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#fahrradfreundlichestadt — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #fahrradfreundlichestadt, aggregated by home.social.

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  1. 🚧 Ab 28. Oktober wird der Kreisverkehr Am Markt vor dem Teemuseum saniert und umgestaltet.

    🚲 Ziel: mehr Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr durch bessere Sicht, neue Querungsstellen und Beleuchtung.

    Die Arbeiten erfolgen in fünf Bauphasen mit zeitweisen Sperrungen. Fuß- und Radverkehr werden sicher durch die Baustelle geführt.

    ℹ️ Infos und Umleitungspläne: www.norden.de

    #Norden #Verkehrssicherheit #Radverkehr #fahrradfreundlichestadt #StadtNorden #kreisverkehr

  2. Seit bereits einem Monat befragt der ADFC wieder die Menschen in Deutschland nach ihrer Einschätzung zum Fahrradfahren in den jeweiligen Kommunen. Für eine Stadt unserer Größe benötigen wir 50 Teilnehmende. Stand heute (04.10.2026) haben 18 Menschen die kurze Umfrage mitgemacht. Es fehlen also noch 32 Stimmen, damit Bad Oeynhausen im Rahmen der Auswertung berücksichtigt wird.

    Nicht dass das in irgendeiner Form eine Auswirkung hättte. Wir hatten in den letzten Jahren immer ziemlich schlechte Bewertungen und es hat niemanden interessiert. Ich bin über den Radverkehr überhaupt erst in die Politik gekommen. Das war 2009 und seitdem hat sich für den Alltagsradverkehr substantiell nicht wirklich etwas verbessert. Das sieht die Verwaltung regelmäßig anders, aber das muss sie auch. Alles andere wäre ja ein Eingeständnis. Für den touristischen Radverkehr wird einiges getan. Weserradweg ausgebaut, Else-Werre-Radweg wird gerade asphaltiert, aber alles war Alltagsradverkehr spielt sich auf sog. „Alternativrouten“ ab. Als Radfahrender kann man ja wohl Umwege in Kauf nehmen und nicht die direkten Wege nutzen. Was auf Rad- und Gehwegen abgestellt wird, ist auch meist egal.

    Vor dem Hintergrund ist es vielleicht doch ganz gut, wenn ihr beim ADFC Fahrradklimatest mitmacht! Bis Ende November habt ihr noch die Möglichkeit dazu.

    https://fkt.adfc.de/

    Ich bin ziemlich sicher, dass sich in der Verwaltung niemand ernsthaft Gedanken über die potentiellen Ergebnisse macht, aber für die eigene Justierung ist es vielleicht ganz hilfreich!

    https://www.andreas-edler.de/blog/2026/10/adfc-fahrradklimatest-2026-gestartet/ #ADFC #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #FahrradfreundlicheStadt #Fahrradklimatest #RAAAADWEG #Radweg
  3. In der Neuen Westfälischen wird der Ausbau des Radwegenetz in Bad Oeynhausen, ich möchte fast sagen, „gefeiert“.

    NW vom 30.08.2026: So wächst das Bad Oeynhausener Radnetz – von Fahrradstraße bis Radbrücken
    […] Stadt und Politik schaffen seit Jahren nach und nach Verbindungen für einen sicheren Radverkehr. Der Norden ist dabei deutlich stärker im Fokus als der „bergige“ Süden. […]

    Leider, leider, leider sind für Hauptrouten immer andere zuständig und deshalb müssen “Alternativen” gefunden werden, die in den allermeisten Fällen auch Umwege bedeuten. Dem motorisierten Individualverkehr wird der direkte Teppich ausgerollt und wer die – auch für die Stadt – günstigere und zudem klimafreundlichere Alternative wählt, muss abseits der direkten Verbindungen Mehrkilometer in Kauf nehmen.

    Für die Weserstraße wurden im Ausschuss von externen Experten schon mal “Sharrows” vorgeschlagen. Leider fehlt in der Bad Oeynhausener Verwaltung dazu der Mut. Da werden lieber Fahrradpiktogramme auf Gehwege gemalt, damit man als Radfahrender auch gleich weiß, wo die Prioritäten liegen.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2026/08/radwegenetz-in-bad-oeynhausen-wird-ausgebaut/ #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #FahrradfreundlicheStadt #Infrastruktur #klimafreundlicheMobilität #mdRzA #mdrzS #Mecker #MitDemRadZurArbeit #MitDemRadZurSchule #Verwaltung
  4. Meine Mail an die Verwaltung vom 23.07.2026:
    Hallo alle zusammen,

    der benutzungspflichtige Radweg entlang der Eidinghausener Straße ist – wohl unser aller Meinung nach – in einem desolaten Zustand. Sieht man von der nicht konformen Breite mal ganz ab. Im nördlichen Teil ist daher die Benutzungspflicht bereits aufgehoben.

    Angesichts der Oberflächenbeschaffenheit, der gefährlichen Anlage im Öffnungsbereich der Türen parkender KFZ und den vielen Ein- und Ausfahrten frage ich mich, wann die Stadt die Benutzungspflicht im südlichen Teil der Eidinghausener Straße aufheben möchte?

    Ich habe ein Bild beigefügt, welches einen Wurzelaufbruch gegenüber der Silcher Straße zeigt. Das beginnt langsam richtig gefährlich zu werden. Bneutzungspflicht aufheben und zur Sensibilisierung des MIV Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn anbringen wäre eine sehr gute Lösung.

    Die Piktogramme auf dem Gehweg im nördlichen Teil der Straße führen dazu, dass ich gefährdend überholt, angehupt und angepöbelt werde. Leider ist die Stadt hier wenig hilfreich und zieht sich immer auf Straßen NRW zurück. Das ist zu einfach gedacht.

    Mindestens der im Bild gezeigte gravierende Mangel wird sicher kurzfristig behoben, oder?

    Viele Grüße
    Andreas Edler

    https://www.andreas-edler.de/blog/2026/07/benutzungspflichtiger-radweg-an-der-eidinghausener-strasse/ #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #Auto #Eidinghausen #EidinghausenerStraße #FahrradfreundlicheStadt #Fahrradklimatest #klimafreundlicheMobilität #mdRzA #mdrzS #MitDemRadZurArbeit #MitDemRadZurSchule #Radverkehrsanlagen #Sicherheit #Verkehrswende
  5. Am 10.07. habe ich in einer der Bad Oeynhausener Facebook-Gruppen (in denen ich aus Gründen der psychischen Hygiene nichts mehr schreibe) einen Beitrag zu den Fahrradständern an der gerade neu gebauten Grundschule in Eidinghausen gelesen. Ich habe damals in den Ausschüssen bereits erwähnt, dass dort deutlich weniger Fahrräder geparkt werden können, als an der alten Schule. Der damals zuständige Beigeordnete versicherte aber, dass da natürlich noch mehr komme – die Schule sei ja noch nicht fertig. In dem Facebookbeitrag wird auch die Antwort der Stadt auf eine entsprechende Anfrage genannt:

    […] Auf Nachfrage der Schule bei der Stadt kommt ein: „Hat keine Priorität.“ […]

    Es war mir (leider) fast klar, dass die Stadt hier nicht nachbessern oder ergänzen wird. Radverkehr hat im „richtigen Verkehr“ in Bad Oeynhausen leider keine Priorität. Wir tun nur dann was, wenn es dem motorisierten Verkehr „nicht weh tut“. Fahrradstraße in der Allensteiner Straße, Brücke im Prinzenwinkel, Fahrradstraßen die nicht kontrolliert werden, vergammelte Radwege entlang der Hauptverkehrsachsen (ja, Mindener Straße tut sich was), Benutzungspfllichten auf gefährlichen Radwegelchen. Und wenn sich tatsächlich mal etwas substantiell ändert, dann werden Fahrradpiktogramme auf Gehwege gepinselt, damit bloß niemand auf den Gedanken kommt, die sichere Fahrbahn zu benutzen und man dort auch entsprechend bedrängt und weg gehupt wird.

    Ich habe dann aber noch einmal beim Bürgermeister und den zuständigen Beigeordneten nachgefragt. (Spoiler: nach zwei Wochen natürlich auch keine Antwort erhalten.)

    Hallo xxxxx,

    ich hatte es vor drei Jahren und auch danach mehrfach angesprochen: an der Grundschule Eidinghausen gibt es zu wenige Radabstellanlagen. https://www.andreas-edler.de/blog/2023/10/parkplaetze-an-der-grundschule-eidinghausen/

    Nun ist mein Jüngster schon ein paar Tage nicht mehr dort und dann verliert man die Dinge aus den Augen. Herr Tödtmann hat damals jedoch erklärt, dass selbstverständlich noch weitere Abstellanlagen auf der anderen Seite der Schule gebaut werden.

    Nun, ganz offensichtlich ist dies immer noch nicht geschehen: https://www.facebook.com/groups/221696991216124/posts/27862085526750565
    Ich halte die Aussage im Facebook-Post […] Auf Nachfrage der Schule bei der Stadt kommt ein: „Hat keine Priorität.“ […] aus meiner Erfahrung heraus für authentisch. Und ich halte sie inhaltlich für grundfalsch.

    Regelmäßig tut die Verwaltung kund, dass so viel für den Radverkehr getan wird und an so einer Stelle bei einer neu gebauten Schule hat es keine Priorität? Sowohl die „Kiss & Ride“-Zone, als auch die wenigen Fahrradständer wurden angesprochen und kritisiert. Leider muss ich erneut feststellen, dass meine Einschätzungen eingetroffen sind.

    Wann werden die von Herrn Tödtmann versprochenen, weiteren Abstellanlagen aufgebaut?

    Viele Grüße
    Andreas Edler

    https://www.andreas-edler.de/blog/2026/07/fahrradabstellanlagen-an-der-grundschule-eidinghausen/ #AusschussFürStadtentwicklung #Auto #Eidinghausen #FahrradfreundlicheStadt #Fahrradklimatest #Grundschule #klimafreundlicheMobilität #MitDemRadZurSchule #Schule
  6. Ich bin leider inzwischen nach 17 Jahren im Stadtrat und im Ausschuss für Stadtentwicklung sehr desillusioniert, was den Alltagsradverkehr in Bad Oeynhausen angeht. Ich sehe seitdem wirklich keine grundsätzlichen, strukturellen Verbesserungen. Es wird recht viel für und an touristischen Wegen getan, aber auf den Straßen der Stadt passiert gar nichts. Und wenn, dann geht es in die falsche Richtung. Im Ausschuss ist mir der Punkt ehrlich gesagt nicht aufgefallen und auch im Nachgang konnte ich dazu nichts schriftliches in den Ratsunterlagen finden, aber die Neue Westfälische berichtete am 06.05.2026:
    Drei Institutionen lehnen Tempo 30 auf der Werster Straße in Bad Oeynhausen ab
    […] Weil die Straße einen Schutzstreifen für Radfahrer bekommen soll und damit der Querschnitt der Straße neu gestaltet wird, müssen „zusätzliche Planungsleistungen erbracht werden und für die wiederum sind zusätzliche Vermessungsdaten nötig“, heißt es vonseiten des Landesbetriebs. […]

    Der Vorgang beruht auf unserem Antrag aus Februar 2021(!) und ist somit schon gut abgehangen. Nichts von den damals angeregten Verbesserungen wurden bisher umgesetzt oder sind überhaupt in den Bereich des Möglichen gedacht worden. Aber FUCKING „Schutzstreifen“ werden ins Spiel gebracht. Die nachweislich gefährliche Maßnahme, die dazu führt, dass Radfahrende noch enger überholt werden, soll auf die Fahrbahn gepinselt werden.

    Hochschule Kempten: Studierende der Elektrotechnik beweisen: Zwei Drittel der Autofahrer überholen Radfahrer zu eng
    […] „Viele fahren trotzdem viel zu dicht an uns vorbei, weil sie glauben, die Markierungslinie auf der Fahrbahn dürfe als Grenze dienen.“ Dabei ist ein Mindestabstand von 1,50 Meter stets verpflichtend. Die Studierenden raten: „Wo kein Radstreifen markiert ist, machen die Autos meist automatisch einen größeren Bogen – das ist sicherer für Radfahrer!“ […]

    Modellprojekt von AGFK-BW und HKA untersucht Überholabstände im Straßenverkehr
    […] Die Umwandlung von Mischverkehrsführungen in Schutzstreifen oder Piktogrammketten führte häufig zu engeren Überholabständen, was möglicherweise auf das territoriale Verhalten der Verkehrsteilnehmer zurückzuführen ist. Die Verkehrsführung auf Schutzstreifen führte tendenziell zu engeren Überholvorgängen als im Mischverkehr, während die Implementierung von Piktogrammketten zu weniger Überholvorgängen, allerdings auch zu keinen signifikant größeren Überholabständen führte. […]

    Wenn es um das Fahrrad geht, machen wir in Bad Oeynhausen nicht das, was Fahrradfahrende möchten, sondern dass was Autofahrende gut finden und was nachweislich nichts bringt oder die Situation sogar verschlechtert. Und wenn ich darauf hinweise bin ich undankbar und meckere nur. Es macht wirklich keinen Spaß.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2026/07/schutzstreifen-fuer-radfahrende-auf-der-werster-strasse/ #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #FahrradfreundlicheStadt #Grüne #klimafreundlicheMobilität #mdRzA #mdrzS #MitDemRadZurArbeit #MitDemRadZurSchule #Schutzstreifen #StraßenNRW #WersterStraße
  7. Ein benutzungspflichtiger Radweg wird angelegt, weil man dort sicherer unterwegs sein sollte. Er ist dann aber eben auch verpflichtend zu benutzen, es sei denn dies ist unzumutbar. Besonders letzteres wird von Menschen am Steuer eines Autos und auch von der Polizei regelmäßig in Frage gestellt, wenn ich mit dem Fahrrad einen meiner Meinung nach nicht zumutbaren benutzungspflichtigen Radweg nicht benutze und auf der Fahrbahn unterwegs bin. Und ich halte mich grundsätzlich auch sehr penibel an die Regeln, weil „aber die Radfahrer“ die Standarderwiderung ist, sobald man auf Fehlverhalten der Menschen in motorisierten Fahrzeugen hinweist.

    Der Fahrradstreifen an der Ampelkreuzung Eidinghausener Straße und Werster Straße. Er wurde während der gesamten Schneezeit nicht geräumt!

    In den letzten Wochen habe ich viele Mails an die Stadtwerke geschrieben und auf den mangelhaften Winterdienst auf den benutzungpflichtigen Radwegen hingewiesen. Sogar in der Verwaltungsratssitzung der Stadtwerke habe ich es vor kurzem angesprochen. Auf meinem Weg zur Arbeit sind dies nur die Eidinghausener Straße und die Steinstraße. Beides auch viel frequentierte Schulwege. Passiert ist trotzdem leider nichts, was meiner Ansicht nach für wirklich für sichere Radwege sorgen würde.

    Die Auffahrt von der Eidinghausener Straße auf den benutzungspflichtigen Radweg.

    Nun fahre ich nicht erst seit gestern Fahrrad und auch jeden Tag damit ins Büro. Auch im Winter. Ich kann Gefahren hoffentlich erahnen und weiß auch um die üblen Stellen. Gestern morgen war extreme Eisglätte gemeldet und die Präsenzpflicht – zumindest am IKG – aufgehoben und die Schüler hatten ab der dritten Stunde Distanzunterricht. Ich bin wie immer aus dem Haus, um ins Büro zu fahren. Der Dörgen war mit Eis und Schnee bedeckt, mit dem frischen Schnee auf der Eisfläche aber gut zu fahren. Langsam und sinnig, kein Problem.

    Ab dem Dörgen bin ich auf dem dort – aus guten Gründen nicht benutzungspflichtigen – Radweg gefahren, weil auch dort die frische, raue Schneedecke für halbwegs Grip sorgte. Und ich den Autos nicht „im Weg“ rumfahren wollte. Dort sind die Menschen schon bei gutem Wetter massiv unentspannt, weil die irgendein Verantwortlicher nach Wegfall der Radwegbenutzungspflicht Fahrradpiktogramme auf die Radwege pinseln lassen hat und nun alle Menschen in Autos denken, ich dürfte immer noch nicht auf der Fahrbahn fahren. Die Stadt Bad Oeynhausen sieht sich aber auch nicht in der Pflicht, dies vielleicht mal prominent klar zu stellen – auch wenn ich das schon vielfach angesprochen habe.

    https://www.andreas-edler.de/blog/wp-content/uploads/2026/02/2026-02-04_eidinghausener_benutzungspflichtiger_radweg_sturz.mp4

    Hätte ich moch doch bloß gestern nicht an die Regeln gehalten und wäre auf der Fahrbahn gefahren!
    Direkt an der Auffahrt von der Werster Straße auf den benutzungspflichtigen Radweg der Eidinghausener Straße war es deutlich glatter, als ich es aufgrund der Beschaffenheit der Wege vorher erwartet hatte! Als ich bereits auf dem Radweg war, sah ich das Eis, aber da war es schon zu spät. Das Fahrrad ist vorne und hinten gleichzeitig der in Längsrichtung abschüssig angelegten Radwegfläche gefolgt und weggerutscht. Mit dem Fuß abstützen war nicht möglich, da auch der sofort wegrutschte. Ich bin also ungebremst auf den Rücken gestürzt.

    Tat scheiße weh, das hört man wohl auch. Als ich mich gerade aufgerappelt hatte, stürzte direkt neben mir eine Schülerin, welche zu Fuß unterwegs war! Auf der Kamera und mit dem Wissen, dass es dort glatt ist, kann man das Eis erahnen. Da vor Ort habe ich nicht damit gerechnet, sonst wäre ich auf der Fahrbahn geblieben. Bin was das angeht ja recht dickfellig. Ich konnte mit leichten Schmerzen noch weiter zur Arbeit fahren. Habe die Familie informiert und die meinten dann alle sofort, ich solle zum Arzt. Das ist meist nicht mein erster Gedanke. Aber die Schmerzen im Rücken wurden innerhalb von Minuten immer schlimmer! Für die knapp 250 Meter habe ich fast eine Viertelstunde gebraucht.

    Wurde dann geröntgt und glücklicherweise ist nichts gebrochen oder irgendwo raus gesprungen. Ist wohl „nur“ eine Prellung der Lendenwirbelsäule. Schmerztabletten sind meine Freunde und Ruhe. Schnelle Bewegungen gehen gar nicht. Als Alex mich vom Arzt abgeholt hat und ich zu Hause andere Klamotten anziehen wollte, schossen mir dabei die Tränen in die Augen. Sitzen, stehen, liegen tut alles weh. Nach Tabletten in der Nacht und heute am Morgen bin ich halbwegs die Treppe runter gekommen.

    Sowas brauche ich wirklich nicht noch einmal. Und wenn ich zukünftig meine, eine Benutzungspflicht ist nicht zumutbar, dann ist das so! Aber bis mindestens Sonntag ist erstmal Schongang angesagt.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2026/02/aus-dem-verkehr-gezogen-2/ #EidinghausenerStraße #FahrradfreundlicheStadt #Gesundheit #klimafreundlicheMobilität #mdRzA #MitDemRadZurArbeit #Schulweg #Stadtwerke #Unfall #Verwaltung #Winterdienst

  8. Hallo XXXXX,

    gemäß der „Satzung der Stadtwerke Bad Oeynhausen (AöR) über die Straßenreinigung und Straßenreinigungsgebühren“ sind die Stadtwerke Bad Oeynhausen für den Winterdienst auf Fahrbahnen und Radwegen zuständig. An die Anlieger übertragen wurde lediglich die Reinigung der Gehwege, wobei „Radwege“ nur insofern unter diese Übertragung fallen, sofern sie mit Zeichen 240 beschildert sind.

    An der Eidinghausener Straße und der Steinstraße ist der Radweg mit Zeichen 241 beschildert. Somit sind hier die Stadtwerke für die Reinigung und den Winterdienst verantwortlich.

    Wie in den vergangenen Jahren ist mit Einbruch des „Winters“ und dem ersten verhaltenen Schneefall keine entsprechende Räumung erfolgt. Siehe exemplarische Bilder von heute Morgen. Und es reicht dann auch wirklich nicht, ein bisschen Sand auf das Eis zu kippen. Die in Fahrtrichtung hochstehenden Kanten zwischen Geh- und Radweg und die Wurzelaufbrüche im Asphalt werden durch den Schnee „unsichtbar“ und gefährden die Radfahrenden.

    Besonders der erweiterte Aufstellbereich für Radfahrende an der sog. Blöbaumkreuzung ist kritisch. Der rot markierte Bereich ist genau vor der Haltelinie dick vereist. Zudem liegt dort seit heute Morgen Schnee und Matsch auf dem Eis, welches dann weiter friert. Es war gestern bereits sehr glatt. Morgen beginnt die Schule wieder. Die Eidinghausener und Steinstraße sind viel genutzter Schulweg. Man sieht es an den Fahrspuren heute – und das noch ganz ohne Schulverkehr.

    In der Vergangenheit hatten wir einen Antrag zur Erstellung eines Reinigungskonzeptes gestellt, das nicht zur Abstimmung gelangte, weil der Radwegbegeher diese Aufgabe erledigen sollte. Nach einem halben und später nach einem ganzen Jahr wurde jeweils das Fazit gegogen, dass es viel besser geworden ist.

    Als Radfahrender auf diesen Straßen stelle ich fest: ist es nicht.

    Am 12.01.2024 habe ich eine fast gleichlautende Mail geschrieben und auch jetzt habe ich ein paar Tage gewartet und nicht gleich beim ersten Winteranzeichen etwas gesagt. Ich wurde bereits von anderen Pendlern angesprochen, wann die Stadtwerke tätig werden.

    Sind die benutzungspflichtigen Radwege entlang der Straßen morgen zum Schulbeginn eis- und schneefrei oder mindestens geräumt?

    Viele Grüße
    Andreas Edler

    Aufstellspur übergefroren Gehweg frei, Radweg nicht Auffahrt zur Mindener gar nicht geräumt Aufstellbereich bereits am Vortag vereist.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2026/01/bad-oeynhausen-winterdienst-zum-droelfzigsten/ #AusschussFürStadtentwicklung #EidinghausenerStraße #FahrradfreundlicheStadt #mdRzA #mdrzS #MitDemRadZurArbeit #MitDemRadZurSchule #Radwegen #Schulweg #Sicherheit #Stadtwerke #Steinstraße #Winterdienst
  9. In der Königstraße gibt es – wie an fast allen Straßen in Bad Oeynhausen – keine (benutzungspflichtigen) Radverkehrsanlagen. Und das finde ich nicht einmal schlimm, denn diese Straßen sind meist nicht so stark befahren bzw. haben sowieso Tempo-30. Ja, ich weiß, dass sehen Menschen in Autos regelmäßig anders. Die Königstraße hat zwischen Steinstraße und Kaiserstraße keinen Radweg. Nichteinmal auf jeder Seite einen Gehweg und natürlich ist der einseitig angelegt für den Radverkehr tabu. Zudem parken auf der nördlichen Seite auch noch KFZ in Parkbuchten direkt neben der Fahrbahn.

    Zu diesen halte ich morgens selbstverständlich ausreichend Abstand, weil ich nicht so enden möchte, wie der Herr in Dehme oder gar Wanda Perdelwitz.

    Das ist viel zu dicht!

    Der Mensch, der mich in der letzten Woche an dieser Stelle überholte, war offensichtlich nicht in der Lage, sein Lenkrad bestimmungsgemäß zu benutzen. Ob dies aufgrund körperlicher Einschränkungen so war, oder ob kognitive Hindernisse der Grund dafür waren, weiß ich nicht. Jedenfalls ist so jemand nicht dazu geeignet, ein tonnenschweres motorisiertes Fahrzeug auf öffenlichen Straßen zu führen. Unnötig zu erwähnen, dass der Herr 20 Meter weiter an der nächsten Einmündung abbog, dort aufgrund rechts parkender Fahrrzeuge warten musste und mich an der Weiterfahrt hinderte.

    Zu Radfahrenden muss beim Überholen ein Abstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Der Abstand zwischen dem parkenden und dem überholenden KFZ ist schon nur maximal zwei Meter. Davon geht ein Meter Abstand von mir zum parkenden KFZ ab. Mein Lenker ist 72 Zentimeter breit. Das bedeutet, dass dieses Auto mich mit ca. 30 Zentimeter Abstand überholt hat. So fühlte es sich auch an!

    Und dazu fällt mir nur ein Wort ein: Arschloch.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2025/11/autofahrerinnen-koennen-keine-abstaende-abschaetzen/ #Alltagsradverkehr #FahrradfreundlicheStadt #Königstraße #mdRzA #MitDemRadZurArbeit #motorisierteGewalt #Polizei #Radverkehrsanlagen #Radverkehrskonzept #Überholzwang
  10. Die wissen schon wo sie lang fahren müssen! Klar, das wissen Menschen im Auto aber in aller Regel auch und für die wird jeder Furz und Feuerstein ausgeschildert. Wobei dann die Umleitungswegweiser gerne auf die Infrastruktur für zu Fuß gehende Menschen oder solche auf dem Fahrrad aufgestellt werden!

    NW vom 29.08.2025: Umleitung für Radfahrer: Wichtige Nord-Süd-Verbindung in Bad Oeynhausen gesperrt
    […] Radfahrer und Fußgänger müssen während der Bauarbeiten Umwege in Kauf nehmen. Eine Umleitung wird nicht extra ausgeschildert. „Wir befinden uns in einem Park“, so Stadtpressesprecher Volker Müller-Ulrich. Ortskundige wüssten schon, wie sie auf zugelassenen Wegen die Baustelle umfahren können. […]

    Ich stimme komplett zu, es handelt sich um eine wichtige Nord-Süd-Verbindung für Dutzende Pendler und Schüler. Ich fahre diese Strecke auch regelmäßig, wenngleich sie alles andere als der direkte Weg für mich ist. Aber dafür angenehm zu fahren. Für Menschen direkt aus Werste ist es aber eine schnurgerade Verbindung in die Innenstadt zum zentralen Omnibusbahnhof und zum Nordbahnhof. Selbstverständlich sperrt man das einfach an der Brücke und lässt die Ortskundigen einen zusätzlichen Umweg zur sowieso schon längeren Umfahrung der Sperre machen. Beim zweiten Mal wissen sie ja Bescheid! Hätten ja Zeitung lesen können.

    Hinter dem Haus der Jugend: links kann man nicht weiter, rechts rum ist alles frei (Bild aus 04.2025)

    Bei der aktuellen Umleitungsbeschilderung im Rahmen der Erneuerung der Wasserleitung unter der Werre bekleckert sich Bad Oeynhausen schon nicht mit Ruhm und sperrt Strecken, welche problemlos zu befahren sind einfach ab. Kein Wunder, dass die Absperrungen immer wieder geöffnet werden, damit man ganz andere Strecken als die unter der nicht passierbaren Werrebrücke nutzen kann. Warum wird am Haus der Jugend dicht gemacht, obwohl es Richtung Osten zum Prinzenwinkel und zum Werrekuss weiter geht? Warum wird im Siel hinter der Allensteiner Brücke die Brücke über den Kokturkanal gesperrt, obwohl man dort ohne Baustellen zu Gesicht zu bekommen zum Sielbad und rüber in die Innenstadt gelangt? Es wird ein Geheimnis der Ausschilderungsanweiser und Schilderauftseller der Kurstadt bleiben. Ich – und viele andere – können es nicht verstehen.

    Aber wir sind ja so fahrradfreundlich und haben in den letzten Jahren soooo viel für den Alltagsradverkehr getan. Touristisch kümmern wir uns, alles andere darf die Stiefmutter beackern.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2025/09/bad-oeynhausen-schildert-umleitungen-fuer-radfahrende-nicht-aus/

    #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #Brücken #FahrradfreundlicheStadt #klimafreundlicheMobilität #mdRzA #mdrzS #MitDemRadZurArbeit #MitDemRadZurSchule #Sielpark #Werre

  11. Polizei Minden-Lübbecke 02.09.2025: Pedelec-Fahrer bei Verkehrsunfall schwer verletzt
    […] Zuvor hatte eine Bad Oeynhausenerin gegen 06:25 Uhr mit ihrem VW die Stüher Straße in Fahrtrichtung Werster Straße befahren. Im Bereich der Kreuzung Kirchbreite / Stüher Straße beabsichtigte die 60-jährige, die Straße Kirchbreite zu überqueren. Zeitgleich befuhr der 44-Jährige die Kirchbreite auf dem Geh- und Radweg in Richtung Pestalozzistraße. Im dortigen Kreuzungsbereich kam es schließlich zur Kollision zwischen dem Pkw und dem Pedelec.

    Der Radfahrer stürzte und erlitt hierbei schwere Verletzungen. […]

    Die Kirchbreite ist die Vorfahrtstraße. Die Frau hat dem Mann ganz offensichtlich die Vorfahrt genommen. Es „kam“ nicht einfach zur Kollision, die Frau hat den Mann gerammt. Die Frau hat den Mann mit ihrem Auto verletzt. Es gibt an der Kirchbreite keinen kombinierten Geh- und Radweg. Es gibt dort nur einen schmalen Gehweg, welcher für Radfahrende frei gegeben ist.

    Die Formulierungen wären wichtig, um die Dramatik dieser Vorfälle und das Gefährdungspotential des motorisierten Individualverkehrs deutlich zu machen. Kein Hinweis an Menschen in Autos, an Kreuzungen auf den Radverkehr zu achten. Kein Hinweis, doch bitte auf Vorfahrtregeln zu achten und diese einzuhalten.

    Das ist blöd, weil alle Lokalzeitungen, Lokalradios, überregionale Presseorgane – eben alle – die Meldungen der Polizei in aller Regel wortwörtlich und völlig ohne zu hinterfragen übernehmen. Und dann bleibt hängen „Fahrrad fahren ist gefährlich!“.

    Nein! Die Menschen in den Autos sind gefährlich, weil sie viele Tonnen Stahl durch die Gegend fahren und nicht genug aufpassen!

    https://www.andreas-edler.de/blog/2025/09/polizei-vergisst-wieder-einige-tatsachen-bzw-hinweise/

    #Alltagsradverkehr #FahrradfreundlicheStadt #Infrastruktur #Kirchbreite #Kommunikation #Polizei #Presse

  12. Ich bin der letzte, der etwas gegen die Einrichtung einer Fahrradstraße hat. Das was allerdings als Begründung im NW-Artikel geschrieben wird

    NW vom 04.07.2025: Eine Bürgerinitiative fordert mehr Rücksicht für Kinder und Jugendliche auf der Rehmer Insel. Die Änderung der Vorfahrt soll der erste Schritt sein.
    […] auf der Fahrradstraße gelte Tempo 30. Radler dürfen nicht gefährdet oder behindert werden, Autos müssen beim Überholen Abstand halten. Weil Radler aber auch nebeneinander fahren dürfen, wird das Überholen für Autofahrer schwieriger. [..]

    ist kein Unterschied zu z.B. einer Tempo-30-Zone. Radfahrende dürfen nirgends gefährdet oder behindert werden, es muss überall und immer Abstand beim Überholen gehalten werden und auch nebeneinander darf man auf dem Fahrrad unterwegs sein. Hier – und das ist der einzige Unterschied – aber auch, wenn andere dadurch am Überholen gehindert werden. Das ist der einzige “Bonus” einer Fahrradstraße, der in keiner einzigen solcher Straßen in Bad Oeynhausen nachgehalten und überwacht wird. Wo sich die Vorfahrt ändern soll, geht aus dem Artikel nicht hervor. Eine Fahrradstraße ist nicht automatisch Vorfahrtberechtigt.

    Die Adam-Opel-Straße ist so schmal, dass korrekt hintereinander fahrende Menschen auf Fahrrädern schon nicht legal überholt werden können. Ergo dürfen sie dort auch jetzt schon nebeneinander fahren. Mehr als eine Alibimaßnahme wäre die Umwidmung entsprechend nicht. Die Aktion hätte höchstens Aufmerksamkeitscharakter.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2025/07/die-adam-opel-strasse-soll-fahrradstrasse-werden/

    #AdamOpelStraße #AusschussFürStadtentwicklung #FahrradfreundlicheStadt #Fahrradklimatest #Fahrradstraße #Infrastruktur #klimafreundlicheMobilität

  13. Alex und ich sind zu einem Treffen im Bualuang gefahren – bestes thailändisches Restaurant weit und breit. Natürlich mit dem Fahrrad und durch den Siel, damit wir nicht soviel Autoverkehr bekommen. Ein paar gemeinsame Straßen mit dem #MIV muss man aber befahren. So z.b. die Wilhelmstraße. Wir kamen die Dr.-Hopmann-Straße hoch, fuhren rechts ab in die Wilhelmstraße und ja, ich fuhr leicht versetzt hinter Alex her. Direkt hinter der Kurve überholte uns dann eine Dame deartig eng, dass ich mit der Rückseite der linken Hand problemlos an ihre C-Säule klopfen konnte.

    Der Abstand zu Alex ist eigentlich schon zu knapp.

    Es wäre problemlos möglich gewesen, ein paar Sekunden zu warten, bis es nicht mehr so eng ist. Selbst nur zu Alex ist der Überholabstand – wie man im Bild sieht – zu eng. Und in dem Abstand bin ich noch mit meinem Fahrrad. Mein Schreien hat sie dann zum Anhalten bewogen und wir haben uns zunächst „unterhalten“. Wir dürften nicht nebeneinander fahren und so.

    Ob das denn dann die Erlaubnis für sie sei, uns zu gefährden? Hätte sie gar nicht und ich darf ihr Auto nicht anfassen! Danach habe ich die Polizei schon gefragt und die hatte keinerlei Einwendungen dazu – was sie sichtlich erstaunte. Habe ihr dann erläutert und gezeigt, wie breit die Straße ist, wieviel Abstand man zu parkenden Autos halten muss, wie breit die Lenker sind, wieviel Mindestabstand sie beim Überholen einhalten muss und habe davon dann die Breite ihres KFZ abgezogen. Da war dann doch ein bisschen Stille.

    ABER NEBENEINANDER FAHREN! Da habe ich ihr dann erklärt, dass man das nur dann nicht darf, wenn man jemanden dabei behindert. Was in dem Fall aufgrund der zuvor geschilderten und von ihr akzeptierten Maße wohl faktisch nicht der Fall sein könnte. Weil sie nämlich legal auch nicht überholen hätte können, wenn wir ganz dicht an den parkenden PKW vorbei geschrappt wären.

    Die „Unterhaltung“ war inzwischen schon zu einer Unterhaltung abgeklungen und sie schien mir ein bisschen einsichtig. Sie würde ja auch Fahrrad fahren. Da kann sie das Gelernte dann ja anwenden :-)

    https://www.andreas-edler.de/blog/2025/06/deutlich-zu-eng-ueberholt/

    #Alltagsradverkehr #Auto #Benehmen #FahrradfreundlicheStadt #MIV #Regeln #Sicherheit #StVO #Überholzwang #Wilhelmstraße

  14. 🚴‍♂️ Wie fahrradfreundlich sind unsere Straßen? Basis der Bewertung des ADFC-Fahrradklima-Tests: Über 180.000 Radfahrende haben bundesweit abgestimmt – Kriterien waren u.a. Sicherheit, Infrastruktur und Miteinander im Straßenverkehr.

    📝 ndr.de/nachrichten/Kiel-bleibt

    #NDR #ADFC #FahrradfreundlicheStadt

  15. 🚴‍♀️Bei der alljährlichen Befragung zum Fahrradklima-Test kommt raus: Kiel bleibt Spitzenreiter in Schleswig-Holstein, in Niedersachen ist es Hannover, in Mecklenburg-Vorpommern Greifswald. Hamburg liegt bundesweit im Städte-Ranking auf Platz sieben.

    📝 ndr.de/nachrichten/schleswig-h

    #NDR #Fahrrad #FahrradfreundlicheStadt

  16. Auf der großen Bühne hat es der Zweite-Wahl-Kanzler Merz vorgemacht: einfach die Ideen, Vorschläge und/oder Anträge der Grünen nehmen und als eigene ins Parlament einbringen. Wir haben bereits vor vier Jahren einen Antrag zur Verbesserung der verkehrlichen Situation auf der Werster Straße eingebracht, in welchem es u.a. hieß:

    Hauptausschuss vom 24.02.2021: Fraktionsantrag: Verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der L 546 Werster Straße im Ortsteil Werste
    […] Streckenbegrenzung auf 30 Km/h mindestens 300 Meter östlich und westlich der Einmündung der Stüher Straße im Bereich des dortigen Kindergartens. […]

    Leider wurden diese Ideen mit Bekanntgabe im Ausschauss für Stadtentwicklung am 19.08.2021 fast alle „abgeschmettert“:

    ASE: Die Ausführungen der Verwaltung werden zur Kenntnis genommen.
    […] Grundsätzlich weißt die Bezirksregierung Detmold in ihrem Schreiben daraufhin, dass Kommunalpolitik nicht beschließen kann, welche baulichen Maßnahmen andere Straßenbaulastträger durchzuführen haben. Ein Ausschuss/ Rat kann „Prüfaufträge“ an die eigene Verwaltung beschließen. […] Die Fortentwicklung von verkehrssichernden und verkehrsberuhigenden Maßnahmen prüft die Verwaltung kontinuierlich seit Beginn des Baus der Nordumgehung-Trasse. In diesem Zusammenhang sind u.a. bereits streckenweise Temporeduzierungen von 50 km/h auf 30 km/h innerhalb der Ortsdurchfahrt sowie eine weitere Temporeduzierung von 60 km/h auf 50 km/h außerhalb der Ortsdurchfahrt unter Beteiligung der zuständigen Fachbehörden (Landesbetrieb Straßenbau NRW, Kreispolizeibehörde, Bezirksregierung, Kreis Minden-Lübbecke) erörtert worden. Im Ergebnis fehlen der Straßenverkehrsbehörde für eine solche Anordnung die rechtlichen Grundlagen (Ermessensüberschreitung). […]

    Nö, langsam fahren sieht die Straßenverkehrsbehörde nicht. Wo kommen wir denn da hin? Besonders schön fand ich damals die Einlassung gegen einen Zebrastreifen:

    […] Von der Einrichtung eines Fußgängerüberweges an der Werster Straße/L546“ Höhe des WEZ wurde seinerzeit aus Gründen der Verkehrssicherheit Abstand genommen. Es ist unumstritten sicherer, an solchen Querungsstellen den Fußgänger (als schwächeren Verkehrsteilnehmer) im Recht unterzuordnen (Querungshilfe mit Mittelinsel), als ihn in vermeintlicher Sicherheit zu bevorrechtigen. Die bundesweiten Unfallzahlen an vergleichbaren Straßenquerungen bestätigen dies klar. […]

    Das erinnert frappierend an die Erläuterungen (vor zugegebenermaße bereits 13 Jahren) zur Vorfahrtregelung an der Breitenbachstraße, bei der einem als Radfahrer regelmäßig die Vorfahrt genommen wird, weil der motorisierte Individualverkehr quer über der Radwegfurt steht:

    Hier ist das von der Verwaltung so gewollt.

    mein Senf: Benutzungspflicht um Radfahrer zum Anhalten zu zwingen
    Außerdem ist es an der Einmündung Breitenbachstraße zu zahlreichen Unfällen gekommen. Durch die Benutzungspflicht zwingen wir Radfahrer an der Einmündung zu halten und den Autoverkehr durch zu lassen. Damit verringern wir die Unfallgefahr für Radfahrer sowie die Unfallbeteiligung von Radfahrern an der ohnehin gefährlichen Einmündung

    Und als sei es noch nicht genug, dass man Radfahrende auf benutzungspflichtige Radwege zwingt, damit ihnen dort die Vorfahrt genommen wird, so wird noch erklärt

    Natürlich kann man eine solche Regelung losgelöst von der Gefährdungsbeurteilung grundsätzlich in Frage stellen. Aber dann muss man auch neue Prioritäten diskutieren. Will man freie Fahrt für Radler um jeden Preis und dafür lange Verkehrsstaus von Autos in Kauf nehmen? Die pusten ja auch eine Menge Schadstoffe in die Luft und belasten dadurch die Umwelt nicht unerheblich.

    Und eine Verwaltung, die sowas erzählt meint, für eine Temporeduzierung fehlen die rechtlichen Grundlagen.

    Aber zurück zum eingangs erwähnten CDU-Antrag:

    Hauptausschuss vom 25.05.2025: Auf der L 546 „Werster Straße“ ist im Abschnitt Stüher Straße bis zur Ringstraße eine streckenbezogene Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30 km/h durch die Straßenverkehrsbehörde der Stadt Bad Oeynhausen anzuordnen.
    […] Die jüngste Änderung der StVO im Oktober 2024 hat die Voraussetzungen für streckenbezogene Anordnungen von Tempo 30 km/h auf kurzer Strecke gelockert, wodurch die örtlichen Straßenverkehrsbehörden nun mehr Entscheidungsspielraum haben. […]

    Die CDU möchte sogar noch eine längere Strecke mit Tempo-30 versehen. Schön, wenn sie unsere Ideen aufgreift! Leider stimmt die Sache mit der StVO nicht so ganz, denn vereinfacht wurde die Zusammenfassung bzw. Verbindung bereits bestehender Tempo-30-Abschnitte (solche wie wir sie in 2021 beantragt hatten, weil da nämlich eine Kita ist), die dort aber gar nicht sind. Zur grundsätzlichen Möglichkeit, Geschwindigkeiten durch die jeweilige Gemeinde einzurichten, haben wir in 2023 beschließen lassen, der „Initiative Lebenswerte Städte“ beizutreten.

    Zu dem von der CDU nun bearbeiteten Bereich der Werster Straße hatten wir Anfang 2022 einen Antrag auf Einrichtung eines streckenweisen Überholverbotes für einspurige Fahrzeuge gestellt. Dieser wurde von der Verwaltung ebenfalls abgelehnt, weil „ist ja nichts passiert“! Und natürlich wegen […] Das VZ 277.1 würde somit lediglich eine gesetzliche Regelung wiedergeben und ist somit zur Anordnung untersagt. […]! An anderer Stelle hat die Straßenverkehrsbehörde übrigens keine Hemmungen, Beschilderungen doppelt vorzunehmen. Immer dann, wenn sie den Radverkehr einschränken. Ich verrate nicht wo, sollen sie selber suchen!

    Ich bin sehr gespannt, was die Straßenverkehrsbehörde nun zum CDU-Antrag erläutert, denn an den Gegebenheiten hat sich rein gar nichts geändert!

    https://www.andreas-edler.de/blog/2025/06/die-cdu-stellt-jetzt-unsere-antraege-tempo-30-auf-der-werster-strasse/

    #AusschussFürStadtentwicklung #Breitenbachstraße #FahrradfreundlicheStadt #Fußgänger #klimafreundlicheMobilität #Regeln #Schulweg #StVO #Tempo30 #Tempolimit #Werste #WersterStraße

  17. Im Dezember lässt der Bürgermeister Lars Bökenkröger die Neue Westfälische über einen „Brandbrief“ zum Fortgang des Radschnellweges RS3 an den Landesverkehrsminister Oliver Krischer berichten.

    Bad Oeynhausener Bürgermeister hält Radschnellweg für gescheitert
    […] Derzeit sei für die Stadt Bad Oeynhausen nicht erkennbar, dass das Projekt seitens des Landesbetriebes Straßen.NRW vorangetrieben beziehungsweise gesteuert werde […]

    Im Januar berichtet die Neue Westfälische über die Antwort Olli Krischers an den Bürgermeister, indem sie den Bürgermeister zitiert:
    Bad Oeynhausens Bürgermeister schließt Baubeginn 2025 aus
    […] „Der Minister hat betont, dass das Land nach wie vor großes Interesse an der Umsetzung des Projektes Radschnellweg habe“, so Bökenkröger. Krischer habe aber auch darauf hingewiesen, dass der Landesbetrieb Straßen NRW noch eine Vielzahl anderer Aufgaben zu bewältigen habe – etwa die Sanierung von Brücken und die Entschärfung von Unfallschwerpunkten. […]

    In dem Artikel werden auch Vor-Ort-Besuche und regelmäßige Videokonferenzen erwähnt.

    […] Unmittelbar veröffentlichen möchte der Bürgermeister den Brief aus Düsseldorf aber nicht, da nicht klar sei, ob das vom Minister auch gewünscht sei. […]

    Nun hat die SPD einen Antrag gestellt, dass der Bürgermeister diesen Brief veröffentlichen soll:

    NW vom 07.02.2025: Brandbrief des Bürgermeisters erreicht die Bad Oeynhausener SPD nicht
    […] Die SPD-Ratsfraktion fordert Bürgermeister Lars Bökenkröger auf, den Rat über seine Korrespondenz mit Landesverkehrsminister Oliver Krischer (Bündnis90/Die Grünen) zu informieren. […]

    Ich habe dazu bereits im Dezember eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, weil mich die Situation interessiert und ich von der Presseberichterstattung so kurz vor der Ratssitzung irritiert war. Das kann man als Lokalpolitiker durchaus machen, ist ja kein Hexenwerk. In der Folge habe ich das Antwortschreiben von Oliver Krischer auch erhalten.

    Sachlich gibt der Artikel in der NW aus dem Januar den Antwortbrief korrekt wieder. Allerdings ist dieser auf der Tonspur schon etwas erstaunt, denn es haben die erwähnte Begehung und mehrfache Videokonferenzen stattgefunden. Kurz nach dem „Brandbrief“ des Bürgermeisters sind aussagegemäß auch Planungsunterlagen versendet worden, welche nun von der Stadt weiter bearbeitet werden müssen. Ein Stillstand ist das mitnichten. Wenngleich ich mit dem Tempo von Straßen.NRW durchaus nicht zufrieden bin und auch schwer davon ausgehe, dass deren vorrangiges Interesse nicht der Radverkehr ist.

    Vor diesem Hintergrund verstehe ich zumindest das harsche Agieren des Bürgermeisters überhaupt nicht. Es sei denn, es soll eine Geschichte gebastelt werden, warum man als Stadt aus dem Projekt aussteigen möchte!

    (Ich habe bereits nachgefragt, ob der Brief veröffentlicht werden darf.)

    https://www.andreas-edler.de/blog/2025/02/brandbrief-zum-radschnellweg-rs3/

    #Alltagsradverkehr #Bürgermeister #FahrradfreundlicheStadt #Infrastruktur #Kanalstraße #Kommunikation #MindenerStraße #Radschnellweg #Radweg #RS3 #Stadtrat

  18. Der #Superblock im Stuttgarter Westen - darin liegt großes Potenzial: In unserer Stellungnahme zeigen wir positive Entwicklungen für den Radverkehr auf, lenken den Blick aber auch auf konkrete Verbesserungsmöglichkeiten.
    Lest selbst:
    stuttgart.adfc.de/artikel/supe

    @mastobikes_stuttgart @zweirat0711

    #stuttgart #stuttgartmeinestadt #augustenstrasse #adfc #adfcstuttgart #fahrrad #fahrradfreundlichestadt #radverkehr

  19. Unser kleiner Junge geht seit dem Ende der Sommerferien auf das städtische Gymnasium und hat daher einen weiteren und natürlich anderen Schulweg, als zur nahegelegenen Grundschule. Mit knapp drei Kilometern ist es immer noch deutlich überschaubar, aber die Strecke führt entlang der Eidinghausener Straße. Hier macht die Stadt seit Jahrzehnten keinerlei Anstalten die Situation für den Radverkehr zu verbessern und weist mit dem Finger bei jedem Hinweis auf Straßen.NRW. Ich bin der Meinung mit etwas Willen wäre trotzdem mehr zu schaffen. Man könnte die Parkbuchten reduzieren, meinetweg den Weg in Eigenregie sanieren, Ein- und Ausfahrten begradigen usw. – passiert aber nicht. Nach vielen, vielen Jahren ständiger Hinweise ist (ich kann das Zähneknirschen immer noch hören) die Benutzungspflicht auf einem kleinen Teilstück aufgehoben worden, weil der Weg so marode ist. Das bringt dem Schulverkehr aber natürlich nichts. Ich möchte meinen Zehnjährigen dort nicht auf die Fahrbahn schicken. Für mich ist es allerdings gut!

    Diese sichere Radinfrastruktur wurde damals gefeiert.

    Lieber Verkehrsplaner und andere Verantwortliche für solche Malereien: so sieht es aus, wenn man mit dem Fahrrad auf einem Schutzstreifen fährt. Da wird kein Abstand gehalten. Solche Streifen sind in der Praxis für den Radverkehr kontraproduktiv! Auch in Kreuzungsbereichen ist das nicht anders.

    Gedankenlos werden Schilder auf die benutzungspflichtigen Wege gestellt.

    Weil niemand bei seiner Arbeit nachdenkt, entstehen solche Situationen. Warum muss dieses Schild gegenüber von dem Elektroverteiler auf dem sowieso schon nicht ausreichend breiten, benutzungspflichtigen Weg stehen? Hier an der Steinstraße.

    Gruselige Stelle. Warum?

    Schaut man sich das Ensemble von etwas weiter hinten an, wird deutlich, dass es eigentlich noch viel schlimmer ist. Sowas bietet man in Bad Oeynhausen als Radweg an.

    Mülltonnen auf dem Radweg

    Zur Sicherheit gehört auch, dass keine Dinge auf den Radwegen gelagert werden. In Bad Oeynhausen ist das aber der Normalfall. Die Mülltonnen stehen regelmäßig auf Rad- und Gehwegen und werden teilweise von den Mitarbeitern der Pre-Zero nach der Leerung auch so verteilt, dass ein Durchkommen gar nicht mehr möglich ist.

    Klar, kann man so machen. Ist dann aber Scheiße!

    Gemeldet per Mängelmelder

    Das kommt mir wirklich total sicher vor und ich ärgere mich jedesmal, dass es niemanden zu interessieren scheint. Seit Jahrzehnten keine Änderung. Mir fällt ehrlich gesagt außer festen Stellflächen zu Lasten der Fahrbahn auch nichts ein, aber das städtische Schulterzucken reicht mir halt wirklich nicht.

    Zuletzt habe ich versucht, die Situation über den Mängelmelder der Stadt zu adressieren. Alles andere hat bisher ja nicht geholfen. Leider verweist die Stadt auf Straßen.NRW und sieht es nicht als Mangel im Sinne des Mängelmelders. Aber immerhin:

    Wir haben Ihre Informationen an den Landesbetrieb Straßen NRW sowie die Polizeibehörde des Kreises Minden-Lübbecke weitergeleitet.

    Ich bin nicht mal mehr skeptisch. Ich weiß, dass sich nichts ändern wird.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2024/10/sichere-radverkehrsinfrastruktur-in-bad-oeynhausen/

    #AusschussFürStadtentwicklung #EidinghausenerStraße #FahrradfreundlicheStadt #Infrastruktur #klimafreundlicheMobilität #Mängelmelder #mdRzA #mdrzS #MitDemRadZurArbeit #MitDemRadZurSchule #Polizei #RunterVomRadweg #Schulweg #Sicherheit #Steinstraße #StraßenNRW #Verwaltung

  20. Heute in der Mittagspause schlenderte ich die Herforder Straße entlang und stutzte kurz vor dem New Orleans, was denn da wohl rechts anders sei. Drei Schritte zurück und dann klickte es: neue Fahrradständer!

    Neue Radabstellanlagen

    Die gleichen Felgenbrecher wie unten am Tambarareplatz, aber immerhin. Um ein teures Fahrrad dort wirklich sicher anzuschließen taugen die Dinger nicht. Ich hätte auch Bedenken, dass ich nach dem Parken kein gerades Vorderrad mehr habe.

    Noch mehr Abstellanlagen.

    Nun will ich aber auch mal goutieren, dass die Stadt Bad Oeynhausen doch an den Radverkehr denkt. Es ist noch Luft nach oben, vernünftige Anlehnbügel wären deutlich besser. Aber auch aufwändiger einzubauen und nicht so schnell zu entfernen. Wenn das City-Center umgebaut wird, vermute ich wieder sowas in der Richtung.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2024/08/noch-mehr-radabstellanlagen/

    #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #FahrradfreundlicheStadt #HerforderStraße #Infrastruktur #klimafreundlicheMobilität #Parken

  21. Den katastrophalen Radweg an der Eidinghausener Straße muss man endlich nicht mehr nutzen!

    Als ich heute auf dem Weg zur Arbeit die Eidinghausener Straße befuhr, meine ich aus den Augenwinkeln gesehen zu haben (weil ich auf der Fahrbahn fuhr), dass die Zeichen 241 zur Anordnung der Benutzungspflicht des Radweges ab der Einmündung Dörgen, mindestens aber ab der Buschwiese auf der westlichen Seite Straße entfernt wurden.

    Zeichen 241 wurde abgebaut!

    Etwas, das ich seit Jahren anrege! Falls es so ist und nicht nur eine vorübergehende Umbaumaßnahme: sehr schön! Ich hätte mich angesichts meiner vielfachen diesbezüglichen Nachfragen sehr über eine Information durch die Verwaltung gefreut, aber das ist wahrscheinlich wirklich zu viel verlangt.

    Zwei Dinge finde ich in diesem Zusammenhang nicht so super (und auch darauf habe ich mehrfach in den letzten Jahrzehnten hingewiesen): warum wird eine so weitreichende Änderung nicht prominent und im Vorfeld öffentlich kommuniziert? Auf der Seite der Stadt finde ich keinen Artikel dazu unter “Aktuell”. Und warum suggeriert man den Menschen durch die neu aufgebrachten Piktogrammen auf dem Geh- und Radweg, dass weiterhin dort gefahren werden soll? Andere Kommunen bringen die Fahrradpiktogramme in solchen Situationen auf der Fahrbahn auf, damit den Menschen im MIV bewusst ist, dass hier auch Radfahrende unterwegs sind und sein dürfen!

    Auch in Gegenrichtung keine Schilder mehr.

    Nun ist der Radweg entlang der Eidinghausener Straße zwischen der Einmündung der Schwagerstraße gegenüber dem Schloss Ovelgönne bis zur Kreuzung mit der Werster Straße auf beiden Seiten nicht mehr benutzungspflichtig. Leider ist bei keiner Änderung eine relevante Meldung an die Öffentlichkeit gegangen. So wird man im nördlichen Teil der Eidinghausener Straße immer noch angehupt, bedrängt und angepöbelt, wenn man dort legal die glatte Fahrbahn benutzt. Auf dem Stück bis zur Werster Straße wird das jetzt nicht anders werden.

    Dazu hat die Stadt noch Piktogramme aufgemalt, so dass die falsche Ansicht, man müsse hier nun weiterhin den Radweg benutzen, in den Köpfen der Menschen am Steuer der Autos bleiben wird. Im ASE wurde im Rahmen einer Präsentation zum Lärmaktionsplan von der redenden Expertin empfohlen, bei einem Entfall der Benutzungspflicht die Fahrradpiktogramme auf die Fahrbahn zu malen (am Beispiel der Weserstraße). In Bad Oeynhausen macht man das Gegenteil und fördert so die Konfrontation.

    Aber es ist natürlich erstmal gut, dass ich nicht mehr auf den katastrophalen Radweg muss!

    https://www.andreas-edler.de/blog/2024/08/benutzungspflicht-aufgehoben/

    #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #EidinghausenerStraße #FahrradfreundlicheStadt #Kommunikation #mdRzA #MitDemRadZurArbeit #Regeln #StVO #Verwaltung

  22. Kussbrücke

    Kurz vor unserer Abfahrt in den Urlaub hat die Stadt Bad Oeynhausen die sog. “Kussbrücke” über die Werre an der Einmündung der Werre in die Weser wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Ein neuer Belag musste aufgetragen werden. In unserem Urlaub bekamen wir dann mit, dass dieser Belag wohl nicht so ist, wie der vorherige. Es gab mindestens einen Sturz und die Verwaltung sah sich – weil augenscheinlich nichts besseres einfiel – dazu veranlasst, ein “Radfahrer absteigen”-Schild zu montieren. Ein Zeichen ohne weitere Bedeutung, dass immer als Notnagel dient, wenn man mit den Schultern zucken will und sich der nächste Sache zuwendet. Die Erläuterung

    Die Fahrbahn hat noch nicht den nötigen Grip
    […] fragte darauf beim Hersteller des Bodenbelags nach und der räumte ein, dass der neue Belag tatsächlich noch nicht den richtigen Grip habe. Weichmacher und Verdünner könnten in den ersten Wochen aus dem Belag entweichen. Dadurch habe die Fahrbahn noch nicht die nötige Griffigkeit bei Nässe […]

    halte ich für – nunja – ein wenig unglaubwürdig. Gerade mit dem Weichmacher sollte es deutlich klebriger sein. Will man zwar auch nicht, aber sei’s drum. Ich bin da vorgestern mal lang gefahren, als ich noch etwas frische Luft schnappen musste.

    An das Schild halten sich pflichtschuldig alle!

    Der Belag war – und ist jetzt auch – aus einem Kunststoffharz gemischt mit einem Granulat (Sand?) hergestellt. Diese flüssige Masse wird auf den Boden gestrichen, härtet aus, das Granulat steht leicht hoch und bildet so die “rubbelige” und somit idealerweise rutschfeste Oberfläche. Das ist auch bei der Kussbrücke fast durchgängig gelungen. Aber ganz ehrlich? Es sieht für mich so aus, als hätte der Ersteller dieses Belags an dem Tag nicht die größte Lust auf seine Arbeit gehabt.

    Deutlich sieht man den scheckigen Belag mit den Wischspuren vom Verteilen der Belagmasse. An den Rändern der Brücke ist das Harz so dick, dass stellenweise das Granulat gar nicht zu fühlen ist. Dort ist dann glatter Kunststoff. Solche Stellen finden sich ein paar auch mitten auf der Brücke. Flecken mit sehr wenig Granulat. Wenn man dort drüber streicht, fühlt es sich an, wie eine PET-Flasche. Da kann noch so viel Weichmacher ausdünsten, das bleibt glatter Kunststoff. Wenn man nun bei Nässe mit dem Vorderrad auf so einer kleinen Fläche bremst, kann das Vorderrad wegrutschen und zack – liegt man auf dem Boden. Genau das gleiche passiert bei überfrierender Nässe!

    Der weitaus größte Teil erscheint mir völlig in Ordnung, aber es ist meiner laienhaften Ansicht nach, einfach etwas unsauber gearbeitet worden. Warum das so abgenommen wurde, weiß ich nicht. Wäre es meine private Zufahrt, hätte ich gemeckert! Bin gespannt, wann die Stadt meint, dass genug Weichmacher entwichen ist und die Schilder entfernt.

    Sielwehrbrücke

    Ein paar Kilometer werreaufwärts stauen wir in Bad Oeynhausen (noch) die Werre und dort gibt es eine ganz neue Brücke, die nun endlich auch für den Radverkehr freigegeben ist. Schon kurz nach Fertigstellung gab es Meldungen, die Brücke sei “hubbelig”.

    Nach Beschwerden von NW-Lesern: Bad Oeynhausens neue Sielbrücke soll “glattgezogen” werden
    […] “Es gibt Minderschichtstärken im Brückenbelag”, zitiert der Pressesprecher die Diagnose der Brückenexperten. Und meint damit, dass die Epoxidharz-Beschichtung der Geh- und Fahrbahn unterschiedlich dick geraten sei. […]

    Die Bauarbeiten sind aufgefallen.

    Mir ist das unerträgliche Geholper nicht aufgefallen und ich fand die Brücke einwandfrei und gut befahrbar. Es hat augenscheinlich etwas länger als das avisierte halbe Jahr gedauert, bis etwas unternommen wurde. Jedenfalls scrollte ein entsprechender Beitrag während unseres Kroatienurlaubs durch meine Timeline. Nun war ich neugierig und bin entlang der Werre durch den Sielpark bis nach Werste gefahren, um die bearbeitete Sielwehrbrücke unter die Räder zu nehmen.

    Was soll ich sagen? Katastrophal! Ich hatte das Serious Gravix auf 4,5 bar aufgepumpt, damit ich auch jedes Steinchen spüren kann. Der Belag auf der Brücke fühlte sich aber nicht nach kleinen Hubbeln an, sondern nach Kraterlandschaft.

    Sielwehrbrücke im Abendlicht

    “Minderschichtstärken” definiere ich etwas sachter. Ich hoffe, es waren im Juli nur vorbereitende Maßnahmen und der Belag wird dann in Kürze neu gemacht. Nötig wäre es in jedem Fall nicht gewesen.

    Bei der Brücke im Prinzenwinkel, der Allensteiner Straße und am Jordansprudel hat jedenfalls von Anfang an alles prima geklappt. Bei diesen beiden Bauwerken ist augenscheinlich der Wurm drin.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2024/08/fahrradbruecken-in-bad-oeynhausen/

    #Brücken #ElseWerreRadweg #FahrradfreundlicheStadt #Infrastruktur #Radweg #RehmerInsel #Sielpark #Sielwehr #Verwaltung #Weserradweg

  23. 🚴‍♀️ Critical Mass in Schwäbisch Gmünd! 🚴‍♂️

    Hey liebe Fahrradfreunde! Am Freitag, den 19. Juli, um 17 Uhr, findet die nächste Critical Mass statt. Treffpunkt: am Bahnhof in Schwäbisch Gmünd. 🚲

    📅 Datum: Freitag, 19. Juli
    🕔 Uhrzeit: 17 Uhr
    📍 Treffpunkt: Bahnhof Schwäbisch Gmünd

    Kommt zahlreich und lasst uns gemeinsam die Straßen erobern! 🚴‍♀️🚴‍♂️

    #CriticalMass #Fahrradliebe #SchwäbischGmünd #FahrradfreundlicheStadt #Radfahren #Umweltfreundlich #GemeinsamStark #FahrradDemonstration

  24. Der Geh- und Radweg auf der östlichen Seite der Eidinghausener Straße zwischen der Werster Straße und der Flutmulde ist aus Richtung Norden kommend gesperrt. Für den Radverkehr ist das nicht ungewöhnlich, denn da darf man in die Richtung sowieso nicht fahren. Zu Fuß könnte man bis zur Flutmulde aber problemlos unterwegs sein. Nicht zuletzt gibt es dort ja auch einige Anlieger, welche meiner Beobachtung nach auch mal zu Fuß zu den naheliegenden Discountern unterwegs sind. Warum man diesen Menschen den Weg versperrt, erschließt sich mir nicht und – wie gesagt – für den Radverkehr ist es überflüssig.

    In der Verwaltung von Bad Oeynhausen wird sehr viel Wert darauf gelegt, bloß keine überflüssigen Schilder aufzubauen. Wobei das augenscheinlich nur dann gilt, wenn diese Schilder den motorisierten Verkehr reglementieren würden. Sobald man Radfahrenden etwas doppelt unter die Nase reiben kann, wird das gerne gemacht.

    Ich habe keinen Plan, warum das so ist.

    Ganz ehrlich, ich bin ratlos warum das so beschildert wird. Mit dem Fahrrad darf ich in der Richtung sowieso nicht fahren. Zu Fuß erreichen die Anlieger ihre Häuser nicht und könnten auch ohne die Ampel vor der Flutmulde “einfach so” die Fahrbahn queren. Das ist ja auch ohne die Baustelle nicht anders. Allerdings wird mir mit der Sperre auch in der vorgeschriebenen Richtung die Weiterfahrt verwehrt, obwohl ich dort völlig legal und sinnvollerweise unterwegs sein kann und sogar muss! Vor vielen, vielen Monaten wurde mir auf eine ähnliche Anfrage im Ausschuss für Stadtentwicklung mal bezüglich der Baustellenbeschilderungen gesagt “Da müssen wir noch besser werden!“. Das sehe ich auch immer noch so.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2024/06/oestlicher-geh-und-radweg-der-eidinghausener-gesperrt/

    #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #Baustelle #Beschilderung #EidinghausenerStraße #FahrradfreundlicheStadt #Flutmulde #Infrastruktur #klimafreundlicheMobilität #Radweg #RunterVomRadweg #StraßenNRW #Verwaltung

  25. Der Kleine ist in der vierten Klasse, nach den Sommerferien geht es aufs Gymnasium. Zu der Zeit beginnt in der Grundschule in Eidinghausen der Verkehrsunterricht inklusive dem praktischen Teil. Die entsprechende Prüfung vom Studenten ist dann wohl tatsächlich schon wieder 10 Jahre her!

    Checkliste zum Fahrrad

    Im Vorfeld gab es ein kurzes Erläuterungsschreiben nebst einer Checkliste für das Fahrrad vom Nachwuchs. Selbstverständlich mussten wir keine Nacharbeiten am Fahrzeug aufgrund dieser Auflistung vornehmen. Das Fahrrad ist verkehrssicher und da achten wir auch recht penibel drauf. Auch wenn die Reparaturen mitunter nicht auf Anhieb klappen. Lediglich die in der Liste aufgeführte Luftpumpe ist nicht vorhanden. In einer Halterung am Rahmen würde sie wohl kaum einen Tag ungeklaut verbleiben und in den Schulranzen passt sie meist nicht mehr. Zudem sie ohne Flickzeug auch nur mäßig sinnvoll ist.

    Jedenfalls kam Ben denn auch nach der ersten “Fahrstunde” mit Übungen auf den Straßen in Eidinghausen gut gelaunt zurück. Die beaufsichtigende Polizistin hatte ihn mehrfach gelobt, nachdem er sich an Einmündungen und Kreuzungen und auch sonst richtig verhalten hatte. Finde ich selbst auch ganz gut, irgendwas ist dann bei uns ja richtig gelaufen. Denn anders als die Schule sehe ich es nicht als deren Aufgabe an, sich gegen Ende der vierten Klasse um die Verkehrserziehung der Schüler und Schülerinnen zu kümmern. Der Zeitpunkt ist nämlich verdammt noch mal viel zu spät! Viele Kinder sind doch bereits zur Kita schon mit dem Fahrrad gefahren und natürlich müssen sich die Eltern dann auch schon um die Verkehrserziehung kümmern!

    Aus dem Erläuterungsschreiben der Schule
    […] Die Schule muss es sich daher zur Aufgabe machen, verkehrsspezifische Kenntnisse zu vermitteln und für die reflektierte Mitverantwortung in der Verkehrswirklichkeit erforderlichen Fähigkeiten zu fördern. […]

    Am Freitag fragte er mich allerdings, ob stimmt, was die Polizistin der Polizei Minden-Lübbecke ihm aufgetragen hätte: nämlich vier Reflektoren in den Speichen zu montieren. Er hat wohl sogar mit ihr diskutiert und auf die Reflexstreifen auf beiden Seiten der Reifendecke verwiesen. Mit dem Hinweis “die können ja abgehen” bestand die Polizistin aber auf den zusätzlichen Reflektoren. Ich habe dem Nachwuchs gesagt, dass die Polizei da wohl Blödsinn erzählt und sich nicht einfach was ausdenken darf. Auf seine Bitte hin, werde ich dann bei der nächsten Übungsstunde ein Wort reden und gleichzeitig fragen, warum die Eltern einiger Mitschüler die Lenkerendhörnchen an den Rädern der Kinder abmontieren müssen. Angeblich könne man sich daran verletzen, so die Polizistin! Letzteres wurde mir vor ein paar Jahren von einem Arbeitskollegen auch schon berichtet.

    So gut ich es finde, dass sich in der Schule um die Verkehrserziehung gekümmert wird, so schlecht ist es, wenn die Polizei selbst ausgedachte Regeln umsetzen möchte und dadurch die Schüler verunsichert. Es hat mir bei Tim schon mächtig gestunken, dass 10jährige in einer Tempo-30-Zone gezwungen wurden, auf dem Gehweg zu fahren oder eine Fahrradfurt schiebend queren mussten. Dazu schrieb ich vor 10 Jahren bereits

    […] Zudem sehe ich, wieviele Kinder mit Autos zu Grundschulen gebracht werden. Wenn diese Eltern dann auch noch sehen, dass den Kindern beigebracht wird, auf Gehwegen zu fahren und Fahrradfahrerfurten in Kreiseln zu ignorieren bzw. dort zu schieben … wie bekommt man dann in die Köpfe, dass das Rad als gleichberechtigtes Verkehrsmittel zu sehen ist? […]

    Daran hat sich in einem Jahrzehnt leider nichts geändert.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2024/05/fahrradfuehrerschein-bei-nachwuchs-2-0/

    #Alltagsradverkehr #Auto #Benutzungspflicht #Eidinghausen #EidinghausenerStraße #FahrradfreundlicheStadt #Grundschule #Kirchbreite #klimafreundlicheMobilität #Lernen #mdrzS #MitDemRadZurSchule #Nachwuchs20 #Polizei #Regeln #Schulweg #Sicherheit #StVO

  26. Was hat die Stadt #Freiburg eigentlich wieder mit dem #Schlossbergring gemacht?

    Fahrtrichtung Nord: Gesperrt für #Fahrradfahrys :vz254: #Umleitung durch die #Fußgängerzone!??? Über #Kopfsteinpflaster!??? #fahrradfreundlichestadt. Nicht.

    Laufrichtung Süd: Je nachdem wo #Sohlenläufy herkommt, Plötzlich für #Fußgängys gesperrt.

    500 Meter #fußgangerzone
    3 #Ampelkreuzungen

    Nicht, dass hier eine flotte Radverbindung in Planung wäre, weil Bedarf.

    @freiburg @FR_Entscheid @vcdsuedbaden

  27. “Als Radfahrer kannst Du doch wohl mal kurz woanders lang fahren.”, “Die paar Tage im Jahr!”, “Wieviele Leute fahren da überhaupt lang?”, “Du stellst Dich echt immer an!”, “Da kann doch wohl jeder durch.”

    Flutmuldenweg in Verlängerung des Prinzenwinkel.

    Nunja. Zwei Tage konnte man dort fahren, nun läuft es wieder voll. Und das wird nicht das letzte Mal in den nächsten Wochen sein. Wir schauen auf die Ausweichstrecke zur Eidinghausener Straße. Teil unseres Radverkehrsnetzes.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2023/12/radverkehrsinfrastruktur-in-bad-oeynhausen/

    #AusschussFürStadtentwicklung #Eidinghausen #FahrradfreundlicheStadt #Flutmulde #Infrastruktur #mdRzA #MitDemRadZurArbeit #Prinzenwinkel #Radweg #Werre

  28. Heureka! Nach vielen, vielen Jahren hat die Stadt Bad Oeynhausen endlich erkannt, dass weiße Farbe wirklich keine Infrastruktur ist und von Menschen hinter dem Steuer eines Autos eher als nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag angesehen wird.

    Zum einen wird die Straße weiterhin zweispurig genutzt, zum anderen hat sich die Fahrerin des Polos ganz rechts sogar noch den Weg frei gehupt!

    Der Westkorso ist eine Einbahnstraße. Ich darf mit dem Fahrrad die Straße in Gegenrichtung befahren. Um die Einfahrt am nördlichen Ende etwas sicherer zu gestalten hat die Verwaltung vor Jahren einen Streifen für den Radverkehr markiert. Ich habe das bereits vor meiner Zeit im Stadtrat thematisiert. Farbe interessierte natürlich im Auto eher wenige Menschen. Jahrelang habe ich das immer mal wieder angefragt, aber es war aus Verwaltungssicht keine weitere Absicherung für den Radverkehr notwendig! Nach dieser Anfrage in 2018 wurde dann aber doch die Einfahrt in die Straße anders markiert! Halleluja!

    Farbe ist keine Infrastruktur.

    Hat natürlich nichts geändert. Weiterhin nutzen Menschen in Kfz die für den Radverkehr markierte Fläche zum Aufstellen vor dem Abbiegen. Ich habe dort in der Mittagspause gelegentlich Fotos gemacht und das führte dort zu vielen, vielen verbalen Auseinandersetzungen. Die Menschen wissen nämlich ganz genau, was sie verkehrt machen! Es muss niemand mit “übersehen”, “wusste ich gar nicht” oder ähnlichem kommen. Die allermeisten Ordnungswidrigkeiten werden völlig bewusst begangen.

    Endlich eine physische Sperre.

    Im Mängelmelder der Stadt Bad Oeynhausen wurde die Stelle vor Monaten ebenfalls gemeldet (nicht von mir!), aber auch diese Meldung wurde mit “Können wir leider nichts machen!” beantwortet und auf unlösbar gesetzt. Vor zwei Tagen bin ich zu einer unserer Filialen gegangen, um etwas zu erledigen und staunte nicht schlecht, dass offensichtlich doch etwas möglich ist. Die Verwaltung hat den weißen Strich mit einer Reihe von Kunststoffpollern versehen. Da wird nun hoffentlich wirklich niemand mehr mit dem Auto die Kurve schneiden und plötzlich frontal vor einer/m Radfahrer/in stehen.

    Jetzt fehlt nur noch, dass das Parken im Westkorso an jedem Tag der Woche verboten wird und wir können die Straße auch richtig mit dem Fahrrad nutzen! Hat bis zu dieser Änderung ja auch nur 17(!) Jahre gedauert. Das ist leider ein Trauerspiel!

    https://www.andreas-edler.de/blog/2023/12/westkorso-mit-physischer-sperre/

    #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #Auto #FahrradfreundlicheStadt #Fahrradklimatest #Infrastruktur #mdrzS #MitDemRadZurSchule #Regeln #StVO #Verwaltung #Westkorso

  29. Einfahrt in die Hüffer Straße von der Weserstraße aus

    Wir haben gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung ein Fahrradstraßenkonzept beschlossen. Ich hatte zu diesem Konzept bereits Anmerkungen formuliert und diese der Verwaltung vorab gemailt. Auch in einer Vorbesprechung mit einer Partei hatte ich meine Gedanken dazu erläutert und gesagt, dass wir dem so nicht zustimmen können.

    Konkret hätten in dem Konzept folgende Änderungen vorgenommen werden müssen:


    Streichung des Satzes
    “Grundsätzlich soll auf den Fahrradstraßen in Bad Oeynhausen der Kfz-Verkehr zunächst mit dem kombinierten Zusatzzeichen VZ 1022-12 und 1024-10 zugelassen werden (siehe Abbildung 3).”

    Änderung des Satzes
    “Im Fall eines stark erhöhten Radverkehrsanteils sowie gleichzeitig geringer Nutzung durch Kfz-Verkehr, hat die Verkehrsplanung in Zusammenarbeit mit der Straßenverkehrsbehörde die Möglichkeit, eine Änderung des Zusatzzeichens von „Kfz-Verkehr frei“ zu „Anlieger frei“ (VZ 1020-30) vorzunehmen.”
    in
    “Im Fall eines nur geringen Radverkehrsanteils sowie gleichzeitig starker Nutzung durch Kfz-Verkehr, hat die Verkehrsplanung in Zusammenarbeit mit der Straßenverkehrsbehörde die Möglichkeit, eine Änderung des Zusatzzeichens von „Anlieger frei“ (VZ 1020-30) zu „Kfz-Verkehr frei“ vorzunehmen.”

    Änderung des Satzes
    “Grundsätzlich sollen die Fahrradstraßen in Bad Oeynhausen für den Kfz-Verkehr frei nutzbar bleiben, da die Einrichtung von Fahrradstraßen nicht als Maßnahme zur Verkehrsberuhigung dient und eine Funktion im Radverkehrsnetz gegeben sein muss.”
    in
    “Grundsätzlich sollen die Fahrradstraßen in Bad Oeynhausen für den Kfz-Verkehr im Anliegerverkehr nutzbar bleiben.”

    Streichung des Satzes
    “Da in einigen Fahrradstraßen gegenwärtig noch das Zusatzzeichen „Anlieger frei“ (VZ 1020-30) angeordnet ist, wird hier zur Vereinheitlichung eine Änderung vorgenommen werden.”

    Dies habe ich im Ausschuss versucht zu erläutern. Leider hat niemand anderes dazu wenigstens nachgefragt oder sonst eine Regung gezeigt. Unsere Fraktion hat daher schweren Herzens gegen das ansonsten gute Konzept gestimmt. Ich bin völlig konsterniert, dass wir nicht ernsthaft versuchen den motorisierten Individualverkehr zumindest ein wenig einzuschränken, obwohl wir dies explizit im Stadtrat beschlossen haben. Und wohl auch müssen, schaue ich mir unsere Stadt an!

    Das Verwaltungsgericht Hannover hat übrigens schon in 2021 geurteilt, dass das was wir gestern beschlossen haben, rechtswidrig ist.

    ADFC zum Fahrradstraßen-Urteil: Rückenwind für die Verkehrswende. Umbau zu echten Fahrradstraßen muss jetzt zügig beginnen.
    […] Wer eine Fahrradstraße einrichtet, muss den KfZ-Verkehr auf das unvermeidbare Minimum beschränken, dazu gehört z.B., dass “Anlieger die auf ihren Grundstücken angelegten Stellplätze (…) nutzen können”, wie es in der online veröffentlichten Urteilsbegründung heißt. KfZ-Durchgangsverkehr, der die Fahrradstraße als “Schleichweg” benutzt, sei nicht hinnehmbar. […]

    Die Verwaltung schreibt in ihrem Konzeptentwurf sogar

    Eine Freigabe von Fahrradstraßen für motorisierten Verkehr ist nach der geltenden VwV-StVO ausdrücklich nur in Ausnahmefällen vorgesehen (VwV-StVO zu §41).

    um dann genau das Gegenteil vorzuschlagen. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2023/12/rechtswidriges-fahrradstrassenkonzept/

    #ADFC #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #Auto #FahrradfreundlicheStadt #Fahrradstraße #Infrastruktur #klimafreundlicheMobilität #MIV #Radweg #Regeln #StVO #Verwaltung

  30. Im nächsten Ausschuss für Stadtentwicklung soll ein Konzept zur Einrichtung von Fahrradstraßen beschlossen werden. Dazu habe ich eine Mail an die Verwaltung mit meinen Anmerkungen geschrieben.

    Vielen Dank für die Erarbeitung des Fahrradstraßenkonzeptes! https://www.sitzungsdienst-bad-oeynhausen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=11856 Ich habe es mit Interesse bereits einmal quer gelesen.

    Dabei fiel mir auf Seite 5 unter 3.2 “Ende der Fahrradstraße” ein Satz auf, den ich so nicht stehen lassen möchte.

    Durch eine positive Beschilderung soll vermieden werden, dass dem Fahrverkehr (MIV) ein Wechsel der zulässigen Höchstgeschwindigkeit suggeriert wird (Leitfaden AGFS, S.14).

    Falls keine “positive Beschilderung” vorhanden ist, müsste zunächst ein Fahrradstraßen-Ende und dann ein Zeichen für den Beginn einer neuen Regelung folgen. Daraus ergibt sich dann eine geänderte Höchstgeschwindigkeit (z.B. im Verkehrsberuhigten Bereich) oder sie ändert sich nicht (Fahrradzone, Tempo-30-Zone). Da wird dann aber nichts “suggeriert”, das ist dann tatsächlich so. Bei nur positiver Beschilderung ändert sich am Sachverhalt nichts. Und auch wenn das Wort so im Leitfaden der AGFS steht ändert es am Sachverhalt nichts. Es ist lediglich ein Zeichen weniger – was m.E. natürlich völlig OK ist.

    “Suggestion” ist immer etwas, was Fahrer/innen des #MIV heranziehen, wenn sie etwas tun, von dem sie wissen, es ist verboten = “Die Straße ist so breit, die verleitet dazu, schneller zu fahren.”. Insofern ist das “suggeriert” bereits eine proaktive Entschuldigung für nicht angepasste Geschwindigkeiten überall dort, wo nicht mit dem Holzhammer darauf hingewiesen wird, wie man sich zu verhalten hat.

    Ja, ist ein bisschen kleinkariert, aber wir erstellen ein Konzept und möchten dann doch bitte korrekt sein.

    Auf Seite 8 unter 3.5 “Verkehrsregeln in Fahrradstraßen” heisst es:

    Bei Überholvorgängen ist zudem innerorts der seitliche Mindestabstand von 1,50 m sowie außerorts von 2,00 m zu gewährleisten (§ 5 Abs. 4 StVO).

    Dies suggeriert ;-) unter der einleitenden Prämisse: “In Fahrradstraßen gelten besondere Verkehrsregeln, die sich von den Straßen des übrigen Straßennetzes unterscheiden.” und besonders mit dem benutzten Wort “zudem”, dass diese Regelung auf anderen Straßen nicht so ist. Das Gegenteil ist der Fall! Insofern den Satz bitte streichen, denn er ist keine Besonderheit, sondern der überall gültige und gesetzlich vorgeschriebene Regelfall.

    Punkt 3.7 “Parken in Fahrradstraßen” finde ich gut! Die Einrichtung von eingeschränkten Halteverboten in Fahrradstraßen ist ein richtiger Schritt. Gerne auch ein Uneingeschränktes! Es wurde gerade gerichtlich bestätigt, dass es kein Recht zum Abstellen eines privaten Fahrzeuges im öffentlichen Raum gibt. Sehr gespannt bin ich auf die Berechnung des “Parkdruck”! Nach welchen Kriterien wird dieser ermittelt werden und in welcher Maßeinheit genannt?

    Der Absatz 3.6 “Zulassung von Kfz” entsetzt mich. Wir geben Fahrradstraßen grundsätzlich für den motorisierten Verkehr frei? Ganz ehrlich: dann können wir es auch gleich lassen. Dusch mich, aber mach mich nicht nass.
    Dazu noch die Ankündigung, die “Anlieger frei” Regelung bei den bestehenden Fahrradstraßen in Bad Oeynhausen in “Kfz frei” zu ändern. Das ist wirklich mies. Im Leingarten ist es sowieso schon eng, der Schulverkehr per MIV hat sich dort in nicht gerigem Ausmaß nicht an die Regelungen gehalten und wir bringen den Menschen nun bei, dass das auch OK ist. Gleiches gilt für die Blücherstraße. Kontrollen der “Anlieger frei”-Regelungen in Verbindung mit – leider von vornherein ausgeschlossenen – modalen Filtern wären der richtige Schritt nach vorn.

    Der Nebensatz “[…] eine hohe Akzeptanz für den Einsatz eines modalen Filters zu erreichen. […]” ist sehr optimistisch. Es gibt im MIV keine Akzeptanz von modalen Filtern. Mir ist aus vielen Gesprächen und Diskussionen keine bekannt. Im Gegenteil, Poller werden mit Kfz umfahren und sogar teilweise entfernt, soweit es nur irgendwie möglich ist. Wenn wir mit modalen Filtern warten, bis sie akzeptiert sind, dann bekommen wir keine. Aktuell wird mir, sofern ich Menschen im Auto in Fahrradstraßen anspreche, schon sehr deutlich gemacht, was diese von “Anlieger frei” halten (und davon, dass ich sie anspreche)! Ohne modale Filter ändert sich am Durchfahren nichts.

    Ich schlage vor, die bestehenden Anordnungen der Fahrradstraßen nicht “anzupassen”, sondern genau so zu belassen und im Gegenteil auch häufiger zu kontrollieren! Besonders im Leingarten ist das geradezu eine Notwendigkeit. Auch die Bachstraße muss vom MIV nicht als Durchgangsstraße genutzt werden! Eingangs des Konzeptes heißt es “Die Stadt Bad Oeynhausen hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) am Modal Split nachhaltig zu verringern.”. Warum handeln wir dann nicht entsprechend? Bei neu einzurichtenden Straßen kann ja gerne kontrolliert werden, wie diese genutzt werden und dann entsprechend beschildert werden. Aber genau andersherum, wie im Konzept vorgesehen: erst mit “Anlieger frei” anfangen, dann prüfen und falls es wirklich nicht klappt, ändern. Der Schwarze Weg und die anliegenden Straßen sind sowieso Sackgassen. Der Leingarten sollte gerade keine Durchgangsstraße sein.
    Mit der grundsätzlichen Freigabe setzen wir ein völlig falsches, fatales Signal. Es bleibt dann bei den sog. “Fahrradstraßen” eine normale Tempo-30-Zone mit Vorfahrtsrecht an Kreuzungen (wodurch der MIV wieder schneller fährt, siehe Herforder Straße und Dörgen) ohne faktische Vorteile für den Radverkehr! Zusätzlich regen sich jetzt ja schon genug Menschen über “die Pinseleien” auf. Wenn diese dann noch nicht einmal irgendeine Auswirkung haben, was bringen sie dann? Wir laufen zurück und wollen das auch noch als Fortschritt verkaufen.

    Grundsätzlich gefällt mir das Konzept gut! Aber leider wird es durch Absatz 3.6 komplett aufgeweicht und – ich sehe es leider so – damit quasi zunichtegemacht. Ich tue mich sehr schwer damit, dem ohne die vorgeschlagene Änderung hinsichtlich “Anlieger frei” zuzustimmen.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2023/11/fahrradstrassenkonzept-fuer-bad-oeynhausen/

    #Alltagsradverkehr #AusschussFürStadtentwicklung #Auto #Blücherstraße #FahrradfreundlicheStadt #Fahrradstraße #Grüne #HüfferStraße #ImLeingarten #Infrastruktur #klimafreundlicheMobilität #mdRzA #MitDemRadZurArbeit #Regeln #StVO

  31. Also #Detmold, also… kein Fußweg, kein Radweg, aber ganz viel Humor

    #AGFS #FahrradfreundlicheStadt

  32. Gestern bin ich in der Mittagspause aus dem Homeoffice zur Rehmer Insel gefahren und habe mich uneingeladen in die Gruppe der Menschen gestellt, die der Eröffnung des zweiten Bauabschnitts des Weserradweg in Bad Oeynhausen beiwohnen wollten. Es war nicht wirklich war, die Sonne schien erst nach den Pressefotos und es war windig. Alles nicht so super für meine Erkältung, aber ansehen wollte ich mir das.

    Teilstück des Weserradweg ab altem Fährhaus in Blickrichtung Nordwesten.

    Die Aufteilung gefällt mir noch deutlich besser als im ersten Abschnitt ab dem Weser-Werre-Kuss. Der Sicherheitsabstand ist teilweise breiter und es gibt eine eigene Brücke. Besonders die Ecke mit dem alten Kran-Baudenkmal finde ich sehr gut gelungen. Wenn da die Spielgeräte aufgebaut sind und das Wetter einladender ist, kann die dort befindlichen Tische und Bänke sicher gut nutzen. Lediglich der Zaun zum Logistikzentrum ist keine Augenweide. Vielleicht passiert da ja noch etwas mit Bäumen und/oder Büschen.

    Der meiner Meinung nach aus Sicherheitsgründen wichtigste dritte Bauabschnitt ab dem alten Fährhaus bis zur Königstraße folgt dann im nächsten Jahr. Auf diesem längsten Teil wird es allerdings keine bauliche Trenung geben und auch die Möblierung wird wohl nur sehr sparsam erneuert bzw. aufgestellt. Dafür ist der Weg mit dann drei Metern fast doppelt so breit, wie er es aktuell an den gefährlichsten Stellen ist!

    Aufgefallen ist mir, dass in der kurzen Zeit in der wir dort standen bestimmt zwei Dutzend Menschen auf Fahrrädern und Elektrorollern den Weg benutzten. Teilweise auch unter Missfallensbekundungen, weil wir mitten auf dem Weg standen. Einige aber auch mit deutlichem Zuspruch und einem “Danke” für die Sanierung! Leider kamen auch zwei junge Bengel auf Zweitaktrollern den Weg von der Königstraße aus entlang. Einer der beiden trug noch nicht einmal einen Helm, weil sein Roller augenscheinlich auch nicht fahrbereit war und vom anderen Jungen gezogen wurde. So ist der Weg dort nicht gedacht.

    Sowohl die Neue Westfälische, als auch das Westfalen-Blatt haben dazu berichtet.

    Unnötig zu erwähnen, dass natürlich die Werkzeugstation des ersten Bauabschnittes immer noch nicht repariert ist! Nach einer guten halben Stunde bin ich dann weiter ins Büro gefahren.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2023/11/zweites-teilstueck-des-sanierten-weserradweg-freigegeben/

    #AusschussFürStadtentwicklung #Bürgermeister #FahrradfreundlicheStadt #Infrastruktur #klimafreundlicheMobilität #Königstraße #RehmerInsel #Stadtrat #Weser #Weserradweg

  33. Die Bergkirchener Straße in Löhne befahre ich zum Beispiel dann, wenn ich oben aus Wulferdingsen eine Runde drehe und über Löhne zurück möchte. Das geht recht gut, wenn man den schmalen Gehweg an einigen Stellen der Straße ignoriert. Was recht einfach ist, da er nicht benutzungspflichtig ausgeschildert ist. Außerdem ist die Straße nur moderat von KFZ befahren.

    NW vom 07.11.2023: Löhner Radfahrer bekommen mehr Platz an der Bergkirchener Straße
    […] “Wir setzen auf eine separate Nebenanlage”, so Meinert. Zwar existiert eine solche schon westlich der Fahrbahn. Die aber steht zumindest offiziell lediglich Fußgängern offen – auch wenn die Praxis zeigt, dass sich Radfahrer auf dem existierenden Weg bislang sicherer fühlen. […]

    Nunja, ich befahre den schmalen Gehweg, der gar nicht für den Radverkehr freigegeben ist, jedenfalls nicht. Es ist tatsächlich so, dass viele Menschen in KFZ nicht mit dem Radverkehr umgehen können und viel zu dicht und zu eng überholen. Was die Stadt nun vorhat ändert an dem Verhalten nichts, sondern “belohnt” es auch noch! Mithin wird den Menschen hinter dem Steuer beigebracht, dass ein Fahrrad nicht in “ihrem Revier” zu suchen hat und sie verhalten sich dann auch anderswo genau gleich. Exakt dies ist meine Beobachtung der letzten Jahrzehnte.

    Bergkirchener Straße in Löhne mit Hinweisschild

    Der Stadt ist das Verhalten der Menschen in motorisierten Fahrzeugen augescheinlich bekannt, denn bereits vor über einem Jahr wurden dort entsprechende Hinweisschilder aufgestellt.

    […] Vorgesehen ist ein asphaltierter Weg mit einem flachen Bordstein. Allerdings nur bis zur Siemshofer Kirchstraße. Dort wird der neue Radweg vorerst enden. […]

    OK, die Stadt bekommt das Problem auf der Fahrbahn nicht in den Griff, also werden die Radfahrenden auf schmale Seitenstreifen geschickt, die sie sich mit den Menschen, welche per Pedes unterwegs sind, teilen müssen. Aber nur für eine Strecke von 700 Metern! Danach ist leider ein Straßengraben im Weg. Also endet der “Radweg”, der garantiert nur ein kombinierter Geh- und Radweg wird. Wahrscheinlich sogar nur ein Gehweg, der für Radfahrende frei gegeben ist und somit nur mit Schrittgeschwindigkeit befahren werden darf. Aber damit man sich ans Revers heften kann, dass “Radwegnetz” durchgängig zu haben, gibt es natürlich eine Lösung.

    […] Kurz vor der Kreuzung zur Siemshofer Kirchstraße im Bereich des Regenrückhaltebeckens wollen sie eine Mittelinsel auf der Fahrbahn platzieren. […]

    Man darf dort mit dem Rad die Fahrbahnseite wechseln und auf der anderen Seite auf einem Zweirichtungsweg – der wahrscheinlich wieder nur ein Gehweg sein wird – weiter fahren. Dazu macht das schmale Asphaltstück aus dem Bild oben etwas breiter. Aber nur für 450 Meter! Dann darf man schon wieder die Straßenseite wechseln.

    […] Dort werden die Radfahrer dann über eine weitere Mittelinsel zurück auf die andere Seite geführt. […]

    Damit die dort wirklich blöd auf dem Gehweg vor der Bäckerei parkenden KFZ den Radverkehr auf dem Gehweg nicht behindern, werden für Autos Parkbuchten neben der Fahrbahn geschaffen. Och, das ist möglich? Aber den Radverkehr gleich auf der Fahrbahn führen funktioniert nicht. Das ist putzig. Wo doch echt wenig Verkehr dort ist.

    […] Bis zu 6.500 Fahrzeuge rollen täglich über die Bergkirchener Straße in Mennighüffen. […]

    Der meiste Verkehr findet – wie üblich – zu Stoßzeiten statt. Dazwischen ist dort wenig los. Ich war dort schon zu unterschiedlichen Zeiten. Und die Zahlen bestätigen das ja auch. Auf der Eidinghausener Straße fahren bis zu 17.000 Kfz am Tag und selbst dort habe ich kein Problem mit dem Rad auf der Fahrbahn.

    Nachdem man am Krugweg jedenfalls wieder die Straßenseite gewechselt hat und dabei die Fahrbahnen queren musste, wird bis zum Frieweg weiter gebaut, um dort an den vorhandenen Gehweg anzuschließen.

    Ganz ehrlich: wollt ihr mich veralbern? Auf einer Strecke von 1.500 Metern zweimal die Fahrbahnen queren und die Straßenseite wechseln wird mir als Vorteil für den Radverkehr verkauft? Und dann fährt man auf viel zu schmalen Wegen gemischt mit dem Fußverkehr? Das ist erbärmlich! Und natürlich wird es für sowas auch noch Fördermittel geben. Danach wird ein großes Tamtam gemacht, wie toll man das Radverkehrsnetz erweitert hat. Es ist so schrecklich.

    Die einzigen Vorteile die ich hier erkennen kann, treffen für den motorisierten Verkehr zu. Neue Parkbuchten, Fahrbahn nicht mehr teilen müssen, ungehindert schnell fahren können und an einigen Stellen wird die Fahrbahn sogar verbreitert.

    https://www.andreas-edler.de/blog/2023/11/radweg-an-der-bergkirchener-strasse-in-loehne/

    #Alltagsradverkehr #Auto #BergkirchenerStraßeLöhne_ #FahrradfreundlicheStadt #Infrastruktur #klimafreundlicheMobilität #Löhne #mdRzA #MitDemRadZurArbeit #RunterVomRadweg

  34. Am 05.01.2022 haben wir einen Antrag für ein streckenweises Überholverbot auf der Werster Straße gestellt. Am 23.11. 2022 wurde der Antrag dann endlich im Hauptausschuss vorgelegt und in Ausschuss für Stadtentwicklung weiter verwiesen. Hier war dann am 09.02.2023 auf der Tagesordnung. Leider konnte ich an der Sitzung nicht teilnehmen, da ich krank geschrieben war. Hier wurde der Antrag dann schlussendlich an den Bürgermeister verwiesen. Per 14.08.2023 erhielten wir dann den Abschlussbericht zu unserem Antrag:

    Ganz schön knapp auf der Werster Straße

    Eine straßenverkehrsrechtliches Prüfungsverfahren wurde nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StV0) unter Beteiligung der zu hörenden Behörden durch die örtliche Straßenverkehrsbehörde eingeleitet. Nach Vorlage aller Stellungnahmen ist nunmehr eine Prüfung und Bewertung von verkehrsrechtlichen Beschränkungen erfolgt.

    Die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StV0) sehen das Verkehrszeichen 277.1 (Überholverbot von einspurigen Fzg.) nur dort vor, wo aufgrund besonderer örtlicher Verhältnisse eine Gefahrenlage oder Beschränkung besteht, die einen sicheren Überholvorgang von einspurigen Fahrzeugen nicht mehr gewährleisten kann. Gemäß den Ergebnissen der bundesweiten Straßenverkehrszählung 2019 wurde für den betreffenden Abschnitt 18 der L 546 eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von 7.352 Fahrzeugen ermittelt, wovon 210 Fahrzeuge auf den Schwerverkehr entfallen.

    Für Abschnitt 19 wurde in der Straßenverkehrszählung 2021 ein DTV von 8.797 Fahrzeugen, darunter 300 Schwerverkehrsfahrzeuge, festgestellt. Diese Abschnitte der L 546 zählen somit zu den stärker belasteten Landesstraßen im Zuständigkeitsbereich der Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe.

    Eine Auswertung der statistisch erfassten Unfälle der vergangenen 5 Jahre zeigt, dass im genannten Bereich keine Unfälle durch Überholmanöver aufgetreten sind. Eine Gefahrenlage im Sinne des § 45 (9) Sty() besteht mithin nicht.

    Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (bauliche Querungshilfe, Sperrfläche, Kreisverkehrsplatz, Fahrbahnverlauf) sind rechtskonforme Überholvorgänge im Sinne des § 5 StVO auf dem kurzen Teilstück nahezu unmöglich. Das VZ 277.1 würde somit lediglich eine gesetzliche Regelung wiedergeben und ist somit zur Anordnung untersagt.

    Aufgrund der vorstehenden Ausführungen kann Ihrem Fraktionsantrag nicht entsprochen werden.

    Ja, es stimmt, wenn die Verkehrssituation unübersichtlich ist, ist ein Überholen verboten. Immer, überall. Es wird sich allerdings nicht daran gehalten. Und auf der Strecke um die es in unserem Antrag geht, wird überholt. Ich habe sogar ein entsprechendes Foto in unseren eingefügt. Menschen die dort mit dem Fahrrad unterwegs sind, haben mir dies bestätigt. Die Polizei macht aufgrund solcher Fotos exakt gar nichts. “Ist ja nichts passiert!”, “War da nicht genug Platz?”, “Warum fahren Sie nicht auf dem Gehweg?”, das übliche halt. Die Verwaltung hat seit Jahren kein Interesse daran, den motorisierten Individualverkehr einzuschränken bzw. in die Schranken zu weisen. Und dann kommen solche “Schlussberichte” wie oben zustande.

    Es muss immer erst etwas passieren. Es reicht nicht aus, dass die Situationen gefährlich sind. Erst wenn jemand schwer verletzt oder tot ist, wird man tätig. Und gerade weil dort überholen unter Umständen gerade so möglich ist, gehört dort dieses Schild hin. Wenn dort ein Überholverbot angeordnet ist, dann ist es nämlich für die Polizei recht einfach, tätig zu werden. Die Sachlage ist dann klar. Das habe ich im Vorfeld auch erklärt. Interessiert aber niemanden!

    https://www.andreas-edler.de/blog/2023/08/kein-ueberholverbot-auf-der-werster-strasse/

    #AusschussFürStadtentwicklung #Bürgermeister #FahrradfreundlicheStadt #Fahrradklimatest #Hauptausschuss #Infrastruktur #klimafreundlicheMobilität #Regeln #StVO #Verwaltung #WersterStraße

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