#joandidion — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #joandidion, aggregated by home.social.
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A Lei for Your Losses: Joan Didion on the Art of Letting Go
https://fed.brid.gy/r/https://www.themarginalian.org/2026/09/01/joan-didion-loss/
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"A great paradox of being alive in this civilization is that we have come to dread and devalue the triumph of having lived, forgetting that to grow old is not a punishment but a privilege — that of having survived the loneliness of childhood, the brash insecurity of youth, the turmoil of middle age, in order to begin the continuous creative act of holding on while letting go."
https://www.themarginalian.org/2026/07/31/growing-older/ #JEHarrison #UrsulaKLeGuin #BertrandRussell #HenryMiller #SimoneDeBeauvoir #JoanDidion #NickCave -
The Continuous Creative Act of Holding on and Letting Go: 10 Beautiful Minds on the Art of Growing Older
https://fed.brid.gy/r/https://www.themarginalian.org/2026/07/31/growing-older/
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I namecheck #FrankLowe, #JoanDidion, #MarkRothko & #TheloniousMonk and still manage to jam in some stuff about #baseball and #writing. So pretty much a normal day at the office. My interview with #ShoutOutArizona: https://shoutoutarizona.com/meet-martin-bihl-ecd-at-levlane-and-founder-editor-at-the-agency-review/ #creativity #advertising #risk #marketing
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Read Joan Didion’s Lost Interview With the Grateful Dead: ‘We’re on Our Own Trip’
#Variety #News #GratefulDead #JoanDidionhttps://variety.com/2026/music/news/joan-didion-lost-interview-grateful-dead-1236753693/
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Bücher über die Trauer
Ghost stories von Siri Hustvedt, ein Buch das ich unbedingt lesen wollte, hat mich ratlos zurückgelassen, ratlos, aber auch etwas enttäuscht. Nun hat Elisabeth Bronfen etwas sehr erhellendes zu diesem Buch und zu weiterer Trauerliteratur geschrieben. Sie vergleicht z.B. das Vorgehen, wie Hustvedt ihr Buch gestaltet, mit der Geschichte von Frankenstein, diesem Wesen das aus Körperteilen von Toten besteht. Bronfen schreibt: „Die Memoiren entpuppen sich als ein Geistergebilde. Über dieses hat Siri Hustvedt die Deutungshoheit.“ Vielleicht war mir diese Einverleibung des Toten unangenehm, aber vielleicht lag es auch maßgeblich daran, dass ich irritiert gewesen bin, warum mit keinem Wort wenigstens eines der großartigsten und tröstendsten Trauerbücher von Joan Didion erwähnt wurde (Das Jahr magischen Denkens und Blaue Stunden). „Es ist eine beeindruckende Geste der Selbstentlarvung, die darauf zurückzuführen ist, dass sie als Journalistin vorgeht. Didion entblösst nicht unmittelbar ihre Gefühle und Wünsche. Vielmehr behandelt sie sich selbst wie eine Person in einer ihrer Reportagen. Sie betrachtet sich und die Ereignisse, die ihr im Zuge ihrer Trauer widerfahren sind, mit wohltuender Distanz“, schreibt Bronfen.
Und weiter: «Things in Nature Merely Grow» bietet eine eigene Egozentrik dar. Während Hustvedt ein Angebot macht, uns mit ihrer Wehr gegen den Tod zu identifizieren, und Didion uns dazu anhält, uns von den Toten wieder abzuwenden, besteht Yiyun Li auf einem Widerspruch. Niemand kann ihr Leid, so wie sie es empfindet, mit ihr teilen. Wir können aber durchaus teilhaben an ihren gedanklichen Annäherungen an das, wofür es keine passenden Worte gibt“, beendet Bronfen ihre kluge Auseinandersetzung mit Trauerliteratur.
#ElisabethBronfen #JoanDidion #SiriHustvedt #Trauer #YiyunLi -
Und wieder #JoanDidion's Weißes Album - erst neulich bei #DebChachra's Infrastrukturbuch holte ich es wieder heraus, für den Essay über die kalifornische Wasserbewirtschaftung.
Nun, für die Dick-Biografie, steht die Wiederlektüre von "James Pike, Amerikaner" an. Dick haderte sehr mit dieser Darstellung seines Freundes und Co-Sinnsuchers, den er als Timothy Archer nicht besser verewigte.
Apropos Das weiße Album - es gibt eine Neuübersetzung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_wei%C3%9Fe_Album
(Seite 347)
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The Continuous Creative Act of Holding on and Letting Go: 10 Beautiful Minds on the Art of Growing Older
https://fed.brid.gy/r/https://www.themarginalian.org/2026/03/15/growing-older/
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The Year of Magical Tinkering
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The Continuous Creative Act of Holding on and Letting Go: 10 Beautiful Minds on the Art of Growing Older
https://fed.brid.gy/r/https://www.themarginalian.org/2026/01/31/growing-older/
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Ich lieb's ja, wenn sich gute Bücher, die ich lese, positiv auf andere gute Bücher beziehen, die ich gelesen habe. Das ist mir immer ein Fest. 🥰
Heute: #DebChachra verweist auf #JoanDidion's großartigen Essay "Heiliges Wasser" - das beste Stück aus ihrem berühmten WEISSEN ALBUM von 1977. Ich habe diese Handvoll Seiten mehrmals gelesen seit der Erstlektüre vor acht Jahren und heute auch gleich noch mal. Wir machen uns normalerweise ja keine Vorstellungen von Wasserbewirtschaftung!
(page 86)
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I first came across #JoanDidion’s line, “I write entirely to find out what I’m thinking,” long before I read the essay it comes from, “Why I Write” (1976). For years, I thought I understood it. #Writing seemed a way to set ideas in order and to announce what you think. Only later did I realise Didion meant something different.
(1/7)
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I namecheck #FrankLowe, #JoanDidion, #MarkRothko & #TheloniousMonk and still manage to jam in some stuff about #baseball and #writing. So pretty much a normal day at the office. My interview with #ShoutOutArizona: https://shoutoutarizona.com/meet-martin-bihl-ecd-at-levlane-and-founder-editor-at-the-agency-review/ #creativity #advertising #risk #marketing
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The Continuous Creative Act of Holding on While Letting Go: 10 Cultural Icons on the Art of Growing Older
https://web.brid.gy/r/https://www.themarginalian.org/2025/12/29/growing-older/
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Joan Didion and Kurt Vonnegut had something to say. We have it on tape
https://www.nytimes.com/2025/12/19/books/james-baldwin-joan-didion-92ny-recordings.html
#HackerNews #JoanDidion #KurtVonnegut #Literature #History #Tapes
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Lesetagebuch „Notizen für John“ (9)
Bemerkenswert an diesen Aufzeichnungen ist, dass Didion, obwohl sie sich öffnet, die ihr wesenhafte, Distanz wahrt. Sie zeichnet Gespräche nach, in denen sie über Dinge gesprochen hat, über die sie vermutlich niemals zuvor gesprochen hat, sie erkennt Muster, die sie erschüttern und dennoch bleiben die Aufzeichnungen kühl. Ich hoffe es klingt nicht größenwahnsinnig, wenn ich Parallelen entdecke, so ähnlich muss es meiner Therapeutin auch erscheinen. Auch sie wird vielleicht manchmal denken: wie seltsam kühl diese Frau bleibt, wenn sie von familiären und persönlichen Katastrophen erzählt.
Noch ein Punkt, an dem Didion meine eigene Misere auf den Punkt bringt: „Ich sagte, dass meine eigenen Bemühungen, Quintana mit den Hausaufgaben zu helfen – die umfangreich waren -, im Rückblick zu sehr darin bestanden hatten, sie zu übernehmen, ihr zu zeigen, wie man es machte, anstatt sie zu ermuntern, es selbst zu tun.“ Ich erinnere mich daran, wie ich einerseits überzeugt davon war, dass meine Kinder ihre Probleme und auch die häufig viel zu zahlreichen Hausaufgaben meistern könnten, und trotzdem immer wieder ungefragt übernahm. Eine Facharbeit von M., die ich lediglich für ihn abtippen sollte, weil die Zeit knapp war, habe ich während des Tippens „verbessert“. Wie übergriffig ich damit gehandelt habe, wird mir erst jetzt wirklich bewusst. Und vielleicht war das ein Muster, das sich durch die gesamte Kindheit meiner Söhne zog, dass ich immer wieder dachte ich unterstütze sie am besten, indem ich sie vor Schwierigkeiten schütze, statt ihnen zu helfen, sie selbst auszutragen. Ich erinnere mich, wie mich eine damalige Freundin häufig, wenn ich von den Problemen der Kinder erzählte, fragte: Ist das jetzt wirklich das, was deine Kinder empfinden oder meinst du in Wirklichkeit dich, damals, als du so alt warst wie sie? Ich weiß noch, wie klug und weitreichend ich ihre Frage fand, wie ich kurz versuchte, sie mir selbst zu stellen, bevor ich wieder in den Automatismus der Überbehütung fiel.
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Lesetagebuch „Notizen für John“ (8)
An einer Stelle im Buch spricht der Therapeut Didion darauf an, dass sie sich offensichtlich nicht ausreichend mit ihrer eigenen Endlichkeit auseinander gesetzt hätte. (vielleicht hat sie auch darum kaum jemandem von ihrer Krebserkrankung erzählt). Manchmal fällt es mir schwer an Zufälle zu glauben, denn nachdem ich diese Stelle gelesen habe, gehe ich in die Bibliothek um mir „Der Gärtner und der Tod“ von Gospodinov auszuleihen. Ein Buch, das ich nur empfehlen kann. Dabei finde ich „Abschied nehmen“, ein Buch in dem ich beim Hereinblättern folgenden Satz finde (ich kann nicht wörtlich zitieren, weil das Buch noch auf dem Schreibtisch im Büro liegt) „Ich möchte Ihnen nicht die Angst vor dem Tod (Sterben?) nehmen, aber ich möchte Ihnen helfen diese Angst auszuhalten und dabei vielleicht sogar etwas Schönes zu entdecken. Ganz viel gerät durch diesen Satz in Bewegung.
Mir wird bewusst, dass das ein Punkt ist, dem ich ausweiche. Jahrelang, Jahrzehnte lang, habe ich mir eingebildet, ich hätte mich ja bereits im sehr jungen Alter ausreichend und eigentlich überreichlich mit dem Tod auseinander gesetzt, indem ich meinen Vater an den Tod verloren habe, indem dann meine Mutter plötzlich starb, indem sich nicht viel später mein Großvater aufhängte, während zwischen dem Tod von Vater und Mutter meine Oma erfolgreich bei einem sehr subtilen Selbstmord gewesen war. (wie übertrieben sich das anhört, listet man es auf. Und dabei habe ich meine Cousine, die sich ebenfalls selbst das Leben nahm, gar nicht erwähnt).
Das Lebensende, die Sterblichkeit. Manchmal reden M. und ich darüber, manchmal indem wir überlegen, ob wir im Koma und an Apparaten weiterleben möchten, manchmal indem wir morbide Witze darüber machen, aber wirklich an uns heran lassen wir das Thema nicht. Oder vielleicht sollte ich ihn da nicht vereinnahmen, sondern bei mir selbst bleiben: eine, die sehr früh mehrfach mit dem Tod konfrontiert wurde, eigentlich ohne dass sie Hilfe bekam, ohne dass Trauer, Tod und Sterben, Verlust usw. bemerkt, begleitet und kontextualisiert worden wären, eine, die glaubte, indem sie das alles wissenschaftlich aufarbeitet, würde sie es auch seelisch aufgearbeitet haben. Also: gute Diplomarbeit, dann ist das Thema jetzt aber auch vom Tisch. Genug damit auseinander gesetzt. Und deswegen habe ich dann z.B. das Buch von Yalom über existentielle Psychotherapie mit abgespreiztem Finger gelesen. Mich gefragt: was soll das, was machen die so viel Gewese um Todesangst? Ich jedenfalls habe die nicht. Langsam reift die Vermutung: eine die so etwas behauptet, hat so viel Todesangst, dass sie das nicht im geringsten an sich heranlassen, dass sie das ganz ganz weit von sich weisen muss.
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Lesetagebuch „Notizen für John“ (6)
Der Himmel blau, weißmeliert durch Wolkenbänder. Der Magnolienbaum von der Sonne beschienen. Ich glaube es wird, zumindest wettermäßig, ein guter Tag.
Die Lektüre von Didions Notizen wirkt ein wenig wie eine Therapie. Es ist vermutlich gerade der Widerstand gegen den Therapeuten, von dem ich in einem früheren Beitrag schrieb, der hilfreich ist, der es mir ermöglicht Dinge zu erkennen. Und z.B. diese Frage zuzulassen: „Ist dies etwas, was mir geschieht, oder tue ich mir das selbst an?“ Eine Frage, die ich mir viel zu selten stelle. In eine sehr ähnliche Richtung geht es, wenn Didion ihrem Therapeuten antwortet: „Sie meinen, ich habe bisher nicht versucht, damit umzugehen, sondern darüber hinwegzukommen, das Positive zu sehen und weiterzumachen, mit dem Treck Richtung Westen?“ „Genau das meine ich“, antwortet ihr Therapeut.
Der Himmel ist immer noch strahlend blau und ich weiß wieder, dass nichts was wir einmal begriffen zu haben glaubten, für immer da ist, als jederzeit abrufbares Wissen. Vielmehr müssen wir uns wieder und wieder mit den belastenden Ereignissen und uns selbst auseinandersetzen, um wieder und wieder zu Einsichten zu gelangen. Nicht selten wird uns dann bewusst, dass wir das alles irgendwoher kennen, dass wir die Dinge, die uns jetzt als erhellend erscheinen, in einer besseren Zeit bereits gewusst haben. Es ist immer da, dieses Wissen, würde meine Therapeutin jetzt vielleicht sagen, wir verlieren nur manchmal den Zugang dazu.
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Lesetagebuch „Notizen für John“ (4)
Was mich gleichermaßen irritiert wie fasziniert, ist, wie sicher dieser Therapeut zu sein scheint, wie er es scheinbar niemals auch nur ansatzweise in Betracht zieht, dass es Fragen gibt, auf die es keine eindeutigen Antworten gibt, dass es Verhaltensmuster gibt, die sowohl überlebenswichtig als auch verkehrt sind, dass er keinen Zweifel zu kennen scheint. Weder wenn er Ratschläge gibt, wie und über was Didion mit ihrer Tochter sprechen soll, noch wenn er ihr attestiert, dass sie nicht richtig handeln kann, dass jedes Verhalten, alles was gut gemeint war, genau das Gegenteil bewirken kann. Dieser Therapeut irritiert mich. Ich sehe gerne Serien, Filme, in denen es um Therapiesitzungen geht, kürzlich „In Therapie“ und ich habe sowohl Lori Gottliebs „Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden“ verschlungen als auch die Bücher die Yalom über seine Arbeit als Therapeut geschrieben hat. Aber noch niemals hat mich ein Therapeut so abgestoßen und gleichzeitig fasziniert, wie dieser Therapeut von Joan Didion.
Vermutlich bin ich momentan in diesem Sinkflug, von dem D. kürzlich schrieb, sie sei aus der Abwärtsspirale wieder aufgetaucht. Vermutlich lag ich falsch als ich die Dauer zwischen den Therapiesitzungen auf drei Wochen erhöhte, weil ich dachte, das Wesentliche, das Alltägliche hätte ich ja nun im Griff. Vermutlich geht es gerade darum einfach auszuhalten, dass gerade nicht mehr geht, als auszuhalten was ist. Möglicherweise ist unter diesen Umständen die Lektüre von Notizen für John nicht das Richtige.
Auf jeden Fall scheint es aber so zu sein, dass ich es sogar lesend als verletzend empfinde, wenn Menschen so sicher sind, sich so offensichtlich über jeden Zweifel erhaben geben.
#joanDidion #lesetagebuch #notizenFuerJohn #therapeut #zweifel
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Lesetagebuch „Notizen für John“ (2)
Viel früher, in meinen ersten Therapiesitzungen, in denen ich ziemlich verstockt gewesen bin, habe ich widerwillig und einsilbig von meiner Vergangenheit und Kindheit erzählt. Didions Therapeut hätte mich gefragt, oder er hätte vielmehr unterstellt, dass ich den herannahenden Tod meines Vater viel früher gespürt haben muss. Nicht erst an diesem Morgen an dem ich, 5 Jahre alt, im Bett meiner Eltern liegend, hörte wie meine Mutter immer wieder diesen Satz aussprach: Klaus ist tot. Wie ich dann als ich aufgestanden war gefragt hatte: Wie geht es Papa? Und sie geantwortet hatte: Papa ist tot. Ich habe keine Erinnerungen daran, werde ich gesagt haben und würde es auch heute sagen. Ich weiß nur, dass ich jahrzehntelang ein schlechtes Gewissen hatte, weil ich doch gehört hatte, wie sie am Telefon davon gesprochen hatte, dass mein Vater tot ist, und ich – mich unwissend gebend – dennoch gefragt hatte, wie es meinem Vater ging. Ich hatte tatsächlich erst als ich diese Begebenheit einer Freundin erzählt hatte, verstanden, dass es nichts gab, wofür ich mich schämen musste, dass vielmehr ich diejenige war, der Unrecht geschehen war, die nicht die Zuwendung bekommen hatte, die sie gebraucht hätte, als fünfjähriges Kind, das den Tod doch vermutlich noch gar nicht ganz erfassen und bestimmt nicht einfach so verarbeiten konnte. Und vielleicht hätte ich irgendwann mit meiner Mutter darüber reden können, vielleicht hätten wir uns auf heilsame Art und Weise darüber austauschen können, wie es uns damals ging, was wir gerne anders erlebt oder gemacht hätten. Aber dazu kam es nie. Denn meine Mutter starb zu früh um diese Art Gespräche zu führen.
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Self-respect
To live without self-respect is to lie awake some night, beyond the reach of warm milk, phenobarbital, and the sleeping hand on the coverlet, counting up the sins of commission and omission, the trusts betrayed, the promises subtly broken, the gifts irrevocably wasted through sloth or cowardice or carelessness. However long we postpone it, we eventually lie down alone in that notoriously uncomfortable bed, the one we make ourselves. Whether or not we sleep in it depends, of course, on whether or not we respect ourselves.
~ Joan Didionslip:4a975.
#JoanDidion #Quotes #SelfAcceptance -
Character
Character—the willingness to accept responsibility for one’s own life—is the source from which self-respect springs.
~ Joan Didionslip:4a970.
#Character #JoanDidion #Quotes -
Forgetting
I think we are well advised to keep on nodding terms with the people we used to be, whether we find them attractive company or not. Otherwise they turn up unannounced and surprise us, come hammering on the mind’s door at 4 a.m. of a bad night and demand to know who deserted them, who betrayed them, who is going to make amends. We forget all too soon the things we thought we could never forget. We forget the loves and the betrayals alike, forget what we whispered and what we screamed, forget who we were.
~ Joan Didionslip:4a959.
#JoanDidion #Quotes #SelfAwareness -
My no write purty
Once, in a dry season, I wrote in large letters across two pages of a notebook that innocence ends when one is stripped of the delusion that one likes oneself. Although now, some years later, I marvel that a mind on the outs with itself should have nonetheless made painstaking record of its every tremor, I recall with embarrassing clarity the flavor of those particular ashes. It was a matter of misplaced self-respect.
~ Joan Didion from, On Self-Respectslip:4a965.
Aside from this being the first time I’ve linked to Vogue… I’d like to turn a phrase or two like that at some point. But unfortunately, me no write that purty. ¯\_(ツ)_/¯
Sometimes I read things that I really feel I resonate with. I’m honestly not sure if I agree with her—specifically in this essay or in her writing in general. But this grabbed me and so, share I shall.
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#JoanDidion #Vogue -
Keeping a notebook
This entry is part 70 of 72 in the series My Journey This entry is part 70 of 72 in the series My JourneyI think we are well advised to keep on nodding terms with the people we used to be, whether we find them attractive company or not. Otherwise they turn up unannounced and surprise us, come hammering on the mind’s door at 4 a.m. of a bad night and demand to know who deserted them, who betrayed them, who is going to make amends. We forget all too soon the things we thought we could never forget. We forget the loves and the betrayals alike, forget what we whispered and what we screamed, forget who we were.
~ Joan Didionslip:4a959.
I have no idea who my 16-or-so-year-old self was. I recently found myself telling a long sequence of stories from that era. Who was that person? What were they thinking? …I have no idea.
And I don’t mean that looking at the facts, things don’t make sense. As in, “why would someone do that, in that situation.”
I mean: I have no recollection of what it felt like to be that person. That person—those experiences—don’t even feel real. It’s like there’s not even the least certainty that those memories aren’t just something loaded into my brain before it was booted up a few years ago.
Going back ten years—maaaybe 15 at most—I feel like that is still me. It’s like there’s a horizon and once an experience disappears over the horizon, all that’s left is a story.
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#JoanDidion #SelfImprovement