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#informationsmanagement — Public Fediverse posts

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  1. Zwischen final.xlsx und Forschungsdatenmanagement: Ein Projekt aus Studierendenperspektive

    Wer schon einmal auf eine Datei mit dem Namen final_neu_wirklichfinal.xlsx gestoßen ist, kennt das Problem: Daten können schnell unübersichtlich werden. In der Forschung ist das nicht nur lästig, sondern kann darüber entscheiden, ob Ergebnisse nachvollziehbar, nachnutzbar und langfristig auffindbar bleiben. Genau hier setzt Forschungsdatenmanagement (FDM) an. Aber wie erklärt man FDM so, dass es für Studierende greifbar wird?

    Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Gruppe mit acht Studierenden des Bachelorstudiengangs Informationsmanagement an der Hochschule Hannover (HsH) im Sommersemester 2026. Im Rahmen eines Projekts im 6. Semester, betreut durch das Joint Lab Future Libraries & Research Data von HsH und TIB, entwickelten sie Materialien, die FDM aus studentischer Perspektive zugänglich machen: einen Selbstlernkurs und modulare Seminareinheiten – konzipiert von Studierenden für Studierende.

    Warum dieses Projekt?

    Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass FDM im bisherigen Studienverlauf explizit kaum vorkam. Daher verfolgte das Projekt das Ziel, Materialien zu entwickeln, die niedrigschwellig erklären, worum es bei FDM geht und warum es schon im Studium nützlich ist. Das Projekt war bewusst offen angelegt. Neben der fachlichen Auseinandersetzung mit FDM gehörten auch eigenständige Organisation und Projektmanagement dazu.

    Dabei sollten vorhandene Open Educational Resources (OER) weitergedacht und an eine studentische Zielgruppe angepasst werden. Konkret knüpfte die Gruppe dabei an den Kurs „Nachhaltige Wissenschaft mit Forschungsdatenmanagement – Eine Einführung für Betreuende von Qualifizierungsarbeiten“ an, der bereits im TIB-Blog vorgestellt wurde.

    FDM nicht nur erklären, sondern ausprobieren

    Besonders interessant war der Perspektivwechsel: Die Studierenden entwickelten Materialien für andere Studierende und prüften dabei immer wieder, was wirklich verständlich, brauchbar und motivierend ist. Was braucht man als Einstieg? Welche Begriffe müssen erklärt werden? Wo helfen Beispiele mehr als Definitionen? Gleichzeitig wurde FDM Teil des Projektalltags. Einheitliche Dateibenennungen, Dokumentation, Versionierung, regelmäßige Backups und README-Dateien waren nicht nur Kursthemen, sondern praktische Werkzeuge in der Zusammenarbeit. So wurde aus einem abstrakten Thema schnell eine konkrete Projekterfahrung.

    Für die Erarbeitung der OER teilte sich die Gruppe in zwei Teams auf, die an den unterschiedlichen Formaten arbeiteten und ihre Materialien jeweils iterativ auf Basis von Feedback aus Lehre und Praxis weiterentwickelten.

    Der Selbstlernkurs „FDM in 120 Minuten“

    Ein Teilteam entwickelte einen Onlinekurs auf Basis von LiaScript. Ziel war ein kompakter Selbstlernkurs, der FDM-Grundlagen in rund 120 Minuten im Selbststudium vermittelt und Studierenden einen ersten, gut zugänglichen Überblick bietet. Dafür arbeitete sich die Gruppe in die Funktionsweise und den Syntax von LiaScript ein. Eine Herausforderung bestand darin, dass kollaboratives Arbeiten in diesem Format nur eingeschränkt möglich war und der Zugang über GitHub zusätzliche technische Hürden mit sich brachte.

    Inhaltlich ging es darum, bestehende OER mit einer „Studierendenbrille“ zu überarbeiten: Was ist für die Zielgruppe wirklich relevant? Welche Beispiele machen FDM greifbar? Und wie lässt sich ein Thema, das schnell trocken wirken kann, in ein übersichtliches Selbstlernformat bringen?

    Das Skript zum Selbstlernkurs ist auf GRO.data veröffentlicht: https://doi.org/10.25625/HLSNR1. Hier geht es direkt zum Selbstlernkurs.

    Modulare Seminareinheiten für die Hochschullehre

    Das zweite Teilteam entwickelte drei Seminareinheiten, die Lehrende flexibel in bestehende Veranstaltungen einbauen können. Ergänzt wurden die Folien durch Übungen, Arbeitsblätter und Rahmenhinweise. Der modulare Ansatz war dabei zentral: Die Materialien sollen nicht als starre Präsentation funktionieren, sondern als Bausteine, aus denen Lehrende je nach Veranstaltung, Zeitrahmen und Vorwissen der Studierenden auswählen können.

    Auch hier spielte Feedback eine große Rolle. Mehrere Versionen wurden überarbeitet, angepasst und geschärft. Eine besondere Herausforderung war die Frage, welches Vorwissen künftige Studierende tatsächlich mitbringen und wie viel Kontext die Materialien deshalb selbst liefern müssen.

    Die Seminarmaterialien sind ebenfalls auf GRO.data veröffentlicht: https://doi.org/10.25625/6105WI.

    Veröffentlichen als eigene FDM-Erfahrung

    Bei der Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse sammelte die Gruppe praktische Erfahrungen mit GRO.data, Zenodo und twillo. Das FDM wurde damit ganz konkret: Welche Metadaten werden benötigt? Welche Felder sind verständlich? Wo fehlen Hinweise? Und wie benutzerfreundlich sind Repositorien aus Sicht von Studierenden?

    Die Erfahrungen fielen unterschiedlich aus. Zenodo wurde als grundsätzlich einfach und verständlich wahrgenommen, auch wenn an einzelnen Stellen genauere Hilfetexte hilfreich gewesen wären. GRO.data wirkte insgesamt selbsterklärend, stellte die Gruppe aber bei einzelnen Funktionen und Bezeichnungen vor Fragen.

    Gerade diese Erfahrungen machten sichtbar, dass Forschungsdatenmanagement nicht nur aus Prinzipien und Empfehlungen besteht, sondern aus konkreten Entscheidungen, Werkzeugen und manchmal auch technischen Hürden.

    BiblioCon2026

    Das Projektteam präsentierte die Arbeitsergebnisse auf der BiblioCon 2026 in Berlin in Form eines Posters und einer Präsentation für das Freiraum-Format. Damit wurden die Projektergebnisse nicht nur im Studienkontext genutzt, sondern auch in eine größere Fachöffentlichkeit getragen.

    Session zum Semesterprojekt im Freiraum der BiblioCon

    Für die Studierenden bedeutete das, die eigene Projektarbeit noch einmal anders zu reflektieren: Was ist das Wesentliche? Welche Erfahrungen sind übertragbar? Und wie lässt sich ein studentisches Projekt so präsentieren, dass es auch für andere Einrichtungen und Studiengänge interessant wird? Über die Plattform der Tagung wurden die Beiträge anschließend ebenfalls publiziert (Freiraum-Folien: nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0290-opus4-205328, Poster: nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0290-opus4-205129).

    Bei der BiblioCon boten sich weiterhin interessante Anknüpfungspunkte zu ähnlichen Ansätzen in Hochschulen, wie etwa zum OER-Kurs „Data Skills“ der Uni Rostock, der Forschende und Studierende seit Ende 2025 mit einem modular aufgebauten Selbstlernangebot auf ILIAS durch den gesamten Forschungsdatenzyklus führt.

    Auch das Verbundprojekt „Einstein Your Data“ der Universitäten Vechta und Oldenburg, gefördert im Rahmen der Landesinitiative FDM Niedersachsen, verfolgt ein ähnliches Ziel: Es stärkt die Data Literacy von Studierenden durch forschendes Lernen, bei dem der gesamte Forschungsprozess von der Planung über die Datenerhebung bis zur Archivierung selbst durchlaufen wird. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Umgang mit sensiblen Daten. Solche Projekte zeigen: Der Bedarf an praxisnaher Vermittlung von Datenkompetenz ist an vielen Standorten präsent und der Austausch über Formate und Erfahrungen lohnt sich.

    Was bleibt?

    Rückblickend beschreibt die Projektgruppe das Semester als fachlich und organisatorisch lehrreich. Besonders prägend war die Erfahrung, dass FDM nicht erst bei großen Forschungsprojekten beginnt. Neben Herausforderungen, etwa im Umgang mit technischen Schwierigkeiten beim genutzten Cloud-Dienst, war vor allem die Projektarbeit selbst prägend: Wie im FDM selbst erwiesen sich auch im Projektteam eine sorgfältige Dokumentation und klare Kommunikation als zentrale Erfolgsfaktoren.

    Damit liefert das Projekt mehr als nur die Materialien für künftige Lehrveranstaltungen: Es zeigt, wie FDM-Kompetenzen im Studium praktisch erfahrbar werden können – nicht als zusätzliche Pflicht, sondern als Bestandteil guter wissenschaftlicher und kollaborativer Arbeit.

    Alle Materialien stehen offen lizenziert zur Nachnutzung bereit und laden dazu ein, Forschungsdatenmanagement früh im Studium aufzugreifen und an die eigene Lehre anzupassen.

    Kontakt

    Joint Lab Future Libraries & Research Data [email protected]

    Franziska Altemeier, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek: [email protected]

    Prof. Dr. Ina Blümel, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek & Hochschule Hannover, [email protected] 

    Dr. Nina Düvel, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek & Hochschule Hannover: [email protected]

    Joint Lab Future Libraries & Research Data

    #LizenzCCBY40INT #Forschungsdatenmanagement #BiblioCON #OER #Hochschullehre #Informationsmanagement #JointLabFutureLibrariesAndResearchData #Studium
  2. Blickwinkel: Abhängigkeit von US-Datenbanken

    Im Deutschen Ärzteblatt schildert Elke Hausner, stellvertretende Leiterin des IQWiG-Ressorts #Informationsmanagement, die Sorgen um #PubMed oder #ClinicalTrials.gov und die Ansprüche an mögliche Alternativen.

    aerzteblatt.de/search/result/3

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    Im Deutschen Ärzteblatt schildert Elke Hausner, stellvertretende Leiterin des IQWiG-Ressorts #Informationsmanagement, die Sorgen um #PubMed oder #ClinicalTrials.gov und die Ansprüche an mögliche Alternativen.

    aerzteblatt.de/search/result/3

  4. Save the Date: 21. Mai 2025, 18 Uhr! Ann Blair (Harvard), Autorin von "Too Much To Know", spricht am DHI Paris über #Informationsmanagement damals und heute – digital & menschlich. Zweisprachig (EN/FR), vor Ort & via Zoom. Infos & Link: www.dhi-paris.fr/de/veranstal... #Geschichte #DigitalHumanities

  5. Save the Date: 21. Mai 2025, 18 Uhr! Ann Blair (Harvard), Autorin von "Too Much To Know", spricht am DHI Paris über #Informationsmanagement damals und heute – digital & menschlich. Zweisprachig (EN/FR), vor Ort & via Zoom. Infos & Link: www.dhi-paris.fr/de/veranstal... #Geschichte #DigitalHumanities

  6. Ich habe meine Bachelorarbeit mit 2,0 bestanden. Sehr zufrieden! Ich bin jetzt offiziell nicht nur FaMI, sondern auch Bachelor of Arts (B.A.) Informationsmanagement. #fami #hsh #hochschule #hannover #informationsmanagement #berufsbegleitend #studium #ba #bachelorarbeit #studienabschluss

  7. Ich habe meine Bachelorarbeit mit 2,0 bestanden. Sehr zufrieden! Ich bin jetzt offiziell nicht nur FaMI, sondern auch Bachelor of Arts (B.A.) Informationsmanagement. #fami #hsh #hochschule #hannover #informationsmanagement #berufsbegleitend #studium #ba #bachelorarbeit #studienabschluss

  8. #PaulOtlet bezweifelte Ende des 19. Jahrhunderts die Zukunft des Buches, ja gar der Bibliothek an sich. Und doch hat er einen Beitrag im #TIBBlog verdient – heute am 10. Dezember 2024, seinem 80. Todestag.
    Denn Otlet ist einer der großen Vordenker, dem wir unsere heutige Auffassung von Wissens- und #Informationsmanagement verdanken.
    Mehr dazu von unserer #TIB-Kollegin #PetraMensing: blog.tib.eu/2024/12/10/paul-ot

  9. #PaulOtlet bezweifelte Ende des 19. Jahrhunderts die Zukunft des Buches, ja gar der Bibliothek an sich. Und doch hat er einen Beitrag im #TIBBlog verdient – heute am 10. Dezember 2024, seinem 80. Todestag.
    Denn Otlet ist einer der großen Vordenker, dem wir unsere heutige Auffassung von Wissens- und #Informationsmanagement verdanken.
    Mehr dazu von unserer #TIB-Kollegin #PetraMensing: blog.tib.eu/2024/12/10/paul-ot