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#plattformregulierung — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #plattformregulierung, aggregated by home.social.

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  1. "Aber während Teile der USA immerhin im Kleinen etwas bewirken, zögert die Schweiz weiterhin. Die Plattformregulierung muss kommen, und die entscheidende Frage muss in den Raum: Wer soll sich ändern: die Kinder oder Instagram? Für mich ist die Antwort klar. Ich fürchte, dass die Politik den einfacheren Weg geht. Kindern etwas wegzunehmen, ist bedeutend leichter, als grosse Konzerne in die Schranken zu weisen."

    So heute @revogt bei #DNIP zu #Plattformregulierung
    dnip.ch/2026/09/11/vogt-am-fre

  2. Irland untersucht X: Altersprüfung und Elternkontrollen im Verfahren

    Das Wichtigste in Kürze Die irische Medienaufsicht Coimisiún na Meán hat am 8. September 2026 eine förmliche Untersuchung…
    #EuropeSays #EU #Europa #DigitalServicesAct #EuropäischeUnion #Irland #Jugendschutz #Plattformregulierung #X
    europesays.com/europa/95089/

  3. Zahlreiche US-Bundesstaaten werfen Meta vor, seine Plattformen gezielt suchtfördernd gestaltet zu haben. Der Prozess könnte Milliarden kosten und zentrale Funktionen verändern. Auch für Deutschland ist er relevant ...

    lto.de/recht/nachrichten/n/met

    #DSA #Facebook #Instagram #Jugendschutz #Metaverse #Plattformregulierung #Schadensersatz #SozialeMedien #USA

  4. Die Hochschule Hof beteiligt sich als Partner an der Konferenz „Junge Juristen entlang der Donau“, die vom 16. bis 18. November 2026 an der Széchenyi István Universität in Győr (Ungarn) stattfindet. Ziel der Konferenz ist es, junge Juristinnen und Juristen aus Deutschland, Österreich und Ungarn zusammenzubringen, um aktuelle rechtliche Fragestellungen im europäischen Kontext rechtsvergleichend zu diskutieren.
    ➡️ dfk.sze.hu/jj-rechtsvergleiche

    #Recht #ITRecht #Compliance #Plattformregulierung

  5. Das Thema #SociaMedia und #Plattformregulierung nimmt auch in der Schweiz Fahrt auf. Gerade bei emotional geführten Debatten ist es wichtig, den Stand der Forschung und auch die Stimme der direkt Betroffenen zu berücksichtigen.

    Der Verein Swiss Internet & Digital Governance (SIDG) bietet genau diesen Raum für den Austausch und hat auch dieses Jahr wieder das #SwissYouthIGF durchgeführt an welchem Fabio Monnet und Mitstreitende u.a. auch das Thema Social Media diskutiert haben.

    Die Forderungen an die Politik sind in den Messages enthalten: igf.swiss/en/swiss-youth-igf/

    watson.ch/schweiz/digital/2893

  6. In #Zürich findet eine #Volksabstimmung über ein Verbot von #Plakatwerbung im öffentlichen Raum statt. Das Plakat der Gegner wirbt mit einem Bild von Zuck und Elon, welche auf einer Yacht im Pool sitzen und sich mit Cüpli zuprosten. Die Überschrift lautet «DANKE ZÜRICH, FÜR DIE ZUSÄTZLICHE WERBEKOHLE.» und
    „Beim Werbeverbot freuen sich ausländische Digital-Kanäle statt Schweizer Unternehmen.“

    Naja, #Plattformregulierung, anyone?

    #Schweiz #werbung

  7. Mein Fazit: Das #Internet ist kein rechtsfreier Raum. Gerade beim Schutz von Kindern braucht es moderne digitale Ermittlungswerkzeuge – transparent und rechtsstaatlich kontrolliert.
    #Kinderschutz #Rechtsstaat #Digitalisierung #Cyberkriminalität #Netzpolitik #Plattformregulierung

  8. Der digitale Raum darf kein Schutzraum für Täter werden. Plattformen müssen Hinweise auf sexuellen #Kindesmissbrauch und CSAM erkennen und melden dürfen – gezielt, begrenzt und kontrollierbar.
    #Cybercrime #DigitaleErmittlungen #Rechtsstaat #CSAM #Plattformregulierung #Internet

  9. Macht Plattformen besser, statt exklusiv!

    🛑 Social-Media-Verbote für Jugendliche sind Scheinlösungen mit Kollateralschäden. Ausweiszwang bedeutet Überwachung, gefährdet vulnerable Gruppen & schont Big Tech.

    Unser Positionspapier erläutert die Risiken der Altersverifikation, zeigt Alternativen für Jugendschutz sowie bessere Plattformen für alle auf und beleuchtet, was die E-ID dabei leisten kann ...und was nicht:
    digitale-gesellschaft.ch/2026/

    #Plattformregulierung statt #SocialMediaVerbot

  10. Vergeltungsmassnahmen

    AI Forensics gegen X: „Es kann zu Vergeltungsmaßnahmen gegen uns kommen“

    Der Deepfake-Skandal um den Chatbot Grok basierte auf Daten, die die Organisation AI Forensics gesammelt hatte. Der Direktor der NGO, Marc Faddoul, spricht über das Risiko, ins Visier von Musk zu geraten und darüber, welche weiteren Probleme ihnen in der Arbeit für Regulierungsbehörden begegnen.

    Bei der Durchsetzung europäischer Digitalgesetze sind die EU-Kommission und nationale Behörden nicht auf sich allein gestellt. Vor allem für die Sammlung von Beweisen stützen sie sich oft auf die Arbeit externer Organisationen wie AI Forensics.

    Die gemeinnützige Organisation analysiert und untersucht die Algorithmen, die die Informationslandschaft prägen. Mit Sitz in Paris versteht sie sich als europäische Organisation, deren Mitarbeitende über den ganzen Kontinent verstreut sind.

    In einem Interview mit netzpolitik.org erzählt Marc Faddoul, Gründer und Direktor von AI Forensics, von den Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden und zeigt auf, wie die Rahmenbedingungen verbessert werden könnten: durch flexible Finanzierung und rechtlichen Schutz.

    Mitwirkung hinter den Kulissen

    Wir fragen oft, ob die EU-Kommission oder die nationalen Behörden über genügend Personal verfügen, um das Gesetz über digitale Dienste (DSA) durchzusetzen, aber niemand erwähnt jemals Mitwirkende wie euch. Ich nehme an, das liegt zum Teil daran, dass ihr nicht über alles sprechen dürft, was ihr zu Untersuchungen beitragt …

    In gewisser Weise bin ich manchmal selbst schockiert. Über die Rolle, die wir in diesen großen politischen Kontexten spielen, darüber, wie viel auf die Zivilgesellschaft zurückfällt.

    Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Anzahl der Personen ausschlaggebend ist. Es geht eher um das spezifische Fachwissen, das für diese Arbeit erforderlich ist. Das ist nicht unbedingt das Profil, das von Institutionen angezogen wird.

    Und auch die Methoden: Wir müssen oft unkonventionelle und „konfrontative Methoden“ anwenden, um unsere Arbeit zu erledigen. Das ist nicht das, was Institutionen am besten können.

    Fangen wir also ganz am Anfang an. Was genau macht ihr?

    Wir haben uns intensiv mit Empfehlungssystemen in sozialen Medien beschäftigt, da diese früher – und auch heute noch weitgehend – das einflussreichste algorithmische System bei der Auswahl der Informationen sind, die wir konsumieren. Wir beschäftigen uns zunehmend mit Chatbots, da diese zu den neuen Gatekeepern von Online-Inhalten werden.

    Unsere Zielgruppe ist die breite Öffentlichkeit, meist über Journalist:innen. Und wir richten uns gezielter an Regulierungsbehörden und politische Entscheidungsträger:innen, um politische Entscheidungsprozesse zu beeinflussen und insbesondere bestehende Gesetze durchzusetzen.

    Unsere Berichte sind stets datengestützt. Wir sammeln Daten, auch zu Systemen, für die es keine offiziellen Datenzugriffsmechanismen gibt. Dazu nutzen wir sogenannte „konfrontative Methoden“, die es uns ermöglichen, öffentlich zugängliche Inhalte direkt aus diesen Diensten zu scrapen und so zu analysieren, wie sie sich unter verschiedenen Bedingungen und für verschiedene Nutzende verhalten.

    Du hast die Durchsetzung von Gesetzen angesprochen. Gibt es neben dem Digital Services Act noch andere Gesetze, die ebenfalls von großer Bedeutung sind, oder ist das derzeit wirklich das wichtigste?

    Es ist definitiv das wichtigste.

    Erstens, weil es auf europäischer Ebene angesiedelt ist. Wenn man es mit diesen riesigen Tech-Giganten zu tun hat, braucht man eine ausreichend starke wirtschaftliche Macht, um seine Regeln durchsetzen zu können.

    Zweitens umfasst es durch den Begriff der systemischen Risiken eine Vielzahl von Aspekten: Integrität von Wahlen, Risiken für die psychische Gesundheit, durch Technologie begünstigte geschlechtsspezifische Gewalt. In diesem DSA-Artikel wird eine ganze Reihe von Risiken erfasst, was den DSA zu einem der bislang flexibelsten Rechtsrahmen macht.

    Aber wir arbeiten nicht nur am DSA. Kürzlich haben wir diese Studie durchgeführt, die die Verbreitung nicht-einvernehmlicher intimer Bilder und die Produktion von Missbrauchs-Darstellungen durch Grok aufdeckt. Beide Themen werden auch von vielen anderen Gesetze abgedeckt, sowohl in Europa als auch weltweit. In diesen Fällen arbeiten wir auch mit anderen Regulierungsbehörden zusammen, etwa in Australien, Großbritannien und Kalifornien.

    Und wie genau arbeitet ihr mit den Regulierungsbehörden zusammen? Macht ihr diese auf bestimmte Themen aufmerksam oder erhaltet ihr Aufträge von ihnen?

    In vielen Fällen führen wir eigene Untersuchungen durch und machen die Regulierungsbehörden dann darauf aufmerksam. Das geschieht also wirklich auf eigene Initiative.

    In anderen Fällen wenden sich die Regulierungsbehörden mit konkreten Anfragen an uns. Das kann gegen Bezahlung oder im Rahmen eines Vertrags geschehen, muss aber nicht immer so sein.

    Zum Teil unbezahlte Arbeit

    Und wenn es nicht bezahlt wird, warum macht ihr die Arbeit dann trotzdem?

    Wenn es unbezahlt ist, machen wir es trotzdem, weil es im Einklang mit dem Auftrag unserer Organisation steht, Plattformen gegenüber den Nutzenden und dem Gesetz zur Rechenschaft zu ziehen.

    Aber natürlich gibt es Grenzen dafür, wie viel wir unter diesen Bedingungen leisten können, daher kann es nicht systematisch sein.

    Es mangelt eindeutig an Finanzierungsmechanismen seitens der Institutionen, um das Ökosystem zu unterstützen. In gewisser Hinsicht entstehen zwar neue Mechanismen, aber sie sind noch recht begrenzt.

    Wer entscheidet über die Finanzierung und wie sollte sie eurer Meinung nach verbessert werden?

    Auf europäischer Ebene ist jetzt ein wichtiger Moment, da gerade die Verhandlungen über den mehrjährigen EU-Haushalt laufen. Ich denke, das ist eine große Chance, auf eine flexiblere Finanzierung hinzuwirken.

    Einer der größten Kritikpunkte ist derzeit, dass ein Großteil der Mittel über Ausschreibungen des Horizont-Programms bereitgestellt wird. Bei denen handelt es sich in der Regel um dreijährige Projekte, die in einem großen Konsortium aus zehn oder mehr Organisationen durchgeführt werden müssen.

    Das ist ziemlich unflexibel, da man drei Jahre im Voraus nicht vorhersehen kann, was am relevantesten sein wird.

    Beispielsweise hat der Mechanismus zur Altersverifikation eine hohe Priorität erlangt. Das war vor zwei Jahren noch nicht der Fall. Es ist eine Veränderung in der politischen Agenda, die diesem Thema eine höhere Priorität einräumt.

    Okay, lass uns einmal darüber sprechen, wie sich die politische Agenda auf eure Arbeit auswirkt. In Brüssel heißt es, dass wichtige Entscheidungen in den DSA-Untersuchungen von Personen in hohen politischen Kreisen getroffen werden und es sich nicht um eine rein technische Durchsetzung handelt.

    Die Tatsache, dass dies ständig auf einer geopolitischen Ebene abgewogen wird, ist zum einen frustrierend für die Menschen, die an der Ausarbeitung dieser Untersuchung beteiligt sind, zum anderen aber vor allem unvereinbar mit den Aussagen jener Spitzenpolitiker:innen, die betonen, dass die Einhaltung europäischer Gesetze nicht verhandelbar sei und dass diese strikt durchgesetzt würden.

    Zudem sendet dies ein falsches Signal an jene Plattformen und an feindselige Politiker:innen, dass sie tatsächlich Druck ausüben können, um diese Entscheidungen zu blockieren.

    Und dann gibt es noch eine zweite Komponente, nämlich: Was wird durchgesetzt? Wo liegen die Prioritäten?

    Hier gibt es viel Interpretationsspielraum, da der DSA sehr umfangreich ist. Er wird gerade eingeführt, und nicht alles wird mit derselben Geschwindigkeit und derselben Priorität umgesetzt.

    Der politische Einfluss auf die Durchsetzung

    Was wird priorisiert?

    Die Themen, bei denen über das gesamte politische Spektrum hinweg sowie auf transatlantischer Ebene Einigkeit herrscht, etwa die Verbreitung nicht einvernehmlicher intimer Bilder. Selbst Melania Trump hat sich beispielsweise sehr für dieses spezielle Thema eingesetzt. Weitere Beispiele für Themen mit breitem Konsens sind Material von Kindesmissbrauch (CSAM) und die Altersüberprüfung. Es sind nach wie vor diese politischen Dynamiken, die bestimmen, wo der Druck angesetzt wird.

    Auf der anderen Seite rückt Desinformation zum Klimawandel mittlerweile ganz nach unten auf der Prioritätenliste.

    Wie würdest du die Transparenz bei der Durchsetzung des DSA bewerten?

    Eins kann ich dir sagen: In den Untersuchungen, an denen wir beteiligt sind und in denen wir Beweismaterial vorgelegt haben, haben wir keine Ahnung, was darin steht oder wann sie veröffentlicht werden. Wir wissen nur, dass unser Material eingegangen ist.

    Aber selbst dann können wir durch die Ergebnisse dieser Ermittlungen gefährdet werden.

    Das ist bei der Untersuchung von X passiert. Die Geldbuße wurde verhängt, dann hat das US-Justizministerium die gesamte Ermittlungsakte mit unseren Namen darin ungeschwärzt geleakt.

    Das hat also reale Konsequenzen für uns. Es kann zu Vergeltungsmaßnahmen gegen uns kommen, besonders wenn Elon Musk sehr aggressiv gegen die Geldbuße twittert und behauptet, das sei eine Zensur der Meinungsfreiheit in den USA, was natürlich völliger Unsinn ist.

    Dennoch können wir in der Realität als Reaktion darauf schikaniert und angegriffen werden, aber wir hatten keinen Einfluss darauf, dass unser Name in diesen Akten erfasst wurde und dass sie veröffentlicht wurden. Und wir wurden nicht einmal wirklich über diesen Zeitplan informiert.

    Das ist nicht direkt die Schuld der Kommission. Sie musste die Akte an Twitter weitergeben. Diese forderte das US-Justizministerium von Twitter an. Dann haben sie sie geleakt.

    Wir sind ein zentraler Akteur bei der Aufarbeitung des Falls, haben aber keine Kontrolle und nicht einmal Informationen darüber, wie es weitergeht.

    Ihr könnt nicht nur durch Tweets oder Kommentare schikaniert werden, sondern es könnte auch rechtliche Konsequenzen geben, richtig? Gibt es dafür irgendeine Art von Schutz, oder werdet ihr da ganz allein gelassen?

    Das liegt ganz bei uns. Die Kommission hilft uns dabei in keiner Weise.

    Hier haben wir eine klare politische Forderung, nämlich einen deutlich besser geschützten Raum für Menschen, die wie wir im öffentlichen Interesse recherchieren.

    Also, die wichtigsten Dinge, die ihr benötigt, sind eine bessere Finanzierung, rechtlicher Schutz, außerdem Transparenz – noch etwas?

    Nun, eigentlich halte ich es für unseren Schutz für gut, dass wir keine Einzelheiten zu den Fällen kennen. Ich würde das nicht als Forderung formulieren.

    Die Finanzierung, auf jeden Fall. Sie sollte flexibler und kurzfristiger sein und nicht nur über große Konsortien laufen.

    Und was den rechtlichen Schutz angeht, ja, auf jeden Fall. Ein sicherer Hafen für Forschung im öffentlichen Interesse und auch institutionelle Unterstützung, wenn wir von ausländischen Akteuren angegriffen werden, weil wir uns an der Durchsetzung demokratischer Regulierung beteiligen.

    Anna Ströbele Romero berichtet als freie EU-Korrespondentin aus Brüssel. Sie interessiert sich für die Regulierung von Plattformen, digitale Souveränität und Cybersicherheit. Mit großer Neugier verfolgt sie, wie die Digitalisierung in anderen Ländern angegangen wird. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  11. Das kommt nach einem kürzlichen Schuldspruch eines US-Gerichts in Los Angeles gegen Meta und Youtube wegen ungenügendem Schutz von Minderjährigen und absichtlich eingebauten, psychisch abhängig machenden Mechanismen auf diesen Plattformen.

    => weitere Verfahren sind natürlich absolut gefährlich für das Geschäftsmodell, und somit sperrt Meta diese Anzeigen 🥷.

    [2/2]

    #USA #gerichtsverfahren #plattformregulierung

    RE: eupolicy.social/@alderik/11638

  12. 🤔 Nur für Erwachsene oder Personen ab 14 Jahren und trotzdem sind Kinder da?

    Wenn eine Plattform von Kindern und Jugendlichen genutzt wird oder wenn es wahrscheinlich ist, dass sie darauf zugreifen können, muss die Plattform die Regeln des Gesetzes über digitale Dienste und die Leitlinien zum Schutz Minderjähriger befolgen.

    📌 Der Digital Services Act #DSA gilt nicht für private Messaging-Dienste oder -Funktionen.

    #Jugendmedienschutz #Plattformregulierung #FediEltern

  13. Hype um Prediction Markets

    Wetten, dass Jesus vor 2027 zurückkehren wird

    Prediction Markets sind in vielen Ländern illegal. Das Wetten auf zukünftige politische und gesellschaftliche Ereignisse wird aber immer populärer. Dabei sind die Wetten manipulationsanfällig und ethisch teilweise höchst fragwürdig.

    „Die langfristige Vision ist, alles zu finanzialisieren und aus jeder Meinungsverschiedenheit ein Handelsgut zu machen“, sagt Tarek Mansour, Mitbegründer und Geschäftsführer von Kalshi. Plattformen wie Polymarket und Kalshi ermöglichen potenziell das Wetten auf jedes zukünftige Ereignis.

    Laut Schätzungen von Similarweb verzeichnete Polymarket im März 2026 etwa 45,3 Millionen Besuche. Die zunehmende Popularität gilt mitunter den Ereigniswetten, also dem Wetten auf den Eintritt oder eben das Ausbleiben jener Ereignisse.

    Die Nutzer:innen entscheiden selbst, auf welche Ereignisse sie wetten möchten. „Wird Jesus Christus vor 2027 zurückkehren?“ – die Chance steht laut Polymarket bei vier Prozent.

    „Dystopischer Todesmarkt“

    In letzter Zeit häufen sich jedoch Berichte über weniger harmlose Wettangebote. Ereigniswetten betreffen beispielsweise auch den Beginn und das Ende von Kriegen – oder sogar den detaillierten Verlauf und konkrete Menschenleben.

    „Ekelhaft“ nennt dies Seth Moulton, US-Kongressabgeordneter der Demokratischen Partei: Nachdem Iran ein US-Kampfflugzeug abgeschossen hatte und die Suche nach dem zweiten Piloten anhielt, hatten Nutzer:innen von Polymarket Wetten auf den genauen Tag seiner Bergung abgeschlossen. Polymarket hat das Wettangebot wenig später aufgrund von „Integritätsstandards“ zwar deaktiviert, doch Moulton konterte, es seien auf der Plattform weiterhin Hunderte solcher „Kriegswetten“ aktiv und Polymarket sei ein „dystopischer Todesmarkt“.

    Das Wetten auf Raketeneinschläge ist ein Routine-Angebot auf Polymarket. Mitunter geht es um hohe Beträge. Die Wettenden gewinnen oder verlieren, wenn eine Rakete nicht abgefangen wird oder eben trifft. Das ist die definitorische Voraussetzung in der Rubrik „Militärschläge“: Es muss ein Treffer sein. Als Basis der Überprüfung dient, was in der Presse steht.

    Emanuel Fabian, Journalist der Times of Israel, erfuhr dies auf unangenehme Weise. Er hatte im Laufe des 10. März 2026 ein „relativ unwichtiges Update“ zu einem bestätigten Raketentreffer veröffentlicht, sagt er dem Guardian. Kurz darauf erhielt er etliche Drohungen: „Dir bleiben noch 90 Minuten die Lüge zu korrigieren.“ Eine andere Person drohte laut dem Bericht: „Nachdem du uns 900.000 Dollar Verlust beschert hast, werden wir mindestens denselben Betrag investieren, um dich fertigzumachen.“

    Die Spur der Drohungen führt auf Polymarket: Die Wetteinsätze für Raketeneinschläge, über die Fabian berichtete, beliefen sich am 10. März auf rund 23 Millionen US-Dollar. Drohungen dieser Art lassen laut Fabian die Prognose zu, dass Journalist:innen bald häufiger unter dem Druck stehen könnten, ihre Berichterstattung an das gewünschte Ergebnis von Wetten anzupassen. Denkbar ist, dass eine Beteiligung an Wetten eine falsche oder verzerrende Berichterstattung befördern könnte.

    Manipulation und Insiderhandel schwer verhinderbar

    „Gesellschaftswetten“ haben analog zum klassischen Finanzmarkt aber nicht nur das Problem ethischer Grundsätze, sondern auch von Insiderhandel. Darunter versteht man, dass Menschen mit Vor- oder Insiderwissen dieses am Markt gezielt ausnutzen, um Gewinne zu machen.

    Am Tag vor den ersten Angriffen der USA und Israels auf den Iran platzieren mehr als 150 Polymarket-Accounts hohe Wetten, mit denen sie den Angriff noch wenige Stunden vorher richtig „vorhersagen“. Ein besonders auffälliger Account konnte über den Verlauf mehrerer Wetten 93 Prozent der unangekündigten US-Militärschläge korrekt prognostizieren. Kurz vor Beginn des Waffenstillstandes zwischen den USA und Iran wiederholte sich das Muster: Mindestens 50 neu erstellte Polymarket-Accounts wetteten mit hohen Einsätzen, nur wenige Stunden davor. Ein ähnlicher Vorgang hatte sich bereits im Januar kurz vor der US-Militäraktion in Venezuela zugetragen. Ein Account „antizipierte“ die Gefangennahme Maduros und konnte damit innerhalb weniger Stunden mehr als 400.000 US-Dollar Gewinn einfahren.

    In einem anders gelagerten Fall hat ein Account eine Million US-Dollar durch das Wetten auf Googles „Year in Search 2025“ gewonnen. Die Erfolgsrate dabei: 22 von 23 Malen richtig „geraten“. Auf die Wallet dieses Accounts wurden vorher drei Millionen US-Dollar eingezahlt und sofort hohe Wettsummen platziert. Auch Googles Freigabedatum von Gemini 3.0 Flash hatte derselbe Account zuvor richtig prognostiziert.

    Wer diese mutmaßlichen Insider:innen sind, ist nur schwer nachverfolgbar. Alle Polymarket-Accounts können anonym betrieben werden. Zudem laufen sämtliche Trades über die Plattform-eigene Kryptowährung. Geldflüsse lassen sich auf diese Weise offenbar leicht verschleiern. Dennoch sah sich die Trump-Regierung dazu genötigt, eigene Mitarbeiter:innen vor Insider Trading zu warnen, berichtet das Wall Street Journal.

    Wir haben sowohl Polymarket als auch Kalshi Presseanfragen geschickt, auf die beide Unternehmen allerdings nicht reagiert haben.

    In Deutschland verboten, in den USA Graubereich

    In Deutschland sind sogenannte Gesellschaftswetten prinzipiell verboten, die Gemeinsame Glückspielbehörde der Länder (GGL) warnt vor der Teilnahme. In einer Mitteilung der Behörde heißt es:

    Aufgrund der hohen Manipulationsgefahr sind solche Wetten laut § 3 Abs. 1 Satz 4 in Verbindung mit § 4 Abs. 5 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) nicht genehmigungsfähig.

    Wer bei Polymarket oder anderen Plattformen wettet, macht sich somit strafbar. Polymarket bietet ein deutsches User-Interface an, mit einer deutschen IP-Adresse lassen sich dort keine Wetten platzieren. Solches Geoblocking lässt sich allerdings technisch recht einfach umgehen.

    In den USA ist die Rechtslage unübersichtlich. Die US-Aufsichtsbehörde „Commodity Futures Trading Commission“ (CFTC) untersagt im Prinzip das Wetten in Bezug auf Krieg, Terror und Attentate. Die US-basierte Plattform Kalshi hält sich daran, bei Polymarket zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Die Wetten auf Kriegsereignisse laufen dort nicht über das US-Geschäft, sondern über die internationale Sparte des Anbieters. Sogenanntes „Offshore Trading“ macht es möglich.

    Indes haben US-Kongressabgeordnete, darunter Chris Murphy (Demokratische Partei), neue Gesetzesvorschläge eingebracht. Das Wetten auf Regierungshandeln, Krieg, Terror und ähnliche Ereignisse soll demnach auf gesetzlicher Ebene verboten werden. Auch Ereignisse, die sich von Einzelnen leicht manipulieren lassen, sollen darunter fallen – beispielsweise, ob Trump im April das Wort „RINO“ verwenden wird.

    Prinzipiell soll das gesetzliche Verbot von Insider Trading auf die Prediction Markets ausgeweitet werden. Eine Abgeordnetengruppe forderte die CFTC zudem dazu auf, bis zum 15. April eine Reihe von Fragen zu ihrer Aufsichtsrolle zu beantworten. Darunter auch, warum die Behörde nicht gegen kriegsbezogene Wetten vorgeht und ob es Interessenkonflikte zwischen Finanzmarkt-Akteuren und hochrangigen Regierungsmitgliedern gibt.

    Aktuell ist jedoch mit wenig Gegenwind von US-Behörden zu rechnen. Während die Biden-Administration gerichtlich gegen Prediction Markets vorging, hat die Trump-Regierung die Untersuchungen gegen Polymarket einstellen lassen. Michael Selig, Vorsitzender der CFTC, sagte gar, unter seiner Leitung sei es den Predictions Markets möglich, in den USA „aufzublühen“.

    Familie Trump will mitmischen

    Indes hat die Familie Trump Pläne für eine eigene Prognoseplattform: „Truth Predict“. Donald Trump Jr. ist zudem nicht nur als Berater für Polymarket und Kalshi tätig, sondern hat mit seiner Investmentfirma 1789 Capital auch direkt in Polymarket investiert.

    Da die neuen Online-Plattformen auch im Sportwettengeschäft regulärer Wettanbieter mitmischen und wenig reguliert sind, seien klassische Sportwettenanbieter laut CNNbesorgt. Eine anonym bleibende Person aus der Branche sagte demnach, die Beteiligung der Familie Trump an Prognosemärkten sei ein „entscheidender Faktor in dieser politischen Angelegenheit“.

    Abgeordnete der Republikanischen Partei zögerten offenbar, sich in Washington in einen Streit einzumischen, der dem Geschäft der Familie Trump schaden könnte.

    Denis Glismann ist von April bis Juni 2026 Praktikant bei netzpolitik.org. Er schließt aktuell seinen Master in Politikwissenschaft an der FU Berlin ab. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  14. Viele fragen jetzt: »Was denn stattdessen?« Na ja: Plattformen endlich in die Verantwortung nehmen. Dark Patterns verbieten, bestehende Gesetze durchsetzen, Verstöße sanktionieren. Aber ein Social-Media-Verbot für Jugendliche ist für die Politik natürlich bequemer, als Regeln, die es längst gibt, konsequent anzuwenden.

    #Jugendschutz #Digitalpolitik #Plattformregulierung

    /kuk

  15. DIGITAL SERVICES ACT

    Die EU informiert europaweit über Inhalte und Ziele des DSA.
    Was regelt das Gesetz konkret?

    Überblick hier:
    klicksafe.de/news/europaweite-

    #DSA #EURecht #Plattformregulierung

  16. RE: mastodon.social/@ifun/11616523

    Verbraucherschützer bemängeln, dass Meldefunktionen in iOS‑Apps von Amazon, Zalando, TikTok, Instagram, YouTube und weiteren Plattformen schwer auffindbar, unnötig kompliziert und teils nicht rechtskonform umgesetzt sind.

    #iPhone #iOS #Apple #DigitaleDienste #DigitalServicesAct #Verbraucherschutz #Plattformregulierung
    #ContentModeration #OnlinePlattformen #Meldewege #Beschwerdeverfahren #Jugendschutz #EURecht #TikTok #Instagram #YouTube #Amazon #Zalando

  17. Es gibt Alternativen zum Totalverbot: Algorithmen standardmäßig aus, kein Autoplay, weniger Push-Nachrichten, klare Meldemöglichkeiten, starke Moderation und bessere Jugendschutzfunktionen. Das trifft die echten Gefahren genauer als ein pauschales Verbot und schützt Kinder besser im Alltag.

    #Jugendschutz #Digitalpolitik #Plattformregulierung #Netzpolitik #EinfacheSprache

  18. Reichinnek hat recht: Nicht die Nutzer sind das Problem. Das Problem sind die Konzerne, die mit Sucht und Wut Geld machen. Ein Verbot bestraft Kinder. Es lässt die Plattformen frei. Damit dreht man die Verantwortung um. Regeln müssen die Konzerne treffen, nicht die Kinder.

    #SocialMediaVerbot #PlattformRegulierung #Kinderrechte #Datenschutz #EinfacheSprache

  19. Cem Özdemir sagt: „Wir lassen Jugendliche auch nicht einfach ohne Führerschein hinters Steuer.“ Genau deshalb ist ein Verbot falsch. Beim Fahren lernst du früh mit Anleitung. Im Netz brauchen Jugendliche auch Anleitung: Schule, Eltern, Jugendhilfe, gute Apps. Die Politik muss Plattformen zwingen, Sicherheit für unsere Kinder und Jugendlichen herzustellen. Ein Verbote hilft nur den Plattformen.

    #Deutschland #Özdemir #Grüne #Jugendschutz #Plattformregulierung #EinfacheSprache

  20. Die SPD entdeckt plötzlich oder endlich (?) Digitalpolitik: Open Source statt Microsoft-Abhängigkeit, gesetzliche Pflichten statt Plattform-Freiwilligkeit, Digitalsteuer statt PR-Fotos mit Google.
    Vieles davon richtig. Nur sollte man dann auch dort entscheiden, wo man es noch kann, z.B. in Niedersachsen und Microsoft Teams rausschmeißen. Sonst ist es nur heiße Luft
    #Digitalpolitik #SPD #Plattformregulierung #Altpapier | mdr.de/altpapier/das-altpapier

  21. Schluss mit der Ohnmacht!

    Was der #Bundesrat als #Plattformregulierung vorschlägt, braucht es - aber wir müssen unsere #Grundrechte, #Selbstbestimmung und die demokratische Öffentlichkeit noch konsequenter ins Zentrum stellen, statt die Logik der Klickökonomie weiter zu zementieren.

    Zusammen mit @algorithmwatch_ch der @Konsumentenschutz und @OpendataCH fordern wir: digitale-gesellschaft.ch/2026/

  22. "„Mit dem durch #Oracle geführten Konsortium übernehmen weitere Trump-nahe Kreise die letzte nicht Trump-nahe digitale Öffentlichkeit und können damit künftig Diskurse und Meinungen steuern“, ordnet der Netzexperte @markus_netzpolitik [...] ein.[...] Beckedahl geht davon aus, dass sich #Tiktok in die gleiche Richtung entwickeln wird wie Twitter, heute X, nach der Übernahme durch Elon Musk: eine massive und schnelle Wendung nach rechts".

    taz.de/US-Geschaeft-wird-abges

    #bytedance #plattformregulierung

  23. X ist nicht „free speech“ – es ist ein Risikoprodukt.
    Wenn Grok sexualisierte Deepfakes (auch von Minderjährigen) erleichtert und die Plattform Inhalte im Minutentakt eskaliert, reicht „Tone of voice“ aus Brüssel nicht mehr.
    DSA durchziehen: Beweise sichern, harte Strafen, notfalls EU-weite Sperre/Abschaltung. Wer Regeln verhöhnt, verliert Marktzugang.
    #DSA #DigitalServicesAct #Kinderschutz #DigitaleGewalt #Plattformregulierung #EU #DigitaleSouveränität #X #Grok

    rnd.de/politik/elon-musks-x-is

  24. Was ist 2️⃣ 0️⃣ 2️⃣ 5️⃣ netzpolitisch zwischen Bodensee und Matterhorn 🇨🇭 passiert?
    Bei @kire und mir von @digiges erfährst du es - bis hin zu den wichtigen Ereignissen vom Jass-Tisch, dem schlipfrigen Terrain in Küssnacht am Rigi und Konfetti & Ballons 🎈 im Wilden Osten.
    #e-id #e-collecting #vüpf #egd #plattformregulierung #kabelaufklärung #winterkongress #39c3

    19.15 Uhr, Saal F/Fuse

    fahrplan.events.ccc.de/congres

  25. Der Bundesrat fordert eine #Digitalabgabe: Tech-Giganten wie Google und Meta sollen endlich für die Medienvielfalt zahlen, die sie mit ihren Plattformen untergraben. „Faire Wettbewerbsbedingungen“ sind überfällig – lokale Medien kämpfen ums Überleben, während Konzerne Milliarden scheffeln. @heiseonline zeigt, warum das jetzt kommen muss. #Medienvielfalt #Plattformregulierung heise.de/news/Bundesrat-forder

  26. Die EU verhängt Geldstrafe gegen X – eine Frage der Medienregulierung

    Laut @zeit hat die EU eine Geldstrafe gegen X wegen mutmaßlicher Erpressung verhängt. Der Fall wirft Fragen auf: Wie weit darf Plattform-Regulierung gehen? Und wie wird zwischen legitimer Kritik und unzulässiger Einflussnahme unterschieden?

    Es ist Zeit das Jeder einen Freund von #Mastodon Überzeugt

    #EU #Medienrecht #Digitalpolitik #Plattformregulierung #X #tech #european #tech #Goidbye #deleteX #digital #Ukraine #EuTech

  27. Endlich ist sie da, aber hält sie auch was sie verspricht? Ein erster Einblick in die Vorlage zur #Plattformregulierung. Sie beinhaltet wichtige Fortschritte, bleibt aber bei vielen Risiken und #Suchmaschinen zahm.

    digitale-gesellschaft.ch/2025/

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