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#dissoziation — Public Fediverse posts

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  1. Von der Dissoziation zur Integration: Den Schmerz des Vergangenen heilen und wieder Ganz werden

    von Peter Bourquin und Mario C. Salvador

    "Konkrete Anleitung zur Arbeit mit inneren Anteilen durch Aufstellungen, Traumatherapie und anderen effektiven Methoden. In diesem Buch geht es um die Dissoziation als Mechanismus der Abkopplung von mehr oder weniger bedrohlichen Erlebnissen in der Kindheit – als Strategie des Überlebens. Traumatische Erfahrungen können unser inneres Leben fragmentieren und als verschiedene Zustände des Selbst erlebt werden: Wir dissoziieren und erleben uns und die Welt durch diese verleugneten Teile.
    Das Gegenmittel zur Dissoziation ist die Verbindung. Sie hilft bei der Wiederherstellung von dem, was zuvor weggedrängt und vom Kern des Selbst abgelehnt wurde. Dieses Buch zeigt die Mechanismen der #Dissoziation und wie sie überwunden werden kann. […]"

    isbn.de/buch/9783910856066/von

    #bookstodon #DIS

  2. "Ein Kind, das in einem beziehungstraumatischen Umfeld aufwächst und Eltern hat, die misshandelnd mit ihm umgehen, hat gar keine andere Wahl, als trotzdem das Bild von den guten Eltern aufrechtzuerhalten. Das allerdings ist nicht einfach integrierbar. Dabei ist eine #Dissoziation ein hoch funktionaler Mechanismus. Dieser Mechanismus bleibt von da ab psychisch verfügbar. Aspekte, die eigentlich nicht zusammenpassen, werden abgespalten. So erhält sich dieser Mechanismus bis ins Erwachsenenalter. Wenn sie dann mit stressbelasteten Ereignissen konfrontiert sind, setzt er abermals ein, weil er sich psychisch verselbstständig hat. Man kann sagen, dass das, was unter den schwierigen kindlichen Bedingungen hoch funktional war, im Erwachsenenalter zunehmend dysfunktional wird und die Alltagsbewältigung stört."

    aerzteblatt.de/archiv/intervie

  3. weiter

    Diesmal wache ich von meinem eigenen Geräusch auf. Bubi ist nicht gekommen. Ich höre seine tiefen Atemzüge im Dunkeln. Ich weiß, dass dieses Zeitfenster jetzt wichtig ist. Es ist der Grauraum zwischen dem, was ich als „sich reinfallen lassen“ empfinde und dem, was ich als „diszipliniertes dran arbeiten, dass es weggeht“ einordne.

    einblogvonvielen.org/weiter/

    #Blog #Dissoziation #PTBS

  4. Ich finde einfach keinen passenden Begriff dafür... es ist weder #Desillusion, noch #Enttäuschung oder #Frust und auch keine #Unzufriedenheit. #Dissoziation schien gut zu passen, bis ich die Definitionen nachschlug. Kann jemand aus den Kreisen der #Psychologie, #Soziologie oder einer anderen #Wissenschaft helfen? Mit meinem aktuell vagen #Gedanken kommt ich aktuell nicht weiter, das dürfte noch anstrengender werden.
  5. Sich wegbeamen in Traumwelten, fernab von schwierigen und belastenden Dingen. Für Felice war Imagination schon als Kind eine feste Größe im Umgang mit Belastungen. Hannah hat das Konzept erst später verstanden und für sich eingesetzt.

    Wie genau und was Imagination in der #Traumatherapie überhaupt bewirken kann – und was eigentlich der Unterschied zwischen #Dissoziation und Imagination ist, das besprechen wir in der neuen Episode "Viele-Sein"

    vielesein.de/imagination
    #Podcast

  6. "#Trauma, #PTBS, #Dissoziation – viele von uns haben diese Begriffe gehört, manche nutzen sie für sich. Aber woher kommen sie eigentlich? Warum verschwinden Gewalt und Täter*innen oft hinter diesen Konzepten? Und wem hilft das wirklich?

    In dieser Folge sprechen wir aus Betroffenenperspektive darüber, warum „Trauma“ oft als individuelle Krankheit verpackt wird, statt als Folge von Gewalt anerkannt zu werden."

    soundcloud.com/tauwetter-e-v/f

    open.spotify.com/episode/2DCgh

    #Podcast

  7. Einladung zur Studie „Was hilft gegen akute Dissoziation? Erfahrungen von Betroffenen und Therapeut*innen mit anti-dissoziativen Fertigkeiten“ der Uni Mannheim

    Betroffenenbefragung: osi-klips-pub.osi.uni-mannheim

    Therapeutenbefragung: osi-klips-pub.osi.uni-mannheim

    Welche Skills oder Techniken nutzen Sie im Umgang mit akuter #Dissoziation (insbesondere #Depersonalisation / #Derealisation) bei #PTBS / #kPTBS / #BPD? Welche Techniken funktionieren Ihrer Meinung nach am besten, welche weniger gut? etc.

  8. Spannender Übersichtsartikel über #Geister, #Besessenheit, deren unterschiedlicher Erscheinungsformen und Heilungsrituale in den verschiedenen Kulturen, und Abgleich mit westlichen Deutungen bezüglich Trauma, Missbrauch und #Dissoziation:

    Wolfgang Wöller. Trance und Besessenheitszustände. Dissoziative Bewusstseinsstörungen im kulturellen Kontext.
    Trauma Kultur Gesellschaft. 2/2024.
    doi.org/10.30820/2752-2121-202

    "Aufgrund der unterschiedlichen kulturellen Entwicklungs- und Kontextbedingungen lassen sich auf der Basis des bisher vorliegenden Wissens keine allgemein akzeptierten therapeutischen Richtlinien für pathologische Trance- und Besessenheitszustände formulieren (Spitzer & Dammann, 2017). Die Berichte über die Effekte von Behandlungen und Heilungsaktivitäten lassen keine generalisierbaren Schlussfolgerungen zu. Eine wichtige Rolle scheint die kulturelle Akzeptanz der Behandlungsmethode zu spielen. So wurde beobachtet, dass in der Behandlung von Besessenheitszuständen traditionelle Heiler mit Methoden, die den üblichen kulturellen Stereotypen entsprachen, bessere Resultate erzielten als im westlichen Kulturkreis professionell ausgebildete Traumapsychotherapeuten (van Duijl, Kleijn & de Jong, 2014)."

    "Zu betonen ist die für die in der Gesundheitspolitik verantwortlichen Entscheidungsträger bestehende Notwendigkeit, das Ausmaß des Leids durch pathologische Formen von Besessenheit durch Geister nicht zu ignorieren, sondern, im Gegenteil, eine Sensibilisierung für die mitunter erhebliche psychische Beeinträchtigung im Zusammenhang mit Besessenheit einzuleiten."

  9. "Einige Veränderungen auf körperlicher Ebene oder im Sprechen können wir auch von außen in der veränderten Spannung gut wahrnehmen, wenn wir unsere Aufmerksamkeit etwas schulen (in der Hypnotherapie bzw. der Forschung zu #Hypnose und #Dissoziation werden sie als Trancephänomene bezeichnet):

    - Wie verändert sich der Atem? Wird er schneller, flacher, hektisch? Atmet jemand auf einmal anders, stockt der Atem?

    - Wie sehen der Körper und dessen Muskelspannung aus? Spannen sich Muskelgruppen an? Fällt jemand in sich zusammen Verändert sich die Haltung? Spannt sich die Gesichtsmuskulatur an Erstarrt der Körper …? Werden Bewegungen starrer, ruckartiger Wird jemand langsamer oder schneller?

    - Vielleicht sehen Sie auch Veränderungen bei Herzschlag und Blutdruck: Sehen Sie das Herz am Hals schlagen, verändert sich die Hautfarbe? Fragen Sie einfach nach!

    - Wie verändert sich die Stimme Wird sie höher, angespannter? Verwaschener, in sich zusammengesunken?

    - Verändert sich Ihr eigener Bezug zum Gegenüber oder haben Sie das Gefühl, Ihr Gegenüber verhält sich anders? Sieht jemand Sie an, wo das vorher nicht so war oder umgekehrt? Weicht jemand aus, geht aus dem Kontakt? Wird er*sie konfrontativ?

    - Veränderung im Gesichtsfeld: Bewegen sich die Augen anders? Werden sie glasig? Scheint mein Gegenüber „ins Nichts“ zu sehen? Flackern die Augen?

    - Aufmerksamkeitsfokus: Berichtet die Klientin vom Jetzt oder von einem vergangenen Moment? Von angenehmen Empfindungen oder rutscht sie in Negativbeschreibungen hinein? Spricht sie in der Vergangenheitsform oder im Präsens – und passt die Form der Sprache (in Ihrer Wahrnehmung) zum Inhalt?

    Machen Sie doch einmal ein kleines Experiment: Wenn Sie an ein neutrales oder angenehmes Ereignis irgendwann heute denken, überprüfen Sie doch einmal alle Parameter.

    Dann versetzen Sie sich bitte kurz in eine leicht unangenehme Situation, die Sie in dieser Woche erlebt haben, irgendetwas, das Sie immer noch ärgert oder noch nicht ganz loslässt. – Was genau ist jetzt anders, wenn Sie die verschiedenen Punkte noch einmal durchgehen?“

  10. "Die Autor:innen empfehlen, bei Hinweisen auf dissoziative Symptome nicht primär nach #Dissoziation und Trauma zu fragen, sondern Bindungsaspekte in der Gegenwart zu explorieren, zum Beispiel mit diesen Fragen:

    «Fühlen Sie sich wohl, wenn Sie bei einer anderen Person Trost suchen in Situationen, in denen Sie sich verletzt, unwohl oder aufgebracht fühlen?» -> falls nein: 21x erhöhtes Risiko für dissoziatives Erleben bei Frauen, 7x bei Männern

    «Hatte Sie als Kind das Gefühl, dass Sie Kontrolle über Ihr Leben hatten?» -> falls nein: 17x erhöhtes Risiko für dissoziatives Erleben

    «Fühlten Sie sich als Kind zu Hause die meiste Zeit sicher?» -> falls nein: 10x erhöhtes Risiko für dissoziatives Erleben

    «Wussten Sie, dass Ihre Gedanken, Gefühle und Überzeugungen wichtig waren und Sie ernst genommen wurden?» -> falls nein: 10x erhöhtes Risiko für dissoziatives Erleben

    Diese Fragen schätzen gemäss Autor:innen das Risiko von dissoziativem Erleben ein, ohne direkt nach dissoziativen Symptomen oder Traumata zu fragen. Sie können als sanfte Überleitung zu Fragen nach dissoziativen Symptomen und der #Trauma-Geschichte der/s Klienten:in dienen."

    Kate, M. A., Jamieson, G., & Middleton, W. (2023).
    Parent-child dynamics as predictors of dissociation in adulthood.
    European Journal of Trauma & Dissociation, 100312.
    doi.org/10.1016/j.ejtd.2023.10

  11. Ich bin erschreckt darüber wie viel junge Menschen im Umfeld unserer Teenie-Kinder von schweren psychischen Krankheiten betroffen sind. #Depression #Dissoziation #Angstörung oder schlimmer.
    Und wie schwierig ein Support zu organisieren ist: zu wenig Therapeut:innen, warten auf Klinikplätze, kaum Unterstützung von Angehörigen.
    #MentalHealth