Sehr interessant fand ich vom Stand der Firma BODE die Demonstrations Tür.
Da mich schon lange ein paar Schwächen der S-Bahn Türen in Stuttgart stören, lies ich mir die Besonderheiten der neuen Türsteuerung genauer zeigen.
Problem: Bei der Stuttgarter S-Bahn BR423 und BR430 merkt sich die Türsteuerung nicht, wenn vor der Türfreigabe der Taster betätigt wird, wobei dieser aber anzeigt, dass er gedrückt wird, was auch nach Jahren immer wieder für Irrtum sorgt. Es muss erst gewartet werden bis die Tür freigegeben werden, erst dann hat ein Betätigen des Tasters auch Wirkung.
Die Türen werden erst freigegeben, wenn ggf. die Schiebetritte ausgefahren wurden. Das kostet alles Zeit und nerven.
2. Problem: Die Schiebetritte werden erst gegen die Bahnsteigkante gefahren, wonach sie dann wieder 1..3cm zurückfahren, erst dann werden die Türtaster freigegeben.
In den SSB-S-Bahnen ist es besser, das Betätigen des Tasters kann während der Fahrt passieren und der Türöffnungswunsch wird von der Steuerung bis zur nächsten Haltestelle gespeichert und angezeigt, wonach die Tür dann beim nächsten Halt ohne weitere Betätigung aufgeht.
BODE hat eine Kamera und Software entwickelt, die oben mittig über der Tür eingebaut ist und mit einen Motor ausklappt um zum Bahnsteig runter zu schauen. Sobald die Kamera nicht gefragt ist, klappt sie schnell wieder ein um vor Dreck/Regen/Schnee geschützt zu sein. Auch wenn die Tür etwas länger auf bleiben und nicht die Ein- und Ausstiege gezählt werden sollen.
Die Software kann auch bei der Einfahrt in die Haltestelle mittels der vordersten Kamera den Bahnsteig abscannen. So weiß das BMU System welcher Schiebetritt wie weit ausfahren soll, diese brauchen dann keinen Abstandssensor mehr und müssen nicht gegen den Bahnsteig und wieder zurück fahren, der Abstand passt dann direkt und die Tür kann schneller öffnen. Ein zu frühes oder spätes Betreten kann erkannt werden und die Schiebetrittbewegung wird gestoppt.
Die Türen brauchen keinen echten Taster mehr, dieser wird virtuell definiert und etwa durch einen Aufkleber markiert, die Software erkennt durch die Handbewegungen, dass Fahrgäste die Türen öffnen wollen.
Auch Lichtschranken sind nicht mehr notwendig, so sollen weitere Störquellen reduziert sein; es kann nicht so einfach ein Blatt/Schmutz die Lichtschranke bzw. hier die Kamera oben beeinträchtigen.
Die Kamera und Steuerung kann nachgerüstet werden bei alten Fahrzeugen und auch die alten Schiebetritte können angeblich weiter verwendet werden mit neuer Steuerung.
Ich denke das Kamerasystem wäre eine deutliche Verbesserung für die #SbahnStuttgart und sollte ernsthaft geprüft und in Erwägung gezogen werden. In Summe können hier viele Sekunden bis Minuten gewonnen werden. Fahrgäste werden nicht mehr irrtümlich auf das Öffnen der Türen warten bis sie verzweifelt wiederholt im richtigen Moment die Taste drücken.
Unfälle durch einklemmen und mitschleifen von der Tür sollten unmöglich sein. (Beim Lichtgitter gibt es Lücken wo ein Finger unerkannt bleiben kann, sowie müsste die Hand oder das Objekt so weit in die Tür ragen, bis im Innenraum die Lichtschranke unterbrochen wird, theoretisch merkt die Tür heute das einklemmen von dünnen oder flexiblen Objekten nicht, was die Kamera (Software) aber sehen würde)
Es wäre wahrscheinlich eine deutliche Verbesserung für die alten Baureihen und die künftigen S-Bahnen und für die Regionalzüge @bwegtBW @VerkehrsministeriumBW
Was denkt ihr?
https://www.bode-global.com/produkte/bmu
https://www.bode-global.com/news/innotrans-2026-die-bode-gruppe-ist-dabei
https://plus.innotrans.de/product/BMU-Boarding-Management-Unit--d1d3ebd2-5be8-45f5-b6f6-5cd50da4895c