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#fernsehfilm — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #fernsehfilm, aggregated by home.social.

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  1. Lars Montag – „Werkstatthelden mit Herz“ (2020)

    Es gibt viel zu wenige deutsche Komödien, die ihre Figuren mit soviel Respekt behandeln, wie diese. So selten sie sind, so wertvoll sind sie. Wenn Armin Rohde mitspielen darf, dann ist es fast schon eine Garantie dafür, dass es authentisch zugeht. Seine Figuren enden (selten) als Clowns, sondern bleiben (meistens) echte Menschen. Mit Heiko Pinkowski, Tim Kalkhof, Karsten Antonio Mielke und Eugene Boateng. (3Sat, Wh.)

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  2. Sven Bohse – „Wendezeit“ (2019)

    Ein Spionagefilm über das Ende der DDR – und über das, was Frauen durch dieses Ende verloren haben. Denn hinter diesem Thriller verbirgt sich tatsächlich ein stilles und ziemlich kluges Drama über weibliche Identität im Umbruch, das den Kalten Krieg nicht als Schauplatz männlicher Machtfantasien, sondern als Labor für weibliche Anpassung, Täuschung und Erschöpfung liest. Mit Petra Schmidt-Schaller. (3Sat, Wh.)

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  3. Max Zähle – „Blackbird“ (2026)

    Ein Film, bei dem ich mich eigentlich fragen müsste, ob ich überhaupt noch die richtige Zielgruppe bin – ich bin über 60 – für eine Geschichte in der ein fünfzehnjähriger Junge Liebeskummer bekommt, David Bowie hört und nicht weiß, wohin mit all seinen Gefühlen. Theoretisch könnte ich sagen: „Ach ja, die Jugend. Lange her. Danke, ich weiss, wie die Geschichte ausgeht.“ Oder aber: „Shit… das ist ja mein Leben!“ Mit Timothy Scannell, Albert Lichtenstern, Holle Kirck und Bjarne Mädel. (ARD, Neu!)

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  4. Philipp Leinemann – „Die Informantin“ (2016-2019)

    Mich nervt es furchtbar, wenn deutsche Schauspieler:innen in einen Vergleich zu amerikanischen Kolleg:innen gezwängt werden. Aus Heino Ferch wird kein deutscher Bruce Willis, sowenig wie Aylin Tezel zur deutschen Scarlett Johansson mutiert. Wobei ich der Frau aus Ostwestfalen aber ohne Frage zutraue jederzeit in eine Superheldinnenuniform zu steigen und bei Marvel/Disney den Schurken zu demonstrieren, was eine Harke ist. (Nicht das Gartengerät!) (ARD, Wh.)

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  5. Bartosz Werner – „Anderst Schön“ (2015)

    Oliver Jungen nannte den Film in der FAZ (Paywall) eine „Ostalgie-Kitschkomödie“. Damit hat er sicher nicht unrecht. Aber genau das macht Charlie Hübner hier zum Gewinner. Heimspiel, sozusagen. (ARD, Wh.)

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  6. Christian Klandt – „Sterben für Beginner“ (2025)

    Trauerarbeit mit Rock’n’Roll! Hier schickt Regisseur Christian Klandt den Musikmanager Eric (Edin Hasanović) in ein Bestattungsunternehmen – und zeigt, dass der Tod manchmal gar nicht so grau sein muss. Zwischen makabrem Humor, zarten Momenten und mit einem grantig-grandiosen Peter Kurth entstand ein Film, der das schwere Thema Abschied mit Herz, Witz und einer Prise Punkrock würzt. (ZDF, Wh.)

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  7. Jan Fehse – „Geliefert“ (2019)

    Der beste deutsche Film von Ken Loach stammt in Wirklichkeit von Jan Fehse. Zwei Jahre nach „Sorry We Missed You“ (2019, Blog) hat der Münchener die Geschichte vom Paketzusteller, der von der E-Commerce-Logistik-Maschine am Ende fast aufgefressen wird, erstaunlich präzise in’s Deutsche übersetzt. Ohne Bjarne Mädel wäre es vielleicht nur ein Remake geworden. Doch weil der Mann längst sein eigenes Genre bespielt, wurde es auch zu seinem ganz eigenen Film. (ARD, Wh.)

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  8. Kaspar Heidelbach – „Besondere Schwere der Schuld“ (2014)

    „Lohnt es sich eigentlich immer, einen Film zu sehen, nur weil Götz George die Hauptrolle spielt?“ hat Ursula Scheer anlässlich der TV-Premiere dieses ARD-Krimis von Kaspar Heidelbach und Sascha Arango, vor gut 10 Jahren in der FAZ gefragt. Wie soll ich das beantworten? Bei George bin ich nicht unvoreingenommen und somit „Partei“… und hier bin ich das erst recht. (ARD, Wh.)

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  9. Emily Atef – „Jackpot“ (2021)

    Ein Griff in das Regal: Ein kleiner deutscher Thriller von Emily Atef. Schmutzig und geradlinig. Herausragend im Krimi-Einerlei. Als Wiederholung einer Wiederholung. Doch, vielleicht wollen sie ja genau das sehen? Mir macht dieser ARD-Krimi immer wieder Freude. Das liegt an der einfachen Geschichte, der rasanten Erzählung und vor allem den herausragenden Darsteller:innen. Mit Rosalie Thomass, Friedrich Mücke und Thomas Loibl. (ARD, Wh.)

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  10. Henning Beckhoff – „Fossil“ (2023)

    Die Braunkohlereviere sowohl im Westen, wie im Osten, sind längst keine geografischen Orte mehr, sondern vor allem auch ein Gefühl. Ein Nachhall aus Staub, Stahl und der ständigen Frage, was danach kommt. Henning Beckhoff setzt mit seinem Film genau dort an, wo diese Frage nicht mehr abstrakt ist, sondern in die Körper der Menschen eingeschrieben. In ihre Routinen. Und in ihren Trotz. Mit Markus Hering und Ruth Reinecke. (ZDF, Wh.)

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  11. Urs Egger – „Krokodil“ (2013)

    Es gibt Bücher, die bleiben. Sie tragen eigene Stimmen, Erinnerungen an Orte, Körper, Gerüche, Licht und eine bestimmte Zeit in einem Leben. „Krokodil“ war für mich so ein Buch. Ein Geschenk, das mir so viel mehr wert war als Papier. Denn Philippe Djian gehört zu den wenigen Autor:innen, die sich jeder Glättung verweigern, die ihre Figuren nicht retten und genau deshalb so nah an ihnen bleiben. Seine Geschichten sind Zustände von Einsamkeit, Begehren und Kontrollverlust. Dass daraus mal ein deutscher Fernsehfilm wird, habe ich für ein Missverständnis gehalten. Und dann kam Mario Adorf und verschob alles, was ich wusste. (ZDF, Wh.)

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  12. Marvin Kren – „Der weiße Kobold“ (2022)

    Endlich ein Film, der sich dem TV-Komödien-Prinzip verweigert – und stattdessen lieber eskaliert, überdreht, stolpert und immer weiterläuft. Alles hier ist Bewegung, Reibung, Übermut. Das kann unmöglich aus Deutschland kommen! Mit Frederick Lau, Maya Unger und einem Gastauftritt von Tony Hamady. (ARD, Wh.)

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  13. Lars Becker – „Heaven Can Wait“ (2024)

    Wenn Lars Becker und Armin Rohde zum Einschalten einladen, dann ist das gewöhnlich ein „Fernsehfilm der Woche“ im ZDF. Für mich ist es mehr als das. Weil es immer auch ein Programm-Highlight des ganzen Jahres ist, wenn es einen neuen Film von Becker gibt. Etwas, das so selten ist, ist kostbar. Es ist, ein Beweis, wie viel Kraft im Fernsehen liegen kann, wenn wir es ihm erlauben. (ARTE, Wh.)

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  14. Lars Becker – „Heaven Can Wait“ (2024)

    Wenn Lars Becker und Armin Rohde zum Einschalten einladen, dann ist das gewöhnlich ein „Fernsehfilm der Woche“ im ZDF. Für mich ist es mehr als das. Weil es immer auch ein Programm-Highlight des ganzen Jahres ist, wenn es einen neuen Film von Becker gibt. Etwas, das so selten ist, ist kostbar. Es ist, ein Beweis, wie viel Kraft im Fernsehen liegen kann, wenn wir es ihm erlauben. (ARTE, Wh.)

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  15. Torsten C. Fischer – „Blutholz“ (2024)

    Der Wald ist nie nur ein Wald. Er ist Mythos, Archiv, Projektionsfläche, Versteck und Gewaltort zugleich. Hier verdichtet sich diese Ambivalenz zu einer Erzählung, die vorgibt, ein Krimi zu sein. Tatsächlich handelt der Film aber von Besitz, Erinnerung und verdrängter Geschichte. Was hier vergraben ist, liegt nicht nur im Boden, sondern in den Körpern und Blicken der Figuren. Mit Joachim Król und Désirée Nosbusch. (ARTE, Wh.)

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  16. Wolfgang Murnberger – „Das Millionenschnitzel“ (2026)

    Sechs Filme und eine Mini-Serie gibt es inzwischen über Krettek und Kuballa. Und dennoch hat noch keine:r in Dortmund eine Statue für die beiden aufstellen, oder wenigstens einen Parkplatz am Bahnhof nach ihnen benennen wollen. Ich bin ja in der verbotenen Stadt (Gelsenkirchen) geboren, da steht mir das auch nicht zu, denn so weit geht die Assimilation dann doch nicht. Aber darüber schreiben, das kann ich und das mache ich gerne! (ARD, Neu!)

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  17. Rick Ostermann – „Das Haus“ (2024)

    Ist das noch Science-Fiction? Deutschland 2029: Eine rechtspopulistische Regierung verhängt Berufsverbote, Journalist:innen geraten in ihr Fadenkreuz, und ein prominenter Reporter zieht sich mit seiner Frau in sein voll digitalisiertes Ferienhaus an der Ostsee zurück. Rick Ostermann bleibt in dieser Versuchsanordnung konsequent reduziert. Kammerspiel statt Staatsstreich. Smart Home statt Straßenprotest. Mit Tobias Moretti. (3Sat, Wh.)

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  18. Matti Geschonneck – „Die Wannseekonferenz“ (2022)

    Wie soll ich einen Film besprechen, der die minutiös rekonstruierte Vorbereitung zu dem monströsen Menschheitsverbrechen des Holocaust zum Gegenstand hat? Kriterien, die an einen (auch historischen) Spielfilm anzulegen wären, versagen hier einfach. Und eine nüchterne Dokumentation ist dieser Film von Matti Geschonneck sicher auch nicht. Aber notwendig! #NiemalsVergessen! (ZDF, Wh.)

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  19. Oliver Haffner – „Rosenthal“ (2025)

    Zum Holocaust-Gedenktag: das ZDF-Biopic über den Showmaster und Holocaust-Überlebenden Hans Rosenthal. Ein Beitrag von Jörn Hetebrügge / Kinofenster.de. (3Sat, Wh.)

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  20. Christian Baron – „Ein Mann seiner Klasse“ (2024)

    Diesen Film kann ich unmöglich besprechen, ohne über Christian Baron, den Autor der autobiografischen Erzählung zu schreiben, welche dem Drehbuch von Nicole Armbruster und Marc Brummund und damit diesem Film zugrunde liegt. Denn in der Analyse der deutschen Wirklichkeit stehen wir ganz eng beieinander. (ARD, Wh)

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  21. Rainer Kaufmann – „Die Frau in Blau“ (2026)

    Schuld ist kein Ereignis, sondern ein Zustand. Hier liegt sie nicht spektakulär offen, sondern ist leise, zäh und körperlich. Rainer Kaufmann und Ruth Toma interessieren sich nicht für den Moment, sondern für das Danach: für die Zeit, in der nichts mehr rückgängig zu machen ist, aber alles neu verhandelt werden muss. Der Film weigert sich, Schuld als moralisches Tribunal zu inszenieren. Stattdessen wird sie zur sozialen Frage, zur Frage von Nähe, Verantwortung, Fürsorge – und zur Frage, wer eigentlich wessen Leben repariert. Mit Joachim Król und Jonas Nay. (ARD, TV-Premiere)

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  22. Kai Wessel – „An einem Tag im September“ (2025)

    Eine Produktion wie diese zu „bewerben“ ist natürlich für jede:n Redakteur:in eines Senders eine extragroße Herausforderung. Wer schaut sich denn schon freiwillig eine Nachstellung der mehr oder weniger wahren Geschichte an, wie aus den „Erbfeinden“ Deutschland und Frankreich der Kern der Europäischen Union – wie wir sie heute kennen – geworden ist. Personifiziert von Politikern, die heute schon viel mehr Mythos sind, als dass sie eigentlich noch als historische Persönlichkeiten kritisch hinterfragt werden (können). Wiederholung zum 150. Geburtstag von Konrad Adenauer. (ARTE, Wh.)

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  23. Heutzutage werden im #Fernsehen ja kaum noch die Abspänne gezeigt. In einem der seltenen Fälle habe ich gerade das hier entdeckt:

    #Corona #Coronavirus #COVID19 #LongCovid #PostCovid #OmicronVariant #Fernsehfilm #Filmbranche

  24. Die Dortmunder Leitkultur – „Das Weihnachtsschnitzel“ (2022)

    Bei uns gibt es Heiligabend Fisch. Immer schon. Das ist eine überlieferte Familientradition. Aber sicher keine Leitkultur. Und ob Sie stattdessen Couscous oder vegane Bockwurst mit Kartoffelsalat zum Essen auftischen, macht im Ruhrgebiet eigentlich keinen Unterschied. Armin Rohde und Ludger Pistor kredenzen eben Schnitzel. Und das ist mir (immer wieder) ein Fest! (ARD, Wh.)

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  25. Steve McQueen – „Small Axe“ (2020)

    Vermutlich ist er der profilierteste schwarze Filmemacher Europas, in jedem Fall aber Großbritanniens, sicher der prominenteste und der bisher einzige, der für einen seiner wenigen Filme einen Oscar mit nach Hause nehmen durfte. Wenn Sie sich an „12 Years a Slave“ (2013) noch erinnern, dann sollten Sie keine weitere Erklärung brauchen, warum Sie die fünf Filme der „Small Axe“ (2020) unter gar keinen Umständen verpassen dürfen! (ARTE, Neu)

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  26. Helena Bonham Carter, Dominic West – „Burton und Taylor“ (2013)

    Bevor Sie hier schnell drüberscrollen: „Burton und Taylor“ ist kein Biopic, wie Sie es vielleicht kennen. Vielmehr ist das hier ein Kammerspiel über Abhängigkeit, Glamour und das langsame Verlöschen einer Liebe, die zu keinem Zeitpunkt leise war. Richard Laxton zeigt zwei Legenden als zwei ganz unterschiedlich verwundete Menschen. Das letzte Aufbäumen einer Generation, die vermutlich an der eigenen Größe zerbrochen ist. Ich bin tatsächlich zu jung, um das abschließend zu beurteilen. (ARD, Wh.)

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  27. „Ich bin! Margot Friedländer“ (2023)

    Was für ein Leben: 15 Monate versteckt sie sich in Berlin vor der Gestapo – eine junge Frau, die ums Überleben kämpft. Nach der Deportation ihrer Familie bleibt sie allein zurück, mit der eindringlichen Botschaft ihrer Mutter: „Versuche, dein Leben zu machen.“ Dieses Dokudrama erzählt die Geschichte der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer. (3sat, Wh.)

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  28. Edin Hasanović – „Schuld sind immer die Anderen“ (2012)

    Ein Film über die Unmöglichkeit, persönliche Schuld von struktureller Verantwortung zu trennen. Auch dreizehn Jahre nach seiner Erstausstrahlung wirkt das Debüt von Lars-Gunnar Lotz und Anna Maria Praßler noch immer wie eine schonungslose Studie über Strukturen, die Gewalt hervorrufen und gleichzeitig ihre Folgen „heilen“ wollen. Sie verzichten auf moralische Vereinfachungen und zeigen kein klassisches Sozialdrama, das etwa auf Erlösung aus ist, sondern einen Mikrokosmos, in dem Macht, Angst und Verantwortung untrennbar miteinander verwoben sind. (ARD, Wh.)

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  29. Tobias Moretti, Wolfgang Böck – „Alles Fleisch ist Gras“ (2014)

    Brauchen Sie noch einen Grund, warum es sich lohnt, um den Bestand von 3Sat zu kämpfen? Nehmen Sie diesen Film! Aber, Achtung: Das ist keiner, der sich gemütlich auf der heimischen Couch anschauen lässt. Dafür ist er viel zu schmutzig, viel zu böse, viel zu nah am Gestank der Realität. Dieser Vorarlberger Landkrimi von Reinhold Bilgeri (Regie) und Agnes Pluch (Drehbuch) ist einer der Fälle, in denen das österreichische Fernsehen wieder beweist, dass es den eigenen Morast so besser kennt als jedes importierte Netflix-Thriller-Format. (3Sat, Wh.)

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  30. „Hundertdreizehn“ (Mini-Serie, 2025)

    Das ist Fernsehen, das wirklich wehtut – aber auf eine notwendige Art und Weise. Rick Ostermann und Arndt Stüwe schicken uns mitten hinein in ein Trauma: Ein Busunfall, Feuer, ein Schockmoment, der sich in sechs Folgen wie ein Echo durch das Leben von über hundert Menschen zieht. Kein Katastrophenporno, wie befürchtet, auch kein Krimi mit moralischem Ausgang, sondern ein Ensemble-Drama über das lange Danach. Über Schweigen, Schuld und die dünne Linie zwischen Verantwortung und Verdrängung. (ARD, Neu!)

    Zu den Mediathekperlen: nexxtpress.de/b/tjj

  31. Jan Georg Schütte et al. – „Wellness für Paare“ (2016)

    Dieses Projekt von Jan Georg Schütte ist mehr als ein Fernsehfilm: Es ist ein Labor für Beziehungen, eine Studie menschlicher Nähe und Distanz. In einem abgelegenen Schloss, das zugleich Wellness-Oase und Experimentierfeld ist, werden fünf Paare zusammengebracht, um intime Konflikte auszuloten – ohne Drehbuch, ohne erzählerische Sicherheit. Ohne Netz und doppelten Boden. (ARD, Wh.)

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