home.social

#mbm5000 — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #mbm5000, aggregated by home.social.

  1. DRK-Präsident Hermann Gröhe fordert, dass an Schulen jährlich Wiederbelebungsübungen stattfinden. Dazu sollte man das Prinzip „Prüfen – Rufen – Drücken“ vermitteln. In einigen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Niedersachsen ist Wiederbelebung bereits fester Bestandteil des Unterrichts. Gröhe kritisiert zudem, dass zu wenig in krisensicheren Bevölkerungsschutz investiert wird und nennt beispielsweise die fehlende Ausweitung von mobilen Betreuungsmodulen.

    Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, spricht sich dafür aus, dass Schülerinnen und Schüler regelmäßig Wiederbelebungsmaßnahmen üben. Es würde »enorm helfen«, wenn einmal pro Schuljahr zwei Stunden lang die Wiederbelebung trainiert werde, sagte Gröhe laut der Nachrichtenagentur dpa den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

    Der ehemalige Bundesgesundheitsminister kritisierte, dass viele Menschen nicht wüssten, was sie bei einem Herzstillstand tun könnten. Dabei könnten Umstehende mit einer Herzdruckmassage leicht helfen. Viele trauten sich jedoch nicht – aus Angst, dabei etwa eine Rippe zu brechen.

    Der Vorschlag ist nicht neu. Bereits 2014 empfahl die Kultusministerkonferenz den Ländern, zwei Schulstunden pro Jahr für Erste-Hilfe-Übungen einzuplanen.
    In Nordrhein-Westfalen ist Wiederbelebung ab dem Schuljahr 2026/27 verpflichtender Unterrichtsinhalt. Dafür sollen rund 2100 Schulen mit je zehn Übungspuppen ausgestattet werden. Alle Schülerinnen und Schüler sollen mit dem lebensrettenden Schema »Prüfen – Rufen – Drücken« vertraut gemacht werden.
    Hessen führt das Programm gerade schrittweise an allen weiterführenden Schulen ein.
    In Niedersachsen steht Reanimation ab 2026 im Lehrplan.
    In Baden-Württemberg bieten Schulen seit Jahren verschiedene Erste-Hilfe-Angebote an.

    Beim Ausbau der Verteidigungsfähigkeit in Deutschland forderte Gröhe zudem einen Ansatz über das Militärische hinaus. Man dürfe Verteidigungsfähigkeit nicht ausschließlich militärisch verstehen, sagte er. Mittel aus dem Sondervermögen sollten aus seiner Sicht auch in den Bevölkerungsschutz fließen, etwa in ein Netz krisenfester Krankenhäuser.
    Gröhe verwies außerdem auf Pläne für sogenannte mobile Betreuungsmodule. Diese seien wie eine bewegliche Kleinstadt gedacht, die im Krisenfall bis zu 5000 Menschen versorgen und unterbringen könne. Geplant seien zehn solcher Einrichtungen gewesen, »eineinhalb gebe es«, kritisierte Gröhe. Eine Einheit koste 35 Millionen Euro, insgesamt wären es 350 Millionen Euro. Gemessen an den hohen Beträgen, die für die militärische Verteidigung ausgegeben werden, sei das nicht viel Geld, sagte Gröhe.
    (dpa)
    #Bevölkerungsschutz #ErsteHilfe #Krankenhäuser #MBM5000