#frauenhass — Public Fediverse posts
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Religjon des tages
Nein, heute mal nicht das hier übliche kristentum oder der damit unangehm eng verwandte islam, heute mal der für unsereins viel exotischere hinduismus. Da gehen in paris ein paar hinduistische pfaffen mit anhang auf den eiffelturm, und damit die religjöse selbstzufriedenheit dabei nicht gestört wird, wird das gesamte weibliche personal des eiffelturms aus dem weg geräumt.
Na ja, hauptsache das karma dieser frommen besucher wurde nicht beschädigt, weil jemand versehentlich ein insekt zertreten hat!!1! Das wäre ja richtig schlimm für die näxste wiedergeburt. Ein bisschen frauenhass hingegen, der geht immer.
#Eiffelturm #EU #Frankreich #Frauen #Frauenhass #Hinduismus #HPD #Link #Paris #Religion -
Religjon des tages
Nein, heute mal nicht das hier übliche kristentum oder der damit unangehm eng verwandte islam, heute mal der für unsereins viel exotischere hinduismus. Da gehen in paris ein paar hinduistische pfaffen mit anhang auf den eiffelturm, und damit die religjöse selbstzufriedenheit dabei nicht gestört wird, wird das gesamte weibliche personal des eiffelturms aus dem weg geräumt.
Na ja, hauptsache das karma dieser frommen besucher wurde nicht beschädigt, weil jemand versehentlich ein insekt zertreten hat!!1! Das wäre ja richtig schlimm für die näxste wiedergeburt. Ein bisschen frauenhass hingegen, der geht immer.
#Eiffelturm #EU #Frankreich #Frauen #Frauenhass #Hinduismus #HPD #Link #Paris #Religion -
Religjon des tages
Nein, heute mal nicht das hier übliche kristentum oder der damit unangehm eng verwandte islam, heute mal der für unsereins viel exotischere hinduismus. Da gehen in paris ein paar hinduistische pfaffen mit anhang auf den eiffelturm, und damit die religjöse selbstzufriedenheit dabei nicht gestört wird, wird das gesamte weibliche personal des eiffelturms aus dem weg geräumt.
Na ja, hauptsache das karma dieser frommen besucher wurde nicht beschädigt, weil jemand versehentlich ein insekt zertreten hat!!1! Das wäre ja richtig schlimm für die näxste wiedergeburt. Ein bisschen frauenhass hingegen, der geht immer.
#Eiffelturm #EU #Frankreich #Frauen #Frauenhass #Hinduismus #HPD #Link #Paris #Religion -
Religjon des tages
Nein, heute mal nicht das hier übliche kristentum oder der damit unangehm eng verwandte islam, heute mal der für unsereins viel exotischere hinduismus. Da gehen in paris ein paar hinduistische pfaffen mit anhang auf den eiffelturm, und damit die religjöse selbstzufriedenheit dabei nicht gestört wird, wird das gesamte weibliche personal des eiffelturms aus dem weg geräumt.
Na ja, hauptsache das karma dieser frommen besucher wurde nicht beschädigt, weil jemand versehentlich ein insekt zertreten hat!!1! Das wäre ja richtig schlimm für die näxste wiedergeburt. Ein bisschen frauenhass hingegen, der geht immer.
#Eiffelturm #EU #Frankreich #Frauen #Frauenhass #Hinduismus #HPD #Link #Paris #Religion -
Zwei Tote nach Angriff in Gosen-Neu Zittau
Täter kein Ausländer! Daher Opfer Scheiß EGAL!
Täter kein Ausländer! Daher kein Mord, sondern Beziehungstat!
Täter kein Ausländer! Daher keine Sondersendungen!
Versagen des Journalismus!https://meinungsmache.de/article/zwei-tote-nach-angriff-in-gosen-neu-zittau
#Meinungsmache #Misogynie #Femizid #Zittau #ImmerMänner #ToxischeMännlichkeit #Metoo #FrauenHass #Gesellschaft #Mord
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Zwei Tote nach Angriff in Gosen-Neu Zittau
Täter kein Ausländer! Daher Opfer Scheiß EGAL!
Täter kein Ausländer! Daher kein Mord, sondern Beziehungstat!
Täter kein Ausländer! Daher keine Sondersendungen!
Versagen des Journalismus!https://meinungsmache.de/article/zwei-tote-nach-angriff-in-gosen-neu-zittau
#Meinungsmache #Misogynie #Femizid #Zittau #ImmerMänner #ToxischeMännlichkeit #Metoo #FrauenHass #Gesellschaft #Mord
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Zwei Tote nach Angriff in Gosen-Neu Zittau
Täter kein Ausländer! Daher Opfer Scheiß EGAL!
Täter kein Ausländer! Daher kein Mord, sondern Beziehungstat!
Täter kein Ausländer! Daher keine Sondersendungen!
Versagen des Journalismus!https://meinungsmache.de/article/zwei-tote-nach-angriff-in-gosen-neu-zittau
#Meinungsmache #Misogynie #Femizid #Zittau #ImmerMänner #ToxischeMännlichkeit #Metoo #FrauenHass #Gesellschaft #Mord
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Der #afd Mann an der Front in #sachsenanhalt ist der andrew Tate für die #incels dieses Bundeslands. Ob das die (wenigen) #frauen dort begreifen? Dann müssten sie 💨 schnellstmöglichst ihre Sachen packen. Sie lange sie noch gehen dürfen, wohin sie wollen.
Was das Problem dort nur noch verstärken dürfte. #frauenmangel #reproduktion #frauenhass #misogynie #sexismus #male #malelonelinessshit #patriarchat #idiocracy #handmaidstalestate #nazi #faschismus #afdverbot #Brandmauer #cdu #merz #vergewaltigung #femizide -
Der #afd Mann an der Front in #sachsenanhalt ist der andrew Tate für die #incels dieses Bundeslands. Ob das die (wenigen) #frauen dort begreifen? Dann müssten sie 💨 schnellstmöglichst ihre Sachen packen. Sie lange sie noch gehen dürfen, wohin sie wollen.
Was das Problem dort nur noch verstärken dürfte. #frauenmangel #reproduktion #frauenhass #misogynie #sexismus #male #malelonelinessshit #patriarchat #idiocracy #handmaidstalestate #nazi #faschismus #afdverbot #Brandmauer #cdu #merz #vergewaltigung #femizide -
Wenn #frauen #Männer schützen ist das besonders perfide 👿- oder eben #cdu . #Prien #merz #care #patriarchat #handmaidstale #4b #keinekinder #alleinerziehend #misogynie #frauenhass #reproduktion #leihmutter #Fußfessel #unterhalt #armut #zwang #antifeminismus #arbeit #männerwelten #vergewaltigung #femizide
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Mutmaßliche Sexualdelikte: Tate-Brüder in den USA festgenommen
Der umstrittene Influencer Andrew Tate und sein Bruder Tristan sind in den USA festgenommen worden. Den Brüdern werden unter anderem mehrere Sexualdelikte vorgeworfen. Die britische Staatsanwaltschaft hat ihre Auslieferung beantragt.
➡️ https://www.tagesschau.de/ausland/tate-brueder-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de
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Mutmaßliche Sexualdelikte: Tate-Brüder in den USA festgenommen
Der umstrittene Influencer Andrew Tate und sein Bruder Tristan sind in den USA festgenommen worden. Den Brüdern werden unter anderem mehrere Sexualdelikte vorgeworfen. Die britische Staatsanwaltschaft hat ihre Auslieferung beantragt.
➡️ https://www.tagesschau.de/ausland/tate-brueder-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de
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Mutmaßliche Sexualdelikte: Tate-Brüder in den USA festgenommen
Der umstrittene Influencer Andrew Tate und sein Bruder Tristan sind in den USA festgenommen worden. Den Brüdern werden unter anderem mehrere Sexualdelikte vorgeworfen. Die britische Staatsanwaltschaft hat ihre Auslieferung beantragt.
➡️ https://www.tagesschau.de/ausland/tate-brueder-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de
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Mutmaßliche Sexualdelikte: Tate-Brüder in den USA festgenommen
Der umstrittene Influencer Andrew Tate und sein Bruder Tristan sind in den USA festgenommen worden. Den Brüdern werden unter anderem mehrere Sexualdelikte vorgeworfen. Die britische Staatsanwaltschaft hat ihre Auslieferung beantragt.
➡️ https://www.tagesschau.de/ausland/tate-brueder-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de
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Die Frauenberatungsstelle stärkt Miriam Scherff den Rücken: Die OB hatte Drohungen gegen sich und ihre Tochter veröffentlicht.#WDR #Frauenberatung #Frauenhass #Scherff #Oberbürgermeisterin #Hass #Beleidigung #Netz #öffentlich #Wuppertal #socialmedia #14072026 #NRW
Nicht nur Oberbürgermeisterinnen betroffen: Was tun bei digitaler Gewalt? -
Die Frauenberatungsstelle stärkt Miriam Scherff den Rücken: Die OB hatte Drohungen gegen sich und ihre Tochter veröffentlicht.#WDR #Frauenberatung #Frauenhass #Scherff #Oberbürgermeisterin #Hass #Beleidigung #Netz #öffentlich #Wuppertal #socialmedia #14072026 #NRW
Nicht nur Oberbürgermeisterinnen betroffen: Was tun bei digitaler Gewalt? -
Die Frauenberatungsstelle stärkt Miriam Scherff den Rücken: Die OB hatte Drohungen gegen sich und ihre Tochter veröffentlicht.#WDR #Frauenberatung #Frauenhass #Scherff #Oberbürgermeisterin #Hass #Beleidigung #Netz #öffentlich #Wuppertal #socialmedia #14072026 #NRW
Nicht nur Oberbürgermeisterinnen betroffen: Was tun bei digitaler Gewalt? -
Die Frauenberatungsstelle stärkt Miriam Scherff den Rücken: Die OB hatte Drohungen gegen sich und ihre Tochter veröffentlicht.#WDR #Frauenberatung #Frauenhass #Scherff #Oberbürgermeisterin #Hass #Beleidigung #Netz #öffentlich #Wuppertal #socialmedia #14072026 #NRW
Nicht nur Oberbürgermeisterinnen betroffen: Was tun bei digitaler Gewalt? -
„Nazi-Schlampe“: Wuppertaler Oberbürgermeisterin wehrt sich gegen Hass im Netz
Die Nachrichten in den sogenannten „sozialen“ Medien lassen aufschrecken: Wahlweise wird Wuppertals Oberb…
#Wuppertal #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Angriffe #Frauenhass #Germany #Hass #Hassgruppen #Hassnachrichten #Instagram #Letzter #Miriam #Nachricht #Netz #Nordrhein-Westfalen #Oberbürgermeisterin #Scherff #vernetzen
https://www.europesays.com/de/1165758/ -
<Die letzten Minuten sind wichtig, nicht weil es ein Mann sagt
Sondern weil er aufzeigt, wo durch Schweigen es indirekt dulden >Ana Lucía erklärt, wie gut sie es im Alltag als Frau hat. Ständig gibt es Komplimente, Geschenke und kostenloses Fitness-Training. Ohne, dass sie danach fragt! Und Moritz Neumeier appelliert an die Männer da draußen.
#frauenrechte #feminismus #femizide #gendergap #frauenhass #respektlos
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<Die letzten Minuten sind wichtig, nicht weil es ein Mann sagt
Sondern weil er aufzeigt, wo durch Schweigen es indirekt dulden >Ana Lucía erklärt, wie gut sie es im Alltag als Frau hat. Ständig gibt es Komplimente, Geschenke und kostenloses Fitness-Training. Ohne, dass sie danach fragt! Und Moritz Neumeier appelliert an die Männer da draußen.
#frauenrechte #feminismus #femizide #gendergap #frauenhass #respektlos
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<Die letzten Minuten sind wichtig, nicht weil es ein Mann sagt
Sondern weil er aufzeigt, wo durch Schweigen es indirekt dulden >Ana Lucía erklärt, wie gut sie es im Alltag als Frau hat. Ständig gibt es Komplimente, Geschenke und kostenloses Fitness-Training. Ohne, dass sie danach fragt! Und Moritz Neumeier appelliert an die Männer da draußen.
#frauenrechte #feminismus #femizide #gendergap #frauenhass #respektlos
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Noch eine schlechte Nachricht für toxische #mannlichkeit …
#toxicmasculinity #misogynie #manner #frauen #bias #sexismus #sexism #genderstudies #gender #killyouridols #frauenhass #vergewaltigungen #handmaidstale #patriarchat #privilegien #frauenpower #lgbtq #sport #gesundheit
https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/studie-marathon-100.html -
Noch eine schlechte Nachricht für toxische #mannlichkeit …
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Noch eine schlechte Nachricht für toxische #mannlichkeit …
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Noch eine schlechte Nachricht für toxische #mannlichkeit …
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https://youtu.be/ekZLDVO0Mo4?si=NZFqrowwbemkdkUn
Nicht von meinen gebühren! ÖRR muss sich raffen!
#OidaBartunek #FCKNUHR #DieternUHR #ÖRR #ARD #Patriarchat #Misogynie #Missbrauch #Psychoterror #ImmerMänner #ToxischeMännlichkeit #Metoo #FrauenHass #Gesellschaft #StarkeFrauen #Löwin
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https://youtu.be/ekZLDVO0Mo4?si=NZFqrowwbemkdkUn
Nicht von meinen gebühren! ÖRR muss sich raffen!
#OidaBartunek #FCKNUHR #DieternUHR #ÖRR #ARD #Patriarchat #Misogynie #Missbrauch #Psychoterror #ImmerMänner #ToxischeMännlichkeit #Metoo #FrauenHass #Gesellschaft #StarkeFrauen #Löwin
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https://youtu.be/ekZLDVO0Mo4?si=NZFqrowwbemkdkUn
Nicht von meinen gebühren! ÖRR muss sich raffen!
#OidaBartunek #FCKNUHR #DieternUHR #ÖRR #ARD #Patriarchat #Misogynie #Missbrauch #Psychoterror #ImmerMänner #ToxischeMännlichkeit #Metoo #FrauenHass #Gesellschaft #StarkeFrauen #Löwin
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Wer zählt die #frauen die gerade von ihren #männern verprügelt werden?
#ard #medien #afd #misogynie #frauenhass #deutschland #wm #dobrindt #gewalt #fußball
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Wer zählt die #frauen die gerade von ihren #männern verprügelt werden?
#ard #medien #afd #misogynie #frauenhass #deutschland #wm #dobrindt #gewalt #fußball
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#nuhr ein armer Wicht? Oder #toxicmasculinity im #ORR ?! #ard #medien #afd #misogynie #frauenhass #deutschland #stade #femizid
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#nuhr ein armer Wicht? Oder #toxicmasculinity im #ORR ?! #ard #medien #afd #misogynie #frauenhass #deutschland #stade #femizid
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Nuhr SLAPPdashery
Ich muss mal noch eine Runde über Nuhr und seine SLAPP-Klage1 gegen den Standard ranten. Denn was Nuhr hier unter anderem erreichen möchte, ist, dass nur seine Deutung seiner Aussagen die zulässige Deutung bleibt. Und mehr noch … In der Begründung für die Klage schreibt sein Geschäftsführer:
Oder mal auf andere Art formuliert: Nuhr möchte nicht, dass wir über strukturelle Frauenfeindlichkeit reden. Er möchte nicht, dass wir diese gesellschaftlich diskutieren. Er möchte nicht, dass die Ursachen von Femiziden außerhalb der individuellen Schuld der Täter gesucht werden2. Er möchte keine gesellschaftliche Debatte, wie man Femizide verhindern kann, solange das nicht geht, ohne strukturelle Misogynie zu thematisieren. Entweder versteht er den Unterschied zwischen “jeder Mann trägt individuelle Schuld” und “eine strukturell misogyne Gesellschaft begünstigt die Täter und ermöglicht die Tat” nicht, oder er will ihn nicht verstehen.
Damit das aber nicht gleich auffällt, begrenzt er sein ‘Argument’ auf Femizide und ignoriert sowohl Gewalt gegen Frauen allgemein, als auch die steigende Tendenz sowohl bei alltäglicher Gewalt, als auch bei Femiziden. Darauf hat schon Beate Hausbichler in ihrem Kommentar hingewiesen, der die ganze Sache ins Rollen brachte.
Und dann kommt auch noch das typische Nuhr’sche Geraune. Es ginge ihm um die ‘publizistische Figur’. Damit streitet Nuhr ab, dass es sich überhaupt um eine gesellschaftliche Debatte handelt, die aktiv geführt wird, sondern es sind in dieser Lesart lediglich die ‚woken Medien‘, die künstlich einen Spalt zwischen Frauen und Männern zu treiben versuchen. Ohne die müsste er sich, so möglicherweise sein Bauchgefühl, nicht mit dem schlechten Gewissen plagen, bei struktureller Gewalt irgendwie mitgemeint zu sein.
Aber, damit man ihm abnehmen könne, es wäre ihm nur um diese ‘publizistische Figur’ gegangen, wäre sein ‘Argument’ im Grunde abgeschlossen gewesen, bevor er dann noch einmal mit “Zur Sicherheit wäre es nicht schlecht, wenn man den Partner vor dem Geschlechtsverkehr einfach erst mal kennenlernt” nachlegt.
Dieser Satz gibt dem ohnehin widerlichen Auftritt einen ganz anderen Spin. Nuhr kann die Sache nämlich nicht gehen lassen, ohne zum einen klarzumachen, dass Frauen ja mindestens eine Teilschuld tragen. Und zum anderen muss Nuhr auch sein Weltbild über die Realität stülpen: dass Femizide nämlich, ebenso wie häusliche und sexuelle Gewalt, Taten im Nahbereich sind und eben nicht Delikte, die von geheimnisvollen Fremden begangen werden. Hätte Nuhr auf diesen Nachsatz verzichtet, der sowohl Täter-Opfer-Umkehr betreibt als auch versucht, Femizide als Taten von Unbekannten zu reframen, hätte der Unmut nie das aktuelle Ausmaß erreicht.
Geraune ist bei Nuhr nicht neu. Faule Kritik zu üben, die vor allem dann funktioniert, wenn man Fakten unter den Tisch fallen lässt, die nicht ins vorgefertigte Bild passen, auch nicht. Der Versuch, gesellschaftliche Debatten zu delegitimieren, ist allen Anti-Wokeness-Kriegern gemeinsam. Bei NIUS war Nuhr auch schon. Man darf gespannt sein, wie und wie schnell sich das weitere Kreiseln in den rechtspopulistischen, realitätsleugnenden Abgrund gestalten wird.
Links zum Weiterlesen, Weiterhören und Weitersehen
Noch ein paar Linktipps zu Nuhr und seinem ‘Werk’:
- Bei Dieter Nuhr müssen selbst Femizide für eine Pointe herhalten
- Dieter Nuhr verlangt Löschung eines Kommentars und droht dem STANDARD mit Klage
- Dieter Nuhr ist kein Komiker mehr
- Glosse – Der Leo-Baeck-Preis 2026 geht an Dieter Nuhr?
- Nuhr ein Preis
- Mailab: Dieter Nuhr & die DFG | Ein Drama in 5 Akten
Über Femizide und strukturelle Misogynie:
- bpb Dossier: Femizide und Gewalt gegen Frauen
- Femizide und notwendige Maßnahmen
- Gewaltschutz für alle Frauen? Hürden im Hilfesystem
- Femizide vor Gericht: Du gehörst mir, also töte ich dich
- Statistiken zu Femiziden und Gewalt gegen Frauen bei Statista
Über SLAPP:
- Bei SLAPP-Klagen handelt es sich zumeist um Klagen, die (oft trotz geringer Erfolgsaussichten) vorwiegend deswegen geführt werden, um Journalisten, Whistleblower und Medienunternehmen unter Druck zu setzen. Kläger setzen darauf, dass die aufgewendete Zeit und Energie sowie finanzielle Risiken unliebsame Berichterstattung unterbinden werden. ↩︎
- Außer den Frauen. Die müssen natürlich auch noch Schuld daran haben. Siehe Absatz 6 ↩︎
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Nuhr SLAPPdashery
Ich muss mal noch eine Runde über Nuhr und seine SLAPP-Klage1 gegen den Standard ranten. Denn was Nuhr hier unter anderem erreichen möchte, ist, dass nur seine Deutung seiner Aussagen die zulässige Deutung bleibt. Und mehr noch … In der Begründung für die Klage schreibt sein Geschäftsführer:
Oder mal auf andere Art formuliert: Nuhr möchte nicht, dass wir über strukturelle Frauenfeindlichkeit reden. Er möchte nicht, dass wir diese gesellschaftlich diskutieren. Er möchte nicht, dass die Ursachen von Femiziden außerhalb der individuellen Schuld der Täter gesucht werden2. Er möchte keine gesellschaftliche Debatte, wie man Femizide verhindern kann, solange das nicht geht, ohne strukturelle Misogynie zu thematisieren. Entweder versteht er den Unterschied zwischen “jeder Mann trägt individuelle Schuld” und “eine strukturell misogyne Gesellschaft begünstigt die Täter und ermöglicht die Tat” nicht, oder er will ihn nicht verstehen.
Damit das aber nicht gleich auffällt, begrenzt er sein ‘Argument’ auf Femizide und ignoriert sowohl Gewalt gegen Frauen allgemein, als auch die steigende Tendenz sowohl bei alltäglicher Gewalt, als auch bei Femiziden. Darauf hat schon Beate Hausbichler in ihrem Kommentar hingewiesen, der die ganze Sache ins Rollen brachte.
Und dann kommt auch noch das typische Nuhr’sche Geraune. Es ginge ihm um die ‘publizistische Figur’. Damit streitet Nuhr ab, dass es sich überhaupt um eine gesellschaftliche Debatte handelt, die aktiv geführt wird, sondern es sind in dieser Lesart lediglich die ‚woken Medien‘, die künstlich einen Spalt zwischen Frauen und Männern zu treiben versuchen. Ohne die müsste er sich, so möglicherweise sein Bauchgefühl, nicht mit dem schlechten Gewissen plagen, bei struktureller Gewalt irgendwie mitgemeint zu sein.
Aber, damit man ihm abnehmen könne, es wäre ihm nur um diese ‘publizistische Figur’ gegangen, wäre sein ‘Argument’ im Grunde abgeschlossen gewesen, bevor er dann noch einmal mit “Zur Sicherheit wäre es nicht schlecht, wenn man den Partner vor dem Geschlechtsverkehr einfach erst mal kennenlernt” nachlegt.
Dieser Satz gibt dem ohnehin widerlichen Auftritt einen ganz anderen Spin. Nuhr kann die Sache nämlich nicht gehen lassen, ohne zum einen klarzumachen, dass Frauen ja mindestens eine Teilschuld tragen. Und zum anderen muss Nuhr auch sein Weltbild über die Realität stülpen: dass Femizide nämlich, ebenso wie häusliche und sexuelle Gewalt, Taten im Nahbereich sind und eben nicht Delikte, die von geheimnisvollen Fremden begangen werden. Hätte Nuhr auf diesen Nachsatz verzichtet, der sowohl Täter-Opfer-Umkehr betreibt als auch versucht, Femizide als Taten von Unbekannten zu reframen, hätte der Unmut nie das aktuelle Ausmaß erreicht.
Geraune ist bei Nuhr nicht neu. Faule Kritik zu üben, die vor allem dann funktioniert, wenn man Fakten unter den Tisch fallen lässt, die nicht ins vorgefertigte Bild passen, auch nicht. Der Versuch, gesellschaftliche Debatten zu delegitimieren, ist allen Anti-Wokeness-Kriegern gemeinsam. Bei NIUS war Nuhr auch schon. Man darf gespannt sein, wie und wie schnell sich das weitere Kreiseln in den rechtspopulistischen, realitätsleugnenden Abgrund gestalten wird.
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Noch ein paar Linktipps zu Nuhr und seinem ‘Werk’:
- Bei Dieter Nuhr müssen selbst Femizide für eine Pointe herhalten
- Dieter Nuhr verlangt Löschung eines Kommentars und droht dem STANDARD mit Klage
- Dieter Nuhr ist kein Komiker mehr
- Glosse – Der Leo-Baeck-Preis 2026 geht an Dieter Nuhr?
- Nuhr ein Preis
- Mailab: Dieter Nuhr & die DFG | Ein Drama in 5 Akten
Über Femizide und strukturelle Misogynie:
- bpb Dossier: Femizide und Gewalt gegen Frauen
- Femizide und notwendige Maßnahmen
- Gewaltschutz für alle Frauen? Hürden im Hilfesystem
- Femizide vor Gericht: Du gehörst mir, also töte ich dich
- Statistiken zu Femiziden und Gewalt gegen Frauen bei Statista
Über SLAPP:
- Bei SLAPP-Klagen handelt es sich zumeist um Klagen, die (oft trotz geringer Erfolgsaussichten) vorwiegend deswegen geführt werden, um Journalisten, Whistleblower und Medienunternehmen unter Druck zu setzen. Kläger setzen darauf, dass die aufgewendete Zeit und Energie sowie finanzielle Risiken unliebsame Berichterstattung unterbinden werden. ↩︎
- Außer den Frauen. Die müssen natürlich auch noch Schuld daran haben. Siehe Absatz 6 ↩︎
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Nuhr SLAPPdashery
Ich muss mal noch eine Runde über Nuhr und seine SLAPP-Klage1 gegen den Standard ranten. Denn was Nuhr hier unter anderem erreichen möchte, ist, dass nur seine Deutung seiner Aussagen die zulässige Deutung bleibt. Und mehr noch … In der Begründung für die Klage schreibt sein Geschäftsführer:
Oder mal auf andere Art formuliert: Nuhr möchte nicht, dass wir über strukturelle Frauenfeindlichkeit reden. Er möchte nicht, dass wir diese gesellschaftlich diskutieren. Er möchte nicht, dass die Ursachen von Femiziden außerhalb der individuellen Schuld der Täter gesucht werden2. Er möchte keine gesellschaftliche Debatte, wie man Femizide verhindern kann, solange das nicht geht, ohne strukturelle Misogynie zu thematisieren. Entweder versteht er den Unterschied zwischen “jeder Mann trägt individuelle Schuld” und “eine strukturell misogyne Gesellschaft begünstigt die Täter und ermöglicht die Tat” nicht, oder er will ihn nicht verstehen.
Damit das aber nicht gleich auffällt, begrenzt er sein ‘Argument’ auf Femizide und ignoriert sowohl Gewalt gegen Frauen allgemein, als auch die steigende Tendenz sowohl bei alltäglicher Gewalt, als auch bei Femiziden. Darauf hat schon Beate Hausbichler in ihrem Kommentar hingewiesen, der die ganze Sache ins Rollen brachte.
Und dann kommt auch noch das typische Nuhr’sche Geraune. Es ginge ihm um die ‘publizistische Figur’. Damit streitet Nuhr ab, dass es sich überhaupt um eine gesellschaftliche Debatte handelt, die aktiv geführt wird, sondern es sind in dieser Lesart lediglich die ‚woken Medien‘, die künstlich einen Spalt zwischen Frauen und Männern zu treiben versuchen. Ohne die müsste er sich, so möglicherweise sein Bauchgefühl, nicht mit dem schlechten Gewissen plagen, bei struktureller Gewalt irgendwie mitgemeint zu sein.
Aber, damit man ihm abnehmen könne, es wäre ihm nur um diese ‘publizistische Figur’ gegangen, wäre sein ‘Argument’ im Grunde abgeschlossen gewesen, bevor er dann noch einmal mit “Zur Sicherheit wäre es nicht schlecht, wenn man den Partner vor dem Geschlechtsverkehr einfach erst mal kennenlernt” nachlegt.
Dieser Satz gibt dem ohnehin widerlichen Auftritt einen ganz anderen Spin. Nuhr kann die Sache nämlich nicht gehen lassen, ohne zum einen klarzumachen, dass Frauen ja mindestens eine Teilschuld tragen. Und zum anderen muss Nuhr auch sein Weltbild über die Realität stülpen: dass Femizide nämlich, ebenso wie häusliche und sexuelle Gewalt, Taten im Nahbereich sind und eben nicht Delikte, die von geheimnisvollen Fremden begangen werden. Hätte Nuhr auf diesen Nachsatz verzichtet, der sowohl Täter-Opfer-Umkehr betreibt als auch versucht, Femizide als Taten von Unbekannten zu reframen, hätte der Unmut nie das aktuelle Ausmaß erreicht.
Geraune ist bei Nuhr nicht neu. Faule Kritik zu üben, die vor allem dann funktioniert, wenn man Fakten unter den Tisch fallen lässt, die nicht ins vorgefertigte Bild passen, auch nicht. Der Versuch, gesellschaftliche Debatten zu delegitimieren, ist allen Anti-Wokeness-Kriegern gemeinsam. Bei NIUS war Nuhr auch schon. Man darf gespannt sein, wie und wie schnell sich das weitere Kreiseln in den rechtspopulistischen, realitätsleugnenden Abgrund gestalten wird.
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Noch ein paar Linktipps zu Nuhr und seinem ‘Werk’:
- Bei Dieter Nuhr müssen selbst Femizide für eine Pointe herhalten
- Dieter Nuhr verlangt Löschung eines Kommentars und droht dem STANDARD mit Klage
- Dieter Nuhr ist kein Komiker mehr
- Glosse – Der Leo-Baeck-Preis 2026 geht an Dieter Nuhr?
- Nuhr ein Preis
- Mailab: Dieter Nuhr & die DFG | Ein Drama in 5 Akten
Über Femizide und strukturelle Misogynie:
- bpb Dossier: Femizide und Gewalt gegen Frauen
- Femizide und notwendige Maßnahmen
- Gewaltschutz für alle Frauen? Hürden im Hilfesystem
- Femizide vor Gericht: Du gehörst mir, also töte ich dich
- Statistiken zu Femiziden und Gewalt gegen Frauen bei Statista
Über SLAPP:
- Bei SLAPP-Klagen handelt es sich zumeist um Klagen, die (oft trotz geringer Erfolgsaussichten) vorwiegend deswegen geführt werden, um Journalisten, Whistleblower und Medienunternehmen unter Druck zu setzen. Kläger setzen darauf, dass die aufgewendete Zeit und Energie sowie finanzielle Risiken unliebsame Berichterstattung unterbinden werden. ↩︎
- Außer den Frauen. Die müssen natürlich auch noch Schuld daran haben. Siehe Absatz 6 ↩︎
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Nuhr noch Brechreiz
»Sehr geehrter« will mir nicht über die Lippen kommen, »Lieber« schon gar nicht und auch »Herr« erscheint mir zu viel der Ehre, daher …
Nuhr,
Sie finden, gegen Sie laufe derzeit eine »Medienkampagne«. Also, gegen den Mann mit einem Primetime-Sendeplatz im öffentlich-rechtlichen TV, der – trotz gehäuft pseudowissenschaftlicher Aussagen – eingeladen wurde, vor Wissenschaftlern zu sprechen. Der – trotz wiederkehrender Auftritte mit einer Kollegin, die für ihren antisemitischen »Humor« bekannt ist – kürzlich vom Zentralrat deutscher Juden geehrt wurde. Weil Sie mal was gegen linken Antisemitismus gesagt haben. Also: Gegen eine Person, mit genug Medienmacht, um zu Veranstaltungen geladen, und von Menschen geehrt zu werden, deren Werte und Ziele sie gleichzeitig aktiv hintertreibt, läuft angeblich eine Medienkampagne.
So ganz mit Planung im Hinterzimmer, einer Telefonkonferenz zwischen den Chefredakteuren der großen Redaktionen, seitenweise Schmähungen in allen maßgeblichen Feuilletons und … ach so, das ist so gar nicht passiert?Es war eine Frau, die es ins Rollen brachte, und andere Frauen lasen das, fanden es auch scheiße und haben es in den sozialen Medien ganz offen gesagt?
Das ist voll ungerecht, weil früher schließlich auch nicht jeder öffentlich alles sagen konnte. Also, man konnte schon, aber die auf der Apfelkiste auf dem Dorfplatz laberten, haben Sie immerhin oben auf ihrem Thron nicht hören müssen?
Und voll ungerecht ohnehin, weil Sie vier ganze Tage ihre Ruhe hatten, und wer sich beschweren will, sollte das bitte in den ersten 24 Stunden einreichen. Ach was. Sofort! Sonst gilt es nicht!
Ich weiß, das Leben ist schwer für Sie. Es ist komplex und überfordernd, und deswegen müssen Sie immer wieder gegen diese fiese Komplexität anschreien oder sich zumindest über all jene lustig machen, die etwas anders machen, als Sie das aus Ihrer Jugend gewohnt sind.
Warum muss es auch Frauen geben, die nicht nur über ihren Körper oder ihren Nutzen für Sie persönlich definiert werden wollen, die etwas von Technik verstehen und gerne damit arbeiten? Oder warum muss es diese komischen Menschen geben, die so anders sind, als es sein sollte, diese Autisten? Oder warum muss es Menschen geben, die hoffen, eine neue Form der Politikgestaltung wäre möglich? Oder warum muss es Menschen geben, die glauben, die Bewahrung unserer Natur und eine Erderwärmung um nicht mehr als 1,5 Grad wären eine ziemlich knorke Idee?
In all diesen Punkten war ich, als Frau, als Frau, die lange Zeit und gerne in einem technischen Beruf gearbeitet hat, als Autistin, als ehemaliges Mitglied der Piratenpartei, als Wissenschaftskommunikatorin, über die letzten 2 Jahrzehnte wiederholt Objekt Ihres Hohns.
Entsprechend würde ich mir lieber einen Arm mit einem Vorschlaghammer zertrümmern, als Ihre Sendung auch nur eine Sekunde anzuschauen. Ich vermute, das geht anderen Menschen, deren Existenz auch zu kompliziert für Ihr Weltbild war und ist, nicht anders.
So kommt es dazu, dass vorwiegend Menschen, deren Weltbild seit den 50er Jahren kein Update erfahren hat, sich als Publikum zu Ihren Sendungen begeben oder diese auch nur einschalten.
Ich erkläre Ihnen das, weil ich vermute, dass Sie auch das nicht verstehen.
Ihre verwunderte Empörung über die vier Tage Verzögerung, die Sie behaupten lässt, dass es dann ja nur eine künstliche Kampagne sein KÖNNE, legt die Vermutung jedenfalls nahe.
Außer natürlich, diese Empörung war nur gespielt, vorgetäuscht, um ganz im Sinne von ›every accusation is a confession‹ die Co-Empörung der frühvergreisten bildungsbürgerlichen Elite anzufachen, deren fortwährende Unterstützung Ihnen immerhin weiterhin Lohn und Brot sichert.
Anyway …
Nuhr, ich wuchs in einer Zeit auf, in der es normal war, als Mädchen, als Kind, als Teenager, als junge Frau, von der Männlichkeit meiner Umgebung mit einer fragwürdigen Aufmerksamkeit bedacht zu werden.
Schon früh erklärte man mir, ich würde zu einer prächtigen ›Dame‹ heranwachsen. Mein Körper wurde von Männern besprochen und beurteilt, mein Weg vorhergesagt, Jahre, bevor mir Brüste wachsen sollten, während auch meine Menstruation noch in weiter Ferne lag. Ich war noch nicht mal in der Schule, als alte Männer bereits über meine zukünftige Heirat orakelten. Ich war in der Schule – logisch –, als mir nicht erlaubt wurde, am Werkunterricht teilzunehmen, denn für Mädchen gab es nur Handarbeiten. Nicht zu vergessen: die Schulanfänger-Kappen, die für bessere Sichtbarkeit auf dem Schulweg sorgen sollten. Aber haha, Kappen? Nicht für Mädchen. Für uns gab es Kopftücher.
In Deutschland. Ende der 70er Jahre.
Man belehrte mich, was ich als Frau alles nicht verstünde. Politik, Technik, … eigentlich alles, was mich interessierte. Frauen wären nicht nur dumm, nein, auch gemein, hinterhältig, untreu, unsolidarisch untereinander (»Stutenbeißen« schon mal gehört?), sie würden Männer nur in eine Ehe locken, um ihnen dort jeden Spaß zu nehmen und dann das Kind eines anderen Mannes unterzuschieben. Entsprechend wurden, wenn eine Heirat anstand, die Frauen für ihren Fang gefeiert und die Männer bedauert. Man erzählte Blondinenwitze, Frauen-und-Autofahren-Witze, Frauen-als-hysterische-Weiber-Witze.
Ich hatte immer noch nicht mal meine Periode und ich las lieber »Burg Schreckenstein« als angeblich altersgemäße Bücher für Mädchen, in denen es immer nur darum ging, dass sie unbedingt einen Freund haben wollten, als das, was man gerne als »Innuendo« bagatellisiert, begann. Anzügliche, doppeldeutige Bemerkungen von Männern meiner Umgebung, die meine Väter hätten sein können, meine Großväter, und die in vielen Fällen tatsächlich Väter von Freunden oder Klassenkameraden waren.
Nie wusste ich, was genau gemeint war, nur, dass der Tonfall unangenehm war, die Blicke ekelerregend und ich mich hinterher fühlte, als wären schleimige Insekten über meinen Körper gekrabbelt.
Auch stellte ich fest, dass es jetzt »No-Go-Areas« für mich gab. Nämlich das Sportheim, die Dorfkneipe, oder eigentlich jeden Ort, an dem sich Männer mit Männern trafen, während die Frauen zu Hause blieben und den Haushalt machten. Wenn also keine ältere Frau anwesend gewesen wäre, die mich hätte beschützen können. Wobei »beschützen« natürlich in erster Linie in »nach Hause schicken« bestanden hätte und nicht etwa darin, die Männer in ihre Schranken zu weisen.
Deutschland, Mitte der 80er Jahre.
Ich hatte meine Periode immer noch nicht, als Männer damit begannen, mich gegen meinen Willen zu betatschen. Dann war ich ›die Komische‹, weil ich etwas tat, das sonst keine tat. Ich schlug zu, statt es über mich ergehen zu lassen. Was die Situation nicht besser, sondern in einigen Fällen erst recht gefährlich machte.
Über die Jahre streichelten mir Männer in der Öffentlichkeit ungebeten über das Haar, versuchten in die Umkleide meines Basketballteams einzudringen oder hängten sich auf Partys wie eine Klette an mich, die sich nur durch einen Toilettengang und folgendes geschicktes Verschwinden von der Party wieder abstreifen ließen.
Immer war ich Brüste und Vulva auf zwei Beinen. Objekt der männlichen Begierde. Niemand, das war sehr deutlich, interessierte sich tatsächlich für mich als Person.
Das nahm erst ab, als ich zu alt und auch zu dick wurde, um von den meisten Männern als attraktiv gefunden zu werden. Ganz aufgehört hat es nie. Nun kamen nur Männer dazu, die es eine gute Strategie fanden, mir einen Mitleidsfick anzubieten. Weil es mir ansonsten ja niemand besorgen würde. Ganz uneigennützig natürlich.
Wenn man so aufwächst, Nuhr, dann bleiben einem zwei Wege.
- Man beginnt damit, diese Denkweise zu verinnerlichen. Man beginnt bei den gehässigsten, dümmlichsten, plattesten und sexistischsten Witzen mitzulachen, um überhaupt irgendwo dazuzugehören. Um zumindest als Paar Brüste und eine Vulva auf Beinen akzeptiert zu werden, wenn schon nicht als Person. Dann sitzt man in Ihrer Sendung und jubelt Ihnen zu, wenn Sie behaupten, Frauen wären schließlich irgendwie schon selbst schuld.
- Man sucht sich bessere Freunde, bessere Menschen, mit denen man sich umgibt. Man benennt Sexismus als das, was er ist. Man gibt einen Fick auf gutbildungsbürgerliche Eliten und ihre Befindlichkeiten und wählt seinen Lebensweg nach den Fähigkeiten und Interessen, die man tatsächlich hat. Nicht nach jenen, die man gesellschaftlich und Nuhr-abgesegnet haben sollte. Man sagt seine Meinung, laut, ohne auf Erlaubnis zu warten, weil man etwas zu sagen hat. Weil es genug andere gibt, die es auch hören wollen.
Es wird Sie nicht überraschen – oder vielleicht doch, denn Sie haben ja Probleme damit, Dinge außerhalb Ihres engen Erfahrungshorizonts zu verstehen –, dass ich Weg Nr. 2 gewählt habe.
Da eine überaus enthusiastische Lobotomie die Voraussetzung wäre, um mich Ihre Sendung einschalten zu lassen, habe ich Ihren neuerlichen Spin erst nach Tagen mitbekommen: Dass es keine Femizide gäbe, würden Frauen nicht immer sofort die Beine breitmachen, sondern ihre zukünftigen Partner ›erst mal kennenlernen‹.
Sie haben wahrscheinlich recht. Als mir ein Ex-Partner den Arm brach, weil seine Forderung, gleichzeitig noch eine Beziehung mit einer damals Minderjährigen zu führen, eine psychische Krise auslöste, da waren wir ja erst rund 9 Monate zusammen. Die Maxime ›kein Sex vor der Ehe‹ hätte mich sicherlich ausreichend geschützt und seine Persönlichkeit rechtzeitig erkennen lassen.
Er hat dann ja immerhin die andere Partnerin sofort nach deren Volljährigkeit geheiratet und sie – checks notes – später dann auch geschlagen. Oops.
Nuhr, es gibt einen Punkt, ab dem man so aus der Zeit gefallen ist, dass man sich und allen anderen einen Gefallen damit täte, sich in eine überteuerte Villa auf Ibiza zurückzuziehen und den unvermeidlichen Alter-Weißer-Mann-Frust nur noch zu den Wolken hinaufzuschreien.
Der ideale Zeitpunkt für Ihren Rückzug war vor 20 Jahren. Der zweitbeste Moment wäre jetzt.
#Frauen #frauenhass #Medien #Rant #Satire #sexismus #sexistischeKackscheiße #SexuelleGewalt -
Nuhr noch Brechreiz
»Sehr geehrter« will mir nicht über die Lippen kommen, »Lieber« schon gar nicht und auch »Herr« erscheint mir zu viel der Ehre, daher …
Nuhr,
Sie finden, gegen Sie laufe derzeit eine »Medienkampagne«. Also, gegen den Mann mit einem Primetime-Sendeplatz im öffentlich-rechtlichen TV, der – trotz gehäuft pseudowissenschaftlicher Aussagen – eingeladen wurde, vor Wissenschaftlern zu sprechen. Der – trotz wiederkehrender Auftritte mit einer Kollegin, die für ihren antisemitischen »Humor« bekannt ist – kürzlich vom Zentralrat deutscher Juden geehrt wurde. Weil Sie mal was gegen linken Antisemitismus gesagt haben. Also: Gegen eine Person, mit genug Medienmacht, um zu Veranstaltungen geladen, und von Menschen geehrt zu werden, deren Werte und Ziele sie gleichzeitig aktiv hintertreibt, läuft angeblich eine Medienkampagne.
So ganz mit Planung im Hinterzimmer, einer Telefonkonferenz zwischen den Chefredakteuren der großen Redaktionen, seitenweise Schmähungen in allen maßgeblichen Feuilletons und … ach so, das ist so gar nicht passiert?Es war eine Frau, die es ins Rollen brachte, und andere Frauen lasen das, fanden es auch scheiße und haben es in den sozialen Medien ganz offen gesagt?
Das ist voll ungerecht, weil früher schließlich auch nicht jeder öffentlich alles sagen konnte. Also, man konnte schon, aber die auf der Apfelkiste auf dem Dorfplatz laberten, haben Sie immerhin oben auf ihrem Thron nicht hören müssen?
Und voll ungerecht ohnehin, weil Sie vier ganze Tage ihre Ruhe hatten, und wer sich beschweren will, sollte das bitte in den ersten 24 Stunden einreichen. Ach was. Sofort! Sonst gilt es nicht!
Ich weiß, das Leben ist schwer für Sie. Es ist komplex und überfordernd, und deswegen müssen Sie immer wieder gegen diese fiese Komplexität anschreien oder sich zumindest über all jene lustig machen, die etwas anders machen, als Sie das aus Ihrer Jugend gewohnt sind.
Warum muss es auch Frauen geben, die nicht nur über ihren Körper oder ihren Nutzen für Sie persönlich definiert werden wollen, die etwas von Technik verstehen und gerne damit arbeiten? Oder warum muss es diese komischen Menschen geben, die so anders sind, als es sein sollte, diese Autisten? Oder warum muss es Menschen geben, die hoffen, eine neue Form der Politikgestaltung wäre möglich? Oder warum muss es Menschen geben, die glauben, die Bewahrung unserer Natur und eine Erderwärmung um nicht mehr als 1,5 Grad wären eine ziemlich knorke Idee?
In all diesen Punkten war ich, als Frau, als Frau, die lange Zeit und gerne in einem technischen Beruf gearbeitet hat, als Autistin, als ehemaliges Mitglied der Piratenpartei, als Wissenschaftskommunikatorin, über die letzten 2 Jahrzehnte wiederholt Objekt Ihres Hohns.
Entsprechend würde ich mir lieber einen Arm mit einem Vorschlaghammer zertrümmern, als Ihre Sendung auch nur eine Sekunde anzuschauen. Ich vermute, das geht anderen Menschen, deren Existenz auch zu kompliziert für Ihr Weltbild war und ist, nicht anders.
So kommt es dazu, dass vorwiegend Menschen, deren Weltbild seit den 50er Jahren kein Update erfahren hat, sich als Publikum zu Ihren Sendungen begeben oder diese auch nur einschalten.
Ich erkläre Ihnen das, weil ich vermute, dass Sie auch das nicht verstehen.
Ihre verwunderte Empörung über die vier Tage Verzögerung, die Sie behaupten lässt, dass es dann ja nur eine künstliche Kampagne sein KÖNNE, legt die Vermutung jedenfalls nahe.
Außer natürlich, diese Empörung war nur gespielt, vorgetäuscht, um ganz im Sinne von ›every accusation is a confession‹ die Co-Empörung der frühvergreisten bildungsbürgerlichen Elite anzufachen, deren fortwährende Unterstützung Ihnen immerhin weiterhin Lohn und Brot sichert.
Anyway …
Nuhr, ich wuchs in einer Zeit auf, in der es normal war, als Mädchen, als Kind, als Teenager, als junge Frau, von der Männlichkeit meiner Umgebung mit einer fragwürdigen Aufmerksamkeit bedacht zu werden.
Schon früh erklärte man mir, ich würde zu einer prächtigen ›Dame‹ heranwachsen. Mein Körper wurde von Männern besprochen und beurteilt, mein Weg vorhergesagt, Jahre, bevor mir Brüste wachsen sollten, während auch meine Menstruation noch in weiter Ferne lag. Ich war noch nicht mal in der Schule, als alte Männer bereits über meine zukünftige Heirat orakelten. Ich war in der Schule – logisch –, als mir nicht erlaubt wurde, am Werkunterricht teilzunehmen, denn für Mädchen gab es nur Handarbeiten. Nicht zu vergessen: die Schulanfänger-Kappen, die für bessere Sichtbarkeit auf dem Schulweg sorgen sollten. Aber haha, Kappen? Nicht für Mädchen. Für uns gab es Kopftücher.
In Deutschland. Ende der 70er Jahre.
Man belehrte mich, was ich als Frau alles nicht verstünde. Politik, Technik, … eigentlich alles, was mich interessierte. Frauen wären nicht nur dumm, nein, auch gemein, hinterhältig, untreu, unsolidarisch untereinander (»Stutenbeißen« schon mal gehört?), sie würden Männer nur in eine Ehe locken, um ihnen dort jeden Spaß zu nehmen und dann das Kind eines anderen Mannes unterzuschieben. Entsprechend wurden, wenn eine Heirat anstand, die Frauen für ihren Fang gefeiert und die Männer bedauert. Man erzählte Blondinenwitze, Frauen-und-Autofahren-Witze, Frauen-als-hysterische-Weiber-Witze.
Ich hatte immer noch nicht mal meine Periode und ich las lieber »Burg Schreckenstein« als angeblich altersgemäße Bücher für Mädchen, in denen es immer nur darum ging, dass sie unbedingt einen Freund haben wollten, als das, was man gerne als »Innuendo« bagatellisiert, begann. Anzügliche, doppeldeutige Bemerkungen von Männern meiner Umgebung, die meine Väter hätten sein können, meine Großväter, und die in vielen Fällen tatsächlich Väter von Freunden oder Klassenkameraden waren.
Nie wusste ich, was genau gemeint war, nur, dass der Tonfall unangenehm war, die Blicke ekelerregend und ich mich hinterher fühlte, als wären schleimige Insekten über meinen Körper gekrabbelt.
Auch stellte ich fest, dass es jetzt »No-Go-Areas« für mich gab. Nämlich das Sportheim, die Dorfkneipe, oder eigentlich jeden Ort, an dem sich Männer mit Männern trafen, während die Frauen zu Hause blieben und den Haushalt machten. Wenn also keine ältere Frau anwesend gewesen wäre, die mich hätte beschützen können. Wobei »beschützen« natürlich in erster Linie in »nach Hause schicken« bestanden hätte und nicht etwa darin, die Männer in ihre Schranken zu weisen.
Deutschland, Mitte der 80er Jahre.
Ich hatte meine Periode immer noch nicht, als Männer damit begannen, mich gegen meinen Willen zu betatschen. Dann war ich ›die Komische‹, weil ich etwas tat, das sonst keine tat. Ich schlug zu, statt es über mich ergehen zu lassen. Was die Situation nicht besser, sondern in einigen Fällen erst recht gefährlich machte.
Über die Jahre streichelten mir Männer in der Öffentlichkeit ungebeten über das Haar, versuchten in die Umkleide meines Basketballteams einzudringen oder hängten sich auf Partys wie eine Klette an mich, die sich nur durch einen Toilettengang und folgendes geschicktes Verschwinden von der Party wieder abstreifen ließen.
Immer war ich Brüste und Vulva auf zwei Beinen. Objekt der männlichen Begierde. Niemand, das war sehr deutlich, interessierte sich tatsächlich für mich als Person.
Das nahm erst ab, als ich zu alt und auch zu dick wurde, um von den meisten Männern als attraktiv gefunden zu werden. Ganz aufgehört hat es nie. Nun kamen nur Männer dazu, die es eine gute Strategie fanden, mir einen Mitleidsfick anzubieten. Weil es mir ansonsten ja niemand besorgen würde. Ganz uneigennützig natürlich.
Wenn man so aufwächst, Nuhr, dann bleiben einem zwei Wege.
- Man beginnt damit, diese Denkweise zu verinnerlichen. Man beginnt bei den gehässigsten, dümmlichsten, plattesten und sexistischsten Witzen mitzulachen, um überhaupt irgendwo dazuzugehören. Um zumindest als Paar Brüste und eine Vulva auf Beinen akzeptiert zu werden, wenn schon nicht als Person. Dann sitzt man in Ihrer Sendung und jubelt Ihnen zu, wenn Sie behaupten, Frauen wären schließlich irgendwie schon selbst schuld.
- Man sucht sich bessere Freunde, bessere Menschen, mit denen man sich umgibt. Man benennt Sexismus als das, was er ist. Man gibt einen Fick auf gutbildungsbürgerliche Eliten und ihre Befindlichkeiten und wählt seinen Lebensweg nach den Fähigkeiten und Interessen, die man tatsächlich hat. Nicht nach jenen, die man gesellschaftlich und Nuhr-abgesegnet haben sollte. Man sagt seine Meinung, laut, ohne auf Erlaubnis zu warten, weil man etwas zu sagen hat. Weil es genug andere gibt, die es auch hören wollen.
Es wird Sie nicht überraschen – oder vielleicht doch, denn Sie haben ja Probleme damit, Dinge außerhalb Ihres engen Erfahrungshorizonts zu verstehen –, dass ich Weg Nr. 2 gewählt habe.
Da eine überaus enthusiastische Lobotomie die Voraussetzung wäre, um mich Ihre Sendung einschalten zu lassen, habe ich Ihren neuerlichen Spin erst nach Tagen mitbekommen: Dass es keine Femizide gäbe, würden Frauen nicht immer sofort die Beine breitmachen, sondern ihre zukünftigen Partner ›erst mal kennenlernen‹.
Sie haben wahrscheinlich recht. Als mir ein Ex-Partner den Arm brach, weil seine Forderung, gleichzeitig noch eine Beziehung mit einer damals Minderjährigen zu führen, eine psychische Krise auslöste, da waren wir ja erst rund 9 Monate zusammen. Die Maxime ›kein Sex vor der Ehe‹ hätte mich sicherlich ausreichend geschützt und seine Persönlichkeit rechtzeitig erkennen lassen.
Er hat dann ja immerhin die andere Partnerin sofort nach deren Volljährigkeit geheiratet und sie – checks notes – später dann auch geschlagen. Oops.
Nuhr, es gibt einen Punkt, ab dem man so aus der Zeit gefallen ist, dass man sich und allen anderen einen Gefallen damit täte, sich in eine überteuerte Villa auf Ibiza zurückzuziehen und den unvermeidlichen Alter-Weißer-Mann-Frust nur noch zu den Wolken hinaufzuschreien.
Der ideale Zeitpunkt für Ihren Rückzug war vor 20 Jahren. Der zweitbeste Moment wäre jetzt.
#Frauen #frauenhass #Medien #Rant #Satire #sexismus #sexistischeKackscheiße #SexuelleGewalt -
Nuhr noch Brechreiz
»Sehr geehrter« will mir nicht über die Lippen kommen, »Lieber« schon gar nicht und auch »Herr« erscheint mir zu viel der Ehre, daher …
Nuhr,
Sie finden, gegen Sie laufe derzeit eine »Medienkampagne«. Also, gegen den Mann mit einem Primetime-Sendeplatz im öffentlich-rechtlichen TV, der – trotz gehäuft pseudowissenschaftlicher Aussagen – eingeladen wurde, vor Wissenschaftlern zu sprechen. Der – trotz wiederkehrender Auftritte mit einer Kollegin, die für ihren antisemitischen »Humor« bekannt ist – kürzlich vom Zentralrat deutscher Juden geehrt wurde. Weil Sie mal was gegen linken Antisemitismus gesagt haben. Also: Gegen eine Person, mit genug Medienmacht, um zu Veranstaltungen geladen, und von Menschen geehrt zu werden, deren Werte und Ziele sie gleichzeitig aktiv hintertreibt, läuft angeblich eine Medienkampagne.
So ganz mit Planung im Hinterzimmer, einer Telefonkonferenz zwischen den Chefredakteuren der großen Redaktionen, seitenweise Schmähungen in allen maßgeblichen Feuilletons und … ach so, das ist so gar nicht passiert?Es war eine Frau, die es ins Rollen brachte, und andere Frauen lasen das, fanden es auch scheiße und haben es in den sozialen Medien ganz offen gesagt?
Das ist voll ungerecht, weil früher schließlich auch nicht jeder öffentlich alles sagen konnte. Also, man konnte schon, aber die auf der Apfelkiste auf dem Dorfplatz laberten, haben Sie immerhin oben auf ihrem Thron nicht hören müssen?
Und voll ungerecht ohnehin, weil Sie vier ganze Tage ihre Ruhe hatten, und wer sich beschweren will, sollte das bitte in den ersten 24 Stunden einreichen. Ach was. Sofort! Sonst gilt es nicht!
Ich weiß, das Leben ist schwer für Sie. Es ist komplex und überfordernd, und deswegen müssen Sie immer wieder gegen diese fiese Komplexität anschreien oder sich zumindest über all jene lustig machen, die etwas anders machen, als Sie das aus Ihrer Jugend gewohnt sind.
Warum muss es auch Frauen geben, die nicht nur über ihren Körper oder ihren Nutzen für Sie persönlich definiert werden wollen, die etwas von Technik verstehen und gerne damit arbeiten? Oder warum muss es diese komischen Menschen geben, die so anders sind, als es sein sollte, diese Autisten? Oder warum muss es Menschen geben, die hoffen, eine neue Form der Politikgestaltung wäre möglich? Oder warum muss es Menschen geben, die glauben, die Bewahrung unserer Natur und eine Erderwärmung um nicht mehr als 1,5 Grad wären eine ziemlich knorke Idee?
In all diesen Punkten war ich, als Frau, als Frau, die lange Zeit und gerne in einem technischen Beruf gearbeitet hat, als Autistin, als ehemaliges Mitglied der Piratenpartei, als Wissenschaftskommunikatorin, über die letzten 2 Jahrzehnte wiederholt Objekt Ihres Hohns.
Entsprechend würde ich mir lieber einen Arm mit einem Vorschlaghammer zertrümmern, als Ihre Sendung auch nur eine Sekunde anzuschauen. Ich vermute, das geht anderen Menschen, deren Existenz auch zu kompliziert für Ihr Weltbild war und ist, nicht anders.
So kommt es dazu, dass vorwiegend Menschen, deren Weltbild seit den 50er Jahren kein Update erfahren hat, sich als Publikum zu Ihren Sendungen begeben oder diese auch nur einschalten.
Ich erkläre Ihnen das, weil ich vermute, dass Sie auch das nicht verstehen.
Ihre verwunderte Empörung über die vier Tage Verzögerung, die Sie behaupten lässt, dass es dann ja nur eine künstliche Kampagne sein KÖNNE, legt die Vermutung jedenfalls nahe.
Außer natürlich, diese Empörung war nur gespielt, vorgetäuscht, um ganz im Sinne von ›every accusation is a confession‹ die Co-Empörung der frühvergreisten bildungsbürgerlichen Elite anzufachen, deren fortwährende Unterstützung Ihnen immerhin weiterhin Lohn und Brot sichert.
Anyway …
Nuhr, ich wuchs in einer Zeit auf, in der es normal war, als Mädchen, als Kind, als Teenager, als junge Frau, von der Männlichkeit meiner Umgebung mit einer fragwürdigen Aufmerksamkeit bedacht zu werden.
Schon früh erklärte man mir, ich würde zu einer prächtigen ›Dame‹ heranwachsen. Mein Körper wurde von Männern besprochen und beurteilt, mein Weg vorhergesagt, Jahre, bevor mir Brüste wachsen sollten, während auch meine Menstruation noch in weiter Ferne lag. Ich war noch nicht mal in der Schule, als alte Männer bereits über meine zukünftige Heirat orakelten. Ich war in der Schule – logisch –, als mir nicht erlaubt wurde, am Werkunterricht teilzunehmen, denn für Mädchen gab es nur Handarbeiten. Nicht zu vergessen: die Schulanfänger-Kappen, die für bessere Sichtbarkeit auf dem Schulweg sorgen sollten. Aber haha, Kappen? Nicht für Mädchen. Für uns gab es Kopftücher.
In Deutschland. Ende der 70er Jahre.
Man belehrte mich, was ich als Frau alles nicht verstünde. Politik, Technik, … eigentlich alles, was mich interessierte. Frauen wären nicht nur dumm, nein, auch gemein, hinterhältig, untreu, unsolidarisch untereinander (»Stutenbeißen« schon mal gehört?), sie würden Männer nur in eine Ehe locken, um ihnen dort jeden Spaß zu nehmen und dann das Kind eines anderen Mannes unterzuschieben. Entsprechend wurden, wenn eine Heirat anstand, die Frauen für ihren Fang gefeiert und die Männer bedauert. Man erzählte Blondinenwitze, Frauen-und-Autofahren-Witze, Frauen-als-hysterische-Weiber-Witze.
Ich hatte immer noch nicht mal meine Periode und ich las lieber »Burg Schreckenstein« als angeblich altersgemäße Bücher für Mädchen, in denen es immer nur darum ging, dass sie unbedingt einen Freund haben wollten, als das, was man gerne als »Innuendo« bagatellisiert, begann. Anzügliche, doppeldeutige Bemerkungen von Männern meiner Umgebung, die meine Väter hätten sein können, meine Großväter, und die in vielen Fällen tatsächlich Väter von Freunden oder Klassenkameraden waren.
Nie wusste ich, was genau gemeint war, nur, dass der Tonfall unangenehm war, die Blicke ekelerregend und ich mich hinterher fühlte, als wären schleimige Insekten über meinen Körper gekrabbelt.
Auch stellte ich fest, dass es jetzt »No-Go-Areas« für mich gab. Nämlich das Sportheim, die Dorfkneipe, oder eigentlich jeden Ort, an dem sich Männer mit Männern trafen, während die Frauen zu Hause blieben und den Haushalt machten. Wenn also keine ältere Frau anwesend gewesen wäre, die mich hätte beschützen können. Wobei »beschützen« natürlich in erster Linie in »nach Hause schicken« bestanden hätte und nicht etwa darin, die Männer in ihre Schranken zu weisen.
Deutschland, Mitte der 80er Jahre.
Ich hatte meine Periode immer noch nicht, als Männer damit begannen, mich gegen meinen Willen zu betatschen. Dann war ich ›die Komische‹, weil ich etwas tat, das sonst keine tat. Ich schlug zu, statt es über mich ergehen zu lassen. Was die Situation nicht besser, sondern in einigen Fällen erst recht gefährlich machte.
Über die Jahre streichelten mir Männer in der Öffentlichkeit ungebeten über das Haar, versuchten in die Umkleide meines Basketballteams einzudringen oder hängten sich auf Partys wie eine Klette an mich, die sich nur durch einen Toilettengang und folgendes geschicktes Verschwinden von der Party wieder abstreifen ließen.
Immer war ich Brüste und Vulva auf zwei Beinen. Objekt der männlichen Begierde. Niemand, das war sehr deutlich, interessierte sich tatsächlich für mich als Person.
Das nahm erst ab, als ich zu alt und auch zu dick wurde, um von den meisten Männern als attraktiv gefunden zu werden. Ganz aufgehört hat es nie. Nun kamen nur Männer dazu, die es eine gute Strategie fanden, mir einen Mitleidsfick anzubieten. Weil es mir ansonsten ja niemand besorgen würde. Ganz uneigennützig natürlich.
Wenn man so aufwächst, Nuhr, dann bleiben einem zwei Wege.
- Man beginnt damit, diese Denkweise zu verinnerlichen. Man beginnt bei den gehässigsten, dümmlichsten, plattesten und sexistischsten Witzen mitzulachen, um überhaupt irgendwo dazuzugehören. Um zumindest als Paar Brüste und eine Vulva auf Beinen akzeptiert zu werden, wenn schon nicht als Person. Dann sitzt man in Ihrer Sendung und jubelt Ihnen zu, wenn Sie behaupten, Frauen wären schließlich irgendwie schon selbst schuld.
- Man sucht sich bessere Freunde, bessere Menschen, mit denen man sich umgibt. Man benennt Sexismus als das, was er ist. Man gibt einen Fick auf gutbildungsbürgerliche Eliten und ihre Befindlichkeiten und wählt seinen Lebensweg nach den Fähigkeiten und Interessen, die man tatsächlich hat. Nicht nach jenen, die man gesellschaftlich und Nuhr-abgesegnet haben sollte. Man sagt seine Meinung, laut, ohne auf Erlaubnis zu warten, weil man etwas zu sagen hat. Weil es genug andere gibt, die es auch hören wollen.
Es wird Sie nicht überraschen – oder vielleicht doch, denn Sie haben ja Probleme damit, Dinge außerhalb Ihres engen Erfahrungshorizonts zu verstehen –, dass ich Weg Nr. 2 gewählt habe.
Da eine überaus enthusiastische Lobotomie die Voraussetzung wäre, um mich Ihre Sendung einschalten zu lassen, habe ich Ihren neuerlichen Spin erst nach Tagen mitbekommen: Dass es keine Femizide gäbe, würden Frauen nicht immer sofort die Beine breitmachen, sondern ihre zukünftigen Partner ›erst mal kennenlernen‹.
Sie haben wahrscheinlich recht. Als mir ein Ex-Partner den Arm brach, weil seine Forderung, gleichzeitig noch eine Beziehung mit einer damals Minderjährigen zu führen, eine psychische Krise auslöste, da waren wir ja erst rund 9 Monate zusammen. Die Maxime ›kein Sex vor der Ehe‹ hätte mich sicherlich ausreichend geschützt und seine Persönlichkeit rechtzeitig erkennen lassen.
Er hat dann ja immerhin die andere Partnerin sofort nach deren Volljährigkeit geheiratet und sie – checks notes – später dann auch geschlagen. Oops.
Nuhr, es gibt einen Punkt, ab dem man so aus der Zeit gefallen ist, dass man sich und allen anderen einen Gefallen damit täte, sich in eine überteuerte Villa auf Ibiza zurückzuziehen und den unvermeidlichen Alter-Weißer-Mann-Frust nur noch zu den Wolken hinaufzuschreien.
Der ideale Zeitpunkt für Ihren Rückzug war vor 20 Jahren. Der zweitbeste Moment wäre jetzt.
#Frauen #frauenhass #Medien #Rant #Satire #sexismus #sexistischeKackscheiße #SexuelleGewalt -
Nuhr noch Brechreiz
»Sehr geehrter« will mir nicht über die Lippen kommen, »Lieber« schon gar nicht und auch »Herr« erscheint mir zu viel der Ehre, daher …
Nuhr,
Sie finden, gegen Sie laufe derzeit eine »Medienkampagne«. Also, gegen den Mann mit einem Primetime-Sendeplatz im öffentlich-rechtlichen TV, der – trotz gehäuft pseudowissenschaftlicher Aussagen – eingeladen wurde, vor Wissenschaftlern zu sprechen. Der – trotz wiederkehrender Auftritte mit einer Kollegin, die für ihren antisemitischen »Humor« bekannt ist – kürzlich vom Zentralrat deutscher Juden geehrt wurde. Weil Sie mal was gegen linken Antisemitismus gesagt haben. Also: Gegen eine Person, mit genug Medienmacht, um zu Veranstaltungen geladen, und von Menschen geehrt zu werden, deren Werte und Ziele sie gleichzeitig aktiv hintertreibt, läuft angeblich eine Medienkampagne.
So ganz mit Planung im Hinterzimmer, einer Telefonkonferenz zwischen den Chefredakteuren der großen Redaktionen, seitenweise Schmähungen in allen maßgeblichen Feuilletons und … ach so, das ist so gar nicht passiert?Es war eine Frau, die es ins Rollen brachte, und andere Frauen lasen das, fanden es auch scheiße und haben es in den sozialen Medien ganz offen gesagt?
Das ist voll ungerecht, weil früher schließlich auch nicht jeder öffentlich alles sagen konnte. Also, man konnte schon, aber die auf der Apfelkiste auf dem Dorfplatz laberten, haben Sie immerhin oben auf ihrem Thron nicht hören müssen?
Und voll ungerecht ohnehin, weil Sie vier ganze Tage ihre Ruhe hatten, und wer sich beschweren will, sollte das bitte in den ersten 24 Stunden einreichen. Ach was. Sofort! Sonst gilt es nicht!
Ich weiß, das Leben ist schwer für Sie. Es ist komplex und überfordernd, und deswegen müssen Sie immer wieder gegen diese fiese Komplexität anschreien oder sich zumindest über all jene lustig machen, die etwas anders machen, als Sie das aus Ihrer Jugend gewohnt sind.
Warum muss es auch Frauen geben, die nicht nur über ihren Körper oder ihren Nutzen für Sie persönlich definiert werden wollen, die etwas von Technik verstehen und gerne damit arbeiten? Oder warum muss es diese komischen Menschen geben, die so anders sind, als es sein sollte, diese Autisten? Oder warum muss es Menschen geben, die hoffen, eine neue Form der Politikgestaltung wäre möglich? Oder warum muss es Menschen geben, die glauben, die Bewahrung unserer Natur und eine Erderwärmung um nicht mehr als 1,5 Grad wären eine ziemlich knorke Idee?
In all diesen Punkten war ich, als Frau, als Frau, die lange Zeit und gerne in einem technischen Beruf gearbeitet hat, als Autistin, als ehemaliges Mitglied der Piratenpartei, als Wissenschaftskommunikatorin, über die letzten 2 Jahrzehnte wiederholt Objekt Ihres Hohns.
Entsprechend würde ich mir lieber einen Arm mit einem Vorschlaghammer zertrümmern, als Ihre Sendung auch nur eine Sekunde anzuschauen. Ich vermute, das geht anderen Menschen, deren Existenz auch zu kompliziert für Ihr Weltbild war und ist, nicht anders.
So kommt es dazu, dass vorwiegend Menschen, deren Weltbild seit den 50er Jahren kein Update erfahren hat, sich als Publikum zu Ihren Sendungen begeben oder diese auch nur einschalten.
Ich erkläre Ihnen das, weil ich vermute, dass Sie auch das nicht verstehen.
Ihre verwunderte Empörung über die vier Tage Verzögerung, die Sie behaupten lässt, dass es dann ja nur eine künstliche Kampagne sein KÖNNE, legt die Vermutung jedenfalls nahe.
Außer natürlich, diese Empörung war nur gespielt, vorgetäuscht, um ganz im Sinne von ›every accusation is a confession‹ die Co-Empörung der frühvergreisten bildungsbürgerlichen Elite anzufachen, deren fortwährende Unterstützung Ihnen immerhin weiterhin Lohn und Brot sichert.
Anyway …
Nuhr, ich wuchs in einer Zeit auf, in der es normal war, als Mädchen, als Kind, als Teenager, als junge Frau, von der Männlichkeit meiner Umgebung mit einer fragwürdigen Aufmerksamkeit bedacht zu werden.
Schon früh erklärte man mir, ich würde zu einer prächtigen ›Dame‹ heranwachsen. Mein Körper wurde von Männern besprochen und beurteilt, mein Weg vorhergesagt, Jahre, bevor mir Brüste wachsen sollten, während auch meine Menstruation noch in weiter Ferne lag. Ich war noch nicht mal in der Schule, als alte Männer bereits über meine zukünftige Heirat orakelten. Ich war in der Schule – logisch –, als mir nicht erlaubt wurde, am Werkunterricht teilzunehmen, denn für Mädchen gab es nur Handarbeiten. Nicht zu vergessen: die Schulanfänger-Kappen, die für bessere Sichtbarkeit auf dem Schulweg sorgen sollten. Aber haha, Kappen? Nicht für Mädchen. Für uns gab es Kopftücher.
In Deutschland. Ende der 70er Jahre.
Man belehrte mich, was ich als Frau alles nicht verstünde. Politik, Technik, … eigentlich alles, was mich interessierte. Frauen wären nicht nur dumm, nein, auch gemein, hinterhältig, untreu, unsolidarisch untereinander (»Stutenbeißen« schon mal gehört?), sie würden Männer nur in eine Ehe locken, um ihnen dort jeden Spaß zu nehmen und dann das Kind eines anderen Mannes unterzuschieben. Entsprechend wurden, wenn eine Heirat anstand, die Frauen für ihren Fang gefeiert und die Männer bedauert. Man erzählte Blondinenwitze, Frauen-und-Autofahren-Witze, Frauen-als-hysterische-Weiber-Witze.
Ich hatte immer noch nicht mal meine Periode und ich las lieber »Burg Schreckenstein« als angeblich altersgemäße Bücher für Mädchen, in denen es immer nur darum ging, dass sie unbedingt einen Freund haben wollten, als das, was man gerne als »Innuendo« bagatellisiert, begann. Anzügliche, doppeldeutige Bemerkungen von Männern meiner Umgebung, die meine Väter hätten sein können, meine Großväter, und die in vielen Fällen tatsächlich Väter von Freunden oder Klassenkameraden waren.
Nie wusste ich, was genau gemeint war, nur, dass der Tonfall unangenehm war, die Blicke ekelerregend und ich mich hinterher fühlte, als wären schleimige Insekten über meinen Körper gekrabbelt.
Auch stellte ich fest, dass es jetzt »No-Go-Areas« für mich gab. Nämlich das Sportheim, die Dorfkneipe, oder eigentlich jeden Ort, an dem sich Männer mit Männern trafen, während die Frauen zu Hause blieben und den Haushalt machten. Wenn also keine ältere Frau anwesend gewesen wäre, die mich hätte beschützen können. Wobei »beschützen« natürlich in erster Linie in »nach Hause schicken« bestanden hätte und nicht etwa darin, die Männer in ihre Schranken zu weisen.
Deutschland, Mitte der 80er Jahre.
Ich hatte meine Periode immer noch nicht, als Männer damit begannen, mich gegen meinen Willen zu betatschen. Dann war ich ›die Komische‹, weil ich etwas tat, das sonst keine tat. Ich schlug zu, statt es über mich ergehen zu lassen. Was die Situation nicht besser, sondern in einigen Fällen erst recht gefährlich machte.
Über die Jahre streichelten mir Männer in der Öffentlichkeit ungebeten über das Haar, versuchten in die Umkleide meines Basketballteams einzudringen oder hängten sich auf Partys wie eine Klette an mich, die sich nur durch einen Toilettengang und folgendes geschicktes Verschwinden von der Party wieder abstreifen ließen.
Immer war ich Brüste und Vulva auf zwei Beinen. Objekt der männlichen Begierde. Niemand, das war sehr deutlich, interessierte sich tatsächlich für mich als Person.
Das nahm erst ab, als ich zu alt und auch zu dick wurde, um von den meisten Männern als attraktiv gefunden zu werden. Ganz aufgehört hat es nie. Nun kamen nur Männer dazu, die es eine gute Strategie fanden, mir einen Mitleidsfick anzubieten. Weil es mir ansonsten ja niemand besorgen würde. Ganz uneigennützig natürlich.
Wenn man so aufwächst, Nuhr, dann bleiben einem zwei Wege.
- Man beginnt damit, diese Denkweise zu verinnerlichen. Man beginnt bei den gehässigsten, dümmlichsten, plattesten und sexistischsten Witzen mitzulachen, um überhaupt irgendwo dazuzugehören. Um zumindest als Paar Brüste und eine Vulva auf Beinen akzeptiert zu werden, wenn schon nicht als Person. Dann sitzt man in Ihrer Sendung und jubelt Ihnen zu, wenn Sie behaupten, Frauen wären schließlich irgendwie schon selbst schuld.
- Man sucht sich bessere Freunde, bessere Menschen, mit denen man sich umgibt. Man benennt Sexismus als das, was er ist. Man gibt einen Fick auf gutbildungsbürgerliche Eliten und ihre Befindlichkeiten und wählt seinen Lebensweg nach den Fähigkeiten und Interessen, die man tatsächlich hat. Nicht nach jenen, die man gesellschaftlich und Nuhr-abgesegnet haben sollte. Man sagt seine Meinung, laut, ohne auf Erlaubnis zu warten, weil man etwas zu sagen hat. Weil es genug andere gibt, die es auch hören wollen.
Es wird Sie nicht überraschen – oder vielleicht doch, denn Sie haben ja Probleme damit, Dinge außerhalb Ihres engen Erfahrungshorizonts zu verstehen –, dass ich Weg Nr. 2 gewählt habe.
Da eine überaus enthusiastische Lobotomie die Voraussetzung wäre, um mich Ihre Sendung einschalten zu lassen, habe ich Ihren neuerlichen Spin erst nach Tagen mitbekommen: Dass es keine Femizide gäbe, würden Frauen nicht immer sofort die Beine breitmachen, sondern ihre zukünftigen Partner ›erst mal kennenlernen‹.
Sie haben wahrscheinlich recht. Als mir ein Ex-Partner den Arm brach, weil seine Forderung, gleichzeitig noch eine Beziehung mit einer damals Minderjährigen zu führen, eine psychische Krise auslöste, da waren wir ja erst rund 9 Monate zusammen. Die Maxime ›kein Sex vor der Ehe‹ hätte mich sicherlich ausreichend geschützt und seine Persönlichkeit rechtzeitig erkennen lassen.
Er hat dann ja immerhin die andere Partnerin sofort nach deren Volljährigkeit geheiratet und sie – checks notes – später dann auch geschlagen. Oops.
Nuhr, es gibt einen Punkt, ab dem man so aus der Zeit gefallen ist, dass man sich und allen anderen einen Gefallen damit täte, sich in eine überteuerte Villa auf Ibiza zurückzuziehen und den unvermeidlichen Alter-Weißer-Mann-Frust nur noch zu den Wolken hinaufzuschreien.
Der ideale Zeitpunkt für Ihren Rückzug war vor 20 Jahren. Der zweitbeste Moment wäre jetzt.
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https://www.youtube.com/watch?v=oRele7z5NAU
Widerliche und Peinliche MÄNNER! So Peinlich sie sind, so Gefährlich sind SIE!
Die gleichen Personen Schwurbel vom Traditionellen Familien Bild! Zucht und Ordnung!#JonasEms #Freiheit #Demokratie #Politik #Pruef #Kulturkampf #Rechtsextreme #RechterTerror #Faschos #NeoNazis #Schmutzmensch #NOAFD #FCKAFD #AFD #Konservativ #Frauenbild #Patriarchat #Misogynie #Missbrauch #ImmerMänner #ToxischeMännlichkeit #Metoo #FrauenHass #Gesellschaft #Armut
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@fraunora.bsky.social - wenn innerhalb einer Spezies die eine ( überwiegend dümmere & unfähigere) Hälfte die smartere vernichtet- schon seit langer Zeit: Was sagt uns das über #menschen ? #AndrewTate #frauenhass #patriarchat #privilegien #männer #hexen #frauenrechte #dobrindt #sexuellegewalt #vergewaltigungen #toxicmasculinity #malelonelinessshit #idiocracy #angst #trump #faschismus #antisemitismus #kolonialismus #sexismus #misogynie #epstein #metoo #rapeculture #sicherheit #care #klima #4bmovement
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#equalpay würde die unternehmen zu sehr belasten- sagen #cdu und #spd. Aber wieso denn, wenn Mann die Gehälter der #männer auf das gleiche Niveau der Frauen drückte???? …#misogynie #frauen #frauenhass #frauenarmut #patriarchat #privilegien #deutschland #bullshit
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Empfehlung: Ingrid Brodnigs Vortrag bei der @republica zu "Gegenstrategien zum Frauenhass" ist jetzt online verfügbar:
https://inv.nadeko.net/watch?v=9t143ZjxNHQ
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https://www.youtube.com/watch?v=XiC0qsyka0M
Zwei mal am Tag "FakeNius" zu verbraucht fällt mir auch schwer!
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https://www.youtube.com/watch?v=hEcTBat8hw8
FCK DIE UNSCHULDSVERMUTUNG!
IMMER MÄNNER!#HeyWolfi #ChristianUlmen #Ulmen #Fernandes #CollienFernandes #Patriarchat #Misogynie #Missbrauch #Psychoterror #ImmerMänner #ToxischeMännlichkeit #Metoo #FrauenHass #Gesellschaft #StarkeFrauen #Löwin #WaldemarHartmann #Unschuldsvermutung #FCKUnschuldsvermutung #ChristianSchertz
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