Erlebnisbericht zum #Hundesamstag
T2 war mit T4 und L4 2h unterwegs und es war mal wieder ereignis- und aufschlussreich. Mal schauen ob T2 noch alles aufgelistet bekommt...
Das Vorhaben war zum 1km entfernten #EKZ zu gehen, kurz davor mit T4 & L4 mit der Arbeit zu beginnen und somit beschäftigt dort reinzugehen, sodass T4 nicht das #Eskalier geben muss. Drinnen füttern und danach beim Terrassencafe direkt nebenan Einkehr halten.
Der Weg bis kurz vor’s EKZ war harmlos. Nur ein Hund an #straffeLeine auf der anderen Straßenseite, welcher scheinbar vollbeschäftigt in Graben schnupperte. Nur das dem wachen Auge aufgefallen ist, das dieser #fedidog mit dem Schnuppern erst anfing, als er T4 & L4 registrierte. Klassische Deeskalationstaktik von #Hunde: Abwenden, beschäftigt wirken und nicht beim gegenüber auffallen wollen. L4 ist sowieso harmlos, T4 konnte das ganz souverän passieren.
Auf einer Parkbank saßen 2 #Frauchen und ihre #Handtaschenhunde lagen vor ihnen auf dem Gehweg. Das ist keine Übung für T4, da wird es Hardcorerandale geben. T4 geht auf die andere Straßenseite und führt T4 & L4 auf der abgewandten Seite. Kaum waren wir 5m ran gekommen springt die eine #Handtasche auf und keift uns an. T4 wollte den Fiffi zu recht mal kurz auf links drehen, ließ sich aber überreden nicht aktiv zu werden. TOP! Das hat die Handtasche doch schon hundertmal gemacht. Das der gewöhnliche #Hundehalter daraus nicht lernen will, versteht T2 einfach nicht - #95Prozent!
Kurz vor dem Ziel werden T4 & L4 abgesetzt und der #Futterbeutel in einer Astgabel von einem 4-Stamm-Baum versteckt. Hinter dem Baum stehend konnte T2 noch einen weiteren Beutel unbeobachtet auslegen. Beide durften nacheinander zum Jagderfolg kommen. Auf den letzten Meter den Beutel nochmal ‚verloren‘. Der Hund als Haushaltshelfer zum Aufheben ist schon was feines… Vor den Eingangstüren des EKZ noch eine abschließende ‚Jagd‘ und dann dürfen beide ihre Beute(l) reintragen. Eine ruhige Ecke aufgesucht, T2 setzt sich auf den Boden an die Wand und öffnet den Beutel für jeden Hund, einer rechts der Andere links. Das Vorhaben, ruhig ins EKZ reinzugehen, hat funktioniert. Die #dogsofmastodon fressen, da kommt eine Frau F2 ganz knapp auf uns zu: ‚Kann ich die Hunde mal streicheln?‘
T2: ‚Wohl kaum, hier werden gerade 2 Hunde gefüttert und du Fremde willst sie streicheln?!?‘, und legt eine Gesichtsmimik auf, als wenn sie nicht mehr ganz dicht ist!
F2: ‚Eigentlich wollte ich dir was Gutes anbieten!‘
T2: ‚Ist, glaube ich, nicht nötig. Ich habe alles!‘
Nur weil T2 barfuß unterwegs ist, könnte ein geschulter Blick verraten, das es sich bei T2 nicht um einen Penner, Obdachlosen oder ähnliches handelt! OK, vielleicht in den Anfängen… F2 wollte bestimmt nur präventiv tätig werden 😉
Nach dem Füttern noch etwas Wasser angeboten und dann geht’s Richtung Ausgang. Keine 2 Schritte getan, fängt T4 an zu eskalieren: Springt in die Leine, schmeißt sich auf den Boden, fixiert, fährt Scheinattacken, schlägt Hacken wie es die kurze Leine zulässt. Ein alter Mann kommt auf uns zu und statt die Seite mit dem ruhigen L4 zu nutzen, muss er natürlich knapp an T4 vorbeigehen. So etwas kommt ständig vor!!!
Wir gehen wieder ein paar Schritte und T4 eskaliert wieder. Ein junger Mann M2 will seiner Freundin imponieren: ‚ #DerwillnurSpielen !‘
T2 ganz nebenbei ‚Wohl kaum!‘ und kümmert sich weiter um T4, legt eine Hand zur Beruhigung an T4.
‚Wie – Wohl kaum - wie bist du den drauf!‘ blafft M2 an T2 gerichtet zurück.
Da T2 die Anzahl der #Bundestrainer deutschlandweit kennt, reagiert T2 gar nicht mehr darauf.
Die 20m zum Ausgang sind irgendwann geschafft und wir sind gerade vor der Türe, wo T4, warum auch immer, nur noch halbherzig eskaliert. Da kommt schon die nächste Frau auf T4 zu: ‚Kann ich den streicheln?‘
T2: NEIN. Du hast doch gesehen, wie er außer Rand und Band ist. Wie kommt man da auf die Idee, einen fremden Hund in so einer Situation streicheln zu wollen?
Die Frau dreht mit den Worten: ‚Hoffentlich hat der Hund ein besseres Leben als du!‘ ab.
T2 kann nicht in T4 reinschauen, kann auch mit T4 nicht über das Leben philosophieren… Somit wird es schwierig, darauf zu antworten. Eines seiner wichtigsten Bedürfnisse hetzen/jagen darf T4 erleben. Es wird nicht unterbunden sondern nur auf unkritische Objekte umgelenkt. Lass den Hasen in Ruhe und jage der Hetzangel hinterher, dann wirst du auch satt. Gehe nicht der Spur des Eichhörnchen nach sondern der ausgelegten Fährte, dann wirst du auch satt. Und wenn T4 im Vorfeld ‚sagt’, das der entgegenkommende Hund ein Blödmann ist, mit dem er nichts zu tun haben möchte (und das sagte T4 ziemlich häufig) wechseln wir die Straßenseite, drehen um oder weichen in einer Nische aus - Sicherheit bekommt T4 auch geboten. Wahrscheinlich hat T4 im Rahmen eines Haustieres schon ein gutes Leben.
Die weiteren 150m zum Terrassencafe klappen erstaunlich und erfreulich gut. T2 geht direkt rein um einen Überblick der heute gebotenen Kuchen zu erfragen. Kaum an der Türe angekommen, werden wir volle Kanne angekeift. Ach ja, deren Hund ist wieder mit im Café. Wie heißt noch mal die Handtasche mit den Glubschaugen … stimmt: #Pekingese! P4 sitzt im Kinderwagen neben dem Chef und keift die ganze Hütte klein. T2 Begrüßung geht in der Akustik unter. Cheffee schnappt sich P4 und geht auf die Terrasse raus. L4 ist dabei entspannt hinter T2 geblieben. T4 meinte schon, dem Hosenscheißer mal seine Ansicht der Welt zu vermitteln, wurde aber durch die Leine begrenzt und dann wieder hinter T2 gebracht. Nun, wo Ruhe im Raum war, konnten die Kellnerin und T2 die Begrüßung nochmals vornehmen. Der Kuchenkühlschrank ist kaputt, daher gibt es keinen Kuchen. Kein Problem, dann nimmt T2 etwas von der Karte.
Eine Kundin im Laden sofort, als Cheffee mit dem Kläffer draußen war: ‚Immer diese Kleinen!‘ Nee, die Größe ist einfach nicht das Problem. P4 hat einfach keine Erziehung erfahren und muss nur als Kuscheltier funktionieren – das ist sein Lebensschicksal. Ein weiterer Punkt, warum T4 wahrscheinlich ein gutes Leben hat.
T2 geht mit T4 & L4 auf die Terrasse und sieht Cheffee mit P4 rechts in der Sonne sitzen. Perfekt, links sind Schattenplätze am Geländer, welche T2 ansteuert. Die Hunde dort strategisch abzulegen ist hier etwas kniffelig. Zur einen Seite ist der Terrassenverkehr von Kellner und Kunden. Zur Seite des Geländers ist der Terrassenboden auf Kopfhöhe der Fußgänger auf dem Bürgersteig. Da die Mehrheit heute #Smombies sind, ist der Platz am Geländer für T4 & L4 die bessere Wahl.
Hatte T2 schon gesagt, das sich in dem Café überwiegend ‚Hundeliebhaber‘ aufhalten? Die Kellnerin bekam wieder Milcheinschuss als sie T4 sah, sie weiß aber schon, das sie den Hund in Ruhe lassen soll. Sie starrte T4 nur etwas an, was eine klasse Übung für T4 ist, darauf nicht zu reagieren. Am Nebentisch sitzen 2 ältere Damen, welche sofort ein ‚Ach, wie süß!‘ von sich geben, sodass man annehmen könne, Teenager säßen da. Beide starren T4 & L4 wie Weltwunder an. Es kommen noch weitere Äußerungen Richtung Hunde gewandt, die wahrscheinlich zur Kontaktaufnahme zu T2 dienen sollen, sodass sie näher kommen können und dann ganz selbstverständlich die Hunde ungefragt ‚streicheln’. T2 kann so etwas hervorragend ignorieren! Nach ein paar weiteren Kommentaren wenden sie sich wieder ihrem neuen Lattenrost- und Matratzenthema zu. Was sie von dem komischen Vogel T2 denken ist ebenso offensichtlich 🤣
T2 bestelle einen strammen Max und eine Rhabarberschorle. Aus der Fahrschule nebenan kommt ein junges Mädel auf uns zu und fragt forsch aber auf Abstand ob sie die Hunde streicheln könne. T2 verneint und sie bedankt sich und geht entspannt wieder in die Fahrschule – manche können es noch, auch von T2‘s Seite ein danke schön an dich. Wenn sie nicht sofort umgedreht wäre, hätte T2 ihr auch den Grund für das Verneinen erklärt. Aber die Mehrheit hat ja keine Zeit mehr… auf das Thema kommen wir gleich noch mal zurück.
In den 35 Min. Aufenthalt auf der Terrasse kommen 4 Hundehalter hinter ihren #Vierbeiner an uns auf dem Bürgersteig vorbei. Keiner führt seinen Hund! Ein #Frauchen mit ihrer adipösen #französicheBulldogge F4 war die Krönung, völlig fremdbestimmt! F4 hatte T4 & L4 schon in der Nase, konnte sie aber nicht orten. F4 zog noch 15m bis zur Treppe an uns vorbei weiter, ging eine Stufe hoch, merkte das sich der Geruch verdünnte und kehrte wieder zurück. Frauchen komplett hörig hinterher. F4 erspäht T4 und starrt hoch. T4 hebt den Kopf und starrt müde zurück. Frauchen bleibt stehen und lässt ihren Hund fremde Hunde anstarren, guckt selber auch nur auf ihren Hund und nimmt keinen Blickkontakt zu T2 auf. F4 denkt sich: Ich würde ja gerne etwas auf dicke Hose machen, aber ich weiß das ich voll behindert bin, also bleibe ich einfach mal ruhig stehen. (Taktisch gut von F4, das einzige Positive an der ganzen Situation) T4 denkt sich: Uha, was will der denn. Noch nicht mal ansatzweise mein Interessensgebiet. Du störst, geh mir aus den Augen.
T2 löst die Situation bevor es kippt auf und sagt Frauchen, das ihr Weg frei ist und sie weiter gehen kann. Da erst hebt sie den Blick und versteht natürlich gar nichts… Nach ein paar Sekunden geht sie aber tatsächlich – Ziel erreicht und keiner der Hunde musste blöd werden.
Als nächstes kommt ein apricot Püdelchen A4 den ganzen Bürgersteig abschnüffelnd des Weges. Seine Bewegungsbahn gleicht dem eines Blindenstock, die nicht blinde Frau B2 hintendran. A4 bleibt auf unserer Höhe stehen, traut sich aber nicht den Kopf zu heben. A4 will sagen: ‚Hallo T4, ich weiß das du da oben liegst, will aber keinen Ärger. Ich deeskaliere mal durch diese Geste und bin auch schon wieder weg.‘ und geht auffällig langsam weiter. B2 hat von der hündischen Kommunikation nichts mitbekommen. Wir werden die beiden später nochmals beobachten und begegnen – lest nur weiter **
Dann kam noch der #Dackel vorbei, welcher auch den rassetypischen Mut hatte, die Wand unter uns anzupinkeln. Also markieren und eine Ansage an T4! T4 musste daraufhin schon seinen Protest äußern und ist aufgestanden. Als der Dackel weg war, gab T2 das nonverbale Zeichen für sich wieder hinzulegen. Wenn T4 etwas kann, dann mit T2 immer wieder diskutieren und zu hinterfragen ob es ernst gemeint ist. T2 hat sich diese rassetypische Eigenschaft bewusst mit ausgesucht, T2 genießt diese Diskussionen. T4 muss einfach nicht wie ein #Schäferhund funktionieren! Nach kurzem Zögern setzt sich T4 hin und eine der Frauchen vom Matratzengespräch: ‚Fein gemacht!‘ Auch das überhört T2 mal wieder einfach und lässt das Zeichen für hinlegen weiter im Raum stehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit legt sich T4 hin und T2 kann sich weiter seinem strammen Max zuwenden.
Der 4. #fedidog zog nur so an uns vorbei.
Wetterbedingt noch eine weitere Rhabarberschorle getrunken, bar bezahlt und den Heimweg angetreten.
Eine lange Gerade liegt vor uns und in weiter Ferne sieht T2 2 kleine Hunde ständig Menschen und sich selber anspringen. In die Situation müssen wir nicht reinlaufen, ergo nutzt T2 die Gelegenheit T4 & L4 etwas Wasser anzubieten. Ein alter Mann kommt auf uns zu und zeigt auf L4. ‚Das ist aber ein interessanter Mix, was ist da drin?‘ Auf der einen Seite ist T2 mit dem Wasser zubereiten beschäftigt, des weiteren hat der Mann noch nicht mal den Tagesgruß geäußert und bei den ganzen Leuten mit ihren Selbstgesprächen, manche mit einem Knäckebrot vor dem Gesicht, manche mit Knöpfe im Ohr oder sogar Studiokopfhörer auf, woher soll T2 wissen, das die Worte an T2 gerichtet waren? Nach 1 ½ Sekunden wendet sich T2 ihm zu und würde eine Antwort geben, da geht er einfach weiter. Wie schon gesagt, die Mehrheit hat keine Zeit mehr! Auch die Rentner nicht mehr.
Das Rumgehüpfe in der Ferne hat sich aufgelöst, der eine kleine Hund kommt auf uns zu, der andere entfernt sich. T4 & L4 haben etwas getrunken, der Becher wird wieder eingepackt und wir nähern uns dieser Handtasche. Es ist ein Pudel-Pomeranien-Mix P4 mit einem Instergram-Girl I2 am anderen Ende der Leine hinter dran. So ungehemmt I2 gerade P4 an die andere Handtasche rangelassen hat, so zieht sie P4 beim näherkommen von den 20/40er Hunden T4 & L4 weg. Hundehalter in ihrer Unwissenheit. Wir passieren ruhig.
Langsam holen wir die andere Handtasche ein: Zuerst ist nur ein 45°-Pudel zu erkennen, dann kommt die Wiedererkennung: A4 spielt gerade wieder den Blindenstock, mit B2 hinten dran. Der Weg hat hier eine ausreichende Breite, somit kann T4 auf der abgewandten Seite gehen und wir schaffen es bestimmt zu passieren… Als A4 uns wahrnimmt, reitet A4 eine kleine Attacke auf uns zu, B2 natürlich handlungsunfähig. T2 und T4 gehen stoisch weiter, da fragt B2: ‚Ist der böse?‘ Was soll man als #Hundeführer darauf antworten?
Auf den restlichen 600m passierte nichts mehr 🖖
Nur nochmal für’s Protokoll: Das haben wir alles in 2h erlebt!