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#lautgedacht — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #lautgedacht, aggregated by home.social.

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  1. "Der DB Navigator meldet sich, noch bevor wir abfahren: Zugbindung aufgehoben. Geplante Verbindung kann voraussichtlich nicht erreicht werden, Anschluss wartet nicht. Ist ja auch ein ICE, die warten ja nie… richtig? Also auf mich hat noch nie ein ICE gewartet. Aber, Moment, ich sitze ja gerade in einem stehenden Zug, weil der wartet. Und weil der wartet, verpasse ich meinen Anschluss, weil der wiederum NICHT wartet..."

    Musste raus: anna-livia.de/warten-auf-ansch

    #blog #schreiben #lautgedacht

  2. "Sie schaut auf ihr Smartphone, eine Nachricht von einem Freund: "Wie geht es dir?" Nette Geste, sagt ihr Verstand. Und im gleichen Moment füllen sich ihre Augen mit Tränen. Denn nein, es geht ihr nicht gut. Sie hat es immer noch nicht geschafft, wieder in die Spur zu kommen. Versagerin. Was soll sie schreiben auf diese Nachricht? Sie beschließt, nicht zu antworten. Denn das ist die ehrlichste Antwort, die sie geben kann..."

    Gebloggt: anna-livia.de/hoert-auf-zu-fra

    #blog #schreiben #lautgedacht

  3. "Eine andere Mutter erklärt mir, sie sei so froh, dass ihr Sohn sich endlich selbst beschäftigen könne, sie hätte einfach keine Zeit mehr, vorzulesen oder gemeinsam in den Park zu gehen. Klar, Kinder werden älter und sie sollen ja auch die Möglichkeit haben, die Welt auf eigene Faust zu entdecken. Aber wann ist das passiert, dass wir „keine Zeit“ mehr für die schönen Dinge im Leben haben?"

    Gebloggt: anna-livia.de/keine-zeit/

    #blog #schreiben #lautgedacht

  4. "Manchmal sehe ich in den Gesichtern der Teilnehmenden, dass sie gerade innerlich kämpfen und nicht wissen, wohin dieser Impuls sie führen soll. Meistens entsteht aber trotzdem etwas. Denn ein Impuls ist nur ein Impuls. Es gibt kein „so muss der Impuls aufgenommen und beschrieben werden“. Es gibt auch kein richtig oder falsch. Oder besser umgesetzt. Es geht um die Freude am Schreiben, am Erzählen..."

    Letzte Woche gebloggt: anna-livia.de/schreibimpulse/

    #blog #schreiben #lautgedacht

  5. "Um mich herum sehe ich gerade viele Menschen, die sich in einer Art Kontinuum bewegen. Sie schalten hin und her von der Anziehungskraft neuer Ideen und dem Impuls, ganz viel machen zu wollen, und der Überforderung, dem Wunsch nach Ausruhen, nach Pause. Es sind unsichere Zeiten und niemand weiß, was kommen wird. Dementsprechend schwierig ist Planung. So machen wir alle einfach weiter. Denn es gibt keine echten Pausen mehr..."

    Gebloggt: anna-livia.de/pause/

    #blog #schreiben #lautgedacht

  6. "Als ich in meine Selbstständigkeit gestartet bin, hatte ich nichts zum Investieren. Also… fast nichts. Business-Aufbau ohne Geld, Zeit und Netzwerk – das ist eine langwierige und manchmal sehr frustrierende Angelegenheit. Es gab in den schwierigen Anfangsjahren aber durchaus Menschen, die in mich investiert haben. Manche mit Geld, andere mit Zeit, wieder andere, indem sie an mich glaubten..."

    Hier noch nachträglich mein Text aus der #Blognacht: anna-livia.de/investment/

    #blog #lautgedacht

  7. "Du düst mit dem Rad in die Innenstadt, um ein paar notwendige Besorgungen zu machen. Natürlich hast du so lange gewartet, dass sich dieser unliebsame Trip auch lohnt. Die Roadmap steht fest. Der erste Zielpunkt ist erreicht. Du parkst dein Rad und schließt es an. Und plötzlich spürst du etwas Warmes auf deinem Kopf..."

    Gebloggt: anna-livia.de/von-tauben-und-g

    #blog #schreiben #lautgedacht

  8. "Wie oft habe ich mir schon dabei zugesehen, wie ich morgens beschwingt aus dem Bett springe, voller Tatendrang, all die Dinge, die an diesem Tag wichtig sind, zu erledigen. Nein, nicht einfach zu erledigen - zu leben, zu spüren, sie mit einer vor Leichtigkeit sprühenden Energie einfach zu tun, in der richtigen Reihenfolge und ohne Ermüdungserscheinungen, denn dies ist doch das Leben, für das ich mich entschieden habe. Oder?"

    Gebloggt: anna-livia.de/mein-perfektes-l

    #blog #schreiben #lautgedacht

  9. „Sie müssen die Welt lieben, wie Sie sie lieben!“ Sie, das war ich. Der Chef des kleinen indischen Restaurants lächelte in sich hinein und wies zur Verdeutlichung mit der Hand auf mich. Mein Partner schaute etwas verwirrt, aber dieses Gespräch war sowieso schon verrückt. Uns sollte nichts mehr wundern. Also, er sollte die Welt lieben, wie er mich liebte.

    Gebloggt: anna-livia.de/weise-worte/

    #blog #schreiben #lautgedacht

  10. "Wenn Kinder größer werden und selbstständiger, dann kommt schnell der Impuls: Cool, mehr Freiraum für mich als Mutter. Keine lästigen Fahrten mehr, man trifft sich dann eben, wenn die lieben Kleinen nach Hause kommen. Und auch ich unterstütze jeden Schritt, mit dem Junior lernt, dass er allein klarkommt. Aber nur weil er etwas allein kann, heißt das nicht, dass er es auch allein tun muss..."

    Gebloggt: anna-livia.de/begleitet/

    #blog #schreiben #lautgedacht

  11. "Auf Instagram oder LinkedIn sieht Selbstständigkeit gern mal nach einem unbedingten Erfolg aus. Alle Schritte sorgfältig durchdacht und durch Social Media dokumentiert, so als hätte man immer genau gewusst, was zu tun ist. Dass es aber viele, viele Umwege und Irrwege gibt, wird nicht so oft gezeigt..."

    Gestern in der Blognacht gebloggt: anna-livia.de/nicht-fuer-membe

    #blognacht #blog #schreiben #lautgedacht

  12. "Kurz bevor Junior in seine wohlverdienten Ferien gefahren ist, hatte ich einen Infekt, war nicht gut drauf, hatte nur wenig Energie zur Verfügung, dazu Kopfschmerzen. Er kennt das und kann sich mittlerweile ja auch gut allein beschäftigen. Und trotzdem: Ich entschuldigte mich, sagte ihm, es tue mir leid, dass ich jetzt an unseren letzten gemeinsamen Tagen so wenig schaffe und nicht gut drauf bin. Und Junior? Der hat gesungen..."

    Gebloggt: anna-livia.de/du-bist-gut-genu

    #blog #schreiben #lautgedacht

  13. RE: annetteschwindt.de/2026/07/17/

    Danke für die Inspiration durch den #lautgedacht Newsletter von @a_koschinski 🫶🏻 und den darin empfohlenen Podcast von ZEIT WISSEN!💡 #Sprache #Schreiben #Mensch #KI

  14. "Ich erinnere mich an Abende, an denen einfach alles stimmte. Zum Beispiel damals in Stralsund, als wir Scholle und Bratkartoffeln hatten, der Wein so unglaublich gut schmeckte und der Kellner so aufmerksam war, dass ich mich spontan in ihn verliebt hatte..."

    Fast vergessen, aber ich hatte ja auch in der Blognacht gebloggt: anna-livia.de/goenn-dir/

    #blog #schreiben #lautgedacht

  15. "Als ich klein war, gab es viele Informationen, die nicht bei mir landen durften, so hatte man beschlossen. Denn: Anna verplappert sich. Ob das nun mit der Sprachbegabung zusammenhing oder ob es daran lag, dass ich erst lernen musste, wie man lügt, ist eigentlich egal. Jedenfalls wurden bestimmte Dinge nicht mit mir geteilt..."

    Gestern in der #Blognacht gebloggt: anna-livia.de/erzaehls-nicht-a

    #blog #schreiben #lautgedacht

  16. "Sei meine plus eins, hatte er gesagt. Wenn du niemanden kennst, dann lernst du sie halt kennen. Sie dachte nur an die Hochzeitsfotos und daran, dass sie sich doch erst so kurz kannten. Wer war sie schon, dass sie dort für immer auf den Bildern sein sollte, wenn man sie nicht raus-fotoshoppen wollte. Sie war nicht mal Mitte Zwanzig, wer konnte da wissen, wie lange Beziehungen halten?"

    Gebloggt: anna-livia.de/plus-eins/

    #LebenSchreibenAtmen #blog #schreiben #lautgedacht

  17. "Dieser letzte Tag, an dem noch irgendwie alles okay war. Ihr Sohn ist heute in etwa so alt wie sie selbst gewesen war. Schon sehr selbstständig, aber auch noch noch Kind. Zum Glück. So soll es ja auch sein. Es sind zu viele Menschen, die zu früh erwachsen werden müssen..."

    Gebloggt: anna-livia.de/wo-warst-du-als/

    #blog #schreiben #lautgedacht

  18. Und das ist das Gute am frisch-gestrichen-Gefühl. Es ist toll, wenn es frisch ist. Und dann, je länger man lebt und wohnt, umso entspannter wird man. Wenn eben nicht alles perfekt und hübsch ist, dann ist ein weiterer Fleck nicht schlimm. [...] Hier kann man leben, aber eben kein Schild aufstellen, auf dem steht „frisch gestrichen“.

    Gestern in der #Blognacht gebloggt: anna-livia.de/frisch-gestriche

    #blog #schreiben #lautgedacht

  19. Ich schaue ungläubig auf den Dienstplan. Das konnte doch wohl nicht wahr sein, ich hatte doch gesagt, dass ich diesen Job nicht machen wollte. Aber da steht es: Anna - Engel. Die Chefin strahlt mich an: „Wir dachten, es wird langsam Zeit. Du kannst wählen, ob du Gold oder Silber sein willst. Das wird so hübsch aussehen!“

    Gebloggt: anna-livia.de/engel/

    #LebenSchreibenAtmen #blog #schreiben #lautgedacht

  20. "Meine Füße sind nackt, natürlich, im Sommer ist das ja auch so schön angenehm auf den warmen Holzbohlen in meinem Zimmer. Mein Bruder und ich sind in meinem Zimmer auf dem Boden, spielen, sitzen, knien, hocken. Bis mein Bruder aufschreit – vor Schmerz oder vor Überraschung, vielleicht beides. Sofort sehen wir das Blut an seinem Knöchel. Ein Schnitt. Und ich weiß: Ich bin Schuld daran..."

    Gebloggt: anna-livia.de/nackte-fuesse-ti

    #LebenSchreibenAtmen #blog #schreiben #lautgedacht

  21. "Die Küche sieht aus wie immer. Das Bord über dem Herd, die Kochbücher, die nach Kochen und Experimenten aussehen, hier ist nichts clean und hell und rein. Der alte Tisch, drei Plätze. Mehr braucht es ja nicht, wenn wir alle zusammen essen, dann drüben, nicht hier. Die Küche sieht aus wie immer. Aber sie sollte leer sein..."

    Gebloggt: anna-livia.de/alles-ganz-norma

    #LebenSchreibenAtmen #blog #schreiben #lautgedacht

  22. „Mutig, dass du das machst“, sagt meine Mutter, als ich mir ihr Auto borge, um nach Sierksdorf zu fahren. Ich habe alles gepackt, das Lieblingsspielzeug, die Decke, das Kopfkissen, Kleidung für alle Eventualitäten, die Gummistiefel. Ein richtiger Urlaub, weg von zuhause. Es ist 2017, Junior gerade drei Jahre alt geworden. Er schläft immer noch nicht und er hasst Autofahrten. Beste Voraussetzungen also...

    Gebloggt: anna-livia.de/je-groesser-dest

    #LebenSchreibenAtmen #blog #schreiben #lautgedacht

  23. Ist es auch ein Verbrechen gegen die Menschheit, wenn Bevölkerungen systemisch entmenscht werden? Wenn Systeme darauf abzielen, den Menschen die Mitmenschlichkeit auszutreiben? Die Solidarität? Wenn Systeme den Menschen so in Beschlag nehmen, dass kaum oder gar kein Raum mehr bleibt für das Menschliche und das Zwischenmenschliche? Wenn Systeme Menschen so erschöpfen, dass die Müdigkeit und Erschöpfung dazu führen, dass Menschen sich von sich selbst und anderen entfremden?

    #lautgedacht

  24. "Es ist so klein geworden, das Zimmer, in dem sie die ersten Jahre ihres Lebens verbracht hat. Sie steht da, stumm, die Kaffeetasse in der Hand, und schaut nach unten auf ihre Füße. Steht in der Sonne, so wie damals, als ihre Füße so viel kleiner waren. Morgens erwärmt die Sonne die Holzbohlen, dann werden die nackten Füße warm. Sie steht in der Sonne und fühlt sich so wenig sonnig wie lange nicht mehr..."

    Gebloggt: anna-livia.de/eine-kindheit/

    #LebenSchreibenAtmen #blog #schreiben #lautgedacht

  25. "Leider kann ich mich nicht daran erinnern, worum es in der Wette ging, ich weiß nur noch den Wetteinsatz: Ich musste meine Haare blondieren. M und ich waren überzeugt: Diese Wettschulden mussten die anderen sehen. Wer verliert, verändert die Haarfarbe. Sie von blond zu rot und ich von dem, was ich mir damals zusammengefärbt hatte in blond. Und ich hatte verloren..."

    Gebloggt: anna-livia.de/die-wette/

    #LebenSchreibenAtmen #lautgedacht #blog #schreiben

  26. "Heute würde ich die große Schürze tragen und Junior die kleine, aber irgendwie tragen wir sie nie, auch wenn wir zu zweit in der Küche hantieren. Ich finde Schürzen in der Küche eigentlich super, auch um sich die Hände abzuwischen – geht halt viel schneller als sie ständig zu waschen oder nach einem Küchentuch zu suchen. Aber der pragmatische Junior nimmt oft einfach die Hose, ich finde das okay..."

    Gebloggt: anna-livia.de/wohnen/

    #LebenSchreibenAtmen #blog #schreiben #lautgedacht

  27. Es liegt Stärke in den Worten, die du NICHT sagst und schreibst.

    Um Leser in den Text hineinzuziehen braucht es nicht unbedingt detaillierte Beschreibungen und Bilder.

    Was du weglässt, ergänzen die Leser in ihrem Kopf: Sie füllen die Leerstellen mit ihren eigenen Assoziationen. Oft ist das anziehender als Details.

    Um das Weglassen und die Leerstellen im Kopf geht's im nächsten #lautgedacht - Newsletter, der kommt morgen.

    Du möchtest ihn lesen? Meld dich noch fix an: annakoschinski.de/laut-gedacht/

  28. Es wird dunkler, jemand hat das Licht gedimmt. Der Mann fuhrwerkt schon eine Weile in der Ecke herum, er scheint das mit dem Licht zu regeln, die perfekte Abendbeleuchtung. Zwei Tische weiter hat ein Mann ein weiteres Bier bestellt. Nordisches Bier in südlichem Glas. Vielleicht mag er sich nicht entscheiden, mag die Mitte. Der Kellner fragt ihn: Also dasselbe noch mal? (Ja, ist falsch. Fragt er aber trotzdem.)

    Gebloggt: anna-livia.de/im-cafe/

    #LebenSchreibenAtmen #lautgedacht #blog #schreiben

  29. Mir ist mal so aufgefallen, dass hier oft geschrieben wird Zitat:
    "Folgeempfehlung! Folgt XY auf Mastodon. Ganz tolle Beiträge (diesdas)! Eine Bereicherung für Mastodon!"

    Ja nun, sind diese neuen Accounts dann gar nicht fürs ganze
    #Fediverse gedacht oder warum sind die nur eine Bereicherung für Mastodon 🤔

    #nurmalso
    #lautgedacht

  30. "Als ich meiner Mutter erzählte, dass ich ein Buch schreibe, sagte sie: „Wow, bei einem Verlag… So ein richtiges Buch, das man sich ins Regal stellen kann? Wenn du das geschafft hast, dann bist du ja wer!“

    Ich muss richtig verdattert aus der Wäsche geschaut haben, denn ich dachte, ich wäre schon jemand, auch ohne Buch..."

    Gestern bei der #Blognacht gebloggt: anna-livia.de/wenn-ich-gross-b

    #blog #schreiben #lautgedacht

  31. "Als ich an dem Wohnkomplex ankomme, bin ich überrascht, wie hässlich er ist. Der Bus hält, ich steige aus und bin verwirrt: Rechts von mir ist dieser große, graue Bau, links von mir der Deich, dahinter das Meer, wenn es denn da ist. Ich treffe die Vermieter direkt dort an der Bushaltestelle, sie sehen mich ein bisschen mitleidig an. So ganz allein hier oben – und das zu Weihnachten?! Ja, genau. Nur ich und die Nordsee."

    Gebloggt: anna-livia.de/cuxhaven/

    #lautgedacht #LebenSchreibenAtmen #blog

  32. "Es ist einer von diesen Abenden, an denen ich immer wieder auf die Uhr schaue. Denn ich habe eine Verabredung zum Telefonieren. Und der Mann, mit dem ich sprechen will, wird mich sicher pünktlich auf die Minute anrufen, das gehört schließlich zum Spiel. Wir telefonieren stundenlang, mal zwei Stunden, mal vier. Es ist, als müssten wir alle Zeit nutzen, die wir haben, so kostbar sind sie, diese gemeinsamen Gespräche..."

    Gebloggt: anna-livia.de/telefon/

    #blog #LebenSchreibenAtmen #lautgedacht

  33. „Es gibt eine Art von Kummer, die nicht geheilt werden kann, aber die mich antreibt und gleichzeitig verwirrt.“ Es sind Sätze wie diese, die mich wie einen Pingpongball von einer Welt in die andere und wieder zurück schubsen. Lese ich die Geschichten, dann erinnere ich mich an Szenen aus meinem eigenen Leben, so soll es sein, so ist es. Sagte ja auch schon Thomas Mann: „Wir finden in den Büchern immer nur uns selbst.“

    Gebloggt: anna-livia.de/kummer/

    #blog #lautgedacht #LebenSchreibenAtmen

  34. "Wir hatten zwar keine Kochlöffelgeige und auch keinen Besenstielbass, aber wir hatten einen Staubwedel. Unser Vater hatte den Staubwedel, der war existenziell für den Budenzauber. Wir rannten mit viel Radau und irre viel Spaß von einem Zimmer ins andere, unser Vater jagte uns mit dem Staubwedel. Es war das beste Spiel der Welt und wir wollten es immer wieder spielen..."

    Gebloggt: anna-livia.de/budenzauber/

    #blog #schreiben #lautgedacht #LebenSchreibenAtmen

  35. "In den 90ern hatten alle diese klobigen Baby-G-Uhren, ich nicht, denn ich fand sie schrecklich. Genau wie die klobigen Schuhe von Buffalo, wer hatte sich das bloß ausgedacht?! Eine ganze Weile lang hatte ich dann gar keine Armbanduhr mehr, ich finde ja eh, dass Schmuck schwierig ist. Ringe machen mich wahnsinnig, ich habe immer das Gefühl, sie sind mir im Weg. [...] Ich bin halt eher schmucklos."

    Gebloggt: anna-livia.de/armbanduhren/

    #blog #schreiben #lautgedacht #LebenSchreibenAtmen

  36. "Süßlich war er sowieso, man hätte keinen Zucker gebraucht. Aber mit Honig war er noch besser. Dieser Früchtetee, den es immer gab, war kein teurer, feiner Tee, sondern irgendeine Mischung aus dem Aldi oder so. Viel Kirsche, vielleicht Brombeere. Loser Tee, es wurde morgens immer welcher für uns aufgegossen. Auch später noch, nach der Trennung meiner Eltern, gab es diesen Tee bei meinem Vater..."

    Gebloggt: anna-livia.de/fruechtetee/

    #blog #schreiben #lautgedacht #LebenSchreibenAtmen

  37. "Als ich klein war, mochte ich die Dunkelheit nicht. Das Flurlicht oben auf unserer Etage durfte nicht gelöscht werden, sonst konnte ich nicht schlafen. Mein Bruder hatte mir mal erzählt, dass im Dunkeln die Ratten aus ihren Löchern kämen, in meinem Kopf kamen zu den Ratten noch Hyänen, Krokodile und Schlangen dazu. Es war gefährlich im Dunkeln, das war klar. Und das Licht im Flur war mein Schutz..."

    Gebloggt: anna-livia.de/dunkelheit/

    #blog #schreiben #lautgedacht #LebenSchreibenAtmen

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