Anders als die christliche #Hoffnung, ist die antike Hoffnung, wie sie heute weit verbreitet ist, eine dunkle Sehnsucht und Ahnung, die sich schnell auch viral ausdehnt, ohne dass sie rational argumentiert werden kann, woher sie stammt. Sie bleibt zwischen Fake-News und ideologischem Irrationalismus ungenau, die einen sagen: Hoffen wir, dass das unsere Welt verbessern wird, die anderen sagen: Wir fürchten uns, dass dies uns unterwerfen wird. Die Mythologie ist für eine säkulare Welt interessanter als das Christentum, das einst den irrationalen Aberglauben beendete.
Am Beispiel des heutigen Verständnisses von Hoffnung wird klar, dass in Zeiten der Säkularisierung die Begriffe #Gott, #Unsterblichkeit und #Freiheit nicht verschwunden sind, sondern lediglich umgewandelt.
Sie wurden nur aus der Transzendenz in die Immanenz geholt.
Die Freiheit etwa reicht nun vom berechtigten Anspruch auf Autonomie bis zu einer manischen Egomanie, bei der sich alles nach unseren Bedürfnissen zu richten hat.
Auch das Absolute, das Gott verkörpert, ist nicht verschwunden, sondern wir wollen es jetzt im Sinne etwa von absoluten Gerechtigkeitsidealen global durchsetzen.
Bei der Unsterblichkeit dasselbe Prinzip: durch medizinisch-technische Fortschritte soll der Prozess des Alterns rückgängig gemacht werden.
#philosophie
#fedikirche