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#martinholland — Public Fediverse posts

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  1. Wer schreddert die Demokratie zuerst?

    Wundersame Bahn CCLXII – oder wird sie überholt von KI/AI?

    Muss ich noch eine Distanzierung voausschicken? Ach was. Über die nachdenkseiten ist in diesem Blog alles gesagt. Doch wie bei jedem anderen widersprüchlichen Medium lohnt auch hier ein differenzierender Blick auf einzelne Autor*inn*en. Ralf Wurzbacher z.B. hat den verdient. Z.B. für dieses gute Werk:

    “Letzte Rettung Sackbahnhof! Ein ‚Weiter so‘ bei S21 und die Demokratie hat sich bald erledigt – Stuttgart 21 ist ein Paradebeispiel von Demokratie in Abwicklung. Die Bürger werden nur mehr als Stimmvieh zur Durchsetzung von Profitinteressen gebraucht, die der Allgemeinheit schaden. Wer mehr Gerechtigkeit und Umverteilung wählt, wählt praktisch ungültig – wie sich in Berlin zeigen wird.”

    Er gibt meiner Wutbürger-Wut eine Stimme. Nach dem Lesen gings mir besser. Obwohl objektiv nichts besser geworden ist. Aber Erkenntnis und ihre Ausbreitung ist Fortschritt.

    So auch beim erneut verhaltensauffälligen Martin Holland/heise:

    “Anthropic meldet vor Börsengang dutzende Milliarden Verlust, exorbitante Kosten – Allein im vergangenen Jahr hat Anthropic mehr als 40 Milliarden US-Dollar Verlust gemacht. Das hat das Unternehmen in einem Börsenprospekt eingestanden.”

    Eine Kerze auf dem Meer des Schwachsinns. Möge sie auch Sie erleuchten.

  2. “Vollkommen lächerlich … Teufelskreis”

    Die Desperados und Raubritter unserer Zeit sind die Datenkriminellen. Sie werden nicht kriminalisiert, sondern superreich, und als erfolgreiche Grosskapitalisten von Mehrheiten in der bürgerlich-demokratischen Politik respektiert und verehrt. Letzteres vor allem als mäzenatische Spender (Gendern überflüssig).

    Und so kommt es dann:

    Martin Holland (schon wieder)/heise: “‘Größter Diebstahl von Arbeitskraft’: Intern Kritik bei Microsoft an KI-Training – Die New York Times hat gegen OpenAI und Microsoft wegen unerlaubter Verwendung von Texten fürs KI-Training geklagt. Intern werden die Argumente dort geteilt.”

    Was sagt der vielinterviewte sich neuerdings nachdenklich-kritisch gebende Mr. Gates dazu? Fragt ihn das überhaupt jemand? Mein Tipp: er ist nicht dabeigewesen, hat von nichts gewusst, und ihn fragt ja keine*r was …

  3. Wie ein Waldbrand

    Das schwer erträgliche Mediengebrabbele über die KI-/AI-Apokalypse – und ein einsamer materialistischer Leuchtturm von “tante”

    Der durchaus gescheite Martin Holland/heise fasst Reaktionen der Fachwelt über den weltweit verbreiteten Unsinn zusammen: “Debatte über KI-Pause: ‘Jede deutsche Großküche hat schärfere Kontrollsysteme’ – Die Debatte über eine mögliche Pause bei der KI-Entwicklung zieht immer weitere Kreise. Die Reaktionen aus der deutschsprachigen Forschung sind gemischt.”

    Wenn Björn Ommer/LMU München sagt, “Das gegenwärtig greifbarste Risiko ist nicht eine KI, die spontan beschließt, die Menschheit auszulöschen, sondern Menschen, die leistungsfähige KI missbrauchen“, dann ist das zwar einerseits richtig. Aber andererseits nicht harmlos. Denn in der Politik, und noch mehr im besonders grossen Grosskapital, laufen entschieden zu viele Irre frei herum. Wie ja gerade dieser Diskurs beweist. Er ist geeignet, meine Zweifel an der italienischen Reformpsychiatrie zu befeuern.

    Eine Person mit dem Pseudonym “tante” weiss, und das scheint mir fast ein Einzelfall zu sein, der im deutschen Sprachraum weitgehend ausstirbt, dieses irre Geschehen materialistisch zu analysieren. Entscheidend sind die ökonomischen Triebkräfte. Und zwar ziemlich genau ungefähr so:

    “Die einmal mehr besorgten ‘KI’-Bros – Seit Tagen wird wieder darüber debattiert, ob ‘KI’ zu gefährlich ist. Die Warnungen sind nicht neu und die Branche hat andere Interessen, kommentiert tante.”

    Wer immer “tante” ist – würde ich gerne kennenlernen.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  4. Kompetenz und Ansehen

    Welche*r Politiker*in bringt noch beides zusammen? Warum soll der Kanzler aus dem Urlaub kommen? Wer vermisst ihn (ausser clicksüchtigen Medien)?

    Es war wieder ein “Politbarometer”. Ganz vorne ein Boris aus Osnabrück mit +1,3, ganz hinten eine schweizerische Alice mit -2,5, hinter dem Kanzler mit -1,9. Nur 3 von 10 mit Pluswerten. Und der Boris nützt seiner ehemaligen Volkspartei (12%) überhaupt nichts. Es wird offenbar von der Konkurrenz mehr geliebt, als von den eigenen Leuten. Wie auch der Cem (2. Platz). Es gibt zwei Katastrophen, gegen die die alle sich nichts zu unternehmen trauen.

    Die eine ist schon da. Mehr noch woanders als hier. Aber wir hier im Rheinland haben sie nicht nur gesehen, sondern atmen sie schon (mehr oder weniger, das Atmen). Die Klimakatastrophe. Sie wird mich eines Jahres dahinraffen, wie sie es dieses Jahr schon mit weit über 10.000 allein in unserem Land getan hat.

    Der politische Kampf dagegen ist nicht aussichtslos, sondern eine menschliche Notwendigkeit. Das ist seit knapp 50 Jahren bekannt, wie FR-Redakteur Joachim Wille im Rückblick auf sein Berufsleben anschaulich beschreibt (zum Lesen müssen Sie unbeschreibliche Mengen von Popup-Trash der Ippen-Verlagsgruppe beständig zur Seite räumen, schlimmer als auf Pornoportalen, aber es lohnt sich):

    “Fazit nach 40 Jahren Klimajournalismus: Wir schaffen das – FR-Autor Joachim Wille schreibt seit vier Jahrzehnten über die Klimakrise. In seinem Essay zieht er eine Bilanz von Warnungen, politischem Handeln und verpassten Chancen, die Krise abzuwenden. Und erklärt, was ihm Hoffnung macht.”

    Willes präzise Erinnerung und Reflektion deckt sich vorzüglich mit dem hier schon gewürdigten Christian Jakob. Er erinnert an den Weitblick der Herren Klaus Töpfer und Helmut Kohl – und übrigens auch von dem von ihm namentlich nicht genannten Jürgen Trittin (beim EEG mitzuständiger Minister) – und beschreibt damit umso brutaler die Kurzsichtigkeit der gegenwärtigen Nichtskönner*innen.

    Kurz: Handeln ist nicht nur nötig, sondern – egal mit welcher bescheuerten Regierung – auch möglich. Die Politiker*innen müssen unter Druck – statt von inkompetenten süchtigen Medien von selbstlernenden Basisbewegungen einer real existierenden Gesellschaft.

    Die andere Katastrophe steht noch bevor

    Und von der haben die Regierenden noch weniger Ahnung. Und weil sie das immerhin genau wissen, reden sie nicht drüber, und wolle es gar nicht erst wissen. Es ist die KI, und was sie anrichtet. Es ist einerseits ihr Energie- und Wasserverbrauch. Er wird die Klimakatastrophe vorantreiben und beschleunigen. In den USA gibt es längst eine weit entwickelte und parteienübergreifende Widerstandsbewegung, über die z.B. in deutschen Medien hinter streng vermauerten Paywalls für die privilegierten Stände auch schon berichtet wird.

    Noch brutaler könnte es werden, wenn die KI-Blase platzt.

    Martin Holland/heise: “KI-Blase: Expertengruppe der EZB warnt vor den Folgen eines Kursrutsches – Immense Erwartungen an KI treiben die Aktienkurse in immer neue Höhen. EZB-Forscherinnen und -Forscher warnen, dass eine Kurskorrektur ‘wahrscheinlich’ ist.”

    Und das ist die gemässigte Interpretation der drohenden ökonomischen Explosion. Fragen Sie doch mal ihre*n Abgeordnete*n, für welche Bewältigung sie*er dann eintreten wird.

    Mögen Sies lieber radikaler? Können Sie auch haben, hier z.B.:

    Tomasz Konicz (“Untergrundblättle”/Schweiz): “Abschied von der Illusion des Konsumenten-Kapitalismus – Auf dem Altar des Techno-Gottes – Ausblicke auf neue Formen der Krisenkonkurrenz in der aufziehenden autoritären Ära des allseitigen spätkapitalistischen Mangels.”

    Dä. Danach denken Sie vielleicht wie ich in meinem ersten Impuls: hoffentlich bin rechtzeitig weg. Was – s.o. Wille oder Jakob – keine politische Antwort ist.

    Erster Schritt: den Kanzler in Urlaub schicken? Dann bitte auch bessere Vorschläge – nicht nur machen, sondern auch durchsetzen. S.o.: mit Kompetenz und Ansehen.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  5. Nachrichten aus der Wirklichkeit

    “Social”-Media-Verbote oder Bonner Stadtbahnen: heisser gekocht als gegessen

    Achja, die Verbieter*innen. Es wäre ja auch das erste Mal, dass sich Politik von Wissenschaft irritieren lassen würde. Und vom wahren Leben da draussen. Tut sie ja beim Klimaschutz auch nicht. Egal ob nah oder fern. Australien ist geradezu optimal weit weg, wird aber als “Vorbild” verzweifelt herangezerrt. Es ist aber nur das, was für Australien gehalten wird: seine Politiker*innen. Die Australier*innen, die jungen vor allem, lassen sich hingegen von ihren Politiker*innen nicht irritieren. So haben dann alle ihre Ruhe, bzw. was sie wollen.

    Martin Holland/heise: “Australien: Die ‘Coolen’ ignorieren Social-Media-Sperre, viele kommen zurück – Laut einer Umfrage wächst der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die Australiens Social-Media-Sperre umgehen. Wer sich daran hält, gilt eher als ‘uncool’.”

    Das erinnert mich an meine Schulzeit in den 70ern in Gladbeck. Die interessanten Leute standen in der Raucherecke, bzw. im Winter im vernebelten Raucherzimmer. Als lebenslänglicher Nichtraucher – und Geschäftsführer der Schülervertretung – wollte (und musste) ich lieber mit ihnen reden. Es waren auch die schöneren Frauen, die meisten älter als ich, weil sie öfter hängengeblieben waren … 😉

    Der Verbotspolitik und ihren Behörden geht es um symbolische Bestätigung ihrer eigenen Existenz. Das halten sie – und grosse Teile der alten Medienöffentlichkeit – für “handeln”. Die meisten Menschen wissen es besser. Das aber interessiert die so wenig, wie ihre tatsächliche Wirksamkeit (s.o.).

    Bonner Stadtbahnen

    Zaghaft kommt ans Licht, was ich mit meiner persönlich-individuellen Feldforschung nur ahnen konnte. Die Instandhaltungspraxis der Stadtwerke Bonn war nicht nur in ihrer Belegschaft und unter den betroffenen Fahrer*inne*n umstritten, sondern ist es auch in der Fachwelt.

    Jörn Seidel/WDR hat es herausgefunden: “Straßenbahn-Ausfälle in Bonn: Wie sicher sind die Stadtbahnen in NRW? – Sind die Straßenbahnen in NRW sicher? Bei den meisten Stadtbahnen in Bonn gibt es gerade akute Zweifel. Ein Experte spricht von einem ‘Warnruf der Technik’.”

    Tapfer versuchte Frau Wenmakers/SWB das gestern in der WDR-Lokalzeit “professionell” wegzumoderieren in dem erkennbaren Trachten, uns nicht “unnötig zu verunsichern”. In der Tat halte ich so wenig von Panik wie sie. Ich zweifle nicht am guten Willen und der Fachkenntnis der SWB-Beschäftigten. Sondern an der Verkehrspolitik, die unser städtisches Unternehmen nur unzureichend mit Fachkräften, Material- und Werkstattqualität ausstattet. Die Haushaltsberatungen sind aktuell vertagt, weil die ratlosen Kommunal-Politiker*innen keinen Ausweg mehr finden, ausser alles vor sich herzuschieben. Bedanken Sie sich bei Wolfgang Schäuble und der ihn deckenden Angela Merkel für die über deutscher Infrastruktur schwebenden “Schwarze Null” – ein wahrlich passender Begriff.

    Woran ich zweifle, ist die professionelle Qualität unserer und anderer Milliardärsleute Medien, die immer erst “Hurra!” schreien, wenn es zu spät ist. Denn daran kühlen sie ihr aufmerksamkeitsökonomisches Mütchen. Anders würde es nur Kapital und Arbeit kosten. Was ich vor 12 Jahren im Krankenhaus erfuhr, das hätten sie auch rausfinden können, wenn nur Einzelne von ihnen ihre Arbeit gemacht und dafür Geld und Ressourcen von ihren Chefs bekommen hätten. Das ist mindestens so arm, wie die Stadtwerke Bonn.

  6. Mauereinsturz

    War das witzig gemeint? Das Geschwätz des damaligen noch-nicht-Bundeskanzlers von der “Brandmauer”. Bei diesen Westfalen kann mann nie wissen … Oder was meinte er wohl mit der “Halbierung der AfD”? Zu dieser Frage würde ich zu gerne mit Frau Merkel zusammen ein Piccolöchen zischen. Für uns Bürger*innen gilt derweil: Politikergeschwätz. Die Taten entscheiden. Und die sehen so aus:

    Tobias Mörschel/IPG-Journal: “Europas schleichender Rechtsruck – In Brüssel kippt das Machtgefüge: Die Europäische Volkspartei öffnet sich nach rechts und verändert damit die politische Agenda der EU nachhaltig.”

    Das ist nicht nur eine Kritik an den Rechten, sondern zuvörderst und nicht wirklich verklausuliert im vorletzten Absatz an den eigenen Genoss*inn*en: “Es gilt nun, die kleiner gewordenen Handlungsräume strategisch besser zu nutzen. In mehreren europäischen Ländern sind progressive Parteien als Juniorpartner an der Regierung beteiligt. So stellt sich für Deutschland beispielsweise die Frage, wie die SPD ihre Rolle als Koalitionspartner in der Bundesregierung und zugleich als Teil der S&D nutzt. Eine engere Verzahnung zwischen Berlin und Brüssel würde dazu beitragen, progressive Prioritäten beidseitig kohärenter zu vertreten und Mehrheiten in strittigen Dossiers zu organisieren. Hier müsste auch eine europaweite Koordinierung stattfinden.” Offenbar fühlen sich die Genoss*inn*en in Brüssel von denen in Berlin verraten, verkauft, vergessen.

    Dä.

    Und hier schon mal ein Vorgeschmack, was die Rechten mit unseren Daten machen:

    Martin Holland/heise: “Whistleblower: DOGE hat Daten zu allen Menschen in den USA in die Cloud kopiert – In der US-Sozialkasse haben Angestellte von DOGE laut einer Whistleblower-Beschwerde eine hochsensible Datenbank in die Cloud kopiert. Das Risiko sei enorm.”

    Wenn Ihnen nach dem Lesen schlecht wird, sind Sie noch nicht abgebrüht. Gut so.

  7. Hedabideak fedibertsoan: euskaraz 7 bider gehiago gazteleraz baino!

    Fedibertsoan euskarazko komunikabide gehiago daude frantsesezkoak eta gaztelerazkoak batuta baino.

    teknopata.eus/2025/07/hedabide

  8. Gutes des Tages

    Schlechte Nachrichten von guten Journalisten – Zumach morgen 21 h auf Phönix

    Wolfgang Pomrehns letzte Texte bei telepolis sind vom Januar. Er wird wissen warum. Ich kann es nur vermuten. Die Energie- und Klima-Wochenschau, die er regelmässig, im Wechsel mit Jutta Blume, lieferte, ist ganz verschwunden. Eine unverwechselbare Basisinformation und ein damaliges Alleinstellungsmerkmal dieses weitgehend vom Verlag aus dem Netz gelöschten Online-Magazins. Der jetzige Chefredakteur schmilzt nun die Leser*innen-Kommentare nach dem Vorbild des Spiegel u.a. ein. Ich bin noch nicht mal mehr sauer, weil ich die sowieso nie gelesen habe. Und Wolfgang Pomrehn gibts jetzt nur noch hier:

    In der Jungen Welt: “Metalle: Ringen um Ressourcen – Weltweit entbrennt ein Konkurrenzkampf um die für Zukunftstechnologien unentbehrlichen seltenen Erden und Rohstoffe wie Lithium”. Dort verschwindet es leider auch in einigen Tagen in einem Paywallarchiv. So wird auch von Linksradikalen der Informationsfreiheit Stress gemacht.

    Von Martin Holland/heise gibt es eine für mich lebenswichtige Nachricht aus der Wissenschaft: “Modell soll Hitzesommer in Europa drei Jahre im Voraus vorhersagen können – Anhand der Erwärmung des Nordatlantik lassen sich Hitzesommer in Europa bis zu drei Jahre im Voraus vorhersagen. Dieses Jahr wäre es auch wieder so weit.” Denn jetzt nur mal so ganz unter uns: wenn ich eines “natürlichen” Todes sterben sollte, dann wird es in meinem Fall so ein Hitzesommer sein.

    Drücken Sie also uns allen die Daumen, dass das nach dieser Frühjahrsdürre mal wieder eine falsche Vorhersage ist.

    Und dann noch der gute Misik

    Seit 33 Jahren schreibt der Gute seine taz-Kolumne. Das ist tapfer. Denn gerecht entlohnt wird das nicht. Z.B. das: “Österreich und die Rechten: Eine Frage der Tonalität – Wie gräbt man der verrückten Rechten am besten das Wasser ab? Die österreichische Dreierkoalition versucht es mit einem neuen Weg.” Seine Eindrücke von “seiner” Bundesregierung bestätigt mir ein regelmässig zwischen Beuel und Wien pendelnder Freund, der hierzulande mal Boulevardjournalist war, in der Zeit, in der dort noch Milch und Honig flossen. Heute ist diese Art Druckwerk dem Untergang geweiht. Aber ich schweife ab.

    Eine Bemerkung von Misik möchte ich hervorheben: “Schließlich handelt ein Gutteil der Filme und der Literatur österreichischer Art davon, dass das Land vornehmlich von Idioten, Fieslingen und boshaften Opportunisten bewohnt wird.” Yessir! Und darum sind die Filme so gut (und die deutschen so feige).

    Zumach in der Glotze

    Morgen Abend 21 h ist Extradienst-Autor Andreas Zumach Teilnehmer in der Phönix-Runde: “Ukraine-Treffen in der Türkei – neue Hoffnung für den Frieden?”. Dieses kaum gesehene Gesprächsangebot ist eins der letzten – meistens – diskursiven Angebote im German Television. Kein Drehbuch mit Rollenspiel wie im Talkshowtrash, und mitunter ein regelrechter Austausch von Argumenten. Wo gibt es sowas noch zu sehen?

  9. “Deal” für Assange?

    Und: die Lage im Krieg / Verschwindende Gastlichkeit
    Martin Holland/heise hat eine spektakuläre, hoffnungmachende Meldung recht unspektakulär platzieren lassen: “Julian Assange: Wikileaks-Gründer könnte Auslieferung durch Deal noch entgehen – Offenbar wird hinter den Kulissen an einer Einigung zwischen dem Wikileaks-Gründer und der US-Regierung […]

    https://extradienst.net/2023/08/15/deal-fuer-assange/

  10. Beueler Parkplätze

    Gehts ihnen endlich ans Blech?
    Schön wärs. Jedenfalls sieht jede vollgeparkte Strasse sch….e aus. Und davon haben wir in Beuel viele, fast alle. Nun lädt die Stadtverwaltung zu einer Veranstaltung ein, Mittwoch 16.8., 18 h: “Bürgerbeteiligung zum Parkraumkonzept Beuel-Mitte – Die Bundesstadt Bonn lädt zu einer […]

    https://extradienst.net/2023/08/08/beueler-parkplaetze/

  11. @mho #MartinHolland jumping to conclusions… 😏

    What do you expect to find on the #CounterOffensive hashtag? 🤔 All reports I saw (on mainstream web/print media) are asking the question wether it has started or not…

    #TheEconomist ‘s article is informative though, i.a. their conclusion 😉 :
    > When they appear in force, there will be no room for ambiguity over whether or not the offensive has started in earnest.
    RE: hannover.town/@fingolas/110491

    #UkraineWar #FediverseCriticism

  12. Kampf der Narrative

    Best of 1. März: Krieg und Eskalation, Flüchtlinge, Klima, USA, Polumkehr, 11 min. Bewegung
    In meiner politischen Jugend kannte ich den Begriff “Ideologie”. “Narrativ” kam erst in den angeblich “postideologischen” 90ern auf. Wikipedia bezeichnet es als “eine sinnstiftende Erzählung bezeichnet, die Einfluss […]

    https://extradienst.net/2023/03/02/kampf-der-narrative/

  13. Weltuntergang? Oder nicht?

    Best of 13. Februar 2023
    Zunächst das Positive. In Beuel war ein Tag, den Adsche Tönnsen als “Topptach” bezeichnen würde. Wolkenloser Himmel, wie ich bisher nur in Sardinien erlebt habe, das blaueste Blau aller Zeiten. Sogar der Rhein wird eingefärbt. Erstes Blattgrün spriesst am Wegesrand. Die den Artenschwund überlebenden Vögel tirillieren um die […]

    https://extradienst.net/2023/02/14/weltuntergang-oder-nicht/

  14. Nicht übertreiben

    Grenzen des Scholz-Verstehens – Best of 30. Januar 2023: DLF-Abschiede, Denkpanzer, Kujat, sich flach hinlegen/Tang Ping, Nazis im Fussball, Erdrotation, Weltraumschrott Mit dem Aufwachen, ich habe es noch mal mit dem Deutschlandfunk gewagt, zeigte Sophia Boddenberg, die gelegentlich auch für die taz und die Ila schreibt, die Grenzen des Scholz-Vestehens in 4 Minuten (audio) präzise auf: “Streit um Lithiumabbau in Chile – Gefahren für indigene Gemeinden und Ökosystem”. Und hier wird das gleiche Thema von […]

    https://extradienst.net/2023/01/30/nicht-uebertreiben/

  15. Best of 21. Januar 2023

    Das interessanteste Thema, ich nehme den Schluss vorweg, für mein Gefühl leider eher vergeigt: ein Auszug aus einem Suhrkamp-Buch von Bruno Latour (letztes Jahr verstorben) und Nikolaj Schultz: “Für die Bewohnbarkeit des Planeten: Wie die ökologische Klasse entsteht”. Von der Lektüre will ich keineswegs abraten, benenne aber die von mir gesehenen Defizite. Der Text liest sich wie ein Gründungsprogramm für die von den Autoren imaginierte “ökologische Klasse”. Dafür, wer und wie sie sich sozial zusammensetzen […]

    https://extradienst.net/2023/01/22/best-of-21-januar-2023/

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