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#sonderschule — Public Fediverse posts

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  1. Mir soll bitte keiner erzählen, ich bin scheiße oder schwierig! Ich habe ein Grundschulzeugnis, in dem mir meine Grundschullehrerin, die Schulleitung und die Sonderpädagogin "schwere Hirnfunktionsstörungen" attestiert haben. Okay, ich war auf einer Sonderschule (heute nennt man sie Förderschulen, aber menschenverachtend und unwahr war es alle mal. Ja, Inklusion ist für mich ein MUSS!

    #Sonderschule #Förderschule #Inklusion #Schule #FediLZ #Lehrerinnen #Sonderpädagoginnen

  2. Und dann die Untersuchung selbst, während die Tür offen blieb. Der Arzt tastete ohne Handschuhe meine Hoden ab und tat mir dabei weh.

    Mit einer Metallklammer zog er meine Vorhaut zurück. Ich musste mich vorbeugen, damit er mir zwischen die Pobacken schauen konnte.

    Kniebeugen, Arme hoch – dabei sagte er ständig irgendwelche Zahlen, die eine Frau im Raum auf einer Schreibmaschine tippte. Bis heute ist mir nicht klar, warum das alles notwendig gewesen sein soll. Und ich habe still geweint. Heute nennen wir das sexualisierte Gewalt.

    #Sonderschule #Schularzt #Inklusion #NieWieder #Kinderschutz #SexualisierteGewalt #DamalsWarNichtsBesser

  3. Ich erinnere mich noch gut daran. Wir Kinder standen in einer Reihe. Nackt. Verängstigt. Wartend.

    Eines nach dem anderen wurde begutachtet. Gemessen. Geprüft. Bewertet.

    Nicht als Mensch.
    Nicht als Kind.
    Sondern als Fall.
    Als Abweichung.
    Als Problem.

    Wenn Politiker der rechtsextremen AfD heute wieder davon reden, Kinder möglichst früh auszusortieren und von den anderen zu trennen, dann bekomme ich eine Gänsehaut. Denn ich weiß noch genau, wie es sich anfühlt, wenn Erwachsene dich ansehen und zuerst nach deinen Fehlern suchen.

    #Inklusion #Behinderung #Sonderschule #Förderschule #Schularzt #Menschenrechte #Bildung

  4. Der Traum

    Der Junge war zehn Jahre alt.
    Er ging auf eine Sonderschule.
    Dort wurde seine Würde verletzt.
    Dort wurde er gebrochen.
    Im Schwimmunterricht stand er nackt.
    Er fühlte sich ausgeliefert und beschämt.

    Viele Augen sahen ihn an.
    Sein Herz schlug laut.
    Er wollte weg.
    Er konnte nicht weg.

    Seitdem kommt der Traum.
    Über hundert Nächte im Jahr.
    Er steht wieder dort.
    Er kann sich nicht bewegen.
    Er kann nicht sprechen.

    Er wacht auf und zittert.
    Am Tag ist er stark.
    In der Nacht ist er wieder klein.

    Der Junge,
    das war ich.

    #Sonderschule #Förderschule #Lyrik #Gedicht #Angst #Ängste #Leben Inklusion #Behinderung

  5. Solange es Sonderschulen für Menschen mit Behinderung gibt, KANN es kein wirklich inklusives Schulsystem geben. Das ist schlecht für ALLE im Bildungssystem. Denn Schulen profitieren von echter inklusiver Bildung!

    Ja, es gibt Herausforderungen. Ja, es ist nicht immer leicht. Ich bin als Teil einer Beratungsstelle für Eltern von Kindern mit Behinderung da “an vorderster Front”.

    Aber es ist möglich. Es ist in der UN Behindertenrechtskonvention ein Menschenrecht. Und es könnten ALLE davon profitieren!

    #BildungFürAlle #Inklusion #Bildung #Sonderschule #Menschenrechte

  6. Buchtipp: Frech und frei

    50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung

    »Behindertsein ist schön!«, »Lieber lebendig als normal!« oder »Nichts über uns – ohne uns!« – diese Ausrufe sind kennzeichnend für ein starkes #Selbstbewusstsein behinderter Menschen. Doch der Aufbruch vom dankbaren Objekt der #Fürsorge zum Ziel der #Autonomie und #Selbstbestimmung erforderte Kämpfe, die in Vergessenheit zu geraten drohen. Die übliche Perspektive der »​#Sonderkarriere« von der #Sonderschule bis zum #Sonderfriedhof zu durchbrechen, erforderte Mut und einen langen Atem. Denn festgefügte Strukturen der #Aussonderung, vielfältige #Diskriminierungen und alltägliche #Entrechtung gehörten zur unhinterfragten #Tradition im Umgang mit behinderten Menschen.

    »Frech und frei« erzählt vom #Widerstand einer sich entwickelnden Selbstbestimmt-Leben-Bewegung seit der Mitte der 1970er-Jahre. Es berichtet von der permanenten Auseinandersetzung mit gängigen #Norm​en, #Werte​n und #Körperideale​n, die noch oft die Prägungen der nationalsozialistischen Vergangenheit aufwiesen. Es erinnert an #Demonstrationen gegen behindertenfeindliche #Gerichtsurteile und an Bühnen- und #Rathausbesetzungen. Es dokumentiert #Proteste für die barrierefreie Nutzung von Bus und B#ahn und zeichnet die Gegenwehr gegen neue »​#Euthanasie«-Forderungen und die #Selektion durch humangenetische Techniken nach. Es skizziert den steinigen Weg, bis die #Behindertenrechte Eingang in das #Grundgesetz fanden, und warnt vor einem drohenden #Rollback durch das Erstarken rechtsradikaler Denkweisen.

    Das mit Plakaten, Flugblättern und Zeitungsartikeln bebilderte Buch unterstreicht die Erkenntnis: Ohne die bewusste Verletzung von Regeln und Gesetzen wären die Erfolge der emanzipatorischen #Behindertenbewegung undenkbar gewesen.

    Erschienen bei Assoziation A

    Mehr dazu.

    #Behinderung #disabled #Humangenetik #Eugenik #Buch

  7. 1/7 Ich war selbst auf einer #Förderschule. Schon der Name ist falsch. Es war keine "besondere Förderung". Es war eine #Sonderschule für Ausgrenzung. Ich habe bis heute Bilder im Kopf, die mich nicht loslassen. #Inklusion #Menschenrechte #FediLV #EinfacheSprache

  8. #SoGutEsGehtJedenfalls
    #Barrierefreiheit in freier Definition,
    #Schulen trotz off. geforderter #Inklusion immer noch #ausgrenzende Einrichtungen,
    Wachstum der #Sonderschule / #Förderschule und
    #Ausbeutung in #Behindertenwerkstadt / #EfbM / Förderwerkstatt

    (Ableistische Begriffe wurden mit angegeben, weil für sie zu Viele immer noch die einzig bekannten sind, in einzelnen Bundesländern gelten sie wohl auch noch offiziell)

    Wie 🇩🇪 Ausgrenzung als Inklusion verkauft
    zdf.de/comedy/zdf-magazin-roya

  9. "Der Spruch 'So viel Inklusion wie möglich, so viel Sonderschule wie nötig' ist ein Stehsatz, der den Blick eine Ebene tiefer verhindert. Nämlich die Frage: Was macht Sonderschulen für viele Eltern zur vermeintlichen Notwendigkeit? Schaut man sich diese Frage genauer an, kommt man schnell zum Schluss: Die vielerorts gelebte NIXklusion ist der Grund für die 'Notwendigkeit' von Sonderschulen. Was meine ich damit?

    Wenn Wahlfreiheit zur Pflicht wird, zu wählen zwischen Kleingruppen, Nachmittagsbetreuung, Rückzugsräumlichkeiten, Unterrichtsmitteln vor Ort, Therapieangeboten vor Ort und einer 'Herzlich-Willkommen'-Kultur einerseits und großen Klassen, räumlicher Enge, begrenzter Zeit für Doppelbesetzung, fehlender Nachmittagsbetreuung, fehlenden Therapien und einer Kultur des 'Sind-Sie-sich-sicher, dass Ihr Sohn/Ihre Tochter nicht anderswo besser aufgehoben ist?' andererseits, wird die Wahlfreiheit zur Farce und die Weiternetwicklung von echter Inklusion in Schulen gebremst (weil: Die Mittel geparkt, die Gesinnung gefasst und jedes Scheitern festigt die Haltung).

    Sprechen wir darüber, wer eigentlich in der Pflicht ist, diese Ungleichheiten zu beseitigen? Genau jene, die das hohe Gut der Wahlfreiheit betonen.
    Vollkommen egal scheint dabei zu sein, dass Kinder eigene Rechtsträger sind und ein Recht darauf haben, in ihrer Heimatgemeinde, in ihrem Kindergarten, in ihrer Schule, bei ihren Eltern mit bedarfsgerechter Unterstützung, ohne Gewalt TEILZUHABEN am Alltag. Und genau das können Absonderschulen eben per Definition nicht bieten: Zusammen(heran)wachsen. Um dies zu ermöglichen braucht es mehr als "nur" die Verantwortlichen des Ressorts Bildung. Diese braucht es aber ganz besonders und deutlich. Genau darum werden die Länder und Gemeinden in den UN-Handlungsempfehlungen auch explizit adressiert.
    Ganz banal: Anwesenheit ist die Grundvoraussetzung für Teilhabe. Diese wird - politisch gewollt, ideologisch verankert - nicht geschaffen.

    Artikel in der TT, 01.10.23.
    (Sonja Tollinger, Obfrau von Integration Tirol)

    #inklusion #bildung #sonderschule #UBRK

  10. Solange die #Sonderschule als Beispiel für #Inklusion gefeiert wird, Wohnheime für Menschen mit #Behinderung massiv gefördert werden und Angestellte in Werkstätten keinen #LohnStattTaschengeld bekommen, bin ich Inklusionsaktivist!

    Nichts über uns ohne uns!

  11. „Schulen für Kranke“

    Also ich bin ehrlich, mir war der Begriff bis zum Lesen der Anfrage gar nicht bekannt. Ich kann den Gedanken von #NRW #Landtagsabgeordneten Jochen Ott (#SPD) nachvollziehen. Der Wechsel im Sprachgebrauch von #Sonderschule zu #Förderschule ist schon sehr wichtig gewesen und im Geiste dieses Gedankens macht ein Wechsel der Schule für Kranke Sinn.

    Die NRW Regierung, genauer gesagt, das #Ministerium für #Schule und #Bildung möchte die „Schule für Kranke“ in „#Klinikschule“ umbenennen. Darauf ein kurzes #rolleyes ... aber der Wille zählt ...

    Es bleibt abzuwarten, was genau im angekündigten 16. #Schulrechtsänderungsgesetz alles enthalten ist. Ich halt die Augen offen 😀

    www.landtag.nrw.de/portal/WWW/…
  12. RT @[email protected]

    #nixklusion
    Unfassbar, einer Mutter soll das Sorgerecht entzogen werden, weil sie ihre behinderte Tochter nicht in eine #Sonderschule geben will. Begründung: Schwierige Persönlichkeit und Überforderung der Tochter. Tatsache ist aber: Personelle Unterstützung wird verweigert. twitter.com/bildungsklick/stat