Nur vor Ort ist es auch manchmal sehr schön.
3. Tag Italien
Aufstehen, Hängematte anbringen, Wäsche waschen, frühstücken, Buch lesen, Hängematte, Buch lesen, recherchieren, Buch lesen, essen, Musik hören, am Abend einkaufen.
Was für ein Tag! Die Ruhe genießen, Gregor beim Spielen zuschauen und in den Tag hineinleben. Das ist Urlaub und Ankommen.
Ich habe mit dem Buch „Kornblumenblau“ begonnen. Es erzählt von der Suche der Autorin nach den Verstrickungen im Leben ihres Großvaters im Dritten Reich.
Wie ich so mal bin, konnte ich es nicht lassen: Namen, Orte und Begebenheiten musste ich sofort selbst recherchieren. Wenn mich das Packanfall-Fieber erwischt, werde ich zum wandelnden Lexikon – oft weiß ich dann über einen Ort mehr als die Menschen, die schon ihr ganzes Leben dort verbringen.
Dazu interessierte ich mich gleich noch nach den Erkenntnissen von Google und ChatGPT im Zusammenhang mit meiner Familie.
Google ist da genauer und hat etliches zu meinem Stiefvater gefunden. DDR und der Verrat an seinen nie vorhandenen Idealen zum Beispiel.
https://babelpapa.wordpress.com/2025/08/18/von-guten-und-anderen-menschen/
Auch zu den Eltern von Luise lässt sich einiges recherchieren.
Ich selbst bin unbeleckt – und das macht mich zufrieden und beruhigt mich ungemein.
Da Luise doch noch arbeiten musste, machte es nichts, dass wir hier an Ort und Stelle geblieben sind. Gregor war mit sich, seinen Autos und der Musik beschäftigt. Das wechselte sich ab und die Zeit in der Hängematte genoss er, wie auch seine Schwester.
Diese war viel für sich und ließ sich nur ab und zu blicken. „Ihr das Einzelzimmer gegeben zu haben – eine weise Entscheidung.“ So kann sie sich zurückziehen, wird nicht gestört und bringt unsere Harmonie nicht aus dem Gleichgewicht. Sie kommt nur raus, wenn es ihr gut geht; dann sind auch die „Streitgespräche“ mit Gregor nicht so heftig
Klara liest, tanzt und hört Musik. Sie hofft auf Donnerstag – da wollen wir ihre Freundin aus der Klasse besuchen. Sie zeltet bei Venedig, und sie kann endlich baden gehen und wir natürlich auch.
Am Abend fuhren wir nach Agordo in den Coop Supermarkt. Das Essen für die nächsten Tage und noch dies und das landete in unserem Einkaufswagen.
Heute gibt es Pfifferlinge, Tomatensahnesoße, Parmesan und frische Nudeln – ich koche auf dem schönen Gasherd. Es mundet und ich verputze drei Portionen, dazu noch Pfirsiche und fertig.
Der Tag klingt für Gregor mit dem Vorlesen aus: „Vilja und das Räuberfest“, der zweite Teil von „Vilja und die Räuber“. Das erste Buch war schon schön, und der zweite Band beginnt genauso. Gregor hat mit uns die Verfilmung angeschaut und dabei viel gelacht.
Luise arbeitet noch und ich helfe ihr ein wenig, Klara sitzt vor mir und liest – Harmonie, nur die Arbeit von Luise stört. Aber hoffentlich ist sie morgen fertig.
Ein Radler von Birra Moretti rundet den Tag ab.
Morgen wollen wir wandern. 3 Stunden und 9 km – mal sehen, wie wir drauf sind.
https://www.komoot.de/smarttour/21597410?ref=atd&query=d01AsN5tQC2Ekc%3DFvfcBURHAs3-N6DQKiF6ideqhYvbxlkN_rNBd_-8a-kYQi85_2vpGUTW_a5bObyg&t_s=referral&t_cid=route_share
https://youtu.be/Edwsf-8F3sI?si=o-P-X5NDaYUlcjFx
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