RE: https://freiburg.social/@LeseZuak/115878878258750021
Frage an die #Freiburg -Community.
Bezüglich der Verpackungssteuer.
Finde nur ich es komisch, dass Martin Horn beim Thema Verpackungssteuer auf seinem eigenen Instagram-Account[1] in der „Ich“-Form über die Einführung informiert und dabei sehr deutlich und wiederholt gegen die Verpackungssteuer argumentiert?
-> Gleichzeitig ist auf dem offiziellen Instagram-Account der Stadt Freiburg kein Beitrag zur Einführung der Verpackungssteuer zu finden –
weder im informativen Kontext noch im Sinne des Beschlusses, also für die Verpackungssteuer.
- Beiträge im Namen des OB oder der Stadt Freiburg müssten doch eigentlich im Interesse des Beschlusses formuliert sein?
Ich stelle mir die Frage: Müsste sich Martin Horn als OB nach der Abstimmung nicht neutral zu diesem Thema verhalten?
- Auch wenn der Beitrag auf einem Privataccount gepostet wird und er in der „Ich“-Form spricht?
- Denn auf dem Instagram-Account der Stadt Freiburg sind keine Informationen zur Mehrwegoffensive/Kampagne zu finden, über die Martin Horn in seinem Video informiert.
Als betrachtende Person kommuniziert für mich Martin Horn hier nicht mehr privat, sondern vermischt Privates und seine öffentliche Arbeit als OB.
Mir geht es darum, inwiefern hier noch Martin Horn als Privatperson gegen die Verpackungssteuer argumentiert – oder ob er faktisch als OB gegen einen Gemeinderatsbeschluss argumentiert.
So oder so untergräbt Martin Horn hier aus meiner Sicht in seiner Rolle als Oberbürgermeister eine demokratische Entscheidung des Gemeinderats.
Gerade weil er sich in seinem Video selbst auf „die Demokratie“ bezieht und darauf hinweist, dass gefasste Beschlüsse von der Verwaltung umzusetzen sind, wirkt sein Handeln widersprüchlich.
Durch diese Art der Kommunikation entsteht:
- ein institutionelles Ungleichgewicht
- den Eindruck, dass amtliche Kommunikationskanäle bewusst ausgespart werden
- eine politische Verzerrung, auch ohne möglichem Regelverstoß
Für mich ist dieses Vorgehen demokratisch problematisch, selbst wenn es rechtlich schwer angreifbar sein sollte.
Die dadurch entstehende negative Stimmung gegenüber der Verpackungssteuer kann aus meiner Sicht nicht dem Gemeinderat oder der Entscheidung selbst zugeschrieben werden
–
diesen Schuh muss sich der Oberbürgermeister anziehen.
[1]https://www.instagram.com/reel/DSUxkCUjOWG/?utm_source=ig_web_copy_link
#verpackungssteuer #horn