„Wer im vollen Bewusstsein eine faschistische Partei wählt, ist ein Faschist, und nicht bloß ein unglücklicher Dödel, der nicht weiß, was er tut.“
Kann man so sehen. Wurde auch all die Jahre von einigen so gesehen, aber dann muss man sich fragen, wo die alle herkommen und wie man das wieder ändert. Sind jetzt in #SachsenAnhalt wirklich 43% Faschist*innen? Und haben die sich über die letzten Jahren dazu entwickelt? Und was ist mit dem restlichen Bundesgebiet? Da sind immerhin auch 28% Faschist*innen, nach dieser Definition.
„Aber nichts davon schafft die Verantwortung der Wählerinnen und Wähler aus der Welt, die bereit waren, bei Hasspredigern ihr Kreuz zu machen – und die das sogar noch in weiten Teilen mit Begeisterung taten.“
Das ist richtig und ganz klar.
„Der Prozess der Faschisierung ist ohne diese #Massenpsychologie nicht zu verstehen, zumal die Anhängerschaft nicht einfach „verführt“ ist, sondern mit ihrem hoch affektiven Mittun sich wechselseitig auch noch radikalisiert.“
Ja, und das ist das Problem mit dem Osten. Durch die Erfolge im Osten wird das Wählen dieser reschtsextremen Partei normalisiert. Sie bekommen mehr Aufmerksamkeit und Medienpräsenz. Die #AfD wurde von neoliberalen Wirtschaftsprofessor*innen und extrem Rechten aus dem Westen gegründet und dann von den extrem Rechten übernommen. Der Osten hat eine ländlichere Struktur und diverse Probleme (Bevölkerungsstruktur, ökonomische Probleme) und wurde so zum „Vorreiter“. Der Populismus verfing.
Sind nun fast die Hälfte der Ossis Nazis? Und wenn ja, kann man vom Nazi wieder zurück? Wie sieht ein großflächiges Aussteigerprogramm aus? Sollte man erst mal Organisationen zur politischen Bildung abschaffen, wie es zum Teil auch ohne #AfD-Beteiligung passiert? Nein? Wie dann?