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#sportinside — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #sportinside, aggregated by home.social.

  1. Allzu grober Strich

    Die “Gentrifizierung” des Fussballs gab es wirklich – aber auch Politisierung

    Matthias Matthäus, davon gehe ich aus, ist ein Pseudonym. Denn mit dem gescheiterten Fussballlehrer dieses Namens, der heute als Bescheidwisser durch die Pay-TV-Anstalten gereicht wird, verwandt zu sein, wäre – von etwaigen Erbschaftsansprüchen (auch nur vielleicht) abgesehen – eine allzu ungerechte harte Strafe. Dieser Kollege schreibt bei overton: 39 Tote – das Ende eines Arbeitersports – Heute vor 40 Jahren ereignete sich eine Tragödie, die letztlich den europäischen Fußball zu einem aalglatten Sport mit Eventcharakter gentrifizierte: Es gab 39 Tote im Brüsseler Heysel-Stadion.” Seine Darstellung ist nicht grundlegend falsch, aber unzureichend. Sie übergeht wichtige politische Selbsttätigkeit. Darum im Folgenden einige Erinnerungen aus der politischen Praxis.

    In jenen 80ern, in denen die Herrschenden die geschilderten Stadionkatastrophen – ob nun fahrlässig oder mutwillig oder böswillig, es war eine widerliche Mischung von alldem – herbeiprovozierten, gab es in der West-BRD gefährlich aufkeimende Neonazi-Gruppen. Berühmtheit erlangte die Dortmunder “Borussenfront” und auch eine im Bonner Umland ihr Unwesen treibende FAP-Zelle. Eine sehr gute Beueler Freundin von mir könnte dazu heute noch abendfüllend referieren.

    Ich war in jener Zeit im NRW-Landesvorstand der Jungdemokraten und organisierte mit Hilfe unserer ortsansässigen Kreisverbände im April 1985 vor einem Bundesligaspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Arminia Bielefeld ein Treffen der Fanclubs beider Seiten, um über das Neonaziproblem in der Fanszene öffentlich zu diskutieren. Damals kamen nur 18.000 Zuschauer*innen zum Bökelberg. Mill und Borowka sorgten für ein 2:0; die Ex-Gladbacher Wolfgang Kneib und Horst Wohlers, Letzterer auch Ex-St.Paulianer, konnten den späteren Abstieg der Arminia nicht verhindern. Heute kommen zu jedem Heimspiel über 50.000 in den Borussiapark.

    Das Medieninteresse an unserem kleinen Fan-Treffen war 1985 gross. Ich durfte in der Fachzeitschrift Demokratische Erziehung/päd.extra berichten (Redakteur damals: Werner Rügemer). Zur Nachbereitung stellte der WDR einen Ü-Wagen vor die Wattenscheider NPD-Zentrale und lud mich dort zum Live-Interview ein. So lernte ich Uli Leitholdt (heute bekennender Union-Fan) und Wolfgang Kapust persönlich kennen. Damals hatte der WDR noch fachkundige gute Leute – in Mannschaftsstärke. Suchen Sie die heute mal!

    In Vorbereitung des Treffens in Mönchengladbach erfuhr ich erst – Medieninteresse hatte das bis dahin nicht gefunden – dass alle damaligen rund 100 Borussia-Fanclubs in der BRD bereits Unvereinbarkeitsbeschlüsse gegen Neonazis gefasst hatten. Führender Initiator dieser guten Sache war der Hilchenbacher (Siegerland) Theo Weiss, seinerzeit Koordinator dieser Vereinigung, der 1988 Chef eines der ersten Fanprojekte in der Bundesliga wurde.

    Theo war ein politisierter Kopf, ging später zum Studium nach Berlin. Er war Kollege des Adorno-Schülers Dieter Bott, heute ein guter Freund des Extradienstes, damals Gründer eines ähnlichen Fanprojektes in Frankfurt. Von Dieter weiss ich, dass die seinerzeit politisierten Gründer der mittlerweile flächendeckend arbeitenden und öffentlich finanzierten Fanprojekte im Profifussball, heute eine hochprofessionalisierte aber allzu “entpolitisierte” Sozialarbeit leisten. Ich neige einerseits dazu, diese Kritik zu teilen – zum Borussia-Projekt z.B. hier entlang – aber gleichzeitig stelle ich fest, dass die allgegenwärtigen deutschen Faschisten bis heute in den Fanszenen der ersten und zweiten Liga, insbesondere bei den beiden westdeutschen Borussias, keinen gesellschaftlichen Boden unter ihren dreckigen Füssen mehr gefunden haben. Das ist sogar europaweit betrachtet eine deutsche Besonderheit. Und wäre ohne all diese Fanprojekte anders.

    Zu der von Herrn “Matthäus” oben beschriebenen britischen Szenerie erinnere ich mich an einen Beitrag der einst leistungsstarken aber vom WDR weitgehend plattgemachten Sport-Inside-Redaktion über britische Fans, die per Billigflieger zu Liga-Spielen des FC St. Pauli reisten, weil das nicht nur stimmungsvoller, sondern auch viel billiger war, als zu ihrem Heimverein in der Premier League zu pilgern. Eine deutsche Besonderheit ist die von den Fans erkämpfte Erhaltung von Stehplätzen, die wahre Borussia hier, und die europaweit berühmte “Süd” hier.

    Heute sind diese Fanszenen ein relevanter Faktor der Realpolitik, von dem sich viele linke Besserwisser-Sekten die eine oder andere Scheibe abschneiden könnten. Die #boycottqatar2022-Bewegung war sensationell erfolgreich, sogar bei den niedergeschmolzenen deutschen TV-Quoten. Der Widerstand gegen die Investorenpläne der DFL mit den allgegenwärtigen gewaltfrei-gewaltigen Tennisbällen in allen Erstligastadien – er war wirksam! Auch und gerade, weil er durch und durch real-reformistisch und nicht die geringste Spur revolutionär war. Aber entscheidend war: er bewies den Akteur*inn*en ihre Wirksamkeit und machte sie stark. Und nicht schwach.

    Das ist doch genau das, was Demokrat*inn*en im Widerstand gegen die faschistische AfD-Gefahr am meisten brauchen.

    Also bitte, ihr Bescheidwisser. Lernt mal was dazu.

  2. Allzu grober Strich

    Die “Gentrifizierung” des Fussballs gab es wirklich – aber auch Politisierung

    Matthias Matthäus, davon gehe ich aus, ist ein Pseudonym. Denn mit dem gescheiterten Fussballlehrer dieses Namens, der heute als Bescheidwisser durch die Pay-TV-Anstalten gereicht wird, verwandt zu sein, wäre – von etwaigen Erbschaftsansprüchen (auch nur vielleicht) abgesehen – eine allzu ungerechte harte Strafe. Dieser Kollege schreibt bei overton: 39 Tote – das Ende eines Arbeitersports – Heute vor 40 Jahren ereignete sich eine Tragödie, die letztlich den europäischen Fußball zu einem aalglatten Sport mit Eventcharakter gentrifizierte: Es gab 39 Tote im Brüsseler Heysel-Stadion.” Seine Darstellung ist nicht grundlegend falsch, aber unzureichend. Sie übergeht wichtige politische Selbsttätigkeit. Darum im Folgenden einige Erinnerungen aus der politischen Praxis.

    In jenen 80ern, in denen die Herrschenden die geschilderten Stadionkatastrophen – ob nun fahrlässig oder mutwillig oder böswillig, es war eine widerliche Mischung von alldem – herbeiprovozierten, gab es in der West-BRD gefährlich aufkeimende Neonazi-Gruppen. Berühmtheit erlangte die Dortmunder “Borussenfront” und auch eine im Bonner Umland ihr Unwesen treibende FAP-Zelle. Eine sehr gute Beueler Freundin von mir könnte dazu heute noch abendfüllend referieren.

    Ich war in jener Zeit im NRW-Landesvorstand der Jungdemokraten und organisierte mit Hilfe unserer ortsansässigen Kreisverbände im April 1985 vor einem Bundesligaspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Arminia Bielefeld ein Treffen der Fanclubs beider Seiten, um über das Neonaziproblem in der Fanszene öffentlich zu diskutieren. Damals kamen nur 18.000 Zuschauer*innen zum Bökelberg. Mill und Borowka sorgten für ein 2:0; die Ex-Gladbacher Wolfgang Kneib und Horst Wohlers, Letzterer auch Ex-St.Paulianer, konnten den späteren Abstieg der Arminia nicht verhindern. Heute kommen zu jedem Heimspiel über 50.000 in den Borussiapark.

    Das Medieninteresse an unserem kleinen Fan-Treffen war 1985 gross. Ich durfte in der Fachzeitschrift Demokratische Erziehung/päd.extra berichten (Redakteur damals: Werner Rügemer). Zur Nachbereitung stellte der WDR einen Ü-Wagen vor die Wattenscheider NPD-Zentrale und lud mich dort zum Live-Interview ein. So lernte ich Uli Leitholdt (heute bekennender Union-Fan) und Wolfgang Kapust persönlich kennen. Damals hatte der WDR noch fachkundige gute Leute – in Mannschaftsstärke. Suchen Sie die heute mal!

    In Vorbereitung des Treffens in Mönchengladbach erfuhr ich erst – Medieninteresse hatte das bis dahin nicht gefunden – dass alle damaligen rund 100 Borussia-Fanclubs in der BRD bereits Unvereinbarkeitsbeschlüsse gegen Neonazis gefasst hatten. Führender Initiator dieser guten Sache war der Hilchenbacher (Siegerland) Theo Weiss, seinerzeit Koordinator dieser Vereinigung, der 1988 Chef eines der ersten Fanprojekte in der Bundesliga wurde.

    Theo war ein politisierter Kopf, ging später zum Studium nach Berlin. Er war Kollege des Adorno-Schülers Dieter Bott, heute ein guter Freund des Extradienstes, damals Gründer eines ähnlichen Fanprojektes in Frankfurt. Von Dieter weiss ich, dass die seinerzeit politisierten Gründer der mittlerweile flächendeckend arbeitenden und öffentlich finanzierten Fanprojekte im Profifussball, heute eine hochprofessionalisierte aber allzu “entpolitisierte” Sozialarbeit leisten. Ich neige einerseits dazu, diese Kritik zu teilen – zum Borussia-Projekt z.B. hier entlang – aber gleichzeitig stelle ich fest, dass die allgegenwärtigen deutschen Faschisten bis heute in den Fanszenen der ersten und zweiten Liga, insbesondere bei den beiden westdeutschen Borussias, keinen gesellschaftlichen Boden unter ihren dreckigen Füssen mehr gefunden haben. Das ist sogar europaweit betrachtet eine deutsche Besonderheit. Und wäre ohne all diese Fanprojekte anders.

    Zu der von Herrn “Matthäus” oben beschriebenen britischen Szenerie erinnere ich mich an einen Beitrag der einst leistungsstarken aber vom WDR weitgehend plattgemachten Sport-Inside-Redaktion über britische Fans, die per Billigflieger zu Liga-Spielen des FC St. Pauli reisten, weil das nicht nur stimmungsvoller, sondern auch viel billiger war, als zu ihrem Heimverein in der Premier League zu pilgern. Eine deutsche Besonderheit ist die von den Fans erkämpfte Erhaltung von Stehplätzen, die wahre Borussia hier, und die europaweit berühmte “Süd” hier.

    Heute sind diese Fanszenen ein relevanter Faktor der Realpolitik, von dem sich viele linke Besserwisser-Sekten die eine oder andere Scheibe abschneiden könnten. Die #boycottqatar2022-Bewegung war sensationell erfolgreich, sogar bei den niedergeschmolzenen deutschen TV-Quoten. Der Widerstand gegen die Investorenpläne der DFL mit den allgegenwärtigen gewaltfrei-gewaltigen Tennisbällen in allen Erstligastadien – er war wirksam! Auch und gerade, weil er durch und durch real-reformistisch und nicht die geringste Spur revolutionär war. Aber entscheidend war: er bewies den Akteur*inn*en ihre Wirksamkeit und machte sie stark. Und nicht schwach.

    Das ist doch genau das, was Demokrat*inn*en im Widerstand gegen die faschistische AfD-Gefahr am meisten brauchen.

    Also bitte, ihr Bescheidwisser. Lernt mal was dazu.

  3. Kennt ihr die App "holi"? Dort werden Themen unter anderem mit inhaltlichen Empfehlungen kuratiert und Leser*innen nahegebracht. Mir war das neu, ich mag das Konzept aber sehr, auch, weil es niedrigschwellig ist. Zu "Fußball und Politik" habe ich mein erstes Insight erstellt. In den Empfehlungen stoßt ihr unter anderem auf die bpb, aber auch auf @ftamsut und #SportInside mit @fraunora oder den Text von Sascha ( @legendeverloren ) auf der BOLZTRIBÜNE.
    app.holi.social/de/insights/fa

  4. In Folge #48 von "Becker & Pfeiffer" sprechen @abecker und @wortpiratin darüber, wieso ihnen die neuen #FIFA- und #DFB-Regelungen rund um Spielerinnen nach einer Geburt unklar bleiben. Anhand eines #SportInside-Films schauen sie auf die Zulassungswege zur UEFA-Pro-Lizenz. In Sachen EM-Schiris hat @clio den Kaffee auf. In den Blitznews geht's unter anderem um #DAZN und die #DFL, Trikots für Gehörlose und Kosten für Hochrisikospiele.

    zur Folge 👉 derfussballpodcast.de/passiers

  5. In Folge #48 von "Becker & Pfeiffer" sprechen @abecker und @wortpiratin darüber, wieso ihnen die neuen #FIFA- und #DFB-Regelungen rund um Spielerinnen nach einer Geburt unklar bleiben. Anhand eines #SportInside-Films schauen sie auf die Zulassungswege zur UEFA-Pro-Lizenz. In Sachen EM-Schiris hat @clio den Kaffee auf. In den Blitznews geht's unter anderem um #DAZN und die #DFL, Trikots für Gehörlose und Kosten für Hochrisikospiele.

    zur Folge 👉 derfussballpodcast.de/passiers

  6. Frau Nora hat geschrieben:

    Es geht um weit über 900 Fälle von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung in einem Zeitraum von 6 Jahren. Von "unfassbar vielen Taten" und einem "außergewöhnlichen Verfahren" war die Rede beim Prozess vor dem Landgericht München I. Der große Aufschrei aber bleibt aus.
    Dieser Podcast war nicht leicht. Aber vor dem Hintergrund, dass immer noch viele Vereine keine Konzepte umsetzen, um vor allem Kinder und Jugendliche vor Missbrauch zu schützen, sind solche Folgen einfach wichtig.
    Es geht darum, über die Strategien von Tätern (und auch Täterinnen) aufzuklären und Handlungsoptionen aufzuzeigen, um sich als Verein gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen zu engagieren.
    Zum Beispiel mit Kinderschutzkonzepten und proaktiver Aufklärung. Eltern können genau danach in den Vereinen fragen.

    via @fraunora
    #Sport #SexuelleGewalt #Kinderschutz #Jugendschutz #Jugendsport #Praevention #Prävention #SportInside
    Sexueller Missbrauch im Fußball - Wenn der Trainer zum Täter wird
  7. Frau Nora hat geschrieben:

    Es geht um weit über 900 Fälle von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung in einem Zeitraum von 6 Jahren. Von "unfassbar vielen Taten" und einem "außergewöhnlichen Verfahren" war die Rede beim Prozess vor dem Landgericht München I. Der große Aufschrei aber bleibt aus.
    Dieser Podcast war nicht leicht. Aber vor dem Hintergrund, dass immer noch viele Vereine keine Konzepte umsetzen, um vor allem Kinder und Jugendliche vor Missbrauch zu schützen, sind solche Folgen einfach wichtig.
    Es geht darum, über die Strategien von Tätern (und auch Täterinnen) aufzuklären und Handlungsoptionen aufzuzeigen, um sich als Verein gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen zu engagieren.
    Zum Beispiel mit Kinderschutzkonzepten und proaktiver Aufklärung. Eltern können genau danach in den Vereinen fragen.

    via @fraunora
    #Sport #SexuelleGewalt #Kinderschutz #Jugendschutz #Jugendsport #Praevention #Prävention #SportInside
    Sexueller Missbrauch im Fußball - Wenn der Trainer zum Täter wird
  8. Frau Nora hat geschrieben:

    Es geht um weit über 900 Fälle von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung in einem Zeitraum von 6 Jahren. Von "unfassbar vielen Taten" und einem "außergewöhnlichen Verfahren" war die Rede beim Prozess vor dem Landgericht München I. Der große Aufschrei aber bleibt aus.
    Dieser Podcast war nicht leicht. Aber vor dem Hintergrund, dass immer noch viele Vereine keine Konzepte umsetzen, um vor allem Kinder und Jugendliche vor Missbrauch zu schützen, sind solche Folgen einfach wichtig.
    Es geht darum, über die Strategien von Tätern (und auch Täterinnen) aufzuklären und Handlungsoptionen aufzuzeigen, um sich als Verein gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen zu engagieren.
    Zum Beispiel mit Kinderschutzkonzepten und proaktiver Aufklärung. Eltern können genau danach in den Vereinen fragen.

    via @fraunora
    #Sport #SexuelleGewalt #Kinderschutz #Jugendschutz #Jugendsport #Praevention #Prävention #SportInside
    Sexueller Missbrauch im Fußball - Wenn der Trainer zum Täter wird
  9. Bingewatching-Vorschläge

    Mehr als Sie gucken können

    Impro-Comedy von Jan Georg Schütte

    Wieder da: Das Begräbnis, ein Jahr verfügbar. Das Folgewerk “Das Fest der Liebe” ist ebenfalls bereits online, ein Jahr verfügbar.

    Politkrimi

    Die Saat, halbes Jahr verfügbar. Rezension hier.

    Politkrimi dokumentarisch

    Capital B, die Wahrheit über Berlin, mit dem verstorbenen Wolfgang Wieland in einer seiner besten Rollen, zwei Jahre verfügbar.

    Politkrimi kenianisch

    Country Queen in Kenia produziert, noch über ein halbes Jahr verfügbar.

    Science Fiction-Politkrimi, europäisch

    Arcadia, noch bis August 24 verfügbar. Hier von mir rezensiert.

    Polit-Comedy

    Parlement – die Wahrheit über die EU. Überraschung: geht auch lustig. Drei Staffeln in diversen Sprachen. Guter Twist, weil Frankreich und Belgien mitproduziert haben. In Belgien wissen sie, wie gutes TV geht. Und die deutschen Rollen sind immerhin exzellent gecastet.

    Krimi ohne Comedy, belgisch gut

    Juliet, Belgien-Krimi mit starker Frau. Ein Jahr verfügbar.

    Sexarbeit britisch, fiktiv, aber realistisch

    Watch Me, Sexarbeit-Realismus aus London, noch bis Mai 24 und nur nachts verfügbar.

    Arte-Musik-Doku

    Nur noch bis 6.1.: “Rock Chicks: Wie Frauen den Rock ‘n’ Roll erfanden” – da lernen Sie noch was über Rockmusik.

    Flucht und Fussball

    Der Stellvertreter des Fussballgottes auf Erden, Tom Theunissen, hat eine Langzeitdokumentation über seine jahrelange Freundschaft mit den Gebrüdern Bilali vorgelegt, die ich als einer der wenigen Sport-Inside-Fans über die Jahre mit Interesse verfolgt habe. Das wird Sie auch interessieren und gedanklich beschäftigen, wenn Sie mit Fussball nichts zu tun haben (wollen), denn es geht um die Verhältnisse hier, in diesem Land: Eine ‘Sport inside’-Dokumentation: Flucht und Fußball – Die Geschichte der Brüder Bilali – Fußball als Tor in ein neues Leben: Wie zwei elternlose Brüder in Deutschland Fuß fassten und der Sport ihnen dabei half – angefangen mit einer Flüchtlingsmannschaft.”

    Und jetzt die Evergreens

    Mord mit Aussicht, die guten alten ersten drei Staffeln. Ich habe sie schon viermal gesehen, und werde nicht damit aufhören. Unfassbar, wieviel Liebe zum TVmachen möglich ist. Bis Oktober 24 verfügbar.

    Früher war alles besser – mit unserem Schimmi

    Der WDR lässt einzelne Schimanski-Tatort-Folgen wieder ins Programm tröpfeln, mit nur quartalskurzer Mediathekverfügbarkeit. So war 80er-Jahre Realismus, gedreht von adornogeschulten Teams. Das Ruhrgebiet hat ihn geliebt – ausser den SPD-Oberbürgermeistern und ihrem Stadtmarketing.

    Neues aus Büttenwarder, so viele sind schon tot, weniger als 100 Folgen. Besser lässt sich Norddeutschland nicht verkaufen. Subtile Kritik des real existierenden kapitalistischen Alltags. Das “Breaking Bad” Schleswig-Holsteins.

    Warten aufn Bus, noch über ein halbes Jahr verfügbar.

    Hubert ohne Staller, immer nur wenige Folgen kurz verfügbar. Hubert und Staller kaum noch verfügbar.

    Psychoklempner Kranitz, in Wirklichkeit Immobiliendealer. Herr Schütte mag so gerne Arschloch sein, und das können Sie und ich sehen. Und das bildschöne Gewerbegebiet ist besonders schön ausgesucht … über ein halbes Jahr verfügbar.

    Hidden Agenda, stellt jeden Tatort in den Schatten, erste Staffel nur noch bis Weihnachten, zweite Staffel bis Oktober 24.

    Browser Ballett – Kabarett, das linear unauffindbar ist, seit einiger Zeit beim ZDF.

    Doppelhaushälfte, drei Staffeln, die erste noch bis April 24. Familienrealismus der Gegenwart, aber lustiger.

    Nur noch bis 29.12.: Merz gegen Merz, Familienrealismus aus Familienunternehmen, hier spielen nur die Besten mit.

    Blockbustaz – hier lernen Sie Köln-Chorweiler lieben, was für ein grandioses Ensemble! Über ein halbes Jahr verfügbar.

    Das Schweden-Krimi-Original: Beck, Staffeln 7-9 halbes Jahr verfügbar.

    Barnaby geht immer. kleinbritannische Dorfdeppen, gespielt, als wenn es Ernst ist. Wöchentlich montags im Nischensender mit mehr Zuschauer*inne*n, als die parallel laufende ARD-Talkshow.

    Nachtschicht, Krimi in Hamburg, immer nur eine Folge pro Jahr, was der Qualität sehr gut tut, das Beste, was das ZDF selbst hinkriegt. Kein Regionaltourimuskrimi!

    Life on Mars – wie konnte es zu Thatcher kommen? Zeitreise-Krimi von den Nullen in die 70er. Verfügbar bis Mai 24.

    Alle Vorschläge sind schon öffentlich-rechtlich bezahlt, kein zusätzliches Abonnement erforderlich.

    Beachten Sie für Ihre Gesundheitsvorsorge:

    kein industriell gefertigtes Knabbergebäck, dann lieber Oliven. Schokolade/Pralinen nicht zerkauen, sondern wie Bonbons im Mund zergehen lassen. Das wirkt nachhaltiger. Immer mal wieder den Film anhalten, bewegen, telefonieren, Spazieren oder Einkaufen gehen (vorzugsweise an den hellen Tagesstunden zur Mittagszeit), Hausputz o. ähnl. Mahlzeiten nicht vernachlässigen, regelmüssig absolvieren, keinen Industriemüll, sondern selbstgekocht (von wem auch immer).

  10. Bingewatching-Vorschläge

    Mehr als Sie gucken können

    Impro-Comedy von Jan Georg Schütte

    Wieder da: Das Begräbnis, ein Jahr verfügbar. Das Folgewerk “Das Fest der Liebe” ist ebenfalls bereits online, ein Jahr verfügbar.

    Politkrimi

    Die Saat, halbes Jahr verfügbar. Rezension hier.

    Politkrimi dokumentarisch

    Capital B, die Wahrheit über Berlin, mit dem verstorbenen Wolfgang Wieland in einer seiner besten Rollen, zwei Jahre verfügbar.

    Politkrimi kenianisch

    Country Queen in Kenia produziert, noch über ein halbes Jahr verfügbar.

    Science Fiction-Politkrimi, europäisch

    Arcadia, noch bis August 24 verfügbar. Hier von mir rezensiert.

    Polit-Comedy

    Parlement – die Wahrheit über die EU. Überraschung: geht auch lustig. Drei Staffeln in diversen Sprachen. Guter Twist, weil Frankreich und Belgien mitproduziert haben. In Belgien wissen sie, wie gutes TV geht. Und die deutschen Rollen sind immerhin exzellent gecastet.

    Krimi ohne Comedy, belgisch gut

    Juliet, Belgien-Krimi mit starker Frau. Ein Jahr verfügbar.

    Sexarbeit britisch, fiktiv, aber realistisch

    Watch Me, Sexarbeit-Realismus aus London, noch bis Mai 24 und nur nachts verfügbar.

    Arte-Musik-Doku

    Nur noch bis 6.1.: “Rock Chicks: Wie Frauen den Rock ‘n’ Roll erfanden” – da lernen Sie noch was über Rockmusik.

    Flucht und Fussball

    Der Stellvertreter des Fussballgottes auf Erden, Tom Theunissen, hat eine Langzeitdokumentation über seine jahrelange Freundschaft mit den Gebrüdern Bilali vorgelegt, die ich als einer der wenigen Sport-Inside-Fans über die Jahre mit Interesse verfolgt habe. Das wird Sie auch interessieren und gedanklich beschäftigen, wenn Sie mit Fussball nichts zu tun haben (wollen), denn es geht um die Verhältnisse hier, in diesem Land: Eine ‘Sport inside’-Dokumentation: Flucht und Fußball – Die Geschichte der Brüder Bilali – Fußball als Tor in ein neues Leben: Wie zwei elternlose Brüder in Deutschland Fuß fassten und der Sport ihnen dabei half – angefangen mit einer Flüchtlingsmannschaft.”

    Und jetzt die Evergreens

    Mord mit Aussicht, die guten alten ersten drei Staffeln. Ich habe sie schon viermal gesehen, und werde nicht damit aufhören. Unfassbar, wieviel Liebe zum TVmachen möglich ist. Bis Oktober 24 verfügbar.

    Früher war alles besser – mit unserem Schimmi

    Der WDR lässt einzelne Schimanski-Tatort-Folgen wieder ins Programm tröpfeln, mit nur quartalskurzer Mediathekverfügbarkeit. So war 80er-Jahre Realismus, gedreht von adornogeschulten Teams. Das Ruhrgebiet hat ihn geliebt – ausser den SPD-Oberbürgermeistern und ihrem Stadtmarketing.

    Neues aus Büttenwarder, so viele sind schon tot, weniger als 100 Folgen. Besser lässt sich Norddeutschland nicht verkaufen. Subtile Kritik des real existierenden kapitalistischen Alltags. Das “Breaking Bad” Schleswig-Holsteins.

    Warten aufn Bus, noch über ein halbes Jahr verfügbar.

    Hubert ohne Staller, immer nur wenige Folgen kurz verfügbar. Hubert und Staller kaum noch verfügbar.

    Psychoklempner Kranitz, in Wirklichkeit Immobiliendealer. Herr Schütte mag so gerne Arschloch sein, und das können Sie und ich sehen. Und das bildschöne Gewerbegebiet ist besonders schön ausgesucht … über ein halbes Jahr verfügbar.

    Hidden Agenda, stellt jeden Tatort in den Schatten, erste Staffel nur noch bis Weihnachten, zweite Staffel bis Oktober 24.

    Browser Ballett – Kabarett, das linear unauffindbar ist, seit einiger Zeit beim ZDF.

    Doppelhaushälfte, drei Staffeln, die erste noch bis April 24. Familienrealismus der Gegenwart, aber lustiger.

    Nur noch bis 29.12.: Merz gegen Merz, Familienrealismus aus Familienunternehmen, hier spielen nur die Besten mit.

    Blockbustaz – hier lernen Sie Köln-Chorweiler lieben, was für ein grandioses Ensemble! Über ein halbes Jahr verfügbar.

    Das Schweden-Krimi-Original: Beck, Staffeln 7-9 halbes Jahr verfügbar.

    Barnaby geht immer. kleinbritannische Dorfdeppen, gespielt, als wenn es Ernst ist. Wöchentlich montags im Nischensender mit mehr Zuschauer*inne*n, als die parallel laufende ARD-Talkshow.

    Nachtschicht, Krimi in Hamburg, immer nur eine Folge pro Jahr, was der Qualität sehr gut tut, das Beste, was das ZDF selbst hinkriegt. Kein Regionaltourimuskrimi!

    Life on Mars – wie konnte es zu Thatcher kommen? Zeitreise-Krimi von den Nullen in die 70er. Verfügbar bis Mai 24.

    Alle Vorschläge sind schon öffentlich-rechtlich bezahlt, kein zusätzliches Abonnement erforderlich.

    Beachten Sie für Ihre Gesundheitsvorsorge:

    kein industriell gefertigtes Knabbergebäck, dann lieber Oliven. Schokolade/Pralinen nicht zerkauen, sondern wie Bonbons im Mund zergehen lassen. Das wirkt nachhaltiger. Immer mal wieder den Film anhalten, bewegen, telefonieren, Spazieren oder Einkaufen gehen (vorzugsweise an den hellen Tagesstunden zur Mittagszeit), Hausputz o. ähnl. Mahlzeiten nicht vernachlässigen, regelmüssig absolvieren, keinen Industriemüll, sondern selbstgekocht (von wem auch immer).

  11. "Es lag nie in der Absicht der FC Bayern München AG, Mitarbeiterinnen & Mitarbeitern berechtigten Lohn vorzuenthalten."

    Wenn ich solch' einen Anwaltsprech lese, wird mir übel. Ein Multi-Millionen-Euro - Unternehmen will nicht bemerkt haben, d. da Mitarbeiter unter Mindestlohn bezahlt wurden? V.a. weil es ja - gemäß der Recherchen von #SportInside - ein strukturelles Problem im Profifußball war/ist.

    Ein "Upsi" & 🤷🏻‍♂️ reicht da nicht, jetzige Zahlungen das Mindeste!

    fcbayern.com/de/news/2023/06/m

  12. - Hype um "Verletzungskrise" und warum häufige Kreuzbandrisse kein neues Phänomen sind
    - Der neue Spielplan und strukturelle Bedingungen
    - Krise bei Turbine Potsdam und meine Recherche dazu: rbb24.de/sport/beitrag/2023/01
    - Mutterschutz im Profifußball
    - fragwürdige Sponsorings rund um die WM und über ansteigende Sponsoring-Zahlen beim DFB

    Ich freue mich, wenn ihr mit @fraunora und mir eine Stunde in die Welt des Profifußballs eintaucht. Danke auch, an die #Sportinside-Redaktion!

  13. - Hype um "Verletzungskrise" und warum häufige Kreuzbandrisse kein neues Phänomen sind
    - Der neue Spielplan und strukturelle Bedingungen
    - Krise bei Turbine Potsdam und meine Recherche dazu: rbb24.de/sport/beitrag/2023/01
    - Mutterschutz im Profifußball
    - fragwürdige Sponsorings rund um die WM und über ansteigende Sponsoring-Zahlen beim DFB

    Ich freue mich, wenn ihr mit @fraunora und mir eine Stunde in die Welt des Profifußballs eintaucht. Danke auch, an die #Sportinside-Redaktion!

  14. Best of 23. Januar 2023

    Döpfner bedroht US-Amerika, EU-Sanktionseigentore, Schlafwandeln in Nuklearkrieg, Abweichendes aus Russland & Ukraine, Frankreichs Atomkraft, Maghreb, Türkei Um eine grosse Schnauze ist Springer-Boss Mathias Döpfner bekanntlich nie verlegen. Interessant genug für die FAZ. Marco Seliger/NZZ ergänzt den Blick auf deutsch-US-amerikanische Konflikte, Roland Appel damit kaum widersprechend, sondern eher aufschlussreich ergänzend: “Deutsche Panzerdebatte: Welche Rolle spielen amerikanische Rüstungsinteressen? – Bisher wurde die Lieferung von Leopard 2 an die Ukraine immer unter dem militärischen Aspekt diskutiert. Doch mit […]

    https://extradienst.net/2023/01/24/best-of-23-januar-2023/

  15. Best of 23. Januar 2023

    Döpfner bedroht US-Amerika, EU-Sanktionseigentore, Schlafwandeln in Nuklearkrieg, Abweichendes aus Russland & Ukraine, Frankreichs Atomkraft, Maghreb, Türkei Um eine grosse Schnauze ist Springer-Boss Mathias Döpfner bekanntlich nie verlegen. Interessant genug für die FAZ. Marco Seliger/NZZ ergänzt den Blick auf deutsch-US-amerikanische Konflikte, Roland Appel damit kaum widersprechend, sondern eher aufschlussreich ergänzend: “Deutsche Panzerdebatte: Welche Rolle spielen amerikanische Rüstungsinteressen? – Bisher wurde die Lieferung von Leopard 2 an die Ukraine immer unter dem militärischen Aspekt diskutiert. Doch mit […]

    https://extradienst.net/2023/01/24/best-of-23-januar-2023/

  16. Qatar- und WM-Dokus

    Ein Überblick und Wegweiser bei uebermedien.de Sehr guter Überblick im Gestrüpp deutscher TV-Anstalten von Jens Weinreich bei uebermedien.de (paywallfrei). Geringfügige Ergänzungen und Abweichungen meinerseits. In der Autoreninformation fehlt die Tatsache, dass der anerkannte und dekorierte Experte Weinreich in der ansonsten seriös arbeitenden Sportredaktion des DLF eine Persona non grata ist. Bis heute ist es mir nicht gelungen, einleuchtende Gründe dafür herauszufinden. Ich gestehe allerdings: sonderlich bemüht habe ich mich darum nicht. Zunächst eine Bekräftigung: mit […]

    https://extradienst.net/2022/11/18/qatar-und-wm-dokus/

  17. Buhrow? Oder der WDR? Oder beide? Das Schmerzlichste an meinem Verlust des WDR war seine fast vollständige Aufgabe publizistischen Ehrgeizes, seine Angst Ärger zu provozieren, vor einer Imagination von Publikum. Denn er kennt es nicht wirklich. Am wenigsten sein Intendant, der – das Sein bestimmt das Bewusstsein – in der Welt der Tycoons und der Schönen verkehrt und von ihnen ernstgenommen werden will, was aber zuverlässig misslingt. In diesem beständigen Bemühen hat sich Tom Buhrow […]

    https://extradienst.net/2022/11/03/er-gibt-auf/