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Nach Distanzierung: Dynamo-Spieler bei Event mit Neonazi-Kämpfern
Ende September 2025, einen Tag nach der 0:2 Auswärtsniederlage in Darmstadt, besuchten drei Spieler von Dynamo Dresden die „German Cage Night“ in Greiz – eine Kampfsportveranstaltung, bei der die Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund beachtlich war. Besonders brisant: Die Profis posierten dort mit Personen aus genau jenem Fitnessstudio, von dem sich der Verein und Kapitän Stefan Kutschke erst im Februar öffentlichkeitswirksam distanziert hatten. Ein Blick auf ein Event, das exemplarisch für die Verschränkung von Kampfsport und Neonazi-Milieu in Ostdeutschland steht.
Am 27. September 2025 fand in Greiz die „German Cage Night“ statt. Offiziell waren 18 Kämpfer in neun Paarungen angekündigt, verteilt auf die Disziplinen Bare Knuckle, Boxen, K1 und MMA. Tatsächlich traten jedoch mehr Kämpfer an als vorab kommuniziert. Bare Knuckle – Faustkampf ohne Handschuhe – erfreut sich derzeit zunehmender Popularität, ist aber wegen der extremen Verletzungsgefahr hochumstritten.
Die Dynamo Spieler Stefan Kuttschke, Tony Menzel und Jonas Oehmichen zusammen mit Kevin Enz vom „Home of Sports Elbflorenz“. Quelle: InstagramUnter den Besuchern: Stefan Kutschke, Tony Menzel und Jonas Oehmichen von Dynamo Dresden. Die drei Profis machten ein Selfie mit Kevin Enz, Kurstrainer und Profi-Kampfsportler vom „Home of Sports Elbflorenz“ und dem dazugehörigen Boxverein „Boxklub Dresden e.V.“. Das Foto wurde auch vom Veranstalter geteilt – und verlinkte dabei das Fitnessstudio. Jenem Fitnessstudio in Dresden, von dem sich Dynamo Dresden und Stefan Kutschke im Februar öffentlich distanziert hatten, nachdem Verbindungen in die Neonaziszene öffentlich wurden. Für das „Home of Sports Elbflorenz“ kämpften in Greiz zwei Personen – die Verbindung zwischen dem Studio und der Veranstaltung war also keineswegs zu übersehen.
Dennis Rohner (rechts) mit seiner „Ersatzfamilie“. In der Mitte mit „Love Dynamo – Hate Antifa“ Shirt Max Zaunick und rechts daneben Felix Zieba (beide SV Post Germania Bautzen). Links daneben in schwarzen „1953 National“ Shirt: Paul Oehme. Quelle: FacebookDennis Rohner, einer der Gesellschafter und Studioleiter des „Home of Sports Elbflorenz“, war ebenfalls als Kämpfer dabei – allerdings ohne vorherige öffentliche Ankündigung. Rohner, der im Fitnessstudio für das Training von Kindern und Jugendlichen verantwortlich zeichnet, wurde mittlerweile wegen besonders schwerem Landfriedensbruchs beim Dynamo-Aufstieg 2021 und einer Körperverletzung im Club Gisela im Jahr 2023 zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Vor Gericht gab Rohner sich geläutert:
Dennis Rohner mit gut sichtbarer Tätowierung „Glaube – Wille – Tat“. Quelle: Instagram„Im Sommer 2023 kam der Randalierer kurz in U-Haft. ‚Dort hatte ich Zeit, nachzudenken‘, sagte Dennis. ‚Mein bisheriges Leben zu reflektieren und einiges zu ändern.‘ So sei er in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, fand im Fußballumfeld eine ‚Ersatzfamilie‘ und leider die falschen Freunde“.
TAG24: Dynamo-Randalierer muss hinter Gitter: Er bat selbst um ein Stadionverbot (15.04.2025)
Vor Gericht gab sich Rohner geläutert – für jemanden, der sich als Trainer und Kampfsportler etablieren will, wäre eine Haftstrafe schließlich ein schwerer Rückschlag für diese Ambitionen. Seine politische Verortung spielte im Prozess keine Rolle. Seine Tätowierung auf dem Oberkörper – „Glaube – Wille – Tat“ – spricht jedoch Bände. Der Slogan ist dem NS-Hardcore-Spektrum zuzuordnen und wird prominent vom Label „Leveler Records“ genutzt. Kopf des Labels ist Frank Haack, der in einschlägigen Bands wie Terrorsphära, Endless Struggle, Überzeugungstäter oder Übermensch aktiv ist. Es bestehen Verbindungen zu Sebastian Raack von OPOS-Records und Greifvogel Wear. Eine Marke in der sich Rohner ebenfalls zeigte.
Dennis Rohner mit Greifvogel Wear Shirt. Quelle: InstagramDie Liste der Kämpfer mit neonazistischem Hintergrund ist lang: Oskar Faust aus Leipzig wurde am 25. September kurzfristig als Ersatzkämpfer für einen verletzten Athleten benannt, trat dann aber letztendlich doch nicht an, da sein Gegner absagte. Faust, der im Dezember 2024 an einer Nazidemo in Magdeburg teilnahm, war dennoch vor Ort. Periskop berichtete bereits über seine Auftritte bei „Ringlife Talents“. Lucas Sauer aus Schweinfurt ist beim „Dritten Weg“ aktiv und bei rechten Demonstrationen regelmäßig gesehen. Leon Buchholz aus Chemnitz demonstrierte am 18. Januar mit den Freien Sachsen. Torben Pfotenhauer aus Eisenach, Ian Wittmann aus Frohburg und Pascal Roeß demonstrierten 2024 gemeinsam mit Nazis gegen CSDs. Tim Seifert aus Zwickau trainiert bei der „Sportgruppe Zwickau“ unter Steffen Reitberger, einem bekannten Neonazi, der 2018 beim „Kampf der Nibelungen“ in Ostritz kämpfte. Reitberger war in Greiz ebenfalls anwesend.
Ian Wittmann (rechts) und David Köckert bei der „German Cage Night“ in Greiz. Quelle: InstagramDie hohe Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund ist für Kampfsportveranstaltungen in Ostdeutschland zwar wenig überraschend, aber dennoch bemerkenswert. Solche Events dienen nicht nur der sportlichen Betätigung, sondern auch der Vernetzung und Normalisierung extrem rechter Strukturen. Dass drei Spieler von Dynamo Dresden sich in diesem Umfeld bewegen, dort Fotos machen und diese auch noch geteilt werden, trägt zur Normalisierung dieser Veranstaltungen und der dort aktiven Neonazi-Kämpfer bei – ob beabsichtigt oder nicht.
Die öffentliche Distanzierung von Stefan Kutschke und Dynamo Dresden vom „Home of Sports Elbflorenz“ entpuppt sich damit als das, was sie vermutlich von Anfang an war: reine PR-Maßnahme. Kutschkes Rolle als Gesellschafter des Fitnessstudios ist seit Ende Januar unverändert. Seine Präsenz in Greiz, das gemeinsame Foto mit Personen aus genau diesem Umfeld und die offensichtliche Verbindung zur Veranstaltung – all das spricht eine deutliche Sprache. Der Verein mag sich öffentlich von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus distanzieren, doch sein Kapitän pflegt offenbar weiterhin Kontakte in ein Milieu, in dem Neonazis nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Für den Verein, der sportlich in der Zweiten Liga angekommen ist und in wenigen Tagen beim Heimspiel gegen Paderborn, wie jährlich im Oktober üblich, mit dem Spruch „Love Dynamo – Hate Racism“ auf der Brust auflaufen wird, dürfte der Widerspruch zwischen Symbolpolitik und gelebter Praxis kaum größer sein.
#BoxklubDresden #DennisRohner #GermanCageNight #GlaubeWilleTat #HomeOfSportsElbflorenz #SGDynamoDresden
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Nach Distanzierung: Dynamo-Spieler bei Event mit Neonazi-Kämpfern
Ende September 2025, einen Tag nach der 0:2 Auswärtsniederlage in Darmstadt, besuchten drei Spieler von Dynamo Dresden die „German Cage Night“ in Greiz – eine Kampfsportveranstaltung, bei der die Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund beachtlich war. Besonders brisant: Die Profis posierten dort mit Personen aus genau jenem Fitnessstudio, von dem sich der Verein und Kapitän Stefan Kutschke erst im Februar öffentlichkeitswirksam distanziert hatten. Ein Blick auf ein Event, das exemplarisch für die Verschränkung von Kampfsport und Neonazi-Milieu in Ostdeutschland steht.
Am 27. September 2025 fand in Greiz die „German Cage Night“ statt. Offiziell waren 18 Kämpfer in neun Paarungen angekündigt, verteilt auf die Disziplinen Bare Knuckle, Boxen, K1 und MMA. Tatsächlich traten jedoch mehr Kämpfer an als vorab kommuniziert. Bare Knuckle – Faustkampf ohne Handschuhe – erfreut sich derzeit zunehmender Popularität, ist aber wegen der extremen Verletzungsgefahr hochumstritten.
Die Dynamo Spieler Stefan Kuttschke, Tony Menzel und Jonas Oehmichen zusammen mit Kevin Enz vom „Home of Sports Elbflorenz“. Quelle: InstagramUnter den Besuchern: Stefan Kutschke, Tony Menzel und Jonas Oehmichen von Dynamo Dresden. Die drei Profis machten ein Selfie mit Kevin Enz, Kurstrainer und Profi-Kampfsportler vom „Home of Sports Elbflorenz“ und dem dazugehörigen Boxverein „Boxklub Dresden e.V.“. Das Foto wurde auch vom Veranstalter geteilt – und verlinkte dabei das Fitnessstudio. Jenem Fitnessstudio in Dresden, von dem sich Dynamo Dresden und Stefan Kutschke im Februar öffentlich distanziert hatten, nachdem Verbindungen in die Neonaziszene öffentlich wurden. Für das „Home of Sports Elbflorenz“ kämpften in Greiz zwei Personen – die Verbindung zwischen dem Studio und der Veranstaltung war also keineswegs zu übersehen.
Dennis Rohner (rechts) mit seiner „Ersatzfamilie“. In der Mitte mit „Love Dynamo – Hate Antifa“ Shirt Max Zaunick und rechts daneben Felix Zieba (beide SV Post Germania Bautzen). Links daneben in schwarzen „1953 National“ Shirt: Paul Oehme. Quelle: FacebookDennis Rohner, einer der Gesellschafter und Studioleiter des „Home of Sports Elbflorenz“, war ebenfalls als Kämpfer dabei – allerdings ohne vorherige öffentliche Ankündigung. Rohner, der im Fitnessstudio für das Training von Kindern und Jugendlichen verantwortlich zeichnet, wurde mittlerweile wegen besonders schwerem Landfriedensbruchs beim Dynamo-Aufstieg 2021 und einer Körperverletzung im Club Gisela im Jahr 2023 zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Vor Gericht gab Rohner sich geläutert:
Dennis Rohner mit gut sichtbarer Tätowierung „Glaube – Wille – Tat“. Quelle: Instagram„Im Sommer 2023 kam der Randalierer kurz in U-Haft. ‚Dort hatte ich Zeit, nachzudenken‘, sagte Dennis. ‚Mein bisheriges Leben zu reflektieren und einiges zu ändern.‘ So sei er in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, fand im Fußballumfeld eine ‚Ersatzfamilie‘ und leider die falschen Freunde“.
TAG24: Dynamo-Randalierer muss hinter Gitter: Er bat selbst um ein Stadionverbot (15.04.2025)Vor Gericht gab sich Rohner geläutert – für jemanden, der sich als Trainer und Kampfsportler etablieren will, wäre eine Haftstrafe schließlich ein schwerer Rückschlag für diese Ambitionen. Seine politische Verortung spielte im Prozess keine Rolle. Seine Tätowierung auf dem Oberkörper – „Glaube – Wille – Tat“ – spricht jedoch Bände. Der Slogan ist dem NS-Hardcore-Spektrum zuzuordnen und wird prominent vom Label „Leveler Records“ genutzt. Kopf des Labels ist Frank Haack, der in einschlägigen Bands wie Terrorsphära, Endless Struggle, Überzeugungstäter oder Übermensch aktiv ist. Es bestehen Verbindungen zu Sebastian Raack von OPOS-Records und Greifvogel Wear. Eine Marke in der sich Rohner ebenfalls zeigte.
Dennis Rohner mit Greifvogel Wear Shirt. Quelle: InstagramDie Liste der Kämpfer mit neonazistischem Hintergrund ist lang: Oskar Faust aus Leipzig wurde am 25. September kurzfristig als Ersatzkämpfer für einen verletzten Athleten benannt, trat dann aber letztendlich doch nicht an, da sein Gegner absagte. Faust, der im Dezember 2024 an einer Nazidemo in Magdeburg teilnahm, war dennoch vor Ort. Periskop berichtete bereits über seine Auftritte bei „Ringlife Talents“. Lucas Sauer aus Schweinfurt ist beim „Dritten Weg“ aktiv und bei rechten Demonstrationen regelmäßig gesehen. Leon Buchholz aus Chemnitz demonstrierte am 18. Januar mit den Freien Sachsen. Torben Pfotenhauer aus Eisenach, Ian Wittmann aus Frohburg und Pascal Roeß demonstrierten 2024 gemeinsam mit Nazis gegen CSDs. Tim Seifert aus Zwickau trainiert bei der „Sportgruppe Zwickau“ unter Steffen Reitberger, einem bekannten Neonazi, der 2018 beim „Kampf der Nibelungen“ in Ostritz kämpfte. Reitberger war in Greiz ebenfalls anwesend.
Ian Wittmann (rechts) und David Köckert bei der „German Cage Night“ in Greiz. Quelle: InstagramDie hohe Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund ist für Kampfsportveranstaltungen in Ostdeutschland zwar wenig überraschend, aber dennoch bemerkenswert. Solche Events dienen nicht nur der sportlichen Betätigung, sondern auch der Vernetzung und Normalisierung extrem rechter Strukturen. Dass drei Spieler von Dynamo Dresden sich in diesem Umfeld bewegen, dort Fotos machen und diese auch noch geteilt werden, trägt zur Normalisierung dieser Veranstaltungen und der dort aktiven Neonazi-Kämpfer bei – ob beabsichtigt oder nicht.
Die öffentliche Distanzierung von Stefan Kutschke und Dynamo Dresden vom „Home of Sports Elbflorenz“ entpuppt sich damit als das, was sie vermutlich von Anfang an war: reine PR-Maßnahme. Kutschkes Rolle als Gesellschafter des Fitnessstudios ist seit Ende Januar unverändert. Seine Präsenz in Greiz, das gemeinsame Foto mit Personen aus genau diesem Umfeld und die offensichtliche Verbindung zur Veranstaltung – all das spricht eine deutliche Sprache. Der Verein mag sich öffentlich von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus distanzieren, doch sein Kapitän pflegt offenbar weiterhin Kontakte in ein Milieu, in dem Neonazis nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Für den Verein, der sportlich in der Zweiten Liga angekommen ist und in wenigen Tagen beim Heimspiel gegen Paderborn, wie jährlich im Oktober üblich, mit dem Spruch „Love Dynamo – Hate Racism“ auf der Brust auflaufen wird, dürfte der Widerspruch zwischen Symbolpolitik und gelebter Praxis kaum größer sein.
#BoxklubDresden #DennisRohner #GermanCageNight #GlaubeWilleTat #HomeOfSportsElbflorenz #SGDynamoDresden #StefanKutschke -
Nach Distanzierung: Dynamo-Spieler bei Event mit Neonazi-Kämpfern
Ende September 2025, einen Tag nach der 0:2 Auswärtsniederlage in Darmstadt, besuchten drei Spieler von Dynamo Dresden die „German Cage Night“ in Greiz – eine Kampfsportveranstaltung, bei der die Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund beachtlich war. Besonders brisant: Die Profis posierten dort mit Personen aus genau jenem Fitnessstudio, von dem sich der Verein und Kapitän Stefan Kutschke erst im Februar öffentlichkeitswirksam distanziert hatten. Ein Blick auf ein Event, das exemplarisch für die Verschränkung von Kampfsport und Neonazi-Milieu in Ostdeutschland steht.
Am 27. September 2025 fand in Greiz die „German Cage Night“ statt. Offiziell waren 18 Kämpfer in neun Paarungen angekündigt, verteilt auf die Disziplinen Bare Knuckle, Boxen, K1 und MMA. Tatsächlich traten jedoch mehr Kämpfer an als vorab kommuniziert. Bare Knuckle – Faustkampf ohne Handschuhe – erfreut sich derzeit zunehmender Popularität, ist aber wegen der extremen Verletzungsgefahr hochumstritten.
Die Dynamo Spieler Stefan Kuttschke, Tony Menzel und Jonas Oehmichen zusammen mit Kevin Enz vom „Home of Sports Elbflorenz“. Quelle: InstagramUnter den Besuchern: Stefan Kutschke, Tony Menzel und Jonas Oehmichen von Dynamo Dresden. Die drei Profis machten ein Selfie mit Kevin Enz, Kurstrainer und Profi-Kampfsportler vom „Home of Sports Elbflorenz“ und dem dazugehörigen Boxverein „Boxklub Dresden e.V.“. Das Foto wurde auch vom Veranstalter geteilt – und verlinkte dabei das Fitnessstudio. Jenem Fitnessstudio in Dresden, von dem sich Dynamo Dresden und Stefan Kutschke im Februar öffentlich distanziert hatten, nachdem Verbindungen in die Neonaziszene öffentlich wurden. Für das „Home of Sports Elbflorenz“ kämpften in Greiz zwei Personen – die Verbindung zwischen dem Studio und der Veranstaltung war also keineswegs zu übersehen.
Dennis Rohner (rechts) mit seiner „Ersatzfamilie“. In der Mitte mit „Love Dynamo – Hate Antifa“ Shirt Max Zaunick und rechts daneben Felix Zieba (beide SV Post Germania Bautzen). Links daneben in schwarzen „1953 National“ Shirt: Paul Oehme. Quelle: FacebookDennis Rohner, einer der Gesellschafter und Studioleiter des „Home of Sports Elbflorenz“, war ebenfalls als Kämpfer dabei – allerdings ohne vorherige öffentliche Ankündigung. Rohner, der im Fitnessstudio für das Training von Kindern und Jugendlichen verantwortlich zeichnet, wurde mittlerweile wegen besonders schwerem Landfriedensbruchs beim Dynamo-Aufstieg 2021 und einer Körperverletzung im Club Gisela im Jahr 2023 zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Vor Gericht gab Rohner sich geläutert:
Dennis Rohner mit gut sichtbarer Tätowierung „Glaube – Wille – Tat“. Quelle: Instagram„Im Sommer 2023 kam der Randalierer kurz in U-Haft. ‚Dort hatte ich Zeit, nachzudenken‘, sagte Dennis. ‚Mein bisheriges Leben zu reflektieren und einiges zu ändern.‘ So sei er in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, fand im Fußballumfeld eine ‚Ersatzfamilie‘ und leider die falschen Freunde“.
TAG24: Dynamo-Randalierer muss hinter Gitter: Er bat selbst um ein Stadionverbot (15.04.2025)Vor Gericht gab sich Rohner geläutert – für jemanden, der sich als Trainer und Kampfsportler etablieren will, wäre eine Haftstrafe schließlich ein schwerer Rückschlag für diese Ambitionen. Seine politische Verortung spielte im Prozess keine Rolle. Seine Tätowierung auf dem Oberkörper – „Glaube – Wille – Tat“ – spricht jedoch Bände. Der Slogan ist dem NS-Hardcore-Spektrum zuzuordnen und wird prominent vom Label „Leveler Records“ genutzt. Kopf des Labels ist Frank Haack, der in einschlägigen Bands wie Terrorsphära, Endless Struggle, Überzeugungstäter oder Übermensch aktiv ist. Es bestehen Verbindungen zu Sebastian Raack von OPOS-Records und Greifvogel Wear. Eine Marke in der sich Rohner ebenfalls zeigte.
Dennis Rohner mit Greifvogel Wear Shirt. Quelle: InstagramDie Liste der Kämpfer mit neonazistischem Hintergrund ist lang: Oskar Faust aus Leipzig wurde am 25. September kurzfristig als Ersatzkämpfer für einen verletzten Athleten benannt, trat dann aber letztendlich doch nicht an, da sein Gegner absagte. Faust, der im Dezember 2024 an einer Nazidemo in Magdeburg teilnahm, war dennoch vor Ort. Periskop berichtete bereits über seine Auftritte bei „Ringlife Talents“. Lucas Sauer aus Schweinfurt ist beim „Dritten Weg“ aktiv und bei rechten Demonstrationen regelmäßig gesehen. Leon Buchholz aus Chemnitz demonstrierte am 18. Januar mit den Freien Sachsen. Torben Pfotenhauer aus Eisenach, Ian Wittmann aus Frohburg und Pascal Roeß demonstrierten 2024 gemeinsam mit Nazis gegen CSDs. Tim Seifert aus Zwickau trainiert bei der „Sportgruppe Zwickau“ unter Steffen Reitberger, einem bekannten Neonazi, der 2018 beim „Kampf der Nibelungen“ in Ostritz kämpfte. Reitberger war in Greiz ebenfalls anwesend.
Ian Wittmann (rechts) und David Köckert bei der „German Cage Night“ in Greiz. Quelle: InstagramDie hohe Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund ist für Kampfsportveranstaltungen in Ostdeutschland zwar wenig überraschend, aber dennoch bemerkenswert. Solche Events dienen nicht nur der sportlichen Betätigung, sondern auch der Vernetzung und Normalisierung extrem rechter Strukturen. Dass drei Spieler von Dynamo Dresden sich in diesem Umfeld bewegen, dort Fotos machen und diese auch noch geteilt werden, trägt zur Normalisierung dieser Veranstaltungen und der dort aktiven Neonazi-Kämpfer bei – ob beabsichtigt oder nicht.
Die öffentliche Distanzierung von Stefan Kutschke und Dynamo Dresden vom „Home of Sports Elbflorenz“ entpuppt sich damit als das, was sie vermutlich von Anfang an war: reine PR-Maßnahme. Kutschkes Rolle als Gesellschafter des Fitnessstudios ist seit Ende Januar unverändert. Seine Präsenz in Greiz, das gemeinsame Foto mit Personen aus genau diesem Umfeld und die offensichtliche Verbindung zur Veranstaltung – all das spricht eine deutliche Sprache. Der Verein mag sich öffentlich von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus distanzieren, doch sein Kapitän pflegt offenbar weiterhin Kontakte in ein Milieu, in dem Neonazis nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Für den Verein, der sportlich in der Zweiten Liga angekommen ist und in wenigen Tagen beim Heimspiel gegen Paderborn, wie jährlich im Oktober üblich, mit dem Spruch „Love Dynamo – Hate Racism“ auf der Brust auflaufen wird, dürfte der Widerspruch zwischen Symbolpolitik und gelebter Praxis kaum größer sein.
#BoxklubDresden #DennisRohner #GermanCageNight #GlaubeWilleTat #HomeOfSportsElbflorenz #SGDynamoDresden #StefanKutschke -
Nach Distanzierung: Dynamo-Spieler bei Event mit Neonazi-Kämpfern
Ende September 2025, einen Tag nach der 0:2 Auswärtsniederlage in Darmstadt, besuchten drei Spieler von Dynamo Dresden die „German Cage Night“ in Greiz – eine Kampfsportveranstaltung, bei der die Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund beachtlich war. Besonders brisant: Die Profis posierten dort mit Personen aus genau jenem Fitnessstudio, von dem sich der Verein und Kapitän Stefan Kutschke erst im Februar öffentlichkeitswirksam distanziert hatten. Ein Blick auf ein Event, das exemplarisch für die Verschränkung von Kampfsport und Neonazi-Milieu in Ostdeutschland steht.
Am 27. September 2025 fand in Greiz die „German Cage Night“ statt. Offiziell waren 18 Kämpfer in neun Paarungen angekündigt, verteilt auf die Disziplinen Bare Knuckle, Boxen, K1 und MMA. Tatsächlich traten jedoch mehr Kämpfer an als vorab kommuniziert. Bare Knuckle – Faustkampf ohne Handschuhe – erfreut sich derzeit zunehmender Popularität, ist aber wegen der extremen Verletzungsgefahr hochumstritten.
Die Dynamo Spieler Stefan Kuttschke, Tony Menzel und Jonas Oehmichen zusammen mit Kevin Enz vom „Home of Sports Elbflorenz“. Quelle: InstagramUnter den Besuchern: Stefan Kutschke, Tony Menzel und Jonas Oehmichen von Dynamo Dresden. Die drei Profis machten ein Selfie mit Kevin Enz, Kurstrainer und Profi-Kampfsportler vom „Home of Sports Elbflorenz“ und dem dazugehörigen Boxverein „Boxklub Dresden e.V.“. Das Foto wurde auch vom Veranstalter geteilt – und verlinkte dabei das Fitnessstudio. Jenem Fitnessstudio in Dresden, von dem sich Dynamo Dresden und Stefan Kutschke im Februar öffentlich distanziert hatten, nachdem Verbindungen in die Neonaziszene öffentlich wurden. Für das „Home of Sports Elbflorenz“ kämpften in Greiz zwei Personen – die Verbindung zwischen dem Studio und der Veranstaltung war also keineswegs zu übersehen.
Dennis Rohner (rechts) mit seiner „Ersatzfamilie“. In der Mitte mit „Love Dynamo – Hate Antifa“ Shirt Max Zaunick und rechts daneben Felix Zieba (beide SV Post Germania Bautzen). Links daneben in schwarzen „1953 National“ Shirt: Paul Oehme. Quelle: FacebookDennis Rohner, einer der Gesellschafter und Studioleiter des „Home of Sports Elbflorenz“, war ebenfalls als Kämpfer dabei – allerdings ohne vorherige öffentliche Ankündigung. Rohner, der im Fitnessstudio für das Training von Kindern und Jugendlichen verantwortlich zeichnet, wurde mittlerweile wegen besonders schwerem Landfriedensbruchs beim Dynamo-Aufstieg 2021 und einer Körperverletzung im Club Gisela im Jahr 2023 zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Vor Gericht gab Rohner sich geläutert:
Dennis Rohner mit gut sichtbarer Tätowierung „Glaube – Wille – Tat“. Quelle: Instagram„Im Sommer 2023 kam der Randalierer kurz in U-Haft. ‚Dort hatte ich Zeit, nachzudenken‘, sagte Dennis. ‚Mein bisheriges Leben zu reflektieren und einiges zu ändern.‘ So sei er in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, fand im Fußballumfeld eine ‚Ersatzfamilie‘ und leider die falschen Freunde“.
TAG24: Dynamo-Randalierer muss hinter Gitter: Er bat selbst um ein Stadionverbot (15.04.2025)
Vor Gericht gab sich Rohner geläutert – für jemanden, der sich als Trainer und Kampfsportler etablieren will, wäre eine Haftstrafe schließlich ein schwerer Rückschlag für diese Ambitionen. Seine politische Verortung spielte im Prozess keine Rolle. Seine Tätowierung auf dem Oberkörper – „Glaube – Wille – Tat“ – spricht jedoch Bände. Der Slogan ist dem NS-Hardcore-Spektrum zuzuordnen und wird prominent vom Label „Leveler Records“ genutzt. Kopf des Labels ist Frank Haack, der in einschlägigen Bands wie Terrorsphära, Endless Struggle, Überzeugungstäter oder Übermensch aktiv ist. Es bestehen Verbindungen zu Sebastian Raack von OPOS-Records und Greifvogel Wear. Eine Marke in der sich Rohner ebenfalls zeigte.
Dennis Rohner mit Greifvogel Wear Shirt. Quelle: InstagramDie Liste der Kämpfer mit neonazistischem Hintergrund ist lang: Oskar Faust aus Leipzig wurde am 25. September kurzfristig als Ersatzkämpfer für einen verletzten Athleten benannt, trat dann aber letztendlich doch nicht an, da sein Gegner absagte. Faust, der im Dezember 2024 an einer Nazidemo in Magdeburg teilnahm, war dennoch vor Ort. Periskop berichtete bereits über seine Auftritte bei „Ringlife Talents“. Lucas Sauer aus Schweinfurt ist beim „Dritten Weg“ aktiv und bei rechten Demonstrationen regelmäßig gesehen. Leon Buchholz aus Chemnitz demonstrierte am 18. Januar mit den Freien Sachsen. Torben Pfotenhauer aus Eisenach, Ian Wittmann aus Frohburg und Pascal Roeß demonstrierten 2024 gemeinsam mit Nazis gegen CSDs. Tim Seifert aus Zwickau trainiert bei der „Sportgruppe Zwickau“ unter Steffen Reitberger, einem bekannten Neonazi, der 2018 beim „Kampf der Nibelungen“ in Ostritz kämpfte. Reitberger war in Greiz ebenfalls anwesend.
Ian Wittmann (rechts) und David Köckert bei der „German Cage Night“ in Greiz. Quelle: InstagramDie hohe Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund ist für Kampfsportveranstaltungen in Ostdeutschland zwar wenig überraschend, aber dennoch bemerkenswert. Solche Events dienen nicht nur der sportlichen Betätigung, sondern auch der Vernetzung und Normalisierung extrem rechter Strukturen. Dass drei Spieler von Dynamo Dresden sich in diesem Umfeld bewegen, dort Fotos machen und diese auch noch geteilt werden, trägt zur Normalisierung dieser Veranstaltungen und der dort aktiven Neonazi-Kämpfer bei – ob beabsichtigt oder nicht.
Die öffentliche Distanzierung von Stefan Kutschke und Dynamo Dresden vom „Home of Sports Elbflorenz“ entpuppt sich damit als das, was sie vermutlich von Anfang an war: reine PR-Maßnahme. Kutschkes Rolle als Gesellschafter des Fitnessstudios ist seit Ende Januar unverändert. Seine Präsenz in Greiz, das gemeinsame Foto mit Personen aus genau diesem Umfeld und die offensichtliche Verbindung zur Veranstaltung – all das spricht eine deutliche Sprache. Der Verein mag sich öffentlich von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus distanzieren, doch sein Kapitän pflegt offenbar weiterhin Kontakte in ein Milieu, in dem Neonazis nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Für den Verein, der sportlich in der Zweiten Liga angekommen ist und in wenigen Tagen beim Heimspiel gegen Paderborn, wie jährlich im Oktober üblich, mit dem Spruch „Love Dynamo – Hate Racism“ auf der Brust auflaufen wird, dürfte der Widerspruch zwischen Symbolpolitik und gelebter Praxis kaum größer sein.
#BoxklubDresden #DennisRohner #GermanCageNight #GlaubeWilleTat #HomeOfSportsElbflorenz #SGDynamoDresden
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Nach Distanzierung: Dynamo-Spieler bei Event mit Neonazi-Kämpfern
Ende September 2025, einen Tag nach der 0:2 Auswärtsniederlage in Darmstadt, besuchten drei Spieler von Dynamo Dresden die „German Cage Night“ in Greiz – eine Kampfsportveranstaltung, bei der die Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund beachtlich war. Besonders brisant: Die Profis posierten dort mit Personen aus genau jenem Fitnessstudio, von dem sich der Verein und Kapitän Stefan Kutschke erst im Februar öffentlichkeitswirksam distanziert hatten. Ein Blick auf ein Event, das exemplarisch für die Verschränkung von Kampfsport und Neonazi-Milieu in Ostdeutschland steht.
Am 27. September 2025 fand in Greiz die „German Cage Night“ statt. Offiziell waren 18 Kämpfer in neun Paarungen angekündigt, verteilt auf die Disziplinen Bare Knuckle, Boxen, K1 und MMA. Tatsächlich traten jedoch mehr Kämpfer an als vorab kommuniziert. Bare Knuckle – Faustkampf ohne Handschuhe – erfreut sich derzeit zunehmender Popularität, ist aber wegen der extremen Verletzungsgefahr hochumstritten.
Die Dynamo Spieler Stefan Kuttschke, Tony Menzel und Jonas Oehmichen zusammen mit Kevin Enz vom „Home of Sports Elbflorenz“. Quelle: InstagramUnter den Besuchern: Stefan Kutschke, Tony Menzel und Jonas Oehmichen von Dynamo Dresden. Die drei Profis machten ein Selfie mit Kevin Enz, Kurstrainer und Profi-Kampfsportler vom „Home of Sports Elbflorenz“ und dem dazugehörigen Boxverein „Boxklub Dresden e.V.“. Das Foto wurde auch vom Veranstalter geteilt – und verlinkte dabei das Fitnessstudio. Jenem Fitnessstudio in Dresden, von dem sich Dynamo Dresden und Stefan Kutschke im Februar öffentlich distanziert hatten, nachdem Verbindungen in die Neonaziszene öffentlich wurden. Für das „Home of Sports Elbflorenz“ kämpften in Greiz zwei Personen – die Verbindung zwischen dem Studio und der Veranstaltung war also keineswegs zu übersehen.
Dennis Rohner (rechts) mit seiner „Ersatzfamilie“. In der Mitte mit „Love Dynamo – Hate Antifa“ Shirt Max Zaunick und rechts daneben Felix Zieba (beide SV Post Germania Bautzen). Links daneben in schwarzen „1953 National“ Shirt: Paul Oehme. Quelle: FacebookDennis Rohner, einer der Gesellschafter und Studioleiter des „Home of Sports Elbflorenz“, war ebenfalls als Kämpfer dabei – allerdings ohne vorherige öffentliche Ankündigung. Rohner, der im Fitnessstudio für das Training von Kindern und Jugendlichen verantwortlich zeichnet, wurde mittlerweile wegen besonders schwerem Landfriedensbruchs beim Dynamo-Aufstieg 2021 und einer Körperverletzung im Club Gisela im Jahr 2023 zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Vor Gericht gab Rohner sich geläutert:
Dennis Rohner mit gut sichtbarer Tätowierung „Glaube – Wille – Tat“. Quelle: Instagram„Im Sommer 2023 kam der Randalierer kurz in U-Haft. ‚Dort hatte ich Zeit, nachzudenken‘, sagte Dennis. ‚Mein bisheriges Leben zu reflektieren und einiges zu ändern.‘ So sei er in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, fand im Fußballumfeld eine ‚Ersatzfamilie‘ und leider die falschen Freunde“.
TAG24: Dynamo-Randalierer muss hinter Gitter: Er bat selbst um ein Stadionverbot (15.04.2025)
Vor Gericht gab sich Rohner geläutert – für jemanden, der sich als Trainer und Kampfsportler etablieren will, wäre eine Haftstrafe schließlich ein schwerer Rückschlag für diese Ambitionen. Seine politische Verortung spielte im Prozess keine Rolle. Seine Tätowierung auf dem Oberkörper – „Glaube – Wille – Tat“ – spricht jedoch Bände. Der Slogan ist dem NS-Hardcore-Spektrum zuzuordnen und wird prominent vom Label „Leveler Records“ genutzt. Kopf des Labels ist Frank Haack, der in einschlägigen Bands wie Terrorsphära, Endless Struggle, Überzeugungstäter oder Übermensch aktiv ist. Es bestehen Verbindungen zu Sebastian Raack von OPOS-Records und Greifvogel Wear. Eine Marke in der sich Rohner ebenfalls zeigte.
Dennis Rohner mit Greifvogel Wear Shirt. Quelle: InstagramDie Liste der Kämpfer mit neonazistischem Hintergrund ist lang: Oskar Faust aus Leipzig wurde am 25. September kurzfristig als Ersatzkämpfer für einen verletzten Athleten benannt, trat dann aber letztendlich doch nicht an, da sein Gegner absagte. Faust, der im Dezember 2024 an einer Nazidemo in Magdeburg teilnahm, war dennoch vor Ort. Periskop berichtete bereits über seine Auftritte bei „Ringlife Talents“. Lucas Sauer aus Schweinfurt ist beim „Dritten Weg“ aktiv und bei rechten Demonstrationen regelmäßig gesehen. Leon Buchholz aus Chemnitz demonstrierte am 18. Januar mit den Freien Sachsen. Torben Pfotenhauer aus Eisenach, Ian Wittmann aus Frohburg und Pascal Roeß demonstrierten 2024 gemeinsam mit Nazis gegen CSDs. Tim Seifert aus Zwickau trainiert bei der „Sportgruppe Zwickau“ unter Steffen Reitberger, einem bekannten Neonazi, der 2018 beim „Kampf der Nibelungen“ in Ostritz kämpfte. Reitberger war in Greiz ebenfalls anwesend.
Ian Wittmann (rechts) und David Köckert bei der „German Cage Night“ in Greiz. Quelle: InstagramDie hohe Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund ist für Kampfsportveranstaltungen in Ostdeutschland zwar wenig überraschend, aber dennoch bemerkenswert. Solche Events dienen nicht nur der sportlichen Betätigung, sondern auch der Vernetzung und Normalisierung extrem rechter Strukturen. Dass drei Spieler von Dynamo Dresden sich in diesem Umfeld bewegen, dort Fotos machen und diese auch noch geteilt werden, trägt zur Normalisierung dieser Veranstaltungen und der dort aktiven Neonazi-Kämpfer bei – ob beabsichtigt oder nicht.
Die öffentliche Distanzierung von Stefan Kutschke und Dynamo Dresden vom „Home of Sports Elbflorenz“ entpuppt sich damit als das, was sie vermutlich von Anfang an war: reine PR-Maßnahme. Kutschkes Rolle als Gesellschafter des Fitnessstudios ist seit Ende Januar unverändert. Seine Präsenz in Greiz, das gemeinsame Foto mit Personen aus genau diesem Umfeld und die offensichtliche Verbindung zur Veranstaltung – all das spricht eine deutliche Sprache. Der Verein mag sich öffentlich von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus distanzieren, doch sein Kapitän pflegt offenbar weiterhin Kontakte in ein Milieu, in dem Neonazis nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Für den Verein, der sportlich in der Zweiten Liga angekommen ist und in wenigen Tagen beim Heimspiel gegen Paderborn, wie jährlich im Oktober üblich, mit dem Spruch „Love Dynamo – Hate Racism“ auf der Brust auflaufen wird, dürfte der Widerspruch zwischen Symbolpolitik und gelebter Praxis kaum größer sein.
#BoxklubDresden #DennisRohner #GermanCageNight #GlaubeWilleTat #HomeOfSportsElbflorenz #SGDynamoDresden
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Nazis bleiben beliebte Boxer in Bautzen
Am 26. Oktober 2024 fand in der Stadthalle Bautzen die jährliche Boxnacht des SV Post Germania Bautzen e.V. statt. Die Veranstaltung jährte sich bereits zum zehnten Mal und hat sich in der Region Bautzen zu einem festen Event im Kalender entwickelt. Bereits 2017 berichteten wir über Nazis vor und hinter den Kulissen. Seitdem hat sich wenig verändert. Zeit für ein kurzes Update.
Gunnar Garn (links), Georg Weise (rechts)Auch in diesem Jahr standen bekannte Nazis zur Boxnacht im Ring. Die Boxer Georg Weise (Boxclub Radeburg e.V.) und Gunnar Garn (SV Post Germania Bautzen e.V.) gehören zur Dresdner Neonazikameradschaft „Werra Elbflorenz“. Beide nahmen an einer Vielzahl von deren Aktionen sowie an Demonstrationen und Kampfsportevents der extremen Rechten teil. So besuchte die Kameradschaft, darunter Gunnar Garn, 2019 das neonazistische Kampfsportevent „Tiwaz“ in der Nähe von Zwickau. Vor einem Jahr reiste die Gruppe nach Frankreich, um sich mit Renaud Mannheim, einem bekannten französischen Nazi von Blood & Honour, zu treffen. Danach reiste die Gruppe weiter nach Italien und besuchte Aktivisten von Casa Pound.
Werra Elbflorenz (v.l.n.r.: Ferdinand Eichberg, Dominik Raupbach, NN, Renaud Mannheim, Yannick Pochert, Klaus Walther, Georg Weise, NN, Ricardo Knöfel) im April 2023 in Frankreich. Quelle: InstagramWerra Elbflorenz (v.l.n.r.: Oliver Schierz, Yannick Pochert, NN, Gunnar Garn, Fabian Rösner, Ricardo Knöfel) beim „Tiwaz“ Kampfsportturnier am 08.06.2019 in der Nähe von Zwickau. Quelle: PixelarchivFelix Zieba (links), Dennis Rohner (rechts)Im Februar 2022 nahm Georg Weise an der Wanderung „Ausbruch 60“ in Budapest teil. Er war jedoch nicht der einzige Teilnehmer mit Verbindungen zur diesjährigen Boxnacht in Bautzen. Auch Felix Zieba (SV Post Germania Bautzen e.V.) und Dennis Rohner kämpften bei der Boxnacht. Zieba boxt seit Jahren für den Verein und trainierte dort. Rohner trat ebenfalls mehrfach bei der Boxnacht an, trainiert jedoch in Dresden. Derzeit versucht er, eine eigene Karriere als Trainer in Dresden und Umgebung aufzubauen. Beide nehmen seit mindestens 2018 fast jährlich am „Tag der Ehre“ in Budapest teil. Zudem nahm Zieba 2021 in Dresden am Nazitrauermarsch zum 13. Februar teil.
Felix Zieba (markiert) beim „Ausbruch 60“ in Budapest am 10.02.2019. Quelle: PixelarchivDer „Tag der Ehre“ sowie die dazugehörige Wanderung „Ausbruch 60“ sind beliebte Events für Nazis in Budapest, die an den vergeblichen Versuch der eingeschlossenen Waffen-SS-Verbände erinnern, den Kessel von Budapest im Februar 1945 zu durchbrechen. Die Teilnehmer:innen des neonazistischen Reenactments wandern teilweise in Wehrmachts- und SS-Uniformen. Wenig verwunderlich werden diese Veranstaltungen aus den Strukturen von „Blood & Honour“ organisiert.
Bautzen ist zurzeit Hotspot der Nazigewalt in Sachsen. Zuletzt gab es immer wieder Angriffe auf nicht-rechte Personen. Anlässlich des CSD in Bautzen versammelten sich Hunderte junge und alte Nazis. Dieses Milieu gewaltaffiner junger Männer wird gefördert, wenn Sportvereine wie der SV Post Germania überzeugte Nazis im Kampfsport ausbilden und damit die Mittel in die Hand geben, ihre NS-Umsturzfantasien in die Tat umzusetzen.
#Boxnacht #DennisRohner #FelixZieba #GeorgWeise #GunnarGarn #SVGermaniaBautzen #SVPostGermaniaBautzen #WerraElbflorenz
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Nazis bleiben beliebte Boxer in Bautzen
Am 26. Oktober 2024 fand in der Stadthalle Bautzen die jährliche Boxnacht des SV Post Germania Bautzen e.V. statt. Die Veranstaltung jährte sich bereits zum zehnten Mal und hat sich in der Region Bautzen zu einem festen Event im Kalender entwickelt. Bereits 2017 berichteten wir über Nazis vor und hinter den Kulissen. Seitdem hat sich wenig verändert. Zeit für ein kurzes Update.
Gunnar Garn (links), Georg Weise (rechts)Auch in diesem Jahr standen bekannte Nazis zur Boxnacht im Ring. Die Boxer Georg Weise (Boxclub Radeburg e.V.) und Gunnar Garn (SV Post Germania Bautzen e.V.) gehören zur Dresdner Neonazikameradschaft „Werra Elbflorenz“. Beide nahmen an einer Vielzahl von deren Aktionen sowie an Demonstrationen und Kampfsportevents der extremen Rechten teil. So besuchte die Kameradschaft, darunter Gunnar Garn, 2019 das neonazistische Kampfsportevent „Tiwaz“ in der Nähe von Zwickau. Vor einem Jahr reiste die Gruppe nach Frankreich, um sich mit Renaud Mannheim, einem bekannten französischen Nazi von Blood & Honour, zu treffen. Danach reiste die Gruppe weiter nach Italien und besuchte Aktivisten von Casa Pound.
Werra Elbflorenz (v.l.n.r.: Ferdinand Eichberg, Dominik Raupbach, NN, Renaud Mannheim, Yannick Pochert, Klaus Walther, Georg Weise, NN, Ricardo Knöfel) im April 2023 in Frankreich. Quelle: InstagramWerra Elbflorenz (v.l.n.r.: Oliver Schierz, Yannick Pochert, NN, Gunnar Garn, Fabian Rösner, Ricardo Knöfel) beim „Tiwaz“ Kampfsportturnier am 08.06.2019 in der Nähe von Zwickau. Quelle: PixelarchivFelix Zieba (links), Dennis Rohner (rechts)Im Februar 2022 nahm Georg Weise an der Wanderung „Ausbruch 60“ in Budapest teil. Er war jedoch nicht der einzige Teilnehmer mit Verbindungen zur diesjährigen Boxnacht in Bautzen. Auch Felix Zieba (SV Post Germania Bautzen e.V.) und Dennis Rohner kämpften bei der Boxnacht. Zieba boxt seit Jahren für den Verein und trainierte dort. Rohner trat ebenfalls mehrfach bei der Boxnacht an, trainiert jedoch in Dresden. Derzeit versucht er, eine eigene Karriere als Trainer in Dresden und Umgebung aufzubauen. Beide nehmen seit mindestens 2018 fast jährlich am „Tag der Ehre“ in Budapest teil. Zudem nahm Zieba 2021 in Dresden am Nazitrauermarsch zum 13. Februar teil.
Felix Zieba (markiert) beim „Ausbruch 60“ in Budapest am 10.02.2019. Quelle: PixelarchivDer „Tag der Ehre“ sowie die dazugehörige Wanderung „Ausbruch 60“ sind beliebte Events für Nazis in Budapest, die an den vergeblichen Versuch der eingeschlossenen Waffen-SS-Verbände erinnern, den Kessel von Budapest im Februar 1945 zu durchbrechen. Die Teilnehmer:innen des neonazistischen Reenactments wandern teilweise in Wehrmachts- und SS-Uniformen. Wenig verwunderlich werden diese Veranstaltungen aus den Strukturen von „Blood & Honour“ organisiert.
Bautzen ist zurzeit Hotspot der Nazigewalt in Sachsen. Zuletzt gab es immer wieder Angriffe auf nicht-rechte Personen. Anlässlich des CSD in Bautzen versammelten sich Hunderte junge und alte Nazis. Dieses Milieu gewaltaffiner junger Männer wird gefördert, wenn Sportvereine wie der SV Post Germania überzeugte Nazis im Kampfsport ausbilden und damit die Mittel in die Hand geben, ihre NS-Umsturzfantasien in die Tat umzusetzen.
#Boxnacht #DennisRohner #FelixZieba #GeorgWeise #GunnarGarn #SVGermaniaBautzen #SVPostGermaniaBautzen #WerraElbflorenz
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Nazis bleiben beliebte Boxer in Bautzen
Am 26. Oktober 2024 fand in der Stadthalle Bautzen die jährliche Boxnacht des SV Post Germania Bautzen e.V. statt. Die Veranstaltung jährte sich bereits zum zehnten Mal und hat sich in der Region Bautzen zu einem festen Event im Kalender entwickelt. Bereits 2017 berichteten wir über Nazis vor und hinter den Kulissen. Seitdem hat sich wenig verändert. Zeit für ein kurzes Update.
Gunnar Garn (links), Georg Weise (rechts)Auch in diesem Jahr standen bekannte Nazis zur Boxnacht im Ring. Die Boxer Georg Weise (Boxclub Radeburg e.V.) und Gunnar Garn (SV Post Germania Bautzen e.V.) gehören zur Dresdner Neonazikameradschaft „Werra Elbflorenz“. Beide nahmen an einer Vielzahl von deren Aktionen sowie an Demonstrationen und Kampfsportevents der extremen Rechten teil. So besuchte die Kameradschaft, darunter Gunnar Garn, 2019 das neonazistische Kampfsportevent „Tiwaz“ in der Nähe von Zwickau. Vor einem Jahr reiste die Gruppe nach Frankreich, um sich mit Renaud Mannheim, einem bekannten französischen Nazi von Blood & Honour, zu treffen. Danach reiste die Gruppe weiter nach Italien und besuchte Aktivisten von Casa Pound.
Werra Elbflorenz (v.l.n.r.: Ferdinand Eichberg, Dominik Raupbach, NN, Renaud Mannheim, Yannick Pochert, Klaus Walther, Georg Weise, NN, Ricardo Knöfel) im April 2023 in Frankreich. Quelle: InstagramWerra Elbflorenz (v.l.n.r.: Oliver Schierz, Yannick Pochert, NN, Gunnar Garn, Fabian Rösner, Ricardo Knöfel) beim „Tiwaz“ Kampfsportturnier am 08.06.2019 in der Nähe von Zwickau. Quelle: PixelarchivFelix Zieba (links), Dennis Rohner (rechts)Im Februar 2022 nahm Georg Weise an der Wanderung „Ausbruch 60“ in Budapest teil. Er war jedoch nicht der einzige Teilnehmer mit Verbindungen zur diesjährigen Boxnacht in Bautzen. Auch Felix Zieba (SV Post Germania Bautzen e.V.) und Dennis Rohner kämpften bei der Boxnacht. Zieba boxt seit Jahren für den Verein und trainierte dort. Rohner trat ebenfalls mehrfach bei der Boxnacht an, trainiert jedoch in Dresden. Derzeit versucht er, eine eigene Karriere als Trainer in Dresden und Umgebung aufzubauen. Beide nehmen seit mindestens 2018 fast jährlich am „Tag der Ehre“ in Budapest teil. Zudem nahm Zieba 2021 in Dresden am Nazitrauermarsch zum 13. Februar teil.
Felix Zieba (markiert) beim „Ausbruch 60“ in Budapest am 10.02.2019. Quelle: PixelarchivDer „Tag der Ehre“ sowie die dazugehörige Wanderung „Ausbruch 60“ sind beliebte Events für Nazis in Budapest, die an den vergeblichen Versuch der eingeschlossenen Waffen-SS-Verbände erinnern, den Kessel von Budapest im Februar 1945 zu durchbrechen. Die Teilnehmer:innen des neonazistischen Reenactments wandern teilweise in Wehrmachts- und SS-Uniformen. Wenig verwunderlich werden diese Veranstaltungen aus den Strukturen von „Blood & Honour“ organisiert.
Bautzen ist zurzeit Hotspot der Nazigewalt in Sachsen. Zuletzt gab es immer wieder Angriffe auf nicht-rechte Personen. Anlässlich des CSD in Bautzen versammelten sich Hunderte junge und alte Nazis. Dieses Milieu gewaltaffiner junger Männer wird gefördert, wenn Sportvereine wie der SV Post Germania überzeugte Nazis im Kampfsport ausbilden und damit die Mittel in die Hand geben, ihre NS-Umsturzfantasien in die Tat umzusetzen.
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Nazis bleiben beliebte Boxer in Bautzen
Am 26. Oktober 2024 fand in der Stadthalle Bautzen die jährliche Boxnacht des SV Post Germania Bautzen e.V. statt. Die Veranstaltung jährte sich bereits zum zehnten Mal und hat sich in der Region Bautzen zu einem festen Event im Kalender entwickelt. Bereits 2017 berichteten wir über Nazis vor und hinter den Kulissen. Seitdem hat sich wenig verändert. Zeit für ein kurzes Update.
Gunnar Garn (links), Georg Weise (rechts)Auch in diesem Jahr standen bekannte Nazis zur Boxnacht im Ring. Die Boxer Georg Weise (Boxclub Radeburg e.V.) und Gunnar Garn (SV Post Germania Bautzen e.V.) gehören zur Dresdner Neonazikameradschaft „Werra Elbflorenz“. Beide nahmen an einer Vielzahl von deren Aktionen sowie an Demonstrationen und Kampfsportevents der extremen Rechten teil. So besuchte die Kameradschaft, darunter Gunnar Garn, 2019 das neonazistische Kampfsportevent „Tiwaz“ in der Nähe von Zwickau. Vor einem Jahr reiste die Gruppe nach Frankreich, um sich mit Renaud Mannheim, einem bekannten französischen Nazi von Blood & Honour, zu treffen. Danach reiste die Gruppe weiter nach Italien und besuchte Aktivisten von Casa Pound.
Werra Elbflorenz (v.l.n.r.: Ferdinand Eichberg, Dominik Raupbach, NN, Renaud Mannheim, Yannick Pochert, Klaus Walther, Georg Weise, NN, Ricardo Knöfel) im April 2023 in Frankreich. Quelle: InstagramWerra Elbflorenz (v.l.n.r.: Oliver Schierz, Yannick Pochert, NN, Gunnar Garn, Fabian Rösner, Ricardo Knöfel) beim „Tiwaz“ Kampfsportturnier am 08.06.2019 in der Nähe von Zwickau. Quelle: PixelarchivFelix Zieba (links), Dennis Rohner (rechts)Im Februar 2022 nahm Georg Weise an der Wanderung „Ausbruch 60“ in Budapest teil. Er war jedoch nicht der einzige Teilnehmer mit Verbindungen zur diesjährigen Boxnacht in Bautzen. Auch Felix Zieba (SV Post Germania Bautzen e.V.) und Dennis Rohner kämpften bei der Boxnacht. Zieba boxt seit Jahren für den Verein und trainierte dort. Rohner trat ebenfalls mehrfach bei der Boxnacht an, trainiert jedoch in Dresden. Derzeit versucht er, eine eigene Karriere als Trainer in Dresden und Umgebung aufzubauen. Beide nehmen seit mindestens 2018 fast jährlich am „Tag der Ehre“ in Budapest teil. Zudem nahm Zieba 2021 in Dresden am Nazitrauermarsch zum 13. Februar teil.
Felix Zieba (markiert) beim „Ausbruch 60“ in Budapest am 10.02.2019. Quelle: PixelarchivDer „Tag der Ehre“ sowie die dazugehörige Wanderung „Ausbruch 60“ sind beliebte Events für Nazis in Budapest, die an den vergeblichen Versuch der eingeschlossenen Waffen-SS-Verbände erinnern, den Kessel von Budapest im Februar 1945 zu durchbrechen. Die Teilnehmer:innen des neonazistischen Reenactments wandern teilweise in Wehrmachts- und SS-Uniformen. Wenig verwunderlich werden diese Veranstaltungen aus den Strukturen von „Blood & Honour“ organisiert.
Bautzen ist zurzeit Hotspot der Nazigewalt in Sachsen. Zuletzt gab es immer wieder Angriffe auf nicht-rechte Personen. Anlässlich des CSD in Bautzen versammelten sich Hunderte junge und alte Nazis. Dieses Milieu gewaltaffiner junger Männer wird gefördert, wenn Sportvereine wie der SV Post Germania überzeugte Nazis im Kampfsport ausbilden und damit die Mittel in die Hand geben, ihre NS-Umsturzfantasien in die Tat umzusetzen.
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Nazis bleiben beliebte Boxer in Bautzen
Am 26. Oktober 2024 fand in der Stadthalle Bautzen die jährliche Boxnacht des SV Post Germania Bautzen e.V. statt. Die Veranstaltung jährte sich bereits zum zehnten Mal und hat sich in der Region Bautzen zu einem festen Event im Kalender entwickelt. Bereits 2017 berichteten wir über Nazis vor und hinter den Kulissen. Seitdem hat sich wenig verändert. Zeit für ein kurzes Update.
Gunnar Garn (links), Georg Weise (rechts)Auch in diesem Jahr standen bekannte Nazis zur Boxnacht im Ring. Die Boxer Georg Weise (Boxclub Radeburg e.V.) und Gunnar Garn (SV Post Germania Bautzen e.V.) gehören zur Dresdner Neonazikameradschaft „Werra Elbflorenz“. Beide nahmen an einer Vielzahl von deren Aktionen sowie an Demonstrationen und Kampfsportevents der extremen Rechten teil. So besuchte die Kameradschaft, darunter Gunnar Garn, 2019 das neonazistische Kampfsportevent „Tiwaz“ in der Nähe von Zwickau. Vor einem Jahr reiste die Gruppe nach Frankreich, um sich mit Renaud Mannheim, einem bekannten französischen Nazi von Blood & Honour, zu treffen. Danach reiste die Gruppe weiter nach Italien und besuchte Aktivisten von Casa Pound.
Werra Elbflorenz (v.l.n.r.: Ferdinand Eichberg, Dominik Raupbach, NN, Renaud Mannheim, Yannick Pochert, Klaus Walther, Georg Weise, NN, Ricardo Knöfel) im April 2023 in Frankreich. Quelle: InstagramWerra Elbflorenz (v.l.n.r.: Oliver Schierz, Yannick Pochert, NN, Gunnar Garn, Fabian Rösner, Ricardo Knöfel) beim „Tiwaz“ Kampfsportturnier am 08.06.2019 in der Nähe von Zwickau. Quelle: PixelarchivFelix Zieba (links), Dennis Rohner (rechts)Im Februar 2022 nahm Georg Weise an der Wanderung „Ausbruch 60“ in Budapest teil. Er war jedoch nicht der einzige Teilnehmer mit Verbindungen zur diesjährigen Boxnacht in Bautzen. Auch Felix Zieba (SV Post Germania Bautzen e.V.) und Dennis Rohner kämpften bei der Boxnacht. Zieba boxt seit Jahren für den Verein und trainierte dort. Rohner trat ebenfalls mehrfach bei der Boxnacht an, trainiert jedoch in Dresden. Derzeit versucht er, eine eigene Karriere als Trainer in Dresden und Umgebung aufzubauen. Beide nehmen seit mindestens 2018 fast jährlich am „Tag der Ehre“ in Budapest teil. Zudem nahm Zieba 2021 in Dresden am Nazitrauermarsch zum 13. Februar teil.
Felix Zieba (markiert) beim „Ausbruch 60“ in Budapest am 10.02.2019. Quelle: PixelarchivDer „Tag der Ehre“ sowie die dazugehörige Wanderung „Ausbruch 60“ sind beliebte Events für Nazis in Budapest, die an den vergeblichen Versuch der eingeschlossenen Waffen-SS-Verbände erinnern, den Kessel von Budapest im Februar 1945 zu durchbrechen. Die Teilnehmer:innen des neonazistischen Reenactments wandern teilweise in Wehrmachts- und SS-Uniformen. Wenig verwunderlich werden diese Veranstaltungen aus den Strukturen von „Blood & Honour“ organisiert.
Bautzen ist zurzeit Hotspot der Nazigewalt in Sachsen. Zuletzt gab es immer wieder Angriffe auf nicht-rechte Personen. Anlässlich des CSD in Bautzen versammelten sich Hunderte junge und alte Nazis. Dieses Milieu gewaltaffiner junger Männer wird gefördert, wenn Sportvereine wie der SV Post Germania überzeugte Nazis im Kampfsport ausbilden und damit die Mittel in die Hand geben, ihre NS-Umsturzfantasien in die Tat umzusetzen.
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