Manchmal (wenn auch selten) werde ich gefragt, was man tun könne gegen all dieses Klimaänderungs-was-auch-immer. Jeder Einzelne kann viel tun, um nachhaltiger und ressourcenschonender zu leben. Oft sind es nur Gewohnheiten, die hinterfragt und nach und nach durch bessere Gewohnheiten ersetzt werden können.
Dennoch kommt auf jeden von uns eine Allmende zum Tragen. All das, was letztlich durch Entscheidungen der Politik an Emissionen und Ressourcenverbrauch für unser aller Wohl („Wohlstand und Sicherheit”) entstanden ist und noch entstehen wird. Dazu zählen Wassernetze, Abwassernetze, Stromnetze, Kommunikationsnetze, Straßen, Bahngleise und Bahnhöfe, usw.
Was dort verbessert werden kann, ist allen Politikern (hoffentlich) bekannt. Das sind keine „komischen” Informationen oder Forderungen von Klima-NGOs, sondern vom Staat beauftragte Untersuchungen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie man es besser machen könnte und müsste. So wie auch die jährlich stattfindenden Klimakonferenzen (COP): Die Wissenschaft dazu und die resultierenden Berichte und Empfehlungen werden im Auftrag von fast allen Regierungen auf dieser Welt erstellt - nicht von denen, die sich zum Wohl aller mal auf die Straße kleben...
Für Österreich kann man, wenn man es besser machen möchte als es jetzt läuft, mit diesem Bericht des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft beginnen. Der Bericht heißt „Klimakontraproduktive Subventionen in Österreich”.
Er ist nicht einmal im Keller auf einer alten Toilette versteckt, sondern kann von jedem gelesen werden: https://www.bmluk.gv.at/themen/klima-und-umwelt/klima/nationale-klimapolitik/kontraproduktiv.html.
Das PDF gibt es hier: https://www.wifo.ac.at/wp-content/uploads/upload-5121/s_2022_klimakontraproduktive_subventionen_69687_.pdf.
Ich möchte nicht viel dazu sagen, wir können ja alle lesen. Nur eines aus den zentralen Ergebnissen hier:
> „Im Durchschnitt der letzten Jahre belief sich das Volumen der klimakontraproduktiven Förderungen in Österreich auf 4,1 bis 5,7 Milliarden Euro.”
(Also jährlich, diese Summe....)
Auf der Suche nach Lösungen kann weiteres helfen. Ein Bericht des Rechnungshofes (der ja nicht als besondere Umwelt-NGO bekannt ist) ist gefürchtet, weil er prüft, was mit unserem Steuergeld passiert und ob es gut angelegt und verwendet wird.
Der Bericht heißt „Klimaschutz in Österreich; Follow-up-Überprüfung”. Der Titel klingt etwas sperrig, ist er auch. Anfang 2024 überprüfte der Rechnungshof auch das oben genannte Ministerium, welches damals „Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie” hieß.
Dabei haben sie sich angeschaut, was aus ihren Empfehlungen aus einem vorhergehenden Bericht („Klimaschutz in Österreich – Maßnahmen und Zielerreichung 2020”) geworden ist.
Kurzfassung:
> „Das Bundesministerium für Finanzen und das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie setzten von den 20 überprüften Empfehlungen des Vorberichts zwei zur Gänze, acht teilweise und zehn nicht um.”
Hier kann man nachlesen, welche Ziele nicht erreicht wurden und diese in der Realpolitik endlich fordern. Die Klimakrise scheint dort ja nicht als wirklich „real” wahrgenommen zu werden.
PDF: https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/home/home_7/2024_37_Kimaschutz_Oesterreich_FuP.pdf
Der politische Wandel muss von den von uns gewählten Abgeordneten ausgehen - jetzt, und nicht erst nach der nächsten Wahl. #JetztIstDieZeit.
Damit ist unsere Verantwortung jedoch nicht aus der Hand gegeben. Der gesellschaftliche Wandel ist genauso wichtig und notwendig. Er muss von uns kommen. Wir müssen der Politik den Rücken frei halten, auch wenn Entscheidungen getroffen werden, die nicht so gut ankommen.
Es wird Zeit von der Katastrophe zur Katharsis zu gelangen.
Und letztlich sind wir es, die unter der Klimakrise leiden werden. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Wann fängt es bei euch an, wehzutun?
#Klimakrise
#Politik
#Gesellschaft