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#glucksspiel — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #glucksspiel, aggregated by home.social.

  1. “Familie” gewinnt

    Hype um Prognosemärkte hält an: Wetten, dass Familie Trump gewinnt

    Während weltweit immer mehr Länder Prognosemärkte als Glücksspiel behandeln, baut die Trump-Regierung ihre Aufsichtsbehörde zum Anwalt der Branche um. In den USA sollen Krypto- und Prognosemärkte so unreguliert wie möglich wachsen können – und Familie Trump profitiert mit.

    Wird Trump am 31. Mai tanzen? Die Chance steht laut Polymarket bei acht Prozent. Werden Frankreich, Großbritannien oder Deutschland den Iran bis zum 30. Juni angreifen? Die Chance steht bei drei Prozent.

    Der Hype um Prediction Markets (deutsch: Prognosemärkte) hält an. Im April berichtete netzpolitik.org, wie das ethisch höchst fragwürdige und manipulationsanfällige Wettangebot immer populärer wird. Die beiden größten Plattformen Polymarket und Kalshi boomen: Zusammen verzeichneten sie im Jahr 2025 ein Handelsvolumen von rund 50 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2026 erreichten beide Plattformen zusammen dieses Volumen bereits im Frühjahr.

    Die Plattformen unternehmen derweil große Anstrengungen, um auch Investmentfirmen und Hedgefonds für sich zu gewinnen. Auf Kalshi sei das Handelsvolumen institutioneller Anleger in den vergangenen sechs Monaten um 800 Prozent gestiegen, berichtet Reuters. Geht es nach den Plattformen, sollen ihre Angebote als legitime Anlageklassen neben anderen Finanzprodukten gelten.

    Viele Staaten sehen das anders. Weltweit greifen immer mehr Länder gegen die Plattformen durch. So sperrte kürzlich Indonesien den Zugang zu Polymarket, nachdem auf der Plattform darauf gewettet wurde, ob und wann der indonesische Präsident seines Amtes enthoben wird. Einen Tag später verhängte auch Spanien eine Netzsperre gegen Polymarket und Kalshi und leitete zusätzlich Verfahren ein, weil die Plattformen ohne Glücksspiellizenz im Land aktiv gewesen sein sollen. Erst im April hatte Brasiliendie Seiten gesperrt sowie die Regeln für „wett-ähnliche“ Produkte verschärft.

    In Deutschland bleibt Polymarket dagegen im Netz frei zugänglich. Dort Wetten anzubieten oder daran teilzunehmen ist laut der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder jedoch strafbar. Eine einheitliche EU-Regelung für Prognosemärkte gibt es derweil nicht.

    Die Reaktionen der unterschiedlichen Länder auf die Prognosemärkte eint dennoch eines: Sie sehen in den Ereigniswetten kein Anlageprodukt, sondern ein Glücksspiel – und gehen deshalb unter der Maßgabe von Glücksspielgesetzen gegen das Wettangebot vor.

    US-Aufsichtsbehörde wird zum Anwalt der Branche

    Ganz anders dagegen die USA. Dort gehen bislang nur einzelne Bundesstaaten gegen die Wetten vor. Der bisher umfangreichste Vorstoß kommt aus Minnesota. Dort sollen Prognosemärkte ab August verboten sein. Der US-Bundesstaat will damit vor allem junge Menschen schützen, die laut Studienlage zur primären Zielgruppe gehören. Der Generalstaatsanwalt von Minnesota, Keith Ellison, sagte in einer Stellungnahme, Prognosemärkte zielten auf Menschen mit geringem Einkommen und seien so konzipiert, dass sie süchtig machen. „Sie tragen dazu bei, dass die Superreichen noch reicher werden und der Rest von uns noch ärmer wird.“ Das Glücksspiel und die finanziellen Verluste gingen so immer früher los, erklärte er.

    Trump hingegen fährt eine andere Linie. Die Gouverneure von Illinois und Minnesota, JB Pritzker und Tim Walz, bezeichnete er als „Abschaum“, dem man das Festlegen der Regeln nicht überlassen dürfe. Ihm zufolge müsse die ausschließliche Zuständigkeit der „Commodity Futures Trading Commission“ (CFTC) für Prognosemärkte gewahrt bleiben, damit diese Märkte ungehindert wachsen können.

    Der demokratische Gouverneur von Illinois JB Pritzker bot eine andere Lesart an: „Der korrupteste Präsident in der Geschichte unseres Landes will sicherstellen, dass unsere Bundesstaaten die Prognosemärkte nicht regulieren können, damit seine Familie und seine Regierung weiterhin davon profitieren können.“ 16 verschiedene Bundesstaaten greifen aktuell zu rechtlichen Schritten gegen die Plattformen. Die CFTC verklagte bereits sechs davon.

    Einem aktuellen Bericht der New York Times zufolge hat die CFTC in den vergangenen 16 Monaten der Trump-Administration den Plattformen praktisch bei jeder Gelegenheit juristisch unter die Arme gegriffen. Die Behörde habe unter anderem eigenes Personal abgebaut und kritische Beamte in den Zwangsurlaub geschickt sowie interne Ermittlungen gegen jene Mitarbeitende angestrengt, die unbequeme Fragen stellten – beispielsweise hinsichtlich der Geschäftsbeziehungen zwischen der Krypto-Börse Crypto.com und Trump Media & Technology Group, Trumps Medienunternehmen.

    Analog dazu habe die CFTC die Durchsetzung der Rechtsvorschriften in der Krypto-Branche drastisch eingeschränkt und systematisch erfahrene Beamte entlassen, so der Bericht. Die Maßnahmen seien gegenüber den Beamten nicht begründet worden, aber die Botschaft klar gewesen: Macht diesen Branchen keinen Ärger.

    Die CFTC versteht Prognosemärkte als bundesrechtlich regulierte Finanzmärkte und ihre Wettangebote als sogenannte „Event Contracts“. Also als ein Finanzprodukt neben anderen Finanzderivaten. Entsprechend sieht die Behörde die Zuständigkeit bei sich und nicht etwa bei den Glücksspielaufsichten einzelner US-Bundesstaaten. Der Begriff „Wette“ taucht in diesem Zusammenhang kein einziges Mal auf der Webseite der Behörde auf.

    Das Geschäft der Familie Trump

    Wer die CFTC führt, kommt heute selbst aus der Industrie, die sie beaufsichtigen soll. Im Januar 2025 ernannte Trump die Anwältin Caroline Pham zur Vorsitzenden der Kommission. Mit ihr begann der systematische Abbau von Regulierungen für Prognose- und Kryptomärkte. Sie drängte etwa auf die Einstellung eines Verfahrens gegen die Krypto-Börse KuCoin. Diese war kurz zuvor eine Partnerschaft mit dem Krypto-Unternehmen World Liberty Financial eingegangen, das wiederum der Familie Trump gehört. Inzwischen ist Pham als Chefjuristin sowie Verwaltungschefin bei der Kryptofirma MoonPay tätig, einem Geschäftspartner von Polymarket.

    Ursprünglich sollte anschließend Brian Quintenz den CFTC-Vorsitz übernehmen. Doch Trump zog seine Nominierung zurück, nachdem Quintenz sich Ende 2025 den Zorn der Eigentümer der Krypto-Börse Gemini zugezogen hatte, berichtet Politico. Diese sind ebenfalls Geschäftspartner der Familie Trump.

    Im Dezember 2025 ernannte Trump schließlich Michael Selig in die Kommission. Er war zuvor als Anwalt für Unternehmen beider Branchen tätig: Krypto- und Prognosemärkte. Pham schied aus und weil Trump die übrigen vier kommissarischen Posten der CFTC unbesetzt lässt, wurde Selig faktisch Alleinentscheider der Aufsichtsbehörde. Wo die Webseite der CFTC fünf Mitglieder behauptet, prangt dort tatsächlich nur ein Gesicht. Ob bei Klagen gegen die US-Bundesstaaten oder neuen Regeln für die Unternehmen: Eine Person entscheidet, wie die CFTC verfährt. Er mache einen „großartigen Job“, sagte Trump auf seiner Plattform Truth Social über Selig.

    Und der muss es wissen, denn seine Familie steckt tief in beiden Branchen. Trumps börsennotiertes Medienunternehmen Trump Media & Technology Group kündigte im vergangenen Jahr eine eigene Prognosemarkt-Plattform an: Truth Predict. Der älteste Sohn des Präsidenten, Donald Trump Jr., berät sowohl Polymarket als auch Kalshi. Seine Investmentfirma 1789 Capital ist ein Investor bei Polymarket.

    Trumps Amtstätigkeit korreliert so an mehreren Stellen mit den Geschäftstätigkeiten seiner Familie: World Liberty Financial profitierte beispielsweise kurz nach seinem Amtsantritt von einem Deal mit der Krypto-Börse Binance. Er begnadigte den Binance-Gründer Changpeng Zhao, der unter der Biden-Regierung im Jahr 2023 noch wegen Verstößen gegen das Geldwäschegesetz verurteilt worden war. Seit der Begnadigung gingen auf Binance weiterhin Hunderte Millionen US-Dollar aus mutmaßlich kriminellen Quellen ein. Darunter über 400 Millionen US-Dollar von einer Plattform aus Kambodscha, die das US-Finanzministerium zuvor wegen krimineller Aktivitäten markiert hatte.

    Insiderhandel bleibt ein Problem

    Die New York Times veröffentlichte kürzlich einen weiteren Bericht, laut dem Dutzende von Wetten auf Polymarket Anzeichen von Insiderhandel aufweisen. Die Journalist:innen untersuchten dafür Wetten, die zeitlich besonders erfolgreich abgestimmt waren und von Konten stammten, die erst kürzlich eröffnet worden waren. Daneben auch solche Konten, die nur auf wenige verwandte Themen setzen, ohne jemals zu verlieren.

    Ein aufsehenerregender Fall ereignete sich zu Beginn des Jahres. Die Vorstellung, dass Nicolás Maduro als venezolanischer Staatschef plötzlich abgesetzt werden könnte, erschien hier noch sehr unwahrscheinlich. Entsprechend gering war die Gewinnchance dafür auf Polymarket. Doch ein US-Militärangehöriger, der selbst an der Planung und Durchführung der US-Operation mitgewirkt hat, soll diese Insiderinformation eingesetzt haben, um über 400.000 US-Dollar auf Polymarket zu gewinnen. Der Geldfluss konnte offenbar ausreichend nachverfolgt werden, um Anklage zu erheben. Ähnlich war dies bei einem Google-Insider, der mit nicht öffentlich zugänglichen Informationen mutmaßlich über eine Million US-Dollar gewann.

    Geldflüsse auf Polymarket nachzuverfolgen, ist schwierig, weil Nutzer:innen Pseudonyme verwenden und mit Kryptowährungen zahlen. Dies könnte sich bald jedoch ändern, da Polymarket ein Verifikationssystem einführen möchte. Laut eines Berichts von The Information sei dies eine Reaktion auf den Druck internationaler Regulierungsbehörden.

    Auch im US-Kongress regt sich vereinzelt Widerstand. Der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im US-Repräsentantenhaus, James Comer, forderte Ende Mai interne Unterlagen von Polymarket und Kalshi an. Er möchte offenlegen, inwiefern die Plattformen Identitätsprüfungen und geografische Beschränkungen einsetzen oder auffällige Handelsmuster erfassen. Im April hatte der US-Senat zudem beschlossen, dass es den Senator:innen nicht mehr erlaubt ist, auf Prognosemärkten zu handeln.

    Die Trump-Regierung gibt jedoch eine klare Linie vor: Die USA dürfen ihre Vormachtstellung in Krypto- und Prognosemärkten nicht abgeben. Die Plattformen sollen ungehindert wachsen können. Dies ergibt ein politisch konsistentes Bild: Wie schon bei der KI-Branche setzt die Trump-Regierung auf Deregulierung. Die Branche geht vor — und die Familie Trump profitiert mit. Die Grenzen zwischen Privatwirtschaft und staatlicher Politik verwischen so in einer Weise, die in der amerikanischen Geschichte beispiellos ist.

    Denis Glismann ist von April bis Juni 2026 Praktikant bei netzpolitik.org und hat Politikwissenschaft an der FU Berlin studiert. Er interessiert sich dafür, wie Datenmacht, Desinformation, digitale Kultur und Künstliche Intelligenz politische Realität formen. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Bluesky. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  2. Die erste gemeinsame Ziehung von #Lottozahlen (»6 aus 49«) in der #Bundesrepublik fand heute vor 70 Jahren im ehem. Hotel Mau in #Hamburg statt. Als allererste Zahl wurde ausgerechnet die 13 gezogen; dennoch entwickelte sich #Lotto rasch zum beliebtesten #Glücksspiel in der #BRD:

    ▶ Frank Lipschik, 49 Möglichkeiten des Glücks, #WerkstattGeschichte 50/2008, werkstattgeschichte.de/alle_au

    @histodons

    #histodons #Zeitgeschichte #ContemporaryHistory #GermanHistory #Gambling

  3. Die Matrix hat dich bereits am Haken

    Algorithmen formen unsere Gedanken und unser Verhalten auf gefährliche Weise

    Kommentar von Matthew Gaffen, 28. Februar 2025

    „Die Matrix“ existiert bereits – wir schlafen nicht alle in Fässern, die als Batterien verwendet werden, aber in größerem oder geringerem Maße sind wir alle in einem unsichtbaren #Gefängnis gefangen, das dazu dient, alle unter seinem Einfluss zu unterwerfen. Das ist möglicherweise der Grund dafür, dass der #Faschismus weltweit so stark zunimmt.

    Dahinter steckt keine #Verschwörung, keine zwielichtige Kabale, keine einzelne Person. Es ist einfach das natürliche Ergebnis der Jagd nach dem Profitmotiv. Das bedeutet auch, dass niemand den Zug fährt.

    Es gibt einen Grund dafür, dass #Cookies und #Datenschutzrichtlinien (zumindest in der EU) zu einem solchen #Online-Ärgernis geworden sind. Diese Zusicherungen eurer Sicherheit und #Privatsphäre sind nichts weiter als ein Vorwand, um eure Zustimmung zu erhalten. Eure „anonymisierten“ #Daten werden an eine unendliche Reihe von Dritten verkauft, analysiert, korreliert und wieder de-anonymisiert. Jedes von dir verwendete #SmartDevice, deine #Surfgewohnheiten, #Bankgeschäfte und deine #GPS-Position werden genutzt, um detaillierte Informationen über dich abzuleiten. Diese werden dann gegen dich eingesetzt, um so viel #Profit wie möglich zu erzielen.

    Wenn #Facebook nur 300 „Gefällt mir“-Angaben von dir benötigt, um dich besser zu kennen als dein #Ehepartner, kannst du dir vorstellen, was mit all deinen Nutzungsdaten zusammen möglich wäre.

    Die moderne Welt wird von der #Plattformökonomie dominiert – einer Struktur, die ein digitales System zwischen dich und die von dir genutzten Dienste stellt. Dies kann genutzt werden, um dich und deine Bewegungen zu beeinflussen. So kann Instagram dir mit unheimlicher Präzision eine Anzeige für ein Pop-up-Restaurant in bequemer Gehweite anzeigen. #Google #Maps verwendet deinen Kamerafeed, um seine 3D-Scans zu ergänzen, wenn du die Live-Navigation verwendest. #Pokemon Go und ähnliche #Apps ermöglichen es Unternehmen, das Aussehen wertvoller Gegenstände zu kaufen, um die Bewegungen der Nutzer zu beeinflussen. Dies ist jedoch nur ein geringer Einfluss. Unter all dem lauert jedoch etwas viel Gefährlicheres und Unterdrückenderes.

    #Algorithmen spielen eine grundlegende Rolle bei dem, was du online siehst, und sie sind gut in der #Kategorisierung. Das kann hilfreich sein, wenn du Informationen filtern möchtest – aber diese Algorithmen kategorisieren auch Benutzer. Wir alle werden in Schubladen gesteckt und bekommen Dinge gezeigt, die speziell darauf optimiert sind, uns bei der Stange zu halten; viele Apps verwenden Mechanismen, die vom #Glücksspielsektor inspiriert sind, um die Benutzer bei der Stange zu halten. Die dadurch entstehende pawlowsche #Rückkopplungsschleife gilt auch für die anderen Benutzer, mit denen du kategorisiert wirst, und kann eine Art #Gruppendenken erzeugen. Wie ein Steinpolierer werden die Benutzer aneinander gerieben, um ein homogenisiertes, vorhersehbares Verhalten zu erzeugen. Wut und Streit gehören ebenfalls dazu.

    Es kann schwierig sein, zu erkennen, wie sich das in der Praxis auswirkt, aber einer der am einfachsten zu analysierenden Aspekte ist der Aufstieg der #Online-Rechten (oder „Alt“-Rechten). Eine Gruppe wütender, entrechteter Menschen wird zusammengetrieben und reizt sich gegenseitig auf, bis jemand eine #Moschee in die Luft jagt. Allein durch die beschleunigte Erzählweise von Online-Argumenten, die durch Algorithmen verstärkt werden, kommen Menschen zu extremen Schlussfolgerungen. Keine dieser Plattformen hatte die Absicht, stochastischen #Terrorismus zu ermöglichen, aber sie haben damit Geld verdient.

    Ian #Danskin prägte den Begriff Stochastischer #Totalitarismus, um ein Phänomen zu beschreiben, das besonders in der #Ökosphäre der #AltRight sichtbar ist. Persönlichkeiten wie Jordan #Peterson, Andrew #Tate und Donald #Trump müssen sich nicht absichtlich auf die Seite extremistischer Gruppen stellen oder gar mit deren Positionen einverstanden sein, aber sie werden als Aushängeschilder ausgewählt. Es entsteht ein sich selbst verstärkender #Autoritarismus, der für eine viel größere Gruppe als nur für rechte Idioten gilt. Die Einfügung algorithmischer Einflüsse an jedem möglichen Vektor, an dem sich unser Leben mit der digitalen Welt überschneidet, soll unser Verhalten vorhersehbarer machen, um eine einfachere #Gewinnabschöpfung zu ermöglichen.

    Man könnte es auch als eine Form der #Gehirnwäsche betrachten. Aber eines ist meiner Meinung nach klar: Es gibt einen Grund, warum die großen #Technologieunternehmen auf Trumps Seite stehen.

    Leider ist es unglaublich schwierig, sich von diesem riesigen Panoptikum zu „trennen“. Der #Netzwerkeffekt (der Einfluss der Kaufbereitschaft der Nutzer) macht es sehr schwierig, zu Diensten zu wechseln, die deine Daten nicht monetarisieren. Warum #Signal verwenden, wenn alle, die du kennst, #WhatsApp nutzen? Ich kann nur empfehlen: Wenn möglich, trenne dich von den großen Tech-Unternehmen. Verwende #Mastodon oder Bluesky anstelle von #Twitter. Verwende öfter #Bargeld. Verzichte auf die Nutzung von Google-Produkten. Und informiere dich über die Technologien, die du verwendest – ein wenig von allem ist besser als nichts.

    Eine längere Version dieses Essays erscheint unter gaffen.co.uk

    Quelle: The Matrix has you

    Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

    #CapitalismIsADeathCult

  4. Die Matrix hat dich bereits am Haken

    Algorithmen formen unsere Gedanken und unser Verhalten auf gefährliche Weise

    Kommentar von Matthew Gaffen, 28. Februar 2025

    „Die Matrix“ existiert bereits – wir schlafen nicht alle in Fässern, die als Batterien verwendet werden, aber in größerem oder geringerem Maße sind wir alle in einem unsichtbaren #Gefängnis gefangen, das dazu dient, alle unter seinem Einfluss zu unterwerfen. Das ist möglicherweise der Grund dafür, dass der #Faschismus weltweit so stark zunimmt.

    Dahinter steckt keine #Verschwörung, keine zwielichtige Kabale, keine einzelne Person. Es ist einfach das natürliche Ergebnis der Jagd nach dem Profitmotiv. Das bedeutet auch, dass niemand den Zug fährt.

    Es gibt einen Grund dafür, dass #Cookies und #Datenschutzrichtlinien (zumindest in der EU) zu einem solchen #Online-Ärgernis geworden sind. Diese Zusicherungen eurer Sicherheit und #Privatsphäre sind nichts weiter als ein Vorwand, um eure Zustimmung zu erhalten. Eure „anonymisierten“ #Daten werden an eine unendliche Reihe von Dritten verkauft, analysiert, korreliert und wieder de-anonymisiert. Jedes von dir verwendete #SmartDevice, deine #Surfgewohnheiten, #Bankgeschäfte und deine #GPS-Position werden genutzt, um detaillierte Informationen über dich abzuleiten. Diese werden dann gegen dich eingesetzt, um so viel #Profit wie möglich zu erzielen.

    Wenn #Facebook nur 300 „Gefällt mir“-Angaben von dir benötigt, um dich besser zu kennen als dein #Ehepartner, kannst du dir vorstellen, was mit all deinen Nutzungsdaten zusammen möglich wäre.

    Die moderne Welt wird von der #Plattformökonomie dominiert – einer Struktur, die ein digitales System zwischen dich und die von dir genutzten Dienste stellt. Dies kann genutzt werden, um dich und deine Bewegungen zu beeinflussen. So kann Instagram dir mit unheimlicher Präzision eine Anzeige für ein Pop-up-Restaurant in bequemer Gehweite anzeigen. #Google #Maps verwendet deinen Kamerafeed, um seine 3D-Scans zu ergänzen, wenn du die Live-Navigation verwendest. #Pokemon Go und ähnliche #Apps ermöglichen es Unternehmen, das Aussehen wertvoller Gegenstände zu kaufen, um die Bewegungen der Nutzer zu beeinflussen. Dies ist jedoch nur ein geringer Einfluss. Unter all dem lauert jedoch etwas viel Gefährlicheres und Unterdrückenderes.

    #Algorithmen spielen eine grundlegende Rolle bei dem, was du online siehst, und sie sind gut in der #Kategorisierung. Das kann hilfreich sein, wenn du Informationen filtern möchtest – aber diese Algorithmen kategorisieren auch Benutzer. Wir alle werden in Schubladen gesteckt und bekommen Dinge gezeigt, die speziell darauf optimiert sind, uns bei der Stange zu halten; viele Apps verwenden Mechanismen, die vom #Glücksspielsektor inspiriert sind, um die Benutzer bei der Stange zu halten. Die dadurch entstehende pawlowsche #Rückkopplungsschleife gilt auch für die anderen Benutzer, mit denen du kategorisiert wirst, und kann eine Art #Gruppendenken erzeugen. Wie ein Steinpolierer werden die Benutzer aneinander gerieben, um ein homogenisiertes, vorhersehbares Verhalten zu erzeugen. Wut und Streit gehören ebenfalls dazu.

    Es kann schwierig sein, zu erkennen, wie sich das in der Praxis auswirkt, aber einer der am einfachsten zu analysierenden Aspekte ist der Aufstieg der #Online-Rechten (oder „Alt“-Rechten). Eine Gruppe wütender, entrechteter Menschen wird zusammengetrieben und reizt sich gegenseitig auf, bis jemand eine #Moschee in die Luft jagt. Allein durch die beschleunigte Erzählweise von Online-Argumenten, die durch Algorithmen verstärkt werden, kommen Menschen zu extremen Schlussfolgerungen. Keine dieser Plattformen hatte die Absicht, stochastischen #Terrorismus zu ermöglichen, aber sie haben damit Geld verdient.

    Ian #Danskin prägte den Begriff Stochastischer #Totalitarismus, um ein Phänomen zu beschreiben, das besonders in der #Ökosphäre der #AltRight sichtbar ist. Persönlichkeiten wie Jordan #Peterson, Andrew #Tate und Donald #Trump müssen sich nicht absichtlich auf die Seite extremistischer Gruppen stellen oder gar mit deren Positionen einverstanden sein, aber sie werden als Aushängeschilder ausgewählt. Es entsteht ein sich selbst verstärkender #Autoritarismus, der für eine viel größere Gruppe als nur für rechte Idioten gilt. Die Einfügung algorithmischer Einflüsse an jedem möglichen Vektor, an dem sich unser Leben mit der digitalen Welt überschneidet, soll unser Verhalten vorhersehbarer machen, um eine einfachere #Gewinnabschöpfung zu ermöglichen.

    Man könnte es auch als eine Form der #Gehirnwäsche betrachten. Aber eines ist meiner Meinung nach klar: Es gibt einen Grund, warum die großen #Technologieunternehmen auf Trumps Seite stehen.

    Leider ist es unglaublich schwierig, sich von diesem riesigen Panoptikum zu „trennen“. Der #Netzwerkeffekt (der Einfluss der Kaufbereitschaft der Nutzer) macht es sehr schwierig, zu Diensten zu wechseln, die deine Daten nicht monetarisieren. Warum #Signal verwenden, wenn alle, die du kennst, #WhatsApp nutzen? Ich kann nur empfehlen: Wenn möglich, trenne dich von den großen Tech-Unternehmen. Verwende #Mastodon oder Bluesky anstelle von #Twitter. Verwende öfter #Bargeld. Verzichte auf die Nutzung von Google-Produkten. Und informiere dich über die Technologien, die du verwendest – ein wenig von allem ist besser als nichts.

    Eine längere Version dieses Essays erscheint unter gaffen.co.uk

    Quelle: The Matrix has you

    Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

    #CapitalismIsADeathCult

  5. @bsi die größte Gefahr für #Gamer in Deutschland lauert in #Lootboxen, bei denen Spieler zufällige digitale Gegenstände/Fähigkeiten kaufen können.

    Anders als in vielen Ländern sind sie hierzulande noch immer nicht als illegales #Glücksspiel verboten.

    Die Anbieter und Lizenzgeber machen Milliarden auf Kosten von Abhängigen - oft jungen Abhängigen - und der Bund schaut einfach nur zu. #Lobbyismus funktioniert.

    #FC25 #suchtprävention #Loot #Gamescom #gamescom2024