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#portfolio-kanban — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #portfolio-kanban, aggregated by home.social.

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  1. #LINKSDERWOCHE | 22/2026: Produktivität, Lean, Agile, Politik und Gesellschaft und Humor

    PRODUKTIVITÄT

    Kognitiven Schulden | Im Umgang mit der KI verlernen wir die Kompetenz für den Umgang mit der KI

    Marcus Raitner trifft meines Erachtens den Nagel auf den Kopf: Beim Umgang mit KI entstehen kognitive Schulden. Schulden, die wir nicht ohne weiteres wieder auflösen können, wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern. So schön die Arbeitserleichterung durch KI auf den ersten Blick auch sein mag, wir verlernen durch ihren Einsatz schnell die Fertigkeiten, die wir brauchen, um sinnvoll mit ihr zu arbeiten. Dazu mehr:

    https://raitner.de/2026/05/der-teufelskreis-der-kognitiven-schulden/

    Kommunikation | Wenn wir die Metaebene aus dem Auge verlieren …

    Nicht einmal einen Tag, nachdem ich den Blogpost von Detlef Stern gelesen habe, darf ich genau das erleben, was er darin zutreffend als Problem identifiziert hat. Die „Beißreflexe” in einer Debatte führen dazu, dass niemand wirklich darüber spricht, dass die Kommunikation auf der Meta-Ebene längst im Argen liegt. Genau deshalb eskaliert die vermeintliche Diskussion und wird unnötig emotionalisiert, da kaum jemand in der Lage ist, die Metaebene miteinzubeziehen. Man beharkt sich lieber aus Befindlichkeiten heraus. Erstaunlich, wo doch überall die Stoiker rauf und runter zitiert werden, die uns unter anderem auch dies mitgeben wollten, nämlich immer auch die Metaebene einzubeziehen.

    https://t73f.de/blog/2026/metaebene

    Vertrauen | Damit Vertrauen nicht nur ein Schlagwort bleibt

    Der Begriff „Vertrauen” wird ja gerne in die Runde geworfen. Wenn ich allerdings an mein berufliches Erleben zurückdenke, gab und gibt es immer noch genug Situationen, in denen ich die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht überbrücken kann. Betrachte ich die fünf Wahrheiten über Vertrauen von Dan Rockwell, erkenne ich so manches wieder, das in diesen Situationen nicht ausgeprägt war. Mit dieser Erkenntnis im Gepäck können wir alle etwas dafür tun, dass Vertrauen nicht nur ein Marketing-Schlagwort der Personalentwicklung bleibt, sondern tatsächlich gelebte Realität wird.

    https://leadershipfreak.blog/2026/05/27/5-truths-about-trust/

    LEAN

    Wissen hinterfragen | Zwei Fragen mit großer Wirkung

    Im Blog von Mark Graban bin ich auf etwas gestoßen, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Wir arbeiten im Alltag oft mit der Annahme, etwas gut genug zu wissen, weil wir es gelesen, gehört oder aus einer anderen Quelle gelernt haben. Ist das aber ausreichend? Graban schlägt vor, statt „Was weißt du?” lieber zu fragen: „Woher weißt du es? Woher weißt du, dass du es weißt?” Diese Frage animiert dazu, die Quelle unserer Annahmen zu hinterfragen, sodass wir tiefer bohren und ggf. Annahmen und Erkenntnisse zutage fördern, die wir übersehen haben.

    https://www.leanblog.org/2026/05/what-do-you-know-how-do-you-know-it/

    Verbesserung | Wenn PDCA zur Verschlechtungsschleife wird

    Der PDCA-Zyklus steht für adaptives Lernen und Anpassen. Ganz im Sinne eines wissenschaftlich-empirischen Ansatzes wird zunächst eine Hypothese aufgestellt, die anschließend durch konkrete Umsetzung überprüft und weiterentwickelt wird. Götz Müller nutzt das Akronym PDCA jedoch, um zu zeigen, wie man es nicht tun sollte. Hier steht PDCA nicht für Plan, Do, Check und Act. In diesem Zusammenhang steht P für PowerPoint, Panik und Plakatieren, D für Delegieren, Druck und Durchregieren, C für Controlling, Chaos und Checklisten und A für Aktionismus, Ablenkung und Abhaken. Wie zu erwarten, wird aus dem PDCA so kein Verbesserungskreislauf, sondern eine Verschlechterungsschleife mit #MeisterKonfus-Potenzial.

    https://www.geemco.de/artikel/wenn-pdca-zur-verschlechterungsschleife-wird/


    AGILE

    Portfolio-Kanban | WiP-Limit im Kontext von Portfolio-Steuerung

    Wie bekannt, bin ich ein großer Freund der Begrenzung paralleler Arbeit. Und das nicht nur auf individueller Ebene oder für ein operatives Team, sondern auch auf Ebene des strategischen Portfoliomanagements. Der Grund ist relativ simpel: Es geht um positive Fokussierung. Und zwar auf das, was auf der jeweiligen Ebene im Augenblick von Bedeutung ist. Während es für den Einzelnen oder ein Team bewährte Empfehlungen aus der Praxis gibt, um das initiale WiP-Limit auf Basis der Arbeitsmenge zu ermitteln, ist es auf Portfolioebene tatsächlich etwas anders gelagert. Hier stellt sich die Frage, wie viele parallele Initiativen ein Führungsteam gleichzeitig überblicken kann. Dabei geht es nicht um „Durchsatz“ und verfügbare Zeit, sondern um die kognitive Aufnahmefähigkeit. Das mag für den einen oder anderen nach Haarspalterei klingen, aber ich denke, im Detail wird es klarer. Insofern kann ich Yuval-Erde und seiner Argumentation folgen.

    https://www.scrum.org/resources/blog/portfolio-wip-its-not-about-limits

    Agiles Manifest | Eine Vierteljahrhundert alt, immer noch aktuell …

    Das Agile Manifest ist seit Beginn meiner agilen Reise im Jahr 2008 mein Leitfaden für die Arbeitspraxis. Ich schaue tatsächlich immer wieder hinein. Und das, obwohl die Werte und Prinzipien schon ein Vierteljahrhundert alt sind. Übrigens hat mein Verständnis der Prinzipien einen richtigen Boost erlebt, als ich mich mit Monozukuri, dem japanischen Lean-Verständnis, beschäftigt habe. Nur am Rande bemerkt. Wer es mir gleichtun möchte, dem empfehle ich das Buch „Lean auf gut Deutsch” von Mari Furukawa-Caspary. Damit habt ihr einen sehr guten Einstieg. Zurück zum Ursprungsthema: Ich schaue tatsächlich immer wieder auf das Manifest. Erstaunt muss ich aber auch immer wieder feststellen, dass viele zwar „Scrum” oder das agile „Kanban” (bzw. irgendein anderes agiles Rahmenwerk) nutzen, ohne das agile Manifest wirklich gelesen zu haben. Insofern habe ich ähnliche Beobachtungen wie Thomas Esders gemacht.

    https://no-bullshit-agile.de/nbak02-agiles-manifest-immer-noch-die-basis.html

    Agiles Manifest | Prinzipien als Fragen

    Passend hierzu ein weiterer Gedanke von Thomas Esders, der das agile Manifest in „Fragen“ ummünzt. Ein interessanter Ansatz, der dabei hilft, die Prinzipien im Arbeitsalltag umzusetzen.

    https://no-bullshit-agile.de/nbak03-12-agile-prinzipien-checkliste.html

    Ownership | Ohne echtes Ownership ist es nur Theater und kein „Flow“

    Es wird gerne und oft auf agile Rahmenwerke gesetzt. Sie sind mittlerweile zum Standard geworden. Zumindest auf dem Papier. In der Praxis mangelt es jedoch oft an verschiedenen Stellen. Auf dem Papier gibt es zwar so etwas wie einen Product Owner, de facto haben die Rolleninhaber oft nicht die Product Ownership. Das ist gar nicht so selten. Und das ist meist strukturell bedingt. Wie Yuval-Davidson aufzeigt, kann das zum Problem werden. Aber auch daran kann man arbeiten. Immerhin ist die Erkenntnis der erste Schritt zur Besserung.

    https://www.scrum.org/resources/blog/product-ownership-topology-difference-between-flow-and-theater

    Planung | Die Planung ist eine ungeprüfte Hypothese mit vielen Annahmen …

    Schon allein die Überschrift macht den Beitrag für mich empfehlenswert. Stephen Woolston titelt klar und prägnant: „Ein Plan ist eine ungeprüfte Hypothese.” Was soll ich sagen – so ist es nun mal. Wir treffen Annahmen, die wir in der Praxis überprüfen, indem wir den Plan umsetzen. Das gefällt mir fast besser als das Bild der „Wette”. Denn bei einer Hypothese schwingt das Überprüfen und Adaptieren deutlicher mit. Eine gut formulierte Hypothese ermöglicht es uns, die getroffenen Annahmen zu validieren und Erkenntnisse zu generieren, aus denen wir eine verbesserte Hypothese entwickeln können, die wir erneut überprüfen können. Nur eine gut bestätigte Hypothese wird zur Theorie. In diesem Fall können wir mit standardisierbaren Methoden arbeiten. Alles, was davor liegt, ist adaptives Erkunden und Verbessern.

    https://www.scrum.org/resources/blog/your-plan-isnt-rock-its-untested-hypothesis

    Scrum Master | Fokus worauf?

    Wie ich immer sage: Wenn im Team alles super läuft, können wir uns den anderen Problemen widmen. Die Arbeit geht nicht aus. Da Probleme jedoch häufig komplexer Natur sind und vielseitige Ursachen haben, können wir nicht alles auf einmal lösen, sondern müssen uns anschauen, wo die dringendsten Probleme und Herausforderungen aktuell liegen. In diesem Zusammenhang passt der Blogartikel von Mary Iqbal sehr gut, da er etwas Orientierung bietet und aufzeigt, worauf sich Scrum Master:innen im ersten Schritt stürzen sollten.

    https://www.scrum.org/resources/blog/pick-your-battles

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    AfD | Nicht nur verfassungsfeindlich, sondern auch kriminell

    Dass ich die „Blauen“ nicht sonderlich leiden kann, dürfte sicherlich schon aufgefallen sein. Dass es sich nicht nur um eine verfassungsfeindliche, sondern durchaus auch um eine kriminelle Vereinigung handeln könnte, zeigt sich immer deutlicher. Allein in den letzten Tagen kamen immer neue interessante Verstrickungen der Nicht-Alternative und ihrer Parteisoldaten in die Presse. Eine gute Zusammenfassung liefert der „Blog der Republik”. Leider schrecken diese Schlagzeilen die Wählerschaft der Enkel des Braunauer Obergefreiten nicht ab. Das wiederum wirft bei mir Fragen über den Umfang der kognitiven Verzerrung derer auf, die ihren Kritikern gerne nahelegen, einen „Psychologen” zu besuchen (wer erklärt ihnen eigentlich mal den Unterschied zwischen Psychologie und Psychotherapie?).

    https://www.blog-der-republik.de/afd-kriminelles-und-kurioses-vom-rechtsextremen-rand-update-46/

    Strategien im Umgang mit Autokraten | Weshalb es Orte der Begegnung braucht, um Autokratie-Fans zu drehen

    Mit Blick auf den vermeintlichen Erfolg autoritärer Zeitgenossen wird gerne argumentiert, man müsse nur noch mehr Aufklärung betreiben. Ich fürchte, dieser Ansatz greift zu kurz. Gunnar Sohn hat sich ebenfalls dazu Gedanken gemacht. Ich sehe es ähnlich. Um den Autokraten den Nährboden zu entziehen, brauchen wir Orte der Begegnung, an denen demokratisches Streiten stattfinden und Wirkung entfalten kann. Wir Demokraten müssen die sozialen Räume besetzen, um diejenigen zurückzugewinnen, die noch nicht verloren sind. Damit meine ich nicht, dass man mit Autokraten ins Gespräch geht, sondern dass man Vielfalt, Wirksamkeit und Diskussion erlebbar macht und die Wirksamkeit politischen Handelns sichtbar wird. In den Städten, Gemeinden und vor Ort ist dazu jeder von uns aufgefordert. Den Menschen folgen Menschen.

    https://ichsagmal.com/die-republik-im-gespraechsverlust-die-bequeme-angst-vor-der-propaganda/

    Arbeitsfaul? | Mehr Stunden bedeuten nicht höhrere Produktivität

    Unser aktuell amtierender Bundeskanzler muss dringend darüber aufgeklärt werden, dass „mehr Quantität” nicht automatisch auch „mehr Qualität” bedeutet. Eine Steigerung der Arbeitszeit führt nicht automatisch zu mehr Produktivität. Es kann sogar der gegenteilige Effekt eintreten, sodass es am Ende teurer wird. Das muss die legendäre Wirtschaftskompetenz sein, die man Herrn Merz zuschreibt. Christoph Habermann bemüht sich jedenfalls, die Thesen von Herrn Merz zu überprüfen, kann aber keine validen Belege finden. Er findet sogar Belege, die auf gegenteilige Effekte hinweisen. Aber bitte nicht dem Kanzleramt einen Tipp geben, denn Herr Merz könnte noch verunsicherter werden, als er es jetzt schon ist.

    https://www.blog-der-republik.de/der-bundeskanzler-und-die-angeblich-arbeitsfaulen-deutschen-vorbild-schweiz/

    HUMOR

    KI entzaubert | Wenn die KI zu teuer wird …

    Das Leben ist schon bitterernst genug. Daher braucht es immer auch eine Prise Humor. Da mein Humor nicht immer massentauglich ist und ich ihn bereits unter der Rubrik #MeisterKonfus zum Ausdruck bringe, lasse ich an dieser Stelle lieber jemanden anderen zu Wort – oder besser, wie im konkreten Fall, zu Bild – kommen. Der Blog „Cloud Science” von Christian Möller sorgt regelmäßig für herzliches Gelächter. So auch in diesem Beitrag, in dem plötzlich klar wird, dass KI doch nicht die Lösung aller Probleme ist.

    https://www.cloud-science.de/keine-token-keine-leistung/

    #AfD #Agile #AgilesManifest #Arbeitszeit #Humor #Kanban #KI #KognitiveSchulden #Kommunikation #Leadership #Lean #Management #Ownership #PDCA #Planung #PortfolioKanban #Produktivität #Scrum #ScrumMaster #Selbstorganisation #Strategien #Verbesserung #Vertrauen #Wissen
  2. #LINKSDERWOCHE | 13/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership

    PRODUKTIVITÄT

    System statt Liste | Drei Prüpfunkte für ein gutes Aufgabensystem

    In der aktuellen Folge seines Zeitnutzer-Podcasts beschäftigt sich Ivan Blatter mit der Frage, weshalb eine Aufgabenliste noch lange kein Aufgabensystem ist. Spannend finde ich, dass er sich dem Thema aus einer neutralen Perspektive nähert und dabei nicht auf eine bestimmte Methode oder ein bestimmtes Werkzeug Bezug nimmt. Zu einem System gehört vereinfacht ausgedrückt die passende Routine im passenden Rhythmus, die zum Kontext und zur „Person” passt. Drei Prüfpunkte stellt er dabei in den Fokus. Ein System muss den Kopf entlasten, anzeigen, was als Nächstes zu tun ist, und zur eigenen Arbeitsweise passen. Das ist schon interessant, weil nicht eine Methode im Fokus steht, sondern eine „ganzheitliche” Betrachtung.

    https://share.transistor.fm/s/927ca0a7

    Neutralität ermöglicht Wandel | Eine überraschende Erkenntnis

    Zufälligerweise bin ich bei MDR Wissen auf einen Artikel gestoßen, der auf neue Erkenntnisse einer englischen Forschergruppe verweist. Dieser hat mich etwas überrascht. Im Fokus steht die Frage, wie man mit festgefahrenen, hitzigen Debatten umgehen kann. Die Erkenntnis lautet, dass gerade die neutralen Personen der Schlüssel sind, um die Fronten aufzubrechen. Und zwar auf eine Art und Weise, die ich nicht erwartet hätte. Die „neutrale Position” sorgt dafür, dass alle Beteiligten „innehalten” und „abkühlen”. Die Debatte wird „entschleunigt”. Dadurch wird eine „Pause“ erzeugt, die es braucht, um die Emotionalität aus der Diskussion herauszunehmen.

    https://www.mdr.de/wissen/psychologie-sozialwissenschaften/neutralitaet-kann-wandel-antreiben-100.html

    AGILE

    Cockburns Razor | Unnötigen Aufwand reduzieren

    Wer schon öfter mit mir gearbeitet hat, weiß, dass die Maximierung der nicht getanen Arbeit eines meiner Lieblingsprinzipien aus dem Agilen Manifest ist. Dabei geht es darum, unnötigen, nicht wertschöpfenden Aufwand zu minimieren – ganz im Sinne der Idee aus dem Lean-Management, die Auskömmlichkeit zu erhöhen, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Dazu passt „Cockburns Razor”, vorgestellt von Felix Stein. Die Anwendung ist jedoch nicht einfach. Im Sinne von Kaizen bedeutet es, beständig zu überprüfen, was sich vereinfachen lässt. Dies setzt einen beständigen Dialog aller Beteiligten voraus.

    https://www.lean-agility.de/2026/03/cockburns-razor.html

    KI als Hilfe bei Vorbereitung der Retrospektive | Fluch oder Segen?

    Nach wie vor gehöre ich zu den KI-Skeptikern. Zwar nutze ich die „Maschine” als Assistenzsystem, bin dabei aber nach wie vor sehr vorsichtig. Das gilt auch für die Datenanalyse, wie Marc Löffler sie zum Beispiel für Retros einsetzt. Einerseits betrifft dies die Ergebnisse, die ohnehin nicht unreflektiert übernommen werden sollten (auch eine KI kann irren), andererseits die „Vertraulichkeit”. Das bedeutet aber nicht, dass ich grundsätzlich dagegen bin. Ich rate dennoch zur gesunden Vorsicht, die auch Marc an den Tag legt. Mit anderen Worten: Ich sehe durchaus die Möglichkeiten einer Assistenz durch KI, bin im Augenblick jedoch zurückhaltend, was die Nutzung betrifft. Bei der Vor- und Nachbereitung einer Retro kann ich mir allerdings gut vorstellen, dass die KI als Assistenzsystem helfen kann, Eindrücke ggf. auch zu validieren.

    https://marcloeffler.eu/2026/03/23/ki-in-retrospektiven-gamechanger-oder-hype/

    Schnelle Fehlerbehebung | Wann ist ein „schneller Fix“ sinnvoll?

    Ich bin ein großer Freund von Kaizen. Nach dessen Prinzipien werden entdeckte Fehler und deren Ursache möglichst sofort behoben. Das ist in einem reinen „Produktionsumfeld” mit Serienfertigung durchaus sinnvoll, weil sich die Fehler „wiederholen”. Das passt aber leider nicht immer ganz in das Umfeld der explorativen Neuentwicklung, in der Scrum zum Einsatz kommt. Hier ist das Ganze etwas schwieriger, wie Maria Iqbal feststellt. Ob der „schnelle Problemfix” hier sinnvoll ist, sollte im Dialog zwischen Team und Product Owner entschieden werden. Es macht durchaus Sinn, besonders wenn es aufwendiger ist, das Problem zeitversetzt zu beseitigen. In diesen Fällen ist mir eine bewusste Reflexion und ein nachvollziehbares Festhalten wichtig, damit nichts verloren geht.

    https://www.rebelscrum.site/post/should-we-do-that-quick-fix

    Portfolio-Kanban | Fokus und Aufmerksamkeit

    Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mich auf Portfolio-Ebene für eine klare Fokussierung einsetze, wie wir sie beispielsweise mit dem WiP-Limit auf operativer Ebene erreichen. Allerdings greifen die üblichen Vorgehensweisen zur WiP-Limit-Beschränkung dabei nur bedingt. Ähnlich wie Yuval Yeret sehe ich den Schlüssel nicht in der Idee einer Fixierung einer „Limitierung”, sondern in der Frage, worauf sich die Aufmerksamkeit richten sollte. Die Frage sollte lauten: Für wen ist das Portfolio-Kanban gemacht und wie viel Aufmerksamkeit kann dieser Personenkreis den auf dem Portfolio-Kanban abgebildeten Themen widmen? Zur Erinnerung: Es geht um Fokus. Das ist das Ziel, das wir mit der Limitierung paralleler Arbeit erreichen wollen.

    https://yuvalyeret.com/blog/portfolio-wip-its-not-about-limits/

    Hypothesenbildung | Damit ein Experiment gelingt, braucht es eine saubere Hypothese

    Beim Lesen von Mark Rehbergs Artikel werde ich unter anderem an Karl Popper und die gesamte wissenschaftstheoretische Materie aus meiner – lange zurückliegenden – Studienzeit erinnert. 😉 Es geht um Hypothesenbildung. Das ist nicht trivial. Wenn wir den Anspruch erheben, tatsächlich empirisch-wissenschaftlich zu arbeiten – wie wir es als Agilisten gerne tun –, müssen wir in unsere „Experimente” zur Überprüfung unserer „Hypothesen” einiges an Hirnschmalz investieren, damit das Ganze Sinn ergibt. Nur so können wir das Ergebnis überprüfen und es tatsächlich nachschärfen.

    https://www.scrum.org/resources/blog/woran-erkennt-man-ein-echtes-team-experiment

    Risikomanagement in Scrum | Schnelle Adaptionsfähigkeit verringert Risiko

    Wenn Scrum „richtig” gelebt wird, bedeutet das „Risikomanagement” in Form von kurzen Reflexionszyklen. Diese erlauben eine frühe und schnelle Anpassung an neu gewonnene Erkenntnisse. Dies wird auch im Beitrag von Robert Pieper deutlich, der genau dieses Thema in den Fokus rückt. Zur Erinnerung: Scrum wurde entwickelt, um komplexe Problemstellungen explorativ zu erarbeiten. Durch kurze Feedbackzyklen sollen neue Erkenntnisse zeitnah adaptiert werden, um den Mehrwert zu erzeugen. Es geht nicht um Geschwindigkeit an sich, sondern um schnelles Lernen, um Fehlentwicklungen möglichst früh zu erkennen und bessere Wege zu erschließen. Das ist die Stärke von Scrum als Rahmenwerk, das adaptives Lernen im Team ermöglicht.

    https://responsiveadvisors.com/blog/how-scrum-reduces-risk/

    Reviews | Wenn der Review kein Ort des kollektiven „Lernens“ ist …

    Daniel Dubbel hat einen Nerv getroffen. Zumindest bei mir. Ja, ich bin auch schon in die Falle gegangen, die er beschreibt. Überlegen wir noch einmal kurz: Am Ende jeder Iteration sieht Scrum zwei Feedbackschleifen vor. Die eine beschäftigt sich mit der Zusammenarbeit im Team, die andere mit den Arbeitsergebnissen. Wir reden von der Retrospektive und dem Review. Bei beiden geht es ausdrücklich darum, einen „Raum” zu schaffen, in dem Lernen durch Reflexion möglich ist. Leider mutiert gerade das Review zu einer Leistungsschau statt zu einem Ort des gemeinsamen Lernens mit den Stakeholdern. Dies ist wiederum ein Beleg dafür, wie wichtig ein gutes Erwartungsmanagement sein kann. Daniel Dubbel belässt es nicht bei der Analyse, sondern schlägt auch eine Lösung vor: Man entscheidet sich entweder für ein internes Review mit den Entwicklern oder für ein „Revisioning” als Kundenformat. Ein Gedanke, der in dem einen oder anderen Kontext sicherlich sinnvoll sein kann.

    https://www.inspectandadapt.de/wenn-reviews-zur-dauerpruefung-werden-und-warum-das-niemandem-hilft/

    Organisatorischer Fitness | Veränderungsfähigkeit als Ausdauertraining

    Mit seinem Blogartikel hat Ralph Jocham einen Gedanken aufgegriffen, der auch mich schon länger umtreibt. Jede Organisation hat einen „Verbesserungsmuskel” und der muss trainiert werden, damit sie fit für die Zukunft ist. Im Blogartikel ist von „Veränderungsfitness” die Rede. Damit ist die Fähigkeit gemeint, auf Veränderungen zu reagieren. Dass diese Fähigkeit bedeutsam ist, würden sicherlich sehr viele zustimmen. Jetzt wird es spannend. Welche Organisation macht diese Fähigkeit zur Veränderung sichtbar und überprüft sie regelmäßig? Mir fallen kaum welche ein. Und dann wundert man sich, weshalb Organisationen „ermüden” und nicht genug Kraft aufbringen, um sich der ständigen Veränderung stellen zu können. Oft ist dann von Widerstand die Rede. Es ist aber nicht Widerstand, sondern Erschöpfung, die zum Tragen kommt. Ein interessanter Gedanke.

    https://www.scrum.org/resources/blog/change-fitness-organizational-capacity-nobody-measures

    MANAGEMENT AND LEADERSHIP

    Engagement stärken | Das Augenmerk aufs Engagement richten

    Es ist eine Binsenweisheit, dass schon viel erreicht wird, wenn Führungskräfte die vorhandene Motivation nicht zerstören (was leider viele Führungskräfte zu oft tun). Manchmal denke ich, es ist sinnvoller, das Augenmerk nicht zu sehr auf die Motivation, sondern eher auf das Engagement zu richten – oder besser auf die Frage, was die Menschen daran hindert, sich zu engagieren. In diesem Zusammenhang finde ich den Beitrag von Dan Rockwell interessant. Er beschäftigt sich mit den Möglichkeiten einer Führungskraft, das Engagement zu stärken. Die Antwort ist einfach: sich wirklich kümmern, sich gegenüber Menschen verpflichten und diese wirklich unterstützen.

    https://leadershipfreak.blog/2026/03/27/3-ways-to-ignite-commitment/

    Führungsarbeit | Die richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle

    Einer meiner Lieblingssätze, der sich tief in mein Gedächtnis eingebrannt hat, lautet: „Ich habe meinen Job als Führungskraft dann richtig gemacht, wenn ich wochenlang nicht da bin und es merkt keiner.“ Ich habe diesen Satz bereits in jungen Jahren, als Teenager, aufgeschnappt. Für mich enthält diese Aussage alles, was gute Führungsarbeit ausmacht: die richtigen Menschen an die richtige Stelle bringen, damit sie ihre Stärken entfalten können, und sie in die Lage versetzen, zu wachsen. Das geht aber nur, wenn ich mich als Führungskraft davon verabschiede, mich selbst als Spezialist für ein Thema zu sehen, und stattdessen Menschen zusammenbringe, die mehr können als ich. So ähnlich wie Jessica Turner es ausdrückt.

    https://www.teamworkblog.de/2026/03/httpswww.teamworkblog.de202603Mitarbeiterrichtigeinstellen.html

    Führung im hybriden Kontext | Struktur, Beziehungn und Sichtbarkeit als Schlüsselfaktoren

    Im Fokus des Beitrags von Fabian Puls stehen hybride Teams und die Rolle der Führung in diesem durchaus herausfordernden Kontext. Ich kann vieles nachvollziehen, da ich selbst überwiegend im Homeoffice arbeite. Gerade die Beziehungspflege erweist sich dabei als besonders schwierig. Aber auch die Sichtbarkeit der Teammitglieder ist immer wieder ein großes Thema. Es ist nicht unlösbar, erfordert jedoch ein ordentliches Engagement der Führung. Auch gewinnen Strukturen in diesem Kontext an deutlich Bedeutung.

    https://t2informatik.de/blog/leadership-in-hybriden-produktteams/

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