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#kulturindustrie — Public Fediverse posts

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  1. Danke für die Nachfrage, @bair 🙏📚👍

    „Mimetisch“ beschreibt (inzwischen) die Nachahmung von Zielen im Gegensatz zur bloß äußerlichen Imitatio (Nachahmung von Verhalten).

    Ohne die Evolutionspsychologie der Mimesis wären auch die menschlichen Fähigkeiten zu Politik, Religion und Wissenschaft nicht entstanden.

    Adorno & Horkheimer erkannten bereits in ihrer „Dialektik der Aufklärung“ von 1944 die zentrale Bedeutung der Rechtsmimesis für die Erklärung von Faschismus & Antisemitismus.

    Habe hier an der Uni Tübingen mal ausführlich dazu gesprochen & gebloggt.

    #Mimesis #Psychologie #Adorno #Horkheimer #Rechtsmimesis #Kulturindustrie #Antisemitismus #Faschismus

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

  2. Ungemach im Deutschen Komponist:innenverband und der GEMA

    Die Sache ist ebenso verfahren wie die Sache mit Weimer. Die GEMA-Reform 2026 zerreibt Nerven und lang gewachsenen Strukturen, die ja nicht immer nur schlecht sein müssen. Es ist ja absolut unstrittig unter Langerfahrenen Beobachtern der GEMA, dass die Ideen der aktuellen Reformbemühungen nicht aus Gründen der Kulturliebe geschehen, wäre es so, würde man sich Mühe geben, zu den bekannten Fördermaßnahmen, weitere aufzusatteln. Was aber passiert: Man zerstört bewährte institutionelle Strukturen unter dem Deckmantel, endlich das Schema von U- und E-Musik aufzulösen. Diese ist auch bekanntermaßen seit Jahren in der Kritik. Denn daas ist kein qualitatives Differenzierungsmittel, sondern ein nach den Kriterien der GEMA, abrechnungstechnisches. Jedenfalls bei der GEMA. Da sollte man immer im Hintergrund behalten, ohen GEMA würde man diese Dichotomie zwischen E- (rnster Musik) und U- (nterhaltungs Musik) gar nicht brauchen. Es interessiert den Rest der Welt überhaupt nicht.

    Aber die Dichotomie ist nicht ohne Grund nicht nur abrechnungstechnisch, sondern auch ästhetisch von Gewicht. Das ist eine lange Geschichte innerhalb der Geschichte der GEMA, die man nun aber mit einem Wisch auslöschen möchte, sollte der Wisch auch durchaus ein paar Jahre in der Umsetzung dauern.

    Man reklamiert bei der GEMA für sich, dass man den Prozess transparent führe. Aber wie das konkret aussieht, stellt man Fragen oder Nachfragen? Sowohl bei demjenigen, der für politische Kommunikation zuständig ist? Grafiken die allein agendagetrieben sind und den Sektor der E-Musik einseitig als fehlgefördert markiert. Auf Nachfragen: Stille! Das Gleiche auf dem offiziellen Kanal der GEMA. Kenne ich vom Deutschen Musikrat ebenso. Auch Wolfram Weimer ist so unterwegs. Sie perfektionieren den Kohl-Stil. Aussitzen.

    Wie sehr das, was da in Zukunft einmal die E-Musik genannt sein wird, in der GEMA präsent ist, hat man übrigens in der socialmedialen Präsenz der GEMA gesehen. Vielleicht ist mir das eine oder ander Reel entgangen, aber es ging nur um gut angezogene Promis dabei. Kein einziges Reel geht auf den Bereich, der einmal E-Musik genannt worden sein wird, ein. Nix Musiktheater oder … Total Plemplem das.

    Aber man hat natürlich für Ersatz gesorgt mit dem Label: CCL. Das steht für Contemporary Classic Live. Natürlich ist die Formulierung eines englischsprachigen Begriffs kein Zufall, so wie auch nicht die, weshalb der Composers Club Composers Club heißt. Man sucht die Internationalität, insbesondere auf dem angloamerikanischen Markt, der vom Copyright und nicht vom Urheber.innerecht geprägt ist.

    Darin liegt dann der tatsächliche Hintergrund, vor dem dann Personen wie Moritz Eggert als CEO der German Composerssociety auszuwechseln ist. Denn an Position zwei (mehrfach besetzt) sitzen unter anderem die GEMA-Aufsichtsräte Ralf Weigand und Micki Meuser, die offensichtlich massiv den Umbau der GEMA zu einer nach amerikanischen Modell geprägten Urheberrechtsgesellschaft, äh, Copyright-Ltd. vorantreiben.

    Was auf den ersten Blick sehr bequem wirkt, wenn bei verschiedenen Institutionen es zu Personaldoppelungen kommt, wird auf der Stelle zum Problem, wenn damit Interessenkonflikte verbunden sein können. Natürlich auf die Aufsichtsratsmitglieder der GEMA auch den DKV auf ihre Seite ziehen, sie sind dazu quasi per Statut geradezu verpflichtet, nicht Entscheidungen des GEMA-Aufsichtsrates zu konterkarieren, wie es da heißt.

    Kann aber vor diesem Hintergrund noch von einer vernünftigen Diskussionsgrundlage ausgegangen werden?

    Den Tiefpunkt hat man aber vor wenigen Tagen in einer Mail des DKV-Vorstands an ihre Mitglieder erreicht, bei dem diese ihrem Präsidenten offen ihr Misstrauen aussprechen. Dort wird ein privat getätigter Kommentar von Moritz Eggert bei Facebook, zum Anlass genommen, sich offensiv gegen ihn zu stellen. Da der Kommentar auf meiner Facebook-Seite erfolgt ist und ich diese Kommentare nachträglich auf Wunsch von Eggert ziemlich zeitnah gelöscht habe – und es sich zudem kaum jemand auf meiner privaten Facebook-Seite gemütlich macht, wirkt auf mich der Anlass völlig überzogen. Am Ende geht es aber sowieso wieder nur um die sogenannte GEMA-Kulturreform, die nicht nur Moritz Eggert für kulturell inakzeptabel hält. Unterzeichnet wurde sie aber von allen DKV-Vorstandsmitgliedern: Kathrin Denner, Rainer Fabich , Johannes HiIdebrandt, Micki Meuser, Charlotte Seither, Hans Ströer, Ralf Weigand und Ludwig Wright.

    Am Ende schreiben sie:

    Wir haben im Vorstand des DKV unterschiedliche Ansichten zur GEMA-Reform, sind jedoch der Auffassung, dass wir ein für alle Komponistinnen und Komponisten gutes Ergebnis nur in einem vertrauensvollen Miteinander auch mit der GEMA erreichen können. Unsere vielen Versuche, den derzeitigen DKV-Präsidenten von seinem Alleingang abzubringen, sind leider gescheitert.

    Daran ist bemerkenswert, dass man hier von einem Alleingang des Präsidenten spricht, so als ob seine Ansicht der GEMA-Reform völlig ungeteilt sei. Das ist ebenso falsch. Umgekehrt formuliert man, dass ein gutes Ergebnis nur im vertrauensvollen Miteinander auch mit der GEMA erreichbar sei, bei dem eben doch zwei Aufsichtsräte der GEMA im Vorstand des DKV sitzen. Das Ergebnis steht mit dem Antrag der Kulturreform zudem längst fest, allein Kleinigkeiten könnten in Änderungsanträgen beschlossen werden. Oder die ganze Reform erneut auf Eis durch Versagen der nötigen 2/3-Mehrheit mindestens einer der drei Kurien der GEMA.

    Moritz Eggert antwortet unter anderem im Bad Blog Of Musick:

    Doch nun hat – nach der Mail an alle Mitglieder vorgestern – der „Kindergarten“ des DKV-Vorstands einen neuen Tiefpunkt erreicht, den ich nicht mehr mitgehen möchte, allein schon aus Selbstschutz heraus. Anscheinend wurde eine ganze Vorstandssitzung damit verschwendet, irgendwelchen privaten (!) Facebook-Kommentaren von mir hinterherzuschnüffeln und einen künstlichen Skandal daraus zu stricken. Eure Zeit wurde vergeudet mit einer Mail, die nur ein weiterer Baustein einer Strategie ist, die uns alle spalten und gegeneinander ausspielen soll.

    Source: An die Mitglieder des DKV – Abschied und Mahnung – Bad Blog Of Musick – nmz Klassik-Blog

    Das ist der Punkt. Kritik kommt trotzdem auch von Seiten der Vorstandsmitglieder des DKV. Auf MusikTexteOnline sprach Hanna Fink mit mit zwei Vertretern der Fachgruppe E-Musik im Deutschen Komponist:innenverband (FEM+) über die anstehende GEMA-Reform: mit Johannes K. Hildebrandt, Komponist und Vorsitzender der FEM+ sowie im Vorstand des DKV, und mit Alexander Strauch, zweiter Vorsitzender in der FEM+, außerdem Delegierter von DKV und FEM+ im Europäischen Komponist:innenverband. In der gleichen März-Ausgabe hat sich Johannes Schöllhorn mit einer bitteren Glosse zu Wort gemeldet.

    Dafür bräuchte es allerdings wieder Geschichtsbewusstsein, Empathie und Kunstsinn. Doch leider beweisen die GEMA-Oberen, dass sie keine dieser Eigenschaften besitzen, indem sie Unterschiede nivellieren, Vielfalt nur zum Schein unterstützen und zu Monokultur reduzieren wollen. 

    Und das führt zurück zum Geburtsfehler der Reform, die eigentlich nicht mal eine ist, sondern ein technokratischer Umbau. Das Phänomen in historischer Dimension, das die Dichotomie zwischen E und U darstellt, wird technokratisch bearbeitet, obwohl die Differenz natürlich weiterhin im Musikleben praktisch fortlebt. Es ist vor allem eines des kulturindustriell aufgestellten Musikmarktes. Und dahin will die GEMA nun auch steuern, pragmatisch-technokratisch. Oder wie Schöllhorn schreibt:

    Was bleibt? U- und E-Komponist:innen werden nicht mehr so heißen, aber beide werden ins Prekariat gedrängt. Es ist ein Trick der GEMA-Leitung, die U- und E-Leute gegeneinander aufzubringen, so dass am Ende nur ganz wenige Player auf der neoliberalen Seite profitieren werden. Die GEMA reduziert damit jegliche Musik auf verwertbare Billigware. 

    Wenn man die Vielfalt nivelliert auf Begriffe der Technokratie, bedarf es auch keines Gedankens an Fairness in der Darstellung des Gesamtvielfalt. Da steht das experimentelle Werk gleichbedeutend neben einem Klingelton zum Beispiel, insofern es am gleichen Ort aufgeführt wird. Statt aber Technologiefolgenabschätzung, geht man auf die Schwächsten im System und schwächt sie weiter. Die Reform ist nicht zukunftsorientiert, sondern saugt aus dem sich ändernden System durch die KI-Entwicklungen noch die Reste ab, die bleiben und denen zugute kommen sollen, deren musikalische Existenz sich dadurch auflöst.

  3. Ist #Populärkultur vor allem #Konsum? Wie ist das Verhältnis von #Pop und #Kulturindustrie? Und: was wäre ein zugleich aufgeklärter und vergnüglicher Umgang mit den Angeboten der #popkultur? Der #Kulturwissenschaft|ler Stefan Krankenhagen untersucht das "Konsumvergnügen" und die Symbiose von Pop und Konsum. 📅 Do, 04.12.25, ab 18:15 Uhr im Hörsaal N1, Campus der #UniMainz. Öffentlich und ohne Anmeldung! 👉 Infos unter stg.uni-mainz.de/25w_von-tolki

    #studiumgenerale #Bürgeruni #wisskomm #Mainz

  4. Anregender Beitrag von Bruna Della Torre über Plattform #Neofaschismus. Sie analysiert den Aufstieg der extremen #Rechten entlang des #Kulturindustrie Kapitels in der Dialektik der #Aufklärung, das sie um soziale #Medien aktualisiert. @nomosverlag.bsky.social www.nomos-elibrary.de/de/10.5771/1...

  5. Hirnfritteuse, aber als Kosename für weitverbreitete Abteilungen der #Kulturindustrie, die entsprechend ihres Begriffs in serieller Produktion Effekte verschalten.

  6. Johann Strauss ist der erfolgreichste Versuch einer #Ästhetik des Genusses, die eine breitere #Masse anspricht, ohne Tiefe einzubüßen. Nicht elitär und nicht vulgär. Das Ideal einer von der #Kulturindustrie emanzipierten Massenfähigkeit. Chapeau! #Kunst youtube.com/watch?v=kIGLQl7FKI

  7. Hier. Dingens. Service.
    Hab grad über Tom Cruise und Cary Grant und das Ideal des Atlantic Man gebabbelt. Bezieht sich, — nicht nur, aber auch —, auf Mid-Atlantic Accent. Und ich finde, egal wie und warum man sich mit #Sprache, aber auch mit #Film, #Theater, #Entertainment #Kulturindustrie beschäftigt, det sollte man kennen. Weil, einfach geil.

    Gutes Erklärbär-Video mit passend ausgesuchten Schnipseln aus klassischer Studio-Ära. youtu.be/IL2MJ8rQ12E?si=LpjYlO

  8. In der neuen Folge #Kulturindustrie reden Mihaela und ich ausnahmsweise mal nur zu zweit - über KILLERS OF THE FLOWER MOON und darüber, was wir an Live-Konzerten mögen. kulturindustrie.podigee.io/65-

  9. #Kulturpolitik der Gegenwart – Anmerkungen zu Claudia Roth | #Amerikanisierung #Kulturindustrie #Sprache

    Es wäre Stoff für ganze Sonderforschungsbereiche - die es nicht gibt. Womit wir beispielhaft schon bei einem der vielen Probleme (nicht einer Herausforderung) wären, über die hier nicht gesprochen wird. Über systemische, historische, praktische, multikulturelle Probleme zu reflektieren, wäre Aufgabe von Kulturwissenschaft. Eine hilfreiche Maßnahme könnte demnach…

    filmdenken.de/kulturpolitik-de

  10. @energisch_ @claasgefroi @OhWeh @holgerjakobs

    Und sitzt tief in den Religionen, tiefer als in den Genen? Es sind ja nur die extremen #Heteros die Schlimmsten, der grösste Teil der Bevölkerung wäre ja dazwischen ...

    Rennfahrer als "Sport", Models als Weibchen, Star- Rummel der Geschäfte: #Kulturindustrie der #Spätromantik auf allen Kanälen

  11. Zum Tourstart von #RogerWaters in Portugal haben laut @RollingStone Konzertkritiker_innen enttäuscht festgestellt: Das Antisemitische Spektakel bei Waters ist bloß „halb so wild“. Ihren Eintritt bekommen sie leider nicht zurück, sie standen auf der Gästeliste. #Kulturindustrie

  12. Dienstag, 19.30 (sic!) in der Offenen Arbeit #Erfurt: Volker Hinck spricht über die gesellschaftliche Bedeutung von #Science-Fiction. Stärker als die Filmvorführungen in der Reihe ist das auch für Leute interessant, die sich für #SciFi nur am Rande interessieren -- im Grunde ist die Fragestellung ja die nach den Wechselwirkungen von #Politik und #Kulturindustrie.

  13. 22/24 #Grundeinkommen - Unser Tun nicht mehr primär an ökonomischen Interessen ausrichten

    Wer vom Grundeinkommen leben kann braucht sein Tun nicht mehr primär an ökonomischen Interessen ausrichten:

    andas.cc/s/articles/a00008-24-

    #BGE #Kulturindustrie #adorno

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