#todlichedoris — Public Fediverse posts
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1/ Ich hatte ja vor einiger Zeit mal was über Lars Reyers Artikel über die Müdigkeit in der #DDR geschrieben. Meine Wahrnehmung war ganz anders als seine. Wir waren nicht müde, eher aufgekratzt.
Neulich habe ich #WolfgangMüller von der #TödlicheDoris getroffen und mit ihm darüber geredet. Er hat meine Wahrnehmung bestätigt: Zum Ende der DDR-Zeit lockerten sich Dinge, der gesamte Ostblock wurde offener und interessanter. Wolfgang spielte 87 und 88 in Ungarn und Polen. Seine schräge Musik.
https://so-isser-der-ossi.de/2026/02/24/muede-oder-aufgekratzt-und-mit-warmem-bier/#Nachgedachtes
Käthe Kruse, Kain Karawan, KätheB habe ich in der Sredzkistraße gesehen. KätheB war sehr lustig, der hatte eine Riesentasche mit Krempel mitgebracht, mit dem er eine Performance veranstaltete. Luftbalons, Kafeemaschine, Asterix-Dias einen Haufen Zeugs. Ich frage mich, was die Grenzer wohl gedachte haben mögen bei der Kontrolle. Die Musikkassette mit Musik der Tödlichen Doris haben sie nicht gefunden, die hatte Käthe Kruse im Dutt.
Das hatte damals, glaub ich, Christoph Tannert organisiert.
All dieses verrückte Zeug war subversiv. In den 80ern ging das. In den 80ern ging das los.
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3/ Hier „7 tödliche Unfälle im Haushalt“ mit vielen Teekesseln. Die ursprüngliche Performance war mit einem Teekessel. Wolfgang Müller meinte: Wenn man etablierter ist, kann man endlich mit voller Ausstattung die Performances machen.
Wenn ich mich recht erinnere, war der Punkt damals, den Schrecken des drohenden Krieges mit den Banalitäten der alltäglichen Tode zu konfrontieren.
Für den Ton braucht es wohl eine Content-Warnung.
https://www.youtube.com/watch?v=yyi3C09MHF4&list=PLn7ytWeZokaSsfqC1rWXmyD_6_EIUlYkS&index=9
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1/ „Die Idee der Tödlichen Doris war, statt ein fest umrissenes Image zu präsentieren, die Frage nach der eigenen künstlerischen Identität immer wieder neu zu stellen. Als Projektionsfläche ohne Persönlichkeit und eigenen Stil soll sie vom Publikum zum Leben erweckt und neu erfunden werden, so wie jetzt in der Weserburg: Angesichts der Vermischung von Wirklichkeit und Wahn dank KI wirkt das visionär – und sehr gegenwärtig.“
Die #TödlicheDoris ist komplett schräg. Alles, was sie gemacht haben, ist total lustig. #WolfgangMüller ist der lustigste Künstler und auch Mensch, den ich kenne.
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2/ Das ist eine Rezension mit Film der Platte von #WolfgangMüller von der #TödlicheDoris.
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1/ Heute war der schönste Tag des Jahres. Hab mich mit Wolfgang Müller getroffen. Wir haben über alles gesprochen: Kunst, die #TödlicheDoris, Island, Israel, Gaza, Feminismus, #GenderStudies, Pompeji, Osten, Nazis, Kollektivschuld, Pazifismus, Bobby Fisher, #Beuys, #Warhol, die #taz, #Rassismus in #Wolfsburg 1979, alles. Und wir waren immer einer Meinung! Immer.
Drei Stunden lang.
Wolfgang Müller ist mein absoluter Lieblingskünstler. Alles, was er gemacht hat, hat eine Geschichte. Und es ist lustig!
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3/ Die Reenactment-CD hatte es damals sogar in den Spiegel geschafft:
War ja auch immerhin beim #MajorLabel erschienen. =:-)
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Darf man von anderen Plattformen klauen? Das ist von Wolfgang Müller, einem sehr von mir bewunderten Künstler (Die #TödlicheDoris) und Valeska Gert-Fan, irgendwo anders gepostet worden: