Auch beim Nichtstun macht man etwas!
11. Tag
Nach den anstrengenden Kilometern und Höhenmetern der letzten Tage stand heute vor allem eins auf dem Programm: Ruhetag. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn schließlich gilt: Auch beim Nichtstun macht man etwas – man verarbeitet, tankt Energie und lässt einfach mal die Seele baumeln.
Der Tag begann praktisch: Gregor und ich sind runter ins Tal zum Bäcker gefahren. Ein richtiges Vollkornbrot gab es zwar nicht, sondern nur ein leckeres Weißbrot – aber frisches Brot schmeckt eben immer gut.
Ich machte mit Gregor im Ort eine kleine Runde. In einem Laden, in dem es gefühlt einfach alles gibt, von Wanderstöcken über Kissen und Marmeladengläser bis hin zu Vorhängeschlössern, also ein richtiger echter Krämerladen –, schaute sich Gregor natürlich direkt die ganzen Kinderzeitschriften an. Gekauft haben wir aber keine: Die waren schließlich alle auf Italienisch.
Ein Tante-Emma-Laden hatte dafür eine große Flasche LemonSoda – die musste natürlich unbedingt gekauft werden!
Nach dem Frühstück kam das große Nichtstun. Wobei: Jeder war irgendwie auf seine Weise beschäftigt. Lesen, Musik hören, Luftballon-Fußball inklusive Fallrückzieher-Training und Arbeit mit Speckstein.
Das Wetter war ein Mix aus Hitze, Regen und entferntem Donner – definitiv nichts, um zum Fluss zu gehen. Stattdessen suchte ich für unsere morgige Venedigtour die passende Strecke heraus: Wie fahren wir hin? Wo parken wir? Oder fahren wir doch lieber mit dem Zug? In Italien zähle ich ab 60 schließlich schon zu den Senioren und könnte gut 20 % günstiger fahren. Am Ende haben wir uns aber doch für das Auto entschieden und direkt einen Parkplatz gebucht.
Die Strecke in Venedig ist ebenfalls schon durchgeplant, alle wichtigen Eckpunkte sind gesetzt, Trinkbrunnen recherchiert und gute Pizzerien herausgesucht. Wir haben wirklich alles im Plan: die bekannten Sehenswürdigkeiten genauso wie ein paar ruhigere Vorschläge abseits der Touristenströme. Mal sehen, was wir davon morgen tatsächlich umsetzen.
Vor dem Abendbrot fuhren wir noch schnell einkaufen und tanken. Diesel 2,07 € – dank Trump sinken die Preise wohl auch nicht so schnell.
Zum Abendbrot gab es Spaghetti Bolognese und gebratene Tomaten mit Weißbrot.
Fazit: Eine Spinne in Klaras Zimmer war heute definitiv das Aufregendste.
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