@rpolenz Das ist leider auf so vielen Ebenen falsch!
„Jede Form von Fanatismus oder Extremismus ist dem Konservatismus fremd. Maß und Mitte, verbunden mit pragmatischer Besonnenheit prägen seine Haltung, sein politisches Denken und seine Sprache. Konservative denken nicht in Freund-Feind-Schablonen. Aufstachelnde Demagogik oder Hetze ist nicht konservativ.“
Leider ist das Gegenteil war. Konservative sind Konformisten, und sie neigen deshalb gerade zum polarisierten #Rechtsdualismus. Konformisten suchen Sicherheit in einer Gruppe, und bilden dann typische Gruppendynamiken aus, bei der man die anderen (die nicht in der Gruppe sind) als Feinde betrachtet. Der Konformist hängt nicht am Alten, weil es sich bewährt hat, sondern weil er die Mühe des Lernens scheut. Und deshalb hat er ein unterkomplexes Weltbild.
Der Konformist ist sicher nicht die einzige Gruppe mit einem unterkomplexen Weltbild. Gerade dort, wo sich Gruppen bilden müssen, weil man alleine nicht bestehen kann, sind die gleichen Mechanismen überall am Werk. Aber der Konformist kann halt wirklich nicht alleine.
Neues hat übrigens immer einen Uphill Battle vor sich. Die early adopters machen kein Siebtel der Bevölkerung aus. Das sind die Leute, die prüfen und ausprobieren. Wenn die von etwas überzeugt sind, dann ist es durch: dann hat es sich bereits positiv vom Alten abgegrenzt. Die anderen 86% brauchen nie in ihrem Leben darüber nachdenken, ob etwas neues richtig oder falsch ist: bei ihnen taucht nie etwas auf, was die early adopters erst mal austesten.
Alles, was diese große Mehrheit macht, ist beim Hinterherlaufen zu bremsen, weil sie nichts lernen wollen.