über das Portal der TIB abgerufen werden. Diese Veröffentlichungsformen enthalten die jeweils neuesten Erkenntnisse und Trends und sind für mich als Fachreferentin immer wieder spannend. Schauen Sie gleich mal hier nach.
Auch das diesjährige deutsche Motto „Unser Wasser wertschützen“ ist in Literaturform sehr gut in der TIB zu finden. Fragenstellungen, wie die Vorbereitung auf Hitze- und Dürreperioden, auf Starkregen- und Hochwasserereignisse beschäftigen mich ebenso beim Bestandsaufbau wie die Verfügbarkeit der Ressource Wasser. Die neuesten Erkenntnisse sind hier ebenfalls in Form von zahlreichen Forschungsberichten in der TIB vertreten. Der größte Teil steht dabei in elektronischer Form 24/7 zur Verfügung. Durch die Betreuung der Umwelttechnik hoffe ich, dass zumindest mein berufliches „Etwas“ einen Beitrag zum Umweltschutz leistet.
Und was können Sie tun? Meine Lesetipps zum Weltumwelttag
- Der Titel „Psychologie im Umweltschutz: Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns“ aus dem Jahr 2016 gilt als erstes deutschsprachiges Werk der angewandten Umweltpsychologie und ist als elektronische Ausgabe hier abrufbar.
- Den Titel „Einfach plastikfrei leben – Schritt für Schritt zu einem nachhaltigen Alltag“ finden Sie als gedruckte Ausgabe in unserem Fachbestand Erziehungswissenschaften.
- Sehr interessant ist auch der Titel „Mechanische Recyclingtechnik für Fluss- und Meeresplastik und die Gründe, warum wir zu wenig tun“, der über diesem Link erreichbar ist.
- Zum Thema Wasser ist unter anderem der Bericht „The status of global freshwater resources“ mit dem Stand Februar 2025 abrufbar.
- Weiteres zum Themengebiet Recycling finden Sie auch in meinem schon vor längerer Zeit erschienen Blogbeitrag „Global Recycling Day 2021“
Vielleicht finden Sie auf diese Weise auch noch ein paar Ideen, was Sie ganz persönlich zum Weltumwelttag bzw. zum Umweltschutz betragen können. Und wer nach dem vielen Recherchieren und Lesen noch Lust auf ein Quiz hat, dem empfehle ich das Faktenquiz zum Thema Wasser auf der Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
#recherchieren #recycling #umweltschutz #weltumwelttag #lizenzCcBy4Int