#hebammen — Public Fediverse posts
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Vortrag Prof. Dr. Sven Hildebrandt am 02.07.2026: ‚Begleitung der Schwangeren im Geburtszeitraum – eine Herausforderung an Kompetenz, Sorgfalt und Geduld‘
"Der Referent setzt sich ausführlich mit den Ursachen der hohen Einleitungsrate, mit falsch verstandener Wissenschaftlichkeit, mit den Gefahren dieser Praxis und mit möglichen Auswegen auseinander. Ausführlich geht er auf Strategien zur Vermeidung unnötiger Geburtseinleitungen und auf die Sicht der pränatalen Psychologie auf dieses Problem ein."
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"Im Artikel »Peripartale Depressionen erkennen und behandeln" werden Publikationen zitiert, in denen sich Zahlen von durchschnittlich ca. 19% Postpartale Depression finden. […] Der Babyblues bildet eine eigene Kategorie und tritt nach knapp der Hälfte aller Entbindungen auf, er dauert weniger als zwei Wochen. […] Auffällig ist aber nach unseren Untersuchungen, dass nach der Begleitung der Schwangeren durch die Bindungsanalyse extrem selten (unter 1%) über Babyblues berichtet wird, obgleich die Gebärenden die gleichen Hormonumstellungen durchlaufen. […]
Im allgemeinen erwartet die Gesellschaft von einer Schwangeren, dass sie sich über das Baby in ihrem Bauch freut. Aber genauso wie bei einer Hochzeit nicht an den üblichen Verlauf einer Ehe und die unvermeidlichen Krisen gedacht wird, unterliegt auch das allgemein erwartete Glück einer Schwangerschaft einer romantischen Verklärung. […]
Auch bei psychotherapeutischen Behandlungen der Peripartalen Depression fallen regelhaft ausgeprägte Verleugnungstendenzen in der Vorgeschichte der Erkrankung ebenso auf wie eine Vielzahl ungelöster (Rollen-) Konflikte, die durch die Schwangerschaft reaktiviert werden können. (Gröhe 2003)
Ein sinngebendes Verständnis der aktuellen Veränderungen im Leben der Frau kann am ehesten im Rahmen einer Psychotherapie ereicht werden. Insbesondere das Verfahren der Bindungsanalyse erlaubt darüber hinaus die Integration transgenerationaler biographischer Einflüsse auf den Verlauf der Schwangerschaft, deren Gewicht bislang weit unterschätzt wurde. Traumatische Erfahrungen in den Vorgenerationen werden mindestens in der Folgegeneration überwiegend unbewußt weitergegeben, sofern sie unaufgearbeitet blieben. (Schroth 2010) In der Nachkriegsgeneration und deren Kindern lässt sich dies gehäuft beobachten. […]
Ausgehend von der bislang beschriebenen psychotherapeutischen Sicht auf die Peripartale Depression kann leicht damit gerechnet werden, dass unter der Geburt das unverarbeitete Konfliktmaterial der Schwangeren reaktiviert und in der Interaktion zwischen der Gebarenden, der Hebamme und dem hinzugezogenen Geburtshelfer in einer undurchschaubaren Weise reinszeniert wird. Es handelt sich dabei um einen tief unbewussten Prozess, der nur einem kundigen Beobachter auffallen wird. Innere Blockaden, die Schwierigkeit des Loszulassens, d.h. das Baby aus dem eigenen Körper in die Welt zu entlassen, werden auf der körperliche Ebene zu somatischen Geburtshindernissen, die dann je nach der von Hebamme oder Arzt angewandten Methode zu einer mehr oder minder gewaltsamen Erfahrung werden kann. Dies wurde bislang als schicksalhafter Begleitumstand einer Geburt hingenommen, verbleibt aber dennoch in scharfem Kontrast zur erholten sanften Geburt. Auch wenn eine reichliche Endorphinausschüttung unter der Geburt die traumatische Erfahrung bald vergessen lässt, sollten wir uns bewusst machen, dass diese Erfahrung dennoch im Unbewussten oder in der Körpererfahrung erhalten bleibt und im Fall einer neuen Schwangerschaft als Angstinhalt wieder auftauchen kann. […]
Die präventive Wirkung der Bindungsanalyse auf die seelische Gesundheit und emotionale Stabilität des Babys war bei den drei Evaluations-Untersuchungen mehr als augenscheinlich. Die Prävention bezog sich aber auch auf die seelische Stabilität der Mutter, sodass die Schwangere unter optimalen Bedingungen in die Geburt eingetreten war. Die positive Geburterfahrung, die regelhaft mit milderen und meist erträglichen Schmerzen einhergeht, hatte für sich eine heilende Wirkung und stärkte das Selbstbewusstsein der Gebärenden so ausdrücklich, dass der Umgang mit dem Neugeborenen wie auch mit der neuen Lebenssituation bezüglich Partnerschaft und Beruf leichter bewältigt werden konnte.
Wir benötigen einerseits dringend ein neues Bewusstsein im Umgang mit Schwangeren und deren psychosozialen Belastungen durch die Schwangerschaft. Andererseits müssen in den Behandlungsangeboten der Psychotherapie Möglichkeiten geschaffen werden, Schwangere und ihre Familie sehr kurzfristig versorgen zu können. Die derzeit üblichen Wartefristen auf eine Psychotherapie von 6 und mehr Monaten sind in einer solchen Situation im Sinne einer Notfallindikation zu priorisieren. Wenn wir Hausärzte, Gynäkologen, #Hebammen, Psychotherapeuten und die Schwangere selbst für diese Zusammenhänge sensibilisieren und ins Boot holen können, ließe sich viel alltägliches Unheil verhindern. Insbesonders muss eine deutlich größere Aufmerksamkeit auf die langfristigen Folgen für die Gesundheitsentwicklung der Folgegeneration gerichtet werden, die durch Peripartale Depression der Mütter entstehen können.
Aufgrund meiner nahezu 40jährigen Behandlungserfahrung als Psychiater und Psychoanalytiker wage ich heute nicht nur die Prognose, dass durch die #Bindungsanalyse eine hervorragende Prävention vor seelischen Erkrankungen zur Verfügung steht. Auch unser Verständnis und die Heilungschancen schwerer psychischer Erkrankungen könnten durch die Bindungsanalyse eine neue Dimension erfahren."
-- Gerhard Schroth in: „Gespräche im Innenraum“. Intrauterine Verständigung zwischen Mutter und Kind.
https://www.mattes.de/buecher/praenatale_psychologie/978-3-86809-060-4.html
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Der neue Hebammenhilfevertrag klingt nach Aufwertung: höhere Stundensätze, modernere Abrechnung, angeblich mehr 1:1-Betreuung. ⬇️
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Die neue Lage ist online - Folge 457:
* #Rente: Koalition steuert auf Showdown zu - werden am Ende Grüne oder Linke #Merz retten?
* Recht: Musste die Polizei die #AfD-Veranstaltung in #Gießen schützen - und mit diesen Mitteln?
* #Geburtshilfe: #Hebammen kritisieren neues Vergütungssystem - müssen nun Kreißsäle schließen?
Gleich reinhören 🎧
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👶 Baden-Württemberg stärkt die Geburtshilfe! 🏥
💪 Das Land investiert in den kommenden zwei Jahren 400.000 Euro in 12 Kliniken, die neue Hebammenkreißsäle aufbauen oder bestehende weiterentwickeln. 🙌
💬 Gesundheitsminister Manne Lucha betont: „Die große Nachfrage nach einer Förderung zeigt, dass immer mehr Kliniken im Land die Möglichkeit einer interventionsarmen, selbstbestimmten Geburt anbieten möchten. Diese Entwicklung begrüße ich sehr. Es ist erklärtes Ziel der Landesregierung, dass das Angebot der Hebammenkreißsäle in Baden-Württemberg stärker in die Fläche gebracht wird.“
➡️ https://t1p.de/mz58x
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#Hebammen sind für die #Geburtsmedizin unverzichtbar: Sie begleiten werdende Eltern vor, während und nach einer #Geburt. Wie sieht eine #Hebammenbetreuung an der #CharitéBerlin aus? Hört rein in die neue #Podcast-Folge von „Geburt in der Charité“! 🎙️
👉 https://www.charite.de/die_charite/themen/geburt_in_der_charite
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Ab November rechnen Krankenkassen die Arbeit von Hebammen anders ab. Vielen droht das finanzielle Aus. Die Politik ist alarmiert.#Politik #Landespolitik #WDR #NRW #Westblick #Hebammen #Geburtshilfe #Hebammenhilfevertrag #Vergütung #Krankenkassen #Spitzenverband #Dienstbeleghebamme #SPD #CDU #FDP #AfD #MAGS #Schiedsspruch #Krankenhausgesellschaft #Schwangere #Schwanger #Hebammenverband
Vielen Hebammen droht nach Schiedsspruch das finanzielle Aus