19/ Wir haben also in den vergangenen Tagen festgestellt, dass es sowohl in der alten BRD, als auch in der vergangenen DDR, als auch nach der Wende noch physische Gewalt gegen Kinder und Jugendliche gab, obwohl das in der SBZ/DDR direkt nach dem Krieg für Schulen verboten war und auch für den privaten Bereich offiziell nicht als taugliche Erziehungsmaßnahmen eingestuft wurde. Im Gegensatz zur BRD, wo das lange noch höchstrichterlich als mögliche Erziehungsmaßnahme eingestuft wurde. Mitunter sogar als das Wesen der Erziehung.
In Studien nach der Wende haben weniger Ossis als Wessis angegeben von Gewalt betroffen gewesen zu sein.
Jetzt kann man noch gucken, wie die Erziehung insgesamt gewirkt hat. Etwas mehr Prügel auf der Westseite und Erziehung zum Individualismus vs. der ekelhaft übertriebene Kollektivzwang auf der anderen Seite.
Die Charité hat eine Studie zu #Narzissmus und #Selbstwertgefühl gemacht. Dabei kam heraus, dass Narzissmus im Westen weiter verbreitet war und das Selbstwertgefühl im Osten besser war. Erstaunlich, oder?
Passt nicht so ganz zu Anne Rabes These, dass im Osten alle zu heiß gebadet worden wären und dass deshalb alle Opfer zweier Diktaturen seien und Nazis wählen würden, ihre Kinder töten und in der Schule Amok laufen. Ich spitze hier zu, aber es sollte klar sein, dass die Schlussfolgerungen die Anne Rabe und entsprechende Journalist*innen gezogen haben, nicht haltbar sind.
https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/foerdern_westliche_gesellschaften_die_auspraegung_von_narzissmus
Und nur wenn man ernsthaft über die Ursachen der Wahlergebnisse nachdenkt und sich nicht mit solchen Pseudoerklärungen zufrieden gibt, kann man das #noAfD-Problem lösen. Falls es nicht schon zu spät ist.
#DDR